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Meiner ZeNno
parteiamlliltie ^tageszertung
Bas Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadt Bremen
Anzel gen - Grundpreise:
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der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkündungsblatt des Bejchsstattlialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 14 / 11. Jahrgang
Dienstag, 14. Januar 1941
kinzelpreis 15 Nps.
für selbstverständliche strbeilsschlchvorrichlungen bleibt kein lent übrig
plulokraten füllen ihre Säckel
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Lebende flnklage gegen flusbeuter
klne lehrreiche Segenüberstellung zweier Mitteilungen des „Vailg lzerald"
Stockholm, 13. Januar
In der Gegenüberstellung zweier unscheinbarer Notizen im „Daily Herald" zeigt sich das englische Sozialsystem in greller Beleuchtung, sür dessen Ausrechterhaltung die britischen Pluto- kraten den gegenwärtigen Krieg angezettelt haben.
Im Wirtschaftsteil berichtet das Blatt, daß die Zinnwerke Rambutan ihre Gewinne im ersten Kriegsjahr — nach deutschem Geld — von nur 28 000 Mark auf 202 «lüg Mark erhöhen konnten, mithin dank der Kriegskonjunktur sich jetzt mehr als versiebensacht haben. Während die Aktionäre, die Aerm- sten, im vorigen Jähr mit leeren Händen und langen Gesichtern aus der Generalversammlung gehen mutzten, hat der Plutokratcnkrieg ihnen jetzt immerhin eine nette runde Dividende von 10 Prozent beschert.
Die Kehrseite dieses Bildes: Aus einer anderen Seite liest man, daß vor dem Polizeigcricht in Ehester ein bezeichnender Prozeß stattgesnnden hat. Als lebende Anklage gegen das britische Plutokratcnshstcm stand ein lüjährigcr Arbeiter (!) einer Nüstungssirina vor dem Zivilgericht, der dem Richter seine verstümmelten Hände zeigte, die so schwer verletzt worden waren, weil die Fabrik nicht die Mittel zur Bersügung gestellt hatte, um die primitivsten Sichcrheitsvorkchrungen an den Pressen anzubringen. Er war nicht der einzige. Acht Arbeiter waren in diesem Betrieb in kurzer Zeit nacheinander schwer verletzt und verstümmelt worden, weil gefährliche Maschinen in lcincr Weise geschützt worden waren.
„Wir sind der Meinung", sagte der Richter mit gebotener Zurückhaltung, ,.datz die Firma eine große Nachlässigkeit zeigte, die zu einer dauernden Verstümmelung von Arbeitern führte". Ein Fabrikinspektor sagte als Zeuge, -er Habs den leitenden Direktor der Firma aufgesucht und ihm erklärt, er sei einfach erschüttert über die lebensgefährlichen Zustände. Trotzdem ereigneten sich nach diesem zarten Hinweis vier weitere Unfälle, weil nichts veranlaßt worden war.
Leider teilt „Daily Herald" nicht mit. Welche setten Dividenden der tüchtige Direktor aus dem Betrieb herausgeholt hat. Das Gericht beließ es bei einer Geldstrafe von einigen hundert Pfund.
„wahre kpidemie an Spielkiubs"
Gens, 13.. Januar.
Neben Tanz und Schlemmerei ist jetzt das Glücksspiel getreten, um den Londoner Plutokraten in bombensicheren Kellern die Nächte zu vertreiben.
„Daily Expreß" schreibt unter der Ueberschrist „Vom Chemie de Fcr- und Champagner-Verband", daß im vornehmen Westen eine wahre Epidemie an Spielklubs ausgebrochen sei.
Vormund sür kolijar
oseü. Bern, 13. Januar.
Lord Halifax wird als Botschafter in Washington nicht nur den bisherigen Oberkommissar in Kanada zu seiner Unterstützung erhalten, sondern auch einen höheren Beamten aus dem Foreign Ossice als Begleiter und womöglich als Vormund mitbekommen. Ausersehen ist hiersür der bisherige Chef der Nachrichtenabteilung des Londoner Außenamtes, Charles Peak, der früher im Kreis der Genfer Liga eine gewichtige Rolle zu spielen versuchte. Seine Redseligkeit hat sich aber im Verlause des Krieges in ausfallende Schweigsamkeit verwandelt. Ein amerikanischer Journalist in London fügt der Ernennung Peaks hinzu, er würde in den Staaten bestimmt ein „großer Erfolg" werden, wenn er dort ebenso viel sagen werde, wie er in London verschwiegen habe.
die mit dem Glücksspiel „Chcmin de Fee" Riesenumsätze machten. In vielen Klubs sei der Mindesteinsatz bei jedem Spiel 28 Pfund (3ÜÜ RM.).
Die Veranstalter der Spielgesellschasten machen ein gutes Geschäft dabei. Dieses erlaubt ihnen, ihre Gäste mit auser
lesenen Speisen
und Getränken unentgeltlich zu bewirten. Champagner, Kaviar, kaltes Büfett, Sandwiches zu jeder Stunde der Nacht frisch, wird ihnen vorgesetzt. Ueber Verbindungen zur smarten „Mayfairs-Halbwelt" verfügende Frauen erhalten sür jeden neu eingeführten Gast „zehn Pfund Bringelohn".
Ein mit den Einzelheiten dieser Spielgesellschaft vertrauter Herr erzählte dem Berichterstatter, daß an einem einigermaßen guten Abend der Veranstalter trotz der enormen Spesen einen Reingewinn von 1ÜÜV Pfund <120 00 RM.) erzielte. Aus derartige Gewinne zahle man natürlich keine Einkommensteuer.
vritenbomben auf die Wagnerstadt
wieder stngriff stärkerer kakipkstiegerverbände auf kriegswichtige Ziele in London
Berlin, 13. Januar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am gestrigen Tage klärte die Lustwaffe über dem britischen Raum aus. In der Nacht zum 13. Januar griffen stärkere Kampffliegerverbände kriegswichtige Ziele in London an. Die Beobachtung ergab mehrere große Brände im Zielraüm nördlich und südlich des Themsebogens sowie einen großen Brand mit starker Rauchentwicklung im Südosten der Stadt. Außerdem wurden militärische Ziele an der englischen Siidküste mit Bomben belegt. Weitere britische Häfen wurden vermint.
In den Mittagstunden des Sonntags versuchte der Gegner mit schwachen Kräften erneut in das besetzte Gebiet einzufliegen. Hierbei wurden zwei feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie, ein weiteres durch Jagdflieger abgeschossen.
In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages warfen einzelne feindliche Flugzeuge in SUddeutschland einige Bomben, darunter auf die Stadt Bayreuth. Der Gegner verlor gestern vier Flugzeuge.
flbfukr für angreifende vritenflieger
Berlin, 13. Januar.
Im Verlaus des 12. Januar griffen drei englische Lockhead- Maschinen ein deutsches Vorpostenboöt in der Nordsee mit
Bomben und Torpedos an. Sämtliche Bomben und Torpedos verfehlten ihr Ziel. Im wirksamen Abwehrfeuer des deutschen Vorpostcnbootcs drehten die feindlichen Maschinen ab, ohne ihren Angriff zu erneuern. Eine gleiche scharfe Abfuhr holten sich britische Jagdflugzeuge, die an der Kanalküstc Vorposten- und Hascnschutzboote anzugreifen suchten. Zwei Hurricane wurden hierbei durch Flak abgeschossen.
Zwei englische stugzeuge abgeschossen
Berlin, 13. Januar.
Bei einem am Sonntag unternommenen Versuch, die deutsche Nordseeküste anzufliegen, gerieten feindliche Flugzeuge in heftiges Abwehrfeuer und wurden zum Abdrehen gezwungen. Marineartillerie und Bewachungssahrzeuge der Kriegsmarine schössen je ein englisches Flugzeug ab.
Her mißglückte Nfls.-flngriff am sreitag
Berlin, 13. Januar.
Die Verluste, die die englische Luftwaffe bei ihrem Anflug gegen die nordsranzösifche Küste am 10. Januar erlitten hat, erhöhen sich noch um eine weitere Maschine, die durch Marineartillerie abgeschossen wurde. Der Gesamtverlust der britischen Luftwaffe bei diesem Unternehmen erreichte damit neun Maschinen.
Kieloben auf Srund gegangen
Vor torpedierte englische Kreuzer in der Straße von Sizilien gesunken
Dr. v. 1. Rom, 13. Januar.
Am späten Nachmittag des Sonntags stellten italienische Secaufklärer in der Straße von Sizilien den englischen Kreuzer, der das Ziel eines italienischen Torpedobootsangriffs war, in sinkendem Zustand fest. Die italienischen Aufklärer verweilten solange über der Stelle, bis der Kreuzer kieloben aus Grund ging. Zu diesem erfolgreichen Gefecht, das in der Straße von Sizilien zwei italienische Torpedoboote einem aus zahlreichen Zerstörern und Kreuzern bestehenden englischen Flottcnverband lieferten, werden jetzt Einzelheiten bekannt:
Die zum Streifendienst eingesetzten Torpedoboote sichteten in der ersten Morgendämmerung den feindlichen Verband. Gedeckt durch den Morgennebel gingen die beiden Boote zum Angriff über, auf den die englischen Schiffe mit starkem Feuer antworteten. Zehn Minuten später zeigte der getroffene
englische Kreuzer schwere Schlagseite. Englische Zerstörer versuchten darauf in hoher Fahrt die italienischen Torpedoboote zu stellen. Ihr Angriff wurde durch das Geschützfeuer der englischen Kreuzer unterstützt. Es gelang den feindlichen Zerstörern, auf einem italienischen Torpedoboot einen Treffer anzubringen, der die Maschinenanlage zerstörte. Die Torpedoboote wehrten sich erbittert und erzielten auf zwei gegnerischen Zerstörern Treffer, die Brände zur Folge hatten. Nach einem heftigen Artillerieduell von 30 Minuten konnte der Feind auf dem bereits beschädigten italienischen Torpedoboot einen neuen Trefser erzielen, der eine Munitionskammer zur Explosion brachte. Das Torpedoboot begann langsam zu sinken, seine Artillerie feuerte bis die Geschütze von den über das sinkende Schiff flutenden Wellen erreicht wurden. Die überlebende Besatzung wurde an Bord des zweiten Torpedobootes genommen.
fllbion versucht „vesichigungsnachweis"
flmerika informiert sich: fluch WMKie befucht London — LliurchM im Netz seiner Illusionspropaganda
LÜ. Berlin, 13. Januar,
Die Zahl der Amerikaner, die als offizielle oder „private" Beobachter nach England fahren, um sich an Ort und Stelle über die Lage und Kricgsaussichtcn des Vritenreiches zu überzeugen, wächst ausfällig. Schon seit langer Zeit reist Oberst Tanovan in Europa. Er war zunächst in London und hat sich dann nach Kairo gewandt, um auch von dein afrikanischen Festland einen eigenen Eindruck zu erhalten. Hopkins ist als Son- dergcsandtcr Nooesevclts in London und will so lange bleiben,-daß er auch das Land bereisen kann. Die Trümmerfelder der City und der Jndusttievertel Londons scheinen ihn bestimmt zu haben, sich über den Gesamtzustand der britischen Rüstungsindustrie zu informieren. Nun kommt Willkie hinzu, der als „Privatmann" nach England aus Reifen gegangen ist.
Willkie ist immerhin der gewesene republikanische Präsidentschaftskandidat, der fast die Hälfte der Stimmen der USA.- Wählcr aus sich vereinigte. Offenbar halten amerikanische Persönlichkeiten es sür außerordentlich angebracht, sich einmal an Ort und Stelle zu überzeugen, wie es mit den merkwürdigen Gegensätzen einer unabdingbaren HilssbcLLrstigkeit der Briten auf der einen Seite und ihrer vorgegebenen Siegeszuversicht auf der andern Seite steht. Wenn schon Hilfe, dann Klarheit, an wen. und wahrscheinlich entsprechende Sicherheiten sür die einmal erwartete Erbmasse! '
Das Vertrauen in die englische Glaubwürdigkeit ist also nicht sehr groß, im Grunde kein Wunder,, wenn man bedenkt, daß an der Spitze Englands Ehurchill steht, der es sür besonders klug gehalten hat. nach dem Weltkrieg in seinen Erinnerungen die britische Lügentaktik vor der Welt auszubreiten. Um so mehr häu'en sich die neuen Versuche einer Jllusionswelle. die sich nach dem kurzen Nachhall von Bardia zunächst an den „Phantastischen" Großangriff auf die JkivasionShäsen anhängen So wie Dnrdia eine Art militärischer „Zeitwende" im Mittelmeer in diesem Krieg bedeutet habe«« soll, so sei in der gleichen Weise jener in einen Sieg umgcdichtete, von unserer Abwehr zerschlagene und geradezu zusammenkartätschte Tages- nngrisf aus die nordsranzösifche Küste nach dem „Observer" der Beginn einer „neuen Initiative der RAF.", die einer befürch
teten deutschen Luftosfcnsive zuvorkommen soll. Die Deutschen hätten nämlich ihre Flugzeuge, wie seit mehreren Wochen klar werde, in Rekorde gehalten, um eine neue Luftofsensivo. vorzubereiten.
Es ist nun nicht so, daß die Briten so kühn wären, selbst die Hoffnung auf eine militärische Entscheidung zu setzen; im Gegenteil, der Hauptstoß der Jllusionskampagne liegt neuerdings wieder auf der Seite des Wirtschaftskrieges und . der Wirtschaftsblockade, wobei die Angriffe der RAF. nur als eine Art offensiver Blockade angesehen werden, wie es von einem neuen Agitativnsredner der britischen Ministerien, dem parlamentarischen Sekretär im Blockadeministerinm Tingle Foot, behauptet wird Er spricht von einem schönen Ersolgs- grad der größten Blockade in der Weltgeschichte" und fabuliert von dem Funktionieren des Zwangsnavyrcrt durch das es England gelungen wäre, außerhalb der feindlichen Länder vier Fünftel des Tonnageranmes unter britische Gewalt zu bringen und er wiederholt die Mär des von „Doof" Cupcr und seinen Genossen schon xmal pulverisierten Eisenbahnzentrums Samm und der ebenso „vernichteten" deutschen großen Jndustriewerke. Sein Herr und Meister Dalton, der Blockademinister,. den man in England selbst kaum noch ernst nimmt, macht große Sprüche, um vor den strengen
Augen der amerikanischen Besucher und Kontrolleure Gnade zu finden.
Es gibt keinen deutlicheren Beweis für den Fehlschluß einer Aufrechterhaltung der normalen englischen Rüstungsproduktion, die den ständigen deutschen Luftangriffen ausgesetzt ist, als die Tatsache, daß nach dem „Daily Herald" Churchill angesichts der heftigen Kritik, der feine neue Organisation der Kriegswirtschaft unter zwei Vicrmänncrräten ausgesetzt sei, gezwungen sein werde, schon nach zwei Wochen das System von neuem umzubauen und ein verantwortliches Wirtschaftsministcrium zu schassen. Der Versuch, die Schwierigkeiten der Kriegswirtschaft und der Zwangsmaßnahmen, die erforderlich schienen, hinter den Kulissen der Minister- kommissionen zu verbergen, scheint also fehlgeschlagen zu sein. Wie groß die Schwierigkeiten sind. ist schließlich am stärksten klar geworden, als die amtliche englische Statistik, die sicher entsprechend beschönigt, über 700 000 Arbeitslose zugeben mutzte, in einem Krieg, in dem der Gegner Englands nicht Arbeiterübersluß, sondern Arbeitcrmangel verzeichnet. Sir Layton, der bekannte Wirtschaftssachverständige und britische Unterhändler in USA., hat bekanntlich die verbesserte Wirt- schastsbasis Deutschlands nach seinen Siegen im Westen so hoch veranschlagt. Laß er die deutsche Stahlproduktion England gegenüber als dreifach überlegen ansieht und andere Gebiete der deutschen Rüstung als fünffach überlegen.
So bleibt den Briten das alte Dilemma, das weder Churchill noch seine Heiser werden lösen können: Aus der einen Seite die amerikanische Hilsc zu mobilisieren durch entsprechend düstere Prognosen, die. wie sich eines Tages erweisen wird. im Grunde die wahre Lage Englands schildern, und aus der anderen Seite die Fähigkeitsbeweise antreten zu müssen, die den Eindruck beseitigen sollen, daß jede sinnvolle Hilsc (die keinen egoistischen Hintergründen des Gebenden entspringt) zwecklos gewesen ist.
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Wenn Briten von „Hunnen" sprechen ...
K. Mü. In den letzten Tagen haben die Briten ihre Ereuel-„Propaganda" erneut angekurbelt. Das Stichwort. mit dem die Kriegsverbrecher diesmal die Aufmerksamkeit des verführten eigenen Volkes von ihrem drückenden Schuldbewußtsein krampfhaft abzulenken versuchen, lautet: „Die Hunnen kommen!" Gemeint sind natürlich die „Tod und Verderben" bringenden „barbarischen" Deutschen, und zwar läßt der Londoner Plutokratenklüngel Adolf Hitler auch in USA. als den „Attila des 20. Jahrhunderts" durch die jüdischen Gazetten gespenstern. Wir wollen hier von der Geschichtsklit- terung des in die Enge getriebenen politischen Ver- brechergestndels an der Themse,-absehen (bekanntlich waren es die von dem Römer Aetius gerufenen Westgoten, die den Scharen der Hunnen im 5. Jahrhundert den weiteren Weg zum Westen verlegten): auch den Nachweis der ritterlichen Kriegführung des nationalsozialistischen Deutschland brauchen wir in diesem Rahmen nicht zu erbringen, wohl aber sei, die in der Kinderschreck-Methode der Briten liegende Perfidie an Hand wirklicher Begebenheiten gekennzeichnet.
Die britische Humanität konnte bereits bei früherer Gelegenheit in den Brennpunkt deutscher Klarstellungen gerückt werden; wir sind in der Lage, die „Menschenfreunde" um Churchill noch an einige weniger erörterte Tatsachen zu erinnern. Wir fragen die Äreuel- fabrikanten jenseits des Kanals: „Waren es Deutsche oder Briten, die 1857 freiheitliebende Inder vor die Mündungen der Kanonen binden und „in den Himmel schießen" ließen? Haben deutsche oder englische Offiziere 1865 auf Jamaica 600 eingeborene Frauen geschändet und sie dann zu Tode gepeitscht, „ohne irgendeinen Grund als den (wie der Engländer McCarthy bezeugt), daß sie zufällig den Leuten in den Weg liefen, die dazu ausgelegt waren, zu peitschen oder jemand aufzuhängen"? Ist der Sklavenhandel vor und nach seiner offiziellen Verurteilung von Deutschen oder von britischen Kaufleuten betrieben worden, und wollte der englische Historiker Seeley seine Nation oder das deutsche Volk zurechtweisen, als er schrieb: „Von dieser Zeit (nach 1713) hatten wir im Sklavenhandel die führende Stellung und befleckten uns selbst mehr als andere -Nationen durch die entsetzlichen und ungeheuerlichen Grausamkeiten des Sklavenhandels"? War der vor vier Jahrzehnten geschriebene Brief des Oranje- Freistaat-Präsidenten Steye an Lord Kitchener eine Anklage gegen die englische oder die deutsche Kolonial- politik, jener Brief mit den erschütternden Worten: „Sind sich Ew. Exzellenz bewußt, daß sich Ihre Truppen nicht schämen, mit Geschützen in voller Erkenntnis dessen, was sie tun, auf Frauen und Kinder zu schießen? Auf diese Weise sind fast tausend Frauen und Kinder getötet worden." Und sollte mit der Feststellung des Generals Smuts (1901!) über die Greuel der Kriegführung Albions in Südafrika die Berliner oder die Londoner Regierung an den Pranger gestellt werden: „Ich habe allgemein gehört, der Feind (der Buren) verlasse sich jetzt mehr auf die Folgen einer Hungersnot als auf seine eigenen Waffen So werden alle Nahrungsmittel vernichtet, alle Wagen, Karren, Mühlen, Pflüge, Schneide- und Dreschmaschinen verbrannt, Wasserdämme zerstört, ja, selbst Kaffeemühlen werden vernichtet, weil die Frauen Korn damit mahlen," . . .?
Nicht weniger peinliche Fragen könnten wir aus dem dokumentarischen Material heraus, das über den Opium! r i e g gegen China vorliegt, an die Londoner Geschichtsfälscher richten. Hierzu hat bereits der englische Staatsmann William E. Eladstone (!) im April 1840 vor dem englischen Unterhaus ein vernichtendes Urteil abgegeben: „Ich kenne keinen Krieg und habe auch von keinem gelesen, der ungerechter in seinem Ursprung und mehr dazu angetan war, England mit Schande zu bedecken!" — so lautet das Bekenntnis zenes führenden liberalen Politikers des Lri- ttschen Empires, also eines für die Einordnung des Opium-Skandals in die unübersehbare Reihe der britischen Greuelaktionen durchaus unverdächtigen Kronzeugen.
den Spitzenleistungen britischer Grausamkeit und Hinterhältigkeit gehört der Fall des Negers George William,Kordon: Während der schon erwähnten Un- ruhen aus Jamaika ging Eordon in Kingston friedlicher Arbeit nach; so, blind war sein Vertrauen zu den englischen Pharisaernaturen, daß er, als der britische Gouverneur aus despotischer Willkür heraus eine Haftanordnung gegen ihn erließ, sich diesem selbst stellte Was tat der edle, von Humanität triefende Gouverneur'/ Er ließ den nichtsahnenden Eordon, da über Kinqston kein Standrecht verhängt war, nach Morant Bar, schaf- fen, ihn dort ohne das geringste Beweismaterial — es genügte der Versuch des Negers zur Erfüllung der ihm
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Stärkere deutsche Kampssliegervcrbändc «rissen er« kriegswichtige Ziele in London mit Ersolg an.
Der italienische Wchrmachtsbcricht verzeichnet neue folge der Torpedoflugzeuge.
b°r Straße von Sizilien angegriffene engl Kreuzer ist untergegangen.
Ein britischer Bomber mußte bei Lyon notlanden.
Nooscvclts Gegenkandidat der Präsidcntcnwabl Wil besucht London.
??.r Aktiengesellschaften und Genossenschaften wurden Rcichsgcsctzblatt neue Bestimmungen veröffentlicht. Das kommende Wochenende steht im Zeichen gaucig« «--tragcnsammlungcn für das Kricgs-WHW.