Ausgabe 
(9.1.1941) Nr. 9
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Meiner ZeNno

parteiamtliche Hageszeitung

vas flmtsbiott des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vrernens

flmtliches verkünüungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 9 / 11. Jahrgang

Donnerstag, S. Januar 1S41

kinzelpreis 15 Npf.

kngland will frankreich aushungern

Feststellungen des französtschen Seneralsekretarlats für Information

Nicht die deutsche vesatzung hat schuld

So übt Vrilannien an feinem ehemaligen verbündeten Verrat

Gens, 8. Januar.

„Das französische Volk muh wissen, -ah nicht die deutsche Besatzung schuld an dem Lebens­mittelmangel im besetzten Frankreich ist» unter dem das französische Volk zu leiden hat, sondern England." Das ist der Grundgedanke einer am Mittwoch vom französischen Generalsekretariat für Informationen herausgegebenen statistischen Darstellung.

Nichts erreicht uns mehr an der Meeresfront, die von > ist es. was die Franzosen über die englische Blockade wissen Tünlirchen bis Biarritz geht. Tie Mittelmeerhäsen erhalten müssen.

Wohl einiges vom Kolonialreich, aber was an Gütern ein- Im Jahre 1938 erhielten wir

trifft, ist unbedeutend im Verhältnis zu den Bedürfnissen Frankreichs »nd zum Import von früher", so heißt es m der offiziellen Auslassung des Jnsormations-Generalsekre- tariats. „Denken wir daran, daß sich 1938 im normalen Jahre unsere Einfuhr in folgenden Zahlen ausdruckte: Ein­fuhr an Lebensrnitteln 5 851 568 Tonnen, an Rohstoffen 39 589 000 Tonnen, an Fertigsabrikaten 1717 88» Tonnen, insgesamt 47 Millionen Tonnen im Werte von 48 Milliarden Franken. Von all dem erhalten wir fast nichts mehr. Tas

Mtterkreure für kühne Unternehmen

Berlin, 8. Januar

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalseld- marschall von Brauchitsch, den folgenden Offizieren das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Oberleutnant B 0 pp, Kompanieführer in einem Infanterieregiment, Oberleutnant Spindler, Zugführer in einem Infanterie-Regiment.

Oberleutnant Bopp unternahm mit zwei Unteroffizieren und fünf Mann eine gewaltsame Aufklärung, in deren Ver­lauf ihm nach dem Einbruch in die Befestigungen bei Velosnes der Rückweg abgeschnitten wurde. Durch feine Geistesgegen­wart gelang es ihm, sich mitten in dem befestigten und vom Feind besetzten Ort in einer Scheune zu verstecken und das Leben und Treiben der Franzosen innerhalb der Befestigungen etwa 48 Stunden lang zu beobachten. So erzielt« er wertvolle Erkundungsergebnisse über Art, Stärke, Stimmung und Hal­tung der französischen Truppen. Die Rückführung seines Stoßtrupps ohne Verluste erreichte er durch Nachahmung einer französischen Wachablösung.

Oberleutnant Spindler setzt« durch persönliche schneidigste Initiative mehrere feindliche Panzerwagen, die bis in den Rücken seines Bataillons vorgestoßen ivaren, außer Gefecht und vereitelte so einen außerordentlich gefährlichen 11m- gehungsverfuch des Feindes, der die Vormurschstraße der deut­schen Truppen bedrohte. AIs einer der gegnerischen Panzer herankam, ohn« daß es gelang, ihn durch Paktrefser zu stop­pen, griff Oberleutnant Spindler diesen Kampfwagen wirksam mit Handgranaten an und schüchterte durch sein entschlossenes Auftreten die Besatzung so ein, daß sie sich gefangen­nehmen ließ.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gencralseld- marschall von Brauchitsch, nachträglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Leutnant Danzer, Zugführer in einem Pauzer-Piouier-Bataillon.

Leutnant Danzer hat unter wahrhaft heldenhaftem Einsatz seines Lebens die wichtige Moselbrücke bei Epinal in deutsche Hand gebracht. Zur Durchführung dieses Unternehmens be­mächtigte er sich eines an der Straße stehenden französischen Krastwagens. Er fuhr auf die Brücke, durchschnitt dort im feindlichen Feuer die Zündleitungen und vernichtete die mit ihnen verbundenen Minen. Dann sprang er zurück und wurde dabei durch Bauch- und Oberschenkelschuß schwer ver­wundet. 24 Stunden später starb er an den erlittenen Ver­letzungen. Leutnant Danzer hat schon vorher in ganz ähn­licher Weise am La-Bassee-Kanal bei St. Omer eine Brücke vor der Sprengung bewahrt und dadurch den Vormarsch der Division um etwa acht Stunden beschleunigt. Dem heldischen Geist dieses Kämpfers wird jetzt nach feinem Soldatentod durch die Verleihung des Ritterkreuzes höchste Anerkennung zuteil.

1258 888 Doppelzentner Tröckengemiise, 1 585 88» Doppelzentner Kartoffeln, 682 888 Doppelzentner Frischgemüse, 4 718 88» Doppelzentner Weizen, 5 832 888 Doppelzentner Reis, 3 189 »8» Doppelzentner Zucker, 1882 888 Doppelzentner Kaffee und 692 888 Doppelzentner Oel. Dazu kommen noch neben den großen Einfuhren für die Flcischversorgung bedeutende Transporte von lebendem Bich, 248 888 Doppelzentner Gefrierfleisch und 88 888 Doppelzentner Konservenslcisch.

Diese Zahlen mögen genügen. Gewiß erzeugt Frankreich Weizen, Gemüse und Früchte. Es ist richtig, daß es niemals hinsichtlich seiner Lebensmittelversorgung völlig vom Aus- lands abhängig ist. DaS hindert ledoch nicht daran, daß die Franzosen, die sich mit Recht beklagen, schlecht ernährt zu sein, sich die genannten Zahlen vor Augen halten müssen.

Die Hanssrauen, die besonders wegen Zucker, Kaffee, Reis und Oel anstehen müssen", so heißt es in der offiziellen Aus­lassung, müssen wissen, daß sie dies alles nicht haben, weil

sie infolge der englischen Blockade fast völlig vom Kolonial- reich und der Welt abgeschnitten sind.

Vergessen wir zum Ueberfluß nicht — und dies sei denen gesagt, die unsere Nöte aus dem Gebiet der Lebensmittelver­sorgung der Besatzung zuschreiben wollen, — daß der Lebens­mittelmangel auch in der freien Zone, wo keine Requisitionen vorgenommen werden, herrscht. Dies ist das beste Argument", so schließt die osfizielle Auslassung, „um die ganze Trag­weite der englischen Blockade zu begreifen". Auch hier liegt wiederum der Beweis für den skrupellosen Verrat Englands an seinem ehemaligen Verbündeten vor.

öetzeimnisooller lost Mossons

jb. Vichh, 8. Januar.

In Vichh ist bekanntgeworden, daß George Masson. der Gou­verneur der französischen Kolonie Gabon, der vor kurzem zu­sammen mit dem Erzbischos von Gabon durch de Gaulle als Geißel verschleppt wurde, plötzlich unter rätselhasten Umständen gestorben ist. Es ist unbekannt, ob Masson Selbstmord be­gangen hat oder von den Engländern beseitigt wurde, wie de Gaulle dem Marschall Petam angedroht hatte. Masson war erst 43 Jahre alt und galt als einer der tüchtigsten französischen Beamten, dem eine große Zukunft vorausgesagt wurde. —. Zwischen Französisch-Nequatorial-Asrika und Fran- zösisch-Senegal ist übrigens die Telesonverbindung wieder­hergestellt worden.

Schnellboot versenkte Handelsschiff

London im taufe eines ganzen tages von deutschen kampsstiegereinsteiken bombardiert

Berlin, 8. Januar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei einem Vorstoß gegen die englische Ostlüste griff ein Schnellboot vor der Themse-Mündung einen durch Zerstörer stark gesicherten feindlichen Eeleitzug an und versenkte ein Handelsschiss von 2866 BRT.

Die Luftwaffe setzte auch gestern bei ungünstigem Wetter ihre Angriffe aus London fort. Kleine Kampf­fliegereinheiten belegten im Laufe des ganzen Tages die britische Hauptstadt wirkungsvoll mit Brand- nnd Sprengbomben. Einzelne Flugzeuge griffen ferner Flug­plätze, »Bahnanlagen und kriegswichtige Industrie­gebiete in Süd- und Mittelcngland erfolgreich an. Sie beschossen dabei auf mehreren Flugplätzen zahlreiche ab­gestellte Flugzeuge im Tiesflug mit Bordwaffen. Weiter wurde eine chemische Fabrik schwer getroffen.

Ein Kampfflugzeug der bewaffneten Aufklärung griff in der mittleren Nordsee nördlich Ereat Parmouth

eine britische Minensuchslottille an und erzielte auf einem der Räumboote mehrere Volltreffer. Das Schiff blieb brennend in sinkendem Zustand liegen.

Ein feindliches Flugzeug wurde im Luftkamps bei Dover abgeschossen."

wieder bei sag über London

krv Stockholm, 8. Januar

Am Mittwoch operierten wiederum deutsche Flugzeuge bei Tageslicht über Teilen Englands. Es werden Bomben- «bwürse über einer Stadt Ostenglands und aus einer Stadt Mittelenglands gemeldet: In beiden Fällen sei Gebäude­schaden angerichtet worden.

Verkekrsstreik in Schangkai

Schanghai, 3. Januar.

388» Arbeiter der Straßenbahngescllfchaft in der inter­nationalen Niederlassung Schanghais legten am Mittwoch die Arbeit nieder. Anschließend kam es in einem Straßen­bahndepot zwischen Streikenden und der Polizei zu Zusam­menstößen, wobei es mehrere Verwundete gab. Der Streik droht aus andere Verkehrsgescllschasten sowie aus die Post und ausländische Tclcgraphengescllschasten überzugreifen. Der Streik wurde ausgelöst durch Lohndissercnzen sowie durch den Widerstand der ausländischen, vornehmlich jüdischen Gc- schäftslcitungen der Verlchrsgcsellschaftcn gegen das Vor­dringen don Gewcrkschaftsorganisationen der Wangtschingwei- Rcgierung in die ausländische Niederlassung.

Uyberfätte auf britische Zivilisten

Gens, 8. Januar

Die Herausforderungen britischer Soldateska in Südafrika gingen selbst in den Wsihnachtssesttagen nicht ohne zahlreiche Zwischensälle ab. Männer, die nach Burenart Vollbärte tra­gen, wurden überfallen und überall, wo sie in Städten auf­tauchten, von randalierenden Soldaten verfolgt. In der Gold- minenstadt Krucgersdorp in Transvaal kam es zu blutigen Schlägereien zwischen britischen Soldaten und Zivilper­sonen; es gab drei Schwervel-etzte. Die Unruh-stiftung und Verfolgung burischcr Zivilisten scheint die disziplinlose Sol­dateska in Südafrika als einzig nützlich« Aufgabe ihres Da­seins zu betrachten.

In Kapstadt wurde eins. Zahl griechischer Seeleute vor Gericht gestellt, weil sie den Dienst aus Handelsschissen, die nach England abgehen sollten, verweigerten.

britische lonnagesorgen immer schwerer

flngriffe auf dem Ozean als größte vedrostung des englischen Lebens

Stockholm. 8. Januar.

Täglich häufen sich jetzt die Meldungen, aus denen hervorgeht, daß England die schwersten Sorgen bezüglich seines Bestandes an Handelsschissen hat. Die stolze Behauptung, daß die englische Handelsflotte unbehindert die Meere durchkreuzt, ist schon seit Monaten nicht mehr wiederholt worden. Stattdesscn werden Stimmen laut, wie z. B. in der englischen Zeitung „Daily Mail" vom 21. Dezember, wo es heißt, daß die U-Boot- und Bomben- angrisse auf dem Ozean zu der grüßten Bedrohung des englischen Lebens und der Sicherheit der Insel geworden sind, der England jemals gegenüber gestanden hat. Falls es nicht gelingen sollte, die Bedrohung der englischen Lcbcnslinie zur See zu überwinden, so würde das einem Fehlschlag aus allen Kriegsschauplätzen und allen Fronten gleichkommen.

„Bei dem Schwinden unserer Handelstonnage, schreibt das Blatt, wird die Wahl, ob wir Nahrungsmittel oder Kriegs­material befördern wollen, immer schwerer. Wir können unmöglich ohne eins von beiden auskommen. Wir brauchen beides.

Das Blatt weist weiter daraus hin, daß auch die Aufträge für Schtsssneubautcn, die nach Amerika vergeben werden sollen, ein geringer Trost seien, da es mindestens ein Jahr dauern würde, bis diese Schiffe gebaut sind. Englands Ret­tung könne daher von solchen Neubauten nicht mehr abhängen. Auch der Herausgeber der englischen Zeitschrift „Jllustrated London News", Cyril Falls, behandelt in einer der letzten Nummern die englischen Tonnagcschwicrigkeiten sowie die Schwierigkeiten der englischen Kriegsproduktion überhaupt und weist insbesondere darauf hin, daß die ständigen An­griffe der deutschen U-Boote und Bomber England daran hin­dern, sich im Mittelmeer nnd in Nordasrika so einzusetzen, wie es notwendig wäre, ,Jedes versenkte Schift könnte dazu bestimmt sein. die nächste Reise mit Tanks und Geschützen nach Aegyptsn zu machen", schreibt Cyril Falls, und will damit sagen, daß die Versenkung dieser Schifte, auch wenn sie nicht

unmittelbar sür den ägyptischen Kriegsschauplatz eingesetzt werden sollten, ein weiteres Handicap für England bezüglich seiner Stellung im Mittelmeer bedeutet.

Der Herausgeber der genannten Zeitschrift weist weiter darauf hin, daß auch halb fertiggestellte Flugzeuge, die durch einen Awgriss aus eine Fabrik zerstört werden, den Zweck haben können, in Nordasrika eingesetzt zu werden. Und selbst wenn nicht einmal Flugzeugwerke von den deutschen Bom­ben unmittelbar getroffen würden, so vermehre bereits der Angriss als solcher das Zögern der amtlichen Stellen, weitere Flugzeuge nach Aegypten zu schicken, denn die verantwort­lichen Stellen müßten immer sorgfältig überlegen, ob nicht die neuen Luftgeschwadcr, die eigentlich für einen anderen Kriegsschauplatz bestimmt seien, wegen inzwischen einge­tretener Zerstörungen zur Verstärkung der eigenen Verteidi­gung zurückbehalten werden müßten. Genau die gleichen Ueberlcgungen müßten auch bezüglich der Nahrungsmittel- vorräte angestellt werden, die zwar sür den Einsatz im Osten vorgesehen seien, die aber möglicherweise in der Heimat noch dringlicher benötigt würden. Aus all diesen Feststellungen und Ucbcrlegungcn geht hervor, daß die englische Riistungs- und Dersorgungsdecke schon so kurz geworden ist, daß Eng­

land nur noch die Wahl hat, entweder den Kopf oder die Füße unbedeckt zu lassen.

knglands fleischverknappung

Stockholm, 8. Januar.

Nach übereinstimmenden Berichten aus zahlreichen Quellen ist in England seit Beginn des neuen Jahres in den ärmeren Vierteln der Großstädte ü b e r l> a u p t kein Fleisch mehr zu erhalten. In der Grasschast Snrreh kam es an ver­schiedenen Stellen zu ossencn Demonstrationen der Bevöl­kerung. In Rickmansworih (Buckinghami das in der wei­teren Umgebung Londons liegt wurden zwei Fleischereien in der Nähe des Bahnhofs gestürmt, da die Bevölkerung ver­mutete. die Fleischer behielten ihre Ware zurück. Die gesamte Ladeneinrichtung wurde zerschlagen.

Nach einem in Stockholm aus London eingetrvfsenen Be­richt hat das englische Ernährungsministerium in größter Eile Verhandlungen mit der Regierung des irischen Frei­staates eingeleitet, um von dort größere Fleischmengen zu erhalten. Die Torpedierungen einiger aus Neuseeland und Australien kommender Kühlschiffe habe das Programm des britischen Ernährungsministeriums vollkommen über den Hausen geworfen.

Kritisiert wird in diesem Zusammenhang auch die Tat­sache, daß die Regierung in den letzten Tagen abermals die bevorstehende Einführung von Höchstpreisen für Fleisch- konserven und ähnliche Nahrungsartikel angekündigt hat. Die einzig« Folge derartiger Ankündigungen ist es bisher stets gewesen, daß die betreffenden Waren von den wohlhabenden Schichten sofort gehamstert und somit dem Massenverbrauch entzogen wurden.

Arsenallieserungen — bis zum letzten Briten!

Q. H. Berlin, 8. Januar.

Roosevelt hat seine Rede, die er als „Plauderei am Kamin" am Rundfunk hielt, in abgewandelter Form, aber in inhaltlicher Uebereinstimmung noch einmal vor dem 77. Kongreß der Vereinigten Staaten von Nord­amerika gehalten. Er hat wiederholt, daß er England und seine etwa noch vorhandenen Verbündeten — er meint Griechenland und, wie aus der Rede am Kamin hervorging, auch Tschungking-China — alle mögliche Hilfe angedeihen lassen werde. Er hat auch den Weg der Finanzierung sür den Fall des Versagens der Finanzkraft Englands den Vertretern des amerikani­schen Volkes offiziell genannt, einen Weg, der schon seit längerem bekannt ist, die Naturalleihe, die vorsieht, daß England die gelieferten „Schiffe, Flugzeuge, Tanks und Geschütze", die Roosevelt zu senden beabsichtigt, in Natura zurückgeben soll, nach dem Kriege. Da es nicht unbekannt ist, daß die USA. ihre vorgeschossenen Gel­der aus dem vorigen Kriege nicht zurückerhalten haben, bedeutet dieses Hineingeben in eine verlorene Sache nur die kühle Absicht, sich auf anderem als dem üblichen Wege bezahlen zu lassen, denn Roosevelt wird ja auch andere Leistungen „in natura" als gerade die vorge­sehenen entgegennehmen. Hier wird also die künftige Erbschaft aus dem Nachlaß des Empire bereits vor­bereitet.

Soweit bietet die Rede Roosevelts als» wahrlich nichts Neues. Das finden auch die Engländer selbst, nach vor­liegenden Reutermeldungen und amerikanischen Presse­stimmen, die von einer leichten (?) Enttäuschung der Briten sprechen, die nichts erfuhren, was sie nicht'schon länger wußten. Es ist auch nicht anzunehmen, daß die Feststellung Roosevelts, er wünsche die Fortsetzung des Krieges durch die Engländer, weil er sie für die USA. erwünscht hält, den Briten etwas Neues ist, und daß er deshalb die Lieferungen aus dem großen kommenden „Arsenal der Demokratie" für den Fall, daß sie wegen ihrer gegenwärtigen Unfähigkeit, zu bezahlen, sonst kapitulieren müßten, eben auf dem Wege des Leihens leisten werde.

Eine amerikanische Zeitung findet für diese merk­würdigen Beziehungen des Arsenalbesttzers und des zum weiteren Kriegführen bis zum Weißbluten ange­reizten Englands den bezeichnenden Satz' „Wenn nach amerikanischer Ansicht England für Amerikas Ver­teidigung notwendig ist, dann mieten die Amerikaner die Engländer, um eigene Schlachten zu kämpfen, ebenso wie England einst Hessen gemietet habe, um die drei­zehn Kolonien zu unterwerfen." Nach einer amerika­nischen Meldung aus London wird Roosevelt als „Anti- friedenspolitiker Nr. 1" bezeichnet. Diese Ermunterung, den Krieg fortzusetzen, den die Engländer selbst noch einmal verfluchen werden, wenn sie bis zum Kampf ihres letzten Soldaten sich der Arsenallieferungen der Demokratie „erfreut" haben werden und dann ihr Empire als Bezahlung in Natura hingeben müssen, haben auch japanische Blätter als den nicht neuen Hauptinhalt der Rede Roosevelts empfunden. „Kokumin Schimbun" meint, daß Roosevelt in seiner Rede in arroganter und übertriebener Sprache zum Krieg ge­hetzt habe.

Die Begründung, die auch in der Kongreß-Rede vor den Vertretern des amerikanischen Volkes von Roose­velt versucht wird, ist eine einzige Kette von Provo­kationen, Lügen und Verdächtigungen an die Adresse Deutschlands, Italiens aber auch Japans und der Sowjetunion, überhaupt sämtlicher Länder, die Roose­velt nicht den Gefallen tun, ihr Leben im Innern nach den von ihm als sakrosankt bezeichneten „Gesetzen der Demokratie" einzurichten. Selbst amerikanische Stim­men tauchen auf, die der Meinung sind, daß es im Grunde etwas weitgehend sei, der ganzen Welt die „amerikanische Lebensform" geben zu wollen. Wie überhaupt das Kennzeichnende an den Diktaturgelüsten Roosevelts ist, daß er sie dadurch tarnen möchte, indem er ste dem angegriffenen politischen „Gegenüber" unter­schiebt.

Um das amerikanische Volk zu den außerordentlichen Mnanzbelastungen zu bringen, die der Aufbau des be­rüchtigten Arsenals der Demokratie erfordert wird von Roosevelt erneut die große Lüge der anariffs- lustigen und zum Ueberfall ansetzenden und die Welt­herrschaft anstrebenden „Diktatoren" in stets neu ab­gewandelter Form vorgetragen. Dabei bedient sich

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Aus einer französischen Statistik geht die Absicht Ena- lands hervor, Frankreich auszuhungern. ^

Ein deutsches Schnellboot versenkte aus einem Geleit- zug heraus ein feindliches Handelsschiff.

Zerstörer"^" torpedierten bei Sollnm einen englischer

Britanniens Tonnagesorgen werden immer drückender. Aus Madrid wird die Gründung eines überstaatlichen „Rates der Hispamtät" gemeldet.

Roosevelts Kongrcßbotschaft ist ein Haßdokument volle, Entstellungen.

Der Führer zeichnete erneut Helden unserer Wehrmacht mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz aus. N-ichsleiter Noscnberg erläßt -inen Ausruf zur nächsten Buchcrsammlung sür die Soldaten.

General der Flakartillerie von Schröder weilte in Bre­men und zeichnete Bremer RLB.-Amtsträger aus.