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Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Sreien kjonsestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches verkündungsblalt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 7 / 11. Jahrgang
Dienstag, 7. Januar 1941
Einzelpreis 15 Npf.
Wieder ein harter lag für London
di»-« Achs' 's-
vereits vormitta-s zweimal Fliegeralarm , vomben auch auf Niistungszentren der Provinz
krümmer und zahlreiche gründe
fluch Liverpool und verschiedene andere Städte in den Nord- und Sstmidlands und in kast-flnglia
von den deutschen vombengeschwadern angegriffen
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Stockholm, 8. Januar
London erlebte am Montag wieder einen harten Tag. Vereits zweimal muhte, wie der britische Rundfunk meldet, im Lause des Montagvormittags Fliegeralarm gegeben werden. Lange Zeit hörte man schwerstes Eeschützfeuer der Londoner Abwehrbatterien. Trotzdem gelang es den deutschen Bombern, wie der Londoner Rundfunk zugeben muh, wiederum mit Erfolg zahlreiche rohe Brände zu entfachen. Wiederum wurden viele Londoner Gebäude in Trümmer verwandelt, luch auf die britische Provinz fielen die harten Schläge der deutschen Lustwafse, besonders heftig wurden, dem Londoner Rundfunk zufolge, Liverpool und verschiedene Städte in den Nord- und Östmidlands und in East-Anglia von den deutschen Bombengeschwadern angegriffen.
Vruttoregistertonnen. Das Schiff blieb mit Schlagseite in sinkendem Zustand liegen. Ferner wurden zwei britische Vorpostenboote und ein bewaffnetes feindliches Handelsschiff erfolgreich angegriffen.
London wurde im Lause des Tages trotz ungünstiger Wetterlage mit Brand- und Sprengbomben verschiedener Kaliber belegt. Kampfflugzeuge griffen ferner, teilweise im Tiefslug, Fabrik- und Gleisanlagen sowie einen stark belegten Flugplatz in Südengland an. Im Laufe der letzten Nacht griffen schwächere Kampffliegereinheiten wiederum die britische Hauptstadt an. Der Feind flog in der Nacht zum 8. Januar in deutsches Reichsgebiet nicht ein.
Einige feindliche Flugzeuge versuchten im Laufe des gestrigen Tages in das besetzte Gebiet einzudringen, wurden jedoch rechtzeitig erkannt und durch Flakartil
lerie abgewehrt. Zwei feindliche Bombenflugzeuge stürzten unweit der französischen Küste ins Meer. Eigene Verluste sind nicht eingetreten."
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Es ist bei Reuter zur Gewohnheit geworden, seine' Meldungen über die Wirkung der deutschen Luftangriffe mit einem Schwall von Illusionen so zu umschulen, daß notwendig zu berichtende Tatsachen wie ein winziger Kern darin verschwinden. So wagt die Londoner Nachrichtenagentur über die Massenangriffe auf die britische Hauptstadt in der Nacht zum Montag folgende Meldung herauszugeben:
„Eine große Anzahl ziviler Freiwilliger standen in den verschiedenen Stadtteilen Londons kurz nach dem Luftalarm vom Sonntagabend auf Wacht, in Abwartung, daß die deutsche Luftwaffe ihren Angriff mit Brandbomben erneuern sollte. Die Deutschen haben tatstichlich in der Nacht zum Montag die Hauptstadt zu ihrem Hauptziel erwählt. Bei Nbwurf der Brandbomben drängten sich die Freiwilligen, um ihre Posten in den Straßen einzunehmen. In einem Stadtteil wurden die von zwei Wellen feindlicher Flugzeuge abgeworfenen Brandbomben schnell gelöscht, und die Freiwilligen blieben in den Straßen und schrien: „Noch mehr! Noch mehr!" Die feindlichen Flieger erfüllten bald diesen Wunsch, und ein dritter Regen von Brandbomben siel kurz darauf und wurde mit der gleichen Schnelligkeit gelöscht.
Eine solche Art der Berichterstattung, die nicht nur die -Wahrheit ängstlich zu verbergen sucht, sondern durch ihren zynischen Tön geradezu frivol wirkt, hat im Ausland längst Anstoß erregt. Sie dürste auch den Londoner» allmählich aus die Nerven fallen.
Neue Mllerkreuzlrager der Luftwaffe
Auszeichnung jür fliegerische fleiSentoien an vier ojsiziere
Ver weftrmachtsbericht vom 6. Januar
Berlin, 8. Januar
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein Unterseeboot, von dem bisher schon bekanngegeben wurde, dah es 13 388 VRT. versenkt hat, konnte seine Erfolge aus insgesamt 28 888 VRT. feindlichey Handels- schisfsraumes erhöhen.
Im Zuge der bewaffneten Aufklärung führte die Luftwaffe verschiedene erfolgreiche Einzclangrifse aus kriegswichtige Anlagen in Südcngland und aus Schiffsziele im britischen Küstengebiet durch. Bei Southend trafen zwei Bomben mittleren Kalibers ein im Geleitzug fahrendes feindliches Handelsschiff von 3888 bis 4888
sriff Wachtler 50 Jalire
Berlin, 8. Januar.
Am 7. Januar begeht der Gauleiter der bayerischen Ostmark und Rcichswaltcr des NSLB. Fritz Wächtler seinen 5V. Geburtstag. Erst vor wenigen Wochen konnte er auf eine fünfjährige Tätigkeit in feinen jetzigen Remtern zurückblicken und mit seinen Mitarbeitern gemeinsam einen stolzen Leistungsbericht vorlegen.
Knuleiter l'i'itn IViielitloi-
Knuleiter l'i'itn IViielitloi-
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(Lrssss-Hokkwanu.)
^Berlin, 8. Januar
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Borschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Ncichs- marschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann Schlicht! ng, Gruppcnkommandcur in einem Jagdgeschwader, Hauptmann Plewig, Grnppcnkomman- deur in einem Stukageschwader, Oberleutnant von Wcrra in einem Jagdgeschader und Oberleutnant Barth.
Hauptmann Schlichting hat sich an allen Fronten — in Polen und bei den Kämpfen an der Deutschen Bucht als Staffelkapitän, im Einsatz gegen Frankreich und England als Gruppenkommandeur — heovorragend' bewährt. Auf weit über hundert Feindflügen hat er höchste Einsatzbereitschnst und beispielhafte Tapsevkeit bewiesen. Hauptmann Schlichting er-' kannte die hohe Bedeutung des Begleitschutzes, den der Jäger dem bombentragcnden Kampfflieger zu gewähren hat. Mit klarem Blick und hohem fliegerischen Können entwickelte er die hierfür taktisch richtige» Formen und brachte sie unter uneigennützigstem Verzicht auf die in der freien Jagd sich ergebenden Abschußersolgo in vorbildlicher Weise zur Anwendung. So wurde Hauptmann Schlichting zu einem erzieherischen Vorbild, dem alle jene Jagdflieger nachstreben, denen die schwere, aber um so ehrenvollere Ausgabe des Begleitschutzes von Bombenkräften anvertraut wurde
Hauptmann Plewig, der sich bereits im Feldzug gegen Polen als Staffelkapitän ausgezeichnet bewährte, hat auch an der Westsront feine Gruppe zu entscheidenden Erfolgen geführt. Er war, stets an der Spitze seiner Gruppe fliegend, zunächst an der Maas, später bis aus Antwerpen vorstoßend, maßgebend daran beteiligt, daß der Gegner zu einem ungeordneten, fluchtartigen Rückzug gezwungen wurde. Durch zahlreiche wagemutige Einsätze aus Antwerpen und die Maqinotlinie bei Sedan erwarb sich seine Stukagruppe Verdienste bedeutsamer Art und hatte bei den Angrisfen aus
Boulogne. Calais und Dünkirchen entscheidende Erfolge. Trotz schwierigster Wetterverhältnisse und überlegener, seindlicher Abwehr gelang es der Gruppe, unter Führung ihres kampi- freudigen Kommandeurs, jeden geordneten Rückzug der Franzosen im Raume von Orleans zu verhindern. Beim Einsatz gegen England war die Gruppe in höchstem Maße wirksam tätig. So gelang es ihr u. a., einen Geleitzug erfolgreich anzugreifen und zu zersprengen. Hauptmann Plewig ist durch seine hohen fliegerischen und organisatorischen Fähigkeiten sowie durch sein unbändiges Draufgängertum stets seiner Kruppe ein Vorbild.
Oberleutnant von Wcrra hat im Einzclslug aus einer taktisch ungünstigen Lage heraus über England zunächst einen landenden Hawkcr-Hurricanc-iKerband erfolgreich angegriffen und anschließend den Ecsechts-Landeplatz im Tiefangriff mit seinen Bordwaffen beschossen. Hierbei konnte er durch Zerstörung von Flugzeugen am Boden, von Tankwagen und Treffer in Gruppen seindlicher Soldaten Erfolge erzielen die in der Geschichte des Jagdfliegers' dieses Krieges einzig dastehen, Oberleutnant von Wcrra, der in einer großen 'Anzahl von Feindflügen sich als hervorragender und tapferer Jagdflieger erwiesen hat, ist durch seine überragende Leistung der hohen Auszeichnung würdig geworden,
Oberleutnant Barth hat sich in zahlreichen Einsätzen als Kommandant eines Wasserflugzeuges im Rahmen der lausenden Aufklärung über See durch unermüdliche Einsatz- freudigkeit, vorbildlichen Schneid und großes taktisches Verständnis ganz besonders ausgezeichnet. Es gelang ihm, mit sieben Torpedowürscn sechs Treffer in Schisfszicle zu bringen und hierdurch 36 888 Tonnen feindlichen Schiffsraum zu versenken. Diese unter schwierigsten Wetterverhältnissen und bei starker Abwehr durchgeführte Leistung bedeutet einen einzigartigen Erfolg. Oberleutnant Barth, der durch sein Vorbild die Besatzungen seiner Stassel zur Nacheiserung anspornt, erhält durch die hohe Auszeichnung den verdienten Lohn für feine besondere Leistung.
In fortgesetzten Angriffen über England
wirre Berichte aus London — Zivile „seuerlöscharmee" — Sie britischen Opfer des Luftkrieges
Irre. Stockholm, 8. Januar.
Ueber die jüngsten Luftkriegsvorgänge liege» von englischer Seite nur sehr wirre Berichte vor. Nach den ersten Darstellungen vom Montagmorgen hätten sich deutsche Angriffe vorwiegend gegen London gerichtet. Ein mehrstündiger Ueberfall habe der neu eingerichteten „Feuerlöscharmee", die ausschließlich aus Zivilisten besteht, Gelegenheit gegeben, sich zu betätigen.
Die englischen Berichte behaupten weiter, daß deutsche Aktionen gegen andere Teile des Landes vorgenommen
seien, aber geringeren Ttärkccharakter gehabt hätten Sie lassen indirekt neue schwere Schadenwirkungcn durch die letzten deutschen Angriffe vermuten.
Im Lauic des Sonntags waren deutsche Flugzeuge über Ostcngland beobachtet worden. Es seien Bomben auf verschiedene Plätze dieser Landstriche geworfen worden. Süd-
wales hatte in der Nacht zum Sonntag, wie jetzt bekanntgegeben wird, den längsten Angrifs seit Beginn des Krieges.
Nach englischen Darstellungen operierten wiederum deutsche Flugzeuge über Südost- und Ostengland. Es wird über Bom- benaktioncn gegen London, Plätze der Grafschaft Kent und Plätze in östlichen Grafschaften «richtet. Aus den englischen Angaben ist zu schließen, daß es sich uni Aktionen gegen
Flugplätze und andere Verteidigungsanlagen handelte. Aus London wird über Schäden an Gebäuden und über eine Reihe von Opfern berichtet.
Nach der englischen Statistik sind im ersten Luitkrieqsjahr bis einschkießlich November 19 575 Personen in England getötet und 27 570 schwer verletzt worden. Ueber die Zahl der Leichtverletzten wird nichts gesagt.
flus der Werkstatt englischer lournaliflen
Foreign Ossice deckt Verleumdungen
Dr. v. l.. Rom, 6. Januar.
Bemerkenswerte Ausschlüsse über englischen Journalismus gibt der Fall des kürzlich aus Portugal ausgewiesenen Vertreters der Londoner ..Times", Lucas, Dieser typische- Vertreter englischer Lügeublätter erreichte mit Lilie der englischen Gesandtschaft einen Aufschub bon zwei Wochen, In einem Klagebries an das portugiesische Staatssekretariai iür Propaganda bat er um weitere Auienthaltsgenehmigung und erklärte, daß er aus Grund seiner schlechten wirtschaitlichen Lage sich mit erlogenen sensationellen Aussähen sür nord- amerikanische Zeitschriften über Wasser gehalten hätte.
Die italienische Presse nagelt den Fall Lucas als ein Musterbeispiel sür die Charakterlosigkeit englischer Presielcute fest, sofern sie nur gut bezahlt wird. Andererseits beweist der Brief des, ,,Times"-V«rtrcters, daß das Sauptorgan der angelsächsischen Plutokratie nicht mehr in der Lage ist, ihre Korre- fpondenten auskömmlich zu besolden, so daß diese gezwungen sind, ihre Lügen auch anderen Skandalblätiern im Stil der „Times" meiftbietend zu verhökern. Endlich aber ist es bemerkensivert, baß die britische Diplomatie diese - verleumderische Berichterstattung noch obendrein amtlich deckt.
da sonst die Intervention bei der portugiesischen Regierung unverständlich wäre,
wie See flerr, so Sos Sescherr
Berlin, 6. Januar,
Der in weitesten Kreisen unbekannte australische Minister Spender hat das Bedürfnis empfunden auch einmal von sich reden zn machen Er hat wie Reuter berichtet in einer von Kairo aus gehaltenen Nundsunkansprachc den, wie er selbst sagte, kleinen Teilerfolg acki einem sehr schwierigen Wege, den bei Dardia nämlich, den die Engländer als großen Sieg in alle Welt posaunten, ausschließlich für die australischen Truppen in Anspruch genommen.
Den Frieden der England den Sieg bringen werde, könne man erst schwach ahnen. Trotzdem glaubt der edle Jllusions- spendcr, einen baldigen Zusommenbruch Italiens prophezeien zu können, „Aber dann", erklärt er. , werden wir mit unserem wirklichen Feinde zu tun haben, einem mächtigen, unerbittlichen und brutalen Gegner, Ihm gegenüber dürfen wir nicht sentimental fein. Er muß unerbittlich, unversöhnlich und ohne Gnad« vernichtet werdenJ
Unbeschadet seiner „schwachen Ahnungen", in denen er wesentlich vorsichtiger als seine Brotherren an der Themse ist, die das englische Volk seit Monaten mit grotesken Jllnsionin und verzweiicltcn Schwindelmeldungen bei der «tauge halten müssen osfenbart sich der australische Gernegroß in seinem hemmungslosen Rache- und Dernichtungsichrei und seinen sadistischen Wunschträumen einer Neuordnung der Welt nach englischem Muster als ein willsähigcs Subjekt der Londoner Plutokratenclique. „Wie der öerr, so das
Eescherr. ,
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Liegt England geopolitisch heute noch richtig?
» Von
8.1.-6ruppenküflrer Hasse, Kiemen
Seit den Anfängen der Geschichte war das Meer Englands natürliche Grenze. Es verbürgte ihm ein Höchstmaß von Abgeschlossenheit. Als einziger großer Inselstaat hat England im Gegensatz zu den europäischen Festlandsvölkern nie den Kampf um die Grenze erlebt. Trotzdem ist es vor dem Mittelalter keine Seemacht gewesen. Als Caesar dort vor 2000 Jahren landete, wollte er damit das Ausgangs- und Rückzugs- gebiet der Kelten militärisch treffen, die kein Seevolk, sondern ein Festlandsvolk waren. Auch nach dem Einfall der Angelsachsen verharrte die Insel Jahrhunderte in der Binnenwirtschaft. Schafwolle war das einzige Erzeugnis, das an das blühende deutschflandrische Gewerbe geliefert wurde. Selbst unter der Herrschaft der seefahrenden Normannen war England nichts weiter als die Eegenküste der Normandie. Ueber Küstenfahrt und -fischerei, vermischt mit Seeraub an den eigenen Küsten, kam es nicht hinaus. Der Handel über See befand sich lange Zeit in den Händen der deutschen Hanse, danach der Holländer. Noch am Ausgang des 16. Jahrhunderts bezeichnete Sir Walter Raieigh, der Vorkämpfer der englischen Seeherrschaft, in seiner berühmten Denkschrift die Niederlande neidvoll als „die große Vorratskammer an der Amstel und Maas.
Es ist nicht Englands Verdienst, daß die Weite der Ozeane und dadurch fremde Erdteile der weißen Rasse erschlossen wurden. Die bahnbrechenden Erfindungen auf dem Gebiete der Nautik, in Schiffbau und Segel- kunst sind von Männern der europäischen Festlandsvölker, nicht zuletzt von Deutschen, gemacht worden. Sie waren auch die Entdecker der neuen Welt. Kolumbus fand Amerika, Vasco da Eama den Seeweg um Afrika nach Asien. Spanien und Portugal, nächst ihnen Holland, ergriffen von den fernen Ländern Besitz, England blieb während der ersten 100 Jahre an diesen umwälzenden Geschehnissen gänzlich unbeteiligt.
Aber in dieser Zeit gestaltete die angelsächsisch-normannische Führerschscht den englischen Einheitsstaat. In ihm sammelte sich in der insularen Abgeschlossenheit die Kraft zu den zukünftigen Unternehmungen gegen Europa und llcbersee. Nach einem hundertjährigen, am Ende ergebnislosen Kampf um die französische Eegen- kllste wandte sich England dann um die Mitte des lO, Jahrhunderts der See zu. Ein selbstbewußtes Königtum schuf der Insel eine machtvolle Kriegsflotte. Erst diese hat in den folgenden Jahrhunderten das MeeL zur unbezwinglicheii Mauer Englands gemacht. Im Bewußtsein dieser llnangreifbarkeit konnte König Heinrich Vllk. (1491—1547) bereits vorausahnend verkünden: Out ackkasreo prsesst. („Wem ich helfe, der gewinnt den Vorrang.") Während der großen Umwälzungen in Europa im 16. und 17. Jahrhundert bildete die Jnsellage im Verein mit der Flotte die Jso- ierschicht gegen die europäischen Großmächte. Englisches Selbstbewußtsein setzte die Einziehung der Klöster, die Abschaffung des tirchlichen"irributs und die Errichtung einer eigenen Staatskirche gegen die Weltmacht des Papsttums durch. Der Kreuzzüg gegen England schei- tcrte, als die spanische Armada 1588 in einer mehrlagigen Seeschlacht im Kanal vernichtend geschlagen wurde.
England trat damit als ebenbürtige Großmacht neben Spanien, Frankreich und Deutschland. Seine geopoli- tische Ueberlegenheit als Seemacht in unangreifbarer Randlage war bewiesen. Gleichzeitig bildete sich auf der Insel ein in sich geschlossenes Volkstum. aus dem sich ein einheitlicher Menschentpp entwickelte, der das England der nächsten Jahrhunderte in aller Welt kennzeichnete. Heute ist dieser Typ als Führerschscht in der indisch-englischen Plutokratie entartet, als Masse in einer markloien Großstadtbevölkerung verflacht,
Englands Aufstieg zur Weltmacht begann mit Piraterie, Streifzüge gegen spanische Silberflotten und Niederlassungen, Ueberfälle auf den Handel und die Hochseefischerei Hollands stehen am Anfange der britischen Weltgeltung. Bald folgte die Einmischung in alle europäischen Streitigkeiten, in den spanischen und österreichischen Erbfolgekrieg, in die Kämpfe Europas mit Napoleon I. Während die übrigen Völker dabei an staatlicher und völkischer Kraft einbüßten, hatte England immer nur reichen Gewinn an überseeischen Räu-
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Ein harter Angriff der deutschen Luftwaffe richtete sich am Montagmorgcn wiederum gegen die britische Hauptstadt. ^
Der Führer zeichnete verdiente Offiziere der Luftwasse mit dem Ritterkreuz aus.
Die Schlacht um Bardia tobt immer noch.
Der italienische Ministerrat tagte.
Die HJ.-Abordnung ist aus Japan zurückgekehrt.
Der japanische Außenminister Matsuoka hielt eine Rede im Rundfunk.
Ungarn entfaltet eine starke wirtschastspolitische Aktivität. Die belgische N-ftstcnbcwcgung hielt eine Mästendes lammlung ab.
Nach einer Aeußerung des Staatssekretärs Reinhardt ist d,c deutsche Finanzkrast stärker denn je.
Die Zahl der Todesopfer in Bremen nach den letzten britischen Luftangriffen hat sich noch erhöht.