Ausgabe 
(5.1.1941) Nr. 5
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Meiner Zeitung

parteiamtliche "tageszeitung

vas flmtsblatl des Negierenden vürgermeisters der Sreien fjansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

7lr. 5 / 11. Jahrgang

->N-

Sonntag, 5. Januar 1941

kinzelpreis 15 vps.

Stärkere Kampsverbanke griffenvristol an

fluch andere wichtige Ziele in Südengland wurden wirkungsvoll mit vomben belegt

Spronykolonnon »n äsn kuLnon äor I.onäonsr VUv

Berlin, 4. Januar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Trotz schlechter Wetterlage brachte die gestrige Aufklärungstätigkeit der Luftwaffe gute Ergebnisse. In Südost-England wurde ein Flugplatz mit Erfolg angegriffen. In der letzten Nacht griffen stärkere deutsche Kampfver- bände die Hafenstadt Bristol an. Zahlreiche Bomben aller Kaliber verursachten grotze zu­sammenhängende Brände und Explosionen, die auf weite Entfernung hin sichtbar waren. Außer­dem richteten sich Bombenangriffe gegen andere wichtige Ziele in Südengland.

Feindliche Flugzeuge griffen in der Nacht zum 4. Ja­nuar an vier Stellen Norddeutschlands an. Da­bei warfen sie in der Hauptsache Brandbomben auf geschlossene Wohnviertel, in denen eine Anzahl Brände entstanden. Der militärische und kriegswirtschaftliche Schaden ist unbedeutend. Zwei britische Flugzeuge wur­den abgeschossen, davon eins durch Marineartillerie. Ein deutsches Flugzeug wird vermitzt.

Der Hauptangrifs der deutschen Luftwaffe in der Nacht zum Sonnabend richtete sich, so berichtet das Londoner Luftfahrts- ministcrium, gegen eine Stadt in Westcngland. Sie bildete das Hauptobjekt eines langen Angriffs, der „in der üblichen Weise" begonnen habe, mit wahren Schauern von Brand­bomben gegen Industrie- und Geschäftsdicrtcl. Sprengbomben seien gefolgt. „Ein beträchtliches Ausmaß an Schäden" wird zugegeben, obwohl zur Ermutigung der im ganzen Lande be­triebenen Fcucrlöschselbstschutzkampagne glaubhaft gemacht werden soll, daß es den in großer Zahl eingesetzten Fcucr- löschgruppcn gelungen sei, „eine Anzahl von Gebäuden zu retten." Der amtliche Bericht behauptet, daß am Sonnabend­vormittag alle Brände unter Kontrolle seien . . ."

Erst wesentlich später wurde durch Neuter amtlich bekannt­gegeben, daß Bristol die Stadt in Wcstengland war, die in der letzten Nacht von der Lustwassc angegrissen wurde. Diese Stadt habe, so wurde hinzugefügt, bereits von Zeit zu Zeit sehr schwere Luftangriffe erlebt.

Bombenangriffe seien ferner, so sagen die englischen Be­richte, auch gegen andere Plätze in England gerichtet worden, darunter, gegen London. Hier seien die Schäden aber „ge­ringer". Diese Beteuerung läßt den Angriss gegen die Stadt im Westen als besonders schwerwiegend erscheine^, bei der keine derartige Beschönigungssormcl angewandt wird.

Im Luftschutzwesen der englischen Hauptstadt sind starke Veränderungen auf den leitenden Posten im Gänge, die aus Abneigung der Verantwortlichen zurückgehen dürsten, weiter­hin sür die enormen Schäden einzustehen, die überall an­gerichtet worden sind. Das Durcheinander nimmt offenkundig zu. Neue Männer sollen versuchen, es zu meistern.

In dem Tauziehen zwischen Gesundheits- und Sichecheits- minrsterium um die Mißständ« in den Schutzräumen^ ist das Sicherheitsministerium Sieger geblieben: Es will künftig nur noch die Verantwortung tragen sür die Konstruktion von Schutzkcllern, aber nicht mehr für die sanitären Verhältnisse.

Die englische Regierung hat zu einer ungewöhnlichen Maß­nahme gegriffen, um eine ausreichende Zahl von Hilssseuer- löschmannschasten aus die Beine zu bringen' Im ganzen Lande sollen Gruppen von Jugendlichen aufgestellt äverdcn, die nachts unterwegs sind, um durch eine Art Streifendienst schwelenden Bränden aus die Spur zu kommen. Diese Grup­pen sollen aus je fünf bis sechs Jungen zusammengesetzt sein und überall einspringen, wo es an Erwachsenen fehlt, denn trotz des Versprechens der Befreiung vom Militärdienst ist offensichtlich das Echo auf die Appelle der Regierung zur Mel­dung für die Feuerlöschgruppen und Feucrwächter nicht mehr ausreichend.

Trotz der Energie, die Churchill gerade hinter die Brand­bekämpfung setzt, ist es natürlich nahezp unmöglich, der deutschen Brandbomben Herr zu werden, wenn sie gegen Jn- dustrieunternehmungen oder große Vorratslager an Brenn­stoffen usw. verwandt werden, wie das besonders bei der Kohlcnstadt Cardifs der Fall war, deren Lnstschutzlcitung die vielsagende Erklärung abgab: „Es war eine schwere Nacht". Die einzige Bcschwichtigungssormel ging dahin, daß der An­griff nicht mit den größten Aktionen, die gegen andere Städte stattgefunden hatten, verglichen werden könne.

Auch am Freitag krachten in der Nähe des Towcrs bei Aldersgatc noch die Explosionen der Dhnamitsprcngkolonnen, wie der Korrespondent von „Nya Taglight Allehanda" am Sonnabend meldet. Den ganzen Tag stürzten dort Ruinen mit gewaltigem Krachen ein. Ueberall wälzten sich dichte

Staubwolken über das Gebiet der City. Große Warnnngs- taseln wiesen ans die Lebensgefahr hin, der sich diejenigen aussetzten, die sich in die Nähe der Sprengstellcn begäben.

Ueberall waren am Freitag auch die Ausränmnngsarbeiten in vollem Gange. Den ganzen Tag lang lagerte ein schwarzer Rauchschleier über London, und bisweilen verschwand sogar der hohe Turm der St. Pauls-Kathedrale völlig in Rauch­wolken.

Ueber den größeren Angriff aus „die britisch« Kohlenzen- trale Cardifs berichtet „United Preß", daß Cardifs nächst London den ersten Großangriff mit Brandbomben hab« aus­halten müssen. Unter den freiwilligen Feuerwächtern sei eine Reihe von Opfern zu verzeichnen. Der Schaden sei schwer obwohl die Brände von der freiwilligen Feuerwehr verzwei­felt bekämpft worden seien.

Daß die vernichtenden Angriffe der deutschen Luftwaffe auch die Frage der inneren Sicherheit in den betroffenen Städten immer gebieterischer auswerfen, geht aus einer Erklärung des zuständigen Ministers Morrison hervor, der u. a. betonte, daß man zwar von einem allgemeinen Plündern nach Lust- angriffen nicht reden könne, dennoch bleibe genügend übrig, was „etwas beunruhigen" könnte. Diesen vielsagenden Satz Morrisons illustriert „New N»rk Herald Tribune" durch die Meldung, daß in der Londoner Eith am Sonntag große Wein­keller geplündert worden seien. Das Plündern sei überhaupt sür die britischen Behörden ein schweres Problem geworden, seit die großen Nachtangriffe begonnen haben.

Vsrbisssn kämpit Lansstsr-Hnglanä äsn VsrLivoiHunyslLampI

ll. 8. v. Vremen, S. Januar

Zn alter Der grotze geschichtliche Entscheidungs-

llnorliikkliekikdik kämpf Deut chlands und Italiens uneromilaineit ^ gleich in der ersten

Woche des neuen Jahres wieder in seiner vollen uner­bittlichen Härte entbrannt. Gleich einem Verbrecher, der seine Sache verloren sieht, kämpft England in der Stimmung verbissenster Verzweiflung nur noch. um sein Leben so teuer wie möglich zu verkaufen und hat in diesem Kampf jede strategische Konzeption aufgegeben. Wie tollwütig schlägt es um sich und schreit dabei in hysterischer Verkrampfung immer von neuem in die Welt hinaus: „Den Achsenmächten geht es schlecht. Wir werden siegen!" Derweil schmilzt, wie neuerdings aus der Zusammenstellung des OKW. über die deutschen Er­folge im letzten Halbjahr ersichtlich ist, sowohl Englands Kriegsflotte wie seine Handelsflotte verheerend zusam­men, und unter der Wucht der Schläge, die täglich und allnächtlich die deutsche Luftwaffe über England aus­teilt, schwindet das englische Kriegspotential, dessen einziger Ersatz demnächst nur noch die Zufuhr bilden kann, die der wachsamen deutschen Blockadcwaffe mit Not zu entgehen vermag. Aus fernen Meeren wie in der nächsten Umgebung der britischen Insel selbst ist unsere Kriegsmarine auf scharfer Wache, und die vom OKW. dieser Tage gemeldete Versenkung von zehn feindlichen Handelsschiffen mit.insgesamt 64 000 Ton­nen in Uebersee ist eine Tatsache, die sich sehen lasten kann. Es ist schon begreiflich, wenn man in London es peinlich empfand, als das deutsche OKW. den Englän­dern auf den Kopf zusagte, datz sie seit Abschluß des französischen Waffenstillstandes, also in einer Zeitspanne

Lettischer Sewattakt gegen Japaner

Sieben japanische Slaaisangeffärige aus den vermuSas beraubt

Tokio, 4. Januar.

Die gesamte Tokioter Morgcnprcsse berichtet in großer Auf­machung über eine neue britische Gewalttat. Sieben japanische Staatsangehörige, die aus einem Clipper-FIugzeug von den USA. nach Europa unterwegs waren, um sich nach Deutsch­land zu begeben, wurden von den englischen Behörden auf den Bermudas angehalten und beraubt.

Ein Telegramm aus Lissabon an das japanische Außenamt besagt, daß die sieben Japaner, darunter die „Asahi"-Ver- treter Ryo und Mögt sowie der Vertreter der Uokohama Spc- ciebank, Kitamura, trotz scharfen Protestes von den Briten bei der Zwischenlandung aus den Bermudas nicht nur wider­rechtlich untersucht, sondern auch ihrer Pässe, Dokumente und des gesamten Bargeldes ix Höhe von ZYliS amerikani­schen Dollars beraubt wurden. Die sogenannte Beschlagnahme erfolgte mit der „Begründung", daß das Geld „nicht dem Feind in die Hände fallen" dürfe. Obwohl die Japaner wieder­holt aus das Vorliegen eines glatten Rechtsbruchcs hinwiesen, lehnten die. Briten jede weitere Stellungnahme ab.

Die Japaner berichteten sofort nach ihrem Eintreffen in Lissabon der dortigen japanischen Gesandtschaft über den bri­tischen Gewaltakt, der von der Presse scharf verurteilt und

als völlig völkerrechtswidriges Verhalten gebrandmarkt Nnrd. Die Blätter weisen darauf hin, daß ein energischer Protest der japanischen Regierung zu erwarten ist. „Jomiuri Schun- bun" spricht von „Seeräuberei" und stellt fest, daß das bri­tische Vorgehen durch nichts zu rechtiertigen sei. In Regie- rungskreiscn äußere man, daß die Häufung derartiger Hebel­griffe von britischer Seite, die nichts mehr mit Recht und internationalem Gesetz zu tun hätten, den Eindruck erweckten, daß das britisch« Empire vor dem endgültigen Zusammen- bruch stehe. Die Geschichte zeige immer wieder solche Merk­male bei im Niedergang befindlichen Nationen. Klar sei. daß England durch solche Seeräubereiaktionen gegenüber Japan seine Niederlage nicht aufhalten könne.

Der Leiter der zweiten Abteilung des Europa-Asien-Düros im Außenamt, Dosano, erklärte, -daß der Vorsall unmöglich stillschweigend Übergängen werden könne, da das Verhalten der britischen Behörden eins gefährlich« Bedrohung älter japa­nischen Staatsbürger bedeute, die sich über NSA. nach Europa begeben wollten. Bei ihren verzweifelten Versuchen, gegen Deutschland anzukommen, vergriffen sich die Engländer letzt bereits an Privateigentum. Endgültige und drastische Maßnahmen gegen diese britische Gewalttat würden ergriffen, sobald die in Gang befindliche Untersuchung abgeschlossen sei.

flrgentinischer MSersiank»

du. Rom, 4. Januar.

Die argentinische Gegnerschaft gegen die Versuche der Ver­einigten Staaten, sich in Südamerika strategische Stützpunkts zu sichern, nimmt nach einem Bericht des italienischen Süd­amerikadienstes nicht ab, obwohl Washington über Uruguay beruhigende Erklärungen abzugeben hat. Die Vereinigten Staaten beabsichtigen angeblich, der argentinischen Regierung eine Garantie darüber abzugeben, daß sie keine Ausschließlich­keitsrechte bezüglich der Stützpunkte am Rio Plata bean­spruchen. Bemerkenswert ist auch eine Rede des Staats­präsidenten des von den Vereinigten Staaten finanziell und

politisch abhängigen Staates Panama, Arias, der aus An­laß der Einführung der neuen Verfassung erklärte, niemals sei mit Washington über die Einräumung eines Luftstütz­punktes am Rio verhandelt worden. Eine derartige Kon­zession sei mit der Panamavsrfassung unvereinbar.

Neuseeländische slieger in Sefangenschoft

üv. Stockholm, 4. Januar.

Das Oberkommando der neuseeländischen Fliegerei teilt mit, baß zehn neuseeländische Piloten, die sich an Bord eines von deutschen Ueberwasserstreitkrüsten versenkten englischen Schiffes befunden hatten, an Bord eines deutsche:? Hilfskreu­zers in Gefangenschaft geraten seien.

der ffesiige vergettungsschiag gegen lardifs

kin;eltietten über Sie Lombardierung des wichtigsten englischen kobleichafens

Vov XrisKskeiicütsr Olüutlier Herrvix

0X8.. 4. Januar. (l?L.)

Aus dem weiten Gebiet des Ausmarschraumes der deutschen Luftwaffe gegen die britische Insel slog in der Nacht vom 2. zum 3. Januar Staffel um Staffel unserer schweren Bom­ber zum ersten Male in einem vernichtenden Angriff gegen Cardifs, Englands wichtigsten Kohlcnhafen. Don 7 Uhr abends bis kurz vor Mitternacht erschienen die deutschen Kampf­flugzeuge in verschiedenen Wellen über dem Mündungsgebiet des Lebern und entluden ihre verderbenbringende Last über der Diertclmillionenstadt, die das „schwarze Gold" aus dem Kohlcnpott Großbritanniens, Wales, an sich reißt, aufstapelt und verfrachtet.

Wir flogen gegen 23 Uhr als eine der letzten angreifenden Maschinen über die breite Bucht, wo das schmutzige Wasser des Scvcrn sich mit den Fluten des Bristol-Kanals vereinigt, auf die Stadt zu. Wir erlebten daher Wirkung und Erfolg dieses Dcrgeltungsangrifscs am stärksten. Eine mit Urgewalt hvchjagende dunkelrote Feucrstcllc, das Zeichen einer gewaltigen Explosion in der Nähe der Dockanlagcn, wies uns schon vor­her den Weg in den Aielraum.

Das Wetter im Angrisssgebiet ist prachtvoll, die Wolken­decke nicht so dicht wie in der Nacht zum 2. Januar. Mit

eiserner Ruhe, die nur lang« Kampfersahrung verleiht, steu­ert unser Flugzeugführer die „Kurfürst" durch die Pündel der zu viert und sünft sich überschneidenden Lichtbahnen der Scheiinverser hindurch. Die Flak schießt verzweifelt. Aus der Bodenwanne sehe ich hinunter in einen Hexenkessel. Cardifs brennt lichterloh. Dort sind drei riesig« Brandherde. Da muß das Hasengebiet liegen, also der Nervenpunkt Car- diffs. In nordöstlicher Richtung davon flackern kleinere Brände. Ich zähle zwölf Brandherde. Was verteidigen die englischen Flaksoldaten eigentlich noch, die mit ihren Batte­rien rings um die Stadt ausgestellt sind? Die Salven gehen an allen Ecken und Enden hoch. Dort zerbersten in glühend- rotem Kern in großer Höhe die Granaten der schweren Flak, da wieder die der mittleren, auch die leichte Flak schießt wie besessen. Unser noch mit den schweren Brocken der Spreng­bomben beladener Metallvogel wird hin und her geworfen. Neben, über und unter uns explodiert es. Wieder und wieder sticht ein xoter Scl>ein durch die Fenster der Wanne in die Kabine hinein. Vergeblich schießt die Bodcnabwehr, um Cardifs zu decken.

Wie Welle aus Welle die deutschen Vombcr vor uns ihr Ziel angeflogen und mit unheimlicher Sicherheit getroffen haben, stiegen auch wir durch den grellweißen Scheinwerscrring und die roten Bälle der Flakgranaten das befohlene Ziel an. „Ein wenig mehr rechts . . ., noch ein bißchen" höre ich den Beob­achter sagen. „So gut". Unsere Ju bäumt sich hoch. Auch unsere Bomben liegen tm Ziel

Die Explosionen zwischen den Erotzbränden reißen die lodernden Flammen weiter aus den Weg der Vernichtung. Als ob von Giganten erbaute Liefen um Berge von Kohlen im roten Flammenmeer verzehren, so erscheint uns jetzt am End« des Bernichtungssturmcs deutscher Bomben auf Cardifs das Bild dieses noch vor wenigen Stunden bedeutsamsten eng­lischen Kolstenhaiens. Das rote Licht des Raubseuers leuchtete aus allen Stadtteilen zu uns heraus, während wir aus dem Angrisssgebiet heraus aus Ecgenkurs gehen Zu den riesigen Brandfackeln des Krieges über der englischen Insel gehört nun auch Cardifs. Der Todesreigen der englischen Industriestädte geht weiter, unerbittlich, bis England vernichtend geschlagen ist. Immer wieder zwingt das schaurige Bild unsere Be­satzung. beim Rückilug den Blick zu wenden.

Wir werden es immer wieder erleben, solange der Haß des Gegners unsere Luftwaffe zwingen wird. gegen England Vergeltung zu fliegen. Auch stärkste englische Ab>G!hr kann unsere Kampfbcsatzungeu nicht daran hindern, auch in Zukunft über die den Flugzeugführern, schon zur Gewohnheit gewordenen Einflugwegc nach allen militärisch und wehr- politifch wichtigen Punkten der feindlichen Insel vorzu­stoßen und diese vernichtend zu treffen Mögen die Tommies auch noch mehr Flalbottcrien und Schcinnierser um ihre Städte aufstellen. Mögen sie noch mehr Ballonsperren auf­lassen. Teutsche Kampfflieger werden die ihnen befohlenen Ziele in England immer ausspüren. Keine Abivehr kann sie am Angriff hindern.

von kaum einem halben Jahre mit 3,9 Millionen ver­senkten BRT. Handelsschiffsraums etwa den Bestand an Schiffen, den die gesamte deutsche Han­delsflotte vor dem Kriege hatte, verlor und datz England mit 190 000 Kriegsschifftonnage desglei­chen einen Verlust an Tonnage erlitt, die schon eine ganz stattliche Flotte zu repräsentieren vermag. Der Behauptung, daß aus dem Bericht des deutschen OKW. deutsche Verluste ersichtlich würden, die das OKW. bis­her nicht zugegeben habe, ist aber allein mit dem Hin­weis auf die Berichte des OKW. vom 2. März und 13. Juni entgegenzutreten, in denen ohne jegliche Ver­schleierung die deutschen Verluste angegeben worden waren, so wie sie sich dartaten. Die Berichte des OKW. zeichnen sich nicht durch grotze Redseligkeit aus, und wie das OKW. niemals seine Erfolge, die wahrlich un­übertrefflich groß gewesen sind, mit Phrasen verbrämt, so spricht es auch in schlichtester Sprache von den deut­schen Verlusten, die nun einmal wie für jeden Krieg­führenden auch sür Deutschland unvermeidlich sind. In Deutschland ist es nicht notwendig, trüben Stimmungen im Volke aufzuhelfen, da solche gar nicht vorhanden sind. Und das deutsche Volk selber versteht ausgezeichnet die Bedeutung jedes Wortes seiner Wehrmachtsberichte zu würdigen.

tffurchill, der Inzwischen verschlechtert sich die ffnNere luronn Stimmung innerhalb der englischen ' ' ^ Bevölkerung täglich mehr und mehr,

und da es nicht mehr angeht, datz Churchill und seine Spießgesellen alle diejenigen, die mit seiner Politik und seinen Maßnahmen unzufrieden sind, verhaftet — so. wie er es mit jenen tat, die er als sogenannte Faschi­sten zu verdächtigen vermochte —, so hat sich der Ober­gauner in London einen neuen Trick erdacht, mit dem er diejenigen scheusälig zu machen versucht, die nicht seiner Meinung sind. Wären es früher angeblich durch Fa­schisten oder von Deutschland ausgehaltene Agenten der sogenannten Fünften Kolonne, so wird heute alles zu Kommunisten gestempelt, was in England seinen ge­sunden Menschenverstand einigermaßen bewahrt hat und über Churchills unheilvolles Walten den Kopf schüttelt. Indes haben aber zwei ganz namhafte Män­ner des englischen Militärs, der bekannte Militär- schriftsteller Liddel Hart und ein unter einem Anonym schreibender aktiver Offizier der englischen Kriegs­marine (Captain Rüssel Erensell) zwei Bücher ver­öffentlicht, in denen übereinstimmend dem englischen Volke klargemacht wird, auf welch verhängnisvollen Weg es sich durch Churchill hat führen lassen. Die Männer, die diese Bücher geschrieben haben, kann schon um ihres allgemeinen Ansehens willen nun der finstere Tyrann in London nicht verhaften lasten, und die Wahrheit, die von den neu erschienenen Büchern sich ins englische Volk ergießt, kaun er nicht mundtot machen. Sie wird bestimmt nicht unbeachtet bleiben.

Verkannte Den Männern selbst aber, die in un- Mnkrkeikon widerleglicher Logik Herrn Churchill und

, dem englischen Volke dartun, daß Eng­

land in dem Augenblick seinem Verderben zuschritt, als es. die bewährte Tradition englischer Machtpolitik ver­lassend, sich ein Festlandsheer schuf statt alle seine Kräfte und sein Vermögen in die Aufstellung einer un­überwindlichen Flotte zur See und einer ebenso schlag­kräftigen Luftflotte zu setzen, diesen Männern möchten wir hier in Erinnerung rufen, datz das, was sie aus eigenen lleberlegungen heraus, gemäß den seit einem Jahre sich ereignenden Tatsachen folgern, nichts anderes ist als das, was Deutschlands großer Führer und Feld­herr Adolf Hitler stets im Auge hatte, als er vor der englischen Kriegserklärung in jahrelangem Bemühen immer wieder die englische Staatsführung davon zu überzeugen versuchte, daß Englands Zukunft und somit auch Englands Machtsphäre nicht auf dem europäischen Festland, sondern dort läge, wo seine Dominions und Kolonien ihren Lebensraum haben. Nun ist es freilich zur Umkehr für England zu spät, und Churchill und seine weiteren Spießgesellen haben auch gar nicht den Willen, von dem einmal eingeschlagenen Weg des Ver­hängnisses abzulassen. Sie können es auch gar nicht mehr, weil sie dann von dem eigenen Volke zur Ver­antwortung gezogen würden und somit ihre eigene Existenz gefährdeten. So wird der dem Abgrund' zu­rollende Staatskarren Englands erst dann wieder in Ruhe kommen, wenn er zerschellt ist. Herr Lburchill mag glauben, daß es bis dahin noch ein weiter Weg sein könnte — wir wissen, daß er kürzer ist als Churchill denkt, wenngleich wir weit davon entfernt sind, anzu­nehmen, daß die Prozedur der endgültigen englischen

mmuMMnmimlimiiiiiiiuiiiiuniuiuiuiuiuiiiiiiuiuiiiuiiiiuiiiuui iiiiu,,,,,

Starke deutsche Luftvcrbände belegten Bristol mit Bomben.

In der Londoner City sind noch immer licberhastc Aus-

raumungsarbcitcn im Gange.

Ueber den wirksamen Angriff auf Cardifs werden we'^-e

Einzelheiten berichtet.

Um Bardia ist erneut eine Schlacht entbrannt.

Auf den Bermudas kam es zu einem britischen Gewalt­akt gegen sieben japanische Staatsnngchörigc.

Moskau dementiert üble britische Brunncnvergiftung.

Das NSV.-Kreisamt ist auch heute geöffnet.