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Das flmtsblott des Negierenden Vürgermeisters der Freien fjansestadt Nremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters In Oldenburg und vremen

Nr. 1 /II. Jahrgang

Neujahr 1941

kinzelpreis 15 Nps.

* Äremen, 1. Januar 1941.

Kein Jahr in der Geschichte des deutschen Volkes ist jemals mehr von bewunderungswertem Geschehen erfüllt gewesen als das Jahr, auf das wir heute beim Anbruch eines neuen mit besonderem Stolz zurück­blicken können. Kein Jahr hat wie das nun abge­laufene dem deutschen Volke so weit das Tor zu einer Zukunft geöffnet, die nicht nur für Deutschland allein, sondern gleichzeitig für die Völker des europäische» Festlandes unangefochtenes Eigenleben, politische Freiheit und wirtschaftliche Wohlfahrt bedeutet.

Das Tor der Zukunft steht uns heute offen, die Zukunft selber stellt sich den Augen dar und nur noch ein letzter Nest der dem einst so mächtigen England verbliebenen Kraft stemmt sich vergeblich in furcht­barer Verzweiflung dem unabänderlichen Gang des Schicksals entgegen. Dieses aber trägt den hundert­prozentigen deutschen Sieg in sich. Er ist dem deut­schen Volke so gewiß wie England die totale Nieder­lage. Und wenn England aus dem Umstand, daß ihm das Wissen um den Zeitpunkt seines endgültigen Zu- sammenbruches noch verschlossen bleibt, etwa die Hoff­nung schöpfen möchte, daß dieser Zusammenbruch sich noch vermeiden ließe, so setzen w i r dem unsere Ueber­zeugung entgegen, derznfolge der Zusammenbruch Eng­lands für uns bereits so gut wie geschichtliche Tat­sache ist. Die Zeitspanne bis zu diesem Zusammen­bruch findet das deutsche Volk nach wie vor erzbereit und die Frage, wie viel Monate bis dahin noch ver­gehe» werden, soll uns nicht beunruhigen.

Wie beim Anbruch des vergangenen Jahres be­findet sich auch beim Anbruch des neuen das deutsche Volk im Zustand des Wartens. Es wartete im vori- genJahre mit festem und unerschütterlichemVertrauen, die Auge» auf seinen Führer und Feldherrn gerichtet, der Ereignisse, die das gewaltige Ringen der Ent­scheidung näherbringen sollten, und es hat an diesem Jahreswechsel, nachdem sich sein Vertrauen aufs herr­lichste bewährte, noch unendlich mehr Grund, mit sieg­hafter Zuversicht in das neue Jahr zu treten, das die unabwendbare Entscheidung bringen wird.

Zu Ende des vergangenen Jahres hatte Deutsch­land durch die Niederwerfung Polens sich den Rücken zu dem entscheidenden Kampfe freigemacht, der ihm durch England und Frankreich aufgezwungen worden war. Zwei gewaltige, scheinbar unbesiegbare Fronten standen damals noch im Westen sich gegenüber und das immerhin noch meerbeherrschende England schickte sich an, den Würgegriff seiner Blockade gegen Deutschland so zu verengern, daß die Nordsee, auch von Norwegen her für die deutsche Schiffahrt herme­tisch verschlossen bleiben mußte. Während so die eng­lischen Seestreitkräfte das wiederholten, was dereinst zum Verhängnis Deutschlands im Weltkrieg so gut gelungen war, blieb die englische und französische Diplomatie nicht müßig im ständigen Werben um Bundesgenossen, die je nach Bedarf an Deutschlands rechter Flanke den Zugang ins Nuhrgebiet eröffnen und Deutschlands Waffenschmiede in den Besitz der Feinde bringen sollten, oder im Südosten Europas die für Deutschland lebenswichtigen Zufuhren aus diesem Raume, insbesondere die Zufuhr des für Deutschland unentbehrlichen Erdöls abzuschneiden hatten.

Erinnern wir uns heute, nachdem alle diese Gefah­ren siegreich überwunden, ja, in ihr Gegenteil verkehrt worden sind, doch noch einmal recht genau der tausend­fachen Jntrigen die von London und Paris nach den übrigen europäischen Hauptstädten ihren Weg nahmen und vergesse» wir dabei auch nicht des Terrors zu ge­denken, den bei ihren gewissenlosen Schachzügen Eng­land und Frankreich angewendet habe». Zweimal, dreimal, vielleicht war es noch öfter — vermochte Eng­land, die angeblich neutralen Länder Holland und Belgien zu Mobilisierungen an der deutschen Grenze zu veranlassen, bis endlich aus diesen Mobi­lisierungen die unmittelbare Drohung des Ein­falls in deutsches Gebiet wurde, die Drohung, der dann der Führer den-vernichtenden deutschen Gegen- schlag folgen ließ. Das gleiche Spiel ereignete sich auch auf dem Balkan; und daß die deutsche Flotte in Norwegen nur um wenige Stunden früher am Platze war als die englische, soll gleichfalls von niemanden vergessen werden, der am heutigen Tage Rückschau auf die Kämpfe und Siege Deutsch­lands im vergangenen Jahre nimmt und auf die durch diese Kämpfe und Siege ausgeschalteten Lebensge­fahren für Deutschland.

Des Führers geniale Weitsicht und sein fast hell­seherisches Einfühlen in das gegen Deutschland ge­richtete böse Planen und Trachten der Gegner haben im Verlauf des vergangenen Jahres die unmittelbar

Deutschland bedrohenden Gefahren sieghaft über­wunden und bis auf das kleine, unselige Griechen­land auch den europäische» Erdteil von englischem Einfluß reingefegt. Italien ist mit seiner Waffenge­walt ün Deutschlands Seite getreten und eine Neu­ordnung Europas ist im Entstehen, die, zumal mit dem großen Nachbarn im Osten bestes Einvernehmen herrscht, der Gesamtheit der europäischen Völker das einbringen wird, was Vernunft und Gerechtigkeit für diese Völker zu heischen das Recht haben, nämlich „Europa den Europäern"!

Es wird sich dieses Ziel Schritt für Schritt auf dem Wege der Niederlage Englands verwirklichen

und wie immer man in USA., wo die Monroe-Dok- trin ein unantastbares Dogma ist, sich zur Entstehung des neuen Europas stellen mag, aufhalten wird man die europäische Neuordnung von dort aus nicht. Sie hat ihre Unaufhaltsamkeit in der Fortentwicklung des Dreimächtepaktes erwiesen und dieser wiederum ist das Instrument, das der europäischen Entwicklung, auch von jenseits des Atlantik her, die Flanke deckt. Mag es richtig sein, daß man in USA. die Entstehung und die Führung des Krieges gefördert hat. Die zu dieser Frage veröffentlichten Dokumente, die den Namen Burlitt enthalten, sprechen ja deutlich genug. Mag es unverkennbar sein, daß man bei den

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Lerlin, 7. /anuar.

Der Lültcsr unck Oberrks Ls/e/ckzllabsr /rar zlinr /a/rrssu-ee/rzs/ /olKsnclsrr BaKsr- be/elli an clis MsLrmacsir erlassen.'

8 c-lclarecr/ lm XrisSs/a/rr 704(1 llak ckis nariana/sosiaiiskise/-« Mssicmcrclrk cler ckeukse/ren Ksicllss Ziarrsiells 8 iege von einnraÜKsr 6 räüs errungen, /iLit beispiel­loser KülrnKsir bar sie clen Lsicrcl 2 N bancle, 2 nr äse nncl in cler Lu/k KsseblaKen. ^llle ^n/Kaben, clis ieb Lccclr zcc stellen KS 2 u-unK 6 n ivar, ronrelen «lureb innren blslclsnmnk uncl Lusr solclatisebes können gelöst, lbr babt clis bärnp/enclen Kcä/ts unserer Osgner clurcb clis Osrvalt cler Massen besiegt, clis von Lucb in Lesits ge- nornnrsnen (Gebiets aber uroraliscb erobert clurcb Lure stolrs llaltung uncl vorbilcl- licbe Disziplin.

80 ist es clanb Lurern boben äolclatentuni gelungen, in rvenigen lllonaten ivelt- gsscbicbtlicbsn llingens elern vsrgeblicbsn llelclenbanrps cler cleutscben Mebrmacbt irn Meltbrieg clen nacbkräglicben Lrsolg zu verleiben, clie äcbancle cler clanraligen l/nkerrversung aber im Malcls von Lompiegns enclgültig ru beseitigen.

lcb elanbs Lucb, meine Labiaten cles /leeres, cler Kriegsmarine uncl cler Lust- rvasse, als Luer Oberster Leseblsbaber sür Lurs unvergleicb lieben Leistungen.

lcb clanlce Lucb aber aucb im lVamen cles gesamten cleutscben Lolbes.

Mir gsclenbsn cler Kame^rclen, clis sür clie Aubunst unseres Lolbss in clissem klingen ibr Leben geben muüten. Mir gsclenbsn ebenso cler kapseren 5olclatsn cles uns verbüncleten sascbiskiscbsn Italiens.

lVacb clem Millen cler clemobrakiscbsn Kriegsbekrer uncl ibrer /ucliscb-bapikali- stiscben llintermänner mull clieser Krieg ivsikergesttbrk iverclen. Die Leprösen kanten einer zerbrecbenclen Melt glauben, im labre 104/ vielleicbt clocb nocb srrsicbsn zu bönnen, rvas ibnen in cler Ksrgangsnbeik miölang.

Mir sincl bereit.

Oerustek ivie nie zuvor stoben rvir an cler Lcbivslle cles neuen labros.

lcb iveiK.' /ecler von Lucb rvircl seine Lslicbt tun.

Der llsrrgott aber rvircl seno nicbr verlassen, clie, von einer Melk beclrobk, tapseren Llerzons sicb selbst su bslsen snkscblosssn sincl.

äolclaten cler nationalsosialistiscben Mebrmacbr cles Oroücleutscbsn llsicbesl

Das sabr 794/ rvircl clis Lollenclung cles gröütsn Sieges unserer Oescbicbte bringen/

sgez-s ^clols Llirlsr.

flufruf des sülzrecs an seine Nationalsozialisten

Nie Parole Pdolf Hitlers für das Jalzr lS4l

Berlin, 31. Dezember.

Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Aufruf erlassen:

„Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, Parteigenossen!

Ein inhaltsschweres Jahr deutscher Geschichte ist zu Ende. Die gewaltige Einmaligkeit der Ereignisse, ihre umwälzende Bedeutung sür die künftige Entwicklung der Menschheit, wird in vollem Ausmaß erst späteren Generationen bewußt werden. Wir, die wir die Ge­schichte dieser Zeit aber erleben, können uns des Ein­drucks nicht erwehren, daß das Walten der Vorsehung stärker ist, als die Absicht und der Wille einzelner Menschen. Die Götter schlagen nicht nur die zu ihrem Verderben Bestimmten mit Blindheit, sondern zwingen auch die von der Vorsehung Berufenen, Ziele anzu­streben, die zunächst oft weit außerhalb ihres ursprüng­lichen eigenen Wunsches liegen.

Als das deutsche Volk nach jahrelangem Zusammen­bruch, moralisch aus das tiefste gedemütigt, wirtschaft­lich verelendet und verkommen, durch den National­

sozialismus geeint, den Weg seiner Wiedergenesung fand, waren Führung und Volk entschlossen, die Zu­kunft der Nation mit den Mitteln friedlicher Arbeit und durch den Appell an das Rechtsgewisscn der an­deren zu gestalten. Aber schon ehe im Jahre 1333 die Machtübernahme stattfand, verkündeten die Feinde des Reiches in zahlreichen schriftlichen und rednerischen Kundgebungen ihren Entschluß, jede Wiederausrichtung des deutschen Volkes mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Sie setzten nach dem 30. Januar 1033 diese Warnung auch sofort in die Tat um. Ohne jeden Grund, nur aus ihrem insernalistischen Haß gegenüber dem deutschen Volk, begannen sie mit ihrer neuen, wüsten Hetze und riefen zum Boqkott nicht nur der deutschen Waren, sondern vor allem auch des deutschen Menschen aus. Die demokratischen Zeitungen — selbst kleinster Länder — sahen es als ihr Vorrecht an, die größte mitteleuropäische Macht Tag sür Tag zu be­schimpfen, die führenden Männer dieses Volkes mit beleidigenden Ausdrücken zu belegen, das Regime ent­weder zu verspotten oder zu verleumden und zu mili- lFortsetzung auf Seite 2)

Kriegsverdienern in !1SA. ein wirkliches Interesse hat, in den europäischen Krieg einzugreifen, die Ge­fahr, einen Krieg nach zwei Fronten bestehen zu müsse», dürfte immerhin Erwägungen besonderer Art auslösen, die selbst den völlig unbeschwerten Kriegs­treibern in ASA. Schranken auferlege».

Deutschland, dessen militärische Schlagkraft und Anüberwindlichkeit sich im abgelaufenen Jahr klar erwies, dessen politische Stärke sich in jeder entschei­denden Stunde bewährt hat und dessen diplomatische Bewegungsfreiheit kein Hindernis kennt, hat im neuen Jahre nur noch die eine Aufgabe, den ver­nichtenden k.-o.-Schlag seinem Gegner England beizubringen. Schon Prasselten nach der kurzen Weih­nachtsruhe wieder mit furchtbarer Wucht die Schläge der deutschen Luftwaffe auf die Kraftzentren Eng­lands nieder, und der Koloß auf tönernen Füßen, dem auch noch durch die unermüdliche Angriffstätig­keit unserer Unter- und Aeberwasserseestreitkräfte die Zufuhren von außen weitestgehend beschränkt sind, läßt schon jenes Wanken erkennen, das immer der Vorläufer des sicheren Niederbruchs in Kämpfen auf Leben und Tod gewesen ist. Das Ende Eng­lands wird kommen; Deutschland aber wird den Weg in seine Zukunft weiterschreiten, den Weg, der auch die übrigen Völker Europas besseren Zeiten ent­gegenführt.

England und nur England hatte im Zuge seiner auf Zwietracht der übrigen Völker aufgebauten Machtpolitik den Vorteil an ständigen Kriegen auf dem europäische» Festland. England nur England hatte Interesse an Kriegen in der übrigen Welt. Und wenn man heute wahrnimmt, wie die Neigung nicht nicht nur bei den europäischen, sondern auch bei den außereuropäischen Völker», sich gegenseitig friedlich über vorhandene Interessengegensätze zu ver­ständigen, im gleichen Maße wächst, wie Englands weltpolitischer Einfluß schwindet, so liegt die Folge­rung nahe, daß in dem Augenblick, wo England auf­gehört hat eine politische Größe zu sein, auch die Bahn für den ersehnten Weltfrieden frei sein wird.

Gibt es dafür einen besseren Beweis, als den Dreimächtepakt und dessen segensreiche Ausstrah­lungen, die wohl auch im Laufe des neuen Jahres noch weiter dem Weltfrieden dienliche Wirkungen zeitigen dürften. Nur weil Englands falsches Spiel nicht mehr dazwischen stand, hat im vergangenen Jahre das japanisch-sowjetrussische Verhältnis trotz scheinbar unüberbrückbarer Gegensätze im Fernen Osten eine wesentliche Besserung erfahren. Es ist nicht einzusehen, warum bei redlichem Wollen nichi die Völker ihre Angelegenheiten durchwegs in ver­nünftigem Meinungsaustausch zu regeln imstande sein sollten, so wie es dem Führer vorschwebte, als er immer und immer wieder England die Hand zur Herbeiführung eines gerechten und vernünftigen Aus­gleiches vor dem Krieg bot. England hat die Hand des Führers nicht bloß einmal, sondern viele Male zurückgestoßen und hat beim Anbruch des vorigen Jahres noch geglaubt, Deutschlands Aufstieg verhin­dern und die Zukunft des deutschen Volkes vernich­ten zu können. Heute steht England selber am Rande der Vernichtung und sieht seine eigene Zukunft un- widcrbringlich verschüttet.

„Das Jahr 1941 wird die Vollendung des große» Sieges unserer Geschichte bringen" verheißt der Füh­rer in seinem Tagesbefehl an die deutsche Wehrmacht. Aus des Führers Munde ist jede Verheißung gleich­zeitig Erfüllung. Das deutsche Volk ist sich dessen wohl bewußt und die deutsche Wehrmacht wartet auf des Führers Befehl zu weiteren Taten, indes in der Hei­mat alle Kräfte sich regen, das deutsche Schwert noch weiter zu schärfen und sieghaft zu erhalten. In der unerschütterlichen Ueberzeugung des Sieges und in der Gewißheit, der vor ^ 'and sich ausbreitenden herrlichen Zukunft tritt Front und Heimat in Liebe und Glaube zum Führer und im schönen Ver­trauen zu Deutschlands großer Sache den Weg in das neue Jähr an, das nicht allein dem deutschen Volke die Früchte seines heißen Kämvfens und Ringens, sondern auch den europäischen Völkern die An­wartschaft auf Wohlergehen, der übrigen von Eng­lands Einfluß befreiten Welt aber die Möglichst eines langen und gedeihlichen Friede-s schenken wird. War das Jahr 194» das Jahr der glorreichsten Siege deutscher Ge­schick» t e, so sind für das Jahr 1941 schon heute olle Voraussetzungen erfüllt, daß es das Jahr des schönsten deutschen Friedens werden kann.

ckok. 8. Dietricft