Ausgabe 
(27.2.1941) Nr. 58
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vremer Num

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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

Nr. SS / I I.ZaHrgang

Donnerstag, 2?. 5ebruar 1941

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblait des Neichsstattlfalters in Oldenburg und vremen

Linzeipreis 1S Nps.

London zittert vor dem U vootkrieg

vor einem sehr schweren srühiing

Veutschland kennt nur ein Ziel: die Vernichtung der Lgrannei des plutokratifchen vritanniens

8. Ii. Berlin, 28. Februar.

Den Gelangweilten spielen und Bagatellisierungs- versuche unternehmen, so hieß die von Churchill her­ausgegebene Parole an die britische Presse für die Auf­nahme der Führer-Rede. Aber dieser Versuch ist kläg­lich gescheitert. Schon sehr bald stellten sich die ersten Stimmen der Londoner Presse ein, die voller Nervosi­tät und voller Furcht vor dem Kommenden waren. Den schärfsten Ausdruck hatte „News Chronicle" für diese neue Wendung, die verbunden war mit ängstlichen Hilferufen an die Adresse der USA. Die Zeitung schrieb: „Unser Bedarf an Schiffen und Zerstörern ist drin­gend. Der Krieg könnte sonst möglicherweise in den nächsten Monaten auf den atlantischen Zufahrtswegen verloren werden."

Nun kommen die Auslandsstimmen, die in ihren Londoner Eigenberichten die Aengste und Nöte der Briten nach den Ankündigungen des Führers widerspiegeln. „Dagens Nhhcter" schildert sie unter dem Motto „Großbritannien zittert vor

dem Il-Bootkrieg" und erläutert im einzelnen, für wie gefähr­lich die Engländer, die kommenden Operationen gegen die bri­tischen Atlantikrouten halten. Dabei kommen zugleich die schon

bekannten Stimmen der Kritik an den Schissahrtsministcr Croß und seiner behaupteten Unfähigkeit zu Wort. Aus allem wird spürbar, wie sehr England sich vor dem Beginn des Endkampses der deutschen Waffen gegen die britische Tyrannei und Ilcberhcblichkeit sürchtet.

Diesen Endkampf hält auch Amerika sür weitgehend aus­sichtslos. Es mehren sich die Stimmen aus Newyork, die die Lage sür England als „absolut schlecht" ansehen. Die Zei­tungen unterstreichen. daß die angekündigte U-Bootosseusive eine schwere Drohung ist. , „Newyork Word Telegramm" spricht von der sür den Konvoidienst „jämmerlich schwachen britischen Flotte". Angesichts dieser Situation ist es .im Grund« nicht weiter verwunderlich, wenn Roosevelt zu der Änatsdebatte sich geäußert haben soll. daß man mit den Friedensbedingungen im europäischen Krieg warten müsse, bis der Krieg gewonnen sei. So hat Roosevelt, der zwar keine Einsicht auf dem Gebiet der eingebildeten und nur erlogenen Bedrohung der USA. nimmt wenigstens hier Ein­sicht gezeigt, daß man das Fell des Bären nicht verteilen soll bevor der Ausgang des Krieges feststeht. - Es gibt weiter, in den USA. auch schon Stimmen — wie „Ehicago Tri­bune" —. die aufzeigen, wie in der amerikanischen Pluto- kratie. vor allem unter den Bankiers und „Fürsten des Goldes" jüdischer und nichtjüdischer Abstammung, die Heher zur Intervention sitzen. die sich neben der Förderung des Kulturbolschewismus der Teutschenhehe widmen und die sich in ihren Vernichtungsabsichten die Hand mit den jüdisä) versippten Plutokraten um Churchill reichen. Aber auch Ue werden an den kommenden Entscheidungen nichts ändern, denn ihre ganze mögliche Hilfe wird ausgchvbeü durch die Frage aller Fragen, die Transportfrage.

Daß England selbst aber außerstande ist, noch genügend Kriegsmaterial zu produzieren, das hat schon der Vorgänger von Lovd Haliiar klar und unmißverständlich eingestanden. Innenminister Morrison aber hat kürzlich hinzugenigt daß alle bisherigen Bluifmanövcr England sei in der Lage. die. Nachtbomber abzuwehren. Wintermärchen Churchills gewesen find. Die schwedische Zeitung „Tvenska Dagbladet" meldet aus London, daß die britische Hauptstadt einem „schweren Früh­ling entgegensieht", denn der Frühling brächte nicht nur schö-

Itoliens presse über Ven sw. 200 c

7>i-, v, 7,. Rom, LK. Februar.

Die italienische Presse bezeichnet in ausführlichen Berichten das deutsche Kampfflugzeug FW. 28üe (Focke-Wulf-Condors, dessen Einsatz eine neue entscheidende Phase im Luftkrieg be­deutet, als „Adler des Atlantik". „Der Focke-Wulf-Condor", so heißt es in den Zeitungen, „hat keinen Konkurrenten unter den Bombern aller Luftflotten zu fürchten. Dank seiner leich­ten Handhabung und Schnelligkeit befreit er sich verhältnis­mäßig leicht von feindlichen Jägern. Seine Reichweite wurde zur äußersten, geradezu verblüffenden Grenze vorgetrieben. In der Unendlichkeit des Ozeans ist diese fliegende Festung ab­solut Herr des Raumes. Was sich aus dem Meer befindet, ist seine Beute."

nes Wetter, sondern auch deutsch« Flugzeuge. Niemand zweifle mehr daran, daß schwere Zeiten kämen. Man braucht nur die Berichte einer zugoslawischen Zeitung über die Wirkungen der deutschen Luftangriffe im vergangenen Jahr, die ver­spätet aus England herausgekommen sind. zu lesen, um zu erkennen, wie stark die Schäden sür das britische Kriegs­potential gewesen sind. Man weiß also in London, daß mit dem Frühling nicht nur die Kriegsmarine den eisernen Ring um England immer enger schließen wird, sie zittern dort bereits vor der Fortsetzung der Zerhämmerung der britischen Industrie. Es tritt also die Luftwaffe an die Seite der U-Boote, und auch das Heer wird nicht verfehlen, seinen

Beitrag zu leisten. Der Führer hat darauf hingewiesen, daß die Engländer mit ihren Offensiven davongelausen sind, und wir ihnen nachrennen müssen, wo wir sie finden, daß wir sie aber finden werden, wo sie auch immer hingehen. An einem Punkt haben wir sie schon gefunden, wie der letzte Wchrmachtsbericht mit seiner Bekanntgabe eines ersten Zu­sammenstoßes zwischen einem deutschen und einem englischen Panzerspähtrupp zeigt. Die große Einheit der deutschen Waffen und Wehrmachtteile wird sich in dem kommenden großen Kampf erneut erweisen, der nur «ine Front kennt, nämlich den Kampf gegen das plutokratischs England und nur ein Ziel, die Vernichtung seiner Tyrannei.

Neue krfolge unserer Kriegsmarine

Schnellboot versenkte britischen Zerstörer - SSSS-ronner von U-Voot versenkt

Berlin, 26. Februar

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein Unterseeboot meldet die Versenkung eines feind­lichen bewaffneten Handelsdampfers von etwa 8V8V Bruttoregistertonnen. Ein anderes Unterfeeboot ver­senkte ein britisches Vewachungssahrzeug und machte dabei einige Gefangene. Im Seegebiet siidostwärts Eng­lands wurde ein britischer Zerstörer von einem Schnell­boot versenkt. An der libyschen Küste siidostwärts Age- dabia stießen in den Morgenstunden des 24. Februar ein deutscher und ein englischer motorisierter Spähtrupp zu­sammen. Eine Anzahl englischer Kraftfahrzeuge, dar­unter mehrere Panzerspähwagen, wurden vernichtet, einige Gefangene eingebracht. Auf deutscher Seite ent­standen keine Verluste.

In den Nachmittagsstunden des 24. Februar warfen deutsche Kampfflugzeuge zwei große Handelsschiffe in

einem Hafen der Cyrenaila in Brand und erzielten Bombentreffer in den Hafenanlagen. Deutsche Jagdflie­ger schössen über der Insel Malta ein Flugzeug vom Muster Hurricane ab. Erfolgreiche Angriffe schwächerer Kampssliegerverbände richteten sich in der letzten Nacht gegen kriegswichtige Ziele und Hasenanlagen in Hüll, Harwich und Ereat Parmonth, gegen Flug­plätze in Ostengland sowie Rüstungsbetriebe in Jps- wich und Norwich. Bei einem erfolglosen feindlichen Angrisssversuch an der Kanalküste schössen Jagdflieger drei britische Flugzeuge ab.

Der Feind warf in der letzten Nacht an mehreren Stellen Westdeutschlands wahllos Spreng- und Brand­bomben, die nur unbedeutenden Sachschaden verursach­ten. Brände konnten im Entstehen gelöscht werden. Flakartillerie schoß ein feindliches Flugzeug ab."

Luftangriff auf englischen Flottenstützpunkt

Zäher italienischer widerstand in Siarabub und am Zuba

Die Gegend von Barga ei Beda stellt mit ihrem Sieppen- charakter eines der ödesten Gebiete Nordlibyens char. das am Rande der Syrte liegt und nach Süden in die" als „Ha- mada" bezeichnete Steinwüste übergeht. Eine Fahrt von Bengasi nach Agedabia und von dort nach Agheila auf der Balbostraße vermittelt ein unvergeßliches Bild des Kampfes der Menschen mit den Naturkräften der Wüst«, mit ihrer grenzenlosen Einsamkeit. Geländegleichsörmigkeit und Dürre, mit Sandstttrmen und Salzsümpfen. Das Gelände in der Nähe der einzigen großen Verkehrsader der Syrte wird ge­kennzeichnet durch ein weißes Sandmeer, das zuweilen von kleinen bläulich schimmernden Salzseen unterbrochen wird, in denen verkrüppelte Palmen ein ärmliches Leben fristen. Inmitten dieser Einöde erhebt sich das Fiieni Triumphtor. das der Duce im März 1937 aus seiner Libyeusahrt Passierte.

Rom, 26. Februar

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehr­macht gibt bekannt: An der griechischen Front nichts von Belang zu melden. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps schössen ein feindliches Flugzeug über Malta ab. 2n Nordasrika sind am Morgen des 24. Februar Abteilungen des deutschen Korps in Afrika mit dem Feind südöstlich von Agedabia in Berührung gekommen. Im Verlause des Zusammenstoßes mit englischen Panzereinheiten wurden verschiedene Kraftfahrzeuge und Panzer des Feindes zer­stört. Es wurden einige Gefangene gemacht. Keine Ver­luste auf deutscher Seite. Flugzeuge des deut­schen Fliegerkorps haben wirksam vor Anler liegende Schiffe, Hafenanlagen sowie militärische An­lagen eines feindlichen Flottenstützpunktes in der Cqre- naila angegriffen. Zwei Schiffe von rund 8666 VRT. wurden getroffen und schwer beschädigt. Es wurden hef­tige Explosionen und Brände im Hasen beobachtet. In Giarabub und in Kusra leisten die tapferen Besatzun­gen dem feindlichen Druck zähen Widerstand. In Ost­asrita Tätigkeit der beiderseitigen Artillerie sowie flie­gender Kolonnen im Abschnitt von Keren. Der helden­hafte Widerstand unserer Truppen östlich des Juba- Flusses dauert an."

Außerordentliches Interesse rief im italienischen Volk die am Mittwochmittag durch Rundfunk bekanntgegebenen und im italienischen und deutschen Wehrmachtsbericht enthaltene Mitteilung über die Feindberührung eines deutschen Späh­trupps in Afrika südlich von Agedabia hervor. Gemäß den italienischen Angaben handelt es sich um ein Gefecht in der Barga el Beda, wie die Steppengegend südöstlich Agedabia genannt wird.

Mit Ausnahme der kleinen Arabevdörser wird das Gebiet durch nomadisierende Beduinen des Magatbastammes be­wohnt, die zu den Beduinenstämmen der Bem Sulaini rech­nen, die hier im II. Jahrhundert eindrangen Agedabia selbst, das 155 Kilometei südlich von Benghasi und zehn Kilometer östlich vom Meer liegt, war unter arabischer Herrschaft das Zentrum des östlichen Syrtegebiets und hochberühmt unter den Mohammedanern wegen seiner Moscheen Später unter türkischer Herrschaft wurde es zeitlveilig der Vorort der Islam-Bruderschaft der Senussi und beherbergte bei rund 1MV Einwohnern den Sitz des Kikaman, des türkischen Provinzialchefs.

Als eine Seltenheit in Libyen verfügt Agedabia über eine Eisenbahn die zu seinem 25 Kilometer entserten kleinen Hasen Es Zuetina führt. Das gesamte Gebiet zwischen Benghasi und Misurata (über 500 Kilometers weist infolge der Sand­bänke und Untiefen keine Häfen auf, die modernen militäri­schen Ansprüchen genügen. Als Straßenknotenpnnkt hat Nge- dabia eine gewisse Bedeutung, da von hier aus nach Norden (Benghasi) die Balbostraße weiterführt und nach Süden sich der einzige Zugang der Cyrenaika zu den Gialo-Oasen bzw. Kusva erschließt.

Sie kriegswirtschaftliche ftchse Verlin-Nom

flbschluß der deutsch-ttalienisktzen wirtschafisoertzanSlungen — erhebliche Steigerung der beiderseitigen ftussutzr vorgesehen

Rom, 28. Februar.

Die deutsch-italienischen Wirtschastsverhandlungcn, die seit einigen Wochen in Rom stattgciunden haben, sind Mittwoch abgeschlagen worden. Die getroffenen Vereinbarungen wur­den vom Gesandten Elodius sür Deutschland und vom Bot­schafter Giannini für Italien unterzeichnet. In diesen Ver­einbarungen ist der gesamte Waren- und Zahlungsverkehr zwischen den beiden Ländern sür das Jahr 1841 geregelt wor­den. Die Tatsache, daß in beiden Richtungen eine erhebliche Steigerung der Aussuhr vorgesehen werden konnte, beweist auss neue. daß die Leistungsfähigkeit der deutschen und ita­lienischen Wirtschaft durch den Krieg nicht gehemmt wor­den . ist.

Die beiden Länder sind in der Lage. sich in erheblichem Um­fange gegenseitig mit kriegswichtigen Rohstoffen und sonstigen kriegswichtigen Erzeugnissen zu versorgen. Um sicherzustellen, daß die kriegswirtschastliä>c Zusammenarbeit ohne Einschrän­kung dem gemeinsamen Ziel des endgültigen Sieges der Achsenmächte dienen kann, wurde vereinbart, daß während des Krieges jede kriegswichtige Lieferung aus dem einen Land in das andere Land unabhängig vom Ausgleich der Handels­

bilanz und dem Stand des. Verrechnungsverkehrs vorgenom­men werden soll.

Es ist selbstverständlich, daß die Verhandlungen in dem Geist der treuen und vertrauensvollen Kameradschaft geführt wurden, die die Beziehungen zwischen den beiden verbünde­ten Ländern kennzeichnet.

Der.deutsch-italienische Warenaustausch wird im laufenden Jahr in jeder der beiden Richtungen den Gegenwert von 1 Milliarde RM. erreichen Damit hat sich der Gesamtum- fang des Handelsverkehrs der Achsenmächte innerhalb weniger Jahre verfünffacht. Deutschland und Italien haben für das lausende Jahr nicht allein ihre gemeinschaftlichen Rohstoff- probleme gelöst sondern auch einen Dersorgungsplon für den ganzen Kontinent ausgestellt Was den deutsch-italienischen Händel betrifft, so bilden nach wie vor die großen deutschen Kohlenlieferungen das Rückgrat. Unter Berücksichtigung italienischer Rüstungsersordernisje hat Deutschland ferner seine Eisen- und Stahllieserungcn an Italien mehr als ver­doppelt. Bau den italienischen Lieserungen nach Deutsclsiand — Hans, Rohseide Schwefel Schwefelkies Reis, Gemüse und Südfrüchte — sind über 96 Prozent sür Deutschland lebens­wichtig. Für Deutschland wesentlich ist ierner der Einsatz von urehr als 360 000 italienischen Arbeitern.

erst knde IS42

Gedämpfter Illusionismus Eitrines

Berlin. 28. Februar.

Der englische Gewerkschaftsbonze Sir Waither Eitrinc ist jetzt von seiner Agitationsreise nach den Vereinigten Staaten zurückgekehrt und ergeht sich Tag !ür Tag in schwülstigen Auslassungen über die Produktionskapazität des „großen Bruders" jenseits des Atlantik, aus dessen Hilsc die Englän­der ihre ganze, ihre letzte Hoffnung fetzen Citrine schwärmt von der „aufrichtigen und tiefen Bewunderung", die er drüben angetroffen habe. muß sich aber zu dem Geständnis bequemen, daß die amerikanische Oessentlichkeit „klipp und klar" gegen einen Kricgseintriit sei. Damit gibt er auch zu, daß das ganze Tamtam um das Pump- und Pachtgesetz nur ein Werk jener jüdisch-pluiokratiscl^n Tratzlzicher ist, die andere Völker in den Krieg hetzen um daran verdienen zu können

lieber den Zeitpunkt des Wirksamwerdens der amerikani­schen Hilfe vermag aber auch Eitrine nur wenig hoffnungs­volle Mitteilungen zu machen. Er erwartet — und er betont ausdrücklich: „soweit ich es beurteilen kann" —. daß sie sich vielleicht im Herbst bemerkbar machen werde: volle Prodnk- iionssähigkeit würden die USA. aber erst Ende 1942 er, reichen.

Lee

Hanseati-küstt XaUwaktt-

Von Xarl 8 obwiätz, Kreiswirtschaftsberater des Kreises Vremen der NSDAP.

Seit der Eröffnung der Bremer Import- und Export­schule im Jahre 1934 durch den leider zu früh ver­storbenen Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik, Parteigenossen Bernhard Köhler, und den derzeitigen Regierenden Bürgermeister haben jährlich etwa 70 Schüler an den Dreivierteljahreskursen teilgenommen, um ihr in der Praxis erworbenes Wissen zu erweitern und sich für eine Auslandstätigkeit vorzubereiten. Es waren fast alles Jungens von der Wasserkante, von denen viele wie ihre Pater den Drang hatten, einmal ferne Länder und Meere zu sehen und ihrem Vater­lands als junge Pioniere im Ausland Dienste zu leisten. Sie kamen aus allen Berufen, die irgendwie mit dem Außenhandel direkt oder indirekt zusammenhingen. Ein­und Ausfuhrfirmen, Reedereien, See-Spediteure, Export- industrielle, Banken und Versicherungsfirmen schickten junge Leute, nicht zuletzt, weil es ja auch im Interesse der Betriebe selbst tag, wenn die Eciolgschaftsmitglieder sich umfassendes Wissen auf allen Gebieten des Üeber- seehandels verschafften. Männer aus Partei, Staat und Wirtschaft stellten sich als Lebrer zur Verfügung, um über Weltanschauung, Außenpolitik, diplomatischen Ver­kehr im Ausland zu sprechen, oder aber um über ihre Erfahrungen im Auslande, über den Warenspezialhan- del, Finanzierung des Außenhandels, Transportwesen und Versicherung den jungen Kaufleuten aus ihrer eige­nen Praxis zu berichten. Mancher der früheren Schüler hat im Laufe der Jahre seine Tätigkeit in überseeischen Gebieten aufgenommen, erinnert sich gern der mit sei­nen Kameraden verlebten Stunden und ist dankbar für die Vermittlung des ihm in der Bremer Import- und Exportschule zuteil gewordenen Wissens.

Seit Kriegsbeginn ist es still geworden in den Unter­richtsklassen der Bremer Import- und Exportschule. Der größte Teil der früheren Schüler steht heute bei der Wehrmacht. Grüße von den Angehörigen aller drei Wehrmachtsteile zeugen von dem begeisterten Einsatz, jedoch wird auch der Wunsch geäußert, nach beendetem Krieg dort eingesetzt zu werden, wo sie ihre erworbe­nen Kenntnisse verwerten können. Aber auch unter den­jenigen, die heute für den Besuch der Schule in Frage kämen, sind große Lücken infolge Einberufung zum Reichsarbeitsdienst, zur Wehrmacht oder zu anderem wichtigen Dienst entstanden. Es wird aber der Tag kommen, wo eine mit ganz anderen Mitteln aufgebaute Außenbandelsschule ihre Pforten öffnen wird, um in noch größerem Maße wie bisher jungen Kaufleuten Gelegenheit zu umfassendem Studium und zur Vorbe­reitung für den erweiterten Auslandsdienst Eroßdeutsch- lands zu geben.

Wenn wir den Sieg im Kampf um unsere Freiheit errungen haben werden, dann werden wir in der Welt wieder ein Faktor sein. Wir werden nicht nach dem Muster der Plutokraten andere Länder nach imperiali­stischen Methoden unterjochen, sondern im friedlichen Austausch von kulturellen und wirtschaftlichen Gütern die Achtung vor wahren Leistunaen im Dienste der Menschheit wiederherstellen. Die Forderung, daß die Rohstoffe der Weit, schöpferisch geschaffen, auch schöpfe­risch geordnet, werden müssen, bedeutet nichts anderes als die Verwirklichung des Sozialismus. der nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Welt Geltung haben soll. Die Erfolqe werden desto qrößer sein, se mehr auch andere Völker ihr Glück nicht in der Anhäufung von Gold und Krediten, sondern in der Produktion und der Verwirklichung des Rechts auf Arbeit sehen. Die Geschichte wird eines Taaes, wenn sie den kommenden Generationen den Kampf zweier Welten, hie Pluto- kratie. hie Sozialismus, vor Anqen führen wird, die Große unserer .Zeit erkennen lasten

Zur Verwirklichung dieser weit gesteckten Ziele be­darf es schöpferischer Menschen, die in unserem Führer ein vollendetes Vorbild haben. Welche Fülle von Ar­beit gibt es in der kommenden Zeit für den Techniker, den Chemiker, den Industriellen, aber auch für den jun­gen Auslandskausmann. Der Kaufmann im Ausland ergänzt gewissermaßen die Tätigkeit der Hersteller im anlande, indem er durch seine Organisation, mehr aber noch durch das Studium der Absatzverhöltnisse und der Bedurfnlste des Landes den Verkauf der Waren fördert. Er muß außerdem eine genaue Kenntnis von Land und Leuten besitzen und neben seiner kaufmännischen Eig­nung auch über technische Kenntnisse verfügen die ihm ein besseres Einfühlen in diesbezügliche Wünsche des Auslandes ermöglichen. Es ist viel darüber gesprochen und geschrieben worden, ob der Kaufmann oder die In­dustrie selbst exportieren soll. Eine Entscheidung hier-

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Ein deutsches Schnellboot dersenkte einen britischen Zer­störer; ein 8N»N-Tonncr wurde von einem U-Boot versenkt. Der italienische Wchrmachtsbcricht meldet eine» erfolg­reichen Luftangriff aus englischen Flottenstützpunkt. England wird sich immer mehr dessen bewußt, daß eS einem sehr schweren Frühling entgegengeht.

England brachte französische Tampscr aus.

In Rom wurden die deutsch-italienischen Wirlschasts- derhandlnngcn zum Abschluß gebracht.

Vizeadmiral Arnanld de la Pcricrc ist verunglückt.

Der Vizepräsident der Teutschen Neichsbank sprach in Köln iibcr die Reichsmark als Arbcitswährung,

Die beiden Eiemens-GcscUschastcn haben im Ausländs­geschäft ihre Umsätze gehalten.

Die Hanptzwcigstclle Bcgesack der Sparkasse in Bremen suhlte unter Vorsitz des Negierenden Bürgermeisters ihre Mitgliederversammlung durch.

Eine Neuregelung der Kräutersammlung durch Schule und Hitlerjugend wurde erlassen.