Ausgabe 
(23.2.1941) Nr. 54
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Srs Ktknt 7mak ivSchen tls»

Monatsbezug E 2M etnschl. Zu­stellgebühr- PostbezugSprelS mono«. 2 ,zg M «einschl. 28.7 ^ Post. zelmngsgebühr» znzügl 42 ^4 Be­stellgeld. Bezugspreis Ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272 Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise«. Verlag: NS -Gauverlag,Weser- Em« GmbH., Bremen. Teeren 8-8. Fernspr. 54121, Nachtr. u. Sonnig. § 11 15. Sprech z.: Verlag: werkt!« 12—13 Uhr- Vchrlftleitung Diens­tag und Freitag 12^—13«/, Uhr.

Parteiamtliche Tageszeitung

des Neglmodm vi>r,nm°!Un- der kr°!-n q°ni°„°d, viemm

An;e!g en - Grvndpitelsri

Die 1 mm hohe und 22 oam breite Zeile im Anzeigenteil 13 -A4. Die 78 oaw breite und 1 wm hohe Zeile im Tertleil 75 4-HL. Ermäßigte Grundpreise ifür Klein- o.Familien- anzeigen u. a.s sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 8 Nachlaß- staffel O. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme- schluß 16 Uhr- sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Teeren Nr. 6/8. Fernspr. L 41 21 Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Svke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 54 / 11. Jahrgang

Sonntag, 2Z. Lebruar 1941

kinzelpreis 15 Upf.

VaraanA riurelr - HolKsitsLsivIiSn Ironnts üsr

„OanarNan Orurssr" in» In<i»svl»sn Onsaa vsrssnlrt vsrrisn

Europas Solkstdokauptuny, äsr tisio sssvkLvkUivks Sinn «Los sovaULssn äontsoksn Lkvrolirkamplos yoyen SnyLanä

Berlin, 22. Februar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Indischen Ozean versenkten deutsche Seestreitkräfte den bewaffneten britischen Handelsdampser „Cana- dian Cruiser" von 7178 BRT. Der Dampfer hatte znr Täuschung die Flagge der Vereinigten Staaten ge­setzt und amerikanische Abzeichen auf die Bordwand gemalt.

Ein Unterseeboot meldet die Versenkung eines Han­delsdampfers von 4350 BRT. Kampfflugzeuge griffen gestern britische Handelsschiffe an der Ost- und West­küste Englands an, versenkten einen 400V-BRT.-Dampser und beschädigten zwei große Tanker und mehrere Schiffe schwer. In der Nacht zum 22. Februar belegten Kampf- sliegerverbände die Hasenanlagen von Swansea wirksam mit Bomben. An der britischen Westküste wur­den zwei Häsen vermint.

Im Mittelmeerravm richteten sich erfolgreiche Angriffe der deutschen Luftwaffe gegen die Kai-Anlagen im Hasen Beug hast, den Flugplatz Berla und Truppenansammlungen südlich Benghasi.

Der Feind warf in der letzten Nacht an wenigen Stellen Nord- und Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Lediglich ein Bauerngehöft wurde zer­stört. Marineartillerie schoß in der Deutschen Bucht ein britisches Flugzeug ab."

schungsmanöver werden die Engländer selbst kaum für aus­sichtsreich halten. ES liegt daher die Frage nahe, ob die Eng­länder derartige Flaggenschwindel inszenieren in der Hoff­nung, daß sich daraus bei Gelegenheit irgendeine Verwick­lung zwischen Deutschland und einer neutralen Macht ergibt.

Wenn daS Beispiel des „Canadian Cruiser" Schule machen sollte, so würde es Sachs der Amerikaner sein, dafür zu sor­gen, daß der Mißbrauch der amerikanischen Flagge durch bri­tische bewaffnete Handelsschiffe die Sicherheit der friedlichen amerikanischen Schissahrt nicht beeinträchtigt. Von diesen sachlichen Gesichtspunkten abgesehen, ergibt sich das inter- eftante Stimmungsmoment, daß Kanada sich osfenbar unter der Flagge her USA. sicherer fühlt als unter der britischen Flagge.

Anläßlich des Zerstörer-Tauschgeschäftes hat die amerika­nische Regierung bereits vor vielen Monaten eine Hypothek aus die königlich-britische Flotte gelegt. England mußte sich bereiterklären, seine Flotte nach Amerika zu schicken, sobald die heimischen Gewässer nicht mehr. sicher sind. Mese Aussicht ist sicherlich nicht ohne Wirkung auf die Denkweise der kana­dischen Reeder gewesen, die dem Kapitän ihres Schisses vor­sorglich den Flaggenwechsel besohlen haben. Der Zwischenfall zeigt also, wie die Aussichten des Mutterlandes in den bri­tischen Dominien jenseits der Meere beurteilt werden.

1.8.0. Bremen, 23. Februar.

warum zum zweiten Wale Es sind gemeine und europäischer krieg? niederträchtige Beweg- ^ gründe, um derent­willen die Plutokraten an der Themse zum zweiten Male innerhalb fünfundzwanzig Jahren dem deutschen Volke einen Krieg auf Leben und Tod aufgezwungen haben. Wirts ch aftsneid, m a ch tpolitischer Ehrgeiz und schließlich soz tal e Furcht, geboren aus einem schlech­ten Gewissen mit dem Bewußtsein, der eigenen arbei­tenden Bevölkerung alles schuldig geblieben zu sein, was sie als die tragende Schicht der Nation zu beanspruchen hat, sind die Triebfedern der Handlungsweise der füh­renden Kreise in England, die die ungeheure Schuld der Brandstiftung Europas zweimal kurz hinterein­ander auf sich geladen haben. Die aus deutschem Fleiß und deutscher Intelligenz erstandene Wirtschaftsblüte des zweiten Reiches, in deren steter Fortentwicklung die Plutokraten Englands schon im ersten Jahrzehnt un­seres Jahrhunderts die Gefahr der Beschränkung der eigenen Welthandelsstellung zu erblicken vermeinten.

entlarvte USfl.-lzerrschaftsanspruche

Daß ein britisches Schiss den Indischen Ozean unter ameri­kanischer Flagge durchquert, ist ein Zeichen der Zeit. Der Dampfer „Canadian Cruiser", den, wie im OKW.-Bericht ge­meldet, deutsche Seestreitkräste versenkten, hatte die Flagge der USA. gesetzt und sich auch noch amerikanische Reutrali- tätsabzeichen auf die Bordivand gemalt. Diese Tarnung hat dem Schiff nichts genützt. Die Identität des verkappten bri­tischen Schisses wurde festgestellt, und die britische Handels- schissahrt wurde um ein wertvolles Schiss von über 7Vöi> BRT. ärmer.

Der „Canadian Cruiser" gehört nach Lloyds Register der Canadian National Steamfhip Company und ist in Halisax <Nmschottjc>nd) beheimatet. Er ist unter der britischen Flagge registriert. Der. Zwrschensall ist in verschiedener Hinsicht auf­schlußreich. Zunächst die Tarnung überhaupt. Die britische Schisfahrt fühlt sich auf den Weltmeeren nicht mehr sicher und verkriecht sich hinter eine neutrale Flagge. Solche Täu-

flm Sonnabend vomben au; Kenk

du-. Stockholm, 22. Februar.

Am Sonnabend herrschte über England, dem üblichen Be­richt des Londoner Lustsahrtministeriums zufolge, „geringe feindliche Lufttätigkeit". Erwäbnt werden Voinbenaktionen in den östlichen Teilen der Grafschaft Kent, ferner lebhafte Pa- trouillentätigkeit über Siidostcngland.

Swansea in drei Nächten schwer getroffen

Berlin, 22. Februar

Aus ausländischen Meldungen geht hervor, daß der große kohlcnhasen Swansea an der Siidküste von Wales in drei uiseinanderfolgenden Nächten von der deutschen Luftwaffe '"gegriffen worden ist. Der Angriff in der Nacht ziim Sonn- >bend hat nach dem Bericht des Londoner Nachrichtendienstes ^urz nach Einbruch der Dnnkelheit begonnen und mehrere

-tmidcn lang gedauert. Gebäude und Kaufladen seien be-

Ueber bi« Angriffe der vorhergehenden Nächte ä^m Don­nerstag und Freitag liegen aus schlvedisil-en und amen- !-mischen Quellen zahlreiche EinzeMiten vor. So hebt .Svenska DaMadet" die Methodik bes deutschen^ Dorgchens Mvor „,w unterstreicht, daß großer n^tcru-ller Fladen ent tanden sei. Die Agentur United Preß schildert den Angriff m der Nacht »um Freitag, der rmn 2» Uhr -?ll°nnen imt, ws "ach Mitternacht gedauert habt'. Die stadt AHe sch n dem ersten Angriff stark gelitten. Einige Gebäude icien Eig abgebrannt.' Beim zweiten Angr.tsi in der Nacht zimi vreitag seien die BrandsckMen -edoch noch erblicher ^ meien. Einige Straßen hätten wegen der ^'Eiirz^sahr ge sperrt werden müssen. An einer Hauptstraße seien Geschäfts­häuser und Büros beschädigt worden.

flmerika will die wett fiikren — Merkwürdige Kameradschastseffe zwischen kngland und USfl.

t-h. Berlin, 22. Februar

Immer deutlicher wird die Auffassung der USA.-Jmperia- listen, daß sie England üebr kurz oder lang als erledigt werden abschreiben miisscn. Sie wollen dann als Gegenleistung für das Englandhilssgesetz die Abtretung der britischen Flotte, so­weit sie dann noch besteht. Das ist der knappe Inhalt der Anssassllng des Konteradmirals Stirling, aus dessen Plan einer Vereinigung der britischen und NSA.-Flotte wir bereits gestern hinwiesen. Diese Aufsaflung gibt dann den richtigen Kom­mentar zu den Darlegungen der „New Port Daily News" zur Bill 1776. Dies Gesetz sei, so meint dies Blatt, ein wichtiger Schritt zur „Kamcradschastsche zwischen England und den USA,"

Dieses Geständnis ist an sich nicht neu verblüffend für die Briten muß nur seine' stete Wickerholung sein und sie werden langsam daran selbst glauben müssen, daß sie für die USA. weder ein gutes noch ein schlechtes Risiko lind, sondern daß sie schon in deren Augen ein Anhängsel der imperialistischen Vereinigten Staaten darstellen.

Neu aber ist in diesen Geständnissen die unerhörte Offen­heit der Erbschleicher, die sich jetzt schon gar nicht mehr ge­nieren, ihre eigenen Wellherrscha'tSPlane ansznsprechcn. selbstverständlich mit einem kleinen Schamtuch demokratischer Phraseologie behängen. „Newyork Daily News" sagt näm­lich im gleichen Zusammenhang, noch »u dem Gedanken der Kameradschaftsehe:

„In USA.-Regicrungskreisen denke man an eine Art angel­sächsisches Kartell, das die Kontrolle über die Lust. die Meere i-nd die Rohmaterialien habe, und daß diese Kontrolle im Interesse aller „freien Nationen" sowie zur Disziplinierung „aller soiderspenstigen Nationen" ausüben soll." — An Stelle

des Europa- und Welttyrannen England wollen also die USA. treten, wobei sie über den Weg des Kartells zugleich die großen Brocken, die Abbaumasse des zusammenbrechenden Empire, übernehmen wollen.

Offener und noch zynischer wurde das gleiche Thema von einer Redncrin einer großen Versammlung behandelt, die von Frau Roosevelt eingeleitet wurde und der auch der Vizepräsi­dent der USA., Wallace, beiwohnte. Diese sehr freimütige Rednerin meinte: Das jetzige Jahrhundert müsse das Jahr­hundert Amerikas werden und nicht das Jahrhundert Hitlers. England spiele in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle. Amerika hänge nicht am Schwan, des britischen Löwen, sondern umgekehrt: Amerika werde die Welt «ihren, und die USA, würden die Kriegs,iele und Friedensaufgaben fest­setzen. Notfalls sei sie bereit, dafür eine Million 'amerikani­scher Leben zu opfern, einschließlich das ihres eigenen Sohnes

Nun, die craltierts Freundin der Mrs. Roosevelt wird auch mit ihrem Blutrausch nichts an der siegreichen Beendigung des Enropakrieges durch die deutsche Wehrmacht ändern, sie wird ebensowenig das Schicksal von dem ihr an sich ia gleichgültigen England abwenden können. Der Führer sprach es aus: Für die Erzwingung der Entscheidung sind alle Mög­lichkeiten einkalkuliert. Es mag eine Sache des amerikanischen Volkes sein. sich mit so frommen Wünschen seiner sichre,iden Frauen" auseinanderzusetzen, während seine „führenden Män­ner" sonst immer die Stirn haben Deutschland Weltherrschafts­Pläne anzudichten. Europa wird am Ende des jetzigen Krieges nicht nur von der Tvrannis der Briten endgültig bekreit sein, es wird auch frei siin von den Tyrannisplänen, die heute in den USA. mit dem gleichzeitigen Hintergedanken der Uebernahme des britischen Empire gesponnen werden mögen.

Nach NotlanSuns den sein- abgeschossen

Rom, 22. Februar

Zu der trotz verschlechterter Wetterlage in den letzten drei Tagen sehr lebhaft gewordenen Kampstätigkcit der im Mittel- meer eingesetzten Streitkräste der Luftwaffe der Achsenmächte, die u. a. täglich durchgeführte Ausklärungsslüge im mittleren und westlichen Mittelmeer brachte, meldet einer der Sonder­berichterstatter der „Agenzia Stefani" folgende interessante Einzelheit: Zwei zu einem im Raume südlich Benghasi einge­setzten Verband des deutschen Fliegerkorps gehörende Flug­zeuge waren von feindlichen Jägern, gestellt und abgedrängt worden, wobei das eine Flugzeug wegen Motorschadens im vom Feind besetzten Gebiet landen mußte. Ein englisches Jagd­flugzeug. das die Landung des deutschen Flugzeugs bemerkt hatte, umkreiste das gelandete Flugzeug und beschoß es mit Maschinengewehrseuer, bis es der deutschen Besatzung des

Flugzeugs gelang, mit einem Feuerstoß den Gegner bei einem neuen Anslug abzuschießen.

Mtterkreu; für Kapitän z. S. Krancke

V - rlin , 22. Februar.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht ver­lieh aus Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine Großadmiral Dr. h. c. Naeder, das Ritterkreuz zum Eisernen Kren, an Kapitän z. S. Theodor Kranckc.

Kapitän z. S. Theodor Krancks hat bei der Vorbereitung und Durchführung der Norwegenaktion in maßgeblicher Dienststellung mitgewirkt. Seit einiger Zeit führt er als Kreu­zerkommandant trotz starker operativer feindlicher Gegen­wehr erfolgreich Handelskrieg und hat bisher t32NU0 BRT feindlichen bzw. dem Feind nutzbaren Handelsschifssraumes versenkt.

Wirtschaftsblockade gegen Japan?

krfundene sernost - „Sensationen" — flngebliche fapanische rruppenoerschiebungen - Nutzige Haltung Matsuokas

brr. Stockholm, 22. Februar.

°r Meldungen verweisen auf puppen-

:n seien bei der japanischen L»,twa,sc IN Cyina I>. deutende japanische Verstärkungen ^eien Jndochina transportiert worden. Nach qm-m

sgabcn freigemacht.

e Truppenbewegungen ''^jich^Ünd^am^rckanisch«

hina statt, so daß V" rngl'sqe ^sachen und araus Stimmung J-p wirkungslos

lche „Fernostkr.sc »» !>-rMim nSüchte aber

rd. Dem gleich«, Zweck die , ^ «„era! Mar- mkonsercnz in Washington, a ' Stillen Ozean

NSA.-Gcneralstabschez, die Lag m müßten die

" bezeichnete. Die V.r-.nigt-n Staaten m «

ic durch U-bersi-hrung möglichst gr-v-n

: Flugzeuge verstärken. .u„ck,eickit-n über

eftcn englischen Maßnahmen "''» ^^ostkrise sind

in Lingapore

aelandet wurden, werden gegenwärtig in aller Eile für den r-.schungelkrieg umgeschult, weil die „Kompsverhältnisse aus ver Malakka-Halbinsel ganz besonders schwierig" seien.

Vor allem aber ist ein« Parole von Interesse, die mit Hilse der gesamten englisll-cn Propaganda, der englischen Presse und des Rundfunks von London aus verbreitet wird: Englisch- amerikanisch« Wirtschaftsblockade gegen Japan. Einer der namhaitcsten englischen gernosterperten Sir Frcdeiik White. jahrelang Treuhänder sür Finanz,nteiesien Englands in

Asien ist zu diesem Zweck vorgeschickt worden. Er behauptete, nur eine Wirtschaftsblockade könne Japan „zurückhalten" (?1. Die Krise sei zwar noch nicht vorüber aber mit einer solchen Blockade würden England und die Bereinigten Staaten Japan vielleicht schachmatt setzen können, ohne einen einzigen Schuß abgeben zu müssen.

Nach einer in der schwedischen Press« veröffentlichten Mel­dung des „New Port Herald Tribune" soll Roosevelt die Ab­sicht haben, demnächst weiter« zwölf Warenarten in das gegen Japan verhängte Exportverbot einzubeziehen. Diese Maß­nahme würde hauptsächlich dem Zweck dienen, Lieferungen kriegswichtiger Waren nach Japan zu verhindern.

Diese Nachrichten vermitteln einen guten Begriff von der aggressiven englischen Einstellung. Besonders Australien wird wener vorgeschickt, um durch eine, wie London erklärt, her­

vorragende strategische Lag- im Stillen Ozean die Haupt- vcrteidigungslinie zu übernehmen. In dieser Richtung be­wegen sich auch die Verhandlungen, die der australische Premierminister Menzies gegenwärtig in London führt.

Wirksam von diesem englischen Sctzrummel sticht erneut die ruhige Haltung des japanischem Außenministers Matsuoka ab. Er bestrick, daß Japan irgendwelche „nicht notwendigen Maßnahmen" ergriffen habe.

„England kämpfe unter außerordentlich schwierigen Be­dingungen", erklärte der japanische Botschafter Horakiri in Rom. in einem in der italienischen Presse veröffentlichten Interview. Es könne dementsprechend kein Wunder sein, wenn di« englische Propaganda alles austvend«, um Eindruck in den Vereinigten Staaten machen. „Allerdings muß man wissen", fuhr der Botschafter sort, „daß automatisch der Kon­flikt mit Japan ausbrechen würde, wenn die Vereinigten Staaten in einen Krieg mit der Achse verwickelt werden, da die Außenpolitik Japans auf dem Dreimächtepakt begründet bleibt."

Die japanisch-sowjetischen Beziehungen wiesen in der jüng­sten Vergangenheit eine bemerkenswert« Besserung aus. Ein Wirtsitwstsadkonlmen zwischen Tokio und Moskau sei in Aussicht. „Der Sieg der Achse", so schloß der Botfchaster „ist gewiß I"

hat unter dem moralisch und politisch unhaltbaren Motto, daß jeder Engländer reicher sein werde, wenn Deutschland vernichtet wäre, zu jener Einkreisung Deutschlands geführt, die dem Ueberfall Englands und seiner Trabanten auf Deutschland im Jahre 1914 die Möglichkeit gab, auf einen gewinnreichen Sieg Eng­lands zu hoffen. Die wirtschaftliche Genügsamkeit des nationalsozialistischen Deutschlands, die es seit der Machtergreifung Adolf Hitlers verschmähte, sich zu­gunsten einer wirtschaftlichen Scheinblüte in finanzielle Bindungen den Mächten von Versailles gegenüber ein­zulassen und auf Grund einer vom Führer seinem Volke gegebenen neuen Wirtschaftslehre den Götzen Gold ent­thronte, die Arbeit als die Grundlage allen Wirtschafts­aufstieges in ihre Rechte einsetzend, hat in der zweiten Hälfte des abgelaufenen Jahrzehnts bei den bis da- ,in die Welt beherrschenden Plutokraten zu jenen Wut- anfällen und häßlichen Machenschaften geführt, aus denen zuletzt das Streben floß, Deutschland zum zweiten Male einzukreisen, mit Krieg zu überziehen und es diesmal ganz, d. h. nicht nur wirtschaftlich, sondern auch macht- politisch als Staatswesen zugrunde zu richten. Denn die Erkenntnis, dah die Voraussetzung einer wirtschaft­lichen Vernichtung Deutschlands in feiner machtpoliti- schen Zersetzung beruhe, lag ja nur allzu nahe bei der Betrachtung der geopolitischen- Lage Deutschlands im Herzen Europas der Lage eines mit 85 Millionen deutschen Menschen bevölkerten, politisch geeinten Reiches, dessen natürliches Schwergewicht allein schon kraft seines Bestehens Anziehung?- und Sammlungs­punkt aller mehr oder minder kleinen benachbarten Staaten auf dem europäischen Festland bilden mußte.

Zrevettiaft unter- Gs hätte lediglich der rnhi-

brockene kntwickluna und von außen her unge- orouiene cniwimiung Weiterentwicklung der

europäischen Verhältnisse, so wie sie bereits 1939 natur­gemäß gegeben waren, bedurft, um die Neuordnung Europas ohne kriegerische Wehen zu erreichen, weil, wie nun einmal die Dinge schon damals lägen, die ganz offensichtlich aufeinander angewiesenen Völker des europäischen Festlandes von selbst die Erkenntnis, auch politisch aufeinander angewiesen zu sein, reifend in sich verspürten und danach ihre natürliche Einstellung zum neuen Deutschen Reiche zu vollziehen begannen, Dies wäre um so rascher und reibungsloser geschehen, als jene Völker mit dem neuen Deutschen Reiche gleichzeitig auch noch das Beispiel einer neuen glücklichen sozialen Ord­nung sahen, einer Ordnung, nach der sich ja auch ihre arbeitenden Massen lange genug vergeblich gesehnt hatten und, wenngleich auf mannigfachen und falschen Wegen, unaufhörlich erstrebten. Daß der Vorteil solcher europäischen Neuordnung den europäischen Festlands- völkcrn mit einem dauernden Frieden und mit un­absehbarer Wirtschaftsblüte gemeinschaftlich zu­gefallen wäre, — während das ohnehin festlandsfremde England allmählich seinen europäischen machtpolitischen Einfluß verloren hätte, — brauchte um so weniger An­laß zu einer neuen englischen Brandstiftung an Europa zu sein, als Aufgaben und Lebensinteressen des eng­lischen Imperiums ohnehin nicht in Europa, sondern draußen in der Welt verankert waren. Der weiteren Wirtschaftsblüte Englands aber hätte eine solche schmerzensfreie machtpolitische Entwicklung eines neu sich ordnenden Europas nicht nur nicht geschadet, son­dern wäre ihr noch förderlich gewesen, insofern als Eng­land ohne seinen unberechtigten machtpolitischen Ehr­geiz auf ein europäisches Schiedsrichtermm an dem all­gemeinen europäischen Wirtschaftsaufstieg ganz von selbst hätte teilnehmen und einen gewiß nicht geringen Nutzen daraus hätte ziehen können. Wenn die Pluto­kraten an der Themse, denen man immerhin zutrauen kann, daß sie solche Möglichkeit der europäischen Zu­kunftsentwicklung nicht übersehen haben, sich trotzdem dieser Entwicklung entgegenstemmten und sie mit allen Mitteln zu verhindern trachteten, so war es reine Miß­gunst gegen Deutschland, dem man seine Zukunft unter allen Umständen verschütten wollte, obwohl man vorteil­haft bei solcher Entwicklung gefahren wäre.

Englands Es ist das Wesen des Neides, ein Auge Krasser Ileiü! ^ran zu geben, damit der Beneidete m, .überhaupt keines habe. Die englischen

Plutokraten liegen diesem häßlichsten aller menschlichen fester um so mehr Spielraum, als, wie bereits betont, ihre Angst vor der eigenen sozialen Rückständigkeit noch dazukam u,nd vor allem auch die drängende Macht des Ä.elrjuoentuins, mit dem die englische Plutokrcrtie nicht /andern dem sie schlechthin und unbedingt hörig ist. Nedd und Haß aber, die blind machen gegen

ttttNMIlMUMIMIMIIMMUlttlMilllMUUMIINMMIMUIMlMMMMUMlMttM

Vn8vr

Trotz Tarnung durch die UTA.-Flaggc wurde im Indischen Ozean der 766« Tonnen große lanadische Dampfer „Cana­dian Cruiser" versenkt.

Die südenglischc Stadt Swansea war drei Nächte hinter­einander das Ziel starker deutscher Lustangrisse. Italienische Truppen verteidigen auch weiterhin die Oaic Giarabub gegen starke englische Uebermacht.

Die britische Zahlungsbilanz ist mit S Milliarden passiv. Oberst Schracrs und Obcrstlustschutzsiihrer Röhl gaben einen Ersahrungsbcricht über die Abwehr der letzten Bom­benangriff«.

Wenzel"" blanke verabschiedete Krcisschulungsleiter

BremenS Wehrersatzdienststellen sprechen durch die „Bremer Zeitung zu allen Wehrpflichtigen,