Ausgabe 
(15.2.1941) Nr. 46
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Meiner Muiw

partLiamiliche Tageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden Viirgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblat» des Neichsstatttialiers in Oldenburg und vremen

Nr. 46 / 11. Jahrgang

Sonnabend, 15. Lebruar 1941

kinzelpreis 13 Bpf.

die Erfolge unserer llberwasserstreitkräste

visier K70000 VM. Schiffsraum versenkt

Sooo-VNr-ranker im liesslug erledigt — stach in der lgrenaika und auf Malta ...

Zttteezttt List-airseeert

Zum „Tag der Deutschen Polizei"

Von Liener»! äer Lolirei Lnrt Va-Inexe, Ldsk äsr OränunZsxoliLei

Berlin, 14. Februar

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei dem im gestrigen OKW.-Bericht gemeldeten Angriff deutscher Kriegsschiffe aus einen feindlichen Eeleitzug in atlantischen Gewässern wurde ein weiteres bewaff­netes Handelsschiff versenkt. Damit hat sich die Zahl der bei diesem Angriff versenkten Schiffe aus 14 mit rund 8? IM BRT. erhöht. Die im Atlantik und in Uebersee operierenden deutschen Ueberwasserstreitkriifte haben damit bisher rund 876 888 VRT. feindlichen oder dem Feinde nutzbaren Handelsschisssraum versenkt. Hierzu kommen die zahlreichen Schiffsverluste, die der Feind durch Minentresser in Uebersee erlitten hat.

Bei Angriffen gegen kriegswichtige Ziele auf der britischen Insel erzielten Kampfflugzeuge Volltreffer in einem Elektrolytwerk bei Glasgow, sowie in Hafenan­lagen an der schottischen Ostkiiste und in Südostengland. Ostwärts Peterhead wurde ein Geleitzug erfolgreich an­gegriffen und zersprengt. Bombentreffer beschädigten sechs Schiffe schwer. Zwei große Handelsschiffe gerieten in Brand und zeigten Schlagseite.

Ein Kampfflugzeug versenkte in kühnen Tiefangriffen ostwärts Harwich einen Tanker von etwa 8VVV VRT. Das gleiche Kampfflugzeug erzielte außerdem auf einem großen Handelsschiff und auf einem Unterseeboot so schwere Treffer, daß mit ihrem Totalverlust gerechnet werden kann.

Im Mittelmeerraum zerstörten Kampfsliegerkräfte der deutschen Luftwaffe gestern und in der letzten Nacht Hallen, Feldlager und abgestellte Flugzeuge des Feindes aus Flugplätzen in der Cyrenaika. Erfolgreiche Tages­angriffe richteten sich gegen militärische Anlagen aus der Insel Malta.

In der letzten Nacht belegte die Luftwaffe Flugplätze und Industrieanlagen um London sowie an der Themse­mündung wirksam mit Bomben. Der Feind flog in das Reichsgebiet nicht ein.

Jagdflugzeuge vernichteten drei Sperrballone über Dover. Marineartillerie schoß ein feindliches Flugzeug an der norwegischen Küste ab. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Bei dem erfolgreichen Angriff im Seegebiet ostwärts Harwich zeichnete sich die Besatzung des Kampfflugzeuges, Kommandant und Flugzeugführer Oberleutnant Baum­bach, Bombenschütze Unteroffizier Menz, Funker Feld­webel Thieß und Vordschiitze Unteroffizier Ereismühlen besonders aus."

Die Tonnagemenge von 670 000 entspricht etwa 1^ Millionen Eewichtstonnen. Was diese innerhalb von l7 Monaten in Uebersee erlittenen Verluste für die britische Kriegführung, deren Hauptsorge seit langen

Newvork meldel drei Schiftsoerlenkungen

bn. Rom, 15. Februar.

Nach italienischen Meldungen aus Ncwyork ist der britische Frachter „West Wales" (4353 BRT.) aus der Fahrt von England nach den Vereinigten Staaten torpediert worden und gesunken. Versenkt wurde serner nach amerikanischen Nachrichten das britische 2435 BRT. große Schiff „Samt Denis" und der im Solde Englands fahrende dänische Fischer- kutter „Thurid".

Monaten die Lösung des Schiffsraumproblems ist, be- - deuten, zeigt ein Vergleich mit dem Weltkriege.

In den vier Jahren des Weltkrieges wurden von deutschen Seestreitkräften in Uebersee insgesamt 670 000 VRT. vernichtet. Hieran waren deutsche Kriegsschiffe als Handelsstörer — die beiden berühmten „Emden" und „Karlsruhe" — nur im Jahre 1914 beteiligt, wäh­rend im weiteren Verlauf des Krieges ausschließlich Hilfskreuzer als Handelsstörer eingesetzt wurden. Die rege Tätigkeit deutscher Kriegsschiffe in Uebersee hat der englischen Schiffahrt somit in den ersten 1^ Jahren dieses Krieges schon erheblich höhere Verluste beige­bracht als im gesamten Verlauf des Weltkrieges. Das beweist, daß auch auf dem Gebiet der Seekriegführung eine neue Zeit angebrochen ist.

Stößers ronnage-verluste knglands unabwendbar

Stockholm, 14. Februar.

Nach dem Londoner Eigenbericht einer bekannten schwe­dischen Zeitung macht sich in der Londoner Presse eine starke Unzufriedenheit über den englischen Schissahrtsminister Croß geltend. Die „Daily Mail" schreibt am Donnerstag u. a.. daß Croß nicht der Mann sei. um die sür England lebenswich­tige Versorgungssrage zu lösen. Das Schiftahrtsministerium benötige als Chef einen Mann, der sich als kühner Admini­strator bereits einen Namen gemacht habe und auch die Schiffahrt in allen Einzelheiten beherrsche. „Unsere Schiss- sahri ist nicht wirkungsvoll genug ausgenutzt", erklärte das Blatt, „es herrscht dort Unordnung und. Wirr­warr", besonders in der Frage der Ladungen und der Lenkung der zur Verfügung stehenden Tonnage." Es könne auch keine wirkliche Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Departements, dem Handels- und Ernährungsmini­sterium Zustandekommen. Vielfach werde die Tonnage in der Küstenschiffahrt verschleudert. Wenn ein 10 Vüü-BRT.-Dampfer im Hasen drei Wochen statt einer aufgehalten werde, so bedeute das für das Land einen Verlust von 10 vvv BRT. für 14 Tage. Aus Grund derartiger Verspätungen ergäben sich gewaltige Verluste, die das Blatt auf lö« ««« BRT. im Monatsdurchschnitt beziffert.

Zerstörer gegen Schlachtschiffe!

Newhork, 14. Februar.

Das Schachcrgcschäft zwischen England und den USA. blüht. Die täglich wachsend- britische SchijfSraumnot hat für den Freund jenseits des Ozeans eine günstige Konjunktur geschossen. London versucht um jeden Preis seine lahme Han- dclsschissahrt wieder aus die Beine zu bringen. Nachdem die Vereinigten Staaten bereits den sür sie in Frage kommenden britischen Kolonialbesitz gegen abgelegte Zerstörer und Frachter in die Tasche gesteckt haben, soll sich. wie INT. meldet, Rooscvelt mit dem Gedanken tragen, weitere 75 veraltete Zer­störer und 1V leichte Kreuzer an, England abzutreten.

Die Schiff-, die man in den USA. bereits zum alten Eisen

Deutschland habe, so heißt es weiter in der „Daily Mail", zahlreiche U-Boote gebaut und werde damit gewaltige An­strengungen gegen England unternehmen.

In den letzten sechs Wochen sei die Ziffer sür die briti­schen Tonnagevcrluste niedriger gewesen; aber das dürste aus die Dauer, nicht der Fall sein. Das Blatt schileßt seine Aussührungen mit dem ahnungsvollen Hinweis: „Wir müssen uns aus größere Verluste vorbereiten".

Line kleine Seööchlnisffilie

äul). Berlin, 14. Februar.

Die Unzuverlässigkeit der amtlichen englischen Kriegsberichte erstreckt sich nicht nur aus größer« kriegerische Ereignisse wie die Vernichtung und Zersprengung der großen Geleitzüg« am 9 und 13. Februar durch Streitkrästc der deutschen Kriegs­marine und Luftwaffe, sondern ist bei jedem einzelnen Kampsvorgang festzustellen. So meldet der amtliche Bericht der RAF. aus Kairo, daß alle am 12. Februar eingesetzten britischen Maschinen im Mittelmeerraum und auf dem nvrd- afrikanischen Kriegsschauplatz ohne Verluste in ihre Absprung- hüfen zurückgekehrt seien.

Hier unterschlägt der Bericht den Abschuß von drei Huri- cane-Jagdmaschinen durch deutsche Luftstreitkräfte, die am 12. Februar Malta angriffen. 11m dem Gedächtnis der RAF. nachzuhelfen, kann von deutscher Seite noch ergänzend mit­geteilt werden, daß diese drei abgeschossenen Hurricane-Ma- schinen zu einem Verband von zwölf englischen Jagdflug­zeugen gehörten, die zur Bekämpfung der angreifenden deut­schen Luftstreitkräste ausgestiegen waren.

stngriffe aus Keitt und Schottland

div. Stockholm, 14. Februar.

Das Londoner Lustfahrtministerium gab am Freitagabend bekannt, daß im Laufe des Tages einzelne deutsche Flugzeuge Nordostschottland und Kent angegriffen haben. Das Luftfahrt­ministerium teilt weiter mit, daß die Zahl der Opfer aus Grund der deutschen Bomben in der Nacht zum Freitag in London größer gewesen sei, als zunächst angenommen wurde. Ebenso seien die Schäden und Opfer in Schottland bemerkens­wert.

geworfen hat, wären, wie die amerikanische Telegraphen­agentur ankündigt, immer noch gut genug für Konvoidicnstc und Kampfhandlungen im Aermelkanal und im Mittelmeer. Die USA. seien bereit, die Zerstörer gegen moderne englische Schlachtschiffe, wie beispielsweise den „King George", einzu­tauschen. —

Der Auswärtige Ausschuß des USA.-Senats hat inzwischen das Roosevelt-Gesctz in der abgeänderten Fassung mit 15:8 Stimmen angenommen. Die Debatte im Plenum des Senats, die danach beginnen soll, wird auf höchstens 14 Tage begrenzt bleiben. Änätor Austin, der zwcitwichtigste Mann der Re­publikaner im Senat, verlangte, daß sich England sür die geleistet« Hilfe verpflichten müsse, seine Politik nur in Zu­sammenarbeit mit den Vereinigten Staaten zu treiben.

stuf dem vergliof empfangen

der jugoslawische Ministerpräsident und sein flußenminister beim sichrer

änb. Salzburg, 14. Februar.

Der Führer empfing am Freitag in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Rib- bentrop den königlich jugoslawischen Ministerpräsidenten Zwetkowitsch und den königlich jugosla­wischen Außenminister Cincar-Markowitsch auf dem Berghos. Die Besprechungen über gemeinsam interessierende Fragen wurden im Geiste der traditionellen sreundschastlichen Beziehungen der bei­den Nationen geführt.

die kachedrolzung der Machtlosen

Keine tkance für knglond mehr — framos kntscheidung ist gefallen — der letzte stkt dieses Krieges

6. S. Berlin, 14. Februar.

olg der deutschen Ueberwaff-rstreitkräst- gegen Eng-

eitziiae wird aus der im OKW.-Bericht verossent- samtverscnkungszifser von «70 v»0 -ERT- erpchtl^. der Eindruck der Zersprengung eines ganzen Ge- durch deutsche Kriegsschiffe, die Vernichtung von ladencn Handelsschiffen mit über 82 0 «« BRT. m t aeweicn ist zeigt die Reaktion der Newhorler die deutschen Meldungen groß h°r->usbr>ng . wo-

L'LrZ'LLS«

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>as über -inen Angriff auf einen br.tffch n Konvoi ischen Oczcan erfahren habe, da« .!°doch ke,ne1.i -eMgbar seien". Hierin spiegelt u-h di- S'fflos S über der Wirkung des deutzchen schlag-s Wider, n Verlauf der bislzerigen Detmtte üb°r das Eng­esetz in Washington geht eins klar hervor die U^A.

oßbritannien im Grunde

mehr. Das hindert natürlich Churchill um, , letzten Moment in seinem zerstoreriichen Amokla f e Ls gespannten Empire einzusetzen und auch 's jedes Druckmittel zu °«r'uch«v um d.e chm Galgenfrist noch hinauszuzögern Daß , Wahrscheinlichkeit des Z u s ° m m^b r u ch s mtanniens rechnen, besagt stg„rck>ill er-

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mlaßt gesehen hat der Deutschland

-tz d,e englische m Meldung der „Daily

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Churchills mitgebracht. bburchills eigener Mei- h vorübergehende und nach ^ur? Gewicht

die Kriegsentscheidung letzten Endes mcht ms

fallende Erfolge das gesunkene und ramponierte Prestige des die USA. um Hilfe und Rettung anflehenden britischen Welt­reichs nicht haben wiederherstellen können, setzt jetzt in der Nervosität der Verzweiflung die brutale Drohung, die Racheankündigung sür den Fall eines britischen Sieges ein. Eden mußte in Churchills Austrag derartige Verzweiflungs­tonren europäischen Neutralen gegenüber reiten. Eng­land hat diesen Krieg entfesselt durch die Hingabe der Blanko- Hilssversprcchen an Polen. Nach der Vernichtung Polens hat England weiter versucht, den ganzen Südosten mit Garantie- versprechungen in Brand zu setzen, ohne in der Lage zu sein, diese Garantien zur Wirkung zu bringen. Rumänien hat die Folgen einer verfehlten Englandpolitik schmerzlich hinnehmen müssen und ist erst mit seinem Einschwenken aus die Linie der Politik der Achsenmächte zu der Möglichkeit der Wiedergewin­nung der Basis seines Neuaufbaues gekommen; im ganzen aber steht bis aus Griechenland, dem letzten Satrapen Englands in Europa, der gesamte Kontinent nach der Niederwersnng Frankreichs, Belgiens und Hollands unter dem Gesetz der Neu­ordnung Europas.

An dieser klaren Linie der Befriedung und der Befreiung von den tyrannischen Einflüssen Englands hat Churchill in keiner Weise zu rütteln vermocht. Er hat zwar unter Aus­nutzung seiner zusammengeraubten Stützpunkte und der Ver­nichtung jeder Freiheit der Meer« den Versuch gemacht, ganz Europa unter den Zwang der Hungerblockade zu bringen; aber er hat. wie das Beispiel Spaniens zeigt, auch damit nicht erreicht, das Gesetz der europäischen Solidarität zu sprengen. Franco hat sich bei seinem Besuch bei Musso­lini klar zu dem neuen Europa und seinem künftigen Weg des Ausbaus bekannt. Es wirkt geradezu grotesk, wenn die Briten den Versuch machen, in einer zweiten sehr dunklen und ncbuloscn Andeutung des deutschen Erfolgs gegen den britischen Geleit,ug anzudeuten, daß über die Vernichtung englischen Schiffsraums durch die deutschen Seestreitkräfte die Möglichkeit einer Versorgung Spaniens erschwert würde. Zu­nächst wider alles Völkerrecht die leicht mögliche Zusatzver-

sorgung eines Landes unterbinden, dann aber erfolgreiche An­griffe auf die Versorgungslinien der britischen Insel damit in Zusammenhang bringen, ob diese Erfolge mit dem völker­rechtswidrigen Beginnen Großbritanniens irgendwelche Ver­bindung hätten, ist wieder einmal ein Beweis der verzweifel­ten Lügen- und Verdrchungsmcthode Churchills; die aber vor der Welt heute nicht mehr verfängt. Das ist den Briten jetzt klar geworden, darum haben sie Drokungen an die Adresse neutraler Länder in Europa ausstoßcn lassen. Englands Ein­fluß in Europa ist z u E n d e. Es kämpft nur noch verzweifelt den letzten Akt dieses Krieges, den es selbst vom Zaun ge­brochen hat.

Auch alle P re st i g e - O s fe n s i v e n wie die in den afrikanischen Wüsten, deren lokaler Erfolg im einzelnen nicht verkleinert werden soll, können an dem Schicksal Englands unter dem doppelten Würgegriff der deutschen Kriegs­marine und Luftwasse, dem allein schon England selbst und die USA. die Möglichkeit tödlicher Wirkung zuschreiben, nichts ändern. Diese Feststellung hat auch in interessanter Weife ein französischer Offizier in einem Artikel über „Die wahre Bedeutung des englischen Feldzuges in Afrika" in der Zeitung „L'Essort" .näher erläutert. Er kommt u. a. zu den folgenden Schlüssen: Der strategisch« Vorteil der Besetzung einer ungeheuren Wüste von AM Kilo- meter Länge und SVOO Kilometer Tiefe sei nicht zu erkennen. Städte wir Bardia seien in Wirklichkeit Dörfer von AM bis 3iM Seelen. Die Einnahme solcher Ortschaften könne taktisches Jntercye haben; sei aber nicht von strategischen Wert. Die paffive Seite dieser Prestigeaktionen in Airika sei viel inter- estanter. England habe mindestens mit den hinter der Front ,u leistenden Diensten gerechnet KM» lM Mann einsetzen müssen, weiter «0 Kriegsschiffe und 15« Handelsschiffe. Diese militärische Macht habe England anderswo, bitter notwendig gehabt. Die militärische Kriegskunst bestelw in der strengen Oekvnomre der Kräfte. England habe gegenteilig gehandelt. Aus agitatorischen Gründen habe die Londoner Regierung sich einen Lurus ohnegleichen geleistet und Kräfte verlegt, die nach den Gesetzen der elementarsten militärischen Klugheit für andere Ausgaben hätten verwandt werden müssen.

Der gegenwärtige Entscheidungskamps unseres Reiches weist gegenüber allen früheren Kriegen 'grundsätzliche Unterschiede aus. Einer der sichtbarsten ist, daß in diesem großen Entschei­dungskamps hinter der kämpsendcn Front von Stahl und Eisen nicht eine weiche und pflichtvergessene Etappe, sondern der stahlharte Wille des ganzen Volkes steht. Es gibt diesseits und jenseits der Erenzpfähle überhaupt nur eine einzige Front. Unsere kämpsende Wehrmacht und die kampfbereite Heimat steht unter den gleichen Gesetzen letzter Pslichtersüllung.

An dieser einzigen großen Front hat auch die Polizei um­fassende und große Ausgaben, die in der Oesfentlichkeit bisher nur wenig genannt wurden, ersüllt und weiter zu erfüllen. Viele. Gesallene und Verwundete an allen Einsatzstellcn der Ordnungspolizei sind Beweise der letzten Pslichtersüllung.

Zum aktiven Bestand der OrdnungsPolizei gehören die Schutzpolizei, die Gendarmerie, die Gemeindepolizei, die Wasserschutzpolizei und die Feuerschutzpolizei. Als Hilsspolizei- sormationen bereits vor dem Kriege übernommen, organisiert und, soweit schon vorhanden, zusätzlich ausgebildet, ausge­rüstet und unisormiert, die gesamten Freiwilligen Feuerwehren des Reiches und die Technische Nothilfe.

Dieser Block der aktiven und hilsspolizeilichen Kräfte der Ordnungspolizei reichte zu Beginn deS Krieges allein sür alle zunächst zu übersehenden Kriegsausgaben nicht aus, um so mehr nicht, als von vornherein die Anforderungen der Wehrmacht ersüllt werden mußten. So wurden fast die ge­samten, aus ihrem Streifendienst aus dem stachen Lande und auf den Reichsautobahnen bekannten motorisierten Gendarme­rickompanien mit voller Ausrüstung, Bewaffnung, voll mo­torisiert als Feldgendarmerieabteilungen und Ieldgsndarme- rietrupps mit allen Offizieren und Unterführern an das Heer abgegeben. Es solgte eine große Zahl von weiteren Offizieren und Unterführern zum Truppendienst in allen Wehrmachtteilcn. Es wurden weiter ausgestellt und zum Teil mit den entsprechenden Motorbooten an die Marine abgegeben die Marineküstenpolizeieinheiten. Es wurden ein­gezogen aus den Freiwilligen Feuerwehren alle jungen, ge­dienten und später auch ungedienten Kräfte. Waren das aus dem aktiven Bestände die ersten vor Beginn des Krieges bereits festgelegten Abgaben, so folgten diesen ersten Abgaben fortlaufend weitere.

Als größte Kriegsauszeichnung der Ordnungspolizei erfolgte dann die vom Führer befohlene Ausstellung einer aktiven Di­vision sür das Heer, der jj-Polizeidivision.

Für die vor dem Kriege zu übersehenden Aufgaben der Ordnungspolizei im Kriegsfalle war unter Berücksichtigung der ersten Abgaben an die Wehrmacht bereits vorbereitet, polizeilich und militärisch aber noch nicht fertig ausgebildet, der große Block der Polizeireserve, der zunächst vorgesehen war sür die Ausgaben des Ortsschutzes, sür die Ausfüllung der entstandenen Lücken in dem aktiven Bestand der Polizei und zur Erfüllung neu hinzugekommen«« Kriegsaufgaben, w!e Preisüberwachung, verstärktes Erfassungswesen und andere.

Als weitere zusätzliche Aufgabe kam die Vollendung der Ausstellung und Ausbildung des Sicherheit?- und Hilfsdienstes. Bei den Freiwilligen Feuerwehren und ihrem Einsatz muß hier noch hervorgehoben werden die Ausbildung besonderer Nachwuchssormationen aus den Reihen der Hitlerjugend. Auch das N«KK. stellte für Verkehrsregelung?- und Vcrkehrsübsr- wachungsalifgaben motorisierte Kompanien und Bereitschaften in voller Ausrüstung und mit allem Gerät.

Durch Umorganisation und Ergänzung aus der Polizei- reserve, deren Männer militärisch ausgebildet sich in der Heimat beim praktischen Dienst die notwendigen polizeilichen Erfahrungen angeeignet hatten, wurden aktive Polizeibataillone teils motorisiert, ausgestellt, ausgebildet und eingesetzt. Sie rückten zusammen mit den Armeen in Polen unter dem Befehl der Heeresführung in Feindesland ein. Was hierbei besonders anerkannt werden muß, ist die Tatsache, daß nicht nur jüngere Polizeireservemänner in den Bataillonen ihren Dienst taten sondern auch eine sehr große Zahl älterer, dar­unter viel Wcltkriegsteilnehmcr, an der Brust das EK. I und das silberne Verwundetenabzeichen.

Die Tätigkeit dieser Bataillone bestand hauptsächlich in der Durchkämmung und Sicherung des von der Wehrmacht er­oberten Landes, bestand in der rücksichtslosen Bekämpsung des von dem polnischen Verbrechertum organisierten Hecken- schützenkricges. Bei dem unaufhaltsamen Vorwärtsstürmen der Armeen hatten auch die Formationen der Ordnungspoli­zei zahlreiche und schwere Feucrgesechte zu bestehen. Hier siel auch im Kamps mit polnischen Truppen der Generalmajor der Ordnnngspolizei Rocttig mit seinem Kraftfahrer, nach­dem er kurz vorher noch dem Führer den Einsatz der ihm unterstellten Einheiten der Ordnungspolizci bei Radom hatte melden können.

nien und Galizien, in der Bukowina und in der Dobrutscha erging, hat die Ordnungspolizei in kameradschaftlicher Zu­sammenarbeit mit der ff, als der für die Rückführung be­auftragten Stelle, tatkräftig mitgearbeitet. Zchntauscnde von Volksgenozscn wurden in die Heimat zurückgeführt Der hier­für notwendige Nachrichtendienst lag verantwortlich in den Händen der Ordnungspolizci, der Rücksicdler-Transport in die Heimat von der Urbernahmcstclle an der Grenze bis zum ersten Auffanglager war gleichfalls ihre Aufgabe.

Der Einsatz in Norwegen und Holland ergab andere Auf­gaben wie in Polen, denn hier standen uns andere Menschen gegenüber. Die Tätigkeit erstreckt sich in Norwegen vor allem auf die Grenzbcwachung, und, wie in Holland, weiter auf Bewachung kriegswichtiger Anlagen und aus Polizeieinsatz bei besonderen Anlässen. Schon bei der Besetzung Narviks waren Wasserschutzpolizeikräfte (Marineküstenpolizei) eingesetzt und haben hier der Ordnungspolizci alle Ehre gemacht.

Im Westen Wunde die Ordnuugspolizei sür die notwendigen Bewachung?- und Verkehrsregelungsaiffgaben im Gebiet des

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Der Führer empfing auf dem B-rghof den jugoslawischen Ministerpraildcnten und seinen Außenminister.

vernichteten bisher insgesamt

070 000 BNT. Schiffsraum.

Der italienische Wehrmachtsbcricht meldet die Gcfanacn- nahme semdlichcr Fallschirmjäger in Kalabricn.

Ueber den Erfolg der deutschen Kampsvcrbände in der «trage von «ucz liegen Einzclschilderungen vor. Rcichskommissar Wagner sprach über die Bedeutung der Preisüberwachung im Kriege. ^

Tr. Sey gibt weitere Richtlinien zur Durchführung der allgemeinen Altersversorgung. ^

Zum Tag der Deutschen Polizei" führt der Rundfunk heute von 1« bis 18 Uhr eine große Rcichsscndung durch.