Ausgabe 
(14.2.1941) Nr. 45
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vreMrAttM

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsbiatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjanlestadt Vremcn

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der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr.45 / I I.Mrgang

Freitag, 14. Februar 1S41

Linzelpreis 15 Npf.

stuf einen Schlag 1Z Schiffe versenkt

vritischer Velechug völlig zersprengt

öroße Überseedampfer mit Waffen im fftlantik westlich Portugals aus den Meßtesboden geschickt

krsolge auch am Suezkanal

Berlin, 13. Februar

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Fortsetzung der vernichtenden Schläge, die von Unterseeboote,» und Fernkampfflugzeugen dem britischen Eeleitzugsystem westlich von Portugal in den letzten Tagen zugefügt wurden, haben, wie bereits durch Son- dermeldung bekanntgegeben, in den atlantischen Ge­wässern operierende deutsche Kriegsschiffe einen großen feindlichen Eeleitzug angegriffen. Es gelang, 13 bewass- nete feindliche Handelsschiffe zu versenken, darunter mehrere große lleberseedampser, die mit Kriegsmaterial für England voll beladen waren. Durch den Angriff wurde der Eeleitzug zersprengt.

Bei Angriffen gegen militärische Ziele an der Thrmse- und Humber-Mündung erzielten Kampfflugzeuge Bom­bentreffer in einer Werft und in Feldbefestigungs­anlagen. Bewaffnete Aufklärungsflugzeuge griffen mit gutem Erfolg ein Handelsschiff an der Nordküste Schott- lands und ein Vorpostenboot an der englischen Südost­küste an.

Fernkampfartillerie des Heeres beschoß am Tage und in der letzten Nacht kriegswichtige Ziele in Siidosteng- land.

2n der nördlichen Cyrenaika erzielte die deutsche Luft­waffe Bombentreffer schweren Kalibers in britischen Truppenlagern und militärischen Anlagen. Aus einem Flugplatz bei Venghafi trafen Bomben abgestellt« Flug­zeuge. Kraftwagenkolonnen wurden durch MG.-Feuer und Bombenwurf zersprengt. Kampfflugzeuge griffen den Flugplatz Luca auf der Insel Malta erfolgreich an. Bei Lustkiimpsen über der Insel verlor der Feind drei Flug­zeuge vom Muster Hurrikane.

Seit Mitte Januar richteten sich verschiedene erfolg­reiche Luftangriffe deutscher Kampsverbände gegen den Suezkanql. Bei diesen kiihken Angrisfsunternehmungen der deutschen Luftwaffe wurden Bombentreffer an den Kanaleinschnitten, an Gleisanlagen und Hafeneinrich­tungen erzielt. Wie bereits gemeldet, stellte die Luft­aufklärung außerdem zwei gesunkene Handelsschisse mitten in der Fahrtrinne als Ergebnis des Kampf­einsatzes seit. Die Luftbildauswertung ergab gleichzeitig bedeutende Schisfsansammlungen nördlich und südlich der Lperrftellen. Die auf Grund gelaufenen Schiffe haben demnach zu schweren Stockungen im Schiffsverkehr durch den Kanal geführt. ^ ^

Ein Unterseebootsjäger schoß gestern an der atlan­tischen Küste ein britischem Bombenflugzeug nach er,olg- losem Bombenabwurf ab. ^ .

Der Feind flog in der letzten Nacht weder ,n das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein.«

Ein Minensuchboot hat an der atlantischen Küste den Angriff eines feindlichen Unterseebotes durch geschicktes 'Ausweichen vor drei Torpedolaufbahnen vereitelt und das mit Wasserbomben bekämpft.

London die Sprache verschlagen

kv. Stockholm, 13. FebrüK

Die Nachricht von der Versenkung der 13 bewaffneten Schisse durch deutsche S-estreltkriiste hat in London d>° Wir­kung eines Donnerschlagcs gehabt. Sie b^^e gerade in die Diskussionen über den Einsatz deutscher Langstreckenbomber gegen die Versorgungswege der britischen Jnseln hineln.

Die britische Admikalität ist. Wie be, i-»» d-r°rt'gen Ge­legenheit, zunächst noch vollkommen stumm, «nfchnnend be­reitet man in aller Still- erst eines der Lbl.chn Lügen- manöver vor. In der Presse sind bereits S'nw-'s- «schie­nen. das das ganze G-leitzugshst-m n'chts m-hr tauge und

daß vor allem die Angriff- deutscher Langstreckenbomber - n- neuartige Kampsmethode darstellen, durch d>° sich Deutsch­land einen beträchtlichen Vorsprung gesichert habe.

Sorgenvolle vetrachiungen derLimes

Genf. 13. Februar.

Die LondonerTimes" veröffentlicht unter der Ueberschrrst Die Versenkungskurve" «nen Artikel, de Eingeständnisse über die bedrohlichen Auswirkungen des

scher» Handelskrieges für die englische Schiffahrt enthält: Woche um Woche veröffentlicht die Admiralität Zahlen über den HandelsschissKraum, den der Feind in seiner totalen Kriegssührung zur See zerstört hat. Aus den ersten Blick scheint die Versenkungskurve ermutigend zu fein, denn sie ist jetzt drei Monate hindurch ständig zurückgegangen, und der Rückgang im Januar ist stärker, als sich aus der graphi­schen Darstellung ergibt, da die Januarzisser sich aus die Schiffsverluste von fünf Wochen bezieht gegenüber den vier Wochen eines jeden vorangegangenen Monats. Doch sollten hieraus keine zu optimistischen Schlüsse gezogen werden. Denn es gibt noch andere Gesichtspunkte, die berücksichtigt werden müssen. Unser Marinekorrespondent weist darauf hin, daß U-Boote naturgemäß in den Stürmen und während der kur­zen Tage eines nordatlantischen Winters eine geringere Lei­stung auszuweisen haben, so daß ein Rückgang der Gesamt­zahl der Versenkungen in dieser Jahreszeit nicht notwendi­gerweise auf eine verbesserte Abwehr hinweist. Außerdem macht der Feind heute bei seinen Angriffen auf die Schiff­fahrt mehr und mehr Gebrauch von Langstrcckenflugzeugen, die es ihm ermöglichen, in viel größeren Entferungen vom

Vereinigten Königreich als früher großen Schaden anzurich­ten. Die Verfügung über das besetzte Frankreich ist natürlich ein Hauptsaktor in dieser Entwicklung. Erst vor zwei Tagen sprach der deutsche Rundfunk von einem Lustangriss aus einen Geleitzug westlich der portugiesischen Küste. Es muß auch in Betracht gezogen werden, daß die Zahlen von heule nicht ohne weiteres mit denen von 1SI7/18 verglichen wer­den können, denn der Gesamtbetrag des verfügbaren Schiffs­raumes ist heute kleiner, als er damals war. Die Strecken für die im Handelsverkehr und für Kriegszwecke verwendeten Schiffe sind länger, und es kann Wohl sein, daß die militä­rischen Expeditionen in Uebersse mehr Schiffsraum verschlin­gen. Diese Einzelheiten sind nur denjenigen genau bekannt, deren Pflicht es ist, die Leitung der Geschäfte zu besorgen.

Aber alle Anzeichen scheinen daraus hinzudeuten, daß wir heute in der Schiffahrt weniger Spielraum haben als im letz­ten Krieg. Der Schissahrtsministcr hat uns letzte Woche dar­aus hingewiesen, daß wir für das kommende Jahr mit Han­delsschiffsverlusten rechnen müßen, die größer sind als die Neubauten. Jedenfalls müßen wir daraus vorbereitet, sein, daß die Vcrsenkungskurd« mit dem Langwerden der Tage und dem Abflauen der Wintcrstürme wieder ansteigt.

Vo steckt die stome FleeU

Selzeimnisoolles Kommunique aus London

kv. Stockholm, 13. Februar.

Die englische Admiralität verkündet, daß ein Teil der koms-kiest einenSonderauftrag im Nordatlantik" erfolg­reich beendet habe. Ob es sich um die Ueberführung der größ­ten Schisse nach Kanada oder um einen anderen Umzug ge­handelt hat, wird nicht gesagt. Aus jeden Fall liegt ein Manöver vor, das fern von den feindlichen Küsten vor sich ging, denn die Engländer selber erklären, daß feindliche Streitkräste nicht gesichtet worden seien. Es habe einen kri­tischen Augenblick gegeben, als in der Nacht ein Schatten aufgetaucht sei, gegen den sich die Geschütze gerichtet hätten. Aber hinterdrein habe sich herausgestellt, daß dies ein eng­lischer Hilfskreuzer gewesen' sei. Diese in dem Admirali- tätskominuniqus ausgeführteBetätigung" der kows-klsst soll anscheinend der englischen Oefsentlichkeit und der Umwelt Kenntnis davon geben, daß sie noch vorhanden ist, nachdem

sie von Churchill bisher fernab von U-Booten und Flugzeu­gen verborgen worden war. ,

Lruppenlransporter.Srford" versenkt

Newhork, 13. Februar

Newhorker Marinekrelsen zufolge wurde der britische Dampfer Oxford" (2« 043 BRT.) durch feindliche Aktion versenkt. Der Dampfer, der als Truppentransporter im Dienst stand, wurde 1828 erbaut. Er war in Ostasien eingesetzt. Wie Associated Preß weiter meldet, ist den gleichen Kreisen zufolge der eng­lisch- Küst-nfracht-rSau Carlos" (2395 BRT.) versenkt worden.

Wie Associated Preß aus Boston meldet, ist der Britcn- frachterKervegan" (2818 BRT.) nach mehrtägiger Such« durch USA.-Küstenwachschisse ausgegeben worden.

Längere stussprache taudillo-Vuce

Sonera! sranco und Innenminister Sunee in Italien Hbereinstimmuno in allen fragen festgestellt

' » Rom, 13. Februar.

Zu einem Tressen mit dem Duce in Bordighcra traf der Caudillo am II. Februar in Italien ein. Er war begleitet von Außenminister Serrano Suner. dem Ch-s des Militär­kabinetts General Moscardo. und dem Unterstaatsselretär für Presse und Propaganda, Antonio Todar, sowie anderen spanischen Persönlichkeiten.

Der Caudillo wurde um 20 Uhr an der italienischen Grenze von einer italienischen Sonderabordnung empfangen, wobei eine Abteilung von Grenzwachttruppen die militärischen Ehren erwies. Die Bevölkerung bereitete längs der Straße bis Bordigherä einen festlichen Empfang und begrüßte die Gäste mit den RufenArriba Espagna!" undVivat Francol . In Bordigherä entbot in der Villa Regina Margherita, die dem Gast zur Verfügung gestellt worden war, der Duce granco sein herzliches Willkommen. Der Caudillo schritt in Begleitung des Duce die Front der Ehrenkompanie des zweiten Grenadier-Regiments sowie einer Abteilung des 88. Infanterie- Regiments ab.

Um 12. Februar begab sich der Caudillo in Begleitung von Minister Serrano Suner um 18 Uhr zum Duce. Der Duce der Caudillo und Minister Serrano Suner blieben im Gespräch bis 13.38 Uhr zusammen. Nach Beendigung der Unterredung gab der Duce in der Villa, in der er wohnte, dem Caudillo ein Frühstück, zu dem auch Exzellenz Serrano Suner, General Moscardo, Exzellenz Tovar sowie weitere Persönlichkeiten zugezogen waren. ^ ^ ^

Am Nachmittag haben sich der Caudillo und der Duce mit ihrer Begleitung in eine Villa am Meer in der Gegend von Grimaldi bei Dentimiglia begeben, um dort ihre Besprechun­gen von 18 bis 19.38 Uhr fortzusetzen. Abends nahmen der Caudillo, Exzellenz Serrano Suner und andere Persönlich­

keiten der Begleitung an einem vom Duce gegebenen Abend­essen teil.

Donnerstag vormittag hat sich der Duce in die VillaRe­gina Margherita" begeben, um sich von seinem Gast zu ver­abschieden. Der Abschied war sehr herzlich. Dem Caudillo wurden beim Verlassen Italiens dieselben militärischen Ehren­bezeugungen erwiesen, mit denen er empfangen worden war.

Ueber die Aussprache wird in Rom folgende amtliche Ver­lautbarung herausgegeben:In den Unterredungen, die am Morgen und am Nachmittag des 12. Februar in Bordighcra zwischen dem Duce, dem Caudillo und dem Außenminister Serrano Suner stattgesunden haben, wurde die Uebereinstim­mung der Ansichten der italienischen und spanischen Regie­rung über die Probleme europäischer Bedeutung sowie über die im gegenwärtigen geschichtlichen Augenblick die beiden Länder interessierenden Fragen festgestellt.

Madrid, 13, Februar,

Von spanischer Seite wurde über die Zusammenkunft zwi­schen dem Caudillo und dem Duce ein der italienischen Ver­lautbarung entsprechendes Kommunique veröffentlicht. Die spanische EFE.-Ägentur teilt zur Reise der spanischen Politi­ker mit, daß sie am Montag in den frühen Morgenstunden Madrid im Kraftwagen verließen und in einem kleinen Ort in der Provinz Gerona übernachteten. Am Tienstagvormittag wurde französisches Gebiet bei Le Perthus erreicht. Die spanischen Politiker wurden unter den Klängen der spani­schen und der iranzösischen Hymnen van den iranzösischen Behörden empfangen. Sie machten in Arles eine Mittags­pause und setzten dann die Fahrt zur italienischen Grenze fort. Während der ganzen Fahrt durch das französische Ge­biet brachte die Bevölkerung ihren Respekt und i'

sür den Caudillo zum Ausdruck.

- ihre Sympathie

wir wissen auch so Vescheiö, Mr. Lsturchi»!

oimrelie Mitteilung der britischen kriegsriele erneut verweigert

Berlin, 13. Februar.

s der Führer am 30. Januar im Berliner SP^^P ^ ^ deutsche Programm S-sch'ch«'A^^ Welt sür

e und als ferne Hauptpunkte ^ ick v » Brechung der Brechung der Vorrechte °u ''"-s^^ell°n Machth°b°r mnei gewißcr Volker und ihr« s Z Herzen. Das chnete, da sprach -r j-d-m»! und nun erleben wir schc Volk weiß, wofür es lamp un^ Mischen Politik,

LAerkrV'L^

1ich'össe°ntlich^«t.'L° englischen Kriegs,i-l- ,« »endliche Opfer verlangt ^^1mtückffch"n Lnftangrfffe

Engländer, er, d« durch seine Vergeltung heran, -

Teutschlands Ziv, bevolkerung °-e dem englischcn Volk ,°r. aber ek ist nich d« A'drchmach°n soll. Als wofür es diese^LeideE^ die Regierung

>en Ich

°n. wofür es diese die Regierung

ittwoch im Unterhaus gefragt ^ Poetik bekannt zu sei, das Parlament mit >8 - englischen

- bevor in den USA- Erklärungen über^o^^g ' ^

siele abgegeben wurden, . . Versicherung hin- ewiß nicht dem Unterhaus "«rüdem griegsziele abge- > von Erklärungen geben, die Zu­

geben weiden können. Erklärungen über die britische Politik werden von den Ministern Seiner Majestät bei solchen Gele­genheiten gegeben werden, die dem öffentlichen Interesse ge­mäß erscheinen."

Das ist immerhin höchst interessant, daß es Mister Churchill nicht dem öffentlichen Interesse gemäß" erscheint. Englands Kriegszielc auszudecken. Er möcht- sein Volk und die Welt weiter darüber offiziell im Dunkeln laßen. Verständlich fin­den wir das schon, denn eine offizielle Bekanntgabe der briti­schen Kriegszielc würde angesichts der verzweifelten Lage des Raubstaates Britannien in der ganzen Welt ein homerisches Gelächter verursachen.

Im übrigen ist es auch wirklich nicht nötig, in dem Augen­blick, da der Krieg gegen England erst richtig beginnt, noch offiziell von der Plattform des Unterhauses all das zu wieder­holen, was wir längst wissen. In Deutschland weiß jedes Kind. weshalb uns England diesen Krieg erklärt hat. Wir und die gesamte Welt wissen es aus unzähligen Aeußerungen englischer Politiker und englischer Zeitungen. Wir wissen, daß uns ein Ueber-Veisailles zugedacht ist, daß man Deutsch­land zerstückeln, knechten und aushungern möcht«, daß ganz Europa den britischen Beherrschungsplänen dienstbar gemacht, daß die Bevormundung und Ausbeutung aller kleineren Völ­ker der Welt ihren Fortgang nehmen soll, daß dies alles

zum Nutzen einer dünnen plutokratischen Clique geschieht, die ihr üppiges Drohnendasein in herrlichen Schlössern und bei hohen Dividenden weiterführen will. während den arbei­tenden Schichten jegliche soziale Fürsorge, jede Vorsorge sür Alter und Krankl>«it versagt bleibt. Wir wissen auch, daß nicht zuletzt die hungrig« Meute des internationalen Juden­tums jene Barmat und Kutisker darauf wartet, durch Englands Wohlwollen ihre Ausplünderung Deutschlands wiederausnehmen zu können. Mister Churchill braucht uns das alles nicht noch einmal zu erzählen. Wir wissen, baß wir zum Lebenskampf angetreten sind, wir wissen aber auch daß Englands und der Plutokratie Niederlage noch in diesem Jahr entschieden wird.

*

Eine ErttSrung Winston Churchills verzeichnet aus die Frage, ob mit der Regierung Nordamerikas bereits Be­sprechungen über die Friedensziele stattgesunden hätten- Man Hot in den Vereinigten Staaten einen so vollkommenen Begriff von dem, wofür wir kämpfen, und von dem, was wir verteidigen, daß ich mich nicht einer Gelegenheit er­innern kann, wo jemals die Frage der Friedensziele von irgendeinem Vertreter der amerikanischen Regierung, den ich getroffen oder mit dem ich korrespondiert habe, erwähnt wurde." Auch eine Antwort! tz.

Von

Helmut 8nnckvmunnn

Den Menschenrechten ziehe ich die Rechte der Englän­der vor" diese gewiß eindeutige Feststellung des in England so hochgeschätzten jüdischen Premierministers Disraeli hindert seine Nachfahren nicht daran, in jeder ihrer zahllosen Reden, mit denen sie sich den Winter verkürzen, als Grund für ihren Krieg gegen Deutsch­land hervorzuheben, daß es einKampf für die Men- jchenrechte" sei, den das britische Empire führe.

Der AusdruckMenscheurechte" scheint ihnen allge­mein genug zu sein, um ihn gebrauchen zu können, ohne sich für die Zeit nach dem Kriege zu irgendwelchen Taten zu verpflichten. Was die englischen Lords alsMen­schenrechte" verstanden zu wissen wünschen darüber haben sie jedenfalls bisher ebensowenig gesprochen wie etwa über ihreKriegsziele", die das englische Volk nun schon seit anderthalb Jahren vergeblich zu erfahren wünscht. Wenn wir deshalb mangels näherer Erklä­rungen von jenseits des Kanals uns der Mühe unterziehen, hinter der Phrase von demKampf für die Menschenrechte" nach einem realen Gedanken zu suchen, so müssen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Auslegung des allgemeinen Begriffes derMenschen­rechte die englischen Redner und Artikelschreiber wohl im Auge haben.

Am nächsten dürfte die Möglichkeit liegen, daß man in London wenn überhaupt an etwas azi die so­genanntenMenschenrechte" gedacht hat, die während der französischen Revolution 1789 verkündet wurden. Wir wissen nun allerdings, welche verhängnisvollen Folgen die Verherrlichung des Egoismus der Einzel­person für sie Völker gebracht hat, welcher Denkfehler es war^ zu glauben, daß das freie Walten des mensch­lichen Eigennutzes das natürlichste Ordnungsprinzip der Gemeinschaft sei. Wir verschließen uns aber nicht der Erkenntnis, daß viele der Gedanken, die vor 150 Jahren über das Zusammenleben der Menschen überlegt und ausgesprochen wurden, manchen Fingerzeig zur Erkennt­nis des Weges nach der wahrhaften und natürlichen Ordnung beigetragen haben. Und auch in der Erklärung jenerMenschenrechte", die einst von Pariser Literaten ausgedacht wurden, finden sich in den Hauptpunkten Grundsätze, die den nationalsozialistischen Erkenntnissen ebenso nahestehen, wie sie von der britischen Privilegien­philosophie durch eine ganze Welt getrennt sind:

vis soLialsll blntsrsekiscks leönusv nur ant cisil allxswsivsn kisutrsv ZsZrünsigt vsräsv."Das krivesip oller Louvsrövitöi lisZi äsm IVsssv voeb. bsi cksr Ilobiov. Heine Osssllsobakb uml Icsiv ein­zelner könn sing Autorität üben. ckis nicbt ous- ckrnoklicb von ibr anszsbt."vo olle Ltirgsp vor cksm Vesstk Zlsiek stock, stock sis ouob in glsiebsr IVeiss so ollen Vürcksn, Stellen nnck ökksntlicksn Remtern -wxslosssn, je noeb ibrsr väkiZksit nnck offne onckersn vntsrseffisck ols äsn iffrsr luAsncksn unck iffrsr ll'slents."

Diese Formulierungen derMenschenrechte" von 1789 zitieren das allein heißt schon beweisen, wie weit die britische Gesellschaftsordnung von den Parolen ent­fernt ist, für die die Kriegshetzer von der Themse prah­lerisch zu kämpfen vorgeben. Wir brauchen nur an die unbestrittene Tatsache zu erinnern, daß der Milliarden- reichtum des britischen Weltreiches in die Taschen weni- ger tausend Familien fließt, um zu erkennen, wie merk­würdig sich in der englischen Praxis die Forderung aus­wirkt, Saß die sozialen Unterschiedenur auf den all- gememen Nutzen gegründet werden".

Wir haben uns nur der Farce des britischen Parlamentes zu erinnern, dessen Sitze nach einer kurzlichen Darstellung der LondonerPicture Post" nur solchen Bewerbern erreichbar sind, die etwa 15 900 Mark jährlich und zusätzlich noch 20 000 Mark in jedem Wahl- ramm aufzubringen in der Lage siird um zu wissen, wie sehr in England die Souveränitätdem Wesen nach Ser der Nation" liegt. Und ein Blick auf die Statistik, die den Anteil vonEton"- und .,Harrow"-Voys an den führenden Posten des ganzen Empire ausweist, genügt zur Aufklärung darüber, wie die führende Schicht im England von 1941ohne anderen Unterschied als den ihrer Tugenden und ihrer Talente" ausgewählt ist'

So merkwürdig diese Beiträge der englischen Wirklich­keit zu den so laut verkündeten Idealen der einstigen französischenMenschenrechte" zu werten sind, so traurig und'brutal enthüllen sich die Phrasen vom yKampfe Englands für die Menschheit", wenn sie gemessen wer-

IllMIttttttlllllMIlllllMIIlllMIIIlttlllMIllMttIlttttlIMlttllMlIIMttlIIMIIllllMIIM

Die deutsche Waffe versenkte auf einen Schlag 13 briti- sch- Schiffe im Atlantik.

Der italienische. Wehrmachtsbericht meldet die wirksame Bombardierung griechischer Stützpunkte.

Mussolini und Franco trafen sich zu einer längeren Aus­sprache aus italienischem Boden.

Bukarest hat nunmihr seinen Gesandten in London ab­berufen.

Der Organisator der japanischen Luftwaffe, Keneralleut- nant Toinozuk, Hamashita, weilt an der Kanalküste.

Der Kriegsverbrccher Nr. 1 Churchill verweigert- erneut eine offizielle Nennung der britischen Kriegszielc.

Das Spendenauskommen zu den gestern durchgeführten ?und °23 ^"^^«Eer-Vorstcllungen beträgt vorläufig

Eine Reihe von Sonderveranstaltungcn wird sür den Taa der Deutschen Polizei in Bremen angekündigt.