Ausgabe 
(5.2.1941) Nr. 36
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der Nationalsozialisten Vremens

pmtliches verkündungsblatt des Neikt,sstatt«ialters in Oldenburg und Meinen

Nr. 56 / l l. Zalirgang

Mittwoch, S. Lebruar 1941

kinzelpreis 15 IZpf.

die neueste Mstonskamrmgne der vrilen

wie ist das mit dem Zweifrontenkrieg!

England ist unfölilg, sich der Umklammerung zu entziehen

0.2. Berlin, 4. Februar Die britische Agitation pflegt immer „zweigleisig" zu fahren. Sie tut es auch zur Zeit, da ihre Nervosität über die ihnen bevorstehenden Schläge der deutschen Wehr­macht aus höchste Touren geraten ist, ebenfalls wieder. Das zweite Gleis ist nämlich die Vorspiegelung einer schwierigen Lage des Gegners. Die Agitation der Briten sucht sich mit der Verwendung des Begriffes „Zwei­frontenkrieg", sie will dabei in der Welt und beim deut­schen Volk die Erinnerung an den Weltkrieg und die damalige strategische Situation aufleben lassen, wozu noch gelegentliches Heranziehen von Vergleichen der Jahre 1917 und 1918 für diese Eesamtlage dienen soll.

Was war nun der Zweifrontenkrieg des deutschen Volkes Und der deutschen Wehr im Weltkrieg und was ist das, was die Engländer heute als Zweifrontenkrieg auszugeben ver­suchen? Im Weltkrieg war — kein anderer als Stegemann hat diese tragisch« Schwierigkeit für das deutsche Volk beson­ders unterstrichen, der Zweifrontenkrieg letzten Endes eine andere Umschreibung für den Begriff der „belagerten Festung", aus der zwar mit ungeheurer Stoßkraft die Deutschen ihre Ausfälle unternahmen, ohne aber letztlich die Fesseln der Koppelsrontstellung abwerfen zu können.

Wo aber stehen wir heute? Nach der Zerschmetterung Polens — die Vorkriegsereignisse und die Befreiung von der Umklammerung von der Tscheche! her und die vergeblichen 'Zielsuche, die Sowjetunion zum Fesilanddegen der britischen Autokratie zu machen, wollen wir hier nur nebenher er­wähnen — stand Deutschland mit freiem Rücken England und 'Krankreich gegenüber. Die Versuch«, eine Umklammerung durch den Stoß nach Norwegen und die Einbeziehung des Balkans zu erreichen, wurden durch das Zuvorkommen des deutschen Schlages nach Norden und der Niederwerfung Hol­lands, Belgiens und Frankreichs, die zugleich die Balkan- Absichten Churchills zerstörte, zunichte gemacht. Mit der Ge­winnung der gefamtest europäischen Gegenküste.der britischen Insel wurde durch Kriegsmarine und Lustwasse der Blockade- versuch der Briken gegen Deutschland in die Blockierung der Insel verwandelt. Heute müssen Churchill und die übrigen Kriegstreiber ihre einzige Hoffnung aus die Hilse der USA. sehen. Es kann ihnen nicht schnell genug gdhen, so daß Lord Halisax sich in der aufdringlichsten Form nach dem weiteren „Fahrplan" deS Englandhilsgesetzes' erkundigt, was schon stärkst« Empörung von Abgeordneten des Repräsentanten­hauses in Washington hervorgerufen hat und im übrigen, nach amerikanischen Meldungen, sogar einige Englandfreunde bereits zu Gegnern der „si-svä anst Isass: still" gemacht haben ioll.

England ist unfähig, sich aus eigener Kraft der Umklamme­rung zu entziehen. Es hat verzweifelt nach Auswegen gesucht, um die Bedrohung der britischen Lebenslinie im Mittslmeer und in Ostasrika zu begegnen. Zu diesem Zweck hat es alle verfügbaren Kräste aus dem ganzen Empire zusammenge­zogen, hat sckgar die Verteidigung der Insel geschwächt und den größeren Teil seiner Flotte nach dem Mittelmeer ent­sandt, alles, um dort Prestigeersolge zu erzielen, um hier den ebenfalls drohenden schweren Gefahren entgegenzuwirken. Also, England hat unter dem Zwang der Bedrohung eine Reihe lebenswichtiger Stützpunkte seine Kräfte auseinander- , gerissen in eine weitgespannt«

bis hinüber nach Afrika, Es hat selbst fein« Kräste zersplit­tert und sucht nun den Eindruck zu erwecken, als ob dadurch Deutschland zu einem Zweifrontenkrieg genötigt worden sei. Tatsächlich sind deutsche Lustgeschwader unter Ausnutzung der inneren Linie an der Seite unseres Bundesgenossen im Mittelmeer eingesetzt, um auch hier die Briten zu treffen, nach dem obersten Gesichtspunkt unserer Kriegsführung, wie sie der Führer in seiner letzten Rede umriß: „Wo wir England schlagen können, werden wir England schlagen."

Dabei ist für uns allein entscheidend die Möglichkeit, die militärischen und wirtschaftlichen Kräfte des Gegners z« zer­

stören und es bleibt sich gleich, ob englische Schiffe und Flugzeuge in und über den Meeren, um die Insel oder ob sie im Mit­telmeer oder in Afrika vernichtet werden. Im übrigen aber steht die deutsche Wehrmacht heute stärker als je zuvor, ge­stützt aus eine Basis, die vom Nordkap bis hinunter an die spanische Nordgrenze reicht, gerüstet und vorbereitet bis zum letzten, um an dem Tag, den der Führer bestimmt, den töd­lichen Schlag gegen die Briten zu führen. Die deutsche Wehr­macht steht mit völlig freiem Rücken und gesicherter Flanke in dieser Stellung, zu jeder Zeit und überall bereit, Bri­tannien zu schlagen, wo es sich zum Kampfe stellt.

Uebersee-Kriegsschiff versenkte 2S Olw VM.

krsolgreicher Handelskrieg mi» allen Waffen — Luftwaffe griff kriegswichtige Ziele an

sie Front von der britischen Insel

Berlin, 4. Februar.

Das Oberlommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein Kriegsschiff versenkte bei Operationen in über­seeischen Gewässern 29 999 BRT. feindlichen Handels- schifssraumes. Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von zwei bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 11999 BRT. Kampfflugzeuge griffen am 3. Februar kriegswichtige Ziele um London und in Südost-England erfolgreich an. Bei Maidstone trafen Bomben schweren Kalibers eine Fabrikanlage. Auf mehreren Flugplätzen wurden Halle«, Unterkünfte und eine größere Zahl von Flugzeugen zerstört. Ei» Sturz­kampfflugzeug versenkte vor Ramsgate ein Handelsschiff von 3999 BRT. durch Bombenvolltrefser. Das Ver­minen britischer Häfen wurde fortgesetzt.

In der letzten Nacht griff die Luftwaffe Flugplätze und kriegswichtige Ziele in Ost-England mit guter Wirkung an. Der Feind flog in das Reichsgebiet nicht ein. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt."

*

Associated Preß meldet, zuverlässigen Kreisen zufolge sei in der letzten Woche der britische Frachter „Urla" (5198 BRT.) 475 Meilen von der Küste Irlands torpediert worden und ge­sunken. Die „Urla" besand sich aus der Fahrt von Kanada nach England mit Kriegsmaterial an Bord.

In der Nacht zum Dienstag herrschte über England, wie das Londoner Lustsahrtministerium meldet, leichte Flieger- tätigkeit, Operationen deutscher Luststreitkräste werden aus vielen Teilen des Landes berichtet, auch aus London, Die Hauptstadt hatte einen ziemlich lang anhaltenden Alarm mit sehr heftigem Flakseuer, Brandbomben wurden abgewinnen. Auch Wales und vor allem wieder Ostengland wurden be- trosten.

Am Sonntag besuchte Willkie, wie der Londoner Kor­respondent von „Nha Daglight Allehanda" meldet C o - ventrh und Birmingham. Willkie soll erklärt haben, daß die Zerstörungen Eoventrys schlimmer seien, als er sich hätte vorstellen können.

willkie will USfl.-kmpire-Union

lliurchttl wird schon wie ein Neunund in der kndpftase Frankreichs eingeschüftl

gst. Berlin, 4. Februar.

In den USA, wird von den Anhängern der Intervention immer stärker ins Horn geblasen mit -Lchilderuntzen, daß England nur noch geholfen werden kann, wenn die UsÄ. ihm alles geben, was sie haben. Ob diese Hilse dann zur Rettung reicht, steht ja auf einem anderen Blatt, Der Zweck- pessimismus geht schon an mehr als einer Stelle so wett, hervorzuheben, daß die Briten möglicherweise gar nicht mehr in der Lage sind, den Kamps durchzustehen, bis die Amertta- hilse essektiv wird.

Zu denen, die wie ein Wundermann in England gefeiert wurden, weil man sich von ihnen eine Beschleunigung der lllsA.-Hilse verspricht, gehört Willkie, Er hat sich weidlich 'eiern lassen und zum Schluß den Engländern eine b t er«, aber sehr vielsagende Pille verabreicht. Er hat nach feiner beschleunigten Heimreisesestsetzung aus Washington der brist. Ichen Presse noch ein Interview gegeben und in ihm bestastgl, was die Welt im Grunde nach dem Beginn des Empire- ausverkauss schon allgemein als Sinn der Amerikahilie von der UZA.-Seite aus erfaßt hat. Er hat nämlich die „angel­sächsische Schicksalsgemeinschast" so definiert, Churchill e^ nut der britisch-sranzösischen tat, als Frankreich geschlagen

und Reynaud vor der Flucht nach London stand. Den Briten dürste nun bald ofsenbar werden, was hinter der Rettung der Demokratie steht, aber einer der Plutokratenhauptstnge bcrt es ja noch in diesen Tagen ausgesprochen, daß dre prrvnl- gierte Kaste Britanniens unter Churchills Führung bereit ist, alles aus eine' Karte zu setzen, und bei einem Verspielen sich auf die verschobenen Kapitalien in Uebersee zurückzuziehen.

Der Vor'chlag Willkies, der dem Churchill-Reynaud-PIan gleicht wie «:u Ei dem anderen, lautete: „Nach meiner Rück­kehr in d'e Vereinigten Staaten werde ich der amerikanischen Oesfentlichkeit die Notwendigkeit revolutionärer Umwälzungen in den Beziehungen meines Landes und des britischen Empires klar machen. Hierzu, gehörten: t, eine wirtschaftliche und

soziale Union zwischen den Vereinigten Staaten und dem britischen Empire, 8. die Abschassung aller Einwanderungs­beschränkungen zwischen Ländern des britischen Empires und der Vereinigten Staaten, wobei die Inhaber amerikanischer Pässe im ganzen britischen Empire und die Inhaber britischer Pässe in den Vereinigten Staaten wie Staatsbürger behandelt werden, 3 eine bleibende Festlegung des Wechselkurses zwi­schen Dollar und Psnnd, gleichzeitig eine ähnlich« ttestietzung der Kurswerte zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Ländern des britischen Empires."

Das englische Reuterbüro verösfentlichte Montag die Nach­richt, daß Mister Willkie auf einer Pressekonferenz sich sehr erstaunt gezeigt habe über das Ausmaß der Zerstörungen von Coventrh und Birmingham, und erklärt hab«, daß nichts, was die amerikanischen Zeitungen über diese Zerstörungen berichtet hätten, auch nur im entferntesten eine Vorstellung von dem wahren Umfang der Beschädigungen vermittelt hätte. Mr. Willkie gibt damit ossen zu, daß die englische Zensur eifrig bemüht gewesen ist, die amerikanische Lessent- lichkeit über die Hoffnungslosigkeit der militärischen Lage der britischen Insel, die im vollen Wirkungsbereich der deut­schen Lutslotte liegt, zu täuschen. Diese Tatsache wird von der englischen Propaganda wiederum dem eigenen Volk ge­flissentlich verschwiege». Die britischen Propagandastellen greisen die Erklärung WillkieS zwar aus, drehen aber ihren Wortlaut völlig ins Gegenteil um und sagen, Mr. Willkie habe zugegeben, daß die Beschreibungen der amerikanischen Blätter von den Zerstörungen, die durch die Bombardements hervorgerufen seien, „nicht übertrieben gewesen" sind.

Die englische Admiralität gibt für die letzte Januarwoche folgende nach dem üblichen Rezept schwer gefälschten Ver- senkungszifsern bekannt: 7 englische Schisse mit 23 500 BRT, und 2 alliierte Schisse mit Iv vöv BRT,, zusammen S Schisse mit 33 59ö BRT, Es wird behauptet, wiederum sei kein neutrales Schiff verlorengegangen. Die Behauptungen der Admiralität stimmen in sämtlichen Punkten mit der Wahr­heit nicht überein. Aber das spielt für die Verfasser dieser Statistik nicht die geringste Rolle, Sie sollen lediglich „nach­weisen", daß die deutschen N-Boot-Wirkungen hinter dem von ihnen bewilligten Wochendurchschnitt zurückbleiben. Be­merkenswert ist, daß der englische und alliierte Schiffsraum selbst in einem Zeitabschnitt, von dem die Engländer ein Ausfallen der N-Boot-Tätigkcit erwarteten, ihn selbst nach englischen Ziffern fortschreitend weniger wird,

ks gellt um vönemarks Schiffe

Berlin, 4, Februar.

Die Bilanz der norwegischen Reedereien aus dem Monat Dezember des vergangenen Jahres zeigt, welche Lücken die deutschen Waffen lausend in den Bestand der von England geraubten Tonnage legen, und auch die Berichte der Admira­lität Pflegen bei der Angabe der Schisfsverluste jeweils zwi­schen „britischer" und „alliierter" Tonnage zu unterscheiden. An früher norwegischen Schissen sind allein in einem Monat 7 Frachter mit 47 198 BRT, und 79 norwegischen Seeleuten gesunken. Um diese Verluste aus irgendeine Weise auszu­gleichen, beabsichtigen London und seine amerikanischen Freunde bereits eine neue Rechtsbeugung, Es geht um 38 in Nordamerikanischen Häfen liegende dänische Schisse, Zwar stehen der Freigabe dieser Tonnage insofern juristische Bedenken der Vereinigten Staaten gegenüber, als im Geaen- satz zu den früheren Fällen in London keine dänische Emi- grantenregiernng existiert, mit Per man die Fiktion einer rechtsgültigen Abtretung schassen könnte. Desgleichen ver­handeln in den südamerikanischen Staaten britische Agenten um die Herausgabe von 2V weiteren Schissen, Es ist also weit gekommen, daß man die Tonnage nimmt, wo man sie wenn auch unter einem noch so lächerlichen Vorwand stehlen kann. Und daran wird es angesichts des bewährten Geschicks britischer Kronjuristen und der noch bewährten Praktiken der nordamerikanischen Regierung sicher nicht fehlen.

London 4SS mal bombardiert

brv. Stockholm, 4. Februar.

Nach einer von Newhorker Zeitungen veröffentlichten Statistik ist London seit Beginn des Krieges 458 mal von deutschen Luftstreitkriisten bombardiert worden. Während Ves angeblich so ruhigen Januar wurden nach dieser Aufstellung 52 Lustangrisfe gegen die englische Hauptstadt gerichtet.

englische Sorgen auf allen gebieten

ktamöte steigen — Valfour und tröst jammern - „Me Stille vor dem Sturm"

k/ie

Englische Selbsttäuschungen.

Wie lange dauert der Krieg noch? Diese Frage be­wegt heute die Welt. Schon die Art, wie diese Frage in den am Kriege beteiligten Ländern gestellt wird, er­hellt auf überzeugende Weise den grundlegenden Unter­schied in der militärischen und politischen Situation der Achsenmächte und Englands. Sicherlich wünschen auch wir diesen Krieg bald beendigt, das heißt: wir wünschen den baldigen Sieg, damit wir mit den großen Werken und Aufgaben des Friedens beginnen können, auf die wir brennen! In England aber hat diese Frage einen anderen, trotz allem krampfhaften Zweckoptimismus ver­zweifelten und trostlosen Klang: wie lange halten wir noch durch? Dies ist der Unterschied: Auf der einen Seite steht die ruhige und gelassene Zuversicht des Sie­ges, dessen Zeitpunkt man selbst bestimmt, und auf der anderen Seite die dumpfe Verzweiflung, die die Mi­nuten zählt und ihre letzte kümmerliche Hoffnung aus „Gesprächen am Kamin" und bestellten amerikanischen Reden zieht.

Mit der Frage nach der Dauer des Krieges ist die Schicksalsfrage Englands gestellt. „Ein Jahr!", rief vor kurzem noch beschwörend Churchill. Dann würde im Jahre 1942 sich die volle Kriegskraft Englands ent­falten . . . Zum erstenmal nun ist jetzt in England dieser Zeitraum öffentlich, wenn auch „inoffiziell', auf die Hälfte verkürzt worden, ohne daß allerdings diese Verkürzung der Zeit mit irgendeinem Trostblick ver­bunden werden könnte. Ein halbes Jahr noch durch- halten, dann. . .

Ja, was eigentlich dann? Es lohnt, die so bescheiden gewordene Parole eines halben Jahres Standhaltens, die eigentlich nur einen letzten Appell an das eng­lische Volk bedeutet, einmal näher zu untersuchen. Was könnte sich denn in einem halben Jahre überhaupt günstigenfalls für England ändern? Seine materielle Widerstandskraft, so hofft England, könnte durch ameri­kanische Kriegslieserungen gestärkt werden. Daß man auf solche Weise einen Sieg erringen könnte, das anzu­nehmen, ist nicht einmal Winston Churchill vermessen genug! Wie sollte also der Krieg beendet werden?

Die letzte verschwommene Hoffnung mag für Eng­land in der Vorstellung einer Art von Remis-Partie — eines Unentschieden — bestehen. Aber soweit sollte England inzwischen doch die Achsenmächte kennengelernt haben, und das sollte es doch zumindest schon aus dem „Erfolg" seiner albernen Propagandamethoden mit dem Ziel der Erschütterung der deutschen und italienischen Heimatfront gelernt haben, daß dieser von England ge­wallte Krieg nicht eher sein Ende findet, als bis die eine Partei so vernichtend geschlagen ist, daß sie tat­sächlich nicht mehr in der Lage ist, Widerstand zu leisten! Eine Remis-Partie gibt es hier nicht mehr. Der Krieg kann nur noch mit der totalen Niederlage der einen Partei enden. Wo immer aber in der Welt es noch eine Spur von Verstand und vernünftiger Erfassung der Tatsachen gibt, wird man sich nicht, welche Vorstellun­gen man auch hegen mag, zu der Erwartung einer to­talen Niederlage der Achse versteigen!

Wie wenig jedoch England diese letzte Konsequenz des von ihm heraufbeschworenen Krieges begriffen hat, geht schon aus den seltsamen Hoffnungen hervor, die es aus den Ereignissen des afrikanischen Kriegsschau­platzes nährt und die Churchill so verfrüht und vorlaut in seiner Rattenfängerrede „an das italienische Volk" verraten und auf die er prompt die entsprechende Antwort erhalten hat! Die Hoffnungen nämlich, daß es nur. irgendeines lokalen Rückschlages in Afrika bedürfe, um das italienische Volk moralisch zu erschüttern und „aus dem Kriege herauszuboxen"!

Was auch immer die Engländer im für sie günstigsten Falle — unsere italienischen Kameraden verzeihen uns diese rein theoretischen Annahmen! — in Afrika erreichen konnten, würde das italienische Volk und die Achse nicht erschüttern und würde in überhaupt keinem Falle die Situation der britischen Insel — und auf diese allein als das Herz des Weltreiches kommt es doch an — zu än­dern vermögen. Die Frontstellung, die England seit 300 Jahren gefürchtet hat, die Front Europa gegen Eng­land, bliebe bestehen! Außerdem dürfte es England wohl nicht durchholten können, noch ein halbes Jahr die Ver­luste an Material und Menschen und vor allem an Kriegsschiffen und Flugzeugen in demselben Maße aus­zuhalten, in dem die italienische Kriegsflotte und die verwegene italienische Luftwaffe, in der unverbrüchlichen Waffenkameradschaft der Achse jetzt von der wertvollen deutschen Luftwaffe unterstützt, ihre Schläge austeilen!

Aus dem letzten der zahllosen, einer überproduktiven Phantasie entsprungenen englischen „Generale", die alle wie Schnee an der Sonne vergingen — aus dem „Gene­ral Zeit" — also ist inzwischen der wahrhaftig nicht

>i. Stockholm, 4. Februar.

>c englische Regierung hat am Dienstag im Unterhaus schon erwartete neue Kredithilfe angefordert. Vorgesehen die Bewilligung einer weiteren Milliarde Pfund für ie -Enanzierung. Für das abgelaufene Etatsjahr werden Millionen Pfund sllr zusätzlich- Kriegsausgabcn nach- l°ngt. Zusammen belaufen sich die englischen Kriegs- >>t° bisher aus 3,3 Milliarden Pfund (rund 45 Milliarden

rk).

'ch°n jetzt hat im Parlament und in der ^i°""ichkeit zlandz eins lebhafte Diskussion über den neuen Haus. lsplan begonnen,-den Finanzminister Sir King t> wächst vorlegen muß. Es wird von verschiedenen Zecken art, man hege kein großes Vertrauen zu s ^ '

besseres Budget einzubringen als das '^t leisten '-»d" meint dazu, England könne -s sich nicht leisten "°r von neuem srühere Fehler zu wiederholen, denn sonst ewe Wirtschaftskrise unvermeidlich.

Der Nnterstaatssekretär im britischen Lustfahrtministeriuni Balsour erklärte in einer Rede in Oxford, die verhältnis­mäßige Ruhe in der Luft solle man nicht mißverstehen und nicht als eine Abschwächung der deutschen Kriegsanstrengunaen ansehen. „Vielmehr", so sagte B-lfour, „ist es wahrscheinlich die Stille vor dem Sturm und ein Vorbote eines neuen harten Schlages gegen unsere Widerstandskrast. Ich glaube, daß wir, bevor wir durchgekommen sind, noch Versuche jeder Art von Massen und Kriegsmaschinen erleben werden. Wir werden noch Schläge abzuwehren haben, mit denen ver­glichen die vorausgegangenen nur als -ine leichte Berührung verschiedener ausgewählter Stellen in unserem Land erscheinen. Laßt uns niemals die Tatsache aus den Augen verlieren, daß wir auch dann, wenn wir Mannschaften und Ausrüstung auf Maßnahmen der Luft- und Seevertcidigung konzentrieren, niemals den Krieg damit gewinnen können."

Die warnenden Worte des Unterstaatssekretärs stehen zu den üblichen Zllusionsphrasen der britischen Propaganda in einem bemerkenswerten Gegensatz. Aus ihnen spricht die wachsende Angst und Sorge vor der endgültigen Abrechnung, die auch das End« der politisch-wirtschaftlichen Dovmachts-

stellung und des persönlichen Wohlergehens der plutokrati- sli>en Kriegsveobrechcrclique bringen wird.

Während Balsour die britische Oessciitlichkeit vor neuen schweren Schlägen der deutschen Lustwasse warnen zu müssen glaubt, gab der britisch« Tchissahrtsminister Croß aus einer Versammlung in London einen ebenso pessimistischen Ausblick von der Lage,

Croß kam zu dem für England katastrophalen Ergebnis daß die Verluste der britischen Handelsslotte jetzt "schon größer als der Ersatz sind, England stehe gegenwärtig einer Ab­nahme seiner Handelsslotte gegenüber und würde einen harten Kamps zu bestehen haben, bevor seine Stärke wieder zuge­nommen habe, wobei sich Croß in vagen Hoffnungen über die Hilf« der Vereinigten Staaten erging.

Die deutsche Kriegsmarine wird mit der Lustwasse vereint die britische Handelsslotte aus allen Meeren zerschlagen. Im Frühjahr wird nach der Ankündigung des Führers der U-Bootskrieg beginnen. Zahllose Schisse werden aus den Meeresgrund versinken, so daß der Schwund der britischen Tonnage trotz etwaiger amerikanischer Hils« immer unaus- haltsamer und schließlich tödlich werden wird.

Vnsvr TayssspioAsL

Deutsche Kriegsschiffe und Flugzeuge vernichteten wie­derum über 40 09» BRT.

Mit großem Erfolg glissen italienische Torpedoboote einen britischen Geleitzug im Mittclmcer an.

In 9» Kriegstagen schoß Italiens Luftwassc 157 Fcind- slugzcuge ab.

Der italienische General Vergonzoli, der heldenhastc B-r- leidiger von B-rdia, bcsjndct sich in Sicherheit.

In einer Rede des Ministers Lematz wird die Bersor- gungsnot Irlands als äußerst beträchtlich hingestellt. Bemerkenswert ernst schilderten die englischen Min-ster Balsour und kroß die Lage des englischen Jnsclreichcs.

Nach amerikanischen Berechnungen wurde London bereits 458mal bombardiert.

Dem 5000. Besucher der großen Flugzeugmodell-Ausstel- lung im Museum am Domshos konnte gestern als Ucber- raschnng ein Flugzeugmodell überreicht werden.

Heute ist der letzte Tpendentag sür die Wunschvorstellun- gen in den beiden Bremer Theatern.

In Cortina d'AmPczzo errang Deutschland drei weiter« Weltmeistertitel.