Ausgabe 
(10.8.1941) Nr. 220
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3 Punkte.

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vremer Muno

Iparteiamtliclie Tageszeitung

vas flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblalt des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. 220 / 11. Jahrgang

Sonntag, 10. flugust 1941

kinzelpreis 15 Npf.

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Bremer Sch-usM»» leiten" von Ast ^ tffiih-ung.ki--d'-l- angt bereits wn

Aus dem Führer Hauptquartier, S. Aug. Das Oberkommando-' der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben in der Ukraine deutsch« Truppen unter der tap­feren Mitwirkung ungarischer Verbände einen großen Erfolg errungen. In der Schlacht von llman wurden die 6. und 12. sowie Teile der 18. sowjetischen Armee — insgesamt 2S Schützen-, Gebirgs- und Panzerdivi­sionen — vernichtet. Ueber 168 660 Gefangene, dabei di« Oberbefehlshaber der 6. und 12. Armee, sielen in Misere Hand. 317 Panzerkampswagen, 888 Geschütze, 842 Pak- und Flakgeschütze, 5256 Lastkraftwagen, 12 Eisenbahnzüge und zahlloses sonstiges Kriegsmaterial wurden erbeutet. Die blutigen Verluste des Feindes betragen mehr als 266 666 Mann. Dicht südlich der Pripetsümpse nahmen deutsche Truppen nach mehr­tägigen Kämpsen in unwegsamem Wald- und Sumpf­gelände den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Korosten. Auch die im Raum von Roslawl — 166 Kilometer füd- ostwärts Smolensk — eingeschlossenen sowjetischen Ver­bände wurden, wie ebenfalls durch Sondermeldung be­kanntgegeben, vernichtet. Ueber 38 666 Gefangene wur­den eingebracht, 256 Panzerkampswagen, 359 Geschütze und weiteres Kriegsmaterial erbeutet.

Ueber Großbritannien führte die Luftwaffe am Tage weiträumige Ausklärungsflüqe durch. Zwei britische Jagdflugzeuge wurden hierbei abgeschossen. In der ver­gangenen Nacht bombardierten Kampfflugzeuge mehrere Flugplätze in England. Sie erzielten Bombentreffer inmitten abgestellter Flugzeuge und in Hallen. An der englischen Ost- und Südküste wurden Hafenanlagen wirk­sam bombardiert. Deutsche Kampfflugzeuge griffen auch in der letzten Nacht militärische Anlagen am Suezkanal an. Bei dem Luftangriff aus den britischen Flotten­stützpunkt Alexandria in der Nacht zum 8. August trafen Bomben schweren und schwersten Kalibers ein Schwimm­dock sowie ein kleines britisches Kriegsschiff.

Der Feind warf in der letzten Nacht im nord- und nordwcstdeutschen Küstengebiet Spreng- und Brand­bomben, unter anderem aus Wohnviertel der Städte Hamburg und Kiel. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Einige feindliche Flugzeuge, die den Versuch machten, Berlin anzugreifen, wurden durch Flakseuer abgewiesen. Nachtjäger schössen drei, Marineartillerie einen britischen Bomber ab.

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2m Rahmen der Kampfhandlungen im Osten zeigt sch immer wieder die einzigartige Leistungsfähigkeit im deutschen Pioniere. So hat z. B. beim Diina- Wergang, wie jetzt erst im einzelnen bekannt wird, eine unserer Pionier-Einheiten glänzende Arbeit ge- liesert. Unter schwierigsten Voraussetzungen — das Brückenbaugerät war infolge des überraschenden Vor­stoßes noch nicht zur Stelle — wurden starke motori­sierte und Panzerverbände kurzweg durch rasch impro­visierte Fähren übergesetzt. In fünf Stunden war trotz drückender Hitze und wiederholter sowjetischer Bomben­angriffe der Uebergang einer ganzen deutschen Division bewerkstelligt. An einer einzigen Fährstelle wurden in dieser kurzen Zeit auf 56 Fahrten 3l Panzer, 12 Ge­schütze, 116 schwere Kraftwagen und Zugmaschinen, 42 Krads und zahlreiches Material befördert. Anschließend wurde noch bis zum Nachteinbruch eine 256 Meter lange Pontonbrücke für den rollenden Nachschub errichtet. An einem anderen Düna-AbsLnftt wurde von einem deut­schen Pionier-Bataillon zunächst für die Infanterie durch Floßsäcke und Sturmboote die Bildung eines Brückenkopfes ermöglicht und dann in schwerem feind­

lichen Störungsfeuer nach zwölfstündiger ununterbroche­ner Nachtarbeit eine 166 Meter lange Tonnen-Vrücke gebaut. Trotz schweren Beschüsses wurde hier eine Re­kordleistung erzielt, die selbst übungsmäßig selten er­reicht wurde. Nicht weniger wissen die Pioniere anzu­packen, wenn es zu unmittelbarer Feindberührung kommt. Als z. V. in einer kleinen Stadt westlich des Peipus-Sees ein Pionier-Spähtrupp auf eine sowjetische (Fortsetzung auf Seite 2)

Urkerrmunyslos voHsüekt «Las Ossstn «Lar Verniektuny

an vontsaklanäs k'sinclen

sich bereits na iß sieben Wochen Kriegführung für die Deutschen Waffen darstellt, so unerhört hoch die Eesange-

1. s. o. Vremen, 16. August.

Die vedeulung des Auch politisch Blinde müßen

Sieoes von Smolenlk ^ute erkennen, mit welch Her­weges von 2 inoien,n NE der Führer seinen

Entschluß zur Offensive im Osten für jenen denkwür­digen 22. Juni getroffen hat, nachdem er erkannt hatte, daß es vor dem Angriff der Sowjets auf Deutschland keinen anderen Ausweg gab, als diesem Angriff zuvor­zukommen. So unermeßlich der Erfolg dieser Offensive

Ver dritte Operattonsabschnitt

Unerbittliche sorlieyu,,-' des vernichkungskompfes an der gesamten Vstsroitt

i; Veiten an See kanslkWe abgeschossen

Berlin, 9. August. 2» Luftkämpfen an der Kanal­küste schössen am Sonnabend nach bisherigen Meldun­gen deutsche Jäger dreizehn britische Jagdflugzeuge des Muster Spitfire ab. Ein eigenes Flugzeug wird ver­mißt.

r. S. Berlin, 9. August. Unser s llger militäri­scher Mitarbeiter, Hauptmann Stephan, schreibt: 2n

dem großen Abschlußbericht über Kamps und Sieg jen­seits der Stalin-Linie war bereits aus den neuen Operationsabschnitt hingewiesen worden, der nunmehr, nach dem Abschluß der zweiten Phase, begonnen habe. Schon zwei Tage später können umfassende und wichtige Ergebnisse, die in diesen neuen Kämpfen erzielt morden find, bekanntgegeben werden.

Sie beziehen sich räumlich auf vier weit auseinander- liegende Gebiete: Auch hier zeigt sich also wieder, daß — gerade sowie in den ersten beiden Abschnitten — nicht zufällig einmal an irgendeinem Punkt eine deutsche lleberlegenheit über die Volschewisten sich her­ausstellt. Vielmehr erweisen unsere kampferprobten Divisionen im Bereich aller drei Heeresgruppen gleich­zeitig immer wieder ihre Stärke. Auch in der siebenten Kriegswoche wird also der deutsche Sieg nicht durch Massierung der Kräfte an einer Stelle erzielt, wobei dann alle anderen Fronten geschwächt werden müßten. Das deutsche Vordringen erfolgt vielmehr auch heute noch wie am ersten Angriffstage an vielen Punkten der breiten Front vom Finnischen Meerbusen bis zum Schwarzen Meer. Das ist deshalb von ganz besonderem Interesse, weil die Kriegsberichterstattung des Feindes sich viel darauf zugute getan hatte, daß bei weiterem deutschen Vordringen die Nachschubwege länger werden müßten, während die Sowjets immer näher an die dichtest bevölkerten Industrie- und Verkehrszentren herangedrängt würden. Tatsächlich sind aber' dje Ver­luste der Volschewisten schon in den weiten westlichen Gebieten so ungeheuer gewesen, daß sie einfach nicht mehr zu ersetzen sind. Äuf der anderen Seite hat deutsche Organisationskunst und Einsatzbereitschaft es fertiggebracht, die gewaltigen Entfernungen zwischen dem Grenzraum und der heutigen Kampfzone durch Ingangsetzung der Verbindungswege rasch zu über­brücken. Die schnelle Einrichtung des Sowjeteisenbahn­netzes auf Normalspurweite, die mit- der weiterrücken­den Front in erstaunlichem Tempo vorgenommen wurde, grenzt geradezu aus Wunderbare.

Unter den heutigen Siegesmeldungen befindet sich eine, die gerade vom verkehrspolitischen Standpunkt von besonderem Interesse ist. Sie besagt, daß dicht süd­lich der Pripet-Sümpfe der wichtige Eisenbahnknoten­punkt Korosten genommen wurde Damit wird zum ersten Mal im Wehrmachtsbericht ein Ort erwähnt, der in dem Bereich des unwegsamen Rokitnogebietes liegt, in dem größere Kampfhandlungen durch die Natur des Landes ausgeschlossen waren. Korosten aber war der große bolschewistische Stützpunkt am südlichen Rande dieses ungeheuren Sumpflandes. Hier kreuzt sich die große Strecke Petersburg—Odessa mit der inter­nationalen Linie Warschau—Kiew. Hinzu kamen wich­tige Verkehrsverbindungen innerhalb des wolhynisch- polnischen Erenzraumes. Von Korosten aus konnte ein beträchtlicher Teil des Wald- und Sumpfgeländes am Pripet kontrolliert werden.. Von sowjetischer Seite wurde also größter Wert auf Beherrschung gerade dieses Punktes gelegt. Von hier aus schien eine gewisse Hoff­nung auf Flankierung des deutschen Vormarsches zu bestehen, der ja sowohl im Norden wie im Süden schon

Hunderte von Kilometer weiter nach Osten vorgedrungen war. Nun ist nach mehrtägigen Kämpfen auch dieser durch große Werksgruppen befestigte Platz in deutsche Hände gefallen.

In der Südukraine waren die Kampfhandlungen be­reits in der zweiten Kampfphase wesentlich weiter nach Osten fortgeschritten. Die Kapitulation von zwei Sowjet- Armeen, zu denen noch Teile einer dritten Armee kamen, in der Gegend von Ilmän beweist, daß das Verhängnis über die Truppen Budjennps im großen Ausmaß herein­gebrochen ist. Wenn der Feind bei blutigen Verlusten in Höhe von 260 606 Mann nicht weniger als 103 066 Gefangene, darunter die Oberbefehlshaber von zwei Armeen, in unserer Hand lasten mußte, so geht daraus hervor, was für eine Katastrophe die Sowjets inner­halb des großen Dnjepr-Vogens zwischen Kiew und Cherson erlitten haben. Trauernd muß selbst dtzr Kom­mentator Major Hastings im Londoner Rundfunk zu­geben, daß „die Deutschen hier mit den eingeschlossenen Sowjetverbäuden aufgeräumt haben und die Zahl der bolschewistischen Gefangenen sich stark vergrößert hat." Er sieht deutlich, daß sich „für den deutschen Eroberer auch bereits neue Ziele herausschälen." Diese Ziele bestehen nicht in der Eroberung von Großstädten, sondern in der Vernichtung der bolschewistischen Webrmacht und Wehr­kraft, und diesem Ziel ist die südliche deutsche Heeres­gruppe bereits sehr nahe gekommen.

Aber auch östlich des großen Schlachtfeldes von Smolensk haben die deutschen Divisionen bereits un­mittelbar nach Beginn des neuen Operation-rbichnittes einen schönen Erfolg erzielen können. Hundert Kilo- meter südöstlich von diesem historischen Kampsplatz wur­den bei Roslawl 38 666 Gefangene eingebracht und gleichzeitig gewaltige Mengen von Waffen und Kriegs­gerät erbeutet. Auch hier handelt es sich um die Kapi­tulation großer eingekesselter bolschewistisch»,- Verbände. General Timoschenko, der hier kommandiert, teilte damit in diesem Hügelland östlich des Dnjepr, auf dem die großen Ströme des Ostens entspringen, das Schicksal seiner Kollegen vom Nord- und Südabschnitt.

Der große Erfolg auf dem nördlichen Kriegsschauplatz konnte bereits gestern gemeldet werden. Wenn dort, in Estland; nunmehr nördlich von Wesenberg die Küste des Finnischen Meerbusens erreicht werden' konnte, so ist das von ganz besonderer Bedeutung. Westlich von der Linie, die von Fellin über Taps zum Meere führt, befinden sich noch bolschewistisch« Verbände in einem Kessel, der von der Hauptmacht Woroschilows nunmehr abgeschnitten ist. Ueberall sind so schon in den ersten Tagen des dritten Operationsabschnittes starke feind­liche Verbände umzingelt und vernichtet worden. Noch stärker als in der zweiten Phase verbindet sich dabei mit der Zerschlagung der feindlichen Masten auch ein bedeutsamer Eeländegewinn. Der Zusammenbruch, den die bolschewistischen Armeen bei dem Kampf um die Stalin-Linie erlitten, wirkte sich damit nach allen Sei­ten hin sichtbar aus.

Die Ankündigung, daß der Bernichtungskamps der deutschen Truppen im Bewußtsein der eigenen Ueber- legenheit siegreich fortgesetzt werde, hat sich noch schneller und gründlicher erfüllt, als irgendwo erwartet worden war.

neu- und Beuteziffern der Kriegshandlung im Osten stck bereits anlasten, ebenso unermeßlich aber ist auch die Gefahr, die Europa von Moskau her drohte. Wenn bereits über eine Million Gefangene, denen min­destens noch drei bis vier Millionen blutige Verluste der Sowjets zuzuzählen sind, wenn über 13 006 Panzer, über 11600 Geschütze und über 9006 Flugzeuge in den bisherigen Kämpfen im Osten den Feinden abgenom­men werden konnten, dann mag Europa ermessen, was ihm gedroht hätte, wenn der Führer nicht die deutsche Wehrmacht als ehernen Wall vor die Volschewisten ge­stellt hätte. Es haben die Feinde Deutschlands im Westen, die sich so gerne als gute Europäer und als Hüter der abendländischen Zivilisation hinstellen, wäh­rend der fast vierwöchigen Schlacht von Smolensk, dieser nach Raum, Härte und Zeit gewaltigsten Schlacht der Ge­schichte, sich nicht genug tun können in Verbreitung von Lügen über den Gang dieser Schlacht und in teils ge­heuchelter, teils wirklich empfundener Schadenfreude über eine angeblich bevorstehende deutsche Niederlage. Ein zweites Verdun wurde Smolensk genannt, ein Ver- dun, an dem die deutsche Offensive im Osten endgültig gescheitert sei. Die „Times" sprach davon, daß die Deut­schen sich von den Schlägen, die ihnen die sowjetischen Verbände zugefügt hätten, gar nicht mehr erholen könn­ten, und Herr Eden, dieser Hanswurst im Unterhaus, pries den „prächtigen Kampf" der Sowjetarmee. Wenn schon ein Atlee, dieser Knecht Churchills, als Marxist den Sieg der Sowjets sich wünscht, so hätte eigentlich ein Eden gemäß seiner angeblich um die abendländische Zivilisation und eine sogenannte bürgerliche Gesell­schaftsordnung so sehr besorgten Einstellung als Kory­phäe englischer. Plutokratie keinen Grund, den Sieg der Volschewisten herbeizusehnen. Denn daß dann mit ganz Deutschland auch das übrige Europa in der roten Flut versinken müßte und daß dann England keinerlei Mittel für sich hätte, zu verhindern, daß diese rote Flut auch auf die Insel überspränge, das braucht wohl angesichts der klaren Einstellung der Sowjets und ihres nie geleug­neten Willens zur Weltrevolution kaum besonders be­tont zu werden. Aber wie immer sich die kleinen Geister auf der Insel und die noch kleineren jenseits des Atlan­tiks zu dem deutschen Siege von Smolensk stellen mögen — er wird, seiner Bedeutung entsprechend, dereinst in der Geschichte verzeichnet stehen auf dem gleichen Blatte, auf dem der Sieg der Griechen über die Perser, der Sieg der Germanen Armins über die Römer, der Sieg der vereinten germanisch-römischen Streitmacht über die Hunnenschwärme Attilas verzeichnet sind. In allen diesen Schlachten wurde die Ueberfremdung und Vernichtung eigenständiger Zivilisation verhindert, und wer immer sich heute noch zum Abendlands zählt, müßte mit dem deutschen Nolkd und seinen Verbündeten jubeln über die entscheidende Niederlage, welche die Sowjets bei Smolensk erlitten.

rovoda: Japan in höchster Bereitschaft

Vor sokioler flußenminister über die gemeinsame Haltung der Vreierpakt-Staaten

Tokio, 9. August. 2n Form schriftlicher Fragen und Antworten autzerte sich Außenminister Toyoda erstmalig seit seinem Amtsantritt in einem Interview mit dem Vertreter des DNB. und der Stesani über Fragen der japanischen Außenpolitik.

Auf die -ihm von den beiden Vertretern gestellte Frage, ob nach seiner Meinung die Kriege in Ehina, Europa und Afrika — abgesehen von der Verschiedenheit der politischen und militärischen Verhältnisse — mit­einander verbunden zu sein schienen, antwortete der Minister: „Die kriegerischen Vorgänge, die sich in Europa, Afrika.und^Ostästen abspielen, stehen tatsächlich in engem Zusammenhang miteinander, und zwar insofern, als ihre Entwicklung stark beeinträchtigt wird durch die gemein­same Haltung von Mächten, die entschlossen zu sein scheinen, den Wog der Dreierpaktstaaten zu sperren, der

dahin führen soll, die internationalen. Verhältnisse nach billigen und gerechten Grundsätzen neu zu gestalten. Ge­genüber diesen destruktiven Manövern jener Machte wirken Japan, Deutschland und Italien zusammen, ob­wohl ihre Aktivität auf ihre jeweiligen Gebiete D»- schränkt ist. „

r Was Japan anlangt, so ist es entschlossen. m»t allen Mitteln seine Ziele im Chinakonslikt zu erreichen und

eine Sphäre gemeinsamen Wohlergehens und gemein­samer Lebensbasis in Ostasien aus gesunder Grundlage zu schaffen. Die Entwicklung in Lstasien ist jedoch stark beeinflußt durch die allgemeine Weltlage und besonders durch die vom Europakrieg herrührenden Verhältniße. Lasten Sie mich jedoch meine feste Ueberzeugung aus- sprechen, daß die drei Länder, verbündet durch eine feierliche Allianz, wie bisher zusammenarbeiten werden, um alle Schwierigkeiten zu überwinden, die in ihrem gemeinsamen Wege liegen und daß sie ihr endgültiges Ziel internationaler Gerechtigkeit und Friedens er­reichen."

Die beiden Korrespondenten wiesen dann auf das Abkommen zwischen Japan und Frankreich über die gemeinsame Verteidigung Französisch-Jndochinas hin, das bereits zu feindlichen Schritten Englands, Ameri­kas und anderer Mächte geführt habe, und stellten in diesem Zusammenhang die Frage, welches die Ansicht des Ministers. über die wirtschaftliche Einkreisung Japans durch die AVCD-Union sei. Toyoda antwortete: „Es ist das unverrückbare Ziel Japans, in Lstasien ideale Verhältnisse zu schaffen, so daß alle Völker dieses Gebietes sich eines Maximums an Wohlergehen und

Glück erfreuen. Das gemeinsame Abkommen zur Ver­teidigung Französisch-Jndochinas ist eine der konkreten Demonstrationen dieses Prinzips, das die französische Re­gierung teilt, trotz der feindlichen Haltung derjenigen Mächte, die den Aufbau und die Neuordnung Ostasiens verhindern wollen. Keine wie auch geartete Einkreisung kann Japan davon abbringen, seinen festgelegten Kurs zu verfolgen. Aus jeden Fall kann jedoch Japan nicht unberührt bleiben gegenüber irgendeiner Entwicklung zur Einkreisung, die die Sicherheit Japans selbst und Osteuropas bedroht."

„Japan kann natürlich nicht unbeteiligt bleiben", so führte der Minister aus, „gegenüber allen politischen »nd militärischen Entwicklungen in seiner Nachbarschaft. Daher beobachtet es die Entwicklung der Lage mit größ­tem Interesse."

„Es ist einfach absurd", so betonte Toyoda, „daß einige Länder fortfahren mit dauernden falschen Unter­stellungen gegenüber Japan. Ich kann diese Mächte, die verzweifelt an der alten und ungerechten Weitordnung sesthalten, nur aufsordern, angesichts ihrer eigenen Ein­stellung und ihres Vorgehens in internationalen An­gelegenheiten während der Vergangenheit den Balken im eigenen Auge zu erkennen."

Her Volschewisten beste ürast gebrochen

Der deutsche Sieg bei Smo­lensk, dem sich nun auch der .Sieg von Um an zugesellte, hat die Kraft der Bolschewiken gebrochen, und was immer noch im Osten an harten und langwierigen Kämpsen zu erwarten ist: ihr Ausgang steht eindeutig fest mit den weiteren sich anzeigenden deutschen Erfol­gen, in der unabwendbaren End-Niederlage der Bolsche­wiken. Die militärische Lage nach der Schlacht bei Smolensk ist etwa mit der zu vergleichen, die im Westen vorlag nach dem deutschen Siege bei Dünkirchen. Wohl sind auch jetzt im Osten noch nicht sämtliche Kriegsmit­tel der Sowjets erschöpft, noch verfügen die Bolsche­wiken über neue Heere, die allerdings den vernichteten Milftonenheeren — schätzungsweise sind mindestens 150 Divisionen vernichtet — weder an Ausbildung noch an Ausrüstung im Wert gleickgestellt werden können. Noch stellen sich dem weiteren Vormarsch der siegreichen deut­schen Streitkräfte im Osten neue starke natürliche Sper­ren entgegen, und noch ist der Wille zum Widerstand einer zwar unglücklich, aber desto verzweifelter operie­renden sowjetischen Armeeführung nicht gebrochen. Im­merhin läßt sich nicht leugnen, daß, wenn es möglich war, mit den bisher geschlagenen Heeren den Kern der sowjetischen Streitmacht zu vernichten, wenn es mög­lich war. die Sperren der Stalin-Linie und nicht zuletzt die zwischen dem Quellgebiet der Düna und des Dnjepr zu durchbrechen und den Willen der durch die sowjeti-

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Unser ?acffes 8 v?syel

Auch die Vernichtungsschlachten bei Uman und Roslawl weisen ungeheure Ausmaße aus.

Mit der Einnahme von Korosten ging den Bol- schewisten ein wichtiges Versorgungszentrum ver­loren.

Militärische Anlagen am Suez-Kanal waren aber­mals das Ziel erfolgreicher deutscher Bomben­angriffe? auch Flugplätze und Hascnanlagen in Großbritannien wurden bombardiert.

Der japanische Außenminister betonte in einem Presteinterview die volle Uebereinstimmung der Dreierpaktmächte.

Ein französisches Regiment wurde, unter Bruch der Wassenstillstandsbedingungen von Akon, zwangs­weise in die britische Nahost-Armee eingereiht.

, Auf einer Gauschulungswoche des Gaues Weser- Eins in Vremen wird Reichsleiter Rosenbcrg sprechen. "