Ausgabe 
(1.8.1941) Nr. 211
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vreimMmv

pardeiamlliche Tageszeitung

2as flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der freien kjansestadt Vremen

Anzeigen - Grundpreise: Die l nun hohe und 22 mm breite Zelle ln> Anzeigenteil 18 H/. Die 78 mm breite und I mm hohe Zeile Im Terttell 75 2^/. ErmSß. Grundpr. (sür Klein- > Fomlllenanzelg. u. 0 ., sowie sonstige Beding. Preisliste ö Rock!' > ,e, L. GeschSstSstellen: Bremen: Teeren 6/8, Ruf 5 41 21; Nachlrus und sonntags 81118? Obernstr. 86, Nus 5 4121, Syke: Müblendamm 2; Br.-Hemellngen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Nus 4 34 58; Br.-Vegesack: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blvmenthol: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Nus 83 u. 86

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchallers in Oldenburg und vremen

Nr. 211 / l l.Zakrgang

Lreitag, 1. flugust 1941

kinzeloreis 13 Npf.

U-Voot-krfolg auf 140590 SKI. erlMt

Nefer Vorstoß an der ukrainischen sront — vomben aus Moskau und Vrel deutsche Lustiiberlegenlieit

Aus dem Führerhauptquartier, 31. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei der Verfolgung der in der llkraine geschlagenen Sowjetarmeen stiehen deutsche Kräfte in die feindlichen Rückzugsbewegungen hinein. Die Einschließung ostwärts Smolensk wurde weiter verengt. Die in Estland kämpfenden Verbände warfen den Gegner nach Norden zurück. Kampfflugzeuge belegten in der vergangenen Nacht militärische Ziele in Moskau sowie den Knoten­punkt Orel wirksam mit Bomben. — Unterseeboote verfolgten die zersprengten Reste des im Atlantik an­gegriffenen Eeleitzuges und versenkten sünf weitere Handelsschiffe von zusammen 24 00V VRT. Die Ge- samtverlnste des Feindes durch diese Operationen haben sich damit aus 14V Svv VRT. erhöht. Im Kamps gegen England beschädigte die Luftwaffe durch Bombenwurf ein großes Handelsschiff ostwärts Löwestoft schwer. Wei­tere Bombenangriffe erfolgten in der letzten Nacht anf Flugplätze im Südosten und Südwesten der Insel. Der Angrisssversuch von rund 4V britischen Flugzeugen, die von einem Flugzeugträger im nördlichen Eismeer gegen den Hasen Kirknes gestartet waren, wurde vereitelt. Der Feind verlor hierbei in Luftkämpsen 23 Flugzeuge, durch Flakartillerie und Marineartillerie sünf Flug­zeuge. Ueber der Deutschen Bucht schössen Jagdslug- euge aus einem Verband von acht britischen Bombern iins Flugzeuge ab. Marineartillerie brachte zwei, ein Räumboot ein britisches Kampfslugzeng zum Absturz. An einigem Orten Westdeutschlands warfen britische Flugzeuge in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte einige Ver­luste an Toten und Verletzten."

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2m Zusammenwirken, aller deutschen Abwehrkräfte wurden, wie gemeldet, am 30. Juli in Nordnorwegen 30 angreifende britische und Sowjetflugzeuge ab- eschossen, die in mehreren Wellen einige Häfen anzu­liegen versuchten. Dieser neueste Erfolg der deutschen Luftwaffe, der für die Londoner Propaganda sehr pein­lich ist — sie versucht, den deutschen Sieg in einen bri­tischen Erfolg umzumünzen und gibt nur 16 Flugzeuge als verloren an — beweist aufs schlagendste, daß deut­sche Flugzeuge auf sämtlichen Kriegsschauplätzen die

Sie möchten veutschlanv zerstückeln

Genf, 31. Juli. Die politische Zeitschrift „The Na­tional Review" zeigt einmal unvcrhiillt das große eng­lische Kriegsziel auf, indem sie die völlige Vernichtung und Zerstückelung Deutschlands sür alle Zeiten fordert. Dieser Krieg könne nicht als gewonnen betrachtet werden, ehe nicht mindestens drei Millionen Nazisoldaten sür immer außer Aktion gesetzt worden sind und die Sieger in der Lage seien, darauf zu bestehen, das national­sozialistische Reich in 31 kleine, unabhängige Staaten zu zerbrechen. Der alte Grundsatz „Teile und herrsche" müßte gerade auf Großdentschland erneut Anwendung finden. Englands wirkliches Kriegsziel liege nicht nur in einem militärischen Siege auf dem Felde, sondern in einer Ver­minderung des deutschen Volkes zu einer so kleinen Zahl, die unter so eingeengten Verhältnissen leben müßte, daß Deutschland niemals wieder in den kommenden Genera­tionen in der Lage sei, das Haupt zu erheben. Denn dieser Krieg werde in Wirklichkeit gegen das deutsche Volk als solches geführt. Kommentar überflüssig!

Luftüberlegenheit halten. Man erinnert sich, daß erst vor wenigen Tagen 27-britische Flugzeuge über Nord­afrika abgeschossen wurden; über einer Küstenstadt wur­den sechs von sieben angreifenden britischen Flugzeugen zum Absturz gebracht. Die deutsche Luftüberlegenheit am Kanal kam besonders deutlich am 23. und 24. Juli zum Ausdruck, als innerhalb 30 Stunden 87 britische Flugzeuge verlorengingen. An der Nordostküste des Schwarzen Meeres sowie über dem Stromgebiet des Dnjestr haben deutsche und rumänische Flugzeuge in kurzer Zeit sich die klare lleberlegenheit gegenüber den Angriffen der Sowjet-Luftwaffe erkämpft. Die Hoff­nung Londons, selbst durch überraschende Angriffe auf besetztes oder Reichsgebiet eine Entlastungsoffensive für die verbündeten Bolschewisten herbeizuführen, hat sich auf keinem aller Kriegsschauplätze auch nur im gering­sten erfüllt. 2m Gegenteil: wo immer britische oder Sowjetflugzeuge den Versuch unternahmen, den Luft­raum zu erobern, wurden sie binnen kurzem mit schwer­sten Verlusten zurückgeschlagen. Die deutsche Luftwaffe läßt sich eben durch keinen Angriff die Luftherrschaft entwinden.

Nach den letzten schweren Verlusten der britischen Luftwaffe ist es für Plutokraten und Bolschewisten um

so belastender, das auch zur See der deutsche Druck nicht nachgelassen hat. Wohl operieren deutsche Streitkräfte an den Küsten des Sowjetstaates und unterstützen dabei das kämpfende Heer, aber daneben geht die Atlantik­schlacht unablässig weiter. Die fast völlige Vernichtung eines englischen Eeleitzuges, der nach den früheren Mel­dungen bereits schwer mitgenommen war, bildet sür die britische Handelsschiffahrt einen harten Schlag. Nicht umsonst hatte man zum Schutze dieser Schiffe, die mit sinkender Zahl und steigender Beanspruchung für die Insel immer bedeutungsvoller werden, alles auf­geboten, was nur irgend denkbar war. Das hat nicht gehindert, daß nun noch weitere fünf Schiffe versenkt wurden und damit ein Eesamtverlust von 140 500 VRT. in dieser einen Aktion erzielt wurden. Unter diesen Umständen ist es schon verständlich, daß die Londoner „Times" gerade jetzt feststellt, man stehe im Kampfe mit Deutschland „einer militärischen Maschine gegen­über, die eine Durchschlagskraft besitze, wie man sie nie zuvor in der Geschichte gekannt hat". Diese Maschine ist gewiß hervorragend in ihrer Technik, aber das deut­sche Volk weiß, daß sie ihre Präzision zu Lande, zu Wasser und in der Luft nur dem Kampfgeist des un­vergleichlichen deutschen Soldaten verdankt.

was gehl in Nordirland vor?

Noosevelis flngriffsplöne auch in USfl. Surchleuchiet

. . r. Berlin, 31. Juli.

Der USA.-2mperialismus, ein Produkt der Roosevelt- Politik, streckt seine Fangarme immer weiter aus. Wo nicht Vesatzungstruppen marschieren können, werden Techniker ünd.2 n genieure vorgeschickt. So wird aus Newyork berichtet: 460 weitere USA.-Techniker sind laut Associated Preß an Bord des Schisses, das sie nach Nordirland brachte, von dem britischen Kriegsminister Margesson begrüßt worden. Der Leiter der USA.- Eruppe teilte mit, daß die Techniker am Bau von Ha­fenanlagen mitarbeiten würden. Die Amerikaner wer­den eine Kolonie mit eigener Polizei und eigenem Sa­nitätsdienst bilden. Lebensmittel und Kleidung hätten sie mitgebracht, um England zu entlasten.

Ferner sind einer United-Preß-Meldung zufolge mit einem Clipper-Flugzeug USA.-Ingenieüre, Mechaniker und Flugzeugtechniker nach dem britisch-westafrikanischen Bathurst abgeflogen. Der gleichen Meldung zufolge sollen am Freitag drei amerikanische Bomber unter dem Befehl des Hauptmanns B. Burke über Natal ebenfalls nach Bathurst fliegen.

Die USA.-Oeffentlichkeit verfolgt Roosevelts Kriegs­pläne — so weit ihr Urteil nicht von der jüdischen

Presse getrübt ist — mit schwersten Bedenken. Die „Chi­cago Daily Tribune" zum Beispiel stellt im Leitartikel fest, daß bisher keine amtliche Stelle erklärt habe, von welcher Gefahr die USA. eigentlich bedroht seien. Viel­leicht liege das militärische Geheimnis darin, daß Roose- velt selbst einen Angriff plane. Er beabsichtige vielleicht en Expeditionskorps irgendwohin zu schicken. Vielleicht sei er der Mann, der eine Invasion plane, und das sei das ganze militärische Geheimnis. Sollte jemand einen Angriff auf die USA. planen, so hätte das Volk Anspruch darauf, das zu erfahren. — „Washington Post" druckt eine Zuschrift aus dem Leserkreis ab, die fragt, warum denn die USA. so viel gefährdeter seien als Kanada. Es sei klar, daß die USA.-Regierung diese Gefahr selbst erzeugt habe. Nur wenige USA.-Amerika- ner wüßten, daß die kanadischen Soldaten nur 30 Tage Wehrpflicht haben und daß nur Freiwillige nach lleber- see gesandt werden sowie daß Kanda sich sür Lieferun­gen an England bezahlen lasse, anstatt umsonst zu lie­fern. Nur das leichtgläubige USA.-Volk lasse sich die Militärpflicht auf unbestimmte Zeit und die angebliche Pflicht, das britische Empire zu verteidigen, ausschwätzen.

See italienische Wehrmachtsbericht

Rom, 31. Juli. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: „In Nord­afrika an der Tobruksront wurden feindliche Abteilun­gen, die von Panzerwagen unterstützt waren, in die Flucht geschlagen. Deutsche Artillerie hat die Anlagen und Verteidigungsstellungen von Tobrul beschossen. Lm Verlauf des im gestrigen Wehrmachtsbericht ge­meldeten Einfluges aus Bengasi hat unsere Boden­abwehr ein englisches Flugzeug abgeschossen. Das Flug­zeug stürzte ins Meer. Flugzeuge der Achse haben vor den Küsten der Cyrenaika einen Tanker versenkt und

einen Dampfer schwer beschädigt. In Ostasrika haben Schwarzhemden und Eingeborenenoerbände kühne Aus­fälle und Vorstöße unternommen, wobei es ihnen ge­lang, in feindliche Stellungen einzudringen. Der Feind leistete Widerstand, wurde aber überall in die Flucht geschlagen. Er erlitt Verluste an Menschen und Material. In den letzten Tagen fanden einige Ein­singe aus die Wohnviertel von Gondar statt. Es sind keine Opfer zu beklagen. Englische Flugzeuge griffen gestern nachmittag Cagliari an. Unsere Vodenabwehr und unsere Jagdflugzeuge haben die feindlichen Aktionen sofort zurückgewiesen. Es ist nur ein Opfer zu beklagen."

Marksteine nalionalsoziaWstker PrestepolMK

Neichsleiter Vr. Metrilh zehn Jahre Neilhspressekhef der NSVflp.

Am heutigen Tage sind zehn Jahre vergangen, seit Reichsleiter Dr. Dietrich einer Berufung des Führers folgend, sein Amt als Reichspresscchef der NSDAP- antrat. Die Ernennung eines Pressechefs in der Reichs­leitung der NSDAP. war in den Augusttagen 1931,

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als die Partei zum Enldkampf um die Macht rüstete, ein Ereignis von beachtlicher Bedeutung. Für die im Aufbau und Ausbau begriffenen nationalsozialistischen Partei- zeitungen wurde damit erstmals eine pressepolitische Zentralstelle geschaffen, die zugleich der Partei eine einheitliche und aktive publizistische Wirkungs­möglichkeit gegenüber der übrigen Presse des Reiches eröffnete. 2n jenen Tagen — so können wir heute rückblickend feststellen — hat auch der innere Prozeß der Revolu- tiomerung der deutschen Presse begonnen. Mit der publizistisch-kämpferischen Vertretung der Parteiziele hat Reichspresseches Dr. Dietrich immer die Forderung nach einer grundlegenden Neuordnung der damaligen deutschen Presse ver­bunden. Damals schon rief er alle anständigen deutschen Journalisten zum Kampf für eine Säuberung der Presse auf und er stellte sich an ihre Spitze, als im Jahre 1983 der Weg frei wurde für eine Neugeburt des deutschen Journa­lismus. Im Schriftleitergesetz, dessen Grundsätze er im Auftrage des Führers formulierte, gestal­tete Dr. Dietrich eine neue Idee der Presse, legte er den Grundstein zu einer neuen Pressemoral, die bereits in vielen Ländern Anerkennung gefunden hat und in der ganzen Welt zum Kampfprogramm der verantwortungsbewußten Journalisten geworden ist.

Unter Führung seines Reichspressechefs hat der deutsche Journalismus seither eine neue Form gefunden, die ihm als tapferen, uner­müdlichen Mitgestalter des nationalen Schicksals die Achtung und Wertschätzung des deutschen Volkes sichert. Der Begriff des kämpferiichen nationalsozialistischen Journalisten, wie ihn die Zeit vor der Machtergreifung erstmals prägte, hat in den Jahren des politischen Ringens um die Wiedererstarkung des Reiches seine Be­währung ebenso gefunden, wie jetzt im Kriege, wo der deutsch« Schriftleiter als

Soldat jenen Typ des Kriegsberichters verkörpert, der in der Welt nicht seinesgleichen hat.

Es ist das Werk dieser vergangenen zehn Arbeits­jahre, auf die der. Reichspressechef zurückblickt, daß aus einem Pressechaos, in dem Juden und anonyme Geld­geber zum furchtbaren Schaden der Nation die öffent­liche Meinung fälschten (wie sie es in der Presse der Plutokratien noch heute tun) eine wahre Volks- presse entstand, die der Nation verantwortungs­bewußt und unbeirrbar den Weg in die Zukunft weist und das kräftige deutsche Sprachrohr gegenüber einer Welt ist, in der Mißgunst und Haß täglich ihr« lügne­rischen Netze ausbreiten.

Die Aufgabe, die deutsche Presse politisch zu ordnen und einen zielbewußten deutschen Journalismus zu ent­wickeln, hat Reichspressechef Dr. Diekrich von einer hohen Warte aus in Angriff genommen und durchgeführt. Er hat sich in seiner Arbeit nicht in tagespolitischen und organisatorischen Problemen erschöpft, sondern es unter­nommen, die tragenden Ideen unserer Revolution in großen Ueberblicken und in gültigen Formulierungen in die großen geistesgeschichtlichen Zusammenhänge hinein­zustellen, und er hat mit seinen Schriften und Vortrügen nicht nur den Kampf der deutschen Presse gegen die ver­fallende Welt jüdisch-demotratischer Täuschung befruchtet, sondern hat auch als ein Sprecher des neuen deutschen Geistes .schlechthin weit über die Grenzen des Reiches hinaus gewirkt.

Mögen im Leben eines Mannes, der so sehr mitten im Eeichehen steht, äußere Abschnitte kein« Bedeutung besitzen, so wird doch manchem dieser Gedenktag ein An­laß sein zurückzublicken, um in der mit dem nunmehr zehnjährigen Wirken Dr. Dietrichs als Reichspressechef des Führers untrennbar verbundenen neuerstandenen deutschen Pressemacht ein Werk zu würdigen, das im Wiederaufst:eg des Reiches seinen Platz einnimmt und im ^reiheitskampf unserer Nation eine wichtige Waffe im Ringen mit den Feinden unseres Vaterlandes geworden

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Von unssrm Dr.-dl.-Olir.-VorbrsIsr

Der bulgarische Landwirtschaftsminister D. Anschein hatte die Freundlichkeit, «nscrn Or.-I>'.-Lkr.-Ver«retcr zn empfangen und sich über die neuen Aufgabe», die der bulgarische« Landwirtschaft zumal im Hinblick anf die Gcbietsvergräbernngen und die Umstellungen auf Jnbnstricvslanzen erwachse», eingebend z» äutzer«. Die scbr offene» und ausschluhrcichc» Ausführungen, die Minister Kuschen» unserm Vertreter gegenüber machte, find wegen der Zusammensetzung der bulga­rischen Agraransfubr. wegen des lebhafte» Bedarfs an landwirtschaftliche» Maschinen und Geräte» in Bulgarien und der dadurch gegebene« Möglichkeiten für den Autzenbandel sowie nicht zuletzt im Hinblick anf die srcnndschaftlichrn Beziehungen unserer beide» Länder besonders aufschlußreich.

Bulgarien ist ein Land der Kleinbauernbetriebe, in dem etwa 82 Prozent der Bevölkerung hauptsächlich von der Landwirtschaft lebt. Dem geographischen Charakter nach ist Bulgarien vornehmlich ein Eebirgsland. Etwa 63 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe haben eine Größe unter 5 Hektar. Sie umfassen 30 Prozent der Gesamtfläche. Der verfügbare bäuerliche Besitz im Verhältnis zur vorhandenen Landbevölkerung verteilt sich durchschnittlich auf etwa 116 Menschen auf 100 Hek­tar Kulturland gegen 97 in Rumänien, 92 in Ungarn und 99 in Italien. Somit bildet die landwirtschaftlich« Ueberbevölkerung ein Hauptproblem der Agrar- und Sozialpolitik Bulgariens. Nur so ist es zu erklären, daß jedes Jahr viele taufende bulgarische Gärtner in die Nachbar- und andere europäische Länder auswan­derten.

Als Hauptprodukt der bulgarischen Landwirtschaft kann man das Getreide ansehen, das etwa 70 Pro­zent der Anbaufläche in Anspruch nimmt. An zweiter Stelle kommen etwa 18 Prozent der Anbaufläche mit Futterpflanzen und an dritter Stelle mit etwa 12 Pro­zent der Anbau von Jndustriepflanzen, wie Tabak, Son, nenblumen, Soja, Zuckerrüben, Paprika, Wein usw. Neben der Tabakkultur gewinnt von Jahr zu Jahr der Bau von Faser- und Oelpflanzen an Bedeutung. Zur Intensivierung der bulgarischen Landwirtschaft und zur Steigerung der Agrarproduktion in dem Maße, daß nicht nur die Ernährung des Volkes gesichert ist, sondern auch ein größerer Üeberschuß von landwirt­schaftlichen Produkten, Weizen, Roggen. Gemüse usw., frei zur Ausfuhr verbleibt, hat mein Ministerium ver­schiedene Maßnahmen ergriffen, die im Rahmen eines weiteren Planes in einigen Jahren durch Durchführung kommen sollen. Dem Charakter nach können diese Maß­nahmen in vier Gruppen gefaßt werden. In die erste reihen sich alle Maßnahmen ein, die hauptsächlich eine wirtschaftliche Produktionssteigerung pro Hek­tar bezwecken.

Bulgarien bemüht sich aber nicht nur, die Ernte­erträge zu steigern, sondern auch eine Vergrößerung der Ackerfläche durch Meliorationen und Verbesserungen durch den Arbeitsdienst zu erreichen. In dieser Hinsicht ist in Bulgarien Vorbildliches geleistet, und sind große Erfolge erreicht, die vielen Ländern als Bei­spiel gedient haben. Zu der zweiten Gruppe zur Inten­sivierung der bulgarischen Landwirtschaft gehört u. a. die Ent- und Bewässerung von verschiedenen bisher brachliegenden oder nicht genügend landwirtschaftlich ausgenutzten Landflächen. Durch geeignete Meliora­tionsarbeiten können etwa 800 000 Hektar neues Ackerland gewonnen werden.

Außer der Hebung der Produktionskapazität im all­gemeinen und der Gewinnung von neuen, landwirt­schaftlich brauchbaren Ländereien strebt die bulgarische Landwirtschaftspolitik auch ein« gewisse Umwandlung und Erzeugungsintensivierung in einigen neuen speziel­len Produktionsgebieten an, so den stärkeren Anbau von Oelpflanzen, Faser- und Medizinal- pflanzen, größere Förderung der Geflügel- und Tierzucht, besonders der Schweinezucht, zweckmäßige Ver­arbeitung der Gemüse-, Obst- und Traubenproduktion m Fertigware, wie Trockenextrakte,

Pulpe, Qualltatsweine usw. In dieser Beziehung wird ""^arische Landwirtschaft den vergrößerten aus­ländischen Ansprüchen nach Möglichkeit zu entsprechen suchen.

Die Eebietsvergrötzeruna Bulgariens um die neu befreiten Gebiete hat auch die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Maschinen erhöht. Schon für die bisherige Eebietsfläche war der Bedarf an landwirtschaftlichen Maschinen nicht voll gedeckt Nach einem Sonderplan meines Ministeriums erfolgte die Einfuhr durch die bulgarische Landwirtschafts- und Eenossenichaftsbank auf Grund der durch Sachverstän­dige vorher festgestellten Vedarfsmenge. Der Ankauf wurde den Landwirten durch üjährig« Kredite erleich- tert, die vom Landwirtschaftsministerium verzinst wur- llNINMIIIIIlllMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIiiiiilllllllllllllllllllllllllllllllllllllMII IlllllNIIIIIIII

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Deutschlands Luftüberlegenheit bleibt auf allen Kriegsschauplätzen unbestritten.

Der letzte deutsche U-Voot-Großersolg im Atlantik hat sich auf 140 500 BRT. erhöht.

Die deutschen Truppen stießen tief in die Ukraine vor.

Vomben wurden wieder auf Moskau und neuer- oings auf Orel abgeworfen.

Die Angriffsvorbereitungen der Sowjets vor Beginn des Ostfeldzuges werden durch weitere Be­weise dokumentarisch belegt.

D» spanische Außenminister gab Erklärungen zur politi,chen Lage ab. die Europas. Einheit unter- streichen.

Neichsleiter Dr. Dietrich begeht heute den Er- mnerungstaa seiner zehnjährigen Tätigkeit als Reichspreßechef der NSDAP.

800 Soldaten und RUstungsarbeiter aus dem Gau Weser-Eins, darunter 25 Bremer, waren Gäste des Führers ,n Vayreuth.

Bremen wird sich an der Hanseatischen Ausfuhr- vermittlungsstelle in Prag beteiligen.

Gegen die Beschlüsse der HV. der Ä-E sür Warps- sp!"«"" und Stärkerer zu Oldenburg i. O. ist Anfechtungsklage erhoben worden.

Die I E. Farbenindustrie hat ihre Anlagen stark ausgebaut und neue Erfindungen in die Praris umgesetzt.