Ausgabe 
(31.7.1941) Nr. 210
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Meiner ZeNno

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Has Amtsblatt des legierenden vürgermeisters der Freien fjansestadl lremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des leichsstaktkalters in Oldenburg und vremen

Nr. 210 / 11. Zakrgang

Donnerstag, Z 1 . Zuli 1941

5 inzelpreis 15 lps.

2Z0 panierwagen in;wei lagen erledigt

Vle Vernichtung der eingekesselten Panzerverbände bei Smolensk schreitet fort

W ggg Sowjetsoldaten gefangen

Berlin, 30. Juli. Die Vernichtung der ein­gekesselten Sowjetverbände nordostwärts Smo- lcnsk schreitet weiter voran. An einer Stelle ver­loren die Bolschewisten 78, an einer anderen Stelle 6V Panzer, darunter 18 schwerste. An zwei Tagen betrugen die Verluste der Bolschewisten an einem nur kleinen Abschnitt dieser Kampffront 230 Pan­zerkampfwagen. Das ist mehr als die Ausstattung einer bolschewistischen Panzerdivision und mehr als die Hälfte einer Monatsproduktion der sowjeti­schen Panzerindustrie, wenn diese noch voll und planmäßig arbeiten könnte. Alle von den politi­schen Kommissaren befohlenen Ausfallsversuche aus dem Kessel brechen mit blutigsten Verlusten sür die Bolschewisten zusammen und tragen weiter zur Schwächung ihrer Widerstandskraft bei.

Bei der Eroberung einer Stadt am oberen Tnjepr, die von den bolschewistischen Truppen be­sonders hartnäckig verteidigt wurde, nahmen Ver­bände des deutschen Heeres mehr als 10 000 sowjetische Soldaten gefangen. 108 Geschütze, die die vollständige Artillerieausstattung von zwei bolschewistischen Divisionen darstellt, wurden er­beutet. Ferner fielen den deutschen Soldaten 58 Panzerabwehrgeschütze und Granatwerfer, 392 Maschinengewehre, 300 Personen- und Last­kraftwagen, 300 Fahrzeuge anderer Art, 750 Pferde und ein Flugzeug in die Hände.

, Bei den Kämpfen um einen von deutschen Truppen gebildeten Brückenkopf an der Nordostsront wurden an einem Tage 330 bolschewistische Gefangene eingebracht. An der gleichen Stelle deckten aber über 2000 gefallene Bolschewisten das Kampfgelände. Auch hier zwangen ^ die jüdischen Kommissare die bolschewistischen Soldaten zur Fortsetzung des aussichtslosen Kampfes, indem sie ihnen einen qualvollen Tod in deutscher Gefangenschaft oder Erschießung bei Nachlassen ihres Widerstandes vor Augen stellten. Aus diesem Zwange erklären sich die außerordentlich blutigen Verluste, die die Gefaugctlen- zahlen um ein vielfaches übertreffen.

Dsr gsstrigs cssutrclis V/slirmoclitZldsriclit

Aus dem Führerhauptquartier, 30. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Er­neute Versuche des Gegners, seine ostwärts Smolensk eingeschlossenen Kräfte durch Entsatzangrisfe zu befreien, wurden abgewiesen. Der Feind erlitt hierbei schwere Verluste. An den übrigen Teilen der Ostfront ver­laufen die Operationen planmäßig. Wie bereits durch Sonkcrmeldung bekanntgegeben, versenkten Unter­seeboote im Kampf gegen starkgesicherte britische Eeleit-

Vas Nitlerkrcn; jLc komp'stksger

Berlin, 30. Juli. Der Führer und Oberste Be­fehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Ober­befehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Nitierkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Haupt­mann Mahlke, Kommandeur in einem Sturzkampf- gcschmadcr, Oberleutnant Staiger, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

züge trotz heftiger Abwehr durch Zerstörer, Korvetten, Untersecbootssallen und Hilfskreuzer 19 Handelsschisse mit zusammen 116 500 BRT. sowie einen Zerstörer und eine Korvette. Vor der schottischen Ostküste versenkte die Luftwaffe einen Frachter von KOOV BRT. Kampf­flugzeuge bombardierten in der letzten Nacht mit gutem Erfolg Hafenanlagen von Great Parmouth sowie einen Flugplatz in Ostengland. Bor der nordasrikanischen Küste versenkten deutsche und italienische Sturz­kampfflugzeuge nördlich Tobruk einen großen Tan­

ker und beschädigten ein Versorgungsschiss schwer. Wei­tere erfolgreiche Angrifjg deutscher Kampfflugzeuge rich­teten sich gegen britische Barackenlager bei Marsa Matruk. Am Suezkanal wurden in der Nacht zum 20. Juli militärische Anlagen bombardiert. Kampfhand­lungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden nicht statt. In der Atlantikschlacht haben sich die Untersee­boote unter Führung von Kapitänleutnant Mützel- burg, Kapitänleutnant Bauer und Oberleutnant z. S. SchiiIer besonders ausgezeichnet."

N seindflug;euge abgeschossen

Schwere Verluste Ser Veiten bei kinflugsversuchen in Nordnorwegen - fluch über der Veutschen Sucht.

Berlin, 30. Juli. Der britischen Luftwaffe wurden am Mittwoch an zwei voneinander weit abliegenden Punkten schwere Verluste zugefügt. Britische Torpedo­flugzeuge, die unter starkem Jagdschutz von einem Flug­zeugträger im Nördlichen Eismeer gestartet waren, ver­suchten in mehreren Wellen einen Hasen in Nordnor­wegen anzugreifen. Dieser Vorstoß, der zeitlich mit dem Auftreten einiger Sowjetflngzeuge zusammenfiel, schei­

terte vollständig. 23 Feindslugzeugc wurden in Lust- kämpfen, zwei durch Flakartillerie, drei weitere durch Marineartillerie abgeschossen. Die Besatzung von zwei eigenen Flugzeugen, die bei diesen Kämpfen verloren­gingen, sind gerettet. Ein weiterer Versuch einiger bri­tischer Kampfflugzeuge, in den Nachmittagsstunden in Norddeutschland einzufliegen, scheiterte ebenfalls. Ueber der Deutschen Bucht wurden fünf Feindflügzeuge ohne eigene Verluste im Lustkampf abgeschossen.

liier ist Lügen zwecklos, Mr. Lliurchill!

von Stalin befohlene „kntlostunssoffenjive" der Seilen brach kläglich zusammen

Berlin, 30. Juli. In den Luftschlachten über dem Kanal am 23. und 24. Juli brach die laut und lange angekündigte Absicht der Briten, eine Entlastungsofse i- sive sür ihre bolschewistischen Verbündeten zu unter­nehmen, in der überlegenen deutschen Abwehr kläglich zusammen. Die kühnen Angriffe der deutschen Jäger und der mutige Einsatz deutscher Borpostcnboote und Flak brachte» den großangelegten Ängrifssversuch der Briten völlig zum Scheitern. Die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des deutsche» Soldaten und der nicht einzu­holende bedeutende Materialvorsprnng der deutschen Maschinen und Waffen begründet die große Niederlage der Briten, die in 30 Stunden dieser beiden Tage 87 Flugzeuge verloren.

Das britische Luftfahrtministerium beharrt darauf, den schweren Verlust der britischen Luftwaffe vor dem britischen Volk und der Welt weiter zu verheimlichen Dieses hartnäckige Ableugnen ändert nichts an der Tat­sache, daß die deutsche Luftabwehr im Westen die bri­tische Luftwaffe stark zur Ader gelassen hat. Um den Briten die notwendigen Unterlagen für eine wahrheits­getreue Meldung zür Verfügung zu stellen veröffent­lichen wir nachfolgend die Namen der in diesen zwei Tagen in deutsche Gefangenschaft geratenen oder als Leichen geborgenen britischen Flieger.

Durch den deutschen Seenotdienst wurden der Schwa­dron Leader Frank-Landscer Lampbell-Rogers und der Seraoanl David Edward Bingham aus dem Kanal ge­leitet. Lampbell-Rogers trägt die Erkennungsnummer 41 253 und ist in Kanada geboren. Seine Heimatan­schrift ist zur Zeit London, Victoria Street 158. Ving- ham ist Schotte und stammt aus Sterlingshire, Elen-

bervid-Larbert. Seine Erkennungsnummer lautet 580 479. Ein dritter britischer Flieger, Sergeant Sulli- van, aus Barry bei Cardiff hat den Tod in den Wellen gefunden. Die Besatzung weiterer britischer Flugzeuge mit Major Lolings, geb. am 13. 8. 1917, Unterleutnant William James Hunter, geb. am 21. 8. 20 und den Sergeanten Albert Edward Taylor, geb. am 29. 3. 1921, John Hesmond.-Halgh, geb. am 10. 7. '1921, Frederic Mar­tin Smith, geb. 21. 8. 1919 wurden von einem deutschen Vorpostenboot in dem Augenblick aufgenommen, als ihre Maschinen absanken. Ein anderers Fahrzeug der deut­schen Kriegsmarine rettete aus dem Kanal den am 23. 7. um 14.30 Uhr von einem deutschen Jäger abge­schossenen Pilot-Officer Eilbert Frank Lowes, Er­kennungsmarke 62 018, geb. am 18. 4. 1917 in London, Wohnort Rowber Cloje Totteridge London Nr. 70. Der Gefangene wurde mit Schnitt- und Splitterwunden an Füßen und Armen in ein deutsches Lazarett eingeliefert.

Folgende britische Flieger sprangen aus brennenden Maschinen ab und wurden von deutschen Infanteristen an der Küste gefangengenommen: Lt. John Frederic Llayton, geb. am 29. 9. 1911: Sergeant William Lloyd Jacobson,-geb. am 16. 1. 1914; Sergeant Jan Dennis Knot, geb. am 14. 10. 1919; Sergeant James Alexander Short, geb.vam 18. 11. 1916; Allen James Elarke, geb. am 25. 5. 1919. ' Tlayton hat die Erkennungsnummer 44 677 und hat die Heimatanschrift St. Margarete on Themse, Cordon Avenue 45. Sergeant Jacobson trägt die Erkennungsnummer R. 51 672 und stammt aus Win- nipeg in Kanada, Landsdowne Avenue 108. Knot trägt die Erkennungsnummer 924 849 und wohnte in (Fortsetzung aus Seite 2)

V er läge hinter den bolschewistischen Linien

Nahe pflanzkartosteln gegen den ärgsten Hunger — oefästrliches Nachtlager in nächster Nälze der Sowjets

.30. Juli. Noch eine Nacht hindurch muß Ober­leutnant R. in dem Wäldchen bleiben. (Dergl. „Bremer Zeitung" nom 20. Juli.) Auf dem Flugplatz nebenan herrscht jetzt größe Aufregung und wildes Durcheinan­der, denn der durch die deutschen Bomben unbrauchbar gewordene Platz wird von den Sowjets geräumt. Da hat natürlich niemand mehr Zeit, nach dem ab­gesprungenen Deutschen zu suchen, und so kann Ober­leutnant R. diese Nach: ziemlich ungestört schlafen. Von der Stadt R."lcnchtcn inzwischen immer noch die von unseren Bomben verursachten Brände herüber. Am nächsten Morgen erwacht Oberleutnant R. mit einem barbarischen Hungergefühl und fast noch schlimmeren Durst. Volle 36 Stünden befindet er sich nun schon in dem Wäldchen und hat während dieser Zeit nur eine einzige Frnchtschniile zu sich genommen. Vier von die­sen Fruchtschnitten hat er nur bei sich. Da heißt es also haushalten. Da der Flugplatz nebenan jetzt srpi ist, wagt Oberleutnant R. sich ein wenig heraus.auf die Felder und wllblt mit den Händen in einem Kartoffel­acker, doch so viel er auch wühlt, junge Knollen sind noch nicht zu entdecken, dagegen findet er unter jeder Staude die alte Saatkartoffel.

Nach der Eile der Bolschewisten zu urteilen, müssen die deutschen Truppen schon sehr nahe sein, also ent­schließt sich Oberleutnant R. gegen Abend, sich nach seinem Taschenkompaß, den er glücklicherweise bei sich hat, in Richtung auf M. und die deutschen Linien vor­zuarbeiten. 60 Kilometer war die Front vor zwei Tagen entfernt, heute würde sie sicher schon bis auf wenige Kilometer an H. heranreichen. Oberleutnant R. trägt immer noch seinen Flugdienstanzug, also ist nach wie vor allerhöchste Vorsicht geboten.

'Papste-.?--

Noch bei Tageslicht umgeht er auf den Feldern die

Stadt in südlicher Richtung, bis er an einen eiwa

30 bis 40 Meter breiten Fluß kommt. Oberleutnant R. wartet, bis es einigermaßen dunkel ist. dann uratct er durch den Fluß. Das Wasser geht ihm bis an die

Brust; aber es hilft nichts. Er muß hindurch. Dicht

neben dem Fluß führt auf dem andern Ufer die Straße entlang, auf der immer noch Verkehr ist: doch ungesehen erreicht Oberleutnant R. das andere Ufer und versteckt

sich gleich wieder in einem Gebüsch unmittelbar an der Straße. Während er seine Schuhe auszieht und das Wasser ausschüttet, yahen sowjetische Panzer heran. Es sind mittelgroße Panzer, wie sie von unseren Panzerjägern zu Hunderten erledigt wurden, die nun in endloser Kolonne von der Front zurückfluten. Da­zwischen fahren Lastkraftwagen und andere Troßfahr- zenge. Es muß ein ganzes Panzerregiment sein, das hier dicht an dem Versteck von Oberleutnant R. vorbei­zieht. Mehr als einmal ist er nahe daran, entdeckt zu werden. Endlich lichten sich die Kolonnen, und Ober­leutnant R. macht sich bereit zum Sprung über die Straße. Er mutz die andere Straßenseite ge­winnen; denn hier dicht am Fluß würde er zu sehr Gefahr laufe», gesehen zu werden. Dort drüben aber ist der schützende Wald. Als der Abstand zwischen den einzelnen Fahrzeugen etwas größer ist, springt Ober­leutnant R. daher auf und läuft quer über die Straße in den Wald; aber er ist gesehen worden. Von dem nächsten Wagen springt ein Soldat herunter und folgt ihm in den Wald; doch weit wagt sich der Verfolger nicht hinein, und so kann Oberleutnant R. seinen Äftg in Richtung Front fortsetzen.

Unter größterVorsicht und Strapazen arbeitete er sich im Laufe der Nacht einige Kilometer weit dicht neben der Straße im dichten Unterholz vorwärts. Er kann nicht weit in den Wald hinein, weil dieser ver­sumpft und unwegsam ist. Gegen Morgen — es ist bereits der 10. Juli — sucht er sich in der Nähe einer Wasserstelle wieder ein dichtes Gebüsch und schläft dort einige Stunden. Er ist so erschöpft, daß er sich kaum noch auf den Beinen halten kann. So verschläft er auch noch einen Teil des folgenden Tages, bis der Lärm der bolschewistischen Truppen auf der nahen Straße ihn wieder weckt. Gegen Abend muß er den Versuch, außerhalb des Waldes durch die sowjetischen Linien zu kommen, aufgeben und in den Wald zurück­kehren. Er sucht ein Versteck zum Schlafen; kann aber in dieser Nacht die Augen nicht lange schließen, dauernd hört er Stimmen in nächster Nähe.

Am nächsten Morgen, es ist bereits der vierte Tag seit seinem Abfpiung mit dem Fallschirm, macht

er die nicht gerade angenehme Feststellung, daß nur 30 Meter von seinem Versteck entfernt ein feindlicher Troß mit Wagen und Pferden sein Lager bezogen und dort übernachtet hat. Er hat also in allernächster Nähe der Sowjets im Gebüsch gelegen, ohne zu wissen, in welch großer Gefahr er sich fortwährend befunden hatte. Noch immer hat Oberleutnant R. nicht die geringste Ahnung, wie weit die deutschen Vorposten noch entfernt sind. Da sieht er im Laufe des 11. Juli, wie bolschewistische Martin-Bomber die weiter nördlich führende Straße angreifen und dort von schwerer Flak beschossen wer­den. Das muß deutsche Flak sein, also ist er bereits viel zu weit in den Wald eingedrungen. Im Laufe des Tages schlägt er sich in nördlicher Richtung durch den Wald, sich dabei wieder von einigen Walderd­beeren nährend. Als es dunkel wird, hat' Oberleutnant R. die vordersten Linien der Sowjets vor sich. Unter Ausnutzung des dichten Unterholzes des Waldes schleicht er sich an den Posten und 8 ch ü tz e n st e l l u n g e n der Sowjets vorbei. Dieser Teil seiner abenteuerlichen Flucht ist der aufregendste

und gefährlichste; aber nun, da er weiß, daß dort drüben auf der Straße bereits die deutschen Panzer rollen,

setzt er noch einmal alle Kraft und Energie ein.

Um Mitternacht steht er auf der Straße. Auf dieser marschieren bereits die deutschen Truppen. Ein Per- ionenkraftwagen bringt ihn sogleich zurück zum nächsten Stab, wo man zunächst verwundert die Köpfe schüttelt, als der braungebrannte Fliegeroberleutnant in der verstaubten und verschmutzten Uniform berichtet, daß er sich vier volle Tage und vier Stunden hinter der bolschewistischen Front aufgehalten habe. Dann schüttelt man ihm aber herzlich die Hände und beglückwünscht ihn zu seiner unter so abenteuerlichen Umständen ge­glückten Flucht durch die sowjetischen Linien. Noch grö­ßer aber ist die Freude bei der Jagdgruppe, als Ober­leutnant R. am nächsten Morgen dort wieder eintrifft und feinen Kameraden über seinen Lustkampf mit den feindlichen Jägern, seinen Absprung im Fallschirm und seine Flucht durch die Front berichtet. Einen Taa gönnt Oberleutnant R. sich Ruhe, dann steigt er wieder in eine Me. 109, um mit seiner Staffel die Sowjctfliegcr zu jagen. Das ist echter Jagdfliegergeist!

Lee

Arbeitsmänner hier — Arbeitssklaven dort

Die Abteilungen des Reichsarbeitsdienstes marschieren heute an der Seite des deutschen Soldaten in das „Pa­radies des vereinigten Proletariats". Der zähe Kampf zwischen den Armeen, das unaufhaltsame Vordringen der deutschen Truppen, die einen Kampf zweier ent­gegengesetzter Welten zum letzten Sieg führen, sind in einem Höheren Sinn bedeutungsvoll für die Ärbeits- männer und ihre Führung, die diesen Weg mitgehen und diesen Kampf mitkämpfen Wenn heute der deutsche Ar­beitsmann mit an der Spitze steht, wenn er in verbisse­nem Dienst am Ganzen den Kampf mit dem östlichen Raum, mit der weglasen Ebene, mit Dreck und Sand auf­nimmt. so kämpft er seinen Kampf im eigensten Sinn, den Kampf des selbstbewußten deutschen Arüeitsmonschen gegen das entfesselte Proletariat.

Wenden wir für einen Augenblick uns ab von den erregenden Phasen dieses Ringens, wenden wir uns der Vergangenheit zu, aus der dieser Kampf letztlich geboren wurde, so bleibt unser Blick haften an den letzten Tagen des Jahres 1932, da diele selbe entfesselte Mordlust, dieses Untermenschentum, das heute von unseren Sol­daten geschlagen wird. im eigenen Land das Haupt zum letztenmal erhob, ehe der Sieg des Führers ihm den Nacken zerbrach. Die deutschen Heere stehen heute in dem gleichen Kamps, in dem Horst Wessel gefallen ist, und erst dieser Sieg wird die große Mission des deut­schen Volkes zu Ende führen.

Wie entstand dies alles? Mit dieser Frage fragen wir nach einer Zeit, die uns heute schon fernste Pergangen- heit dünkt. Es ist eine Frage, auf die es zwei Antworten gibt, von denen eine vielleicht ebenso zutreffend scheint wie die andere. Die Antwort, die die „Geschichtsauf­fassung" des Marxismus gibt, ist die einfachere. Die materialistische Geschichtsauffassung, die abseits von Menschen und Hirnen nur Hunger und Gold als Trieb­kräfte der Geschichte anerkennt, erklärt die Entstehung des „Proletariats" aus der Wirksamkeit des Kapitals. Es liest sich ja auch so einfach und erschöpfend, wenn man sagt: Das Eigentum an den Produktionsmitteln — das Kapital — verlangt die Verelendung der Arbeiter­schaft.

Natürlich ist der ganze Gedanken gang nicht so einfach, natürlich wird zur Begründung die gesamte liberale Volkswirtschaftslehre herangezogen, werden Definitionen erfunden, die so teuflisch einfach sind, daß jeder Arbeiter der nach der Ursache seines Elends fragt, einfach auf diese wenigen, wunderbar gedrechselten Schlagworte her­einfallen muß. Aber im Ergebnis wird dann nur eine Klasse geschaffen, eine Klasse der Enterbten, die auf die Eigentümer gehetzt wird, um die „Expropriateure zu expropriieren", Das Gut, das den Kapitalisten entrissen wurde, eignen sich dann andere an und üben damit ihre Herrschaft aus, die sich jede Tyrannei und Brutalität leisten kann, da die Entrechtung nun im Namen der Ent­rechteten erfolgt...

Im Namen der Entrechteten ... die herrschende Kaste des Sowjetstaates, die Kommissare, wenden die Me­thoden der hochkapitalistischen Wirtschaftsführer haar­genau an. Sie gründen ihre Trusts und tyrannisieren die Arbeiterschaft, sie können nur noch unverfrorener seid, als der wildeste Sklavenhändler der kapitalistischen Hochblüte. Denn der mußte immer noch auf irgendeine Oeffentlichkeit bedacht sein, vor der die Sache nach Recht aussehen sollte Der Sowjetkommlsfar hat das alles nicht nötig. Jede seiner Maßnahmen, jede seiner tyrannischen Anordnungen hat die Sanktion des sogenannten werk­tätigen Volkes, in dessen Namen das alles geschieht.

Das alles entstand letzten Endes aus der unvollstän­digen Fragebeantwortung, die sich der Jude Karl Marx in seinem Buch vom Kapital leistete. Die Juden hatten die Dinge.-genau erkannt und betrachtet. Sie hallen nur die Menschen vergehen, die hinter diesen Dingen standen. Der Proletarier hat kein Vaterland, der Kapitalist hat auch keines. Dieses Vaterland leugnete der Jude einfach ab, sah es als Sentimentalität an, entwurzelte den Ar­beiter, um sich des Proleten bemächtigen zu können. Er bemächtigte sich seiner, indem er systematisch alle Werte tötete, die diesen Menschen noch an eine Verquickung mit Tieferem als Hunger und Gier glauben ließen. Er tötete nicht nur die Religion, er leugnete Gott, er tötete nicht nur den Staat, er leugnete das Volk. damit er alle Machtstellungen über der irrenden, bindungslolen Masse besetzen könne, ehe die sich nur besonnen hatte.

In der Sowjetunion glückte dieses jüdische Vorhaben. Es schuf aus einer primitiven Bevölkerung die willenlos boJnäßio.e Masse. Wo die Götter dieser Menschen gestan­den, setzten sie die ihren ein, und das bleiche Antlitz Lenins brennt aus den Winkeln, in denen die Ikone der Heiligen geschmückt wurden. Dieses Volk erhielt das Heroin des Hasses eingeimpft.

Wir sehen also das wesentliche Ziel der jüdilch-kom- munistftchen Agitation, die Vernichtung der Organität, der inneren Bindung, des Zugehörigkeitsgefühls und Wertbewutztseins des Menschen. Diese südliche Agitation hatte früher auch in Deutschland von der Masse der deutschen Arbeiterschaft schon Millionen abgespaltet. Der Arbeiter taumelte damals in einem Wirrftl von Ge­schrei und Betrieb ziellos hin und her. Wo er noch glaubte, schämte er sich seines Glaubens, wo er noch

...

Nordostwärts Smolensk wurden an zwei Tagen 2l Panzerkainpfwaqen vernichtet: am oberen Dnjc, wurden 10 000 Gefangene gemacht.

Bolschewistische Entlastungsangriffe sind gescheite»

In Nordnorwegen wurden 28 Feindflugzeuge a geschossen.

Ueber den neuen großen Erfolg der deutschen l Boote im Atlantik werden Einzelheiten gemeld.

Die deutsche Luftwaffe unternahm erfolgreiche A griffe in Nordafrika, die italienische auf Cyper

Die im Kanal gefangengenommenen britisch, Piloten sind ein lebender Beweis für den Z iammenbruch der „Entlaftungsossensivc" Churchlll

SA.-Obcrgruppensührcr Böhmcker sprach zu d< Männern der SA.-Standartc KOl in Brcmcrvörd

150 BDM.-Mädcl des Obergaucs Nordsee unte nahmen in diesen Tagen eine Pommcriisah»

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