Ausgabe 
(28.7.1941) Nr. 207
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Am 24. Juli ist^ Berufskamsrad, d> ZollsekretSr

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Ehre seinem And Die Beerdigung Dienstag, 11 Uhi Kapelle des g Friedhofes aus s-

Danksagung

Für die vielen Beweise ger Teilnahme bei«, scheiden unserer Mutter, Frau

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sagen wir allen, j«-j dere Herrn Pastor L« sür die trostreichen! unseren herzlichen Der Die Kinder u. Anzis Bremen, im Juli IM

Ihre Freunde und suchen Ihre Familien in der „Bremer Ze

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und vremen

Nr. 20? / 11. Jahrgang

Montag. 28. Juli 1841

kinzelpreis 15 Nps.

operalionen im Osten erfolgreich fortgesetzt

Zwei Sowiet-Moisionen vernichtet / 2Z0B0 Befangene / 241 Beschütze und 7ZB Kraftwagen erbeutet

Berlin, 27. Juli. Jin Raume von Mogilew wurde der letzte Widerstand der eingeschlossenen sowjeti­schen Streitkräste unter schweren Verlusten sür die Volschewisten gebrochen^ Zwei sowjetische Divisionen wurden vollständig vernichtet. 23 096 Ge­fangene wurde» eingebracht, 181 Geschütze und Flak­geschütze, 80 Panzeräbwehrgeschlltze und 730 Kraftfahr­zeuge fielen in deutsche Hand.

Bei den Kämpfen im Raume von Smolcnsk erbeutete am 25. und 28. Juli eine einzige deutsche Division 82 sowjetische Geschütze aller Kaliber.

Der gestrige cisutsclis V/siirmoclitsillsriclit

Aus dem Führerhauptquartier, 27. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der gesamten Ostfront werden die Operationen mit Er­folg fortgesetzt. Kampfflugzeuge griffen auch in der letzten Nacht Verkehrsanlagen und Versorgungsbctriebe der Stadt Moskau mit guter Wirkung an. In Süd­ostengland bombardierte die Luftwaffe in der ver­gangenen Nacht «ehrwirtschaftliche Anlagen. Deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Nacht zum 27. Juli militärische Ziele am Suezkanal mit Vomben. Bei einem im Schutze der Wolken durchgeführten Tages­angriff einzelner britischer Kampfflugzeuge aus Wohn­viertel der Stadt Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Wohngebäudcn wurde zerstört oder beschädigt. Kampf­handlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden in der letzten Nacht nicht statt."

, Bei Dieppe versuchten am 26. Juli leichte englische Streitkräfte sich der Küste unter dem Schutz des unsich­tigen Wetters zu nähern. Die deutschen Küstenbatterien, die sofort das Feuer auf die britischen Schiffe auf­nahmen, zwangen sie jedoch zum vorzeitigen Abdrehen.

An der Front von Tobruk herrschte am 24. und 25. Juli lebhafte Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Ein britischer Spähtrupp, der sich den deutschen 'Stellungen zu nähern versuchte, wurde unter schweren britischen Verlusten zurückgeschlagen.

Der italismscsis V/sInmocIiis! 2 k>ricIit

Rom, 27. Juli. Der italienische Wehrmachtsbericht hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehr-

kill vrios Stalins an llzurchttt

rck. Stockholm, 27. Juli. (BZ.-Eigenbericht.) Zwi­schen Churchill und Stalin hat ein Briefwechsel statt­gefunden. Es versteht sich, daß Herzergüsse der beiden Verbündeten, wie Londoner Meldungen besagen, „in freundschaftlichem Geiste" geführt wurden. Es hatte aber einen besonderen Anlag, datz Stalin zur Feder griff. Wie der „Dagens-Nyheter'.-Vertreter aus Lon­don erfährt, hat Stalin „im Interesse der gemeinsamen Sache" verschärfte englische Luftaktivität gegen Deutsch­land im Westen oder anderweitige Entlastung für die schwer bedrängten bolschewistischen Armeen verlangt. Was Churchill geantwortet hat, weiß man nicht, aber anscheinend sind die Sowjets stärker als bisher auf amerikanische Hilfe vertröstet worden. Die Hoffnungen auf USA.-Hilse sind Protz genug gewesen, ' um die Sowjets zur sofortigen Entsendung einer Militär­delegation nach Newybrk zu. veranlassen. Sie kam auf dem Luftweg am Sonnabend dort an und flog sofort nach Washington weiter, um mit Sumner Weites und General Marshall zu beraten. In England selbst herrscht, den schwedischen Berichten zufolge, g.rotze Nervosität darüber, datz die englische Regierung den Sowjets so wenig beistehen kann. Die Unruhe im englischen Volk sei deshalb so grotz, weil sich das eng­lische Volk mit gewöhnlicher Langsamkeit erst jetzt dar­über klarzuwerden; beginne, was eine Niederlage der Sowjets für England bedeuten mutz.

macht gibt bekannt: „Gestern wurden in Lustkämpfen über Malta vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Zwei un­serer Jagdflugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Einer der Flugzeugführer wurde gerettet. In der Nacht zum 27. Juli wurde der Stützpunkt La Valetta wiederum bombardiert. In Nordafrita wurde bei Tobruk ein feind­licher Angriffsversuch vereitelt. Ein aus der Reede lie­gender britischer Dampfer wurde von der deutschen Ar­tillerie wiederholt getroffen. An der Sollum-Front nichts von Bedeutung. In der Nacht zum 28. Juli griffen eng­lische Flugzeuge Vengasi an. In Ostafrika hat der Feind die seit hundert Tagen belagerte Besatzung von Uolchesit zur Uebergabe aufgefordert. Die italienischen Truppen antworteten mit Feuer und einem kühnen Ausfall. In der Umgebung von Trapani warf ein britisches Flug­zeug aus sehr großer Höhe Splitterbomben und Vrand- plättchen ab, die Brände hervorriefen, denen man schnell Herr wurde.

Tokio, 27. Juli. Die japanische Regierung wird, wie „Tokio Nitschi Nitschi" zu melden weitz, in einer Zusammenarbeit mit den Regierungen Mandsthukuos und Nankings sofortige Gegenmatznahmen gegen die Ein- "frietung der Guthaben in den USA. ergreifen. Auf Grund von Bestimmungen des japanischen Finanzmini­steriums über die ausländischen Guthaben in Japan werden — Domei zufolge — praktisch auch alle englischen Guthaben in Japan mit dem Augenblick „einsrieren", da in Tokio aus London offiziell die Sperrung der japa­nischen Guthaben in England bekannt wird.

Dr. Nobumi Jto, der Präsident des Jnformationsaus- schusses dee Kabinetts, hob in einer Rundfunkansprache an die ganze Nation Japans friedliche Absichten hervor und erklärte, datz das jäpanisch-französische Berteidi- gungsabkommen friedlicheren Charakters wäre, als die Landung amerikanischer Marinesireitkräfte in Island. Rooseoelts Einfrierungsbefehl wird vom wirtschaftlichen Standpunkt aus keine ernsthafte Wirkung auf Japan haben. Jto kam dann auf die Motive Japans für den indochinesischen Pakt zu sprechen.und sagte: „Wenn die Bereinigten Staaten nicht den Wunsch haben, oder sich weigern, die wahren Absichten Japans zu verstehen, und wenn sie sich jetzt bemühen, Matznahmen zu ergrei­fen, um einen Druck auf Japan auszuüben, so mutz man unvermeidlich zu dem Schlutz kommen, datz die Regie­rung der Vereinigten Staaten eine friedenssto'rende Re­gierung ist. Die Verantwortung für eine solche Hand­lungsweise wird sie allein auf ihre eigenen Schultern nehmen müssen. Abschlietzcnd richtete Jto den Appell an die Vereinigten Staaten, ihre Haltung noch einmal zu überprüfen und forderte die Japaner auf, ruhig zu blei­ben und das Vertrauen auf die Mahnahmen der Regie­rung nicht zu verlieren

2n einem Interview mit der Presse stellte der japa­nische Finanzminister fest, datz die amerikanische Ein- frierungsorder und die Kündigung des Handelsabkom­mens zwischen England und Japan für Japan keinerlei Grund zu irgendeiner Beunruhigung darstellen. Man dürfe versichert sein, datz Japan darauf zu reagieren wisse; Ostasien mit Japan, Mandschukuo und China als Zen­trum verfüge über grotze Rohstoffquellen.

Der Kronrat wird am Montag eine Sitzung zur Be­handlung des japanisch-französischen Abkommens über Französisch-Jndochina abhalten. Nach der Annahme durch den hierfür eingesetzten Ausschutz wird die Ratifi- zierung in einer autzerordentlichen Sitzung des Kron- raies in Gegenwart dds Tenno vorgenommen.

Die gesamte japanische Presse greift eine Roosevelt- Erklärung zur Petroleumausfuhr nach Japan auf. „Nitschi Nitschi" schreibt, Rooseoelts Worte enthüllten

Stockholm, 27. Juli. Nachdem Churchill im Zu­sammenhang mit dem vernichtenden italienischen An­griff auf einen britischen Eeleitzug im.Mittelmeer zu­nächst nur die Versenkung des Zerstörers „Fearlesa" eingestanden hatte, ringt er sich jetzt noch ein weiteres Teilgeständnis ab. In einem Bericht der britischen Admiralität vom Sonnabend wird die Veschzädigung eines Kreuzers zugegeben, die „zum Schutze eitles Ee- leitzuges in der Nähe von Malta" eingesetzt gewesen seien. Es ist besonders bezeichnend, datz sich Churchill über den Verlust an Frachtdampfern in völliges Schwei­gen hüllt und nicht eine einzige verlorene Vrutto- registertonne zu melden hat. Bekanntlich wurden bei der grotzen Luft- und Seeschlacht von unseren italie­nischen Waffenbrudern über 70 060 BRT. feindlichen Handelsschisfraumes sowie zwei Kriegsschiffe und wei­tere zehn Schiffe beschädigt. Der weitaus größte Teil davon ist — wie man sieht — in Churchills Schublade verschwunden.

die Schwäche der amerikanischen Rüstungslage. Im ersten Weltkrieg habe Amerika unter dem Schlagwort „Krieg um des Friedens willen" gekämpft, Rooseoelts Motto dagegen sei, „Frieden" im Pazifik um des Krie­ges im Atlantik willen. Roosevelt wisse, datz die amerikanische Marine gegenwärtig Japan nicht be- droben könne, welche Maßnahmen seitens des Rooseoelt- Regimes noch gegen Japan ergriffen würden. „Tokio Asahi Schimbun" führt aus, die amerikanische. Politik habe von jeher auf dem Wunfch-der Ausdehnung des amerikanischen Machtbereiches basiert.

Rooseoelts gehässige antijapanische Ausfälle sind der beste Beweis für die eigenen Absichten auf Jndochina, das nach. dem Vorbild von Island durch USA.-Streit- kräfte besetzt werden sollte. An der Lautstärke der Schimpfkanonaden erkennt man deutlich das Ausmaß der gescheiterten amerikanischen und englischen Hoff­nungen. Der Aerger über das Zuvorkommen Japans- hat die letzten Schleier der Heuchelei beseitigt, mit denen Roosevelt bisher seine fernöstlichen Pläne tarnte. Nun bleibt dem verhinderten Eroberer, der seine be­rühmte „westliche Hemisphäre" am liebsten auf alle fünf Erdteile ausdehnen würde, nichts anderes übrig, als seine feindliche. Haltung gegen Japan in. jeder Weise zu verschärfen und dazu Anklagen voll ge­heuchelter Entrüstung auszustotzen.

Wie der britische Exchange-Dienst gesteht, hatten USA. und England bereits vor einiger Zeit in Vichy Garantien für Jndochina angeboten. Die Franzosen, denen an Syrien und Island klär wurde, welche imperialistischen Erobcrungsgelüste den amerikanischen Präsidenten bei seiner Politik bestimmen, lehnten aller­dings ab. Sie entschieden sich für ein Zusammenarbeiten mit Japan und leisteten damit, wie man in Nankinger offiziellen Kreisen ebenso wie in Tokio selbst- feststellt, einen wertvollen Beitrag zur Befriedung Ostasiens und der Beschleunigung der Neuordnung im Fernen Osten.

Die Entschlossenheit Japans, sich keine Verlegung der „westlichen Hemisphäre Rooseoelts" in den ostäsiatischen Raum gefallen zu lassen, findet übrigens eine Parallele in der festen Haltung Portugals in bezug auf die Azoren. Vor der Festigkeit der Politik des Staatspräsi­denten Larmona, die Rechte Portugals zu wahren, wird Roosevelt seine trüben Absichten auf die Azoren ebenso zurückstellen müssen, wie ihn das französisch-japanische Abkommen in Jndochina vor eine vollendete Tatsache gestellt bat. '

(Siebe auch Seite 2)

Sirich durch Noosevells-sernoftrechnung

krnste Warnung Japans an Sie Vereinigten Staaten

kinmann-Iorpedo — Italiens modernste Waffe

kin;el1ieiken über den erfolgreichen kinbruch in den britischen Stützpunkt Malta

bn. Rom, 27. Juli. (VZ.-Eigenbericht.) Kaum eine Episode der Kriegführung hat bisher auf die italienische Bevölkerung einen so tiefen Eindruck gemacht, wie der Einbruch der „Sturmboote" — die man sich als eine Art steuerbarer Uebcrtorpedos mit einem Mann Besatzung vorzustellen hat — in den seit anderthalb Jahrhunder­ten zu einer sür uneinnehmbar und unzugänglich gehal­tenen Seefestung ausgebauten Flottenstützpunkt von La Valetta. Die gewaltige Popularität dieser Unter­nehmung erklärt sich daraus, daß in ihr ein Sieg eines bis zur Selbstausopserung gehenden Kampswillens über vielfache feindliche Materialiiberlcgeiihcit erblickt wird: Die Männer, die dieses neue Aiigrisfsmittel zum Ein­satz führen, wissen mit Sicherheit, datz sie nicht zurück­kehren. Im allsrgünstigften Falle wartet aus sie die Gefangenschaft.

Ueber die in La Valetta durch die italienische Aktion .hervorgerufenen Cchädchi konnten noch keine Angaben gemacht werden. Man weitz bis jetzt nur, datz der britische Stützpunkt "am' Freitagabend der Treffpunkt aller noch im Zentralmittelmee^ verbliebenen Ein­heiten des an den beiden Tagen zuvor zersprengte» großen Geleitzuges war. In der Nacht auf den Sonn­abend war der Hafen von La Valetta jedenfalls voll von Schiffen, deren Ladung — auch wenn sie größten­teils für Malta bestimmt war — noch nicht gelöscht sein konnte. Datz acht gewaltige Explosionen gehört wurden, die von riesigen Flammenfchäden begleitet

waren, erhält seine völlige Deutung durch die von unterrichteter Seite gemachte Mitteilung, wonach die hochbrisante Sprengladung der italienischen Angrisfs- mittel nur explodieren kann, wenn das Ziel erreicht ist. Die Beobachtungen der begleitenden Einheiten lassen daher nur die Deutung zu, die Stefani folgender­maßen ausdrückt: „Man kann gewiß sein, datz minde­stens acht weitere englische Schiffe nicht mehr aus­lauten können. Diese Aktion läßt sich' hinsichtlich des erreichten Ergebnisses mit einer grotzen Seeschlacht ver­gleichen."

Ueber die neuartigen Angriffsmittel der italienischen Marine wird in Rom bei aller Zurückhaltung an­gedeutet, datz die Vorbereitung und Erprobung mehrere Jahre zurückreicht. Monatelänge Uebungen der Be­dienungsmannschaft, die aus Hunderten von Frei­willigen ausgewählt wurde, sind nun durch den Einsatz gekrönt. Die italienischen „Sturmboote" wurden zum erstenmal in der Nacht aus den 27. März 1941 zu einem Angriff auf die Cuda-Vucht verwendet. Damals wurde dem 8256 Tonnen grotzen englischen Kreuzer' „Park" ein riesiges Leck mittschiffs in den Kesselraum gerissen. Das Schiff drohte zu versinken und wurde von den Engländern daher auf eine seichtere Stelle geschleppt. Die deutschen Stukas gaben der „Park" bei ihrem Großangriff auf die Suda-Bucht im Mai mit drei Volltreffern den Rest. In der Nacht znm 27. März hatten die italienischen „Sturmboote" außerdem Trans­porter versenkt. .Dieser volle Erfolg ließ bei der italie­nischen A-mjralität den Entschluß reisen, bei günstiger

Gelegenheit einen Angriff auf das ungleich stärker ge­sicherte Malta zu wagen. Diese Gelegenheit bot sich, als die zweitägigen Angriffe gegen den grotzen Eeleit­zug in der mondlosen Nacht auf den Sonnabend zu einer seit langem in derartigem Ausmaß nicht beob­achteten Schiffsansammlung in La Valetta geführt hatte.

Der Verlauf des Durchbruchs der „Sturmboote" durch die Hafensperre von La Valetta, die nach italieni­schen Angaben aus Sperrketten, Minenfeldern, Schein- werserbatterien, Abhöraulage», infraroten Strahlen und selbstverständlich Hunderten von Geschützen und MGs aller Kaliber besteht, wird hier folgendermaßen rekonstruiert: Leichte Einheiten der italienischen Kriegs­flotte, vermutlich Torpedoboote, brachten die „Sturm­boote" bis knapp vor den Hafeneingang von La Valetta und setzten sie dort auf das Wasser. Während die Boote über die Hafensperre glitten, wurden sie einen Augen­blick lang vom Lichtkegel eines Scheinwerfers erfaßt. Andere Scheinwerfer entdeckte» die vor dem Hafen war­tenden leichten Einheiten. Sofort traten zahllose Schnell- fcucrgeschiitze in Tätigkeit. Sie konnten aber die „Sturmboote" nicht mehr aufhalten, die sich, wie eine römische Zeitung zu verstehen gibt, in die einzelnen Hafenbecken der ausgezahnten Bucht von La Valetta verteilten. Das Feuer der britischen Hafcnvcrtcidi- gung, in das die einzelnen Forts eingrifscn, hielt an, wurde aber nach wenigen Minuten durch die erwähn­ten acht Explosionen übertönt, die den Erfolg des kühnen Unternehmens bezeichneten.

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Vollendung einer germanischen Tradition

K. blii. Das scharfe Schwert unserer siegessicheren Wehr­macht rettete im Osten die europäische Kultur in einem Raum vor der Vernichtung, der schon vor Jahrtausenden arische Kämpfer in gleicher Richtung wie unsere heroi­schen Truppen vorstoßen sah. Wird von vor- und früh- geschichtlicher Ostsiedlung der Germanen gesprochen, so steht dem Deutschen außer den östlichen Grenzmarken des Reiches im allgemeinen nur das Gebiet des frühe­ren Polen sowie das Baltenland vor Augen. Ganz zu Unrecht: denn in den bisher fünfzig Jahrhunderten ger­manischer Kulturleistung erstreckte sich ein nicht geringer Teil schöpferischer Kolonisationsarbeit auch aus die wei­ten Steppen- und Waldslächen jenseits der Dnjestr-Düna- Linie bis zum Ural, ja, die Geschichtsforschung hat fest­gestellt, daß nordischem Wirken an Don und Wolga noch größere Bewunderung als den Staatsbildungen im übri­gen Europa zu zollen ist, „fanden doch die germanischen Kolonisatoren im Ostraum nicht wie dort bereits Ge­staltetes vor, sondern lediglich die Notwendigkeit, in mehr als einem Sinne aus eigener Kraft von vorn anzufangen".

Nicht weniger als fünf arische Völker­wellen. die sich bis weit zum Osten unserer Erdteile ergossen, können unterschieden werden. Die erste nordisch­indogermanische Durchdringung Osteuropas hatte im 3. Jahrtausend vor der Zeitwende ihren Ursprung in den Wanderungsbewegungen, die von Mitteldeutsch­land, Norddeutschland und Skandinavien ihren Aus­gang nahmen. Es handelt sich bei diesem erst in der jüngsten Vergangenheit näher erforschten vorgeschicht­lichen Geschehen im wesentlichen um die Ausbreitung der nordischen „Riesensteingrabkultur" bis zum mittleren Dnjepr und um die (auf Grund der Beschaffenheit ent­sprechender Bodenfunde so benannte) „schnurkeramische Streitaxtkultur" bis über die Wolga hinaus. Die Wissenschaft verdankt hier besonders dem deutschen Prä­historiker Gustav Kosinna grundlegende Erkenntnisse. Danach waren vor allem die nordischen „Streitaxtleute" Träger einer recht weiträumigen Jndogermanisierung; ihnen in erster Linie gebührt das Verdienst, die Ur- bewohner des osteuropäischen Waldgürtels für den Uebergang von der Jägerstufe zu Ackerbau und Vieh­zucht befähigt zu haben.

Was den Zeitraum zwischen 1600 und 750 vor der Zeitwende betrifft, so steht fest, datz in diesem zweiten Abschnitt, nämlich dem der jungen Bronzezeit, Nord­germanen nicht nur zahlreiche Kolonien in Finnland, Estland und Livland ins Leben riefen, sondern unter Berührung der SLdgrenze reiner Nadelwälder kühne Vorstöße bis in das Gebiet des heutigen Kasan nördlich des Wolga-Knies unternahmen. Das von dieser zweiten Völkerwelle zum Osten geführte ger­manische Blut dürfte indes schon frühzeitig versickert sein. Die etwa 560 Jahre später erfolgten Wander- züge der ostgermanischen Bastarnen und der westger­manischen Skiren brachten von Ostdeutschland aus vor­übergehend nordische Kulturträger in die Mündungs­gebiete der Donau und des Dnjepr. Wir erinnern uns der gescheiterten, von deutschfeindlichen Elementen dik­tierten Versuche polnischer „Forscher", die germanische Herkunft der Bastarnen in Abrede zu stellen, die ein­wandfreien Urteile des Tacitus über den germanischen Charakter jenes Stammes einfach zu ignorieren und die in Rede stehenden Kulturleistungen entgegen den er­wiesenen Tatsachen mit einem slawischen Vorzeichen zu versehen. Die vorurteilsfreie echte Wissenschaft hat den Fälschern der Wahrheit inzwischen das Konzept gründlich verdorben.

Der vierte Akt im gewaltigen Drama der erwähnten Völkerbewegungen begann um 206 nach der Zeitwende mit der Bildung des ersten germanischen Weltreichs auf osteuropäischem Boden, des historischen Eotenreiches in Slldrutzland zwischen nördlicher Steppengrenze und Schwarzem Meer. Der Kultnreinflutz dieses Reiches, dessen Bedeutung auch hervorragende ausländische Historiker gewürdigt haben, reichte von Skandinavien bis zum Donau-Delta, von den Karpaten bis zum mittleren Ural. K. H. Schroetter, auf dessen Arbeitsergebnisse und Zusammenstellungen (mitgeteilt in der von Hans Hagemeyer herausgege­benen Vortragsreihe „Europas Schicksal im Osten") wir uns zu einem Teil stützen, betont, auf Grund der vorgeschichtlichen Bodenfunde könne kein Zweifel darüber bestehen, datz die Goten den in Osteuropa ansässigen Urbewohnern die Segnungen einer höheren, ihnen bis dahin fremden Kultur vermittelt hätten. Ja, .sie seien Kulturschöpfer und Kulturgestalter in einer für den Osten bisher unbekannten Weise gewesen. „Wenn wir mit westeuropäischen Maßstäben messen, haben die Ost­goten den trägen und beharrenden Ostraum in knapp zwei Jahrhunderten kulturell um über ein Jahrtausend vorwärts gerissen." Erwähnt sei noch im Hinblick auf den Güteraustausch, datz die Erschließung der Mcmel- Dnjepr-Stratze als Handelsweg das Werk jenes Volksstammes war.

Schließlich führte — das war die fünfte der germa­nischen Kolonisationswellen — nach der Vernichtung des Ostgotenreiches durch die Hunnen die wiederum von Skandinavien ausgegangene Wikinger-Bewe­gung des 9. Jahrhunderts auf osteuropäischem Boden »IMMINIMIMMMMMNIIIIMMIMMIIIMMMMIMMMMMIMMMMMIMNI

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Die Operationen im Osten nehmen weiterhin einen für unsere. Truppen erfolgreichen Verlaus; zwei Sowjetdivisionen wurden bei Mogilew vernichtet. 23 060 Gefangene konnten eingebracht werden. Stalin wandte sich brieflich hilfeslehend an Churchill. Ueber den erfolgreichen Ueberfall italienischer „Ein- mann-Torpedos" auf den britischen Stützpunkt Malta werden Einzelheiten berichtet.

Gegen britische Greuel an internierten Frauen in London erhebt das französische Rote Kreuz Anklage. Japan richtete in der Angelegenheit Französisch- ^ndochinas ernste Warnungen an die USA.

Die Bremer Segler führten eine Wettfahrt aus der We,cr durch.

Werder gelang cs, den Niedersachscinncistcr Hanno­ver 98 mit 5:1 zu schlagen.

Vcim „Braunen Band" gab cs eine Ricienüber- rajchnng durch den unerwarteten Sicq von ..Wild­ling".