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Erscheint 7maltv?chtzntllch MenalSbczu- Ml 2,3V einschl. Zu- stellgebübi. Postbezuaspicis monatl. 2,3!) « (einschl. 27,3 Pcst- zeilungSgebühr) zuzügl- 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: N<3.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6/8. Fernspr. Z4121, Nach», u. Benutz. Z 11 18. <3 prechz.: Verlag: wcrktl. 12—13 Uhr; Schriftleikung: Dienstag und Freitag 12'/-—13'/- Uhr.
-reiner Zeitung
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmrsblatt des Negierenden Nstrgermeisters der Zrcien fjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatthallers in Oldenburg und vremen
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Nr. 201 / l l.Zastrgang
Dienstag, 22. Zuli 1941
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kinpörung bei den SowjeNruppen
Nach -er kmseyung -er kriegskommUare ra-leeiche Kommandeure abgefetzt und ;um 7ode verurteilt
Berlin, 21. Juli. Die Verstärkung des Einflusses der politischen Kommissare in UdSSR. und die Neu- einsetzung von sogenannten Kriegskommissaren hat die Verwirrung und die Auflösungserscheinungen innerhalb der Sowjetarmee nur noch vermehrt. Aus den Aussagen von Gefangenen und lleberlänfetn geht hervor, daß die bereits vorhandenen Spannungen zwischen der Truppen- führnng und den Kommissaren in den letzten Tagen noch wesentlich zugenommen haben.
Bei den ostwärts Mogilew und im Raum von Smo- lensk eingesetzten Sowjettruppen war die erste Maßnahme der neuen Kommissare die Absetzung zahlreicher Bataillons- und Regimentskommandeure. Unter den bei Smolensk eingebrachten Gefangenen befindet sich der ehemalige politische Kommissar Äntonow Piotrkowitsch aus dem sowjetischen Artillerie-Regiment 416, der von dem neuen Kriegskommissar des Regiments selbst der llnzuverlässigkeit bezichtet worden war. Zusammen mit anderen Kommissaren und mit zahlreichen Offizieren wurde er zum Tode verurteilt. Soldaten seiner Batterie ermöglichten ihm jedoch die' rechtzeitig Befreiung und die Flucht.
Bei der Truppe selbst herrsche — so sagte er aus — große Erregung und Verbitterung über die Absetzung und Erschießung vieler alter Frontoffiziere. An die Stelle der abgesetzten Fronfoffiziere seien junge Etappen- offiziere getreten, die den neuen Dienstkommissaren in jeder Weise hörig seien. In einigen Abteilungen sei es bereits zu offener Erhebung der Truppe gegen die Kriegskommissare gekommen/
6PU. übernimmt Sie Macht
Istanbul, 21. Juli. Wie aus Moskau berichtet wird, hat das Präsidium des Obersten Rates der Sowjetunion die Vereinigung des Volkskommissariats des Innern mit dem Volkskommissariat für Staatssicherheit (GPU.) zu einem einzigen Volkskommissariat beschlossen. Zum Volkskommissar
Vor gestrige Wehrmachtsbericht
Aus dem Führer-Hauptquartier, 21. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Südteil der Ostfront verfolgen deutsche, rumänische und ungarische Truppen den geschlagenen Feind. An der gesamten übrigen Front nehmen die Kampfhandlungen unter Vernichtung zahlreicher eingeschlossener feindlicher Gruppen weiterhin einen erfolgreichen Verlauf. Im Kampf gegen Großbritannien versenkte die Luftwaffe in der letzten Nacht vor der britischen Ostküste zwei Frachtschiffe mit zusammen 11 Süll BRT. sowie ein Schnellboot. Kampfflugzeuge bombardierten Hasenanlagen an der schottischen Ostlüste, an der Siidostkiiste Englands und Flugplätze im Siidosten der Insel. In Nordafrika belegten deutsche Kampfflugzeuge britische .Artilleriestellungen und Kaianlagen in Tobruk wirksam mit Bomben. In Luftkämpfen wurden drei britische Jagdslugzeuge abgeschossen. Bei Versuchen britischer Flugzeuge am gestrigen Tage und in den heutigen Morgenstunden die Kanalkiiste anzugreifen, schössen Jäger und Flakartillerie acht, Äorbostenboote und Sperr- brecher vier feindliche Flugzeuge ab. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste."
wurde der GPU.-Mördcr Bcrija ernannt, der auch eines der drei Mitglieder des kürzlich eingesetzten „Verteidigungskom- mitres" ist. Die GPU. wird also die genannte innere Verwaltung des bolschewistischen Reiches mit allen Behörden übernehmen — ein« fürsorgliche Maßnahme Sialins, der mit verstärktem Terror alle Schwierigkeiten, die ihm aus den Niederlagen und dem Ziirückiluten der bolschewistischen Hecrhausen erwachsen, zu überwinden versuchen will. Gleichzeitig wird
bekannt, daß der Erlaß über die Einsetzung von Kriegs- kommissarcn auch aus die bolschewistische Kriegsflotte ausgedehnt wird. Aus allen Kriegsschulen, bei den Stäben und allen Kommandostcllcn werden solche Antreiber eingesetzt, die mit ähnlichen Kontroll- und Strasbesugnissen ausgestattet sind wie die Kommissare bei der Armee. So werden Wehrmacht und Verwaltung also von der GPU. unerbittlich ins Unglück getrieben.
Seneralmajor Lancette gefallen
stelöentov eines um Partei und Staat verdienten Kümpsers
Berlin, 21. Juli. Bei den Kämpfen im Osten siel — wie die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet — an der Spitze seiner Division der ehemalige SA.-Obersiihrer Generalmajor Lancelle.
Generalmajor Lancelle, det am 27. März 1885 geboren wurde, trat am 1. 4. 1905 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Er nahm, nachdem er zur Armee übergewechselt war, als Batterieführer, zuletzt als Regi- mentsführer, am Weltkriege teil,, wobei er durch ganz besondere Tapferkeit seiner Truppe ein leuchtendes Vorbild und ein hervorragender Führer war, der durch den Orden „?onr Is msiits" und andere hohe Orden des Weltkrieges ausgezeichnet wurde. Nach dem Weltkriege fand er sich mit dem schmählichen Zusammenbruch des Reiches nicht ab, sondern nahm bereits im Jahre 1919 als Führer an den Freikorpskämpfen in Oberschlesien und in München teil. Als begeisterter Nationalsozialist trat er schon 1922 erstmalig in die NSDAP. ein und war in den Tagen des 9. November 1923 Führer sämtlicher Wehrverbände Mitteldeutschlands, seit 1. 2. 1924 Führer im Frontbann, später in der SA., in der er verschiedene wichtige Führerstellungen bekleidete. 2m Jahre
1931 wurde er zum SA.-Oberführer befördert und später als Referent in die Oberste SA.-Führung berufen. Nach der Machtübernahme erwarb er sich als engster Mitarbeiter von Reichsleiter Hier! als Leiter der Reichsschule des RAD. hohe Verdienste durch die beispielhafte Schulung und Heranbildung der deutschen Jugend und damit um den Aufbau des Reichsarbeitsdienstes. 2m Jahre 1936 folgte Oberführer Lancelle einem an ihn ergangenen Ruf und trat' wieder zur Wehrmacht über. Auch im jetzigen Kriege stand Generalmajor Lancelle von Anfang an wieder in vorderster Front als getreuer Soldat des Führers, von dem seine Soldaten das Wort prägten: „Wo der General ist, da ist vorn!" Sein Heldentod, den er an der Spitze seiner Division im Kampf gegen > den alten bolschewistischen Feind fand, ist symbolisch für sein nationalsozialistisches Leben, das nunmehr im Einsatz für Deutschland mit dem Soldatentod seine Erfüllung gefunden hat. Partei und Staat verlieren in Generalmajor Lancelle eine kämpferische Persönlichkeit, deren Verdienste um den Aufbau und die Sicherung des nationalsozialistischen Reiches unvergessen bleiben werden. (Siehe auch Seite 2 )
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„wechselt das öiiumlein" im englischen Kabinett , Suff looper ausgebootet und nach Singapore geschickt / pöstchen für
wartende Schwiegerföline / teere titel als traft für flbgefägte
. . r. Verlin, 21. Juli (Sonderdienst der „VZ").
Churchills Kulissenschiebertätigkeit feiert einen neuen, allerdings recht billigen „Triumph": Der bisherige, allzu verbrauchte Jnformationsminister Duff Cooper wurde abgesägt; an seine Stelle setzte der Obcrplutokrat seinen langjährigen Privatsekrctär und parlamentarischen Zwischenträger Brcndan Bracken, der wiederum durch den konservativen Oberst Watt ersetzt wurde, einen der übelsten Deutschenhotzer. Da Bracken als Mitarbeiter dcs Totengräbers Englands bisher von der Labour Party heftig bekämpft wurde, mußte Churchill der Linken einen Köder hinwerfen: Der Labour-Parteiler
Thurtle, Schwiegersohn Lansburys, wurde flugs zum Stellvertreter des neuen Jnformationsministers ernannt; außerdem erhielt der bisherige Unterstaatssekre- tär Nicholson den leitenden Posten des britischen Rundfunks. Weiterhin mußte sich der parlamentarische Staatssekretär im britischen Außenamt, Vutler, den Eden schon lange als seinen Stellvertreter abschütteln wollte, zum Erziehnngsminister ernennen lassen. Sein Vorgänger im Unterrichtsministerium, Ramsbothan, darf sich mit dem Posten eines Vorsitzenden der Arbeitslosenhilfe begnügen, wurde aber zum Trost geadelt, während Churchills Schwiegersohn Sandys als Finanz- sekretär ins Kriegsministerium einzieht. Der bisherige Inhaber des Fiminzsekretärpostens im Londoner Kriegs- ministerium, Richard Law, avancierte zum Staatssekretär im Autzenministerium. Schließlich wurde» ernannt Lord Hankey zum Eeneralschatzmeister, Scely zum zusätzlichen parlamentarischen Ilnterstaatss.ekretär im Luft- fahrtministerium sowie Hauptmann Valfour, deck Abgeordnete Williams und Major George zu Mitgliedern des Kronrats.
Was die Ernennung Brackens zum neuen Jnformationsminister betrifft, so ist dieser Steigbügelhalter Churchills Abgeordneter eines Stadtkreises von London, Herausgeber der Wochenschrift „Economist" und Teilhaber einer Reihe größerer britischer Provinzblätter. Es wird nicht damit gerechnet, daß Bracken größere Befugnisse als Duff Eoöper erhalten wird, vielmehr dürfte der unübertreffbare Lllgenmeister Churchill
das Jnformationsministerium nunmehr in der Hauptsache mit Produkten aus seiner eigenen Giftküche versorgen. Nach außen hin jedoch wurde die „Times" aufgefordert, Bracken als einen „Mann von Ideen und iuit Energie" überschwänglich zu begrüßen und die Erwartung auszusprechen, daß sein viel kritisiertes Ministerium' jetzt endlich seiner Sorgen ledig werde. (Wer lacht da?)
Ein besonders pikantes Interesse gebührt dem neuen „Fall Sandys". Man erinnert sich, daß es dieser junge Schwiegersohn des Londoner Kabinettchefs war, der auf verschwiegenen Befehl seines Hausherrn seinerzeit die Mißwirtschaft des damaligen englischen Kriegsministers Höre Belisha im Parlament aufs Traget brachte. Sandys hatte daraufhin schärfste Angriffe seitens der jüdischen Kriegshetzerclique einstecken müssen; nun wurde im Zuge der Vetternwirtschaft des für. seine Familie so besorgten Winston die bestellte Arbeit doch noch „belohnt".
Ziemlich lächerlich wirkt die Ernennung Duss Loopers zum Kanzler des Herzogtums Lancaster — schmückt ihn doch hiermit nur ein leerer Titel. Um ihn, den allzusehr mit der hinterhältigen Tätigkeit Churchills vertrauten und darüber hinaus fast bedauernswert ungeschickten Hetzer, nicht vollends zu verärgern, wurde er im Auftrage des Kriegskabinetts zum Fernen Osten. und. zwar zunächst nach Singapore, geschickt. Er soll dort, wie es in der englischen Verlautbarung etwas verschwommen heißt, „die bestehende Zusammenarbeit der britischen militärischen, politischen und Regierungsbehörden überprüfen und neue Vorschläge ausarbeiten". Der blamierte Sün- denbock Churchills selbst gefällt sich darin, seine Rolle mit der des früheren Handelsministers Lytton zu vergleichen, der seinerseits in Kairo den Nahostkricg anzukurbeln versucht. Auch die Parallele mit dem früheren, gleichfalls von Churchill ausgebooteten Schiffahrtsminister Croß, der jetzt als Hoher Kommissar von Australien über seine verfehlte Londoner Tätigkeit nachdenkt, wird in der britischen Presse gezogen.
Im übrigen ist die verstärkte politische Aktivität Londons in Fernost aufschlußreich für die englischen Pläne
gegen Japan. Duff Cooper soll, was in diesem Zusammenhange besondere Beachtung verdient, gegebenenfalls „weitgehende und schnelle Entschlüsse" treffen können. Für das kommende Jahr ist ihm ein neuer Posten in Aussicht gestellt: wenn er nicht erneut aus der Rolle fällt, wird er Lord Linlithgow als Vizekönig in Indien ablösen. Wie der Londoner Nachrichtendienst saseltz werde „in Singapore die Ernennung Duss Coopcrs sehr begrüßt." Diese Ernennung zeige eindeutig die „neuen Ideen" der Regierung. Es ist nicht ohne weiteres ersichtlich, ob sich Duss Cooper diese Grüße aus dem Fernen Osten als letzte Amtshandlung noch selbst bestellt hat, oder ob sie ihm bereits sein Nachfolger als billigen Kranz in das Grab nachwirft.
Man sieht, wie schon viele Male sind wieder Söhne und Schwiegersöhne amtierender oder ehemaliger Minister des Londoner Psutokrateuregimes auf hohe Posten geschoben worden. Immer ist es die gleiche Clique, die England regiert, und wenn irgendein proletarischer Außenseiter in die politische Vorfront der Plutokraten eindringt, dann dient er nur als Schutzschild, hinter dem ungestört die Kulissenschiebungen fortgesetzt werden können.
Die Londoner Presse ist mit der Umbesetzung cn der Drillichen Regierung keineswegs zufrieden. „Daily Mail" schreibt, es handle sich wieder einmal um eine jener Umbesetzungen, mit denen man in> England bereits vertraut sei. Das Organ der Labourpartei, der „Daily Herald", erklärt, die Kabinettsumbildung sei weit davon entfernt, den gegenwärtigen Erfordernissen zu entsprechen. Eine bissige Kritik erfährt die Kabinettsumbildung durch „News Lhronicle": „Der Krieg schreitet fort und wir erwarten eine gründliche Umbildung der Regierung, ohne die das Vertrauen des ganzen britischen Volkes nicht errungen werden kann. Auf den Kabinettssitzcn bleiben immer noch verschiedene Herrschaften, deren Titel und Stellung weder auf ihrer Schaffenskraft noch auf ihren Lcistuiwen basieren, sondern auf veralteten, verdorbenen Eingebungen des Parteiwesens!" — Späte, zu späte Erkenntnis! ,
5inzelpreis 13 Nps.
Von unserem stsnckigsn mititäriscbsn bckitsrbsitsr Rauptmann Step Den
Der Verlauf des gewaltigen Ringens an der Ostfront zeigt, so verschieden auch Kampffllhrung und Taktik im einzelnen sind, viel Aehnlichkeit mit dem Ablauf der großen Schlacht in Frankreich 1940. Auch dort wurde innerhalb der ersten vier Kriegswochen ein beträchtlicher Teil der zum Angriff bereitgestellten feindlichen Armeen eingekesselt und vernichtet. Auch dort setzte der Gegner nach den schweren Schlägen, die ihm die siegreichen deutschen Armeen zugefügt hatten, all seine Hoffnung auf eine Stellungszone mit Tiefengliederung, in die er hineingeworfen hatte, was ihm nur an Reserven zur Verfügung stand. Auch dort war am Ende des ersten Monats nach Beginn des deutschen Gegenstoßes der Kampf in der Tiefenzone auf den Höhepunkt angelangt.
Die Unterschiede zwischen West- und Ostkrieg liegen gleichwohl auf der Hand. Die Rüstung der Franzosen und ihrer Bundesgenossen hatte nicht annähernd das Ausmaß wie die der Bolschewisten. Was an Material von den Sowjets gegen Deutschland bereitgestellt war, übersteigt weitaus die Vorstellungen, die man aus der Schlacht von Frankreich mitgebracht hatte! Das gilt sowohl für Flugzeuge.wie für Panzerwagen. Noch ein Unterschied springt in die Augen: Die Entfernungen, die im Osten überwunden werden mußten, sind unvergleichlich größer als die, welche die deutsche Wehrmacht vor einem Jähre zu bewältigen hatte. Von Brest-Litowsk bis über Smolensk hinaus sind es 700 Kilometer. Das entspricht etwa der Entfernung von Saarbrücken bis Bordeaux in der Luftlinie. Auf die Verwahrlosung der Straßen, die in Sowjetrußland die Bezwingung dieser Entfernung besonders schwer macht, wurde in diesem Zusammenhang schon wiederholt hingewiesen. Die Ueberwindung der gewaltigen Räume bis über den Peipus- see hinaus, bis zum Oberlauf des Dnjepr, bis nach Kiew und über den Dnjestr hinüber, all dieses innerhalb der kurzen Frist eines Monats ist wahrhaftig eine einzigartige Leistung deutscher Verbände in der Kriegsgeschichte aller Zeiten!
.Wie ist es möglich, daß diese grandiosen Siege in so kurzer Frist mit verhältnismäßig geringen deutschen Verlusten errungen werden konnten, während der bolschewistische Feind ungeheuer schwere Blutopfer bringen mußte? Ein wichtiges Moment ist selbstverständlich die große Kriegsersahrung der deutschen Soldaten. Eine Wehrmacht, die fast zwei Jahre unter den verschiedensten Begleitumständen mit mannigfachen Gegnern im Osten. Norden, Westen und Südosten gekämpft hat, weiß ibren Feind anders anzupacken als der unerprobte Muichik. der bisher nur im Hinterhalt darauf lauerte, Deutschland im geeigneten Augenblick mit möglichst geringem Risiko in den Rücken zu fallen. Eine wichtige Rolle spielt selbstverständlich auch die Intelligenz des deutschen Soldaten gegenüber der dumpfen Primitivität des sowjetischen Massen- menschen, der von seinen politischen Kommissaren wie Schlachtvieh haufenweise in den Kampf getrieben wird. Ein weiterer Umstand tritt hinzu: Wir wissen, daß die neuartige Kampfesweise in diesem Kriege sowohl im Westen wie bei den anderen Feldzügen die blutigen Verluste stark heruntergedrückt hat. So hat denn auch der erste Monat des Kampfes im Osten mit dem raschen Hinwsgsttirmen über die stark ausgebauten Ve- festigunasivstcme des Feindes eine erstaunlich geringe Zahl von Opfern gefordert. Ausbildung, Schulung und Bewaffnung, vor allem aber das leidenschaftliche Bor- wärtsdrängen und der Wille zur unablässig offensiven Kriegführung haben dem deutschen Volke zehntausende von tapferen Soldaten erhalten, die in Abwehrkämpsen dem feindlichen Material erlegen wären.
Ein Monat fortgesetzter Niederlagen hat die Sowjet- führung in schwerste Verwirrung gebracht. Nach der Aufteilung der Oberbefehle und der Einsetzung von politischen Kommissaren als Kontrolleure der Offiziere ist nun ein weiterer Schritt erfolgt, der für die Situation in Moskau außerordentlich bezeichnend ist: Stalin selbst hat das Amt des Verteidigungsministers übernommen. Schritt für Schritt wird der Mann, der schon seit Jahren allein die Macht hatte, auch zur Uebernahme der Verantwortung vor aller Öffentlichkeit gezwungen. Die schwedische Zeitung „Svenska Pressen"' meint, diese theatralische Neuregelung erinnere sehr an ähnliche Maßnahmen des letzten Zaren vor dem Zusammenbruch. Mögen die bolschewistischen Reklameagenten noch so lvrisch'Stalin als den „besten Feldherrn der Sowjetunion" verherrlichen, die Welt weiß nichts von Siegen, die dieser angebliche Stratege irgendwo erfochten haben fall, außer im Kampfe gegen vermeintliche Verräter, die er nebst Freuen und Kindern zu Millionen auf fürchterlichste Art in jahrelangem Wüten hinschlachten ließ. Es ist gewiß, daß Stalin genau wie bisher in rücksichtslosester'Weise die Sowjetsoldnton zu nutzlosem Widerstand aufpeitschen wird. Nach der Durchbrechung der letzten Verteidigungslinie bleibt ihm am Ende des ersten Kriegsmonats nichts anderes übrig als der verzweifelte Versuch, mit den letzten Reserven die politischen un!d wirtschaftlichen Zentralpunkte der Sowjetunion zu schützen, so gut es noch geht.
Der schwerste Teil der deutschen Aufgabe ist in diesen vier Wochen geschafft worden. Der heiße Dank dos deutschen Volkes gilt den deutschen Soldaten für die unvergänglichen Taten, die sie in diesem ewig denkwür- digen Zeitraum vollbrachten!
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Im Tüdtcil der Ostfront wird der verfolgt.
geschlagene
Feind
Bei den Towjcttruppcn treten nach der Einsetzung der 'Irrlegskommlisare die Auflösungserscheinungen immer deutlicher zutage.
r„,tc zwei Frachter lind ein Schnellboot.
Churchill hat seinen bisherigen Jnsormationsministc Dust kooper ausgebootet und seinen Privatsekrctär ai Venen stelle gesetzt.
Nooscvclt schielt neuerdings auch nach Indien.
An der Spitze seiner Division siel der um Partei und Siaat verdiente Generalmajor Lancelle.
Der Führer empfing Marichall Äwatcrnik.
Dr. Goebbels sprach vor Bcrtrctcrn der Internationalen Fillnkaninicr.
Ueber die Einnahnic Tnuroggcns durch ein Lldcnburgcr Regiment berichtet der Regimentskommandeur.