Ausgabe 
(20.7.1941) Nr. 199
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den 400-MLter-Hürde»,s-„- elverteidiger Mahr ^

>en Moo-Meter-HirrdemiK^- i der Gegner,chast vnn Raff

önnte Luther (Berlin) der ^

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iüller ivcrdcn nicht weit Si»^

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E und Nack?(Iena^Ä,dt N okvtz. Mariens, Kobpenwalln»??»^ ter sein. Der Dreisprung k>at^?'h° A^nert gleich vier aus^ft^

>f Glötzner — Haunzwickel wir» auSklingen.^Da werden

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arnS (Krakau) und Stührk (Berft^

Diskuswerfen. Sowohl Wotan., rktanner und Trippe können ^ 50-Mcter-Maoke kommen. Glej/",,^« Speerwerfen mit dem den Wienern Pcktor und Bu^ ^ der junge Klagensurther Maul» wird wie immer die ParadciL. ^ Da ist eS gleich, ob der Sie», ^ gen wird, auf jeden Fall werd-V^ JahreSbcstmarken sein. Im Ku/ü^ csen Woellke und Trippe ch ,. Lamport und Bongen werden s "4,

»erden Meisterschaften ausgeknmkn r jedem Nennen 20 Mannschaft./^? r vorauszusagen. Sehr stark m ^ X480 und 3X1000 Meter der LuL? r den Soldaten wirklich der W abgewartet werden, denn die " -

er den Soldaten wirklich der

V.. Eintracht Braunschweig rberg, um nur einige zu nenne» N wichtiges Wort mitreden. der Frauen werden im Zeichens en. ES werden zwar nicht alle e doch erheblich Wanken, Da wegen Schonung auferlegt und die Bahn für die lOv Mhr frei. Dora BlaSk, Jda Uh/^^ Srunnemann usw. dürften den U^Ts' Für die 88-Meter-Hürdcnstrech Mss ihrer Jahresbestzeit von 11,7 ciede Prater-Dempe, WinnackerL hoff (Kassel) und die junge MüntL ' »lagen fein. Ueber 200 Meter sich Q ! einem neuerlichen Meisterschaft den Titel im Hochsprung gegen und Dr. Bhlosf gewinnen. g von Christel Schulz, Jrmgärd lunghanns und Gisela Iahn imi« »vjbheit herrscht bei den Würfen, U >hl im Kugelstoßen in Unbcscheid (jhj Diskuswerfen in Annchen Lex^ gnerinnen. Die gleiche Feststelln»-- !isa EeliuS. denn Ulla Klotz, Luif, l lank und Schlüter sind schon sämstch »r die 48-Metcr-Mark« gekommen. I,»

«r Hamburger SB., der unter dein cn in erster Linie den SC. ChaM nksurt, MTV. 79 München md j ,en stärksten Mitbewerbern zählmm

>e Stadtmeisterschast

Berei« gegen VFL. Hemeling»

ie Stadtmeisterschaft werden hend, igesetzt, Die Blau-Weihen, die M, egen WalSrod« einen beachtlichen? alles daransetzen, in diesem Iah«, c zu stellen. Die Hemelinger ftnd:

i-.;o Uhr. p>s» osv.!

»rtisr lugsnclspisl

reck bekannt und werden auch ii d r Gegner abgeben. Nach den zulch, lte den BSV.ern ein knapper S,- l wird eS zu einem spannenden D/r vorauf geht daS erst« EntscheiduM »eisterschaft. Hier stehen sich DSL M gegenüber. Die Blau-Weitzen biÄhc i, um Meister zu sein.

nortabzeichenprüsung im Radsahttil 8 Uhr von der Bulkanhalle ani»> findet sich in der Schule an der kk irkrsnnen findet am 24. August s:

Amateure. Auf der Frankfurt» Stick. Zuli die Deutschen Radmeislerschastm bwohl der Nennungsschluh nech mckf chon zahlreiche Meldungen der bekam!!

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rd sorgfältigen Beschränkung und gzeugtypen und dritten? in der ik erer deutschen Flieger. ^

iden Qualität unserer Flugzeug

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lir aber wissen es. unsere MM . ja auch die übrige Welt wem v' cer Kriegsflugzeuge und ihre Werkhallen Gewaltiges gelelstel^

! nimmt das Lebenswerk Ernst W. ein. den es für alle Zeiten G " ^ behaupten wird.

Soebbels übermittelte in «ine« ? nten der Reichssilmkammer, PA, zlich der Tagung der Jnterna

versammelwn Delegationen

besten Wünsch« für einen Er gab dabei dem WunsM »

» in Berlin zu einer sruchtb°«°, lkcr Europas aus den Erwei s chnik und der Filmwirtsch°st die tatkrästigst« Unterstützung

Versügung.

und das Bittgesuch

haßte nichts so sehr wie die rügen aus Verleihung von leistens, weil dem Staatssackei lrotz allem konnte es sich der ^ ^ oft nicht verbeißen, seinem ^ > n zu lassen. Seine Meinung " i Verdienste erwerben und HM ann bedürfe es keinerlei hom>

ichter einer Ratswaage um cben. Der König ließ dem Be ^ che Ernennung nicht erwogen ber aus Rücksicht aus die Eu« s sei er hiermit zum Waage"

tts der König bei dem Wort ,g eigenhändig angefügt: lgenrad. sondern Waagenran r wollt« Kommissionsrat

a verwalten hatt«. Der KoN'g . erlaubte ihm jedoch, gegen L ch den Titel eines Tabakran- u seinem Amt Passe. erarzt, der glaubte, rn der we ^ ickzes geleistet z-> haben. Mugs Titel? >ls Hvsrat «rn -te. Endlich kam das Schreibe^ / >ar nicht beigefügt. ledom " z K at" durchstrichen und durch ^

geworden, ob der Tierarzt dvn hat.

volle»-

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Meiner Mung

parteiamtliche lageszertung

Has Amtsblatt des Begierenden Bürgermeisters der Freien kjansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmiliches verkündungsblatt des Beichsstattlialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 199 / sl. Jahrgang

Sonntag, 20. Juli 1941

kinzelpreis 15 Bps.

opU-Moröe auch in Smolensk

erst der kinzug der deutschen truppen machte dem grauenliasten ftandwerk der bolschewistischen Henker ein knde / Stadtkommandant „evakuierte" sich

Sowiets steckten Stadt in vrand

Berlin, 19. Juli. Smolensk weist alle typischen Anzeichen einer von den Bolschewisten zerstörten Stadt aus. Noch immer schwelen verkohlte Reste der Häuser, die von flüchtenden Sowjetsoldaten ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung in Vrand gesteckt wurden. Aus dem Gefängnis strömen pestilenzartige Gerüche. Hier haben die Mordkommandos der GPU. gearbeitet, bis der Sieg der deutschen Masse» ihrem grauenhaften Handwerk ein Ende bereitete. Zu Hunderten und aber Hunderten wurden die grausam verstümmelten Opfer bolschewistischen Sadismusses hinausgetragen, um zur letzten Ruhe gebettet zu werden.

Durch die Straßen ziehen, an zerstörten bolschewisti­schen Panzern und Geschützen vorbei, in endlosen Reihen die gefangenen Sowjetsoldaten den Sammellagern zu. Die Zivilbevölkerung, die der Terror der GPU. in den Häusern gefangen gehalten hatte, wagt wieder sich frei auf den Straßen zu bewegen. An allen Straßenkreuzun­gen weisen bereits deutsche Straßenschilder den ununter­brochenen ostwärts marschierenden und fahrenden Ko­lonnen den Weg. In Smolensk zieht deutsche Ord­nung ein.

Während die deutsche Artillerie am 16. Juli die sowje­tischen Stellungen bei und in Smolensk unter heftiges Feuer nahm, steigerte sich in der heißumkämpften Stadt die Unruhe von Stunde zQ,Stunde. Ueber die Stimmung, die in Smolensk bei den eingeschlossenen bolschewistischen Soldaten und Zivilisten wenige Stunden vor der Ein­nahme der Stadt herrschte, berichtet der in deutsche Ee-

Ver gestrige wehrmackisberickt

Aus dem Führer Hauptquartier, 19. Juli. Das Oberkommado der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsch-rumänische Truppen haben aus BessaraKen her­aus an mehreren Stellen den llebergang über den Dnjestr erzwungen. Wie bereits durch Sondermeldung be­kanntgegeben, hat sich der Durchbruch durch die stark befestigte Stalin-Linie nördlich der Pripet-Sümpfe über Smolensk hinaus erweitert. Das vom Feinde zäh verteidigte Smolensk selbst wurde schon am

16. Juli genommen. Verbände der verbündeten fin­nischen Wehrmacht brachen erbitterten feindlichen Wi­derstand und stießen bis zum Nordufer des Ladoga­sees vor. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge einen Frachter von 1S99 BRT. und erzielten Bombentreffer auf zwei weiteren Handels­schiffen. Deutsche Kampfslugzeuge griffen in der letzten Nacht abermals den britischen Flottenstützpunkt Alexandrien an. Bei Angrifssversuchen britischer Flugzeuge an der Kanalküste wurden am gestrigen Tage durch Jäger fünf, durch Vorpostenboote drei, durch Marine-Artillerie zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Der Feind flog weder bei Tage noch in der Nacht in das Reichsgebiet ein."

Lörinr, ehrt kreka-KLmpser

1?- J"E. Rcichsmarschall Göring empfing Tim

17. Juli in seinem Hauptquartier die anläßlich der Kämpfe um Kreta mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus­gezeichneten Fallschirmjäger. Der Rcichsmarschall hielt hierbei eine Ansprache, in der u. a. ausgeführt wurde: „Der Sieg aus Kreta war einer der ruhmreichsten und glorreichsten, den die deutsche Wehrmacht bisher errungen hat. Eine säst un­mögliche Ausgabe ist durch ihr Vorbild und durch ihren Mut gelöst worden. Ich war in diesen Tagen mit allen meinen Gedanken bei Ihnen. Der Glaube an Ihre Tapferkeit hat mir die Gewißheit des Sieges gegeben," - Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Sonnabend acht Kriegsberich­ter unter Führung des Hauptmanns Moors, die sich beim Einsatz aus Kreta besonders ausgezeichnet haben. Er ließ sich von ihren Erlebnissen berichten und sprach ihnen feine An­erkennung sür ihre Leistungen aus.

fangenschaft geratene Sergeant Peter Djatschuk: „Bei den Soldaten mckchte sich im Laufe des Tages große Angst vor dem deutschen Einbruch bemerkbar, die durch das Verhalten einzelner Kommissare gesteigert wurde. So hatte z. B. der Stellvertreter des Stadtkommandan­ten, der Kommissar Oszabczuk in letzter Minute die Eva- kuierung von Frauen und Kindern angeordnet, aller­dings war dies nur ein Verwand, um seine Familie mit einem der bereitstehenden Autos abzutransportieren. Für

die übrigen Zehntausende standen keine Transportmittel zur Verfügung, so daß sie weiter in der Stadt bleiben mutzten. Eine gewaltige Panik war die Folge. Während unter der Zivilbevölkerung immer wieder Protestrufe laut wurden, übergab Oszabczuk sein Kommando an den Hauptmann Didenko und fuhr in rasendem Tempo mit seiner Frau und den Kindern davon. Nachdem ich dies mit angesehen hatte, war mir die Lust vergangen, sich für diese Feiglinge totschießen zu lassen."

... ihre Schlagkraft eingebüßt"

gottlose Verwirrung bei den sowjetischen Vefehlsstetten

Berlin, 19. Juli. Eine deutsche Infanterie-Kompanie, die am Angriff gegen die Bolschewisten bei Kiew am 17. Juli teilnahm, hob in einem hügeligen Waldgeländs einen sowje­tischen Divisionsgesechtsstand aus. Dabei sielen den deut­schen Soldaten der Kommandeur des XI. Motormechanischen Korps, Generalmajor Peter Makarow und zahlreiche höhere Stabsossiziere in die Hände. Generalmajor Makarow. dem offensichtlich die Führung seiner Verbände, nämlich der 29. und 30. Panzerdivision, der 204. motorisierten Schützendivi­sion und eines Kradschützenregiments, völlig entglitten war, stand noch ganz unter dem vernichtenden Eindruck der schwe­ren Schläge, die sein Korps getroffen hatten. Mit resignierter Geste legte er seine bolschewistischen Abzeichen ab und erklärte niedergeschlagen:

„Die Sowjetarmee hat ihre Schlagkraft eingebüßt. Ich glaube nicht, daß es der Führung gelingen kann, aus diesem Ehaos noch etwas zu retten. Es mangelt an Ausrüstung und Ersatz, vor allem in technischer Beziehung. Auch die letzten Reserven, die vor einigen Tagen nach Mtiigigcm

Transport vom Baikalsce an die Front geschickt wurden, konnten nicht helfen. Die Leute waren stockdumm und nur ganz kurz ausgebildet. So war es kein Wunder, daß alle? drunter und drüber ging".

Der bolschewistische Generalmajor Makarow wurde 1897 in Tula geboren, diente 1917 im 17, Husaren-Regiment und ab 1919 in der Sowjetarmee, Don 1920 bis 1922 besuchte er die, Kavallerieschule in. Jelisawetgrad und durchlief dann die üblichen sowjetischen Chargen. 1940 wurde er zum General­major befördert und zum Kommandeur der 8. Kavallerie- Division in Lomze ernannt. Zuletzt führte er das XI. Motor- mechanische Korps.

Ueber die heillose Verwirrung, die beim Angriff der deut­schen Truppen auf Smolensk bei den sowjetischen Befehls­stellen ausbrach, gibt ein schriftlicher Bericht des bolschewisti­

schen Kommissars Miglinow Aufschluß. Das Schreiben, das am 17. Juli einem in deutsche Gefangenschaft geratenen sowjeti­schen Kurier abgenommen wurde, ist an den höheren Kriegs­kommissar, Genosse Dzurbin, S. Abt. 27. E. k., gerichtet und enthält folgende interessante Stellen: „Es ist in sämtlichen

Truppcnabschnitten unmöglich, festzustellen, wieviel Kampf­einheiten und was sür Truppengattungen sich dort befinden. Die Divisionsstäbe haben keinen Ueberblick über die Lage. Auch während der Operationen fehlten die nötigen Fern- sprechlcitungen, so daß die einzelnen Verbände völlig durch­einander gerieten. An einer Stelle haben sich in Unkenntnis der Lage zwei sowjetische Bataillone gegenseitig beschossen. Zwischen den Kommandeuren der einzelnen Waffengattungen ist es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, so daß unsere Fliegerkapitäne die Operationen der Panzer-Verbände nicht mehr unterstützen wollen. Der Kommandeur eines Rach- barbataillons teilte mir gestern mit: „Die deutschen Flugzeuge geben uns keine Ruhe, sie verfolgen uns ständig, aber unsere Flugzeuge zeigen sich nicht. Wenn das so weiter geht, wird bald alles verloren fein".

soo tufksiego eines Jagdgeschwaders im vsten

Berlin, 19. Juli. Das Jagdgeschwader unter Führung des Majors Trautlost, das sich schon am SO. 8. in Luft- kämpfen über einem Brückenkopf an der Düna durch den Abschuß von 85 Sowjeikampfflugzeugcn besonders herborgetan hatte, errang am 18. 7. seinen 588. Lustsieg an der Ostfront. Diese Leistungen eines einzigen Geschwaders sind ein Beweis für den todesmutigen Angriffsgeist deutscher Jäger und die ungeheure Ucbcrlcgenhelt der deutschen Luftwaffe. Das genannte Geschwader hat damit feit Kriegsbeginn weit über 888 Lustsicge erfochten.

einem lAuelitevox äev 8o>vjv1lvnppvn. tlucli stier an äieser ksiirt xelanx es üen 8o>vjvts nielit mein-, ilirv I^kr-enKS über cken l?Iuü sm bringen. ,4ukn.! ?L'Sostul 26 -^tlsotie

Kooseoett bestaligt den „Schießbefchl"

Neue Srohungen und Lügen um Island , Im kilmarsch dem kriege entgegen / Sturm gegen die „Schmarren Listen"

b^. Stockholm, 19. Juli (BZ.-Eigenvericht.l Roosevelt hat eine Botschaft an den Regenten von Island gerichtet, worin er von einem Stolz auf die enge Verbundenheit zwischen USA. und Island „im Geiste der Doktrinen, zu denen sich beide Völker be­kennen, fabelt. Aus einer Pressekonferenz gab Roosevelt gleichzeitig Erklärungen über den „Schutz" Islands von sich, die sein krampfhaftes provokatorisches Drängen nach einem „Angriff von außen", der ihm den Vormund zum Kriegseintritt liefern soll, erneut aus das krasseste erkennen lassen. Roosevelt erklärte, es sei die Politik der Vereinigten Staaten, „diese Gebiete" zu verteidigen und die amerikanischen Garnisonen zu schützen, die sich dort befinden. Es sei daher von elementarem Gewicht, die Seewege nach Island offenzuhalten. Er habe Be­fehl gegeben, diesen Schutz wahrzunehmen gegen jeden Angriff oder jede AngriffIdrohung (!). Roosevelt gab zu, daß er den Begriff „Angriffsdrohung" nicht näher definieren könne (!).

Roosevelt berief sich zur Begründung der Okkupation Islands auf die Ansicht der beteiligten militärischen Stellen, wonach eine Besetzung Islands durch eine an­dere nicht freundschaftlich gesinnte Macht eine ernste Drohung gegen die Verteidigung der Vereinigten Staa­ten und der westlichen Halbkugel dargestellt hätte. Die naheliegende Folgerung, daß seine eigene Maßnahme folgerichtig eins ebenso feindliche Handlung gegen die östliche Halbkugel darstellt, unterließ er natürlich. Die Besetzung Islands, so fuhr Roosevelt fort, sei teilweise durchgeführt, aber er könne nichts über kommende Truppenverlegungen mitteilen.

Roosevelt faßte, einer schwedischen Meldung aus Washington zufolge, seine These wie folgt zusammen:

„Das ganze Problem der Besetzung Islands ist so ein­fach wie das Alphabet. Island mußte besetzt werden zur Verteidigung der westlichen Halbkugel, und da wir dort TAippen haben, müssen die Verbindungslinien offen­gehalten werden." Nach dieser Logik kann Roosevelt von einem Tag zum anderen jeden beliebigen Punkt der Erde und des Himmels besetzen und die dazwischen lie­genden Meere oder Lufträume für „schutzbedürftig" er/ klären, sowie jeden, der sich in ihren Bereich wagt, zum „Angreifer" stempeln.

General Marshall soll, wie aus Newyork gemeldet wird, die Mehrheit des Militärausschusses im Senat bereits sür die Verlängerung der. Dienstzeit gewonnen haben; mit. welchen Mitteln, wird aus folgender Mel­dung ersichtlich: Er habe hierbei Andeutungen darüber gemacht, daß die Achsenmächte einen Stoß gegen Por­tugal und Spanien planten und diese Andeutungen hätten neues Leben in die Auseinandersetzung über die Lage der Azoren und der Kap Berdischen Inseln unter amerikanischen Gesichtspunkten gebracht. Roosevelt läßt also bereits unter den gleichen verlogenen Vorwändcn, die für die Besetzung Islands herhalten mußten, neuen Kriegslärm ertönen. Die Aeußerungen Marshalls zei­gen, wie wenig die Beteuerungen des USA.-Außen- ministeriums wert sind, wonach die Vereinigten Staa­ten keine llebersälle auf die Azoren oder die Kap Vertu­schen Inseln vorhätten. Sobald es Roosevelt paßt, wer­den die portugiesischen Inseln als „gefährdet" erklärt, und die Handhabe für jeden beliebigen neuen Gewalt­akt ist geschaffen.

stv. Rom, 18. Juli (BZ.-Eigenbericht). Als unge- mein bezeichnendes Zusammentreffen wird es in Rom

empfunden, daß im gleichen Augenblick, an dem der spa­nische Staatschef an die mit seinem Lande durch un­zählige Bande der Geschichte. Sprache und Kultur ver­knüpften lateinamerikanischen Staaten die Stimme Europas richtete, Roosevelt mit der Veröffentlichung seiner seit Monaten vorbereiteten „schwarzen Listen" Südamerika gegenüber die Maske der „guten Nach­barschaft" abwarf und das wahre Gesicht'des Dollar- imperialismus zeigte. Die schwarzen Listen sind, so wird m Italien hervorgehoben, Englands Erfindung. Doch auch auf diesem Gebiet haben aber die Vereinigten Staaten ihren Lehrmeister übertrossen: Während'die schwarzen Listen Londons die Namen von 1200 latein­amerikanischen Firmen enthalten, schleudert Roosevelt gegen 1800 Unternehmungen, die im „Verdacht" stehen, mit den Achsenmächten geschäftliche Beziehungen zu unterhalten, den finanziellen Vannstrahl.

Argentinien ließ durch einen Sprecher der Handels­kammer von Bucnos Aires erklären, das Land erkenne keinerlei schwarze Listen an. Aus Rio meldet eine nordamerikanischc Agentur, daß in der Aufstellung Rooscvelts die größten und bekanntesten Außenhandels­unternehmen des Landes enthalten seien. Mexikos Haltung sei noch unbestimmt. „Popolo di Roma" schreibt, daß Roosevelts Kontrollpolitik bei weitem die seines Vorgängers und weitläufigen Verwandten Theodore Roosevelt übertreffe, der die denkwürdig gewordene An­sicht vertrat, Washington müsse die Südamerikaner „mit sanften Worten, aber mit einem Stock in der Hand" behandeln. „Es ist aber nicht ausgeschlossen", so setzte das römische Blalt hinzu, „daß die schwarzen Listen das Zeichen zum Nusbruch der lateinamerikanischen Staaten bilden," (Siehe auch Seite 2.)

/lütt «ie /lspalea« ...

Von unssrsm milibäriseston Aitnrstoiisr Hauximann Lbspstan

Als Napoleon der Erste in der zweiten Junihälfte des Jahres 1812 den Njemen zwischen Kowno und Erodno überschritten hatte, wunderte er sich alsbald sehr, daß er nirgends auf größere Verbände des russischen Heeres stieß. Kilometer auf Kilometer rückte er mit dem gewaltigen Troß, den seine große Armee erforderte, auf der schlechten Straße, die von Königsberg nach Moskau führte, nach Osten, Peberall aber fand er nur noch Nach­huten der feindlichen Armee vor, die die Eefechtsberüh- rung möglichst vermieden. Trotzdem brauchte er eine beträchtliche Zeit, ehe er auch nur Wilna er­reicht hatte. Denn um zu Fuß mit Pferdefuhrwerken vorwärts zu kommen, mußte man Geduld haben, selbst wenn der Feind sich nicht zum Kampfe stellte. 250 Kilo- meter in einem Monat waren das Aeußerste, was ge­schafft werden konnte. Und um dieses Tempo von noch nicht 1V Kilometern am Tage auf die Dauer durchzu- halten, bedurfte es schon einiger Anstrengungen. Sehn­süchtig wartete der große Heerführer aus eine Gelegen­heit, irgendwo den Feind zu schlagen, um so dem Kaiser Alexander, der in Petersburg saß, zu beweisen, daß er besser täte, mit ihm Frieden zu schließen. Die Rüsten aber wichen weiter Schritt für Schritt aus. Endlich, am 16. August, kam es zur ersten Schlacht. Bei Smolensk stieß die französische Armee auf die Heere der russischen Generäle Vagration und Barclay de Tolly. Der Kampf war vom Zaren nicht beabsichtigt. Er wollte, zahlenmäßig unterlegen, den Gegner weiter vorrückenlassen, seine eigenen Truppen intakt halten und Napoleon an den Schwierigkeiten des Marsches, des Nachschubs und der Witterung zugrunde gehen lasten. Bei Smolensk aber riß seinen Generälen der Gedulds­faden. Sie wollten das „heilige Rußland" nicht dem fremden Eroberer ohne einen Schwertstreich überlasten und stellten sich zum Kampfe. Die schwer beseitigte. Stadt konnte einen Tag lang Widerstand leisten, aber am 17. August fiel sie in die Hände der siegreichen Fran­zosen. Die Rüsten zogen sich weiter zurück. Ihre Nieder­lage war nicht schwer gewesen, denn sie waren ohnehin nur mit halbem Herzen bei oer Schlacht, die ihrem Feld­zugsplan widersprach.

Diese Erinnerungen werden lebendig, wenn der deutsche Wehrmachtsbericht nun die Einnahme von Smolensk durch deutsche Truppen meldet, die bereits am 16. Juli erfolgt ist. Sie haben inzwischen — die Grenze der Sowjetunion liegt weiter westlich als zur napoleonischen Zeit — etwa 700 Kilometer in drei­einhalb Wochen zurückgelegt. Der Feind hat vom ersten Tage an den erbittertsten Widerstand geleistet, den man sich nur denken kann. Er hat nicht nur die Grenzbefestigungen bis zum letzten gehalten, er hat auch in jedem Abschnitt, an dem eine günstige Verteidigungsposition sich ergab, in den Kampf geworfen, was ihm nur irgend an Truppen zur Verfügung stand. Er war mit seinen Offensivvorbereitungen so weit fortgeschritten, daß er auch gar nicht mehr in der Lage war, nach dem 22. Juni mit Aussicht auf Erfolg eine Umgruppierung großen Stils für Defensivzwecke vorzunehmen. Die letzten Wellen aber des großen bolschewistischen Aufmarsches zum, Angriff gegen Westeuropa standen in d'er Stalin- Linie jenseits des Dnjestr und der oberen Düna, Hier wurde noch einmal alle Kraft zum zähcsten Widerstand gesammelt. Auch diese Verteidigungszone aber hielt nicht stand. Auf breiter Front wurde sie, durchstoßen. Deutsche Truppen stehen im Süden mit den verbündeten Rumänen gemeinsam jenseits des Dnzestr. Weit im Norden sind die finnischen Bundesgenossen bis zum Ladoga-See vorgestoßen und haben so die Landbrücke durchschnitten, die die Sowjet-Union sich im Frühjahr 1840 nördlich Petersburg nach Karelien hinein auf Kosten Finnlands geschaffen hatte.

Heute stößt nicht wie in der napoleonischen Zeit eine Heersäule auf einer Straße» gegen «ine der russischen Hauptstädte vor. Heute bringen Mil­lionen von Soldaten vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer nach Osten vor. Nicht um — wie Napoleon 1812 — so schnell wie möglich nach bewiesener militärischer Ueberlegenheit einen Frieden mit dem russischen Herrscher zu'schließen, sondern um die Pest des Bolschewismus auszurotten und die von den verbrecherischen Sowjetfllhrern drohende Vernich­tung des Abendlandes für alle Zeiten unmöglich zu machen. Wenn gerade die Einnahme von Smolensk gemeldet wurde, so nicht deshalb, weil nur hier ein Vordringen größeren Ausmaßes zu verzeichnen wäre. vielmehr weil es sich hier um eine in der ganzen Welt bekannte Großstadt handelt, in det sich außerdem kriegs- geschichtlich ein Kampfsymbol versinnbildlicht. Die Stalin-Linie ist nicht nur hier, aus der Landbrücke zwischen Dnjestr und Düna, durchbrochen, sondern an vielen anderen Stellen, die für den Eesamtablauf der Operationen ebenso bedeutsam sind. Aber an Smolensk erweist sich besonders deutlich für alle Völker die mili­tärische Unterlegenheit der Sowjets. Es zeigt sich aber auch hier die Veränderung aller technischen Möglich­keiten im Aufmarsch und Vormarsch der Heere gegen­über dem 18. Jahrhundert. Nicht nur Luftwaffe und Panzerkampfwagen haben die Kriegführung revolu­tioniert, schon die Tatsache der Motorisierung überhaupt hat die Lage des vor 130 Jahren noch fast unangreif­baren moskowitischen Reiches völlig verwandelt.' Das Panjepferd des Ostens, das den napoleonischen Troß zog, war damals für das Tempo des Vormarsches iii»ii»,»»,ii„„„„>,im,i„„„,„„mm,,,„„«„„„mm,,,,,,,,

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An der Ostfront wurde der llebergang über den Tnj< erzwungen.

^ Ein deutsches Jagdgeschwader erzielte im Osten scir 588. Lustsieg.

Auch in Smolensk schlachteten die GPU.-Hcnker politij Gegner zu Hunderten ab.

Der britische Flottenstützpunkt Alcxandria wurde erm , bombardiert.

Rcichsmarschall Göring empfing die Kreta-Kämpfer. Roosevelt bestätigte seine ungeheuerliche Schietzanwcisui

Japans Außenpolitik bleibt nach der Kabinettsumbildu unverändert.

Die NSDAP., Kreis Bremen, führte eine Volkstun politische Arbeitstagung durch.

Das Fischeramt Bremen blickt heute auf ein dicrhundc jähriges Bestehen zurück.

In Celle begannen die 7. Kampsspicle der Nordscc-Hitb jugend.