Ausgabe 
(18.7.1941) Nr. 197
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>er SZ.

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ne der D m cv^ ^bk»,/ Norddeutsche ReisEi-?^L ren zum zweiten V? in«

lz-Scharmbeck am 1. onalsoziali ldenen Fah er' Betrieb

° in Bremen zum zweiten"«;- s ro - rragcnde Leistun g c ^ b-z-^>

ngarnspinnerei Eitorf U-G Unternehmens noch nicht ' mitgeteilt wird, damit

wieder 4-/, Pro^ Dwidende

SS Kapitals sei noch nicht oo^»,,l"Et ch gegenüber dem Vorjahr im° l Aenderungen ergeben.

-> Bi-tigh-im, Bietigheim.

ter zurückgegangen. Der Robül,,,!-

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raus beschloß die'AB. -in- FZ?' 0° der Kapitalberichtigung könne > nominen werden. Entscheidend b-.--°><l ,°n Geschäftsjahres. N-ü in den A,"j/> - von Ostermann (Schachcnmayr,

Braunschweig. Auftrage aus dem g» Verk 1846 volle Beschäftigung «st, ^ Eesellschaft mit einem hohen M (8,31) Mill. RM Abschreirun°>-i , Vortrag von 156 851 llSö SRs Eesellschaft auf Erund der Divid-.?'^ i-richtigung des Grundkapitals d„?Ä bisherigen Kapitals vorgenommen lberichtigung wird die AusschüUm,2,^ Mill. RM E-undk-pital (i. B lorgeschlagen. " ^

nk A-8, Berlin. Die HD. nahmt,,,,, »s. der nach 8,85 (8,83) Mill RM läge einschließlich 8338 (23 432 , » »°! -n 788 898 («53 863, RM ausweiO nieder 4 Prozent Dividend- auf 10 -nd 148 988 RM vorzutragen. i Mandat als stellvertretender N-.-A' wegen Krankheit nieder. Ferner Voorburg, aus dem Aufsichtsrat aus.

-Compagnie — Berliner Llopd A-« i... inter,gingen die beförderte Menge i zurück. Anfang 1848 erwarb die M >aket der Ottenser Eisenwerk A-E b-Ü -in Ertrag von 9,11 (9,83) Mill RU? verbleibt ein Reingewinn von 340 000 gust einberufenen SB. wird vorgeschl»^ ende zu verteilen und 78 888 RM »»äs. r Fahrzeuge fei 1841 sehr rege.

l Lag- im Osten Rechnung zu tragen,,« die 29. Deutsche Ostmesse, die für du u war, auf den 12. bis 1S. Oktober «G

Steuer Lei der Gewinnabführung x« -ichskommissars für die Preisbildung n ie, Berlin, hervorgeht, hat aus Tiul ihm gepflogenen. Verhandlungen d-, >» !N zu der Frage des Verhältnisses Ä -bfuhrung in seinem Erlaß vom 16. Z« abschließend Stellung genommen Dien sar der Ziffer 11 seiner Anweisung c e jur Durchführung der § 22 ff. Aii-p ; andere Fassung gegeben.

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eilen nur für den deutschen Verrechnn»»»

ierbörse. Von Schiffahrtsaktken wurden Brief nach 116l/z notiert, Wahrend so«? ;n. Für Lloyd kam keine SKcheoüz O rsaktien wurden Hamburger Hochdahi aus dem Markt genommen. Sonst er 225 gegen 220. Eeestemünder Bank r gehandelt.

wohk die Aktienmärkte am 16. Juli »e Kursgestaltung auswiesen, heust Im Verlauf erfolgten vielfach öesr !e Kurse überwiegend abschwächten, >p ntlichen Stimmungswechsel gesprochn«', llwerke notierten 166'/« und Farbki- hrs war die Haltung nicht einheitlich. L 167V« und Farben mit 222Vs.

ftrieb: 831 Ferkel und 63 Läufer-».; steten Ferkel 3—6 Wochen alt bis ",' ! RM, 3-18 Wachsn alt 23—20 M; ! Läuferfchweins über 3—5 Monate «>- rschweine bis 88 RM, Marti««

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Benjamin Franklin; behauptete ^ -

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S rscheln! 7maIwSchenII!ch Vkonaksbezv' ^ 2,30 einschl. Zu­stellgebühr! PostbezugSpreiS monatl. 2,30 Mt (einschl. 30,1 ^ Pest- zeitungsgebühi) zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. ' Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung deS Bezugspreises. Verlag: NG.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Teeren 6/8. Fernspr. Z 4121, Nach». U. Honntg. 5 1118. Sprechz.: Verlag: wcrktl. 12—13 Uhr- S-Hri'fklei'tung: Diens­tag und Freitag 12V-—13V- Uhr.

vremer Zeiluna

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der Nationalsozialisten Vremens

flmNiches verkündungsblalt des Neichsstaktlsalters in Oldenburg und vremen

Nr. 19? / 11. Jahrgang

Freitag, 18. Juli 1S41

Linzelpreis 1S Npf.

kund nsun Millionen 5ol§Iatsn stvksn im Ostvn im Kampß

öewaltiges Mngen um die kntscheidung

Sroße krfolge baßnen sich an / Kischinew erobert / flugplöhe in den Midlands

und den Hasen von Sue; bombardiert

Aus dem Führerhauptquartier, 17. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Durch Einsatz ihrer letzten Reserven versucht die Sowjetführung, dem Ansturm der deutschen Wehr­macht und ihrer Verbündeten Halt zu gebieten. Auf der gesamten Ostfront ist ein gewaltiges Rin­gen um die Entscheidung im Gange. Rund neun Millionen Soldaten stehen sich hier in einem Kampf gegenüber, dessen Ausmatz alle geschicht­lichen Vorstellungen übertrifft. Grotze Erfolge bah­nen sich an. Auf dem Südflügel eroberten deutsche und rumänische Truppen Kischinew, die Hauptstadt Bessarabiens.

2m Seegebiet um England vernichteten Kampfflug­zeuge einen Frachter von 3ÜlI(> BRT. und beschädigten ein grohes Handelsschiff schwer. In der letzten Nacht wurden Flugplätze in den Midlands bombardiert. In Hallen und Unterkünften entstanden heftige Brände und Explosionen. Andere Kampfflugzeuge belegten militä­rische Anlagen im Hafen von Ereat Harmouth mit Bom­ben. In der Nacht zum 18. Juli griff ein Verband deut­scher Kampfflugzeuge den Hafen Suez an und warf Oel- lager am Siidausgang des Kanals in Brand. Bei dem Versuch britischer Flugzeuge, am gestrigen Tage die hol­ländische Küste anzugreifen, schössen Vorpostenboote sechs, Flakartillerie drei feindliche Kampfflugzeuge ah. Bri­tische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht an wenigen Orten in Nordwestdeutschland eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben. Es entstanden nur unerhebliche Schäden. Nachtjäger und Flakartillerie schössen drei der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab."

*

Unser ständiger militärischer Mitarbeiter, Hauptmann Stephan, schreibt zum Wehrmachtsbericht: Seit dreiein­halb Wochen hält der gigantische Kampf im Osten die ganze Welt in atemloser Spannung. Sie begleitete das erste Vorstürmen der deutschen Divisionen über die starken bolschewistischen Grenzbefestigungen hinweg. Sie verfolgte mit beinahe ungläubigem Staunen die rasche Umzingelung der sowjetischen Offensivrrmeen im Raume um Bialystok und Minsk. Und als die Nordgruppe über die Düna und die Berestna hinaus vorgedrungen war, die Südgruppe Schritt für Schritt sich auch auf das Herz der Ukraine, auf Kiew zu, vorkämpfte, da war man sich in allen Nationen der Erde darüber im klaren: Nun mutzte der Höhepunkt in dem grotzen Schickfalskampf herannahen. Nun mutzte es sich entscheiden, ob die Sowjetführung noch in der Lage war, starke Reserven einzusetzen und dadurch das drohende Verhängnis abzu­wenden. Eine grotze Chance bot ihr noch einmal die Stalin-Linie vom Finnischen Busen bis zum Schwarzen

Vas kilheniauv;um Mtterkreur

Aus' dcm Fiihrerl, auptquartier, 17. Juli. Der Führer und Oberste, Befehlshaber der Wehrmacht verlieh für ihren heldenmütigen Einsatz im Ostfeldzng folgenden Ossiziercn des Heeres und der Luftwaffe das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes: Dem Befehlshaber einer Panzergruppe, tstcneralobcrst Kndcrian, dem Befehlshaber einer Panzer- gruppe, Generaloberst Hoth, dem Kommandierenden General eines Fliegerhorstes, General der Flieger Freiherr von Nicht- hofen. Die tapferen Befehlshaber erhielten die Mitteilung über die erfolgte Verleihung durch ei» persönliches Telegramm aus ihren Ecfechtsstiindcn.

Meer. Drei Wochen nach Beginn des großen Ringens aber kam die Nachricht, daß auch sie den gewaltigen deut­schen Siegeslauf nicht aufzuhalten vermocht hatte. An den wichtigsten Stellen wurden die deutschen Keile durch dieses riesige Stellungsiystem getrieben. Aber noch wollte sich Moskau nicht verloren geben. Der Oberbefehl wurde geteilt, und jeder der drei Revolutionsgenerale bemühte sich auf seinem Abschnitt, die letzten Reserven einzusetzen. Ein Riesenkampf entbrannte nun. Neun Mil­lionen Soldaten ringen miteinander — eine unerhört« Zahl. Mit Recht sagt der deutsche Wehrmachtsbericht, daß dieses Ringen in solchem Ausmaß alle geschichtlichen Vorstellungen übertrifft. Schon die Zahlen, die kürzlich über die Verluste der Volschewisten in den ersten drei Kampfwochen bekanntgegeben wurden, gaben einen Be­griff davon, wie sich Bewaffnung und technische Aus­rüstung der Armeen seit dem Weltkrieg verändert haben. 1918 hatten bei Kriegsende alle gegen Deutschland ver­bündeten Staaten insgesamt 3599 Tanks. Das deutsche Heer verfügte noch nicht über 1999. Heute haben die Volschewisten allein in den großen Erenzschlachten des Kriegsbeginns nicht weniger als 7399 Panzerkampf­wagen verloren. Aber auch die Zahl der Kämpfenden hat alle bisher bekannten Zahlen weit übertroffen.

Bei Beginn des Weltkrieges zählte das gesamte deutsche Feldheer insgesamt reichlich 2 Millionen Soldaten. Bei Tannenberg kämpften im August 1914 153 999 Deutsche gegen 191999 Russen. Die größte Schlacht der vier Jahre begann am 21. März 1918, als die deutsche Armee in Nordfrankreich zwischen Arras und dem Chemin des Dames zum Kampfe antrat. Rund 2)4 Millionen Sol­daten wurden in dieser Durchbruchsschlacht in Frank­reich eingesetzt. Man glaubte, daß «ine Steigerung nicht mehr möglich sei, daß eine einheitliche Führung, eine Organisation des Nachschubs für eine noch größere Zahl von Kämpfern nicht bewerkstelligt werden könne. Der Einsatz im Osten aber hat heute, 23 Jahre später, mit allen überlieferten Vorstellungen aufgeräumt. Schon die ungeheure Entfernung vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer, die unausdenkbare Verschiedenheit aller örtlichen und also auch aller klimatischen Voraussetzungen zwischen der Tundra des Nordens und der tropischen Hitze der südlichen Kampfregionen ergibt die schwierigsten Probleme. Neun Millionen Menschen ringen hier in dieser gewaltigsten Schlacht aller Zeiten miteinander. Die Füh­rung der Sowjets weiß wohl, daß es dabei für sie um das letzte geht. Wer das noch nicht bei dem plötzlichen (Fortsetzung auf Seite 2)

Ver sülirer ehrt die Kreta Kämpfer

kmpsang im siitirerkiauprquariier unter flnwesentieit des Nelchsmorschallo

Aus dem Führerhaupt quartier, 17. Juli. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing am Donnerstag in seinem Hauptquartier die für ihren heldenhaften Einsatz beim Angriff auf Kreta mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeich­neten Angehörigen der Fallschirmtruppe und der Ge­birgsjäger. Mit anerkennenden Worten dankte der Führer den Kreta-Kämpfern, an ihrer Spitze dem Be­fehlshaber des Unternehmens, General der Flieger Stu­dent, und Generalmajor Ringl, Kommandeur einer Ge­birgsdivision. Der Führer brachte zum Ausdruck, daß diese kühne Tat mit eine der Voraussetzungen für die erfolgreiche Fortführung unseres Freiftcitskampfes schuf. Der Führer ehrte mit diesem Empfang zugleich die vor­bildliche Tapferkeit aller Kreta-Kämpfer.

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Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall Her­mann Göring meldete dem Führer die tapfersten Kümpser des Unternehmens Kreta, Nun stehen sie vor dem Führer im Hauptquartier an der Ostjront, Die Tapfersten der Tapferen. Der Oberste Befehlshaber dankt seinen todesmutigen Fall­schirmjägern. Sie haben einen Sieg ohnegleichen an ihre inngc Fahne geheftet. Die Helden von Kreta sind angetreten vor vem ganzen deutschen Volk, In dieser Stunde schlagen ihnen die ,Herzen von Millionen in Liebe und Bewunderung zu, Führer und Vaterland gedenken aber auch in stolzer Tranen jener unvergessenen Kreta-Kämpfer, die die heiße Erde der fernen Insel deckt. Kühn war von Anfang an der LLcg der deutschen Fallschirmtruppe, Kühn und groß der Gedanke des Rcichsmarschalls, der weit vorausschauend diese -Sturmregimentcr der Lust schus und ihnen vom ersten Tage an sein tieistes Vertrauen schenkte. Die Besten der Nation, die Elite der deutschen Jugend stillten, die Reihen der Fall­schirmjäger, Ein Geheimnis umgab die Männer, denn nur wenige kannten das Ziel dieser Masse, Was in stiller, zäher und mühevoller Arbeit auf den Uebnngsplätzen geleistet wurde, drang nicht in die große Oeffcntlichkcit, Wenn aber die strassen Gestalten der Jäger mit dem Cpringcrljelm zu

einer Parade marschierten, war der Jubel grenzenlos. Mit sicherem Instinkt begrüßte das deutsche Volk seine mutigste Legion. Ihr Dienst war schon im Frieden höchste Einsatz­bereitschaft, war «in völlig neues Soldatenhandwerk, da? ganze Männer mit kühlem Kopf und tapferem Herzen ver langte.

Am Beginn des Freiheitskampfes Groß-Deutschlands sprach die Welt von deutschen Panzern, deutschen Stukas und deut­schen U-Booten. Sie waren die Spitze des deutschen Schwertes, das die Feinde ins Herz traf. Noch war die Stunde der Fallschirmjäger nicht gekommen. Aber im April und Mai >948 schrieben sie mit eherner Hand die ersten Kapitel ihres Heldenliedes, Namen wie Oslo, Stavanger, Tom­bas und Narvik, kamen wie Eben-Emael, Rot­terdam und Dordrccht bleiben lebendig als Zeugnis ewigen deutschen Soldatentums jm Buch der Geschichte, An diesen Stätten und an deren haben unsere Fallschirmjäger gesiegt und geblutet. Die Front am Balkan ries wieder nach ihnen. In kühnem Angriff aus der Lust wurde der Kanal von Korinth den Briten entrissen. Doch selbst dieser Sprung mitten in den Feind reichte bei weitem nicht an das Wagnis auf Kreta heran. Die Führung mußte im Ringen um diese Insel den Einsatz der Fallschirmjäger, Lustlandetruppen und Gebirgsjäger fordern Aber auch die Männer des Generals Student gaben sich keiner Täuschung hin, Ihre härteste Prüfung stand bevor und doch, sie brannten darauf, in über­wältigender Kampf- und Todesbereitschaft, Zum crstciMgl wird «in Angriss weit über See allein durch die Lust vor­getragen gegen einen Feind, der entschlossen ist, jeden Fuß­breit Bodens zu verteidigen. Denn Kreta ist das Gibraltar des östlichen Mittelmceres, Eine Ucberraschnng gibt es nicht. So springt an jenem 28, Mai furchtlos und treu Welle um Welle unserer Fallschirmjäger in diese Festung aus Stahl und Fels, Springt hinein in ein mörderisches Feuer, auf ein rauhes.Stück Land unter glühender Sonne — dem Geg­ner an die Brust, Das taktische Können jedes' einzelnen, gepaart mit sanatischer Zähigkeit und Nnerschrockcnhcit, ent­faltet sich nach der Landung zu solch heroischer Größe, daß selbst sagenhafte Vorbilder der Antike an ihr verblassen, Ter deutsche Fallschirmjäqcr prägte aus klassischem Boden ein neues Kampfideal, Ihm ist zu danken, daß Kreta feindfrei wurde

Stärkstes stufsesten in der ganzen Welt

Sie kntHüllungen der verbrecherischen Provokationsabsichten Noosevelts / Vetretenes Schweigen der waskmgtoner Kriegsketser

Berlin, 17. Juli. Die Meldung von „Aftonbladet", daß Roosevelt der USA.-Flotte den Schießbefehl erteilt habe, wird in allen Newyorker Blättern groß heraus­gebracht, ohne daß dagegen Widerspruch erhoben wird. Auch die USA.-Regierung hat bisher kein Dementi her­ausgegeben. Rundfunk und Presse erklären, die USA.- Flotte sei angewiesen worden, für die Sicherheit der Ver­bindungen zu sorgen, das bestätigt den Schießbefehl Roo- sevclts.

Die brasilianische Presse bringt unter großen Schlag­zeilen die Nachricht von den provozierenden Maßnahmen der Vereinigten Staaten. Die Schlagzeilen sagen zum Beispiel: „Die USA. bereiten den Kriegseintritt vor", „Roosevelt soll der Flotte befohlen haben, auf deutsche Schiffe zu schießen." Die gesamte spanische Presse bringt Willkies Erklärung über Rooscvelts Schießbefehl an die USA.-Flotte in größter Aufmachung unte.r Ueberschriften wie: „Roosevelt hat der Flotte Befehl gegeben, das Feuer ohne Warnung auf deutsche Einheiten zu eröff­nen", Roosevelt beabsichtigt, mit dem Reich in den Krieg zu kommen durch Provozierung eines Zwischen- falles. Er will das Parlament vor vollendete Tatsachen stellen. In Finnland hat die Aufdeckung der Machen­schaften Noosevelts in der gesamten Oeffentlichkeit stärkstes Aufsehen erregt. Die Blätter bringen die Mel­dungen in größter Aufmachung. „Hufvudstadbkadet" schreibt in großer Schlagzeile: „Roosevelt will dem kämpfenden Europa in den Rücken fallen," „Uusi Suomi" wählt die Ueberschrift: „Roosevelt will den Krieg um jede» Preis", „Helsinkir Sanomat" überschreibt einen ausführlichen Bericht seines Berliner Korrespondenten: Roosevelt provoziert den Krieg".

Die schwedische Presse verzeichnet an hervorragender Stelle die Reaktion auf die Newyork-Meldung von

„Aftonbladet" über Noosevelts provokatorische Absichten. Man müsse Europa auf den offenbaren Leichtsinn und die Gefahr aufmerksam machen, die durch eine solche Haltung Noosevelts entstehen könne. Dies sei ein neuer Beweis für Noosevelts Entschlossenheit, unter allen Um­ständen neue Verwicklungen in dem europäischen Konflikt zustandezubringen. Es werde erwartet, daß Roosevelt zu der Meldung der schwedischen Zeitung Stellung nehme. „Dagens Nyheter" überschreibt: „Auf dem Wege über die schwedische Presse neue Beweise für Ziele der USA. ge­geben — Roosevelt ist bereit, die Lunte an das Pulver­faß zu legen — die USA.-Flotte soll den Befehl bekom­men haben, ein Intermezzo heraufzubeschwören.

Die Willkie-Erklärung über den Schießbefehl Roose- velts wird von der Brüsseler Presse in großer Auf­machung auf der ersten Seite an der Spitze des Nach- richtenteils veröffentlicht. „Paps Reel" gibt den sünf- spaltigen Titel: „Sensationelle Enthüllung Willkies. Roosevelt mill Zwischenfälle provozieren, um USA. in den Krieg zu ziehen". „Travail" schreibt: „Roosevelt will durch Zwischenfälle Kriegszustand mit Deutschland herbeiführen". „Het Algemeen Nieuws": „Willkie ent­hüllt Noosevelts Pläne". „Nouveau Journal": „Roose­velt entschlossen, USA. in Krieg zu stürzen". „Het Laatste Nieuws" bringt die entsprechenden Meldungen mit dem Titel: „Roosevelt will den Krieg um jeden Preis — seine Pläne: einen Zwischenfall zu schaffen, um den Kriegszustand zu erklären und den Kongreß vor eine fertige Tatsache zu stellen". „Der „Soir" befaßt sich in einem längeren Artikel mit dem amerikanischen Im­perialismus, wobei er auf die Erklärung Willkies zu sprechen kommt. Das Blatt schreibt hierzu: „Man kann heute schon sagen, daß die Amerikaner wegen der Mög­lichkeit eines schnellen deutschen Sieges im Osten außer­

gewöhnlich beunruhigt sind. Die führenden Männer in Washington bemühen sich, mit allen Mitteln einen Zwi­schenfall herbeizuführen, der den amerikanischen Senat vor die vollendete Tatsache eines Krieges mit den Achsenmächten stellen soll. In diesem Sinne muß man die Worte Willkies interpretieren, die bestätigen, daß Roosevelt die Absicht hat, die amerikanische Flotte das Feuer auf deutsche Schiffe und Flugzeuge eröffnen zu lassen," Die Erklärung Willkies über die Pläne Roose- velts, Zwischenfälle zu provozieren, und dessen Schieß­befehl an die USA.-Flotte werden von der ungarischen Presse in großer Aufmachung unter mehrspaltigen Schlagzeilen veröffentlicht.

Bern, 17. Juli. Die schwedischen und deutschen Nach­richten über die Kriegsentschlossenheit Washingtons haben in der Schweiz großen Eindruck gemacht. Man hält sie für um so glaubwürdiger, als der amerikanische Vor­stoß nach Island auch hier als das bewußte Eingehen eines militärischen Risikos aufgefaßt wird. Der Außcn- politiker der Zeitung „La Süisse" schreibt in seinem Kommentar: „Die Politik des Weißen Hauses bewegt sich von Etappe zu Etappe auf dem Wege der Inter­vention in dem Maße, wie die amerikanische Öffentlich­keit für irgendeinen neuen Schachzug reif zu sein scheint. Die Besetzung Islands war der erste Schritt, der ein wirkliches Risiko bedeutete. Indem Roosevelt die Dienst- zeit der jetzt ausgebildeten Mannschaften verlängern will, möchte er eine starke Streitmacht für alle Fälle zur Verfügung haben, und er wird im gegebenen Augenblick die Genehmigung zu erwirken suchen, sie auch außerhalb der ausgesprochen amerikanischen Sphäre zu verwen­den. Die Gefahr dieser Politik besteht darin, daß die Vereinigten Staaten eines Tages vor einer vollendeten Tatsache stehen können, noch ehe der Kongreß Gelegen­heit hatte, sich über eine Kriegserklärung auszuforschen.

Von

El. 30. koslll

In »er „Bücherei »es Ostraums" erschien eine Schrift von M. Agthe und G. v. Pochl, die die dominiercnde Nolle des Judentums innerhalb des Bolschewismus auf­zeigt. Wir entnehmen dieser Broschüre einen Teil der Untersuchungen Poehls, der die Judcniragc im Zusam­menhang mit dem Bolschewismus behandelt.

Die Gleichberechtigung der Juden war ein unumstöß­licher Grundsatz der russischen Sozialdemokratie, die ihm im März 1914 durch einen Duma-Antrag auch die gesetz­liche Anerkennung verschaffen wollte. Die Provisorische Regierung setzte auf Betreiben der Juden unmittelbar nach der' Machtübernahme eine Kommission ein, die einen Eesetzesentwurf über die Aufhebung der Aus­nahmebestimmungen gegen die Juden ausarbeiten sollte. Dieses Gesetz erschien am 3. April 1917 und verlieh den Juden volle Gleichberechtigung. Es löste sofort einen star­ken Zustrom von Juden in die Berufe aus, die ihnen versperrt gewesen waren, und einen zunehmenden Zuzug der jüdischen Bevölkerung aus der Ansiedlungszone in das Landesinnere.

Unterdessen wurde der Sturz der Provisorischen Regie­rung durch die bolschewistische Partei in einem hohen Matze durch Juden vorbereitet, die immer zahlreicher in der Führung der Revolutionäre auftauchten. Das Prä­sidium des 6. Parteitages der bolschewistischen Fraktion, im August 1917, bestand zu 54,6 v. H. aus Juden. In dem „engeren" Komitee, das den Umsturz vorzubereiten hatte, und in dem sieSenköpfigen „Politischen Büro", das die Verantwortung für den Aufstand übernahm, waren die Juden mit 87 v. H. führend. Auch in der Leitung des „Militärisch-Revolutionären Komitees", das den Ober­befehl über die Rote Garde führte und den Umsturz militärisch vorbereitete, waren sie mit einem Drittel der Mitglieder unverhältnismäßig stark vertreten. Erst recht sind die Juden nach der Sicherung der Macht in den Spitzen der Kommunistischen Partei und des Sowjet­staates vertreten; die Schlüsselstellungen ruhen in ihrer Hand.

Bald nach der Revolution wurde auch die Stellung der Juden gesetzlich neu geregelt. Die Juden erstrebten eine nationale Autonomie. Bereits im März 1917 hatten fast alle jüdischen Parteien ein.Komitee ins Leben gerufen, das eine jüdische Konferenz auf Erund allgemeiner und gleicher Wahlen vorzubereiten hatte. Diese Konferenz sollte eine Verfassung der Juden aus­arbeiten. Äm Herbst 1917 fanden Wahlen zur jüdischen Konstituante statt, doch bevor sie zusammentreten konnte, brach die Oktoberrevolution herein. Die Ukraine, die nach der Februarrevolution eine eigene Regierung gebildet hatte, war bereit, ihren Minderheiten eine weitgehende Selbstverwaltung zuzugestehen. Am 1. Juli 1917 wurde innerhalb der ukrainischen Regierung ein jüdisches Vizesetretariat gebildet, das als offizielles Hauptorgon der jüdischen Selbstverwaltung anerkannt und im Januar 191,8 -a. ein „Ministerium für jüdische Angelegenheiten" umgewandelt wurde. ^>och fanden diese Ansätze zu einer jüdischen Autonomie in den Wir­ren des Bürgerkrieges ihr Ende.

In der übrigen UdSSR. wurde der Versuch gemacht, die religiösen jüdischen Gemeinden in „nationale. Ein­heiten" umzuwandeln. Dem ..Volkskommissariat für die Nationalitäten der UdSSR." wurde ein eigenes Jüdi­sches Kommissariat angegliedert und innerhalb der Kommunistischen Partei sogenannte „Jewselzii" (Jü­dische Sektionen) gegründet. Die „Jewsekzii" sollten vor allem ein technischer Apparat der Kommunistischen Partei sein mit der Aufgabe, deren Losungen unter die jüdischen Massen zu tragen. Dank ihrer Propaganda verbreitete sich der Kommunismus auch unter den jüdischen Gruppen. Rafes. ein jüdischer Sowjetführer, schreibt darüber: „Die jüdischen Massen erfuhren, daß die Sowjetmacht bereit ist, für die besonderen Bedürf­nisse der Juden Sorge zu tragen und zu diesem Zweck ein besonderes Regierungsorgan geschaffen hat. Einen gleich demonstrativen Charakter hatte auch die Grün­dung jüdischer kommunistischer Sektionen. Die Tat­sache. daß es bei der KPR. ein Zentralbiiro der jüdi­schen kommunistischen Sektionen gibt. das eine besondere Arbeit unter den Juden leistet, sagte den jüdischen „Arbeitern" sehr viel."

Die Arbeit- der jüdischen Sektionen beschleunigte den Zerfall der sozialistischen jüdischen Parteien und führte die Hauptmasse ihrer Mitglieder der KPdSU. zu. Auch der „Bund" trat mit einer kommunistischen Mehrheit 1929 zur KPdSU. über. Als deren Glieder erklärten sie sich, wie schon auf dem 1. Kongreß der jüdischen Kom­missariate und Sektionen, gegen das Weiterbestehen der jüdischen kulturellen und religiösen sowie sozialen Ein­richtungen. Da sich der überwiegende Teil der jüdischen Parteimitglieder als Internationalisten offiziell nicht mehr zum Judentum bekennt, ist es nicht möglich, den Anteil der Juden an der Kommunistischen Partei genau festzustellen. Trotzdem zeigt die sowjetamtliche Statistik, daß z. B. im Jahre 1927 die Juden mit ihren 8 v. H. um fast das Fünffache ihren Anteil an der Gesamtbevölle- rung der UdSSR. (1926: 1,77 v. H.) übersteigen. In der Armee und in der Floate traten die Juden vor allem als Kommissare und als Ingenieure auf. Als zuver­lässige Stützen des Regimes repräsentierten sie den bol­schewistischen Staat in seinen Auslandsvertretungen und spielten eine besondere Rolle in den Ausländs­abteilungen der GPU.

MIIIIIIUMIIIIIIMIMIIIIIMIMIMIIMMMIMMIIIIIMIMMMMMMIMMMIIM»

Jm Osten stehen 9 Millionen Soldaten einander in der gewaltigsten Entscheidungsschlacht aller Zeiten gegenüber; große Ersolgc bahnen sich an.

Die Hauptstadt Bessarabiens wurde von deutschen und rumänischen Truppen genommen.

Die finnische Luftwaffe hat. seit Kricgsbcginn 136 Sowjet- Flugzeuge abgeschossen.

Mit der Wiedereinführung der Kricgskommissare unter­stellt Stalin die Sowjet-Armee dem Terror der GPU.

Der Führer empfing Krcta-Kiimpscr.

In der ganzen Welt wächst die Empörung über Noosevelts siechen Schichcrlatz an die USA.-Flotte/

Ein norwegisches Blatt geigelt die Nichterfüllung der Wohlvcrsp.rechiiiigcn Noosevelts.

In Den Haag fand unter Mitwirkung von Arbcltsmaidcn aus unserem Gau eine große NAT.-Vcranstaltung statt.

Die Rcichspostdircktion Bremen lud Verwundete zu einer Kaffeetafel ein.