Ausgabe 
(16.7.1941) Nr. 195
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

! er sich so schwere Beriet,»». Transport zum Krankem, tz> h den bisherigen Ermsty°^ n. gen ^

n Blitz getroffen. In das k-n->. des obcrschlcsifchen Dorfes ^.ckü lcht der Blitz ein. Dabetz»5^°l!«

L?"

,er hamsterte vulter

nli. Der Jtude BöladiSlauZ Nr,' enSburg. hatte sich vor den, T'"> Schmuggels und Devisenneras^ eilte eZ sich heraus, daß V ernationalem Rufe ist. U,. «, Oberschlesicn in das Eenerainm,^ , dort Butter zu Hamstern V, ^ rehreren anderen Schmuggle,,'.^ ,de. Er wurde zu einer E-,- t. Jud Wiener war bisher vorbestraft wegen Hochstapelei^

E r s cheint 7mal wöchentlich Monalsbezu', E 2,3V einschl. Zu­stellgebühr- PostbezugSpreis monatl. 2,30 « (einschl. 30,l 3^ Pest- zcitungsgcbühr) zuzügl. 42 3^4 Be­stellgeld. Bezugspreis Ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Eins GmbH., Bremen, Geeren 6/8. Fernspr. 34121, Nach», u. Qsnntg. 5 1115. E> prech z.: Verlag: wcrktl. 12—13 Uhr- Schriftleitung: Diens­tag und Freitag 12'/-—13'/- Uhr.

Meiner Muno

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zrcien fjansestadt Vremcn

M

Anzeigen - Grundpreise:

Die 1 raw hohe und 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil 13 3A4. Die 78 ww breit, und 1 mw hohe Zeile im Tertteil 75 3A4. Ermaß Grundpr. (für Klein- Familienanzeig. u. a., sowie sonstige Beding. Preisliste 8 Nackilm-iwie!, L. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Ruf 5 41 21- Nachlrus und sonntags 5 ll 1§! Obernstr. 86. Ruf 5 4121- Stzke: Mübicndamw 2- Dr.-Hemelingen: Vahnhosstr. 6, Ecke Poststr.. Ruf 4 34 58- Dr.-Vegesack: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8- Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Nus 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatthalters in Oldenburg und vremen

rsministcr in Berlin. Auf :rs Dr. Dorpmüller traf am csminister Host-Benturi

nscher Verkehrssach'leute aist dem'^ in ein. Der Minister wird

... ein. Der Minister wird bis« ) bleiben und in Berlin, T»«, sisburg. Mannheim. Nürnber«"? tungcn besichtigen.

Den BereinSangehörig«, j hiermit zur Kenntnis bracht, daß der Turnkam^

Friedrich Dierkingsa

durch den Tod aus uniem Reihen schied.

Seine langjährige Treue,,, Verein wird uns stets bild bleiben.

Der BeieinSsiihiu

Für die vielen Beweise hegt Teilnahme an dem schwer,, Verlust unseres kleinen

Karl

sagen wir allen, Insies», dere unsern Nachbarn, K wandten und Bekannten,!» wie Herrn Pastor LöpmM unsern herzlichsten Denk

Richard Alter und Fm

Bremen-Farge, 12. Juli M

Danksagung

Für die vielen Beweis herzlicher Teilnahme rii , die zahlreichen Kranzsp» den beim Hinscheiden !» ner lieben Frau sage st! allen meinen herzlich?» Dank.

Paul LlNji Lemwerder, 12. Juli W

^,'gkS

rv trlstsr^

.. ^ ^

....Stllatr 8^-

/olls, klli' ^

... dtstsr

a . Stück

Stllck

lloys

SIsrn

!dd dtstsr

Outrsnct

Karton

Stück

r.8S 1.S5

die Welt insW

TlrTlSS /II.Jahrgang - Mittwoch, 16. Juli 1941 kinzelmeis 1S Nps.

witlkie bestätigt lwosevelts Schießbefehl

Westes nimmt Versprechungen gegenüber Portugal verklausuliert zurück

Welkes' Erklärung ist insofern lehrreich und aufschluß­reich zugleich. Deckt sie doch die ganze sture Arroganz der derzeitigen Machthaber im Capital auf: Washing­ton maßt sich an, ganz nach Belieben alle völkerrecht­lichen und zwischenstaatlichen. Grundsätze außer Kraft, zu setzen. Die Regierung Roosevelt, „ersetzt" diese inter­national anerkannten Grundsätze durch den höchst dehn­baren Begriff, daß die Sicherheit der USA. und das

Recht auf Selbstverteidigung alle völkerrechtlichen Prin­zipien, auch das Souveränitätsprinzip und die terri­toriale Unversehrtheit, außer Kraft setze. Europa wird sich dieses USA.-Programm gut merken, und es wird sich darauf einrichten.' Bisher ist es scdenfalls ein No- vum in der Weltgeschichte, daß ein Staat die ange­maßten "Außenposten" seiner „Selbstverteidigung" 6000 Kilometer über die Landesgrenze hinausschiebt.

oft operationen im stetigen fortschreiten

versorgungsonlagen in stull bombarvierk / Vrikische Schiffe aus der Neede von Suez mit vomben beleg»

Aus dem Führerhauptquartier, 15. Juli.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Die Operationen im Osten sind in stetigem Fort­schreiten. Im Kamps gegen Großbritannien bombar­dierte die Luftwaffe in der letzten Nacht mft stärkeren Kräften abermals den Versorgungshasen Hüll. Aus­gebreitete Brände entstanden. Im St.-Eeorgs-Kanal wurde ein Handelsschiff von KÜIW VRT. durch Bomben­wurf versenkt. In Nordafrika zersprengten deutsche Jäger Anfammlungen britischer Kraftfahrzeuge bei Sidi-el-Barani. Deutsche Kampfflugzeuge brach­ten feindliche Batterien um Tobruk zum Schweigen.

Ein Verband deutscher Kampfflugzeuge bombardierte in der Nacht zum 14. Jnli britische Schisse aus der Reede von Suez. Zwei Frachter mit zusammen 12 VVU VRT. wurden vernichtet, zwei weitere große Schisse er­hielten Volltreffer. Bei Angrisfsversuchen britischer Kampf- und Jagdflugzeuge an der Kanalküste wurden gestern durch Jäger nnd Flakartillerie 12/ durch Marine­artillerie ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht Spreng- und Brandbomben in Nordwestdeutschland, vor allem in Hannover sowie im Küstengebiet. Die Zivilbevölke­rung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten.

Nachtjäger nnd Flakartillerie schössen sieben der an­greifenden britischen Kampfflugzeuge ab."

Berlin, 15. Juli. Unser ständiger militärischer Mitarbeiter, Hauptmann Stephan, berichtet: Zwei Tage, nachdem der deutsch« Wehrmachtbericht den Durchbruch durch alle ent­scheidenden Stellen der Stalin-Linie, melden konnte, ist Man in London, in Newyork und sogar in Moskau zu der Ueberzeugung gekommen, daß eine weitere Ablengnnng der deutschen Siege zwecklos geworden ist. In den plutokratischcn Ländern streitet man sich darüber, ob Leningrad, Moskau oder Kiew am meisten bedroht seien nnd kommt zu dem Schluß,' zunächst sei das groß« Industrie-Gebiet um die alte Zarenhauptstadt Petersburg mit den unzähligen kriegs­wichtigen Betrieben nnd den Basen für die Sowjctslotte in der Ostsee besonders schwer gefährdet.

Von der militärische» Lage im Zentrum der Ukraine, also im Gebiet um Kiew, meint der englische Propagandasprcchcr Hashings besorgt, „hier dürften die deutsch-ungarischen Trup­pen eine Bedrohung der russischen Flanke bilden, und man konnte nur hoffen, daß dem Marschall Budjenh genügend Raum für einen geordneten Rückzug zur Verfügung stehe". In Rückzügen hat der alle Revoluzzer, den die bolschewistische Revolution 1!»8 nach oben trug, sich schon früher allerhand Erfahrungen erworben, so 1!l2Y bei dem Mißlingen des Vor­stoßes an die Weichsel, als die Towjct-Unio» zum erstenmal zum Sprung nach Mitteleuropa ansetzte. Heute, zwanzig Jahre später, mußte Bndjcnh dazu herhalten, für die schwer be­drohte Tüdfront, zwischen Pripetsüinpse» nnd Schwarzem Meer, die Verantwortung zu tragen. Dieser Versuch Stalins, in letzter Stunde, mitten in einer schon lebensgefährlich ge­wordene» Situation durch die Teilung des Oberbefehls die unhaltbar gewordene Lage zn meistern, erregt überall i» der

Welt Aussehen und Verwunderung. Als in Frankreich vor einem Jahr mitten in der Flandcrnschlacht der Generalissimus Eamclin abgehalftert und durch General Wchgand ersetzt wurde, dokumentierte die Pariser Regierung damit den Höhe­punkt der Krise. Sie ließ aber wenigstens die Einheitlichkeit der Kommandogcwalt bestehen. Im Kreml ist die Verwirrung jetzt so weit gestiegen, daß man alle drei Militärs, die über­haupt über einen Namen verfügen, nebeneinander zu Ober­befehlshabern ernannte. Woroschilow, der schon im Finnland- krieg versagt hat, und danach Vizepräsident des zentralen Vcr-, tcidignngsratcs wurde, ist wieder aus der Anonymität hervor­getreten und hat den Nordabschnitt der bolschewistischen Front übernehmen müssen. In der Mitte führt nunmehr Timoschcnko das Kommando, der nach dem mißglückten Finnlandscldzug Woroschilow als Oberbefehlshaber ablöste. Eine zentrale Füh­rung der Operationen ist seit dieser Dreiteilung der Sowjet­front überhaupt aufgehoben — ein bedeutsames Zeiche» von Unsicherheit und Verwirknng,

Der militärische Sachverständige der „Times" gibt denn auch seiner ernsten Befürchtung Ausdruck, daß es den Deut­schen gelingen könne, die sowjetischen Armeen von einander z» trennen. Er spricht von der schweren Prohe, vor der die sowjetische Armee nunmehr stehe, nachdem den deutschen Formationen „ein sehr tiefer Einbruch in die bolschewistische Front an mehreren Stellen geglückt ist". Er zweifelte an der Leistungsfähigkeit des Moskauer Eeneralstabcs nnd an der Wirksamkeit des sowjetischen Transportwesens, um sich znm Schluß mit der läppischen Hoffnung zu trösten, daß „ein weiterer Vorstoß auch für die deutschen Truppen un­günstig sein könne". Die deutsche Führung hat noch stets bewiesen, daß die Ueberwindung großer Räume und die Organisation des Nachschubs bei schwierigen Derkehrsverhält- nissen von ihr gemeistert werden kann. Als General Rvm- mel in Afrika seinen denkwürdigen Vorstoß von Tripolis aus an der Shrte entlang und durch die Wüstengebiete der Cyrenaika bis über die ägyptische Grenze hinweg unter­nahm, war auch da? Straßen- und Trausportproblem be­herrschend Es ist mit richtiger Abwägung aller Begleitum­stände vollkommen gelöst worden, wobei Heer und Luftwaffe vorbildlich zusammenwirkten.

Während in London von dem gefahrvollen Rückzug der Bolschewisten berichtet wird, beschränken sich die amtlichen Mitteilungen der Sowiets aus allgemeine Angaben über den Widerstand, der noch gegen die deutsche Offensive geleistet werde. Dabei ist es bezeichnend, daß die Ortsangaben-nun­mehr ganz anS den Moskauer Nachrichten verschwunden sind. Die bisher genannten Städte liegen inzwischen denn doch allzu weit hinter der deutschen Front. Da hilit es auch nichts, wenn die Sowjet-Journalisten von den „Schakalen in Menschengestalt" delirieren, die noch die Missetaten ihrer blutrünstigen Voriahren. der teutonischen Sunde der Ritter, überträfen". Die ganze Welt weiß. daß die Bolschewisten die Untaten, die sie selbst begehen, den deutschen Soldaten zu­schreiten. Aber das ist propagandistisch dumm denn diese Soldaten haben in allen Ländern wegen ihre? menschlichen, die friedliche Zivilbevölkerung schauenden Verhaltens stets in kürzester Zeit Sympathie nnd Zuneigung erwarben. Mit den blöden und albernen indischen Mätzchen der Moskauer Reklame-Maschine ist das Schicksal der Sowjets nicht zu wen­den.

Episch bolschewistisch!

Sowjelresierung kündigt flngriffe aus deutsche eozarettschiffe an

,,provozieren! provozieren!"

Washington, 15. Juli. Wendel! Willkie machte seinen Mitarbeitern und Vertrauten davon Mitteilung, daß Präsident Roosevelt in mehreren Besprechungen mit ihm den Befehl an die IlSA.-Flotte, erbarmungslos auf deutsche Kriegsschiffe, U-Boote und Flugzeuge das Feuer zu erössncn, bestätigt habe. Roosevelt habe bei all diesen Besprechungen, so erklärte Willlie, den festen Entschluß ausgedrückt, unter allen Umständen den Kriegszustand mit Deutschland durch Herbeiführung eines Zwischenfalles herauszubeschwören. Einheiten der USA.-Flotte haben Befehl, unter allen Umständen durch Angrisfshandlungen auf deutsche Einheiten diesen Zwischenfall herbeizuführen. Den Kongreß will Roose­velt, so sagte Willkie, erst nach Verkündigung des Kriegszustandes vor vollendete Tatsachen stellen.

' Mit diesem ungeheuerlichen Schicßerlaß, der in der gesamten Kulturwelt höchstes Erstaunen und schärfste Mißbilligung hervorruft, bestätigt sich Roosevelt als echter skrupelloser Judenknecht, setzt er sich über alle Normen des Völkerrechts hinweg, würdig eines Stalin, der zynisch erklärt, daß er gar nicht daran denkt, die ihm notifizierten deutschen Lazarettschiffe durch die Bolsche­wisten respektieren zu lassen, (Siehe unsere Meldung an anderer Stelle.) Hier erkennen wir die amoralische Einheitsfront eines politischen Unterweltstnms, die allerdings wider Willen die Einheit des europäischen Kontinents in der Abwehr dieser schamlosen Metho­den herausgerufen hat.

Doch mit dem Schicßerlaß Roosevelts noch nicht genug: Nachdem die USA.-Regierung erst unlängst Lissabon die Zusicherung gegeben hatte, die Vereinigten Staaten würden portugiesisches Hoheitsgebiet nicht besetzen, er­läuterte der stellvertretende Außenminister Sumner Welkes diese Zusicherung jetzt in einer Washingtoner Pressekonferenz auf eine Art und Weife, die praktisch das Versprechen rückgängig macht.

Wohl legen die USA. Wert darauf, erklärte Welkes, daß Portugal die Souveränität über die Azoren und die Kap. Verdischen Inseln behalte, auch hätten die Ver­einigten Staaten keine aggressiven Absichten und woll­ten die territoriale Integrität der portugiesischen Be­sitzungen nicht antasten — aber im gleichen Atem­züge verwies Welkes aus Roosevelts letzte Votschast an den Kongreß anläßlich der Besetzung Islands. Hieraus folgerte Welkes, es sei für die Sicherheit der USA. le­bensnotwendig, daß die strategischen Außenposten, „in den Händen befreundeter Nationen" blieben; Amerikas Politik von heute basiere auf dem unabänderlichen Recht der Selbstverteidigung.

Führt man diese schwülstigen Phantastereien auf einen allgemeinverständlichen Nenner zurück, so heißt das, Wei­tes hat die Zusicherung der USA.-Regierung an Portu­gal einfach'zurückgenommen, wobei er allerdings um ein Alibi für l^nen Herrn und Meister Roosevelt besorgt war, oenn es dinfte wohl niemand daran zweifeln, daß Roosevelt genau wie im Fall Island auch skrupellos gegen portugiesischen Besitz vorgehen wird, sobald ihm das in sein europafeindliches Konzept paßt. Die dehn­baren und völlig'undurchsichtigen Voraussetzungen hier­für zu schassen, ist Sache seiner politischen Handlanger,

weitere Sowjekteuppen oerniklitet

Berlin, 13. Juli. Nach dem Durchbruch durch die stark befestigte Stalin-Linie stießen deutsche Verbände am 14. Juli weiter in Richtung auf Kiew vor. Die Reste der zwischen Shitomir und Berdit- schew geworfenen Bolschewisten, verstärkt durch rasch zusammengestellte gemischte Einheiten, ver­suchten, den tief nach Osten hineinstoßenden Keil der deutschen Truppen anzugreifen. Obwohl gleich­zeitig weiter westlich eingeschlossene starke Sowjet­verbände verzweifelte Ausbruchsversuche unter­nahmen, brachen zahlenmäßig weit unterliegende deutsche Kräfte nach drei Tagen die bolschewistische Uebermacht. Die eingeschlossenen Sowjets im Raum westlich Verkitschen» wurden vernichtet oder gefangengenommen. Der Widerstand in den Flan­ken wurde überall gebrochen. Die Bolschewisten hatten hohe Verluste an Menschen, Massen nnd Gerät.

Berlin. 15. Juli. Die deutsche Regierung hat ihre Ab­sicht bekanntgegeben, Lazarettschiffe in der Ostsee und im Eis­meer einzusetzen. Ausgabe der Lazarettschiffe ist es. Schiff­brüchige, verwundete und kranke Wchrmachtsangehörige zu ritten, ohne daß dabei ein Unterschied zwischen Freund und Feind gemacht wird. Das Wahrzeichen des Noten Kreuzes, unter dem die Lazarettschiffe fahren, gibt ihnen Anspruch an! Achtung ihrer inciischensreundlichen Tätigkeit durch den Geg­ner. sobald diesem ihre Namen bekanntgcmacht worden sind. Der Sowscircgiernng gilt aber. wie die kürzlich bekannt ge­wordenen Massenschlächtereien in Ostgalizien zeigen, das Menschenleben wie die Menschlichkeit überhaupt Wenig. In der Linie dieses rücksichtslose» Vernichtnuqswillens es,

daß sie die Benennung der deutsche» Lazarettschiffe nnt der

Ankündigung beantwortet hat, daß sie ihnen den Schutz, der ihnen nach völkerrechtliche» Grundsätzen gebührt, versagen wird.

Die Sowjetunion hat sich damit auch in dieser Beziehung außerhalb ver Völkcrrechtsgemeinschait gestellt. Der alberne Versuch, sich damit zu „entschuldigen". Deutschland beachte die Völkerrcchtsgrundsätze cbenlalls nicht, prallt angesichts der untadeligen Haltung unserer Truppen vom deutschen Schild als sture Verleumdung ab Daß England und auch die NSA. mit einem solchen Gesinde! wie dem bolschewistischen paktieren, und daß .Churchill sogav den brennenden Wunsch hat. Stalin einen großen Teil Europas zur ..Neuordnung" zn übergeben, zeigt, zn welchem Untermenschentnm sich die Plntokraten hingezogen ffchlcn.

Die ötkAe

Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht unter der Uebcrschrift „Die tödliche Schule" einen Artikel von Bruno Vrchm; er hat folgenden Wortlaut:

Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle von der furchtbaren Schule gesprochen, durch die Finnen und Ukrainer gehen mußten, und ich habe diese Schule o i n e tödliche genannt. Ich habe mittlerweile eines dieser Schulzimmer, und bei Gott nicht das fürchterlichste, be­treten, die Zitadelle von Zloszow, und ich habe doch das Fürchterlichste gesehen, was meine Augen geschaut ha­ben, Mich hat das Leben nicht verwöhnt. Ich habe das große Flecktyphussterben' im Lager von Tozkoe im Jahre 1915 mitgemacht. Ich habe die gefrorenen Toten in Krasnojarsk wie Holzstücke auf Schlitten laden sehen. Das war nichts. Ich war diesmal auch nicht in den Leichenkellern der Tscheka in Lemberg. Ich war „nur" in Zloszow.

Die Zitadelle liegt am Südostrande der Stadt. Wir kamen von Tarnopol. Als wir auf der Rückfahrt an der Zitadelle vorbeikamen, siel mir auf, daß der große Barockbau oben auf der Höhe über der Festungsmauer Verschalungen vor den Fenstern hatte, die das Licht nur von oben einlassen. Ein Gefängnis, dachte ich im Vor­beifahren, Am Fuße des Burgberges standen zer­schossene sowjetische Panzer und Fahrzeuge, die noch nicht beiseite geräumt waren. Auf der Straße war starker Gegenverkehr zur Front. Der Wagen mußte halten. Ich fragte den Posten, warum denn hier so- vicle Leute den schmalen Weg zur Höhe hinangingen, und der sagte mir, daß dort oben die toten Ukrainer lägen. Ich bat meinen Kameraden, die Wagen halten zu lassen und mit mir dorthin zu gehen.

Weinende Frauen und Männer starrten uns entgegen. Wir stiegen den Pfad hinan. Um die Zitadelle läuft ein Festungsgraben. Am Rande des Grabens standen Men­schen. Aus dem Graben quoll der Gestank der Ver­wesung. Der Graben selbst lag voll von Leichen. Keine von ihnen, die nicht furchtbar verstümmelt war und dort verstümmelt war, wohin das Denken der Beschnit­tenen immer drängt, gleichviel, ob das nun die Psycho­analyse, Freuds ist oder die Martern der Henker in die­sen Gefängnissen sind. Vor den Gesichtern hatte man nicht haltgemacht. Kein Mensch hätte hier seinen Bru­der, seinen Mann oder seinen Vater wiederfinden können. Was abzuschneiden war, war abgeschnitten worden, was herauszustechen oder herauszureißen war, herausgestochen oder herausgerissen worden. An der Wand des Grabens war ein halboffenes Grab. Dort lag der Jammer gehäuft. Unmöglich zu zählen, aber auch unmöglich zu schauen.

Wir traten in den Hof der Zitadelle. Dort lag das Unglück in langen Reihen. Zwischen den Toten, vom Knaben bis zum Greis, gingen die Lebenden herum und suchten. Ein Mann nahm mich bei der Hand, deutete auf einen 15jährigen Jungen und zeigte mir das Bild auf dem Paß. Das war mein Sohn gewesen. Eine Frau sagte neben mir: „Mein Mann war Stabsarzt, dort liegt er." Ich konnte nicht mehr hinsehen, ich mußte fort. Ich konnte auch nicht mehr sehen, ob man die Menschen im Hofe in aller Eile erschossen oder ob man sie im Spitalzimmer des Gefängnisses verstümmelt hatte. Es war zuviel. Die Fliegen, die Hitze, der Gestank, die schluchzenden Männer, die zwischen den Leichen hin und her gingen, um ihre Angehörigen zu suchen. Mich würgte und schüttelte es. Unmöglich, zu zählen. Waren es 400, waren es mehr? Es war nur eine der Foltcrstätten. Weiter, weiter! So sieht die tödliche Schule wirklich aus. Man soll kein Wort gebrauchen, wenn ma» es nicht selbst erlebt hat.

In diesen Tagen nun, wo endlich der blutbespritzte Vorhang zerrissen wird, der dieses Land verhüllte, da endlich, endlich für das furchtbare Grauen Rache ge­nommen wird. versucht England im Westen den blutbe­fleckten Bundesgenossen zu entlasten und der Moskauer Heeresbericht meldet dies mit Wohlgefallen. Wie, wer­den uns die unverbesserlichen Idioten fragen, nehmt ihr das den Engländern übel, da ihr doch selbst einen Ver­trag mit den Bolschewisten gehabt habt? Ist das wahr oder ist das nicht wahr? Nach einer solchen Stunde wie jener in der Zitadelle von Zloszow arbeitet das Hirn fieberhaft, da wird einem mehr klar, als man sonst zu begreifen vermag.

Wir wissen, was in dem Buch des Führers steht Wir erinnern uns der Versuche des Führers, mit England zu einem Uebereinkommen zu gelangen. Wir wissen,' wel­ches Opfer wir im Flotienbau für diesen Willen gebracht haben. Es war vergeblich. Der Führer hat gewußt, was uns vom Osten her drohte. Es war kein Uebereinkommen mit Polen oder mit der Tschecho-Slowakei möglich, weil England es nicht wollte, weil das blinde Frankreich nicht sah, um was es ging.

Nun sehen wir es, Denken wir einmal den Gedanken ruhig zu Ende, Polen bestünde noch, die Tschecho-Slo­wakei wäre noch immer als Pfahl in das Fleisch des Reiches getrieben. Und nun kommt mit mir auf die Rück­zugsstraße der .Sowjets und schaut euch das an was sie dort an Panzerwagen liegengelassen haben. Welche Un­getüme. welche Anzahl! Auf einem Rückzug bleiben diese Panzer liegen, weil sie keinen Brennstoff mehr bekom­men. Auf einem Normarich bätten sie in wenigen Tagen llUIIIUIIIIIIIMIIIIMIIIIIIIIIIlMIIIIIIIIIIIIIIIIIlllllllllllllUIIINIIIIIIllllllllllllllllllllll

Die im Raum westlich Berditschcw cinqeschlosscnci, Sowjet- truppen wurde» vernichtet oder qcsonqcnqcnoinmcn.

Die Sowjctrcqicrunq kündigt zynisch Angriffe aus deutsche Lazarett,chiffe an.

Hull^an griffen erneut den Bcrsorgungshascn

Suez wurde von der deutschen Luftwaffe bombardiert.

Die ersten spanischen Freiwilligen sind aus deutschem Bo­den angekommen.

Wells nimmt Washingtoner Versprechungen gegenüber Portugal zurück.

Willkie bestätigt Roosevelts antideutschen Schießbefehl an die USZl.-Hlotte.

Bremer Flak schoß in der Nacht zum Dienstag wieder einen Britcnbumbcr über unserm Stadtgebiet ab.

Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Hansgchil- sinnen ,n kinderreichen Familien Ausstatlungsbeihilsen,

vns sii„1 ilio lle8tv lies über Bremen nbAescliosseiieu vriteuliomliers! (Bsriedi im Innern äss Blattes.) /luku.: Beters (2)

IW-E-'

t