Ausgabe 
(27.2.1943) 58
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parteiamtliche Layeszeitung

vos flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zielen Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtNches verkündungsbiatt des Bcichsstatttialters in Oldenburg und Bremen

Nr. SS , 1Z. Jahrgang

Sonnabend, 27. Lebruar 1S4Z

kinzelpreis 1S Nps.

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U-Voot-SchlSge ohne pause

Wieder 1? Schiffe mit W?8SS VNI. auf dem Meeresgrund

Aus dem Führerhauptquartier, 26. Februar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt durch Sondermeldung bekannt: „Deutsche Unterseeboote setzten ihre Schläge gegen den feindlichen Nachschub erfolgreich fort. Sie verfolgten die Reste des in der Son­dermeldung vom 24. Februar genannten gro­ßen Geleitzuges, dessen nunmehr sechstägige Bekämpfung an Kommandanten und Be-

808 . Die sich nach einer leichten Wetterverbesserung auf den Ozeanen alsbald häufenden Sondermeldungen über neue U-Boot-Erfolge rufen in den letzten Tagen wieder einmal den ganzen Chor derjenigen Stimmen in England und den USA. auf den Plans die mit Recht schon lange in der Schlacht auf den Meeren den ent­scheidenden Knotenpunkt der weitauseinanderliegenden Kampfhandlungen dieses Krieges erkennen. In einer durchaus realistischen Betrachtung über. den Seekrieg stellt der britische Admiral Sir Herbert Richmond fest, daß die gesamte Strategie Englands und der USA. aus Leben und Tod mit dem Ausgang der Schlacht im

Schwere Niederlage der britischen Luftwaffe

flm sreitas 20 flugreuge, darunter < ? viermotorige Bomber, abgeschossen

satzungen die härtesten Anforderungen stellte. Sie griffen im Atlantik und im Mittelmeer andere schwergesicherte Geleitzüge an und führten im Seegebiet von Kapstadt harte Ein­zelkämpfe durch. Bei diesen Operationen ver­senkten sie wiederum siebzehn Schiffe mit 167 8ÜY BRT. und torpedierten weitere fünf Schiffe, von denen einige ebenfalls als gesun­ken zu betrachten sind."

Atlantik verknüpft ist, weil sämtliche Kriegsschauplätze von England und Amerika aus gesehen m Uebersee liegen. Da der ganze Nachschub somit von der Siche­rung der Seewege abhängt, sei die Erlangung der Herr­schaft über die Meere der „wahre Grundstein, auf dem einzig und allein der Endsieg aufgebaut werden könne". Diesen Grundstein hätten jedoch die Engländer und Amerikaner „keineswegs völlig in ihrem Besitz". 2n nicht wenigen Fällen sei er sogar ihren Händen „restlos ent­glitten." Diese Betrachtung des Admirals bildet die unmittelbare Bestätigung - für die Ueberlegungen, die (Fortsetzung auf Seite 2)

Zweierlei ist zu beachten

Was uns dem Siege näherbringt

Es wäre falsch, aus den in den letzten Tagen günstig lautenden Meldungen des OKW. leichtfertige Schlüsse zu ziehen. Gewiß, wir können daraus erkennen, datz Stalins Traum, über Odessa in die Moldau einzudrin­gen und dabei den ganzen linken deutschen Flügel der Ostfront abzuschneiden und zu vernichten, eben ein Traum geblieben ist. Wir haben das nie anders beur­teilt. Wir haben ferner einen Begriff von der vollen Schwere der jüngsten Niederlage der Yankees und Briten in Nordafrika bekommen, nachdem das deutsche Angriffsunternehmen in den mitteltunesischen Bergen abgeschlossen ist. Wir haben zudem innerhalb weniger Tage die dritte Sondermeldung über die Versenkung einer Serie Schisse von über 180 000 BRT. vernommen.

Das sind Tatsachen, die unsere stets lebendig geblie­bene Siegeszuversicht nur noch weiter bestärken können. Aber wir dürfen dabei unter keinen Umständen zweier­lei vergessen. Einmal, welch' unendliches Matz an Stra­pazen, Entbehrungen, Hingabe und Opfsrsinn die Män­ner an den Fronten und auf den Meeren täglich und stündlich ausbringen müssen, um die in der Heimat doch immer etwas recht leicht bewerteten Erfolge zu erringen. Zum anderen, wie wir doch jetzt genau so wie die Front alles an seelischen und körperlichen Kräften aufbieten müssen, damit uns die Härte des Krieges nicht über­mannt. Denn der Weg zum Sieg ist nicht kurz und vor allem steinig.

Wenn der Kriegsminister Grohbritanniens, Mr. Erigg, soeben erklärte, datz von je fünf Flakmannschaften in London stets zwei Frauen sein mutzten, dann können wir uns ohne weiteres sagen, datz es eben auch bei uns der vollen Mitwirkung der Frauen bedarf, um das Ziel des Sieges zu erreichen. Denn wir kämpfen ja nicht allein gegen England, das uns immer wieder mit sei­nem heimtückischen Fliegerterror zuvschaffen macht, son­dern gleichzeitig im Osten gegen einen Feind, der uns cm Zahl der Menschen und an Material bestimmt über­legen ist. Schon seit Monaten setzt er alles ein, was ihm zur Verfügung steht und setzt gewitz auch weiterhin noch seine Massenopfer fort, um doch noch zum erträumten Ziel zu kommen.

Dr kämpfen unsere braven Soldaten hart und uner­schütterlich am Kuban-Brückenkopf, da wehren sie sich zäh an.der Charkow—Kursk-Linie gegen die immer neu zum Vordringen eingesetzten feindlichen Kolonnen, da geht es südlich und nördlich von Orel in heitzen Kämpfen um die Abriegelung von Einbruchsstellen unh an ande­ren Frontabschnitten wieder um gesteckte örtliche Ziele, die im barien Angriff genommen werden müssen. Was die Einheiten unserer Kriegsmarine außer unseren her­vorragenden Unterseebooten im Küstenschutz und auf hoher See leisten, ist unvergleichlich mit den Anforde­rungen — und seien es die schwersten —, die in der Heimat an irgendwer! gestellt werden.

Das alles wollen wir uns wohl vor Augen halten und, ohne als Beschwernis zu empfinden, was uns hier unter dem Gesetz des Krieges zur Aufgabe gemacht ist, alles tun, was uns dem Siege näherbringt. Je freudi­ger, rastloser, gewissenhafter und gründlicher wir es tun, desto rascher wird das große Ziel erreicht werden.

I. 8. v.

Italienische Lorpedoflugreuge versenkten im kosen vone drei Vampser

Nom, 26. Februar. Das' Hauptquartier der italie­nischen Wehrmacht gibt bekannt: „2n Tunssien Späh- trupplätigkeit. Jagdflugverbände der Achse griffen mit Erfolg einen feindlichen Flugplatz an und zerstörten fünf am Boden abgestellte Flugzeuge. Weitere fünf Flug­zeuge wurden im Luftkampf abgeschossen. Unsere Tor­pedoflugzeuge griffen trotz ungünstiger Witterungsver­hältnisse und der heftigen Abwehr den Hafen Bone an, wo sie drei Dampfer torpedierten und versenkten. Die Petroleumrassinerien von Haifa und der Hafen von La Valetta wurden von unseren Flugzeugen wirksam bom­bardiert. Im Mittelmeer versenkte eines unserer Tor­pedoboote unter dem Befehl von Kapitänleutnant Bruno Vartoli ein feindliches U-Boot.

Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf einige Ort­schaften zwischen Kap Passerno und Pozallo (Ragusa) sowie auf Trabia (Palermo) und belegten diese Orte mit Maschinengewehrfeuer. Es werden zwölf Tote und 24 Verletzte unter der Zivilbevölkerung sowie beträcht­licher Schaden an Wohnhäusern gemeldet. Ein feind­liches Flugzeug wurde von der Bodenabwehr abgeschossen uns stürzte he: Pozzallo ins Meer."

Berlin, 28. Februar. Am Freitag erlitt die feind­liche Luftwaffe bei dem Versuch, das Küstengebiet der Deutschen Bucht anzugreifen, eine neue schwere Nieder­lage. Der feindliche Bomberverband, der in den Vor­mittagsstunden des Freitags die norddeutsche Küste im Schutze stärlerer Vewöllung in grotzer Höhe anflog, wurde von unseren Jägern sofort zum Kampf gestellt. Nach bisher vorliegenden Meldungen schössen unsere Jäger 13 feindliche Bombenflugzeuge ab. Vier weitere Bombenflugzeuge wurden vom Sperrfeuer der Flak­artillerie gefaßt und stürzten brennend ab.

Damit ereilte den Feind bei dem abermaligen Ver­such, das norddeutsche Küstengebiet bei Tage anzu­greifen, eine neue schwere Niederlage.. Bei den bisher

festgestellten 17 Abschüssen handelt es sich ausschließlich um viermotorige Bombenflugzeuge. Ein eigenes Flug­zeug wird vermißt. Eiy Teil der ungezielt abgeworfenen Bomben fiel in Wohnbezirke. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste.

Drei weitere britische Flugzeuge wurden km Verlauf des Freitag im Westen und über dem Reichsgebiet zum Absturz gebracht. Darunter befand sich ein britisches Aufklärungsflugzeug, das ein deutscher Jäger nach kur­zem Luftkämpf in 8000 Meter Höhe abschoß. Die Ee- samtvetluste der feindlichen Luftwaffe im Westen und über dem Reichsgebiet betragen am Freitag nach den bisher vorliegenden Meldungen also 20 Flugzeuge.

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In sckvesisv Käinpken ringen llisr unsere OisnaUisre UNI einen vnNnkok, in cksw slcv ckis Lovjets räv verteidigen. lieber cias von Orsnstsn ckurckpüügts Oslsncis, vorbei an gefallenen Lolscbev/istso, ckringsn sie langsam, jscks Deckung niitrenck, vor.

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kmigrantenklüngel spielt politisches rlieater

Sind die Leute wirklich so naiv? — Vogelstraußpolitik gegenüber der bolschewistischen Sesakr

DiahtLericht unserer Berliner SLriftleitung

r. v. scb. Berlin, 26. Februar. Alles, was man in idon an Kriegsziclspekulationen zusammenbraut, so j die utopische Rede des Innenministers Morrison, >et in den Vereinigten Staaten nur das Echo eines selzuckens, und der Kreml hüllt sich weiterhin in ;es Schweigen. Gelegentlich hingeworfene Brocken „Prawda", die weitergehende imperialistische Abstch- zunächst einmal aus dem Gesichtsfeld rücken möchte, nen ja wirklich von solchen Politikern nicht ernst gi­nnen werden, die nicht als hoffnungslos naiv ge- cdigt worden wollen. Zu. dieser letzteren Kategorie z man allerdings den Emigrantenklllngel rechnen, in der britischen Hauptstadt das Theater einer lnischcn Regierung" spielt. Dieses Gremium hat am rnerstag der Öffentlichkeit eine Erklärung ober­en, in der es sich gegen die „böswillige Propaganda" Wehr setzt nach der die Polen „indirekt oder direkt -r feindlichen Haltung der Sowjetunion gegenüber huldigt werden". Diese lächerlichen Emigranten Hai­es für angebracht, die völlige Absurdität der Ver­jüng zu unterstreichen, daß „Polen die Absicht habe, östlichen Grenzen der polnischen Republik an den jepr oder an das Schwarze Meer zu verlegen . Da ß man wirklich nicht mehr, ob man lachen oder we,- : soll. Was die polnischen Emigranten über die kunf- > Gestaltung der politischen Dinge im Ostraum den- , das interessiert weiß Gott weder bei uns noch auch Moskau, weder in London noch endeinen Menschen. Nack, einem Siege DeuuKlands. für uns außer Fraae steht, werden wir das Scki'ck- des Ostraums in die 6and nehmen und ibn mim sien Europas gestalten. Was sind das für lächerlich? rnegroße, die heute noch zu verkünden tus gun vor dem 1. September 1030 im Hinblick aim len und die Sowjetunion bleibt in Kraft . Wirklich

anders als sonst in Menschenköpfen malt sich in diesen Köpfen die Welt. Die größenwahnsinnigen Verbrecher, die sich auf Geheiß der britischen Kriegsclique dazu her­gaben, die Brandfackel des neuen Weltkrieges zu ent­zünden und die dann in achtzehn Tagen so jämmerlich zusammenbrachen,, maßen sich eine machtpolitische Aus­einandersetzung mit dem seit zwei Jahrzehnten gerüste­ten Koloß an, gegen, den die beste Wehrmacht der Welt nun schon seit zwanzig Monaten in einem gigantischen Ringen mit schweren Rückschlägen steht und der uns nun das äußerste Aufgebot der Kräfte abverlangt, damit wir ihn zu Boden werfen können.

Für den Fall, daß der deutsche Schild im Osten zer­brechen sollte, hat man sich in den Vereinigten Staaten nach mehrfach ausgesprochenen Bekenntnissen schon da­mit abgefunden, daß eine Lösung der europäischen Frage nach dem Willen Stalins, also im Sinne der bolsche­wistischen Weltrevolution, die beste Lösung darstellen werde. Eine Zeitung in Boston ist jetzt so kindisch, die Hoffnung auszusprechen, daß Stalin die Linie seiner Kriegsziele da ziehen könnte, wo er „aus ethnologischen Gründen" einen Teil der früheren Tschechoslowakei für die Sowjetunion beanspruchen könne. Das Bostoner Blatt ist immerhin so einsichtig, um festzustellen, daß die Sowjets nicht aus dem Bewußtsein einer Verpflich­tung gegenüber den Alliierten, sondern aus rein selbst­süchtigen Gründen Krieg führen, um dann doch wieder zu der Schlußfolgerung zu gelangen, daß gerissene und realistische Leute wie Stalin bessere Vertragspartner seien, als geistesabwesende Träumer. In die letztere Kategorie reiht sich durch die Aeußerung eines solchen Gedankens der Artikelschreiber von Boston selbst ein.

Auch die „Newqork Heraldtribune" möchte Dogel- Strauß spielen, wenn sie sich in den Sowjets „einen dauerhaften und treuen Alliierten" erhofft, allerdings mit der Einschränkung, datz die Vereinigten Staaten

und Großbritannien mächtig genug sein sollten, ihren eigenen Krieg zu führen. Zu diesem eigenen Krieg werden sie nicht kommen. Sie haben den Pakt mit dem Teufel geschlossen und müßen auch bei der Anlage ihrer operativen Pläne, wenn sie eine zweite Front oder etwas ähnliches ins Auge fassen, als Trabanten Sta­lins, als Hilfsvölker des Bolschewismus mitwirken. Wenn eben Maisky wieder das britische Hilfsvolk an seine Pflicht erinnert hat, und wenn dann beispiels­weise der „Daily Expreß" endlich energisches Zupacken und vor allem Siege fordert, so wird das mit dem Argu­ment unterstrichen, daß die Sowjets allein es nicht schaffen könnten, das heißt, daß die Briten und Ame­rikaner Kanonenfutter für den Angriff der bolschewisti­schen Weltrevolution liefern sollen. Wenn Leute wie die polnischen Emigranten aufmucken, so bekommen sie einen Schlag mit dem Holzhammer vor den Kopf oder wer­den, wie die Belgrader Emigranten im Falle Mihailo- witsch, in der schroffsten und, brutalsten Tonart zur Ord­nung gerufen. Daß auch Roosevelt nicht im Traum daran denkt, den Vrandstifterwerkzeugen des Weltkrieges zu helfen, das erfahren wir aus der Enthüllung eines schwedischen Blattes, nach der Roosevelt mit dem bra­silianischen Präsidenten Vargas auch die Frage berührt haben soll, ob sich 800000 Polen in dem brasilianischen Staat Parana niederlassen könnten. Das soll nach einer Verständigung zwischen Churchill und Roosevelt „eine gewisse Kompensation" für den General Sikorsky dar­stellen. wenn ihm nach demKrieg Stalin „große Teile" Polens wegnehmen würde. Wo immer man auch ein Symptom aufgreift, so liegt es auf ddr Linie, daß Eng­land und die Vereinigten Staaten völlig bedenkenlos und unter Aufopferung auch ihrer früheren Verbün­deten und Handlanger ganz Europa dem Bolschewis­mus überlassen wollen, weil sie ernsthaft den Plänen Stalins nichts entgegenzusetzen vermöchten, wenn nicht Deutschland wäre.

Von

Helmut Sünckermonn,

Ltsbslsitsr ckss Iksicksprsssscksks

'Die ernsten und opfervollen Winterkämpfe im Osten haben nicht nur das deutsche Volk zu höchster Kraft­anstrengung aufgerüttelt, sie haben auch manchen von den Leuten zu denken gegeben, die keineswegs freund­schaftlich auf Deutschland blicken, aber immerhin nicht so verständnislos sind, um nicht zu erkennen, was ein Näherkommen der bolschewistischen Flut für die Länder des europäischen Kontinents im Gefolge haben müßte.

Uns überrascht dieses aufdämmernde Verständnis nicht. Es sind Reaktionen, die sich bei all denen einstellen müssen, die den Bolschewismus und seine bisherige blutige Spur auch nur einigermaßen kennen. Es gab bisher manche, die das keinesfalls zugeben wollten und sich den Anschein gaben, als sei ein deutscher Sieg ein schreckliches Ereignis, der Bolschewismus aber eine „ab­getane Angelegenheit". Solchen Thesen lauschte der bri- tenhörige Bürger Neutraliens oder der judenhörige Untertan Britanniens befriedigt, solange er die bol­schewistische Armee im östlichen Kaukasus wußte. Seit sie aber unter Anstrengung aller ihrer Machtmittel und Reserven sich wieder nach Westen geworfen hat und statt am Tcrek am Mius steht, kommt manchem wieder die Wahrheit über den Bolschewismus, seine Ziele und seine Methoden in Erinnerung.

Es ist eine sehr nützliche Gedächtnisauffrischung, die bei denen, die es nötig haben, stattgefunden hat — und es wird gut sein, die Pfade der Erinnerung noch einige Schritte weiter zurückzuwand'eln, um eine bemerkenswerte Perspektive für das gegenwärtige Geschehen zu erhalten. Gesetzt den Fall, wir würden zu diesem Zwecke in alten Zeitungen blättern und die Er­eignisse studieren, die dem Ausbruch des Krieges vor­ausgegangen sind, so würde sich das berühmte Bild .der britischen Unterhändler in Moskau von 1039 — die mit Hilfe einer kettengesicherten Aktentasche am Hand­gelenk — darstellen, das von den damaligen heftigen Bemühungen der britischen Kriegstreiber zeugte, Stalin als Bundesgenossen Polens zu gewinnen und die bol­schewistische Armee bei Schneidemühl und Küstrin aus­marschieren zu lassen.

An diese nüchterne und unbestreitbare Tatsache müssen wir denken, wenn wir den rechten Standpunkt gewinnen wollen, um die politische und militärische Üage von heute zu beurteilen. Daß die britischen Pläne von da­mals nicht zum Ziele kamen, das gehörte zu den über­raschendsten politischen Vorgängen der Monate vor Kriegsausbruch. Die Erklärung findet sich, wenn °ioir in Rechnung stellen, daß die Briten spätestens im Win­ter 1038/39 den festen Entschluß zum Kriege gegen Deutschland gefaßt und diese Absicht dem Kreml keines­wegs verheimlicht haben. Aus der Gewißheit heraus, daß England und Frankreich vorausgingen im Kampf gegen das Reich, konnte es für Stalin nützlich erschei­nen, diesen Waffengang und seine Entwicklung abzu­warten. Daß freilich die überschlaue Berechnung dem Bolschewistenhäuptling keinen Borteil brachte' und Deutschland nach dem Sieg im Westen stark genug war, um den Verteidigungsschlag im Osten zu führen — an dieser den Kontinent rettenden Entwickluüg hat die britische Regierung gewiß keinen Anteil! Denn sie war zu redem Zugeständnis bereit gewesen und hatte alle

»MsLbeiten, mitkämpken, mitopfem

schritte unternommen, um im Sommer 1939 den Bol­schewismus mitten nach Europa hereinzuziehen und die Nationen dieses Kontinentes zertrampeln zu lassen

An all das muß man denken, um zu wissen, daß die gegenwärtigen Kundgebungen der britischen Kriegshetzer für die Rote Armee und alle ihre sonstigen, dem ge- funden Menschenverstand so schwer begreiflichen Pro­klamationen keinerlei Neuigkeitswert besitzen. Der infer­nalische jüdisch-kapitalistische Haß gegen Deutschland hat diese Kriegsverbrecher damals angetrieben und er ist heute genau so Triebfeder ihrer Handlungen. Ob das britische Volk den Wahnsinn dieses Weges und seine Gefahren erkennt, ist dabei eine belanglose Frage, denn es hat ebensowenig zu bemerken wie vor drei Jahren: als die Kriegsmacher ihr blutiges Werk begannen.

Soviel zur politischen Seite des Problems. Die mili­tärische ist nicht minder bedeutsam. Daß der Lebens­kampf Europas fern im Osten und nicht im Herzen unjeres Lebensraumes ausgekämpft werden kann daß er am Mius und nicht an der Oder tobt — das ist ebenfalls nicht das Ergebnis britischer, sondern der Er- folge deutscher Kriegsfllhrung. Gewiß sind die Opfer und Verluste dieses Winters hart und schwer gewesen, und sicherlich ist es im Hinblick auf die heutigen großen Anstrengungen der ganzen Nation weder nötig noch richtig irgendetwas beschönigendes zu sagen, aber die Tatsache ist unbestritten, datz der Kraft des bolschewisti-

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Erneut schickten unsere tapferen U-Boot-Komman- danten 17 Hchisse mit 187 880 BRT. aus den Meeres­grund und torpedierten weitere fünf Schisse. Zwanzig Feindslugzeuge, darunter 17 viermotorige Bomber, wurden am gestrigen Freitag abge­schossen.

In Mitteltunesien wurden insgesamt fast 4088 Ge­fangene gemacht und u. a. 23S Panzer erbeutet oder vernichtet.

Harte Abwehrkämpfe sind südlich und nördlich Orel im Gange.

Südwestlich Jsjum wurden mehrere bolschewistische Kampfgruppen eingeschlossen.

Der polnische Emigrantenklüngel in London über­schlägt sich in lächerlicher Verkennung seiner Ohn­macht.

Der englische Kriegsminister stellte sich in seiner Rede ei« beschämendes Zeugnis seiner Ratlosigkeit aus.

Ueber die Kriegsarbeit der Bremer NS.-Frauen- schast unterrichtete eine Arbeitsbesprechung der Kreisabteilungsleiterinnen.

Die Bremer Schuhmacher werden eine Gemein- schastswerkstätte einrichten.

Die Freigrenze der Meldepflicht für Akticnkäufe wurde aus S8 808 RM. herabgesetzt.

Dr« Rordd-nrsthe Kreditbank stärkt ihre offenen R lernen writer aus dem Reingewinn für 1842.