Erscheint 7m<rl wöchentlich
Monatsbezug 2.30 RM einschl Zustellgebühr: Postiezugsprei» monatlich 2,60 RM leinschl, SO.I R»f B-stzeitungsg-bührf zuzügl <2 Rps Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg >7 272. Ein« Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Eauv-rlag Weser-Em, EmbH., Bremen, «beeren «i/S. Fernruf LlgSl. Nachtruf und sonntags 2476b. Sprechzeiten: Berlagwerk- t-gl. 12—>r Uhr. Schriftleitg. >2.60-12.30 Uhr
vrenmWuna
Vavleiamtliclie LQyeszettuny
vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen fjanscstadt vrrmen
W
Anzetgen-Erundpreije:
Anzeigenpreise und Aufnahmebedingungen laut Preisliste. Sufnahni-te-min« ohne Verbindlich, keit Eeschästsftellen: Bremen: Teeren S/S. Ruf riOSl: Nachtru» und sonntags 2 47 SS: Obernstr-b- SS. Ruf SlSSl: Sqke: Mühlen- dämm 2: Bremen-Hemelingen: Bahnhosstr. S, Eck- Poststrahe: Ruf 4 64S«: Bremen-Beg-sack: R-Hrstrab- 24: Ruf 4 und 8: Bremen-Llumen- thal: «apt.-Dallmann-Str. 41/46. Ruf SS ». SS
üer NationatsoziaMen. Vremens
flmtllchrs verkündungsbiatt des Ncichsstattiialters in videnburg und Nrcmen
Nr. 5? , 1Z. Jahrgang
Lreitag, 26. Lebruar 1S4Z
kmzelpreis 15 Nps.
Stärkstes kcho der füstrerbotschaft
Mobilisierung kuropas mit ungeheurem Schwung
Seid hilfreich und freundlich!
Erleichtert einander die Härten des Krieges
DU Anwerbe- und Meldestellen für den Arbeits- Einsatz im totalen Krieg sind zur Zeit, wie es nicht anders denkbar ist, in angestrengter Arbeit. Was alles erklärt, registriert und erledigt werden muß, ist tatsächlich Legion. Daß im Verkehr mit den zu Betreuenden oft eine himmlische Erduld vonnöten ist, braucht kaum erwähnt zu werden. Der Letzte im deutschen Volk har heute begriffen, um was es geht, und es wird niemand ganz allgemein behaupten wollen, das; böser Wille irgendwie die von den neuen Bestimmungen zum lokalen Kriegseinsatz Ersatzteil beseelt.
Aber es ist begreiflich, datz nicht jeder der Betroffenen gleich restlos Bescheid weiß, was von ihm gefordert werden und was er zu leisten bereit sein mutz. Auch ist es nicht immer einfach, alle inneren Hemmungen abzustreifen, ' so wie es ja gewih für sehr Viele überaus schwierig erscheinen mag und sicher auch schwierig ist, unter ganz neuen, ungewohnten Verhältnissen Arbeiten verrichten zu sollen, die sie niemals im Leben verrichten zu müssen glaubten. Es wurde im besonderen vielen Frauen nicht an der Wiege gesungen, was sie nun autzer dem Anteil, den sie als Frau lind Mutter bisher an häuslicher Kleinarbeit zu tragen hatten, fortan im Kampfe des deutschen Volkes noch auf sich nehmen müssen, um des Krieges hartem Eesetz zu genügen, an einem Platze, der von ihnen auszufüllen ist, weil sein bisheriger Inhaber nun mit der Waffe in der Hand einen Teil jener lebendigen Mauer im Osten bilden soll. über den das bolschewistische Untermenschentum nicht kommen darf und nicht kommen .wird.
Da gehört dann besonderer Takt und seelische Hilfsbereitschaft dazu, um stets freundlich und teilnahmsvoll anzuhören, was die Meldepflichtigen vorzubringen haben. Es gehört schlechtweg- Einfühlung in die Lage jedes einzelnen dieser Menschen dazu, um sie zu überzeugen, datz man wohlwollend alles abwägt, was sie. an vermeintlich berechtigten Einwänden gegen diese oder jene notwendige Verwendung haben, und datz man dennoch nicht davon abgehen kann, sie der vorgesehenen Verwendung zuzuführen. Handelt es sich dann noch um Frauen, Mütter oder Väter, die ein kostbares Leben, das vor dem Feinde blieb, zu beklagen haben und darum glauben, dem Vaterlande genug getan zu haben, dann wird es besonderen Feingefühles und vor allem echten Mitgefühls bedürfen, um solchen Hinterbliebenen klar zu machen, datz sie gerade im Sinne des teuren Toten handeln, wenn nun auch sie sich entschlossen ganz unter das Eesetz des Krieges stellen und nichts unterlassen im vollen Einsatz ihrer Person bei dem schweren Ringen für das grotze Ziel, dem der Gefallene sein Leben opferte. All das mutz man sich vorstellen, um zu verstehen, welch' eine.schwere und verantwortungsvolle Aufgabe alle die an den Meldestellen Beschäftigten zu bewältigen haben und es ist selbstverständlich, datz. die dahin kommen, die Pflicht haben, alles zu vermeiden, was die Bewältigung der Aufgabe erschweren könnte. Wie schon gesagt, eine himmlische Geduld ist hier vonnöten. Datz sie auch durchwegs gezeigt wird. ist eine, zumal in diesen Zeiten, erfreuliche Erscheinung.
Denn wer glauben wollte, sozusagen forsch und kaltschnäuzig mit den Meldepflichtigen »machen zu dürfen, und sei es auch nur in der guten Absicht, auf solche Weise desto mehr erledigen zu können, der wäre fehl am Platze, und es wäre besser für die uns heute mehr denn je notwendige seelische Bereitschaft all-r Volksgenossen zum totalen Einsatz, es würden solche Pemonen aus den betreffenden Büros herausgeholt und selbst in körperlich harte Arbeit gesteckt, als datz sie in ihrem llnverstande an der Moral des Volkes sich versündigen, llmqckchrt natürlich wäre hrokoniich zu oerfaliren^aogen solche, die etwa tatsächlich Drückebergerei im Schilde führen. Im übrigen ist. das Leben sich nicht unnötig zu erschweren, es vielmehr bei aller nun einmal gegebenen Härte einander zu erleichtern, heute mehr denn je beiiige Pflicht jedes Volksgenossen.
Seid hilfreich und freundlich, wo immer ihr könnt. Seid kameradschaftlich in jeder Lage des Lebens, die euch heute ankommt und ihr werdet sehen, das Schwierigste wird leichter werden, ja. es wird rascher hinter euch lieaen als ihr alaubt. wenn ibr eurer einander freundlich annehmt! Edel sei der Men-ch. hilire ch und gut — wahrlich, ein schönes Wort und untadol-a der. der stets danach handelt! I. 8. v.
Schwere Katastrophe der USfl.-Nlarine
(Eigene Drahtberichtc)
rck. Berlin, 25. Februar. Die Proklamation des Führers zum Jahrestag der Partergriindung hat durch ihre »»beirrte Entschlossenheit überall wie ein Fanal gewirkt. Die europäischen Volker fühlen sich aufgerufen zum verstärkten Einsatz ihrer Kräfte. Die italienische Presse betont, die Zeiten seien nun endgültig vorbei, wo manche europäischen Völker, die selbst am Ausbruch dieses Krieges schuldig seien, ruhig abwartend beiseite stände». Es taucht auch die Erkenntnis aus, datz Deutschland die besetzten Länder in ihrer Substanz bisher weitgehend geschont habe. Die unbedingte Siegeszuversicht, die in den Worten des Führers zum Ausdruck kam, wurde vor allem auch in Japan als Garantie der erfolgreichen Durchführung aller historischen Aufgaben erkannt.
Rom: Die Worte des Führers schufen nach dem
Eindruck in der italienischen Hauptstadt auch als „Marschroute für Europa" reinen Tisch, da nun die Phase beendet ist, in der kriegsvcrantwortliche Völker glaubten, in Ruhe abwarten zu können, wie Deutschland, Italien und die befreundeten Nationen unter blutigen Opfern und Entbehrungen' die Verteidigung Europas vor der bolschewistischen Flut durchführen. „Popolo d'Jtalia" hob in der Schlagzeile die unlösbare Verbundenheit Deutschlands mit den Verbündeten hervor, mit denen gemeinsam die vollständige Mobilisierung aller Kräfte Europas durchgeführt werde.
Tokio: Die japanischen Donnerstagblätter brachten den Text der Führerproklamation an hervorragender Stelle zum Abdruck. Die Schlagzeilen Netzen erkennen, welche Teile des Aufrufs als besonders bedeutsam empfunden werden. So überschrieb „Asahi" seinen Bericht: „Grotze historische Ausgaben harren ihrer Lösung". „Mainichi" und „Tokyo Chimbun" unterstreichen die Bedeutung, welche Adolf Hitler erneut der Ueberwindung der jüdischen Weltherrschaft belmißt. Ueber Einzelheiten hinweg war aber der stärkste Eindruck. Man betont vor allem auch das uneingeschränkte Vertrauen zum Sieg, der trotz der Schwierigkeiten des Augenblicks im grötzeren Kampf ebenso gewitz sei, wie er nach dem Auf und Ab vieljähriger Innerer Kämpfe im Jahre 1933 in Deutschland erreicht wurde.
Aus dem Führerhauptguartier, 28. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Während die eigenen Angrisfsoperationen im Süden der Ostfront erfolgreich fortschreiten, versuchte der Feind an einigen Stellen des mittleren und nördlichen Frontabschnitts durch vielfach hintereinander geführte Masse'nangriffc gegen unsere Verteidigungsstellungen zu Erfolgen zu kommen. An der Mius-Stellung scheiterten erneute feindliche Angriffe. Das hinter der Front eingekesselte sowjetische 7. Eardekavalleriekorps wurde mit der Masse aufgerieben und der Kommandierende General, General Borissow, mit Teilen seines Stabes gefangengenommen. Kämpfe mit einzelnen Restgruppen dieses Korps sind noch im Gange. Truppen des Heeres und der Waffen-tt befinden sich zwischen Donez und Dnjepr in weiterem erfolgreichen Angriff. Eine sowjetische Panzerarmee wurde in harten Kämpfen zerschlagen. Eine der eingesetzten feindlichen Kampfgruppen fand dabei ihre völlige Vernichtung. Starke Perbände der Luftwaffe griffen auch gestern Marschkolonnen. Fahrzeuge. Ansiouunaen und Nachschubverbindungen der Sowjets erfolgreich an. Im Raum westlich Charkow und Kurik brachen erneute, mit Panzerunterstützung geführte Angriffe des Feindes zusammen. Die erbitterten Abwehrkämpfe südlich und nördlich Orel gingen mit unverminderter Heftigkeit weiter. Bei den ohne jeden Erfolg, geführten Massenanoriffcn erlitten die Sowjets wiederum schwerste blutige Verluste und verloren zahlreiche Panzer. Auch östlich Eshatsk griff der Feind in
Budapest: Die dem ungarischen Autzenministerium nahestehende Pressekorrespondenz,.Budapcster Nachrichten" schreibt in einem ersten Kommentar zur Führerproklamation, die Erklärungen Adolf Hitlers, datz der Kampf bis zum Endsieg mit fanatischem Glauben gegen die vernichtenden, weltunterjochenden Absichten der Pluto- kratien und des Bolschewismus auf dem Kriegsschauplatz und in der Heimat, im Reich und in ganz Europa geführt werde, hätten in Budapest besonderen Eindruck gemacht. Ebenso lebhaften Widerhall hätten die Feststellungen in der Proklamation über die seelische und materielle Mobilisierung Europas gefunden. Die Erklärungen des Führers, das; er die Zukunftsbedingun- gen vorbereite, seien in Budapest als Zeichen der unbedingten Siegesgswitzheit ausgelegt worden.
Bukarest: Die rumänische Presse hebt hervor, datz wieder einmal in klarer und eindeutiger Weise die Schuld des internationalen Judentums an dem jetzigen Krieg unterstrichen wurde.'Dieses Judentum müsse durch Gewalt vernichtet ^werden, da das der einzige Weg zur Selbsterhaltung der europäischen Völker sei. Weiter wird der unbeugsame Kampfeswille des Deutschen Reiches hervorgehoben, dem ein ebenso entschlossener Kampfeswille aller übrigen mit dem Reich verbündeten europäischen Nationen entsprechen müsse.
Madrid: „Wir werden die Mobilisierung der
geistigen und materiellen Werte Europas durchführen", unter diesen und ähnlichen Schlagzeilen brachten die Madrider Zeitungen vom Donnerstag an erster Stelle die Proklamation des Führers. „ABC" hob im Leitartikel hervor, datz Deutschland heute noch immer gegen die gleichen dunklen Kräfte kämpfe wie früher. Pluto- kratie, Kommunismus und Judentum seien gegen die armen Völker verschworen, die nach einem besseren Leben strebten."
Lissabon: llebereinltimmend unterstrichen die
führenden portugiesischen Blätter den Siegesglauben des Führers, der heute stärker denn je sei. ^Diario de Noticia" veröffentlich?» die Proklamation unter der lleberschrift: „An der Ostfront entscheidet sich das Schicksal Deutschlands und ganz Europas", und stellte die gewaltige schicksalhafte Bedeutung des Kampfes heraus, (Fortsetzung auf Seite 2)
mehrfachen Wellen hintereinander an, ohne Erfolge erzielen zu können. Sturzkampfgeschwader und Kampfflugzeuge griffen in die Abwehrschlacht im mittleren Abschnitt der Ostfront ein. Jagdverbände singen-sowjetische Fliegerverbände ab und errangen in diesem Abschnitt ohne eigene Verluste 47 Lustsiege. Südöstlich des Jl- mensees setzte der Feind seine starken Angriffe fort. Er wurde in harten Kämpfen unter hohen Msnschen- und Panzervsrlusten zurückgeschlagen. Im Abschniti zwischen Wolchorv und Ladogasee sowie vor Leningrad war die Kampftätigkeit gestern geringer. Mehrere örtliche Angriffe der Sowjets scheiterien. Am gestrigen Tage verlor der Feind in den Kämpfen an der Ostfront insgesamt 104 Panzerkampfwagen. Finnilche Jagdflugzeuge brachten im hohen Norden sieben Flugzeuge der Sowjets zum Absturz.
An der N o r d a f r i k a - F r o n t nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge fügten motorisierten Abteilungen des Feindes durch lleber- raschungsangriffe erhebliche Verluste zu und griffen Eisenbahnziele im rückwärtigen feindlichen Gebiet mit gutem Erfolg an. Sechs feindliche Flugzeuge wurden in Luftkämvfen abgeschossen. Ein eigenes Kamvfflugzeug kehrte nicht zurück. In der vergangenen Nacht warfen britische Flugzeuge vlanlos Spreng- und Brandbomben auf einige Orte in Nordwest - und Westdeutsch- land. u. a. auf Wilhelmsbaven. Die Bevölkerung hatte Verluste. Einzelne Störflugzeuge überflogen süddeutsches Gebiet."
Schwere flbwelirkSmpfe bei Srel
?lm Mittwoch insgesamt 104 sowjetische Panzer vernichtet
Big-, 25. Februar. Die Newyorker Korrespondenten der Londoner Blätter bringen übereinstimmend den Bericht nordamerikanischer Matrosen, die man aus- gesandt hatte, um Ileberlebende der beiden Kosten Transporter zu bergen, deren Versenkung im Nord- atlantik die USA.-Regierunq Montag zugegeben hatte. Die Matrosen teilten mit. sie hätten niemand retten können, denn die Leute in den Rettungsbooten seien alle an den Rudern zu Tode erfroren und im Wasser schwämmen so viele Leichen, datz man sie nicht zahlen könne. Der Bericht schliesst: „Es war eine der schwersten Katastrophen der ZlSA.-Marine."
Vpker der Moskauer Lügen
Berlin, 28. Februar. Das im Donezgebiet vernichtete 7 Eardekavalleriekorps fiel der verlogenenWolschewisti- schen Agitation zum Opfer. Nachdem es durch Kon- zentrierüng seiner Kräfte auf schmalem Raum und getarnt von heftigem Schneegestöber am 12. Februar an einer unübersichtlichen Stelle den zugefrorenen mittleren Donez von Nordosten her überschritten hatte, versuchten die von einigen Panzern, Geschützen und motorisierten Einheilen 'begleiteten Kavallerie-Regimenter
in den Rücken der deutschen Stellungen am Mius zu gelangen. Von feindlichen Falschmeldungen über angebliche Erfolge anderer bolschewistischer Stotzarmeen im Mündungsgebiet des Mius und am oberen Donez vorgetrieben, ließ sich der kommandierende General des Kardekavallerickorps, Generalleutnant Borissow, trotz wachsenden Widerstandes zu weiteren Vorstößen in Richtung auf die Bahnlinie Stalins—Mariupol verleiten und lief damit in sein Verderben.
Die im Quellgebiet des Mius stehenden Truppen öffneten in elastiicker Kampffiihrung vor dem massierten Angriff des Feindes schleusenartig ein kleines Stück der Front, das sie nach Passieren der Hauptmasse des sowjetischen Korps im Eegenstotz wieder abschlössen. Gleichzeitig singen unsere Panzerverbände am 13. Februar den Feind etwa 18 Kilometer hinter der Hauptkampflinie aus und stellten ihi; zum Kampf.
In erbitterten Gefechten verstärkten sie zunächst den Abschnürungsring und brachen dann in den Kessel ein. Die Sowjets fielen dadurch in einige, aber immer noch kampfstarke Teilverbände auseinander, die sich in grötzeren Ortschaften und Fabriken sowie zwischen den Abraumhalden des Donezrevters zäh verteidigten. Immer wieder setzten sie sich zu neuem Widerstand fest, bis unsere Truppen die schweren Waffen des Feindes vernichtet hatten und die Bolschewisten aus Mangel an Treibstoff und durch Abschlachten der Pferde unbeweglich geworden waren. Am 19. Februar standen schliesslich die Reste des sowjetischen Korps auf engstem Raum zusammengedrängt vor ihrer-Vernichtung. Von neuem schlugen unsere Panzermänner und Grenadiere zu und rieben in achttägigem Kampf die Masse der Bolschewisten auf, was die Moskauer Agitatoren aber nicht hinderte, noch am 23. Februar vom fortschreitenden Angriff dieser Kampfgruppe in Richtung auf die Bahn Stalino—Mariupol zu sprechen. Nur noch schwache Gruppen Versprengter verbergen sich in schwer zugänglichen Schlupfwinkeln. Diesen abgesplitterten Trupps sind unsere Jagdkommandos auf den Fersen.
Ganz ähnliche Entwicklungen bahnen sich zwischen Donez und Dnjepr an. Auch hier sind bolschewistische Verbände durch irreführende Moskauer Meldungen und durch die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Angriffsoperationen in schwierige Lagen gekommen.
äu, item Luslackebaknbol einer xisonb-bn-iq-vksckublinie im Osten belebte ri-b k-t -neb auk . - . . eirreericktet. um etvs ansreilenae kemalicde zh-
üem Osck eme5 SskakoksZedsua-s Lrj«,L-r,«rEsr kütrolä (Sed)
ruvekren.
Von
Osnersl cksr Artillerie s. O. Paul Rasse
Wie ganz anders stellten Kriege in alten Zeiten sich dar im Vergleich zum Krieg von heute. Aus dem Zweikampf der Krieger, wie sie Homer uns so wundervoll geschildert hat, wurde der Kampf der Stämme, der Völker und heute der Weltteile. Trotz der zahlen- mützigen Vergrößerung der beteiligten Kämpfer blieben die Kriege viele Jahrunderte sich darin gleich,.datz der Kampf Mann gegen Mann, die Tapferkeit des einzelnen und seine Eeschicklichkeit im Gebrauch seiner Waffen die Schlacht entschied. Freilich war es auch damals schon die Aufgabe des Feldherrn, seinem Heer die günstigsten Vorbedingungen für die Schlacht zu schaffen. Schon damals war der geniale Führer auch bei zahlenmätziger Unterlegenheit seinem weniger talentvollen Gegner überlegen. Eines der wirksamsten Mittel der Kriegskunst war damals wie heute die Ueber- raschung, die blitzschnelle Ausführung eines vom Gegner! nicht vorausgesehenen taktischen Gedankens, die Anwendung einer neuartigen Waffe, wie die Sichelwagen des Pharao und die Elefanten Hannibals, oder eine neue Angriffsform, wie die schräge Schlachtord- nung des Epaminondas bei Mantinea und Hannibals Angrijf gegen die Flanken und den Rücken des Feindes ber Cannae.
' Gesetze des Krieges sind bis heute die gleichen geblieben und werden es ewig bleiben. Aber andere Momente haben sich aus dem Fortschritt der Technik ergeben, die dem Kriege ein neues Gesicht gaben. Solange man nur Nahkampfwaffen kannte, waren die Veränderungen nicht ^grotz. Ja selbst die Erfindung des Schietz- pulvers und in deren Folge die Einführung von Feuer-. Waffen änderte nichts Grundlegendes. Strategie und Taktik blieben im grossen und ganzen unverändert, weil sie in ihren Matznahmen nach wie vor beschränkt blie- ben auf das Tempo dqs Fußsoldaten. Zwar suchten die Feldherrn im Interesse ihrer strategischen Ziele die Beweglichkeit ihrer Truppen zu erhöhen. Aber Sie Wege, die sie dazu einschlugen, waren oft geradezu entgegensetzt. Friedrich der Grosse richtete an seinen Marsch- lVsien Verpflegungsmagazine ein, um die Leistungs- iahigkeit seiner Truppen sicherzustellen und zu erhöhen. Napoleon glaubte in der Requisition der Verpflegung aus dem feindlichen Lande das Mittel gefunden zu haben, das sein Heer von der Last der T'rainkolonnen befreien und dadurch beweglicher machen sollte.
Ein umwälzender Fortschritt in der Kriegführung trat erst ein, als die Eisenbahnen erfunden waren. Sie ermöglichten eine ungleich stärkere Vetätigung des strategischen Wollen?, eine schnelle und umfangreiche Heranführung auch weit entfernter Truppenvevhände dorthin, wo der Feldherr seinen Schwerpunkt suchte, wo er die grotze Entscheidung herbeiführen wollte. Zugleich wuchs damit die Zahl der Kämpfer, die in einem Raum vereinigt und versorgt werden konnte. Aus den kleinen Heeren, die noch zu Friedrichs des Großen Zeiten aus
^"geworbenen oder zwangsweise eingestellten Auslandern, als aus Preußen bestanden, wurden die gragen Armeen der allgemeinen Wehrpflicht. Neben der ^dktik, !ne die zweckmässigste Durchführung der einzelnen Schlacht zum Ziele hat, wurde die Strategie immer bedeuiungsvoller. deren Aufgabe es ist, die Heran- ninrung der Streitkräfte zur Schlacht und ihre Versorgung so zu regeln, datz die üeberlegenheit in der
ün Herren- äer Iicrt äie jtLrkjte Ai äsr cüe SS üker-
Actolf- WcklLi?
Siege in den Kriegen von 1866 und 1870/71 der überlegenen Strategie. mit der er die Eisenbahnen für den Aufmarsch seiner grossen Heere auszunutzen und damit von vornherein die Vereinigung überlegener Streit- ^ gewünschten Schwerpunkten
W°?Ä^n verstand. Die taktische Durchführung der Schlachten aber beruhte auch zu Moltkes Zeiten noch immer auf den gleichen oder wenigstens sehr ähnlichen Grundsätzen, wie zur Zeit Friedrichs des Großen und Napoleons, wenn auch die weitertragenden Geschütze und Handfeuerwaffen die Abstände zwischen den Parteien in den ersten Akten des Schlachtenverlaufs ver- grogerien und die Schlacht oft schon entschieden, bevor es zum Kampf Mann gegen Mann kam.
Die rapide fortschreitende Technik im 19. und zu Be- ginn des 20. Jahrhunderts führte zu einer immer vollendeteren und wirksameren Entwicklung der Feuerwaffen und zwang damit zu neuen taktischen Formen, zuerst zur Auflösung der massierten Angriffsformen Friedrich des Großen und der dichten Schützenlinien der Einigungskriege, dann im ersten Weltkriege zur des Schlachtfeldes". Die Zeit der „Material- schlachten begann. Wie immer im Kriege, ergaben sich aus der verstärkten Wirkung der bis zur letzten Möglichkeit massierten Feuerwaffen neue Abw'ehrformen. Stark ausgebaute Feldbefestigungen mit tiefen, dünn besetzten Vorfeldern, schwächten die Wirkung der An- griffswaffen ab und entwickelten ihrerseits eine so starke Abwehrkraft, daß ungeschützte Menschenleiber nur unter schwersten Verlusten an sie herangeführt werden konnten. Zwar gelang sowohl den Deutschen wie den Alliierten mehrfach der Einbruch in die Hauptkampflinie,
Unser l^ayessfrregsL
Die Proklamation des Führers zum Partei- gründungstag hat in der ganzen Welt wie ein Fanal gewirkt.
Zwischen Donez und Dnjepr wurde eine sowjetische Panzerarmee zerschlagen.
Das hinter der Mius-Stellung eingekesselte sowjetische Eardekavalleriekorps wurde aufgerieben.
Allein am Mittwoch vernichteten unsere Truppen 104 Sowjet-Panzer.
Minister Morrison versuchte vergeblich, Britannien über den Verlust des Empires mit Utopien zu trösten. Bei der Chemischen Fabrik Klassenbuch ist der Um- sah erheblich gestiegen.
An die Einzelhändler ergeht die Aussorderung, sich zu Geschästsgemcinschaften zusammenzuschließen.
In Bremen ereigneten sich wieder zwei tödliche Berkehrsunfälle.