Ausgabe 
(22.2.1943) 53
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vos flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zielen Hansestadt Bremen

der Nationatsdziatiften Vrsmens

flmtliches vcrkiindungsbiatt des Beichsstattiiallers in Oldenburg und Bremen

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SluNge Verluste der Sowjets

Feindliche Panzervorstötze ins Stocken gebracht

Berlin, 21. Februar. Die bolschewistische Angriffs- tStigkeit an der Ostfront war im Verlauf des 20. Fe­bruar infolge der erlittenen schweren Verluste und in­folge des zur Zeit vorherrschenden Tauwetters etwas schwächer als am Vortage. So führten die Volschewisten im Gebiet des Kubanbrllckenkopfes, wo Nachichubbe- wegungen durch grundlos verschlammte Straßen zur Zeit sehr erschwert sind, nur örtliche Vorstöße durch. Verbände der Luftwaffe fügten den Sowjets in diesem Raum in zahlreichen Einsätzen wieder empfindliche Ver­luste an Truppen und Nachschubmaterial aller Art zu. Sie griffen bei bewaffneter Aufklärung erkannte sowjetische Kolonnen im Raum nördlich Krasnodar mit besonderem Erfolg an. Durch Vombenvolltresfer in Transportzügen und Bahnhofsanlagen wurden in dem für den sowjetischen Nachschub besonders wichtigen Eisen­bahnnetz des mittleren- Kaukasus erhebliche Zerstörun­gen hervorgerufen. Schwere Bomben deutscher Sturz­kampfflugzeuge schlugen in Truppenausladungen, die von den Sowjets auf dem schmalen Strandstreifen bei Noworossijsk durchgeführt wurden, um ihren Landekopf zu verstärken. ,

An den Fronten zwischen dem Asowschen Meer und dem Raum südlich Orel schlugen unsere tapferen Trup­pen zahlreiche feindliche Angriffe zurück und schössen 61 Sowjetpanzer ab. An mehreren Frontabschnitten gingen deutsche Verbände zu Gegenangriffen über, die zu ört­lichen Erfolgen führten. Bei einem erfolgreichen Gegen­angriff eines deutschen Divisionsverbandes wurden allein im Bereich einer vom Feind hartnäckig verteidig­ten Ortschaft 1300 tote Volschewisten festgestellt. An einer anderen Stelle ging die Stoßgruppe einer deut­schen Panzerdivision nach Abwehr mehrerer feindlicher Angriffe überraschend zum Gegenstoß gegen einen feind­lichen Panzerverband vor, der zum Angriff auf einen benachbarten Frontabschnitt angesetzt war. In harten Kämpfen verlor der Feind achthundert Tote und sieben Panzerwagen.

^ Die Truppen des Heeres wurden bei ihren Abwehr­kämpfen und Gegenstößen wirksam durch heftige Luft­angriffe deutscher Kampffliegerkräfte unterstützt. In­folge rollender Einsätze deutscher Sturzkampfflugzeuge und im Tiefflug angreifender Zerstörer und Schlacht­flieger gerieten sowjetische Panzervorstöße ins Stöcken. Acht bolschewistische Panzer wurden dabei vernichtet, zahlreiche von Traktoren gezogene Geschütze blieben be­wegungsunfähig liegen, und in Fahrzeugkolonnen des Feindes wurden über einhundert motorisierte und be­spannte Fahrzeuge durch Vombenvolltresfer zerstört. Im Verlauf des 20., Februar gelang es Grenadieren eines Regiments, das im Frontabschnitt südlich Orel einge­setzt ist, kurz hintereinander zwei int Tiefflug die Stel­lung angreifende bolschewistische Schlachtflieger mit ihren leichten Infanteriewaffen zur Strecke zu bringen.

Seneraloberst euderian Seneralinspekteur

Montag, 22. Februar 1S4Z

knglands verrat grenzenlos

Schamlose Speichelleckerei am «lag der Noten flrmee"

Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung ckv. w.sek. Berlin, 21. Februar. Die britische Presse überschlägt sich zum 28. Jahrestag der roten Armee geradezu in hysterischen Ausbrüchen. Nur selten, so wagt die „Sunday Times" zu behaupten, sei eine Feier gerechtfertigter gewesen als diese. „Sunday IDis­patch" begrüßt in eitler und lächerlicher Aufgeblasenheit die rote Armee, „beseelt von dem gleichen militärischen Stolz aus die Leistungen der eigenen Soldaten".

Der Repräsentant der plutokratischen Hochkirche, der Erzbischof von Canterbury, der genau so gut wie Chur­chill nach dessen früher ausgesprochenen Erkenntnis weiß, „daß die bolschewistische Tyrannei die schlimmste, zer- störends« und am meisten degradierende ist und bei jedem Schritt und bei jeder Stufe weiter in düsterste Vorzeit zurücksinkt", forderte gemeinsam mit andern hohen Geistlichen Englands die Christen auf, ihre Ge­bete für den Bolschewismus zu vereinen und den So­wjets Dank und Achtung zum Ausdruck zu bringen. In Birmingham schämte sich der Präsident des Handels­

amtes, Dalton, nicht, zu behaupten, daß die Bolschewiken die Zivilisation Europas gerettet hätten und sie wei­terhin mit jedem Tag retteten.

Dazu kommt der Aufmarsch der britischem Minister und Parteichefs in einer Reihe von Versammlungen am Sonntag. Eden in der Albert-Hall, Cripps in Shef­field, Attlee in Cardiff, Alexander in Bristol, Lyttelton in Newcastle, Oliver Stanley in Manchester. Ueber vielen englischen Städten wehte, wie englische Berichte selber stolz melden, die Sowjetflagge. Ueberall wurde der „Tag der roten Armee" mit großen Festlichkeiten begangen, mit Gebeten in dem Kirchen, Paraden und öffentlichen Kundgebungen. Das Hauptcreignis bildete natürlich der Staatsakt in der Londoner Albert-Hall mit Edens Rede in Gegenwart zahlreicher Minister. Parlamentsmitglieder, Militärs und natürlich des So- wjetbotschasters Maisky.

Churchill selbst spielt aus verschiedenen Gründen jetzt den kranken Mann, läßt aber seine Frau vor das Mi- (Fortsetzung auf Seite 2)

774 SowjetpanM in zehn lagen ...

Stellenweise nachlassender Vruck der Volschewisten infolge kauwetters und Verluste

Aus dem Führerhauptquartier, 21. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Infolge des an weiteren Abschnitten der Ostfront herrschenden Tauwetters und der in den bisherigen Kämpfen der Winterschlacht erlittenen schweren Verluste ließ der Druck des Feindes gestern stellenweise nach. 2m Ge­biet des unteren Kuban blieben örtliche Angriffe der Sowjets erfolglos. An der Front zwischen Asowschen Meer und dem Raum südlich Orel' scheiterten zahl­reiche feindliche Angriffe. 81 Panzer wurden abge­schossen, davon allein 31 bei der Abwehr eines starken Vorstoßes, bei dem der Feind außerdem hohe blutige Verluste erlitt. Mehrere Angriffe deutscher Verbände in diesem Abschnitt brachten örtliche Erfolge. Die Luft­waffe unterstützte mit starken Kräften die Truppen des Heeres und führten vernichtende Schläge gegen feind­liche Fahrzeuge, Panzer und Truppenansammlungen. Kampfflugzeuge bombardierten mit sichtbarem Erfolg Eisenbahnziele in rückwärtigen Gebiet des Feindes. Einzelne feindliche Angriffe im Raum von Rschew wurden, zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. 2m nörd­lichen Teil der Ostfront griff der Feind nur an eini­gen Stellen südöstlich des 2lmensees an. Er wurde ver- lustrei.ch abgeschlagen. Südlich des Ladogasees und

vor Leningrad hat.der Feind seine Angriffe nicht fortgesetzt. Zwei eigene Angrifssunternehmen wurden fortgesetzt und dabei 12 Panzer vernichtet. Flakartillerie der Luftwaffe zeichnete sich während der großen Ab­wehrschlachten an allen Brennpunkten der Ostfront be­sonders aus. Ein Jagdgeschwader unter Führung des Oberstleutnants Trautloft erzielte seinen 4000. Abschuß. An der Kandalakscha-Front gelang es, eine sowjetische Schi-Einheit von deutschen und finnischen Truppen einzuschließen und aufzureiben. 2n der Zeit vom 11. bis 20. Februar wurden an der Ostfront 774 Sowjetpanzer durch Verbände des Heeres zerstört, er­beutet oder bewegungsunfähig geschossen.

An der südwe st tunesischen Front gehen die Bewegungskämpfe weiter. Ein mit Panzerunterstützung geführter feindlicher Gegenstoß wurde abgewiesen. Die Luftwaffe griff erfolgreich motorisierte britische Truppen und Flakstellungen mit Bomben schweren Kalihers an. Beim Angriff auf nordwest deutsches Gebiet am 19. Februar wurden — wie nachträglich festgestellt — zwei weitere Flugzeuge durch Marineflak abgeschossen, so daß sich der Eesamtverlust des Feindes bei diesem Angriff auf 13 Flugzeuge erhöht."

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Aus dem Führerhauptquartier, 21. Febr. Der Führer hat Generaloberst Euderian zum General- inspekteur für die Panzcrwaffe ernannt und sich un­mittelbar unterstellt. — Generaloberst Euderian tritt damit in die Reihe der Männer, die der Führer be­vollmächtigt hat, in ihrem Bereich alle Kräfte für den Sieg unserer Waffen zusammenzufassen.

kichenlaub für einen Slukaflieger

Berlin, 21. Februar. Der Führer hat dein Hauptmann Helmut Vruck, Gruppenkommandeur in einem Sturz­kampfgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schrei­ben übermittelt. „2n dankbarer Würdigung Ihres hel­denhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 193. Soldaten der deut­schen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler."

Hauptmann Helmut Bruck ist am 16. 2. 1913 zu Kit- litztreben im Kreise Bunzlau.als Sohn eines Land- jäger-Hauptmanns geboren. Trat bei der Polizeischule Bremen ein, kam 1935 zur Luftwaffe und wurde Offizier. Als Stukakampfflieger steht er seit Kriegs­beginn auf allen Kriegsschauplätzen vielfach im Brenn­punkt der großen Schlachten. Ungewöhnlich tatkräftig und von rücksichtslcksem Draufgängertum beseelt, erzielte er vor allem an der Ostfront große Erfolge, für die ihm im September 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreu­zes verliehen wurde.

0s« wäre ckss kckieltosl Europas, worin cksr kolscksvismus ckss k.svck üborscliwsinmts. - Unser klick rsigt krauen, ckis in einem OekänZniskok in l-emberg unter cksn Opisrn ckss bolseliswistiselrsn kluttsrrors nseb ikrsn ^ngsböiigen suctitsn. KL-Luknadins: Lrlsxsdsrivlitvi Veits (Seil)

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Me Hochspannung in Indien drängt zur kntladung

6«mdl,i in tebensgefalir — Vor krbschleicher mischt sich ein — flm veginn einer entscheidenden Woche

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(Eigener Drahtbericht)

br. Berlin. 21. Februar. Ehe Gandhi sich zum Hunger­streik entschloß, hatte die britische Agitation den Eindruck zu schaffen versucht, als ob die Entwicklung in 2ndien allmählich wieder in ruhige Bahnen übergehen werde. Dieser beabsichtigte Eindruck war vor allem auf dre Wir­kung in den Vereinigten Staaten gerichtet. Heute laßt sich die Fiktion nicht mehr aufrechterhalten, nachdem Gandhi im Verlauf der selbstgewählten Fastenzeit le­bensgefährlich erkrankt ist und sich im Zu>ammenhang damit die Symptome einer erneuten scharfen Zuspitzung der Gegenseite gezeigt haben. Selbst einige 2nder, die der britische Vizekönig als willfährige Werkzeuge glaubte ansehen zu dürfen und die er darum in seinen Exekutiv­rat berufen hatte sind aus diesem mit der Erklärung ausgetreten daß sie die Politik des Vizekinngs gegen­über Gandhi nicht mehr unterstützen konnten. Nach den fehlgeschlagenen Manövern von Churchill und Cripps scheint heute die Lage kritischer denn je.

Wenn nunmehr London «ine steigend« Besorgnis über die eingetretene „Wendung, der Ereignisse zum Aus­druck bringt, so ist das gleichzeitig für d«l Yankee- Imperialismus das Zeichen dafür, daß die Gelegenheit wieder günstig ist, im trüben zu fischen. Bezeichnend für die Lage ist die Meldung, daß Roosevelts Staats­sekretär Hüll und der britische Botschafter Halnax am Sonnabend ein« Besprechung über die Lage in Indien gehabt baben, die, wie es in der Reuter-Meldung heißt, „infolge des Fasten- Gandhis in Washington als kri­tisch angesehen wird". Bezeichnend ist es auch, daß Ein­zelheiten der Besprechung nicht bekanntgegeben wur­den. Doch nimmt man an, so heißt es weiter, „daß st«

durch die Besorgnis begründet war, zu der die Wen­dung der Ereignisse in Indien in den Vereinigten Staa­ten Anlaß gegeben hat, obwohl Washington sich in keiner Weise einzumischen wünscht."

Daß die Sache mit der Einmischung so nicht stimmt, hat der Sondergesandte Roosevelts in Indien, Philipps, bereits durch seine Ankündigung zu verstehen gegehen, daß er sich gemeinsam mit dem Vizekönig um «ine Beilegung der Krise bemühen werde. Washing­ton behauptet, daß der einzige Zweck, den die amerika­nischen Streitkräfte in Indien verfolgten, der sei, den Krieg gegen die Achse fortzusetzen. Das heißt zunächst, daß die Vereinigten Staaten nün für ihren Kampf im ostasiatischen Raum das indische Kriegspotential aus­schöpfen möchten, das Churchill und Cripps vergebens für ihre Zwecke zu erschließen versucht haben. Philipps hatte.bereits Unterredungen mit führenden Indern.

Im Hintergrund seiner Bemühungen um eine Ver­mittlung zwischen Gandhi und dem Vizekönig stehen selbstverständlich die Erbschaftsansprüche, die die Yankees in Indien stellen.

Die indische Unabhängigkeitsbewegung sieht in der Gefährdung des Lebens von Gandhi ein Alarmzeichen der höchsten Stufe, wi« aus der Erklärung erkennbar wird, die der Sprecher der indischen Unabhängigkeits- ligu am Sonntag über den Sender Bangkok abgegeben hat. 2n dieser Erklärung heißt es, daß das Schicksal Indiens durch die Ereignisse der kommenden Woche vielleicht für Jahrhunderte entschieden werden könne. Di« kommende Woche sei sicherlich die wichtigste in In­diens Geschichte. Niemand könne beurteilen, ob Gandhi bk« letzten neun Tag« seiner Fasten« überstehen werde.

Es sieht beinahe so aus, als ob dies nicht der Fall sein werde, wenn nicht in letzter Stunde hoch noch ein vor­läufiges Kompromiß zustande kommt. Am Sonntagabend verbreitete Reuter ein alarmierendes Kommunique aus Bombay, in dem es heißt: „Wenn Gandhi sein Fasten nicht unverzüglich aufgeben sollte, so wird es möglicher­weise zu spät sein, sein Leben zu retten". Vor den Fol­gen der hier angedeuteten Möglichkeit wird nün doch einigen Leuten in England angst und bange. Der Sekre- ^r des Vizekönigs hat zwar kaltschnäuzig erklärt, daß es Gandhis -sache sei, sich zur Beendigung seines Fastens zu entschließen. Dazu hat die indische Unabhängigkeits- lrga erklärt, daß die Briten in ausgesprochener Panik- stimmurrg seien, weil der Vizekönig wisse, daß es sein und seiner Mithelfer in Indien Ende bedeuten würde, wenn Gandhi sterben sollte. Unter diesen Umständen tan­zen die führenden liberalen Blätter, der „Manchester Guardian" und das „News Chronicle" insofern aus der Reihe der Londoner Blätter, die Englands Hände in dieser Angelegenheit als rein erklären, als sie den Ernst der Lage in Indien unterstreichen und feststellen, daß es bester wäre, Gandhi freizusetzen anstatt ihn sterben zu lasten. Der „Manchester Guardian" sagt: „Indien ver­steht Gandhis Fasten. Die Briten müssen auch versuchen, seine Tragweite zu verstehen." Die — wie jetzt klar wird — über die radikalen englischen Unterdrllckungsmethoden in Indien äußerst gut orieütierte Zeitung fragt mit überraschender Offenheit: „Weiß das englische Volk, daß 60 299 Inder in der Zeit vom 8. August bis 1. Dezember v.origen Jahres verhaftet worden sind,- und daß sich 39 498 noch immer im Gefängnis befinden? Weiß man in England, daß die Polizei 490mal gegen indische De­monstranten dar Feuer eröffnete?"

kinzelpreis 15 Npf.

Die Ist Lkkekeitiet/

„Wille und Tat sind an Leistung gebunden. Unter Leistung aber versteht man nicht nur die Uebung einer körperlichen oder geistigen Fertigkeit, sondern Handlungsweise und Handlungscrgebni s."

L. 8. Lolbsnbexor in soiner „Laubütts"

ll. tckü. Der deutsche Volksgenosse weiß heute mit letzt- möglicher Klarheit, daß es im erbitterten Ringen mit dem Bolschewismus um sein und seiner Kinder Leben, daß es um die Zukunft der Nation geht. 2m ersten Weltkrieg mochte es in der Heimat hier und da Men­schen unseres Blutes geben, die sich mit dem letzten Sinn und der Tragweite des damals heraufbeschwore­nen Weltenbrandes nicht illusionslos vertraut gemacht hatten. Sie waren blind für geschichtliche Zusammen­hänge und ihre Auswirkungen. Im Gegensatz hierzu ist in dem noch gewaltigeren Waffengang unserer Zeit die Erkenntnis, daß der titanenhafte Kampf im Osten über Sein oder Nichtsein des Reiches entscheidet, wirk­lichkeitsnahes Allgemeinwissen aller Deut­schen geworden. Daß bei der Kennzeichnung der bol­schewistischen Gefahr als einer Tod und Verderben drohenden Realität keine Halbheiten den Blick auf die ernste Wahrheit trüben, dafür sorgte die nationalsozia­listische Propaganda kraft der ihr eigenen Durchschlags­kraft.

Dieses Wissen um unseren Existenzkampf, seine zwin­gende Notwendigkeit und seine äußeren Bedingungen, ist ein gutes Fundament, doch eben nur ein Fundament. Alles kommt jetzt darauf an, auf der Grund­lage des Erkannten das monumentale Werk der Tat zu errichten: die konzentrische Abwehr des Bolschewismus und darüber hinaus seine radikale Zertrümmerung! „Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden, es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun", so urteilte ein Genius, der einesteils wohl am weitesten in das Reich menschlicher Erkenntnis vorstieß und andererseits doch im tätigen Einsatz aller Kräfte der Person höchste Lebenserfüllung sah: Goethe. Die im Kampf gegen die Sowjets gewonnene Erfahrung anwenden aber heißt jetzt für jeden einzelnen in der Heimat, sich in die Front der fanatisch schaffenden Volksgenossen ein­reihen, heißt mit nimmermüden Händen den todesmuti­gen Soldaten im Osten für die größte Entscheidungs­schlacht aller Zeiten Waffen in unermeßlicher Fülle schmieden! Dieser Krieg, mehr noch als frühere Ausein­andersetzungen der Völker umwertender Faktor aller Dinge, fordert den ganzen Menschen, nicht nur seinen guten Willen an sich: er fordert die Tat, die mehr noch bedeutet als Pslichterfüllung! .Wie war es, als nach jahrelangem Ringen des Führers um die Seele jedes Deutschen die alle Kräfte der Nation umfassende Volksgemeinschaft Wirklichkeit wurde? Blieben wir etwa mehr oder weniger abwartend auf dem Boden einer Gesinnungsgemeinschaft stehen? Sahen wir in der geistigen Einheit aller Glieder der Nation das Endziel? Wuchsen wir bei der aktiven Meisterung der uns zugefallenen innenpolitischen Aufgaben nicht vielmehr von der Kameradschaft aller Deutsckien glei­chen Willens zur wetterharten Tatqemeinschaft? Heute, in eherner Zeit der Charakterbewährunq, beweisen der deutsche Mann und die deutsche Frau ihren Taiwillen durch den totalen Arbeitseinsatz für die Nation, durch die sichtbare Leistung für Führer und Volk! Dem kategorischen Gesetz des Han­delns zur Rettung des Reiches und der europäischen I»MMMMII»III»»I»III!IIII»IIII,„„I,„„„III„„,I,„,,,M„„„„„„„,

Osr Vs»IIo 2»m 8»sy »st unssr VMIo sum I.sdsn!

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Kultur ohne Säumen zu gehorchen, sich aus eigenem Entschluß mit vorwärtstreibender Wucht in die Spei­chen des gewaltigen Kriegsrades zu werfen, das ist die Losung der Stunde!

Das gleiche Gesetz gilt für die Vertiefung der Schicksalseinheit von Front und Heimat. Sie ist weder ein Eedankengebilde idealistischer Prä­gung, noch eine bloße Zielsetzung, sondern — um mit Dr. Goebbels zu reden — ein greifbarer Machtfaktor! Mit einer lediglich geistigen Einheit zwischen innerer und äußerer Front, einer im seelischen Bereich bleiben­den „Teilnahme der Herzen" wäre den im schwersten Abwehrkampf stehenden Schildträgern Europas wahr­lich nicht geholfen, geschweige denn könnte mit diesem sich selbst begrenzenden und daher wirkungslosen Ja der Sieg errungen werden! Mache sich hier niemand etwas vor! Ein Surrogat für das Mit-Hand-Anlegen gibt es nicht, und das alte Wort: „Vor den Erfolg

haben die Götter den Schweiß gesetzt" trifft auch heute haarscharf die Wahrheit. Wer aber immer noch nach. einem unveränderlichen, allgemeingül­tigen Maßstab für sein Wollen und Handeln sucht, dem kann sehr schnell geholfen werden. Er lege sich nur ohne Selbstschonung Rechenschaft darüber ab, wie seine Leistung in jedem Einzelfalle wohl der Frontsol­dat werten würde. Dessen Opferbereitschaft erstreckt sich in den Augenblicken der Gefahr auf die Hingabe des höchsten Gutes, der Gesundheit und wenn es sein muß des Lebens, — wer in der Heimat wollte sich diesem Heröismus gegenüber mit einem lediglich seelischen Da­beisein begnügen? Wer wollte nach des Tages Arbeit, und wäre sie noch so ertragreich, in satter Zufriedenheit urteilen: Ich habe genug getan!? Wie es im Schaffen

An der Ostfront läßt der Druck der Sowjets stellen­weise infolge Tauwetters und schwerer Verluste nach. In zehn Tagen wurden 774 Sowjetpanzer abge­schossen.

Der Führer ernannte Generaloberst Euderian zum Eeneralinspekteur für die Panzerwaffe.

England stand gestern im Zeichen des widerlichen Londoner Kotaus vor der „Roten Armee."

In Indien spitzt sich die neue politische Krise im Zusammenhang mit Gandhis Hungerstreik mehr und mehr zu.

15 von 29 Eaumeistern stehen im deutschen Fußvolk bereits fest.

Das Fußballspiel zwischen den Bremer Sportfreun­den und dem Bremer Sportverein in der Kampf­bahn endete 2:2.

Wilhelmshaven »5 bewies seine wahre Meistcrsorm durch einen 17:0-Sicg über TuS. 97 Osnabrück. Vorwärts Wilhelmshaven schlug mit 9 Mann de Bremer Sportverein im Handball.