Ausgabe 
(20.2.1943) 51
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vos flmtsblatl des legierenden vürgermeisters der Zielen Hansestadt vremen

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üev NarionatsdziaUsten vremens

flmtNcstes verkündungsbiatt des NcictisstattstalterS in Oldenburg und Vremen

7lr. 51 , 1Z. Zalirgang

Sonnabend, 20. §ebruar 1S4Z

kinzelpreis 13 Nps.

Soebbels'flppe» schlug durch

öewalliges Vellecho der Sporipalasl-Kundgebung

DrabtLericht unserer Berliner Schriftlcitung

6r. v. scii. Berlin, 19. Februar. Niemals habe, so stellt der Berliner Berichterstatter der dänischenNatio- naltidende" fest, eine Versammlung so stark aus ihn ge­wirkt wie die letzte Kundgebung ,m Berliner . Sport­palast. Dr. Goebbels habe als Eeneralstabs»«? »er Kriegstotalifierung gesprochen. Ueberall in der 'ganzen Welt wird der gleiche Eindruck bestätigt, denPopolö di Roma« so formuliert, daß die Kundgebung am Don­nerstagabend gegenüber vielen von Begeisterung ge­tragenen Versammlungen einen besonderen Charakter getragen habe. da im Geiste die ganze deutsche Nation teilgenommen habe. Entsprechend ist das Echo dieser Kundgebung von einer überwältigenden Eindruckskrast, wie sie sonst nur nach groben Reden des Führers fest­zustellen war. '

Die Presse der verbündeten Länder bringt die Rede von Dr. Goebbels in größter Ausführlichkeit und die Zeitungen vollkommen beherrschend. Die japanischen Blätter veröffentlichen ihre Berichte in stärkster Auf­machung mit dem . Bild des Redners. Die finnischen Zeitungen schreiben unter wuchtigen Schlagzeilen, oaß nie zuvor auf einer Kundgebung der fanatische Wille des deutschen Volkes zum Sieg so zum Ausdruck gekommen sei. Die spanischen Blätter bringen ihre Kommentare an erster Stelle auf den Titelseiten und drucken aus­nahmslos den ihnen übermittelten Text ohne Kürzung ab. Ganzseitige Schlagzeilen über den Berichten geben auch der rumänischen Presse das Gesicht. Die ungarische Presse bringt, nachdem der Vudapester Rundfunk die Rede am Abend übertragen hatte, umfangreiche Eigen- meldungen. Die lleberschriften der schweizerischen Blätter über spaltenlangen Berichten lassen erkennen, wie sen­sationell die Rede dort aufgefaßt wurde. Der französische Rundfunk spiegelt den gewaltigen Eindruck des von Dr. Goebbels ausgestoßenen Alarmrufesdas Abendland ist in Gefahr!" wider. Die ersten Seiten der großen schwe­dischen Zeitungen bringen überwiegend als erste Ueber- schriften Kernsätze aus den Ausführungen von Dr. Goebbels und sprechen von einem Fanfarensignal (Dagsposten"), voneiner der mitreißendsten, aber aüch revolutionärsten Goebbels-Reden" (Stockholms Tidningen") und von einerKundgebung, die man nach vielen Massenversammlungen im letzten Jahrzehnt lange im Gedenken behalten wird" (Svenska Dag- bladet"). Die türkische ZeitungUlus" erkennt den Sinn der Kundgebung richtig,'wenn sie ihren Bericht unter die SchlagzeileDeutschland ist nicht kriegsmüde" mit dem Untertitel stellt:Zur Erringung des «ieges ist Deutschland zu jedem Opser bereit" Die Schlagzeilen der argentinischen Presse lassen ebenfalls erkennen, wie stark man dort von den Ausführungen Dr. Goebbels' beeindruckt wurde, selbst nach einem Newvorker Asso-

ciated-Preß-Auszug wird besonders herausgestellt, daß Deutschland und Europa dem Bolschewismus ausge­liefert sein würden, wenn es der Wehrmacht nicht ge­länge, die rote Flut einzudämmen." Schließlich konnte aüch der Londoner Rundfunk an dieser gewaltigen Kundgebung nicht achtlos vorübergehen. Ziemlich ver­legen sprach er von einerbemerkenswerten Propa- ganda-Rede".

Ganz offenkundig haben nirgendwo in der Welt di« zwingend untermauerten Thesen von Dr. Goebbels ihre Wirkung verfehlt, nach denen das Abendland ohne den Schutz der deutschen Wehrmacht dem Bolschewismus ver­fallen würde, daß keine andere Macht der Welt etwas gegen die rote Flut zu tun vermöchte und daß für di« äußerste Kraftanstrengung Deutschlands und Europas die Stunde drängt.Deutscher Sieg oder Bolschewisie- rung Europas", diese Parole auf der Titelseite einer Madrider Zeitung kennzeichnet diese Wirkung. Ueberall aber auch klammert sich angesichts dieser Kundgebung des fanatischen Milieus des deutschen Volkes das Ver­trauen Europas wieder an die noch lange nicht ausge­schöpfte Kraft Deutschlands.Deutschland", so erklärt heutePopolo di Roma",ist immer noch in der Lage, Dinge zu. tun die die Welt in Erstaunen setzen."Po­polo d'Jtalia" wünscht, daß sich Engländer und Ameri­kaner, aber auch gewisse Neutrale in die Äeihen der im Sportpalast versammelten Männer und Frauen hätten mischen können, in deren Gesichtern sich die Bereitschaft zur äußersten Entschlossenheit ausgedrückt habe. Sie hät­ten dann auch physisch den ungeheuren Eindruck der riesenhaften Kraft dieses Volkes spüren können, das sich mit unbegrenzter Hingabe um Adolf Hitler schare. Die japanische ZeitungTokio Asahi Schimbun" kommt zu der Schlußfolgerung, die das Blatt als Schlagzeile wähltes gibt für Deutschland keine Unmöglichkeiten". Nirgendwo vermag man sich dem Eindruck der Tatsache zu entziehen, daß Dr. Goebbels mit so rücksichtslosem Freimut den ganzen Ernst der Lage aufzeichnete, daß er offen zugab, daß wir uns über das Kriegspotential der Bolschewiken getäuscht haben, und daß dennoch auf der Grundlage der äußersten Entschlossenheit und des größ­ten Opssrwillens das deutsche Volk von dem unerschüt­terlichen Glauben an den Sieg beseelt bleibt.

Besondere Aufmerksamkeit und entsprechende Span­nung, auf die kommende Entwicklung hat überall die Ankündigung des Ministers gefunden, daß das, was wir jetzt einsetzen, der Porbereitung neuer, vernichten­der Angriffsschläge dienen soll.Tokio Nitschi Nitschi" bringt äks. UeberschriftDeutschland setzt alle Kräfte für die kommende neue Offensive ein." Die Schlagzeilen von Stockholms Tidninaen" und vonDagens Nyheter" lautenGoebbels: Neue deutsche Armeen sollen für die (Fortsetzung aus Seite 2)

Schwere Verluste der Volschewisten

erfolgreiches sortschreiten der Kampjl,and»ungen in lunesten

Aus dem Führerhauptquartier. 19. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Jnz

West-Kaukasus und am unteren Kuban fanden bei ein­setzendem Tauwetier nur Kampfhandlungen örtlicher Bedeutung statt. Dabei machte ein eigener Angriff süd­lich Noworossijsk .weitere Fortschritte. An der Donezfront und im Raum von Charkow griff der Feind wieder mit starken Kräften an Er wurde in teilweise schweren Kämpfen abgewiesen. Zahlreiche feindliche Vorstöße südöstlich von Orel scheiterten. Der Gegner wurde durch Gegenangriff geworfen und hieroei mehrere Panzer vernichtet. Die Luftwaffe griif Panzer­ansammlungen, Artilleriestellungen und Marschkolonnen des Feindes an und brachte den Verbänden des Heeres daurch fühlbare Entlastung. Bei Fortsetzung der starken Angriffe südöstlich des Jlmensees erlitt der ^eind erneut schwerste Verluste an Menschen und Material. Trotz stärkster Unterstützung durch Panzer und Schlacht- flieger wurde der Gegner vor den dcullchcn Hauptkamps­linien überall abgewiesen. Auch die fortgesetzten Ver­suche der Sowjets, unsere Front südlich des Ladoga­sees und vor Leningrad zu durchstoßen, brachen blutig zusammen Im Gegenangriff wurde dabei eine feindliche Kräktearuppe eingeschlossen und vernichtet. Die spanische Freiwilliaen-Division hatte erfolgreichen Anteil an der Abwehr der sowjetischen Anqriste. Ein Nachtangriff von Kampfflugzeugen auf Stadt und Hafen Murmansk hatte gute Wirkung.

In Tunesien schreiten die Kampfhandlungen weiter erfolgreich fort. 2m Seegebiet von Algier er­zielten deutsch-italienische Fliegerkräste bei' der Be­kämpfung eines stark gesicherten feindlichen Nachschub­geleits weitere Erfolge. Ein Leichter Kreuzer und drei große Transporter erhielten Torpedotreffcr. Mit der Vernichtung eines der Handelsschiffe kann gerechnet werden. In den späten Abendstunden des gestrigen Tages griff ein Verband feindlicher Kampfflugzeugs N ord w estd eu t s ch l an d an und warf Spreng- und Brandbomben aus das- Gebiet von Wilhelms- haven. Die Bevölkerung, vor allem in den umliegen­den Ortschaften, hatte Verluste. Neun der angreifenden Bomber wurden abgeschossen."

Neue Mtterkreujkröger

Berlin, 19. Februar. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Wolfgang

Gläsemer, Kommandeur eines Panzergrenadier- Regiments: Oberst Friedrich Friedmann, Kom­mandeur eines Gebirgsjäger-Regiments: Oberstleut­

nant Hermann Lenz, Kommandeur eines Grenadier- Regiments: ---Obersturmbannführer Max Cäsar,

Kommandeur eines Pionier-Bataillons der Waffen---: Oberleutnant Ewald Varnack. Führer eines Panzer- Pionier-Vatalllons.

Üie kgation entsclilossen rinn totalen ürleg. Die llegsisterung cker Taussncks nseb cksr Hecks Dr. Ooebbsls' im llsrlinsr Sportpalast. (Lcbsrl llilckerck.)

Die Offenbarung des Schicksals

Iroh IoL und leufel /

Mit der ganzen Gewalt seiner Redekunst hat Dr. Goebbels in seiner jüngsten Sportpalast-Rede dem deut­schen Volk den vollen Ernst der Lage nochmals vor Augen gestellt. -

Gewiß, es waren keine Ueberraschungen, die uns da­bei geboten wurden. Die bereits am 30. Januar mit aller wünschenswerten Ausführlichkeit durch des Reichs- propagandaministcrs Ausführungen umrahmte und kom­mentierte Proklamation des Führers und die am glei­chen Tage an die Abordnung der Wehrmacht gehaltene Rede des Reichsmarschalls, zusammen mit der eindring­lichen Sprache unierer OKW.-Bcrichte (nicht zuletzt der schwere S.chicksalsschlag von Stalingrads hatten bereits vorher den letzten Mann und die letzte Frau unseres Volkes erkennen lassen, wie alles steht: hatten aufgerüt­telt und empfänglich gemacht sür die Gründe, die jene Gesetzesbestimmungen ins Leben riefen, von denen Füh­rung und Volk in Deutschland nun im festen Ver­trauen auf die nächste^Zukunit die Rettung des Reiches und darüber hinaus Europas vor dem wilden Barbaren- ansturm der Bolschewiken erwarten. Aber es ist etwas anderes, von einer das Leben bedrohenden Lage Kennt­nis zu nehmen und von der Planung rettender Maßnah­men zu erfahren, oder der drohenden Gefahr unter Ein-' satz der eigenen Person entgegenzutreten und die Maß­nahmen selber durchzuführen, die zur Rettung gegeben ind. Nun, Dr. Goebbels hat nicht vergeblich an die Ehre )'es deutschen Volkes appelliert. Dr. Goebbels hat nicht umsonst im besonderen die deutsche Frau zur Mithilfe an der heiligen Notwehr in diesem erbarmungslosen Kriege aufgerufen. Leidenschaftlich hat das Volk seinen

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Willen bekundet, in stärkste Aktivität bei diesen Ret­tungsmaßnahmen zu treten. Auf das letztere aber kommt es heute einzig und allein an und alle Weis­heit der Staatssührung und all ihr guter Wille, Deutsch­land und das deutsche Volk in den Stunden höchster Not zu retten, müßten vergeblich bleiben, wenn.dieses Volk nicht selber aus vollem Herzen und mit ganzer Seele sich am Retiungswerk beteiligen wollte.

Das deutsche Volk sind wir. die wir uns deutschen Blutes fühlen, sind alle Männer, alle Frauen, alle Jünglinge und Mädchen, alle, ohne Ausnahme, die in der großen deutschen Volksgemeinschaft leben. An alle Männer, ob, sie bereits die Waffen tragen oder dem­nächst sie zu tragen berufen sind, ob sie bereits sich in harter aufopfernder Rüstungsarbeit bewähren oder erst demnächst in die Fabriken gehen sollen, um mitzuhelfen, unseren Soldaten die Waffen zu schmieden, an alle Frauen, ob sie schon jetzt in kriegswichtiger Beschäfti-

Sowjetische vedroliung siirnlands bestätigt

knglands takoienrolle gegenüber Moskau und Washington

USÜ.-Vebatte über Sie Zukunft Ves kmpire

Drabtberilkt unierer Berliner Schriitlcitung

aoe Berlin. 19. Februar. Der offizielle Charakter dek berüchtigtenPrawda"-Artikels. in dem fmnland und Beßarabien für den Bol,chewlsmus rek amiert wur­den erhält jetzt eine neue und höchst ausichlußreiche Bestätigung. Die Sowjetbotschast in London veröffent­licht eine 20 Seiten umfassende Bro>chure, in der zahl­reichen führenden Männern Finnlands Vergeltung an­gedroht wird. Insbesondere richten sich die,e Drohun­gen der GPU. gegen Feldmarschall Mstnnerheim. Die­ser Tatbestand verdient niedriger gehängt zu werden. Denn einmal ist es ganz klar. daß die°wp:ti,cheWut sich nur deskalb aeaen den sinnlichen Marschall richtet, weil sich in ihn. am deutlichsten der. Widerstandswille

des finnischen Volkes gegen den Bolschewismus reprä­sentiert, andererseits jedoch wirft es e^ bezeichnendes Schlaglicht auf die verlogene Politik der Sow,«ts, wenn sie auf der einen Seite gerade die am stärksten national ausgerichteten Kreise eines Volkes ^ Ziel,cheibe ihrer Angriffe machen auf der anderen Seite aber sich nicht scheuen, der Welt vorzugaukeln, der Bol,chewlsmus habe auf seine internationalen und weltrevolutionaren Zi zugunsten einer nationalen Orientierung und Ausrich­tung dessowjct-russischen Volkes verzich^t. Neben §eld- marschall Mannerheim werden in der Bro>chure l d ch auch die führenden sozialdemmratrichen Politiker Finn­lands, darunter Finanzminister aanner. lebhaft an­gegriffen und beschuldigt. ..den Faphlstcn geholfen zu haben".

Aus dieser Broschüre, die schon infolge ihrer Ver­breitung durch die sowjetische Botschaft in London offiziellen Charakter trägt, geht noch einmal mit aller

Deutlichkeit die ungeheure Bedrohung hervor, die Finn­land und mit ihm zusammen dem gesamten skandinavi­schen-Norden aus dem Bolschewismus erwächst. Wir wissen aus den Ereignissen der letzten Zeit genau, daß z. B. Schweden schon heute alsAgitationskriegsschau- plätz" eines der meist umstrittenen Gebiete Europas ist. Der Bolschewismus benutzt jede Möglichkeit, die er hier nur findet, zu einer Agitation, die, wenn sie sich auch zumeist unter der Oberfläche abspielt, so doch mit außerordentlicher Heftigkeit geführt wird.

Wenn in London die bolschewistische Broschüre gegen Finnland Zustimmung findet, so beweist auch dieser Umstand nur einmal mehr, in wie hohem Maße die Engländer heute den ehemals an ihnen so gerühm­ten politischen Instinkt und Weitblick vermissen lassen. Wenn sie heute, nach döm Worte Beaoerbrooks. den Sieg der Volschewisten wünschen, so ist daraus nur zu ersehen, wie wenig sie in der Tat noch an ihren eigenen Sieg zu glauben vermögen.

Gerade diese Tatsache läßt die in den USA. immer wieder neu aufflammende Debatte über die Zukunft des Empire als so bedeutsam erscheinen. Der Tenor dieser Debatte gipfelt immer wieder in der Feststellung, daß das britische Weltreich eineüberholte Angelegen­heit" sei. So erteilt soeben die Mewyorker Zeitung P. M." einer Anzahl von führenden Amerikanern das Wort zu diesem Thema. Dabei schreibt der bekannte Se­nator Nye, sobald es zu Friedensverhandlungen komme, müsse England mindestens auf einen Teil seiner über­seeischen Besitzungen verzichten Professor Carl Rüssel geht noch einen Schritt weiter, indem er bemerkt, sämt­liche britischen Besitzungen auf der westlichen Halbkugel

müßten in Verrechnung der Leih- und Pachtlieferungen an die USA. verkauft werden. Rüssel erklärt, jedoch oor- sichtigerweise, ein derartiger Verkauf könne allerdings erst eine Teilrückzahlung der amerikanischen Leistungen bedeuten, hält sich also mit anderen Worten den USA.- Zugriff auf die britischen Besitzungen der östlichen Halb­kugel noch ebenso offen. William Shirer und der Rund­funkkommentator Cecil Brown schneiden schließlich das besondere heikle Indien-Thema an. Shirer erklärt, das Indien-Problem sei keine reine britische Angelegenheit mehr, es sei vielmehr den Amerikanern zweifellos ge­stattet, dabei mitzusprechen. Brown, der lange Zeit im Rundfunk von Singapur sprach und daher die Ver­hältnisse in den ehemaligen ostasiatischen Besitzungen Englands aufs genaueste kennt, meint unverhüllt, das britische Empire werde als solches nach diesem Kriege zu bestehen aufhören.

Der innere Zusammenhang der heutigen freundschaft­lichen Einstellung Englands zum Volfchewismus und der immer schwächer werdenden Lage des Empire ist klar. England war einmal, wie aus Churchills eigenen Aeußerungen deutlich genug hervorgeht, ein erbitterter Feind des Bolschewismus. Auch hier schlägt Untreue den eigenen Herrn. England verkaufte sich an Moskau und ist heute auf den bewaffneten Arm des Bolsche­wismus angewiesen, ohne doch von ihm gegen den tät­lichsten Feind verteidigt zu werden, der das Empire bedroht' Die USA. und ihren Weltimperialismus. Denn inzwischen haben Stalin und Rooscvelt sich längst über den Kopf Churchills hinweg in einem gigantischen Schacher zusammengefunden, dessen Gegenstand nichts anderes ist als das britische Empire, das durch Chur­chills doppelten Verrat so oder so verspielt ist.

Zoll. kspt. Die trieb

gung stehen oder erst herangezogen werden sollen, um im totalen Lebenskampf des deutschen Volkes zahllose Männer zum Waffendienst freizumachen, an alle Jünglinge und an alle Mädchen, die zwei gesunde Arme und Hände haben, um mitzuarbeiten im großen entscheidenden Produktionsprozeß dieses totalen Krie­ges, ist der Ruf des Schicksals ergangen. Und wie eine Offenbarung haben alle das Gebot der Stunde in sich aufgenommen, bei der von Dr. Goebbels ausgegebenen Parole:Nun, Volk, steh' auf und Sturm brich los!"

Gefahr ist unmittelbar im Verzug: aber die Aufgabe sie zu bannen, ist auch schon gestellt. Und daß das deutsche Volk die Gefahr in ihrem vollen Ausmaß erkannt hat, daß es die ihm zugefallene ungeheure Aufgabe begriffen hat, das wurde durch die einhellige, von dem unbändi­gen Willen zum Handeln diktierte spontane Antwort der Volksmassen im Sportpalast aus Dr. Goebbels zehn eindringliche Fragen an das deutsche Volk bewiesen. Nein, es hat dieses Volk durchaus nicht den Glauben an den Sieg verloren. Im Gegenteil, es ist heute fester und fanatischer denn je entschlossen, auch unter Ueber­nahme der schwersten persönlichen Belastungen alles für ,den Sieg zu tun und dabei dem Führer durch dick und dünn zu folgen. Niemand im Volke ist des Kampfes müde. Aber jeder einzelne hat erkannt, daß es nun allen Ernstes heißt, das Helmband fester zu binden und in die Schlacht zu stürzen, sei es als Soldat an die kämpfende Front oder als Schaffender in das gigan­tische Ringen der Heimat bei Herstellung der besten und ausreichenden Waffen.

Zwölf, vierzehn und sechzehn Stunden Arbeit bei Her­stellung der Waffen, die uns vor der bolschewistischen Bedrohung retten und den endgültigen Sieg bringen sollen, können wohl als ein Opfer betrachtet werden, wenn es nur Einzelne bringen, um der Gesamtheit willen. Wenn aber die Gesamtheit sich entschließt, das zu leisten, was zur Rettung der Gesamtheit und damit jedes Einzelnen unbedingt vonnöten ist, dann ist es kein Opfer mehr im alltäglichen Sinn, sondern die ge­waltige ^Lsbsnsrsgung einer von den Klippen des Untergangs bedrohten Gemeinschaft, die bei ihren Kraft­anstrengungen im Kampf gegen die drohende Vernich­tung, nicht die Stunden zählt, die notwendig sind Leben und Freiheit zu erhalten. Gerade diese Anstrengungen sind es, die als die rettenden vom deutschen Volke selber verlangt werden und die zu organisieren und in die Wege zu leiten das Volk von seiner Regierung fordert.

Größer, gläubiger und unerschütterlicher denn je, ist heute des Volkes Vertrauen zu seiner Regierung, zu seiner Führung, zu seinem Führer, von dem es weiß, daß er ohne Unterlaß Tag und Nacht hindurch und ohne die Stunden zu zählen, für sein Volk schafft, sich abarbeitet, sich sorgt, sich abhärmt und in unausgesetzten Ueberlegungen die Mittel und Wege ersinnt, um es zum Sieg und schließlich zum Glück zu führen. Da kann es bei dem Volke kein Wanken und kein Schwanken geben und selbst die radikalsten Maßnahmen sind gerade gut genug, um die Moral der Heimat zu sichern und etwa vorhandenen Verrätern und Drückebergern das Hand­werk zu legen. Gleiches Recht'und gleiche Pflichten für hoch und niedrig, arm und reich, so wie es das national­sozialistische Grundgesetz gebietet, wird fortan viel mehr noch als bisher die Richtschnur im Handeln der deutschen großen Volksgemeinschaft und seiner Führung sein.

Das Volk hat gesprochen und sein Wille ist heilig und rein: sowie heilig und rein das Wollen des Führers ist. Volk und Führung sind eine Einheit und so vermag sie nichts in der Welt zu überwältigen. Wehe aber denen, die diese Einheit stören möchten oder ausbrechen wollten aus der Richtung, die zur Rettung und zum Siege führt. Die Ziele liegen klar und jede Abweichung von dem eingeschlagenen Wege und jeder falsche Zun­genschlag ist somit deutlicher bemerkbar als in nor­malen Zeiten. Schlechte innere Haltung oder üble Ge­sinnung verratende Worte kennzeichnen diejenigen, die außerhalb der Volksgemeinschaft stehen. Acht und Bann

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Vnssr LayssspiOysL

Rn allen Frontabschnitten der Ostfront wurden starke sowjetische Angriffe unter schweren Verlusten der Bolschewiken abgewiesen.

Die Kampfhandlungen in Tunesien nehmen weiter einen günstigen Fortgang.

Die Londoner Sowjet-Botschaft bestätigt die Ab­sicht der Bolschewisierung Finnlands.

Der Sportpalast-Appell des Reichsministers Dr. Goebbels hat in der ganzen Welt ein starkes Echo gesunden.

Der Gas- und Stromverbrauch soll um mindestens 10 Przt. gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt werden.

2m Gau Weser-Eins werden 17 Landdienstlager neu eingerichtet.