Ausgabe 
(17.2.1943) 48
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parleicnntttcke Layeszettung

vos flmtsblatt des Negierenden vlirgermeisters der 5relen ffansestadr vremen

üer NarionalldziaMen. vremens

flmtliches verkündungsdiatt des Ncichsstaktlialkers in Oldenburg und vremen

Nr. 48 , 1Z. Jahrgang

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Wessen wir uns zu versehen haben

Während man in London und Washington so iut oder glaubt, so tun zu können, als ob dasFell des Bären", d. h. das Gebiet Europas den sogenannten Antiachsenmächten zur beliebigen Verteilung schon zur Verfügung stünde, ist man sich nichtsdestoweniger dort völlig im klaren darüber, daß es den Bären erst ein­mal zu erlegen gilt. Es sind seltsame Wege, die Briten und Amerikaner zur Zeit zur Erreichung dieses bisher unerreichbar fern gelegenen Zieles einzuschlagen belie­ben. Einmal geben sie sich den Anschein, von der bolsche­wistischen Blutwalze im Osten tatsächlich den entschei­denden Sieg über Deutschland erwarten und ab­warten zu können. Zugleich aber versuchen sie dann noch durch unaufhörliches Wehegeschrei über die Wir­kungen des U-Boot-Krieges die Aufmerksamkeit der Achsenmächte von Plänen abzulenken, die zum Ziele haben, selber das Fell des Bären in die Hand zu be­kommen.

Daß Stalin mit der schlechtweg maßlosen Wut des Berserkers (der, koste es, was es kosten mag, alles vor sich niederbrechen möchte, was ihn in seinem Amoklauf hindert), jetzt eine ungeheuerliche Gefahr für Europa bedeutet, braucht kaum noch betont zu werden. Daß aber die mit diesem Stalin verbündeten und sich zu seinen Hilssvölkern degradierenden Briten und Amerikaner ihres Herrn Stalins Wunsch entsprechend, sich anschicken, nun auch ihrerseits alle Kräfte zusammen­zufassen, um mit der lang genug berufenen Zweiten Front den Achsenmächten den Fangstoß zu geben (wo­mit dann Europa tatsächlich Stalin ausgeliefert wäre), darüber wollen und dürfen wir uns in diesen schick- salsträchtigen und kriegsentscheidenden Wochen keinen Augenblick täuschen.

Daß zur Verwirklichung dieser Pläne das Fehlen des von unseren U-Booten versenkten Schiffsraums in Lon­don und Washington schmerzlich empfunden wird, ist uns begreiflich. Daß aber dieser Mangel an Schiffsraum zum Zwecke neugeplanter, großer und riesenhaft ge­dachter überseeischer Aktionen, wie sie eine wirkliche Zweite Front verlangt, durch ganze drakonische Ein­schränkungen der bisher schon eingeschränkten Einfuhr nach England wettgemacht werden soll (man spricht in London von der völligen Unterbindung der Fleischzusuhr aus Südamerika) und auch bis zu einem gewissen Grad wettgemacht werden kann, steht fest. Damit aber wissen wir auch, wessen wir uns in den kommenden Monaten dieses Krieges zu versehen haben.

Es geht ums Ganze! Um uns das Ganze, d. h. Leben, Freiheit und Zukunft zu sichern, sind wir ent­schlossen, uns fortan auch ganz in diesem Kriege ein­zusetzen Scchzigtausend Menschen sind nach den Feststel­lungen des finnischen Generalkonsuls in Goeteborg, Hyüninen, während der kurzen Sowjetherrschaft in Est- land hingerichtet worden. Man kann sich ausrechnen, wieviel Millionen Menschen Europas im Falle eines Sieges der Bolschewiken von diesen hingemordet würden. Die Zeit des Wägens ist vorbei, die Stunde des Handelns ist gekommen. Um zu überlegen, ob man unter diese oder jene Bestimmung, die den totalen Ein­satz im Kriege bezweckt, fällt, oder gar danach suchen, ob nicht doch die eine oder andere Ausnahme auf den einzelnen zutrifft,-wäre schlecht am Platze. Der Soldat an der Front gibt sich keinen lleberlegungen hin, wenn der Feind vor ihm auftaucht, sondern er kämpft. Und das unter Anstrengung aller seiner Kräfte. Wie dürfte es heute, angesichts des Ernstes der Lage, die uns alle umgibt, anders in der Heimat sein? Wir kennen die Feinde, wir kennen ihre Absichten und wir wissen, daß nur der Sieg uns vor der Vernichtung schützt? Nur eine gewaltige, einzigartige Kraftanstrengung läßt uns ihn erringen. Also entfalten wir alle unsere Kräfte. Also kämpfen wir, damit wir siegen! f. 8. O.

Freiherr von Mchcho'en Seneraifeldmarschall

Aus dem Fiihrerhau,ptquartier, 16. Fevr. Der Führer hat den Chef der Luftflotte, Generaloberst Freiherr» von Richthofen, zum Eeneralfeldmar- schall befördert. Außerdem beförderte der Führer die Generale der Flieger Ritter von Ereims und Lör- zer zu Generalobersten.

Neue MterkreuztrSger

Berlin, 16. Februar. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Ernst

Otto, Bataillonsführer in einem Grenadier-Regiment; Hauptmann Hans-Joachim Wissemann, Kompanie­chef in einem Kradschlltzen-Bataillon; Stabsfeldwebel Ewald Mrusek, Zugführer in einem Feldbataillon; Oberfeldwebel Ernst Wawrok, Zugführer in einem Jäger-Regiment; Feldwebel Edwin Stolz, Zugführer in der Panzerjäger-Kompanie eines Grenadier-Regi­ments.

fln einem rag 157 Sowjetpanzer...

semdttche Vuräibruchsveefuche an der 0Monl abgewiesen

Berlin, 18. Februar. Bei den schweren Abwehr­kämpfen an der Ostfront vernichteten die deutschen Trup­pen (wie auch im OKW.-Bericht erwähnt) am 15. Febr. allein 157 Sowjetpanzer. Daneben hatte der Feind durch Luftangriffe, Artilleriebeschuß und Jnsauteriekämpfe weitere hohe Ausfälle an Menschen, Waffen und Gerät.

Bei Noworosfijsk bombardierten unsere mehrfach an­greifenden Kampfflugzeuge die sich an den Steilhängen festklammernden Bolschewisten. Sie zerschlugen vor allem die an Land gebrachten feindlichen Geschütze und ver­hinderten dadurch weitere Angriffsversuche der Sowjet- Infanterie. Im Norden des Kuban-Brückenkopfes stieß der Feind an mehreren Stellen in Bataillonsstärke bis Regimentsstärke vor. Er konnte sich aber gegen den Wi­derstand unserer Truppen, die dabei zwei Panzer ab­schössen, nicht durchsetzen. Feindliche Kampfgruppen, die vorübergehend in die Hauptkampflinie eindrangen, wur­den im Gegenangriff zusammengeschlagen.

Im Raum von Charkow dauern die erbitterten Kämpfe yogen überlegene feindliche Kräfte an. Wäh­rend südlich der Stadt von unseren Truppen eingeschlos­sene bolschewistische Kräfte vernichtet wurden, drangen nördliche Teile der feindlichen Angriffsverbände in die Außenbezirke «in. Sie trafen auf hartnäckigen Wider­stand und verloren in den aufflackernden heftigen Kämp­fen bisher 2V Panzerkampfwagen.

Auch nördlich Kursk hielten die schweren Kämpfe an. Feindliche Vorstöße und eigene Gegenangriffe wechsel­

ten in schneller Folge. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerschlugen in überraschenden Bombenangriffen über 106 Fahrzeuge sowie mehrere Geschütze und zersprengten feindliche Infanteriekolonnen auf dem Marsch zur Front. Im Raum von Orel führte der Feind seine ört­lichen Vorstöße nicht weiter fort. Dagegen nahm er süd­östlich des Jlmensees seine Angriffe wieder auf. Der erste Tag dieser seit dem 28 November 1912 nun zum dritten Male wieder auflebenden Abwehrschlacht kostete die Bolschewisten äußerst schwere Verluste. Wenn unsere Grenadiere infolge des vorangegangenen Tauwetters auch oft bis zum Knie im Schmelzwasser stehend kämp­fen mußten und die Sowjets ihre angreifenden sechs Divisionen und vier Panzer-Regimenter mit starkem Artilleriefeuer und zahlreichen Fliegerstaffeln unter­stützten, konnte der Feind doch keinerlei Erfolge erzwin­gen. Die auf ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfenen Sowjets verloren bei diesen erbitterten Kämpfen 52 Panzer. Weitere 41 Panzerkampfwagen büßten die Bol­schewisten an der Front zwischen Wolchow und L a - dogasee ein. Auch dort scheiterten die mit starken Infanterie- und Panzerkräften unternommenen erneu­ten Versuche, die Front zu durchbrechen, am zähen Widerstand unserer Truppen. Zusammen mit den neuen Abschüssen haben unsere Truppen an den Fronten zwi­schen Wolchow und Ladogasee seit dem Beginn dieser er­bitterten Äbwehrkämpfe am 12. Januar 605 Sowjet­panzer vernichtet oder bewegungsunfähig geschossen.

Anhaltend harte Äbwehrkämpfe

Schwerste Menschen- und Malerialoerluste der Volfchewisten

Aus dem Führerhauptquartier, 16. Februar. Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:Die schweren Äbwehrkämpfe an der Ostfront hielten auch gestern an. Mit massierten Panzer- und Jnfanterieverbänden setzte der Feind seine Durchbruchsversuche fort. An der Front des Kuban-Brückenkopfes fanden nur Kampfhandlungen örtlicher Bedeutung statt. Erfolglose Durchbruchsversüche des Feindes im Donezgebiet brachten ihm hohe Panzer- und Menschenverluste. Im Raum um Charkow griffen die Sowjets mit weit überlegenem Kräften die Stellun­gen unserer zäh kämpfcnden Divisionen an. Im Kampf mit feindlichen in die Außenbezirke der Stadt einge- drungenen Teilkräften wurden zwanzig Panzer ver­nichtet. Angriffe, die der Feind gegen die deutschen Stel­lungen nördlich Kursk führte, wurden zurückgeschlagen, örtliche Einbrüche abgeriegelt. Südöstlich des Jlmen­sees nahm der Feind seine Angriffe mit zahlreichen Panzern und starker Artillerieunterstützung wieder auf. Hier wie zwischen Wolchow und Ladogasee wurden alle

Versuche, unsere Front zu durchstoßen, teilweise durch zusammengefaßtes Abwehrfeuer, teils in harten Nah­kämpfen abgewiesen und dabei 93 Panzer vernichtet. In den gestrigen Kämpfen an der Ostfront verloren die Bolschewisten insgesamt 157 Panzer.

In Tunesien griffen , deutsch-italienische Truppen, wirksam unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, den Feind an und warfen ihn unter schweren Einbußen an Gefangenen, Waffen und Gerät nach Westen ins Ge­birge zurück. Neben vielest Fahrzeugen wurden 23 Ge­schütze und 97.Panzer vernichtet oder erbeutet. Deutsche Jäger errangen zwanzig Luftsiege und schössen mehrere am Boden abgestellte Flugzeuge in Brand. Einzelne britische Flugzeuge unternahmen während der Nacht Störflüge über Westdeutschland. An der Kanal- küste verlor der Feind am gestrigen Tage durch Jagd- und Flakabwehr fünf Flugzeuge, darunter schwere Bomber."

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llin sowjetischer Lunker wirrt von unseren ksilscturmjäger» sngegritten unck susgerSucliert. Der vsrnicbtsncks Strahl rwlngt äis öunksrbesateung, gen erbitterten Kampk einzustellen und sich ru ergeben. kL-Lrisesberivhtsr Slieksrs l8vd)

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Drabtbericht unserer Berliner Schriitleitung . Berlin, 16. Februar. Auch weiterhin erregt der Prawda"-Artikel das Interesse der Oefsentlichkeit. Immer mehr läßt sich dabei eine glatte Kapitulation Englands und der IlSA. vor den Ansprüchen Moskaus erkennen, die sich beide längst zu bloßen Trabanten und Hilssvölkern des Bolschewismus degradiert haben. Daß dabei die plutokratischen Demokratien mit geradezu la­kaienhafter Unterwürfigkeit die Wünsche des bolsche­wistischen Diktators zu erraten suchen und seine kom­menden Ansprüche wümöglich schon zu erfüllen trachten, bevor sie nur geäußert sind, geht auch heute wieder aus einer ganzen Anzahl anglo-aunerikanischer Stimmen her- vor, unter denen als die wichtigsten die Auslassungen derNew York Sun" und desWashington Star ge­nannt werden müssen. Die erstere Zeitung unterstreicht ausdrücklich den offiziellen Charakter der berüchtigten Lippmann-Erklärung, wenn sie schreibt:Washington

vertritt die Ansicht, daß die Sowietunron die baltischen Staaten mit größter Wahrscheinlichkeit erhalten wird, wenn sie entschlösset ist. sie zu bekommen. Es bestehen wenig Gründe für die Annahme, daß Großbritannien und die USA. aktiv zur Opposition gegen die Sowjet­union übergehen werden, gleichgültig, ww ihre Gefühle hierbei sind. Allen Anzeichen nach ist Großbritannien bereit, die baltischen Staaten äls einen Teil der Sowjet­union anzuerkennen." In diesen Worten ist der schmäh­liche Verrat der baltischen Lander durch die USA. und England an den Bolschewismus unmißverständlich fixiert. Ueber die Tatsache dieses Verrats vermag auch das verlogene Ressentiment nicht hinwegzutäuschen, daß

dieNew York Sun" damit zum Ausdruck bringen will, daß sie die gekränkten Gefühle beschwört, die man in England und den USA angeblich für die Preisgabe der baltischen Staaten empfindet. Gefühle! Dieses Wort hat uns in dem Vokabularium der anglo-amerikanischen Lügen gerade noch gefehlt, Bisher verstand man es in London und Washington mit einem Schwall von Phra­sen und hohlen Versprechungen die Völker in Frank­reich, Holland, Belgien, NorwegenPolen".Jugosla­wien" und Griechenland ins Verderben zu stürzen. In Zukunft sollen es offenbar nur die unkontrollierbaren Gefühle" der politischen Geschäftemacher in England und den USA. sein, die für die noch übrigen neutralen und kleinen Staaten das Entgelt dafür darstellen, daß Roosevelt und Churchill bedenkenlos bereit sind, sie dem Bolschewismus auszuliefern.

Die amerikanische Zeitung stellt anschließend fest, daß die Bedeutung der Lage jedoch nochweit über das Schicksal der Baltenländer hinausgehe".

Realistische Beobachter", so heißt es weiter, seien sich darüber klar, daß das Schicksal dieser Länder zum größten Teil von der Politik Sowjetrußlands abhängt. Doch gilt das gleiche für Polen, Finnland, ja sogar den Balkan." War in derPrawda"-Erklärung nur von den baltischen Staaten und von Bessarabien die Rede. so zeigt die Aeußerung derNewyork Sun" deutlich, daß die zwischen der Sowjetunion und ihren plutokratischen Hilssvölkern getroffenen geheimen Abmachungen noch bei weitem über das hinausgehen, was das Organ Stalins zugibt. Man darf jüwch getrost unterstellen, daß auch dieNewyork Sun" noch das weitaus meiste

von dem verschweigt, was Churchill und RoosLvelt Sta- lin in Wirklichkeit versprochen haben. Nüchternen Eng. ländern und Amerikanern, die diese Entwicklung der anglo-amerikanischen Bündnispolitik mit dem Bolsche­wismus beobachten, mag dabei schon heute ein Krauen anfallen vor den Konsequenzen, die sich notwendiger­weise aus dem Verfolg dieser Linie ergeben müssen. So erklärt der Herausgeber desWashington Star": Wir wollen uns klar darüber sein, daß mehr als die Baltenländer auf dem Spiele steht. Bisher hat Stalin in den Tiefen des Kreml gesessen und mit wahrhaft orientalischem Stillschweigen nichts über seine Kriegs­ziele verlauten lassen. Ein Blick in seine Eedanken- welt" so heißt es dann,dürfte jedoch ziemlich be­unruhigend sein, da man dort anstatt einer Verfolgung der Prinzipien der Atlantik-Charta die traditionelle Realpolitik feststellen kann. Wenn das so ist, was wird dann ausPolen", was aus Finnland, was aus dem Balkan, der Türkei, Persien und vielleicht anderen Län­dern werden? . . ." Diese erschreckte Frage des Heraus­gebers desWashington Star" verrat mehr über die eigentlichen Abmachungen Churchills und Roosevelts mit Stalin, als die ganze bisherige anglo-amerikanisch-bol- schewistische Debatte.

Tatsächlich hat ja Roosevelts Leibjude Lippmann be­reits vor wenigen Tagen die ganze Atlantik-Erklärung, die seinerzeit nicht genug als das ideelle Fundament der anglo-amerikanischen Kriegführung gepriesen werden konnte, mit höhnenden Worten als einenFetzen Pa­pier" abgetan. Die gesinnungsmäßige Uebereinstim- (Fortsetzung auf Seite 2)

Der Lieöi-rüe äsüiat

Von Ltiristo bukokk,

Lulgsriscbsr Kriegsminister s. v. ^

Der Verfasser dieses Artikels ist der inzwischen von sowjetischen Schergen ermordete bulgarische General­leutnant, dessen Ausführungen wir noch kurz vor feinem gewaltsamen Tode erhielten. Sein Urteil über den deutschen Soldaten verdient deshalb ein besonderes- Interesse.

Die unmittelbare Berührung mit dem deutschen Heere gibt dem bulgarischen Volke die Möglichkeit, die Tu­genden einer großen Nation aus der Nähe in ihrer höchsten Erscheinung/ dem Krieg, zu beobachten. Jung und alt drücken mit gleichem Enthusiasmus ihre Be­geisterung über die Haltung des deutschen Soldaten aus. Wir Bulgaren sehen auf Menschen in militärischer Uni­form, alle von dem gleichen Geist beseelt und von dem Glauben an die Kräfte der Nation, der sie mit Stolz angehören, die sich ihrer Pflicht bewußt find, ihr hin­gegeben dienen, die alles Persönliche, von sich abgelegt haben: Familie, Gewinn, Wohlhaben, um nur mit einem Gedanken zu leben: zu siegen für die Gerechtig­keit, für die Ehre Deutschlands und für die Zukunft ihrer Kinder. Wo werden sie ihre größere Pflicht er­füllen: in der Heimat, in der Eiswelt Norwegens, in der Sandwüste Afrikas» auf dem Balkan oder im Osten. Was für einen Nutzen ihre Bemühungen so fern der Heimat haben, diese Frage interessiert sie nicht. Der Führer und das Oberkommando wissen es! So lautet die Antwort dieser Fanatiker des Glaubens an die Un­fehlbarkeit der deutschen nationalen Führung. Dies ist für manche sehr lehrreich, manche, die noch nicht glauben wollen, daß außerhalb der Verwirrung des liberalen- Wirrwarrs ein anderes Leben bestehen kann, ein an­deres Bewußtsein, andere Gefühle und Interessen. Diese Haltung der deutschen Soldaten ist eine klare und ein­fache Erscheinung der bekannten deutschen Disziplin.

Wer mit der deutschen Wehrmacht engen Verkehr zu pflegen Gelegenheit gehabt hat, und zwar nicht nur mit der jetzigen sondern auch mit dem deutschen Heere des Weltkrieges, der hat sehen können, daß das ganze gei­stige Gebäude des deutschen Soldatentums stark und un­erschütterlich auf einer hohen sittlichen Kultur, die schon Jahrhunderte vor den heutigen Ereignissen geschaffen wurde, gegründet ist. Diese sittliche Kultur, die unter den Völkern unseres Festlandes einzigartig ist, ideali­siert das Leben des Menschen und schafft im deutschen Volke einen Kult zu sittlichen Tugenden. Niemals hat das deutsche Volk diese Lebenslinie verlassen. Das deut-

sche Genie blieb seiner Natpr treu und schuf die Maxime der Pflicht, um auf dem Grunde der privaten und öffentlichen Moral des Deutschen wie auch auf der gan­zen geistigen Kultur der jungen und lebenskräftigen deutschen Nation aufzubauen. Deswegen kennt auch das deutsche Staatswesen, trotz seines betonten Zentralis­mus, weder den Despotismus des russischen Zarentums, noch das Jakobinertum der französischen Demokratie.

Was auf uns vielleicht den stärksten Eindruck in der Haltung und im Auftreten des deutschen Soldaten ge­macht hat, das Verhältnis zwischen Offizieren und Mannschaft, das zeigt keine neue Demokratie, wie es sich mancher erklären möchte, sondern eine Kundgebung einer alten Errungenschaft der deutschen sittlichen Kul­tur, älter als die Idee fürdie Menschen- und Bürger- rechte" in der Zeit der französischen Revolution. Die Deutschen ehren und schätzen den Menschen, wie gering er auch sein mag, nicht auf Grund demokratischer Prin­zipien, sondern auf Grund seines hohen sittlichen Emp­findens und Könnens.

Ich kann es mir nicht versagen, ein einfaches Beispiel vorzubringen, das von mir persönlich beobachtet wurde, um mir alle weiteren Erwägungen ersparen zu können. Im Jahre 1916 hatte ich die Ehre, im Verband der deut­schen Division 185 an der Westfront, in der Champagne, mitzukämpfen. Der Stellungskrieg brachte es mit sich, daß für jede Division hinter der Front ein Pionierpark errichtet wurde, wo die dienstfreien Soldaten die Mög­lichkeit hatten, sich mit den damals noch neuen Waffen, wie Minenwerfer, Granatwerfer und Handgranaten, einzuüben. Die erzielten Ergebnisse wurden in besonde­ren Büchern vermerkt, um die Soldaten zum Wetteifer anzuspornen. Einmal wurde ein Befehl verlesen, daß beim benachbarten 16. Armeekorps ein Grenadier eine Handgranate 92 Meter weit geworfen hatte. Die Wir­kung dieses Ereignisses war so ungewöhnlich im Stabs unserer Division, daß der Divisionskommandeur sich ent­schloß, mit einigen Offizieren des Stabes das benach­barte Korps zu besuchen, um den Soldaten persönlich zu beglückwünschen. Viele FIgschen Rheinwein, Würste u. a., die in der Militärkantine erstanden worden wa­ren, wurden ihm zum Geschenk gemacht. Wir kamen bei dem Regiment an, wo uns der Grenadier vorgestellt wurde. Niemals werde ich das Bild vergessen, das sich mir bot Unser General, überschüttete den Erenzrdier mit väterlichen Zärtlichkeiten, freute sich seiner, und be­fragte ihn ausführlich, wie er die Handgranate gewor­fen hatte. Auf der Rückfahrt wurde nur über dieses Er-

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Alle neuen Durchbruchsversuche der Sowjets wur­den abgewiesen.

Bei den schweren Abwehrkämpsen an der Ostfront erledigten die deutschen Truppen an einem einzigen Tage 157 Sowjetpanzer.

In Tunesien wurde der Feind unter schweren Ver­lusten nach Westen zurückgeworfen.

Die Engländer geben selbst den von ihnen verur­sachten Terror in Indien zu.

Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsminister Dr. Funk erläuterten die Bestimmungen zum tota­len Arbeitseinsatz.

Der Führer beförderte Generaloberst Freiherr» von Richthofen zum Eeneralfeldmarschall Bremen hat bei der 5. Neichsstraßensammlung eine außerordentliche Opsersreudigkeit gezeigt.

Die Zusammenarbeit zwischen SA. und Hitler- Jugend wird weiter vertieft.

Das Rheinisch-Westfälische Kohleusyndikat frier sein 50jährig«s Bestehe«.