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vos flmtsblatt des Negierenden vlirgermeisters der 5relen ffansestadr vremen
üer NarionalldziaMen. vremens
flmtliches verkündungsdiatt des Ncichsstaktlialkers in Oldenburg und vremen
Nr. 48 , 1Z. Jahrgang
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Wessen wir uns zu versehen haben
Während man in London und Washington so iut — oder glaubt, so tun zu können —, als ob das „Fell des Bären", d. h. das Gebiet Europas den sogenannten Antiachsenmächten zur beliebigen Verteilung schon zur Verfügung stünde, ist man sich nichtsdestoweniger dort völlig im klaren darüber, daß es den Bären erst einmal zu erlegen gilt. Es sind seltsame Wege, die Briten und Amerikaner zur Zeit zur Erreichung dieses bisher unerreichbar fern gelegenen Zieles einzuschlagen belieben. Einmal geben sie sich den Anschein, von der bolschewistischen Blutwalze im Osten tatsächlich den entscheidenden Sieg über Deutschland erwarten — und abwarten zu können. Zugleich aber versuchen sie dann noch durch unaufhörliches Wehegeschrei über die Wirkungen des U-Boot-Krieges die Aufmerksamkeit der Achsenmächte von Plänen abzulenken, die zum Ziele haben, selber das Fell des Bären in die Hand zu bekommen.
Daß Stalin mit der schlechtweg maßlosen Wut des Berserkers (der, koste es, was es kosten mag, alles vor sich niederbrechen möchte, was ihn in seinem Amoklauf hindert), jetzt eine ungeheuerliche Gefahr für Europa bedeutet, braucht kaum noch betont zu werden. Daß aber die mit diesem Stalin verbündeten und sich zu seinen Hilssvölkern degradierenden Briten und Amerikaner ihres Herrn Stalins Wunsch entsprechend, sich anschicken, nun auch ihrerseits alle Kräfte zusammenzufassen, um mit der lang genug berufenen Zweiten Front den Achsenmächten den Fangstoß zu geben (womit dann Europa tatsächlich Stalin ausgeliefert wäre), darüber wollen und dürfen wir uns in diesen schick- salsträchtigen und kriegsentscheidenden Wochen keinen Augenblick täuschen.
Daß zur Verwirklichung dieser Pläne das Fehlen des von unseren U-Booten versenkten Schiffsraums in London und Washington schmerzlich empfunden wird, ist uns begreiflich. Daß aber dieser Mangel an Schiffsraum zum Zwecke neugeplanter, großer und riesenhaft gedachter überseeischer Aktionen, wie sie eine wirkliche Zweite Front verlangt, durch ganze drakonische Einschränkungen der bisher schon eingeschränkten Einfuhr nach England wettgemacht werden soll (man spricht in London von der völligen Unterbindung der Fleischzusuhr aus Südamerika) und auch bis zu einem gewissen Grad wettgemacht werden kann, steht fest. Damit aber wissen wir auch, wessen wir uns in den kommenden Monaten dieses Krieges zu versehen haben.
Es geht ums Ganze! Um uns das Ganze, d. h. Leben, Freiheit und Zukunft zu sichern, sind wir entschlossen, uns fortan auch ganz in diesem Kriege einzusetzen Scchzigtausend Menschen sind nach den Feststellungen des finnischen Generalkonsuls in Goeteborg, Hyüninen, während der kurzen Sowjetherrschaft in Est- land hingerichtet worden. Man kann sich ausrechnen, wieviel Millionen Menschen Europas im Falle eines Sieges der Bolschewiken von diesen hingemordet würden. Die Zeit des Wägens ist vorbei, die Stunde des Handelns ist gekommen. Um zu überlegen, ob man unter diese oder jene Bestimmung, die den totalen Einsatz im Kriege bezweckt, fällt, oder gar danach suchen, ob nicht doch die eine oder andere Ausnahme auf den einzelnen zutrifft,-wäre schlecht am Platze. Der Soldat an der Front gibt sich keinen lleberlegungen hin, wenn der Feind vor ihm auftaucht, sondern er kämpft. Und das unter Anstrengung aller seiner Kräfte. Wie dürfte es heute, angesichts des Ernstes der Lage, die uns alle umgibt, anders in der Heimat sein? Wir kennen die Feinde, wir kennen ihre Absichten und wir wissen, daß nur der Sieg uns vor der Vernichtung schützt? Nur eine gewaltige, einzigartige Kraftanstrengung läßt uns ihn erringen. Also entfalten wir alle unsere Kräfte. Also kämpfen wir, damit wir siegen! f. 8. O.
Freiherr von Mchcho'en Seneraifeldmarschall
Aus dem Fiihrerhau,ptquartier, 16. Fevr. Der Führer hat den Chef der Luftflotte, Generaloberst Freiherr» von Richthofen, zum Eeneralfeldmar- schall befördert. Außerdem beförderte der Führer die Generale der Flieger Ritter von Ereims und Lör- zer zu Generalobersten.
Neue MterkreuztrSger
Berlin, 16. Februar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Ernst
Otto, Bataillonsführer in einem Grenadier-Regiment; Hauptmann Hans-Joachim Wissemann, Kompaniechef in einem Kradschlltzen-Bataillon; Stabsfeldwebel Ewald Mrusek, Zugführer in einem Feldbataillon; Oberfeldwebel Ernst Wawrok, Zugführer in einem Jäger-Regiment; Feldwebel Edwin Stolz, Zugführer in der Panzerjäger-Kompanie eines Grenadier-Regiments.
fln einem rag 157 Sowjetpanzer...
semdttche Vuräibruchsveefuche an der 0Monl abgewiesen
Berlin, 18. Februar. Bei den schweren Abwehrkämpfen an der Ostfront vernichteten die deutschen Truppen (wie auch im OKW.-Bericht erwähnt) am 15. Febr. allein 157 Sowjetpanzer. Daneben hatte der Feind durch Luftangriffe, Artilleriebeschuß und Jnsauteriekämpfe weitere hohe Ausfälle an Menschen, Waffen und Gerät.
Bei Noworosfijsk bombardierten unsere mehrfach angreifenden Kampfflugzeuge die sich an den Steilhängen festklammernden Bolschewisten. Sie zerschlugen vor allem die an Land gebrachten feindlichen Geschütze und verhinderten dadurch weitere Angriffsversuche der Sowjet- Infanterie. Im Norden des Kuban-Brückenkopfes stieß der Feind an mehreren Stellen in Bataillonsstärke bis Regimentsstärke vor. Er konnte sich aber gegen den Widerstand unserer Truppen, die dabei zwei Panzer abschössen, nicht durchsetzen. Feindliche Kampfgruppen, die vorübergehend in die Hauptkampflinie eindrangen, wurden im Gegenangriff zusammengeschlagen.
Im Raum von Charkow dauern die erbitterten Kämpfe yogen überlegene feindliche Kräfte an. Während südlich der Stadt von unseren Truppen eingeschlossene bolschewistische Kräfte vernichtet wurden, drangen nördliche Teile der feindlichen Angriffsverbände in die Außenbezirke «in. Sie trafen auf hartnäckigen Widerstand und verloren in den aufflackernden heftigen Kämpfen bisher 2V Panzerkampfwagen.
Auch nördlich Kursk hielten die schweren Kämpfe an. Feindliche Vorstöße und eigene Gegenangriffe wechsel
ten in schneller Folge. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerschlugen in überraschenden Bombenangriffen über 106 Fahrzeuge sowie mehrere Geschütze und zersprengten feindliche Infanteriekolonnen auf dem Marsch zur Front. Im Raum von Orel führte der Feind seine örtlichen Vorstöße nicht weiter fort. Dagegen nahm er südöstlich des Jlmensees seine Angriffe wieder auf. Der erste Tag dieser seit dem 28 November 1912 nun zum dritten Male wieder auflebenden Abwehrschlacht kostete die Bolschewisten äußerst schwere Verluste. Wenn unsere Grenadiere infolge des vorangegangenen Tauwetters auch oft bis zum Knie im Schmelzwasser stehend kämpfen mußten und die Sowjets ihre angreifenden sechs Divisionen und vier Panzer-Regimenter mit starkem Artilleriefeuer und zahlreichen Fliegerstaffeln unterstützten, konnte der Feind doch keinerlei Erfolge erzwingen. Die auf ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfenen Sowjets verloren bei diesen erbitterten Kämpfen 52 Panzer. Weitere 41 Panzerkampfwagen büßten die Bolschewisten an der Front zwischen Wolchow und L a - dogasee ein. Auch dort scheiterten die mit starken Infanterie- und Panzerkräften unternommenen erneuten Versuche, die Front zu durchbrechen, am zähen Widerstand unserer Truppen. Zusammen mit den neuen Abschüssen haben unsere Truppen an den Fronten zwischen Wolchow und Ladogasee seit dem Beginn dieser erbitterten Äbwehrkämpfe am 12. Januar 605 Sowjetpanzer vernichtet oder bewegungsunfähig geschossen.
Anhaltend harte Äbwehrkämpfe
Schwerste Menschen- und Malerialoerluste der Volfchewisten
Aus dem Führerhauptquartier, 16. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die schweren Äbwehrkämpfe an der Ostfront hielten auch gestern an. Mit massierten Panzer- und Jnfanterieverbänden setzte der Feind seine Durchbruchsversuche fort. An der Front des Kuban-Brückenkopfes fanden nur Kampfhandlungen örtlicher Bedeutung statt. Erfolglose Durchbruchsversüche des Feindes im Donezgebiet brachten ihm hohe Panzer- und Menschenverluste. Im Raum um Charkow griffen die Sowjets mit weit überlegenem Kräften die Stellungen unserer zäh kämpfcnden Divisionen an. Im Kampf mit feindlichen in die Außenbezirke der Stadt einge- drungenen Teilkräften wurden zwanzig Panzer vernichtet. Angriffe, die der Feind gegen die deutschen Stellungen nördlich Kursk führte, wurden zurückgeschlagen, örtliche Einbrüche abgeriegelt. Südöstlich des Jlmensees nahm der Feind seine Angriffe mit zahlreichen Panzern und starker Artillerieunterstützung wieder auf. Hier wie zwischen Wolchow und Ladogasee wurden alle
Versuche, unsere Front zu durchstoßen, teilweise durch zusammengefaßtes Abwehrfeuer, teils in harten Nahkämpfen abgewiesen und dabei 93 Panzer vernichtet. In den gestrigen Kämpfen an der Ostfront verloren die Bolschewisten insgesamt 157 Panzer.
In Tunesien griffen , deutsch-italienische Truppen, wirksam unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, den Feind an und warfen ihn unter schweren Einbußen an Gefangenen, Waffen und Gerät nach Westen ins Gebirge zurück. Neben vielest Fahrzeugen wurden 23 Geschütze und 97.Panzer vernichtet oder erbeutet. Deutsche Jäger errangen zwanzig Luftsiege und schössen mehrere am Boden abgestellte Flugzeuge in Brand. Einzelne britische Flugzeuge unternahmen während der Nacht Störflüge über Westdeutschland. An der Kanal- küste verlor der Feind am gestrigen Tage durch Jagd- und Flakabwehr fünf Flugzeuge, darunter schwere Bomber."
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Drabtbericht unserer Berliner Schriitleitung gö. Berlin, 16. Februar. Auch weiterhin erregt der „Prawda"-Artikel das Interesse der Oefsentlichkeit. Immer mehr läßt sich dabei eine glatte Kapitulation Englands und der IlSA. vor den Ansprüchen Moskaus erkennen, die sich beide längst zu bloßen Trabanten und Hilssvölkern des Bolschewismus degradiert haben. Daß dabei die plutokratischen Demokratien mit geradezu lakaienhafter Unterwürfigkeit die Wünsche des bolschewistischen Diktators zu erraten suchen und seine kommenden Ansprüche wümöglich schon zu erfüllen trachten, bevor sie nur geäußert sind, geht auch heute wieder aus einer ganzen Anzahl anglo-aunerikanischer Stimmen her- vor, unter denen als die wichtigsten die Auslassungen der „New York Sun" und des „Washington Star genannt werden müssen. Die erstere Zeitung unterstreicht ausdrücklich den offiziellen Charakter der berüchtigten Lippmann-Erklärung, wenn sie schreibt: „Washington
vertritt die Ansicht, daß die Sowietunron die baltischen Staaten mit größter Wahrscheinlichkeit erhalten wird, wenn sie entschlösset ist. sie zu bekommen. Es bestehen wenig Gründe für die Annahme, daß Großbritannien und die USA. aktiv zur Opposition gegen die Sowjetunion übergehen werden, gleichgültig, ww ihre Gefühle hierbei sind. Allen Anzeichen nach ist Großbritannien bereit, die baltischen Staaten äls einen Teil der Sowjetunion anzuerkennen." In diesen Worten ist der schmähliche Verrat der baltischen Lander durch die USA. und England an den Bolschewismus unmißverständlich fixiert. Ueber die Tatsache dieses Verrats vermag auch das verlogene Ressentiment nicht hinwegzutäuschen, daß
die „New York Sun" damit zum Ausdruck bringen will, daß sie die gekränkten Gefühle beschwört, die man in England und den USA angeblich für die Preisgabe der baltischen Staaten empfindet. Gefühle! Dieses Wort hat uns in dem Vokabularium der anglo-amerikanischen Lügen gerade noch gefehlt, Bisher verstand man es in London und Washington mit einem Schwall von Phrasen und hohlen Versprechungen die Völker in Frankreich, Holland, Belgien, Norwegen „Polen". „Jugoslawien" und Griechenland ins Verderben zu stürzen. In Zukunft sollen es offenbar nur die unkontrollierbaren „Gefühle" der politischen Geschäftemacher in England und den USA. sein, die für die noch übrigen neutralen und kleinen Staaten das Entgelt dafür darstellen, daß Roosevelt und Churchill bedenkenlos bereit sind, sie dem Bolschewismus auszuliefern.
Die amerikanische Zeitung stellt anschließend fest, daß die Bedeutung der Lage jedoch noch „weit über das Schicksal der Baltenländer hinausgehe".
„Realistische Beobachter", so heißt es weiter, seien sich „darüber klar, daß das Schicksal dieser Länder zum größten Teil von der Politik Sowjetrußlands abhängt. Doch gilt das gleiche für Polen, Finnland, ja sogar den Balkan." War in der „Prawda"-Erklärung nur von den baltischen Staaten und von Bessarabien die Rede. so zeigt die Aeußerung der „Newyork Sun" deutlich, daß die zwischen der Sowjetunion und ihren plutokratischen Hilssvölkern getroffenen geheimen Abmachungen noch bei weitem über das hinausgehen, was das Organ Stalins zugibt. Man darf jüwch getrost unterstellen, daß auch die „Newyork Sun" noch das weitaus meiste
von dem verschweigt, was Churchill und RoosLvelt Sta- lin in Wirklichkeit versprochen haben. Nüchternen Eng. ländern und Amerikanern, die diese Entwicklung der anglo-amerikanischen Bündnispolitik mit dem Bolschewismus beobachten, mag dabei schon heute ein Krauen anfallen vor den Konsequenzen, die sich notwendigerweise aus dem Verfolg dieser Linie ergeben müssen. So erklärt der Herausgeber des „Washington Star": „Wir wollen uns klar darüber sein, daß mehr als die Baltenländer auf dem Spiele steht. Bisher hat Stalin in den Tiefen des Kreml gesessen und mit wahrhaft orientalischem Stillschweigen nichts über seine Kriegsziele verlauten lassen. Ein Blick in seine Eedanken- welt" so heißt es dann, „dürfte jedoch ziemlich beunruhigend sein, da man dort anstatt einer Verfolgung der Prinzipien der Atlantik-Charta die traditionelle Realpolitik feststellen kann. Wenn das so ist, was wird dann aus „Polen", was aus Finnland, was aus dem Balkan, der Türkei, Persien und vielleicht anderen Ländern werden? . . ." Diese erschreckte Frage des Herausgebers des „Washington Star" verrat mehr über die eigentlichen Abmachungen Churchills und Roosevelts mit Stalin, als die ganze bisherige anglo-amerikanisch-bol- schewistische Debatte.
Tatsächlich hat ja Roosevelts Leibjude Lippmann bereits vor wenigen Tagen die ganze Atlantik-Erklärung, die seinerzeit nicht genug als das ideelle Fundament der anglo-amerikanischen Kriegführung gepriesen werden konnte, mit höhnenden Worten als einen „Fetzen Papier" abgetan. Die gesinnungsmäßige Uebereinstim- (Fortsetzung auf Seite 2)
Der Lieöi-rüe äsüiat
Von Ltiristo bukokk,
Lulgsriscbsr Kriegsminister s. v. ^
Der Verfasser dieses Artikels ist der inzwischen von sowjetischen Schergen ermordete bulgarische Generalleutnant, dessen Ausführungen wir noch kurz vor feinem gewaltsamen Tode erhielten. Sein Urteil über den deutschen Soldaten verdient deshalb ein besonderes- Interesse.
Die unmittelbare Berührung mit dem deutschen Heere gibt dem bulgarischen Volke die Möglichkeit, die Tugenden einer großen Nation aus der Nähe in ihrer höchsten Erscheinung/ dem Krieg, zu beobachten. Jung und alt drücken mit gleichem Enthusiasmus ihre Begeisterung über die Haltung des deutschen Soldaten aus. Wir Bulgaren sehen auf Menschen in militärischer Uniform, alle von dem gleichen Geist beseelt und von dem Glauben an die Kräfte der Nation, der sie mit Stolz angehören, die sich ihrer Pflicht bewußt find, ihr hingegeben dienen, die alles Persönliche, von sich abgelegt haben: Familie, Gewinn, Wohlhaben, um nur mit einem Gedanken zu leben: zu siegen für die Gerechtigkeit, für die Ehre Deutschlands und für die Zukunft ihrer Kinder. Wo werden sie ihre größere Pflicht erfüllen: in der Heimat, in der Eiswelt Norwegens, in der Sandwüste Afrikas» auf dem Balkan oder im Osten. Was für einen Nutzen ihre Bemühungen so fern der Heimat haben, diese Frage interessiert sie nicht. Der Führer und das Oberkommando wissen es! So lautet die Antwort dieser Fanatiker des Glaubens an die Unfehlbarkeit der deutschen nationalen Führung. Dies ist für manche sehr lehrreich, manche, die noch nicht glauben wollen, daß außerhalb der Verwirrung des liberalen- Wirrwarrs ein anderes Leben bestehen kann, ein anderes Bewußtsein, andere Gefühle und Interessen. Diese Haltung der deutschen Soldaten ist eine klare und einfache Erscheinung der bekannten deutschen Disziplin.
Wer mit der deutschen Wehrmacht engen Verkehr zu pflegen Gelegenheit gehabt hat, und zwar nicht nur mit der jetzigen sondern auch mit dem deutschen Heere des Weltkrieges, der hat sehen können, daß das ganze geistige Gebäude des deutschen Soldatentums stark und unerschütterlich auf einer hohen sittlichen Kultur, die schon Jahrhunderte vor den heutigen Ereignissen geschaffen wurde, gegründet ist. Diese sittliche Kultur, die unter den Völkern unseres Festlandes einzigartig ist, idealisiert das Leben des Menschen und schafft im deutschen Volke einen Kult zu sittlichen Tugenden. Niemals hat das deutsche Volk diese Lebenslinie verlassen. Das deut-
sche Genie blieb seiner Natpr treu und schuf die Maxime der Pflicht, um auf dem Grunde der privaten und öffentlichen Moral des Deutschen wie auch auf der ganzen geistigen Kultur der jungen und lebenskräftigen deutschen Nation aufzubauen. Deswegen kennt auch das deutsche Staatswesen, trotz seines betonten Zentralismus, weder den Despotismus des russischen Zarentums, noch das Jakobinertum der französischen Demokratie.
Was auf uns vielleicht den stärksten Eindruck in der Haltung und im Auftreten des deutschen Soldaten gemacht hat, das Verhältnis zwischen Offizieren und Mannschaft, das zeigt keine neue Demokratie, wie es sich mancher erklären möchte, sondern eine Kundgebung einer alten Errungenschaft der deutschen sittlichen Kultur, älter als die Idee für „die Menschen- und Bürger- rechte" in der Zeit der französischen Revolution. Die Deutschen ehren und schätzen den Menschen, wie gering er auch sein mag, nicht auf Grund demokratischer Prinzipien, sondern auf Grund seines hohen sittlichen Empfindens und Könnens.
Ich kann es mir nicht versagen, ein einfaches Beispiel vorzubringen, das von mir persönlich beobachtet wurde, um mir alle weiteren Erwägungen ersparen zu können. Im Jahre 1916 hatte ich die Ehre, im Verband der deutschen Division 185 an der Westfront, in der Champagne, mitzukämpfen. Der Stellungskrieg brachte es mit sich, daß für jede Division hinter der Front ein Pionierpark errichtet wurde, wo die dienstfreien Soldaten die Möglichkeit hatten, sich mit den damals noch neuen Waffen, wie Minenwerfer, Granatwerfer und Handgranaten, einzuüben. Die erzielten Ergebnisse wurden in besonderen Büchern vermerkt, um die Soldaten zum Wetteifer anzuspornen. Einmal wurde ein Befehl verlesen, daß beim benachbarten 16. Armeekorps ein Grenadier eine Handgranate 92 Meter weit geworfen hatte. Die Wirkung dieses Ereignisses war so ungewöhnlich im Stabs unserer Division, daß der Divisionskommandeur sich entschloß, mit einigen Offizieren des Stabes das benachbarte Korps zu besuchen, um den Soldaten persönlich zu beglückwünschen. Viele FIgschen Rheinwein, Würste u. a., die in der Militärkantine erstanden worden waren, wurden ihm zum Geschenk gemacht. Wir kamen bei dem Regiment an, wo uns der Grenadier vorgestellt wurde. Niemals werde ich das Bild vergessen, das sich mir bot Unser General, überschüttete den Erenzrdier mit väterlichen Zärtlichkeiten, freute sich seiner, und befragte ihn ausführlich, wie er die Handgranate geworfen hatte. Auf der Rückfahrt wurde nur über dieses Er-
«MIIIINMNMIIIIIMIINNMIMMIMIINIIIIIIMIIIlllllNIIININUII INIIIII IIIMM MI
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Alle neuen Durchbruchsversuche der Sowjets wurden abgewiesen.
Bei den schweren Abwehrkämpsen an der Ostfront erledigten die deutschen Truppen an einem einzigen Tage 157 Sowjetpanzer.
In Tunesien wurde der Feind unter schweren Verlusten nach Westen zurückgeworfen.
Die Engländer geben selbst den von ihnen verursachten Terror in Indien zu.
Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsminister Dr. Funk erläuterten die Bestimmungen zum totalen Arbeitseinsatz.
Der Führer beförderte Generaloberst Freiherr» von Richthofen zum Eeneralfeldmarschall Bremen hat bei der 5. Neichsstraßensammlung eine außerordentliche Opsersreudigkeit gezeigt.
Die Zusammenarbeit zwischen SA. und Hitler- Jugend wird weiter vertieft.
Das Rheinisch-Westfälische Kohleusyndikat frier sein 50jährig«s Bestehe«.