Ausgabe 
(7.2.1943) 38
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pMTteiarntlicliL Layeszettuny

vas flmtsdlatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen Hansestadt vremen

üer NationalsoziaUsiten vremens

flmilikffes verkündungsblatt-des Ncichsstattstalters in Oldenburg und Vremen

7lr. Z8 , 15. Jahrgang

Sonntag, 7. Zebruar 1945

kinzelpreis 15 Npf.

wer entscheidet in kuropal

Me neue Welle der nationalen Volkskrast — Verstärkter U Voot-Vlarnr

DrabtbcriLt unserer Berliner Schriftlcitunz ckr. v. rci>. Berlin, 6. Februar. Ueberall da in unserem Erdteil, wo das Bewußtsein der Verantwortung für die Abendländische Kultur noch wach ist, ist in diesen Tagen die Erkenntnis zum Ausdruck gekommen, die eine spani­sche Zeitung so wiedergibt, daß Europa und die ganze zivilisierte Welt niemals das Opfer der 6. Armee wer­den vergelten können. In gleicher Weise wird im weite­sten europäischen Umkreis Deutschlands die Tatsache, daß nunmehr bei uns alle verfügbaren Reserven ausschließ­lich und vollkommen für den Krtegseinsatz mobilisiert werden sollen, als eine Leistung und als ein Opfer im Dienste der gemeinsamen abendländischen Mission gewür­digt. „Deutschland", so schreibt die Zeitung „Alcazar" an führender Stelle, „mobilisiert alle seine Kräfte für die Verteidigung Europas. Die mächtigste Industrie der Welt, die deutsche, läßt die Motoren von Tausenden von Flär'iken auf Hochtouren laufest. Dieses große, deutsche Potential dient aber nicht zerstörenden Aufgaben, son­dern erfüllt eine selbstlose Mission von großen geschicht­lichen Ausmaßen."

Hier deutet sich die Erkenntnis an, daß hinter derto - taten Mobilisation in Deutschland noch unge­ahnte Kräfte stechen, denen amerikanische und brWsche Prahlhänse zunächst nur mit astronomtischen Muffziffe-rn zu begegnen wissen. Wenn tm Anschluß am die mili­tärischen Erfostgsmelldnmgen der Sowjets und im Zu­sammenhang mit der überschwenglichen Feindagitatton nach Easäülanoa die Sieges Hoffnungen im gegnerischen Lager einige Zeit lang besonders hochgeschwellt erschie­nen, so beginnen sie jetzt doch schon wieder in sich zu­sammenzusinken. Auch in der OeffenAichke^t der neu­tralen Länder, wo man sich zunächst von dieser Stim­mungsmache mitreißen Keß, wird man jetzt wieder etwas besinnlicher und beginnt, die Aussichten nüchter­ner gegeneinander abzuwägen. So spricht eine sonst durchaus englandhörige schweizerische Zeitung aus ein­mal nur noch von „allfälligen Rüstungsvörsprüngen der Achsemgsgnsr"". Nimmt solche also noch keineswegs als gegeben öder für die Zukunft als wahrscheinlich an, um dann weiter zu der Schlußfolgerung zu gelangen, daß selbst eine solche Eventualität durch den Untersee­bootkrieg in der Auswirkung auf den Kriegsschauplätzen herabgesetzt werden könne, so daß selbst in diesem Falle der deutsche Vorsprung auch für die Zukunft gesichert sei. Die neue Well« der nationalen Wolkskraft, die soeben moMisiert worden ist, wird in großem Ausmaß der ma­ritimen Schlagkraft zugutskommen."

Man sieht: Die Welt beginnt z« begreifen, daß uns der gewaltige Schicksalsschlag von Stalingrad nicht niedergeworfen und erdrückt hat, daß er viel­mehr in der deutschen Nation bisher nicht geahnte Energien zu wecken vermochte.

Auch im Feindlager melden sich nach der kurzen Zeit­spanne eines überschäumenden Optimismus wieder nachdenklichere Leute zum Wort. denen gegenüber den Anzeichen eines maßlosen Illusionismus angst und bange geworden ist. Da fragt einer der führenden eng­lischen Militärschriststeller. Generalmajor Füller, im „Evening Standard": „Sind wir hypnotisiert?" Die Nchsengcgner, so urteilt Füller, beurteilen die mili­tärische Lage nicht realistisch, sondern ließen sich viel zu sehr von ihren Wunschträumen leiten. Selbst heute, nach tümonatigem Schlafwandel, gehe den Alliierten der Krieg der Massen von 1914/18 noch immer nicht aus dem Sinn. Trotz aller gegenteiligen Erfahrungen wolle man es auch diesmal wieder mit den Massen schaffen und werde darüber den Krieg verlieren. Eng­land und die Vereinigten Staaten schienen jetzt der Tatsache zum Opfer zu fallen, daß sie Lord Jellicoes Warnung vergessen hätten, daß das deutsche U- Doot nach einer Versenkung von 14 Millionen Ton­nen Schiffsraum im ersten Weltkrieg ganz England und sein Empire in eine tödliche Gefahr gebracht habe. Die Alarmrufe in der britischen Oeffentlichkeit gegenüber der U-Boot-Drohung übersteigern sich von Tag zu Tag. „Das britische Weltreich", 'so wehklagt die „Daily Mail", „ist in Gefahr, von den Periskopen zerstört zu werden. Unsere Schiffsverluste steigen von Mal zu Mal. Wir müssen die U-Voot-Eefahr beseitigen, wenn wir die Niederlage vermeiden wollen." Diesen Klagerufen liegt die entscheidende Erkenntnis zugrunde, daß man in Casablanca noch so weitgehend, wie behauptet wird, zu einer Uebereinstimmung über die Kriegspläne für das Jahr 1943 gelangt sein mag. jedoch bei der Durch­führung der Pläne in den U-Booten auf ein schwer zu übersteigendes Hindernis stoßen wird. Außerdem macht man sich immer ernstere Gedanken über die Versteifung der Lage in Afrika. Heute stellt der mili­

tärische Sachverständige der „Newyork Times" recht »nachdenklich fest: „Sollte es den Achsenmächten ge­

lingen, den Kampf um Tunis bis in den Sommer hineinzuziehen, so würden sie damit die alliierten Kriegspläne für 1943 über den Haufen werfen."

Es entspringt offenkundig der wachsenden Erkennt­nis der eigenen Ohnmacht, wenn in England und in den Vereinigten Staaten sich immer lautere Schreier zu Wort melden, die freie Hand für den Bolschewismus in Europa fordern, weil sie keine andere Möglichkeit mehr für die Befriedigung ihrer sadistischen Haßinstinkte und ihres Vernichtungswillens gegenüber Deutschland erblicken. Reichsminister Dr. Goebbels hat in seinem letzten Aufsatz im „Reich" die Vermutung ausgesprochen, daß es auch in London einige klardenkende Männer gebe, die eine Vorstellung davon besäßen, was es auch für England bedeuten würde, wenn unser Kontinent dem Bolschewismus zu Füßen liegen würde. Die poli­tischen Realisten werden niedergeschrien, wie das Lord Veaverbrook tat, als er diejenigen Leute in England Narren schalt, die sich nicht über einen vollständigen Sieg des Bolschewismus in Europa freuen wollten. Darüber sehen diese Amokläufer des schäumenden Hasses in England auch schon hinweg, daß Roosevelt und der Pauker-Imperialismus im Auftrage des Weltjudentums mit den Bolschewiken Halbpart machen wollen, weil sie sich selbst auf Kosten des Empire glauben schadlos hal­ten zu können. Das hat der Aufsatz von Constantine Brown im „Washington Evening Star" mit brutaler Offenheit enthüllt. Den Gipfelpunkt der Naivität er­klimmt der konservative Unterhausabgeordnete Hamil- ton Kerr, wenn er in der Zeitung „Spectator" die Hoff­nung ausspricht, daß die westlichen Nachbarn der Sowjet­union von den Volschewisten nichts zu fürchten hätten, wenn diese der englischen und amerikanischen Freund­schaft gewiß seien. Als ob sich nicht Stalin ganz andere Gedanken über die Möglichkeiten, die sich aus einer bri­tisch-amerikanischen Freundschaft auf der Grundlage eines militärischen Wiödererscheinens in Europa ergeben würden, macht.

Was ist das für ein Wahnsinn, wenn ein Mann wie Kerr auf der einen Seite den Sowjets nach dem Kriege „einen enormen Einfluß in Europa" zugestehen will, und sich gleichzeitig auf Grund von britisch-amerikanischen „Freundschaftsversicherungen" eine politische Situation erhofft, in-der, wie st sagt „die zukünftige Stellung Prags und Warschaus von London und vor allem (!) Washington entschieden wird." Uns besagen alle diese Betrachtungen und Ausbrüche, nach Venen Europa dem Bolschewismus ausgeliefert werden soll, vor allem das eine, daß die westlichen Plutokratien sich gegenüber Europa nicht mehr stark genug fühlen. Das steigert un­sere Siegeszuversicht, wie gleichzeitig in immer größeren Bereichen der Weltöffentlichkeit es begriffen wird, daß nur Deutschland die bolschewistische Bedrohung abzuwen­den vermag und daß es sie abwenden wird, wenn die jetzt eingeleiteten Maßnahmen der totalen Kriegführung auf der Grundlage des letzten und vollkommenen Ein­satzes aller deutschen Menschen zur vollen Auswirkung gelangen werden.

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Respekt vor dem deutschen Volke

verslatterte Illusionen / Von Hcmx>tsc:1iriÜ1sitSr I. L. OistriLk

Ob es nun unsere Feinde in London und Washington eingestohen wollen oder nicht: sie haben in diesen Tagen einer schweren deutschen Schickfalsprüfung Respekt vor der Haltung des deutschen Volkes gelernt, von dem sie vor kurzem noch glaubten, es werde bei dem ersten schweren Rückschlag in diesem Kriege die Nerven verlie­ren, mutlos werden, ja, am Ende sogar wie im Novem­ber 1918 im Innern zusammenbrechen.

In dieser Hoffnung haben unsere Feinde auch zum Jahresbeginn den noch im Laufe dieses Kalenderjahres sich vollziehenden Eintritt in das fünfte Kriegsjahr be­grüßt und sind nicht müde geworden, ihren Völkern im­mer und immer wieder zu versichern, es werde Deutsch­land — der Analogie von 1918 entsprechend — im Jahre 1943 sich besiegt geben und die Waffen strecken. Kein Wunder, wenn ihre Presse dann auch wahre Freuden­tänze aufführte, als in diesem Kriegswinter, der ihren Schaumschlägereien gemäß ja der letzte hätte sein müs­sen, tatsächlich die militärische Lage im Osten für Deutsch­land äußerst ernst wurde, und dabei noch die „Katastrophe von Stalingrad", wie sie das nannten, mehr und mehr ihr Wunschbild zu verwirklichen schien.

Schon sahen sie Stalins blutrünstige Horden in Rostow und die deutsche Kaukasusarmee abgeschnitten (wie die 6. Armee in Stalinarad) und vernichtet. Schon glaubten sie die Ukraine für Deutschland verloren und mit mathe­matischer' Sicherheit den unaufhaltsamen Rückzug auf dem Nordabschnitt unserer Ostfront voraus berechnen zu

4llen üewsltsn rum In»tr

Aslingrsk! irt rur ksnkrs gevoräen

vls clrsitsgigs IsriclsLlrsusr um 8tsllngtscl ist bssnclst. vss cisulsctis Volle lisl slct, clurct, ctlsssn scliwsrstsn 8ct>lsg, clsr ss lm gsgsnwät- tlgsn X/lsgs trat, nlctit nlsclstwstksn Issssn, sori- cism gsrscls aus llnn clsn lslclsnscltskrllclisn Wlllsn ru vsrctoppsllsm klnsslr uncl ru nocti tisi- tsrsni Xsmpks sctiüptts, gibt uns clls slctisrs Ss- wlkiislt, clsk wir clsn Xsmpk bsslstisn wsrclsn. vsnn wo lmmsr clls psiins clss 8lsgss rur 8onns smpoistlsg, trug sls clls vsvlss: „Hllsn Sswsltsn rum ltotr!"

8tsllngfscl ist rur psnlses gsworclsn. 3pstsfs Isltsn wsrclsn clls mllllsnsctis llsclsulung uncl Unsbwsnclbsflcslt clss tisrolsciisn Opksrs clsr 6. /Irmss ksststsllsn. voll ss in slnsm tlsksrsn 3lnns „nolwsncllg" wsr, kütilsn uncl wissen wir sclion ksuts. vsnn ss wlrcl slnmsl clsn prsls bs- rslclinsn, um clsn sllsln clls dlot gswsnclst wsr- clsn konnte, clls clsm ksick uncl mlt ltim gsnr

kurops cllotits. In cllsssm 3lnns wurcls 8tslln- grscl rur ^susfpfobs clsr dlstlon. krst lilsr sr- ksnntsn wir gsnr clls S-skstif. k4lt clsr kflcsnntnls clsr vfoiiung sbsf wuclis clsr Wllls, ltn ru bsgsg- nsn. 8tsllngfsc> wurcls rum 8ct>wuf, clsk sus clsn Ssbslnsn clsr Ssksllsnsn clls ksciisr sfstskin. dlun gfslksn IVIllllonsn ru clsn Wskksn. dlun sctills- llsn slcti ksstsf sls js clls ksllisn. Tsimlsussncls spflngsn ln clls lüclcsn uncl nsus Hrmssn msr- sctiisfsn ilbsf Sfädsr vorwärts rum 8lsg.

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b. g.

Verschleiertes Land zwischen wüste und Meer

lunesien im Widerstreit der strikte — kin aufschlußreicher Neisebericht

Von

Otto ?sters

unserem sp.-8c>llcksrbhr!cIitsistLtt«r Or.

Ceuta, Anfang Februar. Es war früher schon be­schwerlich, von Marokko nach Tunis zu kommen. Fast eine Woche nahm die Fahrt über Algier in Anspruch, " ^ " aber auf einem

eine Woche im eleganten Salonwagen, aber auf einem Schienenweg, der für Europäer einfach unvorstellbar ist. Aufenthalte, die in kleinsten Wllstenstationen viele Stun­den dauern, Lokomotiven, die mit Holzscheiten oder ge­dörrtem Gras gefeuert werden, Kontrollen, deren Ge­nauigkeit und Peinlichkeit nicht mehr übertreffen wer­den- können Dazu der Wirrwarr und das turbulente Leben aller nordafrikanischen Rassen und Sitten. Mitten auf der Fahrt Gebete zu Allah und Mohammed. Das Ge­schrei von Hühnern, die in den Waggons ge,Machtet und bei längerem Aufenthalt gebraten werden Wech­sel- und Tauschgeschäfte mit den unmöglrchsten DiMen, eine verwirrende und verwirrte Welt, in der die Men­schen mit ihren Urinstinkten auf einem kleinen Raum zusammengedrängt werden. Ein Höllen-Breughel mutzte neu geboren werden, um die Phantastik dieser Welt dar­zustellen. Sie ist abstoßend und anziehend zugleich.

Heut« aber ist diese Fahrt noch höllischer aewowen. In dieses Menschenchaos haben sich inzwnwen Eng­länder und Amerikaner gedrängt, zugleich aber ist die Nützlichkeit dieser Bahn verdrängt. Dmn sse dient kaum noch dem Verkehr des Landes. Auf der Strecke, die über fast zweitausend Kilometer eingleisig verlaust, schieben sich mühsam die Militärtransport« vor, streng bewacht, airf weiten Gebieten mit Truppenstcherungen

links und rechts. Und dennoch liegen jetzt schon an vielen Stellen neben der Bahn die Trümmer entgleist«! Züge, die Zeugen geschickt durchgeführter Sabotageakte, die Antwort freiheitsliebender Stämme auf den Ein­fall der Angelsachsen. Und da, wo der Zug seinen Na­men „Punis-Expretz" erhält, verkehrt er heute nicht. Deutsche und italienische Truppen versperren ihm den Weg, den Zugang in das verschleierte Land.

Als der „Expreß" nach bis Tunis durchfuhr, lag schon eine fiebernde Spannung über ganz Tunesien. Die Menschen fühlten sich dem Kriege näher, als in Marokko und Westafrika. Man wußte, daß bei einem Wechsel der Kampfhandlungen sich der Kriegsschauplatz nach Tunesien verlagern würde, man beobachtete die militärische Tätigkeit der Franzosen und hatte längst erkannt, daß hinter vielen Schleiern die Geheimnisse eines vorsichtig arbeitenden Eeneralstabes verborgen lagen. Denn Tunis mit der Hafensestung Bizerta blieb auch nach der Niederlage Frankreichs und vielen anderen Entscheidungen im Mittelmeer der wichtigste Punkt zwischen Gibraltar und Port Said, ein äußerst empfindlicher Punkt, der ans alle Zuckungen reagiert, aber auch heikle Reaktionen auslöst.

Ich wollte mehr sehen, als die offiziellen Führungen und die Reisebücher vorschrieben. Aber meine Wünsche wurdem ebenso schnell wie energisch zurückgedämmt. — „Alt, Messieurs . . . alt!" Ein baumlanger schwarzer Soldat stand damals bei" einer Fahrt zu einer wenig besuchten Oase vor uns. Er fuchtelt« mit dem Gewehr und der linken Hand in der Luft herum. Er schrie immer wieder „alt! ..." und lief uns entgegen, um

uns vor weiteren unbedachten Schritten abzuhalten. So ging es uns aber noch an vielen anderen Stellen von Bizerta, auf unserem Weg durch die Hauptstadt Tunis, über Gebirgsstraßen und vorbei an großen Salzseen zu den märchenhaften Oasen der tunesischen Wüste.

Verbote und immer wieder Verbote, gesperrte Wege und abgeriegelte Bezirke. Man fragte sich zunächst ver­geblich, was denn hier für afrikanische Geheimnisse ver­borgen bleiben sollten? Die Menschen waren eigentlich gar nicht so scheu und die Eingeborenen längst an die Blicke der Europäer gewöhnt. Die Frauen trugen zwar Schleier, die das ganze Gesicht bedeckten und doch wieder die Augen freiliegen und die Züge des Gesichts erkennen ließen. Nirgendwo iv Afrika gibt es so viele Schleier, wie gerade in Tunis, aber auch kaum irgendwo soviel Schönheit hinter den Schleiern wie gerade hier. Das sieht man auf dem Lande vor allem in den kleinen Oasen, in denen Frauen und Mädchen sich gerne der Vermummung entledigen. Da zeigen sie auch ihren schönen Körperwuchs.

In diesen Naturparadiesen, in der märchenhaften Oase von Nesta und in den verwunschenen Häusern von Aze- mour, in denen man noch eine völlig unberührte afrika­nische Welt vor sich zu sehen glaubt, in einer Landschaft, durch deren Pal nenhaine die geheimnisvolle Musik ara­bischer Flötenspieler dringt und in der der Mensch die Wunder und den Balsam seiner Erde in den Heilig­tümern verborgen hält, hier in den Dickichten riesiger Palmerien tief in Südtunesien, aber auch aus den Höhen des fast unzugänglichen Sahara-Atlas und in den klei- (Fortsetzung auf Eett« 2)

können. Die baltischen Länder von den Sowjets besetzt, Finnland überrannt, Bessarabien neuerdings unter Sta­lins Knute und dessen Millionen-Armeen sich drohend an die deutschen Grenzgebiete heranwälzend: das waren die Illusionen, die ihre ausschweifende Phantasie ihnen vorgaukelte. Wir wollen und dürfen uns nicht verhehlen, daß es so hätte kommen können, ja sogar ganz gewiß so gekommen wäre, wenn der deutsche Frontsoldat im Osten, unterstützt von den verbündeten Formationen, nicht einen unauflöslichen Wall gebildet und Stalins Ab­sichten vereitelt hätte.

Es gingen die Traumschwelgereien unserer Feinde schon so weit, daß sie vermeinten, nun tatsächlich sich Ee- danken darüber machen zu müssen, ob Stalin in seinem Siegesrausch denn auch neutrale Grenzen achten oder über sie hinweg im Norden Schweden, im Süden die Türkei überschwemmen werde, um dort bis zum Atlantik, hier durch die Dardanellen bis zum Mittelmeer vorzu­stoßen. Es war dies eine für England und die USA. mcht gerade beruhigende Aussicht, die dann auch in der ebenso bezeichnenden wie politisch pikanten Anfrage in Washington ihre richtige Beleuchtung, fand, in der An­frage: was man denn in Wahington zu tun gedenke, wenn die Sowjets, also die Verbündeten und Waffen­bruder der USA., sich in Nordskandinavien festsetzen wollten.

Nun unsere gegen das berserkerhafte Anstürmen der Varbarenhorden Stalins stahlhart sich wehrende Ost- front, zusammen mit dem in der Weltgeschichte einmali- gen Opfer von unvorstellbarer Größe unserer Helden von Stalingrad haben die an dem unbeschreiblichen Verrat Europas und der zivilisierten Menschheit Schuldigen in London und Washington ihrer Sorgen enthoben. Die Front im Osten steht und hinter ihr, stärker denn je, die deutsche Heimat, die nun erst richtig zu einer Kraft- anstrengimg ausholt, so daß ihnen in London und Wa- shington plötzlich alle Lust zu voreiligen Siegesfeiern ver­gangen ist. Aber obschon zutiefst betroffen von der schlecht­weg vorbildlichen Haltung des deutschen Volkes, ist man nun in den Ländern des geschichtlichen Verrats an Europa und des kulturellen Verrats an der abendländi- scheu Menschheit nicht in Verlegenheit, bei dem heutigen Standder Dinge und bei der daraus sich doch für London und Washington ergebenden Gewissenssrage: ob man nicht nun doch eine gewisse Erleichterung über den Ver­lauf der erfolgreichen deutschen Abwehr im Osten emp­finden dürfe, oder aber ob man Stalin und seine Hand­langer nun erst recht zu neuen gewaltigen Kriegs- anstrengungen gegen Deutschland und seine Verbündeten anspornen soll.

Der alle Ueberlegungen erstickende Haß gegen ein Deutschland, das es wagt, ein freies, selbständiges Volk stin zu wollen, und sich gegen die Hegemonie-Änsprüche Englands als Vorkämpfer eines unabhängig von außen seine Angelegenheilen selber ordnenden Europas erweist, hat zu einer noch gesteigerten Aufputschung Stalins und zu einer geradezu widerlichen Liebedienerei gegenüber seinen Absichten und seinem Wollen, ganz Europa zu bolschewisieren und zu beherrschen, geführt. Ohne sonder­lich überrascht zu sein, entnehmen wir der Presse Eng­lands und der USA., daß sie, angetrieben von Lord Beaverbrooks und des USA.-Landwirtschaftsministers Wickardts Ausführungen, geradezu in brennender Sorge Hilfe für die Sowjets fordert, daß sie in lebhaftesten Farben deren Notlage an Kriegsmaterial und Lebens­rnitteln schildert und deren Opfer in diesem Kriege „für die gemeinsame Sache" über den grünen Klee lobt.

Freilich gibt es für Stalin statt der geforderten und dringend benötigten Lebensmittelzufuhren vorerst nur einmal Versprechungen, vor deren Verwirklichung unsere tapferen U-Voots-Kämpfer noch ein ziemlich ernstes Wort mitzusprechen haben. Immerhin gesteht man dabei

Vnssr

Die bei Noworossijsk gelandeten und dann einge­schlossenen Sowjetverbände wurden weiter zu­sammengedrängt.

Am unteren Donez und im Abschnitt Liwny scheiterten feindliche Angriffe.

Im hohen Norden versenkten deutsche Kampfflug­zeuge einen Svvll-Tonner.

Die Feindagitation steht im Zeichen eines ver­stärkte» U-Bootalarms.

Die Maßnahmen zur Arbeitsmeldepslicht sollen von den Arbeitsämtern bis Ende März durchgeführt sei».

Die ersten Matrosen-Lehrbriese der Seeschiffahrt sind jetzt ausgestellt worden.

Für die Erzeugung und den Absatz von Wolle wurde eine Arbeitsgemeinschaft Wolle ins Lebe« gerufen.