Ausgabe 
(3.2.1943) 34
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Mittwoch, Z. Februar 1945

kinzeiprers 15 Nps.

Nooseoelt will kuropa an Moskau ausliefern

Ver volschewismus für Amerikas kebschaftsansprüche an England bequemer

Me letzten Schleier fallen

DrahtbeiiKt unserer Berliner Schriftleitung

Lr.vi. seil. Berlin, 2. Februar. Wenn der Führer in seiner Proklamation zum zehnten Jahrestag der Machtergreifung dje Frage stellte, wer wohl Europa vor dem Volschewismus hätte retten können, wenn nicht die deutsche Wehrmacht ihren Schild erhoben hätte, so kommt jetzt aus den Vereinigten Staaten eine Antwort, die die Berechtigung der Frage des Führers mit dem denkbar stärksten Nachdruck unterstreicht. Diese Antwort enthält nichts anderes als das Eingeständnis, dos; sich die Vereinigten Staaten ganz gewiß nicht stark genug fühlen, um diese bolschewistische Bedrohung der alten Welt abzuwehren und daß ihnen daran heute auch nicht mehr sonderlich gelegen ist.

Wenn die Welt sich über die weltrevolutionären Pläne Moskaus lange Zeit hindurch nicht völlig klar war, wenn weder die Entfesselung des Bürgerkrieges in Spa­nien, noch der erste Krieg gegen Finnland, noch die Ver­gewaltigung der baltischen Staaten und der Dobrudscha die richtige Erkenntnis vermittelt hatten, so hätten die letzten Zweifel schwinden müssen, als der Führer die Forderungen mitteilte, die Molotow bei seinem Be­such in Berlin mit brutaler Offenheit gestellt hat. Bis­her hat die anglo-amerikanische Agitation noch den Ein­druck zu erhalten gesucht, als ob man die bolschewisti­schen Ansprüche nicht so ernst nehmen dürfe, als ob Eng­land und die Vereinigten - Staaten ja schließlich auch noch da seien und Herrn Stalin entweder zu entsprechen­den Vereinbarungen bewegen oder ihn am Ende gege­benenfalls in seine Schranken verweisen könnten. In konservativen Kreisen der Vereinigten Staaten machten sich allerdings deutlich Besorgnisse bemerkbar, daß man schließlich mit den Sowjets doch nicht so leicht fertig werden könne. Heute scheint man in Washington soweit zu sein. daß man diese Besorgnisse über Bord werfen will, allerdings nicht in ihrem' ursprünglichen Sinne, sondern aus der Erkenntnis heraus, daß man sich am englischen Empire völlig schadlos halten könnte, wenn man den Sowjets die Erfüllung ihrer Ansprüche in Europa und in gewissen Bezirken Asiens zubilligen würde.

Mit sichtlichem Behagen verzeichnet die sowjetische Nachrichtenagentur Taß in einem Funkbericht aus New- york die Feststellung desWashington Star", daß viele Amerikaner, darunter auch konservativ eingestellte, jetzt glauben, daß die Sowjetherrschast über Europa vielleicht die beste Nachkriegslösung des europäischen Problems darstellt". Wer das in dem Washingtoner Blatt schreibt, ist nicht ein zufälliger Mitarbeiter, sondern der Sach­verständige der Zeitung für siidosteuropäische Fragen, Constantine Brown, der auch über besondere Beziehun­gen zu wichtigen diplomatischen Stellen verfügt. Wenn rs bisher Nooseoelt als eine gemeine Verdächtigung ablehnte, daß er Europa dem Volschewismus auszulie­fern gedenke und man die bösen Nazis der Verleumdung zieh, wenn sie den Bolschewiken andere Ansprüche als ruf rein russische Gebiete nachsagten, so läßtWashing­ton Star" jetzt die früher geübten Rücksichten fallen. Vrown schreibt:Es ist nicht überraschend, wenn die Sowjetrcaierung den Wunsch hat, ihre Grenzen in Mit­tel- und Südeuropa zu korrigieren und Teile Polens, Beßarabien, Mähren und die Dobrudscha sich einzuver­leiben." Die Agitatoren, die die Grundsätze der Atlan­tik-Charta besungen haben, werden von nun ab durch die Frage in die arößte Berlegenbeit gebracht, wie es denn um die Rechte der kleinen Völker bestellt sein soll, wenn man so aroßzüai.a, allerdings aus der Erkenntnis der eigenen Ohnmacht heraus, den Sowjets die Erfül­lung ihrer Herrschaftsansprüche über Europa zubilligt.

werdet sanatiker in der te stung!"

Berlin, 2. Februar. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley besuchte zahlreiche Rllstungsbctricbe des Gaues Magde­burg-Anhalt und sprach auf Betricbsappellen, in einer öffentlichen Kundgebung sowie vor dem politischen Führerkorps des Gaues. Die etwa 40 000 Zuhörer stan­den dichtgedrängt in ihren Werkhallen oder füllten öffentliche Versammlungssäle bis auf den letzten Platz. In den eindrucksvollen Großveranstaltungen gruben sich die Worte des Reichsorganisationsleiters tief in die Herzen der Tausende ein, die-dem Sendboten des Füh­rers in einer Stunde, da sich das Schicksal unserer Hel­den in Stalingrad vollzieht, mit innerer Bewegung und Ergriffenheit lauschten. In ihrer mustergültigen Hal­tung beweisen unsere Werktätigen in den Betrieben, mit welcher Ncrvcnstärke das deutsche Volk die Stunde der Belastung erträgt.Euer Beitrag in dieser schicksals­schweren 'Zeit und bis zum endgültigen Siege besteht darin, noch mehr zu schaffen. Werdet Fanatiker m treuer Disziplin, in eurer Gemeinschaft, in eurer Lei­stung! Schafft unentwegt, damit wir den Bolschewis­mus vernichten, der alles bedroht und zerstören möchte, was uns heilig ist. Am Ende unseres Mähens, unseres Kampfes und all unserer Opfer aber steht Deutschland. Wir wollen einst sagen können, daß auch wir mit ge­holfen haben, Deutschland und damit Europa vor der sowjetischen Gefahr zu bewahren und für alle Zeiten zu retten. Die schaffenden Menschen zeigten durch ihren Beifall, daß der Appell Dr. Leps zu noch größerer Härte, noch größerer Einsatzbereitschaft und noch höhe­rem Opfermut der Größe dieser Stunde entsprach.

Neue Mtterkreu,träger

BerIin, 2. Februar. Der Führer verlieh das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Wal- ther Sucht, Kommandeur einer Jnsanterie-Divipon; Oberst Joses Schmidt, Kommandeur emes Grenadrer- Regiments; Hauptmann Karl Pröll, Bataillons­kommandeur in einem Panzergrenadier-Regiment; Ober­leutnant Carl Nall, Kompaniechef in einem Gebirgs­jäger-Regiment; Oberleutnant Hermann Waldow, Führer einer Panzer-Späh-Kompanie; Oberleutnant Friedrich Linde nberg, Kompaniesührer in einem Panzergrenadier-Regiment; Leutnant Kurt Stifter, Flugzeugführer in einem Sturzkampsgeschwader.

Leutnant Stifter fand bei einem Tiefangriff unter den härtesten und schwierigsten Einsatzbedingun- gen am 21. 12. 1942 den Heldentod.

Die polnischen Emigranten in London werden jetzt end­gültig erkennen, daß sie allen britischen Garantien zum Trotz ihr Land und Volk verspielten, als sie die Ver­ständigung über Danzig und den Korridor ablehnten und sich auf Drängen der Bullitt und Biddle zur Brand­fackel des neuen Weltkrieges machen ließen. Heute be- streitet Washington die imperialistischen Pläne des Volschewismus nicht mehr und will sich mit der Sowjet­herrschaft über Europa als derbesten Nachkriegs­lösung" abfinden, wenn nur einmal die sadistischen In­stinkte des Weltjudentums durch die Vernichtung von Nazi-Deutschland ihre Erfüllung finden und wenn gleichzeitig der Slankee-Jmperialismus auf den Wegen der Beerbung des britischen Empire nicht gestört wird. Auch Bulgarien soll heute, so drückt esWashington Star" aus, nach demVorzug der Einverleibung in die Sowjetunion" trachten. Dasjugoslawische Volk", das es überhaupt nicht gibt, solldahin gebracht werden", daß es eine Union mit den Sowjets fordert, um diesen

2er fteldenkamps

wellerliin schwere flbwelirkämpse

Aus dem Führerhauptquartier, 2. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:In Stälingrad setzte der Gegner nach stärkster Artille­rievorbereitung mit weit überlegenen Kräften gegen die letzte Bastion der Verteidiger des Traktorenwerks zum Angriff an. In der Nacht gelang es ihm, nachdem un­sere heldenhaft kämpfenden Truppen ihre Munition nahezu verschossen hatten, an mehreren Stellen einzu­brechen und den bis dahin zusammenhängenden Ver- teidigungsring des XI. Armeekorps aufzusprengen. Vom Kaukasus bis zum mittleren Don und am La­dogasee stehen unsere Armeen in schweren Abwehr­kämpfen, deren Härte an einzelnen Abschnitten noch zu­genommen hat. Am Südfliigel der Ostfront wur-

gleichzeitig einen Ausgang zum Mittelmeer zu ver­schaffen.

Wenn in dieser Weise die amerikanischen Auffassun­gen und Pläne offenbart werden, so müssen auch für die Türkei die letzten Zweifel darüber fallen, wie man heute in Washington die bolschewistischen Aspirationen beurteilt und wie vollkommen ohnmächtig man sich dort gegenüber diesen Aussprüchen fühlt. Das ist wirklich ein beachtlicher Kommentar zu der Zusammenkunft Churchills mit türkischen Staatsmännern in Adana. Um die englischen Wünsche scheint man sich in den Kreisen Washingtons, für die Constantine Brown spricht, wirklich nicht mehr kümmern zu wollen. Auch da sollen nämlich nach dieser amerikanischen Auffassung dem weltrevolutionären bolschewistischen Imperialismus keine Grenzen mehr gesetzt werden, wo er ganz ein­deutig in die Interessensphären des britischen Empire übergreift..Niemand wäre", so heißt es da,in (Fortsetzung auf Seite 2)

Irakkorenwerk

an den vrennpunkten der Vstjront

den Versuche des Feindes, die planmäßigen Marsch­bewegungen der deutschen und verbündeten Truppen zu stören, abgewehrt. An der Donezfront pnd im Raum von Woran esch griff der Feind weiter mit neu herangeführten starken Krästen an. Versuche, unsere Front durch Ueberslügelung und Umfassung einzu­drücken, scheiterten unter hohen Verlusten. Die Kämpfe dauern noch an. Starke Kampf-, Sturzkampf- und Schlachtflieger-Verbände griffen an den Schwerpunkten der erbitterten Kämpfe die feindlichen Truppenmassie- rungcn, Stellungen und Kolonnen an. Sie fügten dem Feinde schwerste Verluste an Menschen, Fahrzeugen und Waffen zu. In den Borgen Tuncsicns hatten eigene An­griffe, wirksam unterstützt von Sturzkampfflugzeugen, vollen Erfolg."

Im Ksmpk um die letrte Kartion in 5 tslingrsd

Da; Heldenlied von legendärer Lköße vor zeinem ^urlklany

Unablässig wsllsri urissrs QstOlrls uncl Ss- clsnlcsn bsl clsn Ksmptsrn in 3lslingrscl. vss von lbnsn vorgslsirls lislcisnspos slnss unsrbörtsn Wlclsrslsncls gsgsn sinsn bokknungslos übsr- lsgsnsn Vsincl, gsbt sslnsm bitlsrsn kncls ru. dlscliclsm clls unlsr clsm unmlttslbsrsn ösksiil clss Qsnsrslkslcimsrsciislls Paulus gssisn- cisns 3üclgrupps bsislls sukgsbörl kisi ru bs- sistisn, muk, wls aus clsm ösriciit clss Obsr- lcommsncios clsr Wsirrmsctit lisrvcugslrl, nun niil jsclsr Sruncls sucli mit clsr Usbsrwslligung cisi rsblsnmslZlg slsrlcsrsn blorcigrupps unts« üüb- «ung clss Qsnsrsls 6s« lnksnlsns 3trsclcsr gs- sscbnsi wsrclsn. ks gslii nu« nocli um clls lslrls össllon cisr VsiNslcllgsr clss lüslcloi-snwsllcss, cls«sn kvlunltlon nslisru vsmciiosssn ist. 8c> lconnls cls« suk sls slnclllngsnclsn rsbnksclisn Usbs«msclit cls« ülnb^uck, an msk>«s«sn Llsllsn gsllngsn. üln v«sms unvo^slsllbs«sn ^usmsllss, sl^« sucb von slnsr In cls>- SssciOcliis sinrlg- sMgsn solcisllsclisn Srölls sisbl clsmll vo« clsm Abscliluk.

8o ii-sglscli uns 'sbsr, wls jsclsm snsiäncllg küblsnclsn lvlsnscbsn sucli suOsi'kislb clss llslcbss, clsr Xsmpk von 3tsl!ng«scl uncl clss Opks« unss^s: iislclsn smcbslnsn mag, v/lr wissen ss: Ksmpk uncl Opks« ws«sn nickn sinn- ocls« rwsclclos. isl clocki cllsss« Ksmpk von lsgsncls«se Snölls, nickn sllsln von slnsckmslclsnclsf sttsisglsckiss ksclsu- lung« clls gsssmts Krlsgskeonl lm Oslsn gs- wcncisn, sonclsrn sls lsuckNsnciss Voebllcl glslcb- rslllg ru slnsm nsusn sts«l<sn, sssllsclisn Ki-skl- qusll clss gsnrsn clsuiscbsn Vollcss in cllsss: smsisn 7sll. 7u slnsm K«sklczusll ist cilsssr Ksmpk gswcnclsn, clo^ unvsrslsgdsl' korlsn bssonclsrs cis« ilslmsl klnssirwlllsn unä 3isgssglsubsn vs«msknt

uncl slnsm IilcnslOsnclsn isnsl glslcki clsn lslclsn- sckisklllckisn ünlsckilul) in jsclsm clsutsckisn lvlsn- scbsn suslösl, glslcli clsn l-lslclsn von ^slingsscl, sllss, was clls Kcskts bssgsbsn, ru tun, um clsn bolscbswlstlsclisn loclkslncl ru bsslsgsn.

vsO ss clsn öolscbswlstsn smst ist mit iknsm Plan, vsutsckilsncl uncl cisnn kucops ru vscnlclitsn, clsssn kisbsn wir In vsutsckilsncl lcslnsn ^ugsn- dllclc gsrwsikslt. Wls sskn sbsc unsers übrigen islncls, clls Lrltsn uncl vor sllsm clls Hmsri- lcsnsr clsr Vsrslnlgtsn 3tsstsn, mit cilsssr Vsr- nlc'ntung üuropss slnvsrstsnclsn slncl, ist nsusr- cllngs sus cisr von jücllscbsm l-lsi) srkülltsn iorcls- rung clss us.-^msrllcsnsrs ks^nolcl ru srlcsnnsn, clssssn vsrlcommsns pkisntssls bsrsits sn clsm lulcunktsbilci slck, bsrsusckit, clss clls krmorclung von lvlllllonsn vsutsckisr nscb clsm Krlsgs clurcki clls kolscbswlstsn wlsclsrglbt.

ks wlrcl slck, cilssss Lllcl krslllck, nls vsrwlrlc- llckrsn; clsnn clls dolsckiswlstlscbs ^srstörungs- uncl Vsrnlcbtungswut wirb slck, am sntscblosssnsn clsutsckisn Wlclsrstsnclswlllsn brscbsn, brs- cbsn sn clsm clsutsckisn Wlclsrstsnclswlllsn, cisr unsrsckiüttsrllcki ist, wls clss Vsrmsckitnls clsr kislbsn von 3tsllngrsci uns gsblstst. vlsssn kisl- cisn clls böckists kkirs! Uns clls kiöckists Vsr- pkllckitung! lbnsn clsr kukim! Uns clls ksckisl vss ssl im Ssclsnlcsn lkirss Xsmpkss unssr bslllgsr 3ck>wur, clsn wir bslisn wollen uncl bsltsn wsr- clsn, ksnstlscki uncl lcompromlillos, so wls sls lkirsn 3olcistsns!cl bis rum kncls gskisltsn bsbsn. vls Srupps im blorcisn, ru clsr nocki clls /tstkisr- wsllsn clrlngsn, mag ss nocki kiörsn. vls Srupps lm 3üclsn, bis lm Slsubsn sn lbr Volk vsrglng, wullts obnskiln, clsl) cilssss nls snclsrs k,sn6sln wsrcls. lok. 0. vislrlcb.

kin lal^r nationale Negierung in Norwegen

flppett Ser Nasjonal Sämling und See Sermanischen ^ Nechenfchastsdericht Vidkun Yuislings

Drabthericht unseres Vertreters

r<>. Oslo, 2. Februar. Oslo feierte am Montag den ersten Jahrestag der Regierungsübernahme Vrdkun Quislings. Die Kundgebungen begannen mit einem Appell der Nasjonal Sämling und der Germanischen Norwegens vor dem Osloer Stadtschloß, dem ein Auf­marsch des norwegischen Arbeitsdienstes folgte. Aus einer Großkundgebung berichtete Ministerpräsident Quisling über die Arbeit der nationalen Regierung im vergangenen Jahr.

Vidkun Quisling erklärte einleitend, die Regierung habe ihre Stellung mehr und mehr festigen können und damit einen großen Schritt auf dem Wege zur Wieder­gewinnung der Selbständigkeit Norwegens getan. Eine heue Kommunalordnung fei durchgeführt worden. Sämt­liche Regierungspräsidenten und vier Fünftel aller nor­wegischen Bürgermeister gehörten der Nasjonal Säm­ling an. Ministerpräsident Quisling stellte weiter mit Befriedigung fest, daß sich die Versorgungslage gebessert habe. Alle Schwierigkeiten werde man mit Deutsch­lands Hilfe überwinden können.

Der norwegische Ministerpräsident warnte vor der ganz Europa bedrohenden bolschewistischen Gefahr. Eben­so, wie die Sowjets nach ihrem Uebersall auf Finnland eineKarelisch-Finnische Sowjetrepublik" schufen, erstreb­ten sie das gleiche für alle skandinavischen Länder. Auf dem Wege zu diesem Ziele liege die von Stalin, Roose- velt und Churchill propagierteSowjetrepublik Nord­norwegen". Nach den grauenhaften Erfahrungen in den

baltischen Ländern sei damit zu rechnen, daß bei einer Bolschewisierung Norwegens mindestens 300 000 bis 400 000 Menschen den Tod finden würden. Die Bedro­hung Narviks durch die Sowjets, stellte Vidkun Quisling fest, richte sich gleichzeitig gegen den nordschwedischcn Erzaussnhrhafcn. Man müsse also annehmen, daß Schwe­den und Norwegen in der Abwehr der bolschewistischen Gefahr gemeinsame Interessen haben sollten.

»

Der norwegische Innenminister Hagelin nimmt in einem Aufsatz zur Gefahr des Bolschewismus sür Europa Stellung und schreibt u. a.: Quisling sei einer der we­nigen gewesen, die frühzeitig die bolschewistische Gefahr für Europa erkannt und bekämpft haben. Heute stehe die Bedrohung aus dem Osten so deutlich am Horizont, daß kein Mensch im skandinavischen Norden mehr die Augen vor ihr verschließen könne und dürfe. Mit unbegreif­licher Kurzsichtigkeit glaube man aber gelegentlich noch, daß eine etwa siegreiche Sowjetunion an der finnischen Grenze haltmachen werde oder gar, daß England oder die USA. in der Lage wären, der bolschewistischen Ge­fahr Einhalt zu gebieten. Das sei eine grobe Fehlspeku­lation. denn wer iollte wohl einen siegreichen Sowjetstaat davon abhalten, seinen alten Traum nach der Atlantik­küste aufzugeben'? Diese Ucberlegungcn zeigen klar, daß nur eine Macht imstande ist. dem Vordringen des Bol­schewismus nach Europa Einhalt zu gebieten, nämlich Deutschland. Und deshalb gibt es nur einen Weg, den Norwegen gehen kann.

WiLÄttie -der Lie/rfre

Hunnen, Mongolen, Bolschewisten

ll. dlü. Der Führer stellte in seiner Proklamation zum 30. Januar das seit 20 Jahren verfolgte Zielder Bolschewisten heraus,so wie einst zur Zeit der Völkerwanderung oder der Mongolenstürme Europa zu überfallen." Mit dieser Wortprägung ist das gegen­wärtige erbitterte Ringen im Osten als die letzte Epi­sode eines Kampfes zwischen Europa und Westasien gekennzeichnet, das sich über Jahrtausende erstreckt, und dessen historische Höhepunkte gerade im Hinblick auf die am 22. Juni 1941 begonnene militärische Aktion gegen die bolschewistische Gefahr einer näheren Betrachtung wert sind.

Was die aus Junerasien nach Westen flutenden Hor­den mit ihrer Mordgier und Plünderungssucht im Kernraum unseres Erdteils anzurichten vermögen, das demonstrierten vor rund eineinhalb Jahrtausenden zu­erst die Hunnen. Noch bevor der tod- und verderben- speiende ^Dämon Attila 433 n. d. Zeitwende die aus- einanderstrebenden Stämme dieser Barbaren zu einer einzigen Steppenmacht vereint hatte, strömte das No­madenvolk durch die Landpforte am Kaspischen Meer dem Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres zu, dort mit unwiderstehlichem Druck das ostgermanische Reich zer­trümmernd. Was sich den Despoten nicht als Sklaven anschließt, wird ausgerottet oder weiter nach Westen gestoßen, der Limes zerbricht unter dem von Attila ent­fachten Sturm,n i ch t unter denPflug kommt der geraubte europäische Boden, son­dern unter die Hufe asiatischer Pferde". Bäche von Blut, Brandschwaden und Flüchtlingselend zeichnen den Schreckensweg der wilden Reiterschwärme. Ein befestigter Flecken nach dem andern geht in Flam­men aus. Im Jahre 431 setzt der Hunnenhäuptling über den Rhein, Orleans wird belagert, und nun erst, zwischen Marne und Sgine, nimmt eine gewaltige Ab­wehrschlacht ihren Anfang: die mit Westgoten, Burgundern und Franken vereint kämpfenden römischen Legionen rufen dem fast erdrückenden Massenaufgebot Westasiens ein mannhaftes Halt entgegen. Zwar kommt es auf den katalaunischen Feldern keineswegs zur Vernichtung der Horden Attilas (auf ihrer Seite streiten Ostgoten und andere Germanen gegen ihre Stammesbruder!), doch müssen die Hunnen das Feld räumen und zum erstenmal den Blick zurück nach Osten wenden. Daß Attilas .Reich nach dessen Tod in sich selbst zusammen- bricht, ist dann allerdings weniger als ein Erfolg euro­päischer Gegenwehr, denn als eine Fügung der Vor­sehung zu werten.

Rund 800 Jahre später waren es die Heeressäu­len der Mongolen, die nach der Eroberung Ruß­lands durch Dschinghis Khan den Ostteil des kulturtra- genden Kontinents heimsuchten. Was scherte es Batu, den Enkel desFürsten der Fürsten", daß sein ungeheures Reich sich bereits von Nordsibiricn bis zum Indus, vom Baikal-See bis zum Schwarzen Meer erstreckte: im

IVsr Olcrubsn 'IN LjsiLSn kat, cisr kat 6rs stäiksks Xiatt cisr Vl/slt, clis ss überhaupt Si-bt. -I6c>!l tt-tlsr

Westen witterte er für sein Herrschergeschlecht und für seine Reiterkolonnen neue Beute das genügte! Alles was sich den Mongolen in den Weg zu stellen versuchte,' wurde wiederum buchstäblich llberrannt. Das größte Blutopfer hatten diesmal die llngarn zu bringen, die allein 40 000 ihrer besten Ritter auf dem Schlachtfeld vor Budapest ließen. Während sich ein Hecreszug der asiatischen Mordbrenner von der Wiener Neustadt aus nach Süden zur Adria wandte, überzogen andere Mon- golenschwärme das schlesische Land mit Verwirrung und Schrecken. Der größte Teil Breslaus brannte nieder und in der Liegnitzer Ebene tobte sich die Grau­samkeit des Steppenvolkes an Menschen und Tieren aus. ,.,Jm Blut und in der Beute schwelgte die fremde Rasse". Herzog Heinrich I. von Schlesien war es, der mit kampserprobten deutschen Rittern und Siedlern dem Feind bei Liegnitz die Stirn bot. Den Massen der angreifenden Mongolen trotzten die tapferen Verteidiger der Burg Liegnitz mit ihrem Herzog bis in den Tod; obschon sie nicht den Sieg an ihre Fahnen heften konnten, haben sie doch erreicht, daß sich die Hor­den Jnnerasiens infolge ihrer eigenen Verluste über die ungarische Ebene nach Rußland zurückziehen mußten.

. Die dritte große Flut von Ost nach West, derBol- l ch e w i st en st u r m, holte, wie wir heute wissen, noch viel weiter als der Hunnenzug und der Mongolen­stoß aus. Stalin trat in seinem Blutrausch zweifellos haarscharf in die Fußtapfen Attilas und Dschingi Chans in Planung und Durchführung des Uebersalles auf Europa jedoch wollte er seine Vorbilder offensichtlich übertreffen. Die Frage drängt sich hier auf: Warum trieb es die Eroßherrscher der Steppe, obschon sie über mn unermeßlich weiträumiges und fruchtbares Reich

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Der Feind sprengte in Stalingrad den Ring um die deutschen Helden des Nordflügcls.

An den Brennpunkten der Ostfront nehmen die schweren Abwehrkämpfe ihren Fortgang.

An der Donez-Front und im Raum von Woronesch scheiterten llmfassungsoersuche der Sowjets. Tschiangkaischek hat einen Bittgang nach Washington unternommen.

Churchill hatte eine Unterredung mit dem türki­schen Staatspräsidenten.

Nooseoelt läßt dieAuslieferung an die Bolsche­wisten" propagieren.

Norwegen steht im Zeichen des ersten Jahrestages seiner nationalen Regierung Quisling.

Aus geschlossenen Betrieben dürfen keine Waren abgegeben werden.