Ausgabe 
(30.3.1943) 89
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Parleiarntliciie Layeszettung

-vo^flmlsdlatt des Negierenden vürgermeistcrs der Zielen Hansestadt Vrrmen

Nr. 89 , 1Z. Jalsrgang

Dienstag, Z0. Mär; 194Z

üer NatwnalsoziaMen. vremens

flmtliches veikünvungsbiatt des Ncichsstatlifalters in Oldenburg und vremen

kinzelpreis 15 Npf.

Karl imck verbissen!

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Berlin, 29. März. Aus Anlag eines Besuches im Westen des Reiches sprach Reichspresscches Dr. Dietrich vor der Presse über seine Eindrücke in den bombardierten Gebieten. Er kennzeichnete den Terrorkrieg unserer Geg..,er als einen bemühten Vernich­tungsfeldzug gegen die Zivilisation, gegen die menschlichen Wohnungen und Heimstät­ten von Frauen und Kindern. Als Beweis für die vorbedachte Absicht und die wahre Taktik dieser verbrecherischen Kriegführung führte er ein unwiderlegliches Zeugnis Win- ston Churchills an, der schon im Jahre 193t einen Zeitungsartikel veröffentlichte, in dem er zukunftweisend schrieb: „Vielleicht werde es sich im nächsten Krieg darum handeln, Frauen und Kinder, oder die Zivilbevölke­rung überhaupt, zu töten, und die Sieges­göttin wird sich zuletzt voll Entsetzen jenem vermählen, der dies in gewaltigstem Aus­matz zu organisieren verstand."

Das seien seherische Worte des Schuldigen am Terrorkrieg, der das Verbrechen, das er damals beschrieb, nun in die Tat umsetzen möchte. Er habe den Bombenkrieg gegen Frauen und Kinder begonnen und den Mord gegen die Zivilbevölkerung kriegsmätzig or­

ganisiert. Von dieser fluchbeladenen Schuld werde ihn niemand freisprechen können.

Im Hinblick auf die Sinnlosigkeit der Zer­störungen sprach Dr. Dietrich über den wah­ren Sinn unseres Kampfes. 2m heutigen Krieg habe nur derjenige eine Zukunft, der mit den Schwächen der Vergangenheit breche und sich den harten Erfordernissen der Ge­genwart anpasse. Wer diesen außerordent­lichen Kamps, den wir von einer anderen Ebene aus führen, als von der eines be­quemen bürgerlichen Daseins, gewinnen will, so sagte Dr. Dietrich, mutz außerordentliche Kräfte hervorbringen. Außerordentliche Kräfte aber können nur aus heroischer Hal- tuna geboren werden. Das Schicksal, das un­aufhörlich seine Straße zieht, sucht sich nur die Tapfersten als Partner aus. Um aber den Heroismus einer ganzen Nation zu ent­fachen und die Tapferkeit der Gesinnung in die Herzen aller zu pflanzen, müssen wir un­sere Herzen verhärten und uns auch innerlich auf den Boden eirter grausamen Gegenwart stellen. In den vorn Bombenkrieg unserer Gegner betroffenen Gebieten hat die Bevöl­kerung diese Umstellung des Denkens voll­zogen.

Der Hammer des Schicksals hat die Men­schen dieser Gebiete zur letzten Entschlossen­heit gehärtet. Sie haben die Hoffnung un­serer Feinde, durch Bombenterror gegen Frauen und Kinder die moralische Kraft, die Siegeszuversicht und den Kampfeswillen des deutschen Volkes niederbrechen zu wollen, durch ihre bcwundernswerte Haltung zu- schanden gemacht. Die Briten haben das Gegenteil von dem erreicht, was sie durch ihre Mordbrennerei erreichen wollten. Sie haben die Bevölkerung nicht schwach und wankelmütig gemacht, sondern hart und ver­bissen und sie zu einer Kampfgemeinschaft auf Gedeih und Verderb zusammengeschweitzt.

Diese starke Haltung der Bevölkerung in den bombardierten Gebieten wird, so schloß Reichspressechef Dr. Dietrich, die Haltung des ganzen deutschen Volkes sein, wohin unsere Gegner auch immer ihre verbrecherischen Terrorangriffe richten würden..Aus dieser menschlich wahrhaft großen Haltung, aus dieser bedingungslosen Hingabe an die Na­tion und aus ihrer Entschlossenheit, zu kämpfen und zu siegen, erwachsen die Kräfte, die der Sieg in diesem harten Kampf von uns fordert.

ver Llsskskl kür Lotsckskier v. ^lollke

/?Sl'c/i5ou6snm/nistS5 von K/tsttrsntfop na/im im ^u/trog c/ss f-üii5S55 von 5SINSM trswö/i5ksn /?1/tarh>6/tsr ^kpsc/iisck

Breslau, 29. März. Die schlesische Hauptstadt Breslau erlebte am Montag die Heimkehr des am 22. März in Madrid ver­storbenen Botschafters Hans Adolf von Moltke, für den der Führer die Ehrung durch ein Staatsbegräbnis abgeordnet hatte. Der feierliche Staatsakt fand in den Nach­mittagsstunden im Landeshaus zu Breslau statt.

Der Sarg, der in der vorausgegangenen Nacht in Breslau eintraf, war in dem wür­dig ausgestatteten Lichthof aufgebahrt. Auf der Hakenkr-euzflagge, die den Katafalk be­deckte, ruhten Mütze und Degen des Ver­ewigten sowie das Ordenskissen. Die Eh­renwache am Sarge stellten Beamte des Auswärtigen Dienstes, ein Politischer Lei-

Wehrmacht aus dem Reich und dem Gau Niederschlesien, Botschafter, Abteilungsleiter und viele weitere hohe Beamte des Auswär­tigen Amtes, an ihrer Spitze Staatssekretär - Freiherr von Weizsäcker, sowie viele persön­liche Freunde des Verstorbenen eingesunden hatten. Reichsmarschall Göring ließ sich durch General der Flieger Waber vertreten. Den Abschiedsgruß Oberschlesiens, des . Geburts­gaues des Botschafters, entbot Gauleiter Bracht. Unter den Ehrengästen befanden sich 30 Bergmänner und Landarbeiter aus den Woltkeschen Besitzungen. An der Spitze der Angehörigen seiner Botschaft war der spa­nisch«' Botschafter in Berlin, Vidaly Saura, den der Caudillo mit seiner Vertretung be­auftragt hatte, erschienen. In Begleitung

ter der AO. und ein Offizier der Wehrmacht, des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes Gegen 15 Uhr versammelten sich die Teil-! Freiherr von Weizsäcker betrat Frau von nehmer des Staatsaktes, zu dem sich Vertre- Moltke mit den nächsten Familienaiigehöri- ter der Führerschaft von Partei, Staat und > gen den Raum. Um 15.30 Uhr traf als Ver-

Lrneuts Lngritte üer Sowjets sbgescklsgen

Om^o55llsig5VS55U<7/is IN Süc/tunsLisn gssc/is/tsit — /"/o/is /'/ugrsugvsf/uIts

Aus dem Führerhauptquartier, 29. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Im südlichen und mittleren Teil der Ostfront kam es auch gestern nur zu ört­lichen Kämpfen. Nordöstlich Orel schössen Grenadiere einer Infanterie-Division von acht im Tiefflug angreifenden feindlichen Flugzeugen sieben ab, darunter vier ge­panzerte Schlachtflieger. Südlich des I l - in e n s e e s und am Ladogasee nahm der Feind seine Angriffe wieder auf. Die An­griffe, die den ganzen Tag über andauerten, wurden in.it schweren Verlusten für den Geg­ner abgeschlagen. Auch am gestrigen Tage setzte der Feind seine Angriffe an zahlreichen Stellen der tunesischen Front fort Er wurde wieder blutig abgewiesen. ^>n Sud- tunesien scheiterten feindliche Umfassungs­versuche am entschlossenen Widerstand und durch energisch geführte Gegenangriffe unse­rer beweglich kämpfenden Truppen. Deut,ch- italienische Verbände besetzten in die,em Frontabschnitt planmäßig neue Stellungen. Bei Angriffen feindlicher Fliegerkrafte ge­gen Orte in den besetzten Westgebie- ten hatte die Bevölkerung hohe Verluste. Hierbei und an der norwegischen Küste ver-. lor der Feind 18, Flugzeuge. Ein Perband schwerer deutscher Kampfflugzeuge belegte in der vergangenen Nacht erneut den Jndustrie- platz Norm ich mit viele» Spreng- und Brandbomben."

Lomden sckworslvn Kalibers

Der Angriff deutscher Kampfflugzeuge ge­gen die englische Industriestadt Norm ich in der Nacht zum 29. März dauerte 20 Mi­nuten und traf die Stadt, die schon wieder­holt im Mittelpunkt wuchtiger deutscher Luftangriffe stand, besonders schwer. Bei günstiger Sicht konnten unsere Flieger die befohlenen Ziele gut erkennen und .losten große Mengen Spreng- und Brandbomben aus, darunter nuch Bomben schwersten Kali­bers. Besonders wurden im Norden der Stadt die zahlreichen Kasernen und Ba­rackenlager, sowie die Wasserwerke und In­dustrieanlagen getroffen. Roch während des Angriffs der ersten Welle beobachteten un­sere Flieger zahlreiche heftige Brände, die sich schnell ausbreiteten. Die rege Abwehr der britischen Nachtjäger und das starke ^lak- feuer konnten unsere Kampfflieger nicht hin­dern, ihren Angriff planmäßig und erzolg- reich durchzuführen. Zwei eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück. Ueber der englischen Küste kam es wiederholt gu heftigen Luft­kämpfen mit britischen Nachtjägern, von denen einer von unseren Kampffliegern ab­geschossen wurde und brennend ins .Meer stürzte.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge unter­nahmen in den Mittagsstunden des 29. März einen kühn durchgeführten Tiefangriff ge- en die Stadt B r i g h t o n an der englischen lüdküste. Die britische Abwehr wurde durch die in geringer Höhe gegen die Küste vor-

stoßenden deutschen Kampfflugzeuge vollkom­men überrascht. Das Abwehrfeuer der eng­lischen Flak setzte erst ein, nachdem die Bom­ben abgeworfen waren. Volltreffer in um­fangreiche Eebäudekomplexe und ausgedehnte Verkehrsanlagen verursachten beträchtliche Zerstörungen. Auf dem Rückflug nahmen un­sere Tiefflieger militärische Anlagen in Ort­schaften der Verteidigungszoue an der eng­lischen Südkllste unter Feuer. Britische Jagd­flugzeuge vom Muster Typhon, die unsere Kampfflugzeuge angriffet!, wurden von unse­ren Jagdflugzeugen Focke Wulf 190 sofort gepackt und hierbei in kurzem zähen Luftkampf eine Typhon > abgeschossen, . die brennend in den Kanal stürzte und versank.

treter des Führers der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop mit dem Gau­leiter und Oberpräsidenten Hanke ein. Der Staatsakt wurde eingeleitet mit dem Trauer­marsch aus Beethovens Eroika. Dann sprach Reichsaußenminister von Ribbentrop. Er führte aus: „Der feierliche Akt gilt dem Ab­schied von dem Botschafter des Großdeutschen Reiches, Hans Adolf von Moltke. Mitten in seiner Arbeit für Führer und Reich hat eine heimtückische Krankheit ihn befallen und in wenigen Tagen völlig unerwartet für uns alle au« unserer Mitte gerissen. Wenn auch heute deutsche Männer täglich ihr Leben für Deutschland einsetzt .und ihre Treue zu Füh­rer und Vaterland mit ihrem Blut besiegeln, so stehen wir dennoch in tiefer Bewegung und Trauer an der Bahre dieses hervor­ragenden Mannes, der erst vor kurzem mit einer neuen verantwortungsvollen Aufgabe des Reiches betraut wurde und dessen glän­zende Laufbahn auf diese tragische Weise ihr vorzeitiges Ende gefunden hat.

Mit dem Tode Moltkes ist ein Leben ab­geschlossen worden, das als Beispiel echt deutscher Pflichterfüllung vor uns steht. Mit ihm ist einer der fähigsten und zuverlässig­sten Diplomaten unseres auswärtigen Dien­stes, ein echter Patriot, der sein Land über alles liebte und vor allem aber ein wahrer Freund und Kamerad von uns gegangen. Wer in die ernsten, klugen und doch so treuen und guten Augen Moltkes blickte, mußte ihm von Herzen zugetgn sein. Ich möchte hier die wichtigsten Daten seines Lebens in Erinnerung rufen.

Hans Adolf von Moltke wurde am 29. No­vember 1884 in Oppeln als Sohn des König­lich-Preußischen Staatsministers Friedrich von Moltke geboren. Nachdem er zunächst die Laufbahn des preußischen Regierungs­beamten eingeschlagen hatte, trat er, einer ausgesprochenen Neigung für die Diploma- (Fortsetzung auf Seite 2)

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ll. stckü. Indien darf wohl als das Muster­land für den von England unfreiwillig er­brachten Nachweis seiner Unfähigkeit gelten, ein großes und von Natur reiches Land zu dessen Nutzen zu verwalten. Nackter Egoismus war hier Jahrhunderte hindurch die Triebfeder der Briten zur Ausbeutung der fremden Schätze und zur Versklavung des jetzt um sein Lebensrecht kämpfenden Millio- nenvolkes. Es ist an der Zeit und lohnt sich) der schweren Schuld Englands am gegenwär­tigen Elend in Indien wie überhaupt der verhängnisvollen plutokratischen Verwal­tungspraxis im Fernen Orient die uneigen­nützigen Leistungen gegenüberzustellen, die deutsche Kulturpioniere zür Erforschung und Selbstbesinnung Indiens lieferten. Eine solche vergleichende Betrachtung britischer Mißachtung indischen Volksgutes einerseits und deutscher Arbeit zur Hebung und Pflege dieses Gutes andererseits wirft vor allem ein grelles Licht auf die abgrundtiefe Gemeinheit Albions, die sich in der Absicht äußert, die kulturtrageude Ration Europas an den nihi­listischen Bolschewismus auszuliefern.

Während die Engländer schon im 18. Jahr­hundert am Indus und Ganges ein wirt­schaftliches Geschäft witterten und in dem zu­erst von nichtbritischen Geographen bereisten Land alle ihre Bestrebungen materiellen Zielsetzungen unterordneten, legten deutsche Männer der Dichtung und Wissenschaft die Grundlagen der Indologie. Man muß einmal die prophetischen Motte gelesen haben, die I. G. Herder in seinen „Ideen zur Philo­sophie der Geschichte der Menschheit" über das Schicksal Indiens geschrieben hat, um die den Briten zur Last fallende Kulturschand« voll ermessen zu können, die Worte: „Arme Hindus, in längerer oder kürzerer Zeit seid ihr mit eurer friedlichen Einrichtung verloren . . . Alle Nachrichten und Waren, die sie' (die britischen „Geizig- Verschmitzten") zuführen, sind kein Ersatz für die Uebel, die sie einem Volke auferlegen, das gegen sie nichts verübte. Indessen ist die Kette des Schicksals dahin einmal geknüpft;

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k/ns 6ipis//s/Ltu5>9 c/sr 6s5/nnung§ok5obot/1c - VV/s c/sr gsms/nrts Verrat bsgrünc/st vvsrc/sn 50 //

LhrahtLeriKt unserer Berliner Schriftleitung vr. v. soll. Berlin, 29. März. Ein Inter­view des früheren USA.-Botschafters in Moskau, Josef Davies, in dem dieser aus bester Kenntnis der Dinge die Maßlosigkeit der bolschewistischen Ansprüche enthüllte und im Namen Roosevelts dazu den Segen der Vereinigten Staaten gab, wurde in einer Sonderausgabe der Zeitschrift „Life" ver­öffentlicht die ganz auf die Propaganda für den Bolschewismus eingestellt war. Die Agi- tationsmaschine des Weißen Hauses läuft jetzt auf höchsten Touren, um den noch zö­gernden und mißtrauischen Amerikanern die Preisgabe der Atlantik-Erklärung und den beabsichtigten Verrat der östlichen Hemi­sphäre an öden Bolschewismus schmackhaft zu machen und gleichzeitig die Bolschewisten als Repräsentanten einer vollkommen „auf Humanität basierenden Politik" erscheinen zu

^Di"e' Leute, die sich dieser Aufgabe unter­ziehen müssen ihr Publikum für maßlos oberflächlich, vergeßlich und dumm halten, sonst könnten sie ihm wirklich nicht mit >o plumpen und einfältigen Methoden, kommen, wie sie in der Sondernummer des „Life in Erscheinung treten. Aber nachdem vor etwa zwei Monaten der amerikanische Jour­nalist Brown im „Washington Star die Parole «ausgegeben hat, daß die bolsche­wistische Hegemonie in Europa „vielleicht die beste R'aästriegslösung der europäischen Pro­bleme" sei, muß mau nun auch etwas mn, um die Bolschewiken dem amerikanischen Denken und Füblen näherzubringen.

„Life" macht das so: „Die Sowjetunion ist wie die Vereinigten Staaten ein ge­waltiger Schmelztiegel. Die Bolschewiken sehen aus wie die Amerikaner, kleiden sich wie die Amerikaner und denken wie die Amerikaner."

Von heute auf morgen soll alles nicht mehr wahr sein, was gerade in der ameri­

kanischen Presse noch lange nach Beginn die­ses Weltkrieges über die tatsächlichen Zu­stände des Massenelends in der Sowjetunion, über die unmenschliche Barbarei des bolsche­wistischen Systems und über den grausamen Terror der Moskowiter- gegenüber anderen Nationen geschrieben wurde. Die Amerika­ner, denen man heute mit Ammenmärchen jede letzte Gewissensregung ertöten will, wür­den es sich wohl/sehr überlegen, wenn man ihnen zumuten wollte, in die amerikanisierte Sowjetunion zu übersiedeln.

Umgekehrt wird eher ein Schuh daraus: Die Agitationsnummer des „Life" deutet die sich anbahnende Gleichschaltung des Denkens und der politischen Auffassungen der brei­ten Massen in den Vereinigten Staaten im Sinne der weltrevolutionären Ziele Mos­kaus an. Der ewige Jude, für den Pluto- kratie und Bolschewismus nur zwei verschie­dene Sprungbretter für die eigenen Weltherr­schaftsziele darstellen, sieht ist der geistigen Verwirrung dieses Krieges die günstige Ge­legenheit, die Brücke zu schlagen. Davon wird man in den Vereinigten Staaten schwer wieder herunterkommen, das wird vielmehr in den Köpfen der breiten Massen haften bleiben, wenn „Life" jetzt Lenin als den wahrscheinlich größten Mann unserer Zeit anpreist: „Er machte die Revolution zu einem sinnvollen Vorgang und nahm ihr viel von der Ungezllgeltheit der französischen Revolution." Drastischer und fanatischer im Abscheu über das von Lenin geschaffene System, wie es in früheren Jahren ein Churchill getan hat, kann man sich kaum ausdrücken. Das aber soll die angelsächsische Welt nun alles vergessen, weil es mit den gegenwärtigen Methoden der jüdischen Wclt- herrschaftspläne nicht mehr im Einklang steht Mr. Davies redet sich heute fast die Zunge lahm, um seine Landsleute davon zu

in ganz besonderer Weise durch Vertrags­treue in internationalen Dingen ausgezeich­net hätten. Gerade soeben hat der stellver­tretende rumänische Ministerpräsident Mi- hail Antonescu, anläßlich der Feiern zum Gedenktag der bessarabischen Rückgliederung im einzelnen aufgezeigt, mit welch diaboli­scher Raffiniertheit es die Bolschewiken ver­standen haben, von Stufe zu Stufe schrei­tend, alle getroffenen Vereinbarungen zu zer­reißen, um sich fremde Völker zu unterjochen und zu bolschewisieren.

Und hat nicht noch im Jahre 1939 die Gen­fer Liga einstimmig die Sowjetunion ausge­schlossen, weil sie gegen alles Gesetz und gegen alle Perträge das kleine Finnland überfallen hatte. Damals stand Finnland noch in Gnade bei unseren westlichen Gegnern, weil man sich über die endgültige Haltung der Sowjet­union noch nicht im klaren war. Als der Völkerbund einstimmig die Sowjetunion aus­schloß, war Roüsevelt durch einen „Beobach­ter" in Genf vertreten. Heute soll das alles nicht nur vergessen und vergeben sein, heute will man dem amerikanischen Volk und der Weltöffentlichkeit den gemeinsten und gewal­tigsten Verrat der Weltgeschichte so begrün­den, daß die Bolschewiken die anständigsten und ehrenhaftesten Politiker der Welt seien, auf deren „humanitäre Politik" und Ver­tragstreue unbedingt Verlaß sein soll. Kann man sich wirklich etwas Groteskeres vorstel­len? Ist es wirklich denkbar, daß eine so schauderhafte Gesinnungsakrobatik, eine so gigantische Tatsachenverzerrung und eine so abgrundtief« Perloaenheit der Agitation Eingang in vernunftbegabte und noch von einem Funken Anstandsgefühl beseelte menschliche Gehirne finden könnte? Aber „Eods on Country" soll wohl auch in die­sem Zusammenhang der Welt noch einmal als das Land der unbegrenzten Möglich-

dys Schicksal wird sie auflösen oder weiter­führen."

Die deutsche Romantik vermittelte zunächst freilich ein unwirkliches, allzu schwärmeri­sches Jndienbild, doch die hiermit parallel laufende Erforschung, des Sanskrit, der hei­ligen Sprache des Inders, sicherte noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts der deutschen Wissenschaft die Führung auf diesem Gebiet. Die umfassenden Sprachwerke des 1867 in Berlin gestorbenen Mainzers Franz Vopp, an deren Spitze das „Ausführ­liche Lehrgebäude der Sanskrita-Sprache" und ein Sanskrit-Wörterbuch, sind Markstein am Wege zur gründlichen Kenntnis und Aus­wertung der ehrwürdigen Kultur des alten Indien. Gab schon die Einrichtung der ersten Sanskrit-Druckerei in Bong der indischen Drucktechnik überhaupt den entscheidenden Auftrieb, so übte bald danach die von dem großen Jndologen Max Müller (1828—1900) besorgte erste Druckausgabe der Hymnen- sammluug des Rigweda, des ältesten indo­germanischen Buches, besonders aus die in­dische Sozialbewegung einen weitreichenden Einfluß aus. Ohne diese gewaltige deutsche Arbeit zur Erschließung des Urtextes der klassischen indischen Schriftwerke hätte der indische Reformer Dajaisand Saraswati 1875 die Bestrebungen zur nationalen Selbstbesin­nung seiner von den Briten geknechteten Landesgenossen wohl kaum so zielbewußt vertiefest könn?n. Wie nachhaltig sich das Unternehmen der deutschen Wissenschaft in Indien auswirkte,-geht auch aus dem Perlauf

Wir sckIsAkn äsn keinä sn äsr krönt init üein Lckrvert, in äer Heimat mit üer Arbeit. Vs8 Lekrvert sei sllereit sciiari, cler /Lrbeitseinsatr total!

^erzeugen, daß die Bolschewiken sich immer leiten demonstriert werden.

eine Vrahmastenversammlung in Poana hervor. Die indischen Würdenträger ließen sich den Drucktext des Buches ihrer Bücher zunächst von einem Nichtbrahmanen vorlesen, um dann, nach Ueberwindung aller Vor­urteile, die eigenen Handschriften nach dem Wortlaut Max Müllers zu verbessern! Bezeich­nenderweise fiel es keinem englischen Ge­lehrten ein, dem so lange in Oxford auf­bewahrten handschriftlichen Erundtext der altarischen Literatur in seinem Ursprungs­land zu neuer unmittelbarer Wirksamkeit zu verhelfen: ein Deutscher mußte erst kommen, um diese über­ragende Kulturleistung zu voll­bringen. Die Engländer selbst werden hier mit scheinheiliger Miene „einwenden", es sei ja doch die Ostindische Kompanie ge­wesen, die dem deutschen Jndologen seiner­zeit bei der sich über ein Jahrzehnt er­streckenden Durchführung seines Werkes fi­nanziell zur Seite stand. Bei vorurteilsfreier Prüfung der politischen Entwicklung in In­dien um die Mitte des vorigen Jahrhunderts drängt sich jedoch sofort der zweckbetonte Hintergedanke der damals wegen ihrer Regierungsmaßnahmen scharf angegrif­fenen Handelsgesellschaft auf, ihre angebliche Jndienfreundlichkeit durch die materielle Mitwirkung bei der sogenannten Rigweda- Herausgabe unter „Beweis" zu stellen. (Den Ausstand von 1857 hat die berüchtigte Ost­indische Kompanie allerdings auch durch dieses Manöver , nicht im Keime ersticken können.)

Um die Auswirkung der wiederentdecktcn altindischcn Erkenntnisse auf das deutsche Schrifttum zu kennzeichnen, sei hier nur auf Goethes Gestaltung indischer Stoffe in den Dichtungen „Gott und die Bajadere" und „Paria" verwiesen, sowie auf die Brahma- nischen Erzählungen Friedrich Rückerts. die Uebersetzung indischer Sagen durch Adolf Holtzmann (auf sein Hauptwerk greift Alfred Rosenberg bei der Darlegung der'altindischen Kriegerehre zurück), die Indien-Studien Ri­chard Wagners, die von Schopenhauer selbst betonte Uebereinstimmung seiner Lehren mit der klassischen Weisheit der Hindus, die Fest­stellung Nietzsches zum Lcbcnsgcsctz der alten Inder und schließlich die richtungweisende Schrift H. St. Chambcrlains über die arische Weltanschauung. (Nähere Einzelheiten zu diesem bedeutsamen Kulturaustausch enthältz