Ausgabe 
(27.3.1943) 86
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2.39 RM »«nicht Zustellgeritzr; «-str-zug-pr-I» m-n-tlich 2.30 RM (etnlch^ MI Kpf P-stz-itung»g--r) ,u,Sgl. 42 Rp^ x-Mg-l». K-mL-r, 17272. »n,«»

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vremeräettung

^EE^ Layeszettuns M üer Nationaildzia

GeschSsts st eklen:

vreme«: Teeren 8/3, Ruf 2 19 81. Nachtrus 0 , sonntags 2 «7 68: Obernftr, 88. Ruf 2 19 31; Syk«: MLHIendamm 2; 8r-Hemettngen: Lahn­hofstrab» I, Eck« Poflstr., Ruf 4 84 88; Vr.» Legesa»: Rohrstr, 24, Ruf 4 a. 8; Lr -Llumen- thal: Nart.-Dallmann-Str.il/43, Ruf 88 u. 89.

der NalionalldZiakstLirlSrirmens

flmtlikstes verklindungsbtat» des Neiktssstattstalters in Oldenburg und Vremen

Nr. SS, 1Z. Mrgang

Sonnabend. 27. März 194Z

kinzelpreis 15 Nps.

Von Iscdsmmer micl llslon ^

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Berlin. 28 . März. Der Rei chssportführer. SA. - Obergruppen­führer Hans von Tschammer und Osten, ist am Donnerstagnachmit- tag an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.. Der Führer hat für den Verstorbenen ein Staatsbegräbnis angeordnet.

Durch den Tod des Reichssportführers Hans von Tschammer und Osten ist der deutsche Sport schwer und hart getroffen mrden. Millionen von Deutschen war sein Mme zu einem Begriff geworden, zu einem Begriff für das Streben nach körperlicher Ertüchtigung der Jugend, die allezeit in dem Dahingeschiedenen einen väterlichen Freund sah. Bei seinem Hinscheiden werden Erinne­rungen wach an die Zeit, als der Verstor­bene die oberste Führung im Sport über­nahm. Die deutschen Gruppen und Erüppchen m alten deutschen Reichsausschuh, die in einem planlosen Nebeneinander jede einheit­liche Linie vermissen liehen, wurden unter Dschammers Leitung in Form des neu- gegründeten Deutschen Reichsbundes für Lei­besübungen zu einem einheitlichen Block zu­sammengefaßt, der von Jahr zu Jahr nicht nur an Kopfzahl, sondern auch an innerer Stärke zunahm. Als dieses Erstarken auch nach außen hin sichtbar wurde, und nicht zu­letzt aus dem Bemühen heraus, die neuge­schaffene, Millionen umfassende Sportbewe­gung weltanschaulich auch in Uebereinstim­mung mit den Richtlinien der Partei zu bringen, durfte der Reichssportführer mit Eenehmigung des Führers den Namen der «an ihm errichteten Organisation inNatio­nalsozialistischer Reichsbund für Leibesübun­gen" kurzwegNSRL." genannt ab­ändern. So fand sein Lebenswerk zugleich die Krönung und sichtbare Anerkennung des Führers für das Geleistete. Damit war man aus dem Wege des Neuaufbaues des deut­schen Sports seinem großen Ziele nahe­gekommen, das ganze Volk, in Leibesübungen zu ertüchtigen. Noch ist es nicht so weit, und Tschammer selbst hat in seinen besten Tagen immer wieder bekannt, daß beim Durchlau-

fen der Idee bis zur Vollendung des von der obersten Führung erkannten Zieles ein län­gerer Zeitraum notwendig ist. Der Krieg mag das zu Beginn von Tschammers Wir­ken beschleunigte Tempo aufgehalten haben, aber an der eingeschlagenen Wegrichtung wird unbeirrt festgehalten, in guten wie in bösen Tagen.

Als der am 28. Oktober 1886 zu Dresden geborene Reichssportführer sein Amt antrat, stand er vor einer schier unlöslichen Aufgabe, aber trotz der Unkenrufe, die links und rechts laut wurden, konnte er schon nach kurzer Zeit dem Führer die Erfüllung seiner Aufgabe melden. Sein angeborenes Organi­sationstalent und sein Blick für praktische Dinge erstickten anfängliche Widerstände ,im Keime und ließen ein Gebilde heran­reifen, von dessen wegweisender Richtung die sportliche Jugend tiefinnerlich überzeugt war. Das Bewundernswerte an Tschammers Lebenswerk ist die Tatsache, daß er im Ge­gensatz zu vielen alten Verbandsführern nicht mit einer großen sportlichen Vergan­genheit aufwarten konnte. Die Auffassung aber, daß Tschammer vor seiner Ernennung zum Reichssportführer sich als Sportmann aktiv niemals betätigt habe, muh in das Reich der Fabel verwiesen werden. Wahr ist das Gegenteil, denn schon vor dem ersten Weltkrieg hat Tschammer und Osten Sport nicht nur zu seinem Privatvergnügen, son­dern auch als aktiver Kämpfer betrieben. Einmal hat er sich als Rennreiter hervor- getan, und zum andgrn hat er auch an eini­gen öffentlichen Tennisturnieren teilgenom­men, darunter an den Meisterschaften des Heeres. Tschammer war beides: Soldat und Sportsmann. Wie sehr diese Koppelung ihm und seinem Lebenswerk von Nutzen waren, haben die späteren Ereignisse gelehrt. Als

geringe üsmpklsiigkeil im Osten

in lunsr/sn önt/i'cks i/o 55 tüös cisn ^/onc/omsri/ccinsn unc/ ör/tsn gssciis/tsi-t

I»» dem Führerhauptquartier, 26. März. Des Oberkommando der Wehrmacht gibt be­stirnt:An der gesamten Ostfront verlief tu Tag ohne besondere Ereignisse. Die An­griffe des Feindes südlich des Ladogasees geben an Stoßkraft merklich nachgelassen. Die Luftwaffe griff den Hafen Eelend- lhik an der Kaukasusküste, Eisenbahnziele im feindlichen Hinterland und Industrie­anlagen in Leningrad an. Sturzkampf- mb Kampfflugzeuge versenkten dabei ein Handelsschiff mittlerer Größe, warfen zwei »»eitere in Brand und vernichteten mehrere Runitionsziige. An der tunesischen Front scheiterten örtliche Vorstöße nord- amerikanischer und englischer Verbände. Ein eigener Gegenangriff war erfolgreich. Die Luftwaffe zersprengte Panzeransammlungen fand Kraftfahrzeugkolonnen des Feindes. Deutsche Jäger schössen sechs feindliche Flug- Mge ab. In einem kurzen Nachtgefecht Wischen einer feindlichen, von Nachtjägern geleiteten Schnellbootgruppe und eigenen Arpost-nstreitkräften im Kanal wurde ein britisches Schnellboot versenkt."

Wiederum nahm die schwere Artillerie des Heeres die zweitgrößte Stadt Rußlands, Leningrad, unter schweres Feuer. Mit minutiöser Genauigkeit werden die kriegs- stichtigen Ziele nacheinander zerstört. Am gestrigen Tage wurden insbesondere das K-s> und Elektrizitätswerk mehrfach ge- 'M»n, neun riesige Stichflammen, ein etwa A Meter breiter Brandherd und große Rauchwolken bewiesen den Erfolg der Be­gehung. Man kann sich vorstellen, daß die Mchewisten alles daransetzen, um die lang- stme aber sichere Vernichtung der Leningra­ds» Kriegsindustrie nun endlich abzuwenden. S'»r in dieser Stadt, die durch ihren See­aal nach Kronstadt auch für Seeschiffe M- Mglich war. hatten die Sowjets eine Jn- dustr^ aufgebaut, die den gesamten Norden b»r Sowjetunion mit kriegswichtigen Eutern ° ,^Mn iinstande gewesen ^ware.^. So

ab-

Me sich jedoch die deutschen Artilleristen Ziel für Fiel genau auf der Karte ab- ?,»°en und auf den Meter, genau treffen

Anm, -st ^des geregelte Leben m dieser «ladt ausgeschaltet, und damit

wichtiger Kriegsversorgungspunkt un-

N.r°r gemacht. Nur dje Sprengung des

.i«.Ä'^ungsringes von Leningrad konnte Aenderung des für die Sowiets äußerst ^Meinen Zustandes herbeiführen. Des-

kvlis kiilsrkrsurlrLyor

26- März. Der Führer verlieh das ^"ki-uz des Eisernen Kreuzes an Ober utnant zur See Hanns-Hartwig T"! er.

Kommandant eines Unterseebo D« " U feindliche Handelsschiffe nilt M ««^ausschließlich aus Eele-tzug-n heraus L"kt hat, an Oberleutnant d. R. Arthur

wegen greifen sie immer.noch südlich des Ladogasees an, wenngleich auch die Angriffe infolge der zunehmenden Erschöpfung seit dem 12. Januar 1913 insgesamt 602 Sowjet­panzer kosteten, die die Einschließungs­front von Leningrad angriffen. Man kann sich vorstellen, daß auch das größte Kriegs­reservoir solche Verluste auf die Dauer nicht aushält. Die deutlich erkennbare Schwächung der sowjetischen Angriffstruppen bei Lenin­grad wird deutscherseits zu örtlichen Gegen­stößen benutzt. So konnte in der mondhellen Nacht zum 23. März eine niedersächsische Grenadier-Kompanie schlagartig und ohne Artillerievorbereitung in die feindlichen Linien eindringen und sie auf breiter Front aufrollen. Die Verluste der Bolschewisten waren fürchterlich. Inzwischen sausen Tag für Tag die schweren deutschen Granaten nach Leningrad hinab und vollenden ihr Zerstörungswerk. sts.

UNI

junger Offizier machte er sein Dolmetscher­examen in der englischen und französischen Sprache. Schon im Oktober 1911 wurde er an der Westfront schwer verwundet, verblieb aber weiterhin an der Front, zuletzt als Nachrichten-Offizier im großen Hauptauar- tier. Nach dem Waffenstillstand war er zu­nächst im sächsischen Kriegsministerium tätia. aber angewidert von der politischen At­mosphäre jener Zeit zog er sich ins Privat­leben zurück und übernahm sein Gut in Löbau in Sachsen. Seit 1929 Mitglied der nationalsozialistischen Partei, wurde er im März 1932 Führer der SA.-Eruppe Mitte in Dessau, wie er im gleichen Bahre auch in den Reichstag gewählt wurde.

Und nun kamen die beiden großen Statio­nen seines Lebens: Am 29. April 1933 er­nannte ihn der Führer zum Reichssport­kommissar, und schon wenige Monate später, am 19. Juli 1933, wurde er endgültig als Reichssportführer bestätigt. Jetzt begann sein eigentlicher Wirkungskreis. Groß war die Aufgabe, die der Führer ihm damals gestellt, aber seine unermüdliche Schaffenskraft und seine organisatorische Befähigung schufen ein Werk, in welchem Millionen sporttreibender Männer und Frauen in Form des NSRL. jene Dachorga,n'-tion fanden, in der die Leibesübungen auch nationalsozialistischen Grundsätzen ausgerichtet wurde. Nach drei­jähriger, unermüdlicher Kleinarbeit tauchte eine neue Aufgabe auf. Es galt dem deut­schen Sport Weltgeltung durch Erfolge bei den olympischen Spielen zu verschaffen. Tschammer und Osten als Präsident des deut­schen Olympia-Ausschusses konnte auch diese gigantische Aufgabe lösen, und mehr als einmal konnte er aus dem Munde auslän­discher Gäste die Bestätigung entgegenneh­men, daß die Organisation jener Spiele als mustergültig anzusehen war, ja, es waren überhaupt die größten olympischen Spiele aller Zeiten, sportlich als auch organisato­risch. Ihr Enderfolg klingt heute noch nach, denn noch bei keinen Spielen hat Deutich- länd so viele Goldmedaillen gewinnen kön­nen wie bei jenem Weltereignis des Jahres, 1936. Noch bis in die letzte Zeit hat Tscham­mer viele Auslandsreisen unternommen. Es lag ihm daran, im Zuge der europäischen Neuordnung mit allen europäischen Sport­nationen auf gutem Fuße zu stehen. Mit Italien waren die Beziehungen sogar herz­lich, und um die Beziehungen mit unserem Verbündeten noch zu vertiefen, benutzte er seine so kärglich bemessene Freizeit zur Er­lernung der italienischen Sprache. So hat er ganz bis zum Schluß an sich gearbeitet.

(Fortsetzung auf Seite 2j

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Tokio, 26. März. Der Wochenbericht des Pressebüros der japanischen Armee teilt mit, daß die Frühjahrsoffensive in den Provinzen Nordkiangsu und Hupeh mit guten Ergeb­nissen abschloß. Besonders bedeutsam ist das beträchtliche Anwachsen der sich ergebenden Tschungking-Soldaten. Die Gesamtsumme der Gefangenen seit dem Kriegseintritt Natio- nalchinas beträgt 139 090. Japanische Luft­streitkräfte setzen die Bombardierung der

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Von Krisgsbsricbisr piitr llöltr kX.. . . beiderK r i e g s marin e. Auf keinem anderen Kriegsschauplatz besteht eine so enge Verbindung zwischen See- und Land­front wie im Mittelmeerraum. Der Feind versucht mit allen Mitteln immer wieder, unsere Nachschubwege nach Afrika zu gefähr­den. Neben Torpedofliegern sind es englische U-Boöte, die zur Entlastung der gegnerischen Front eingesetzt werden. Die deutsche See­kriegsleitung hat daher jetzt U-Vootjäger eingesetzt, die gemeinsam mit "Einheiten der italienischen Kriegsmarine unter Anwendung militärischen Anlagen des Feindes und der I neuartiger Kampfmittel die feindlichen Schiffahrt auf dem oberen Hangtss fort. (Boote bekämpfen. Wie sehr dieser Einsatz von

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Ms Vernichtung britischer V-Soots äurcb äsulscbs V-Lootjsger

GrMg gekrönt ist,meht aus dem Wehrmacht­bericht vom 25. März hervor, in dem die

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DrabtberiKt unserer Berliner SSrifileltuns I die Reihe all jener USA.-Stimmen ^erinnert goe. Berlin, 26. März.Wenn Deutschland s werden, die erst vorsichtig mit Finnland, dem

vernichtet ist, wird die Sowjetunion in der östlichen Hemisphäre und die USA. in der westlichen Hemisphäre dominieren". Mit diesen Worten umreißt die konservative ame­rikanische ZeitschriftUnited Stgtes News die Einstellung der USA. zur Sowietumon in aller nur wünschenswerten Deutlichkeit. Gleichzeitig findet in dieser Aeußerung das amerikanische Streben nach der Weltherr­schaft einen um so überzeugenderen Ausdruck, als diese Stimme realistisch genug ist, um mit der Tatsache zu rechnen, daß aus seden Null nach Kriegsende die Vereinigten Staa­ten nicht allein vorhanden sein werden. Ge­rade darin zeigt sich jedoch, wie festen Fuß die größenwahnsinnigen Plane eines Roo>e- velt in der USA.-Oesfentllchke:t bereits ge-

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on, und an Leutnant Günther Flugzeugführer in einem 2 g

Noch ^Ledeutsamer ist die Aeußerung der United States New< sedoch aus dem Krunde «eil sie ein für allemal mit dem Märchen ausräumt, es bestände zwychen Eng- iVüknd den USA. irgendeine Kontrover e binüchttich ihrer Einstellung zur Sowjet­union Die freilich utopische Absicht, d,e kuns- Uae Welt in zwei Hemisphären auszuhalten, deren -ine den Amerikanern deren andere aber den Sowjets gehören sollen setzte eine "nttmste Uebereinkunst der Politik beider Staaten voraus. Damit findet noch einmal U von uns schon früher geäußerte Ansicht ihre Bestätigung. Laß zwischen Roosevelt und Stalin eine Abmachung bestehen muß, durch die Europa dem Bolschewismus ausgeliefert M während Roo evelt Lasur Hand- Lngsfreih-it in den übrigen Teilen der Welt

°^°eder Tag bringt genügend Aeußerungen, in denen die Amerikaner selbst das Vorhan­densein derartiger Abmachungen in irgend­einer F-rm verraten -der gar ,n aller Form bestätigen Es könnte dabei noch einmal an

Baltikum und Bessarabien beginnend, dann täglich neue Länder Europas als dem so­wjetischen Einflußgebiet zugehörig bezeich­neten und damit das Einverständnis der USA. kundtaten, daß der Bolschewismus seine Hand auf diese Gebiete legt. Jetzt be­handelt der bekannte amerikanische Journalist Raymond Clapper diese Frage wiederum inNew Park World Telegram". Er formu­liert in seinem Artikel das amerikanische Einverständnis mit den Worten,es sei nicht anzunehmen, daß Amerika die Sowjet­union daran hindern werde, einverleibte Ge­biete zu behalten, ganz gleich wie Moskau dxese Gebiete auch erworben habe." In die­sem Satz wird dem Expansionsprogramm der Sowjetunion von vornherein das amerika­nische Piacet erteilt.

Gleichgültig, ob Stalin mit Waffenge­walt europäische Länder an sich reißen würde, oder ob er sie mit Hilfe einer kommunistischen Durchdringung dem Bol­schewismus zuzuführen gedenkt, gleichgül­tig auch mit welchen noch so blutigen Verbrechen der rote Diktator diese Län­der vergewaltigen sollte: Herr Roosevelt erklärt sich von vornherein mit allem ein­verstanden.

Um aber den Boden in Amerika für solche umfassenden Vollmachten an die Sowjet­union vorzubereiten, läßt Roosevelt heute schon durch die jüdische Metro Goldwyn Meyer-Gesellschaft Agitationssilme drehen, in denen die -Sowjetunion verherrlicht wird und deren Aufgabe es sein soll, dem ameri­kanischen Volke einbesseres Verständnis" für den Bolschewismus zu vermitteln.

Bei solchenAnstrengungen" hat man es dann natürlich in den USA. eilig, den Kauf­preis möglichst bald einzuheimsen. Admiral Land, der Vorsitzende der amerikanischen

Schiffahrtskommission, schreibt in einem Ar­tikel für United Preß, die USA. müßten sich schon jetzt während des Krieges mit dem Schiffahrtsproblem nach dem Kriege be­schäftigen. Dabei sei das Bestreben der USA. vor allem auf den Bau von Handels­schiffen gerichtet. Man wolle über genau so viele Handelsschiffe verfügen,wie ir­gendeine andere Seemacht". In dieser Aeuße­rung ist wiederum deutlich der Weltherr­schaftsanspruch der USA. enthalten, der ja regelmäßig als Dollar-Jmpperialismus auf dem Umwege über den Handel zu seinen Zielen zu gelangen sucht. Der USA.-Admi- ral verrät dabei weiter wieder einmal, daß das amerikanische Machtstreben durchaus auf Kosten Englands geht. Denn mit dem etwas verächtlichen Ausdruckirgendeine andere Seemacht" kann nur England gemeint sein, das damit freilich gleichzeitig auch schon als Seemacht abgetan wird. Damit findet je­doch der Satz der ZeitschriftUnited States News" nur eine neue Unterstreichung, die von England überhaupt nicht mehr spricht, sondern die Welt in zwei Hälften, nämlich eine amerikanische und eine bolschewistische teilen möchte. Die Zeitschrift ist allerdings klug genug, ihren Wunsch auf diese Teilung der Erde mit den Worten einzuleiten: Wenn Deutschland vernichtet sein wird." Bis dahin dürfte es allerdings gute Weile haben, und zwar um so mehr, als dest euro­päischen Völkern gerade unter dem Eindruck des amerikanisch-englischen Verrats an Eu­ropa ihre eigene Schickfalsverbundenheit im­mer klarer bewußt wird. Am Rande sei schließlich noch vermerkt, daß auch die hier erörterte Auslassung aus amerikanischem Munde nur verrät, wie stark sich allmählich heute selbst jenseits des Atlantik das Be­wußtsein durchgesetzt hat, daß dieser Krieg und mit ihm das Schicksal der Völker auf den Schlachtfeldern des Ostens entschieden werden wird.

Versenkung von fünf britischen U-Booten während der letzten Tage gemeldet wird.

Die Versenkung der englischen U-Boote er­folgte an verschiedenen Stellen des Mittel­meeres. In einem Fall ortete eine Gruppe der deutschen U-Boot-Jäger, die sich auf die Lauer gelegt hatten, ein feindliches U-Boot. Jetzt galt es für Kommandant und Be­satzung! Alarm! Knatternd steigen die Sig­nale .für den Rottenknecht am Mast hoch. Sofort find die Eefechtsstationen besetzt. Und Kommandant und WO. nehmen auf der Brücke laufend die Peilmeldungen aus den Horchräumen entgegen. Der Feind kurvt hin und her, aber jeder Versuch, sich der Jagd zu entziehen, wird durch Kursverbesserungen vereitelt: Mit äußerster Kraft preschen die U-Boot-J8ger stets zur Ortungsstelle. Und schon werden die ersten Wasserbomben ge­worfen und zerbersten knallend in verschiede­nen Wassertiefsm rund um den Feind. Wie­der wird festgestellt, . daß der Gegner von neuem versucht, auszubrech-n, doch wieder sausen Salven neuer Bomben auf ihn nieder.

Neue Detonationen zerreißen krachend die See, und da schießt plötzlich eine zehn Meter hohe Wassersäule, gemischt mit Oel, achter­aus senkrecht empor. Noch ertönen die Freudenrufe auf unseren Jägern, als schon eine zweite, dritte und vierte Fontäne aus der Tiefe emporsteigt. Die Horchgeräte stellen fest: Das feindliche U-Boot bleibt ge-

^Vevn Ick »sge, vlr müssen cksuernck bestrebt sein, allen Lveatualitäten ge- vacksen ru sein, so erbebe leb äsmtt cken ^nsprucd, äsü vlr nocb gröbere Anstrengungen macbsn müssen als sn- ckere d13cdts rum glelcden

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stoppt liegen. Jetzt nicht locker lassen. Der Kommandant befiehlt neuen Angriff. Kaum krachen die nächsten Bombenserien, als wie­der neuer Ausbruch von Oel und Luft er­folgt, der minutenlang anhält.

Und damit ist der Kampf beendet. Tiefe Stille tritt ein. Das britische U-Boot bleibt für die Horchgeräte der beiden ll-Vootjäger verschwunden. Rings um die beiden deut­schen Schiffe beruhigt sich das Wasser, die Wirbel und die Wellen verlaufen sich nach allen Seiten in die Weite der See. Nur eine dicke breite Oelschicht kennzeichnet die Stelle, unter der das feindliche U-Boot nach dem letzten Angriff für immer in einer Tiefe von tausend Meter Wasser versunken ist. Ebenso wie die Brücke dieses erfolgreichen deutschen U-Bootjägers wurden in der aller- jüngsten Zeit noch die Aufbauten einer gan­zen Reihe anderer Jagdboote neben dem Flottillenwappen mit der Silhouette eines feindlichen U-Vootes geschmückt.