Ausgabe 
(26.3.1943) 85
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_ ^ meisirrs der Zielen Hansestadt Bremen flmNicstes vcikündunasblatt des Bcichsstal

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üer IlMionalsoziaMen, vremens

flmNiches vcikündungsblatt des Ncichsstattstalrers in Oldenburg und Bremen

Nr. 83 , 13. Jahrgang

Zreitag, 26. März 1943

kinzelpreis 15 Nps.

vsutsck dsnSsllll

Beispiel: Die friderizianischen Ahnen

..... Und ist uns- lange ohne des All­mächtigen Hilfe und gnädigen Beistand nicht möglich gewesen, die FMbestellung zu be­schaffen. weil der Herr Obrist Tatschischew vom Regiment Wologda auch das Saatkorn davongeführt hat. nachdem auf Befehl des Hcirii Generalissimus Fermor auch alle Kühe. Färsen und Sterken' zum Unterhalt der russischen Armee daoongetrieben sind. Wir aber vertrauen nächst der Hilfe Gottes auf den König, haben auch um viel Eelch st wir unterschrieben, noch etwas Saatkörner abgetrieben und mutzten es bei Nacht ein­säen. da es bei Tag zu gefährlich gewesen märe, wegen der streifenden feindlichen Rei­ter. die alles wegnahmen..."

In dem Tagebuch eines pommerfchen Gu­tes finden sich diese Feststellungen, die wir einer Veröffentlichung von Pros. Dr. Johann -von Leers imW. B." entnehmen. Die Ein­tragung geschah im Frühjahr t75l> und lätzt «sehen, wie schon im zweiten Jahre des Siebenjährigen Krieges die Dinge verzwei­felt um die alte preussische Landschaft standen, gleichzeitig aber auch. wie die Menschen die­se, Landschaft keinen Augenblick daran dach- len. den Mut zu verlieren, oder sogar sich selbst aufzugeben, sondern wie sie im festen Vertrauen auf das Genie ihres Königs und nicht zuletzt auf ihre eigene Lebenstüchtig- lcit ungesäumt Hand anlegten, um das Not­wendigste zu tun. was zu ihrer Selbstbe­hauptung unumgänglich war. Ungebrochenen Willens griff jenes friderizianische Geschlecht die zu seiner Selbsterhaltung zu bewältigen­den. unaufschiebbaren Aufgaben an, und wie viel Grimm, Erbitterung und Jammer es auch über dix erbarmungslose Wut. mit, der es vom Kriege angefallen worden war. im Herzen tragen mochte, der Verzweiflung hat es in jenen schrecklichen Unglückstagen keinen Augenblick Rastm gegeben, blieb vielmehr mpser im Ringen und zäh im Erdulden und siegte zuletzt nach weiterer fünfjähriger Ausdauer unter seinem König in dem schreck­lichen Kriege.

Es scheint uns gut und heilsam im gegen­wärtigen Kriege, der uns zwar die brutalen Terrorangrifse der Briten und Amerikaner ins Land trägt, aber uns sonst bis jetzt in leine Not oder etwa Elend versetzt hat, den Blick auf jene Zeiten zu richten, die unsere Vorfahren zu. meistern hatten und meisterten, sie hatten nicht einmal mehr das Saatgut, um ihre Ascher zu bestellen und das Vieh. das ikmcu weggetrieben war, konnten sie wohl lange Zeit überhaupt nicht mehr ersetzen. Be­darf es eines Hinweises, um zu erkennen, wie ungleich besser unser Los in einer Zeit ist. wo wir zwar Einschränkungen aber keine Entbehrungen, wo wir zwar Gefahren, aber lein Elend zu bemeistern haben? Wie es vor allem auf die Haltung der Heimat in sol­chen Kriscnzeiten ankommt, damit hinter allen Gefahren und Anfechtungen zuletzt der Lieg und der Triumph stehen kann. das tonnen wir lernen aus jenem harten Ge­schlecht. das die Nachtstunden nahm. um seine Acckcr zu bestellen, weil ihm sonst der Feind auch das neu beschaffte Saatgut wieder weg­genommen hätte.

Dieses bedcnkend kann auch für uns nichts anderes in diesem Kriege als lediglich der Wille lebendig sein, unsere ganze Kraft an das Ziel des Sieges zu setzen, nicht rechts. Nicht links auf Unwesentliches und Neben­sächliches zu schauen, sondern wie es uns ge­ziemt und die Ahnen aus der frideriziani- lchen Zeit es uns vorlebten, frisch anzupacken, wo es anzupacken gilt. zu schaffen^ und zu vollenden, was immer unter dem Gesetz des Krieges der Augenblick erfordert. Was uns nicht unterkriegt, macht uns nur stärker! Wer sich nicht brechen lassen will. den kann nichts zerbrechen. Dafür ist ein Beweis mehr: der Eintrag in das alte Tagebuch des deiit- Ichen Gutsbofcs in Pommern, der gewitz nicht mehr deutsch wäre, wenn die Menschen zu jener Zeit undeutsch gehandelt hätten. ^

Heuer Milerkreurtrüger

Berlin, 25. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Paul Tlaas. Eruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader.

krlolgs unserer V-Lool-Zsger

Ansatz nsuart/gsr /(ampfm/tts/ ,'m /^/tts/mSsc

Berlin, 25. März. Der im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldete neue Erfolg deutscher Untersecbootjäger während weniger Tage wurden fünf britische Unterseeböote versenkt steht im Zeichen der gemeinsamen deutsch-italienischen See- kriegführung, wie sie durch die Besprechun­gen des Großadmirals Dönitz mit Floiten- admiral Riccardi erneut bekräftigt wurde. Vor wenigen Tagen teilte der italienische Wehrmachtbericht die Erfolge mit, die von der U-Boot-Abwehr erzielt worden sind, und zwar haben die Italiener 21 feindliche Un­terseeboote versenkt und mindestens 15 wei­tere mehr oder weniger schwer beschädigt.

Die U-Voot-Abwehrmethoden sind von den Achsenmächten ständig verbessert worden, und in steigendem Matze haben nun auch deutsche klnterseebootjäger im Mittelmeer operiert. Neuartige Kampfmittel kamen hierbei zur Anwendung, und so gelang die Versenkung der fünf britischen Unterseeboote in auf­fallend kurzer Zeit. Unsere Unterseeboot- jäger tauchen überraschend an verschiedenen Stellen- im Mittelmeer auf. und ihre Er­folge tragen zur Entlastung der Transport­lage bei.

In gleicher Weise wie die Unterseeboot­jäger bekämpft die Bordflak der deutschen Kriegsmarine, die im Mittelmeer auf Transportern eingeschifft ist, die feindlichen Streitkräfte, die zur Störung unseres Nach­schubs eingesetzt sind. Vor einigen Tagen schotz die Bordflak eines-für Tunis bestimm­ten Geleits drei angreifende Torpedoflug­zeuge ab. Der Abschutz eines Torpedoslug­zeuges, der häufig erst in letzter Minute gelingt, bedeutet nicht selten die Rettung eines Schiffes und seiner Ladung, auf deren Eintreffen die kämpfende Front wartet.

Und auf der anderen Seite die Taktik der deutschen U-Boote? Hierüber gibt die fol­gende ev-Meldung aus Lissabon Nufschlutz: Mehr Eeleitschutzschiffe und noch stärkere Abwehrmatznahmen gegen die deutschen Un­terseeboote verlangt der Marinefachver-

ständige des LondonerDaily Telegraph", Mc. Wynie, der soeben von einer Reise mit einem nach Gibraltar fahrenden Geleitzug nach London zurückgekehrt ist.Die See­schlacht der U-Boote ist mit einem Frllh- lingsblitz wieder aufgenommen worden", schreibt Mc. Wynie. Es sei einer der lang­samsten Eeleitziige gewesen, der je auf die Reise geschickt wurde. Die Sicherungsfahr- zeuge waren an Zahl doppelt so stark'als sie 1911 waren.In den Monaten Dezember

und Januar", erklärte Mc. Wynie,als die Versenkungsziffern absanken, haben die Deutschen eine neue Taktik des Angriffs aus­gearbeitet, und diese neue Taktik haben sie ausgerechnet bei dem Eeleitzug, auf dem ich fuhr. angewendet." Diese Taktik beschreibt der Kommentator als einen kombinierten Luft- und U-Voot-Nngrifs. Er geht von der Annahme aus, daß die Luftangriffe nur dazu da waren, den U-Booten das Anpirschen an den Eeleitzug zu erleichtern.

Lkurckill spielt äsn 8ünverkörigea

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Drabtbericht unseres Vertreters

hw. Stockholm, 25. März. Nachdem von offiziösen Washingtoner Stellen eingestanden wurde, datz zwei Atlantikgelcitzüge durch deutsche U-Boote beträchtliche Verluste er­litten haben, ist diesmal ausnahmsweise auch England nicht still geblieben. In der Unterhaussitzung vom Donnerstag wurde von mehreren Seiten Churchill aufgefordert, zu den deutschen Angaben, insbesondere über. die Versenkung von mehr als 89 Schiffen aus einem einzigen grasten Atlantifgeleit- zug mit Kriegsmaterial, sich zu äußern Churchill brachte es nicht fertig, wenigstens so relativ ehrlich zu sein wie der Leiter des amerikanischen Kriegsinformationsbüros. Eine derartige Ehrlichkeit hätte einfach ge­gen seine Lügengrundsätze verstotzen. Er zog es darum vor. sich hinter üblichen ingrimmi­gen Redensarten zu verschanzen, deren Ton freilich in gewisser Hinsicht stets bereits ein Eingeständnis darstellt.

Churchill antwortete den Fragestellern: Von deutscher Seite würden gar mancher­leiabsurde Behauptungen" aufgestellt. Er habe es stets bevorzugt, den Feind in seinen Illusionen zu belassen, statt Anhaltspunkte

zu liefern, die dem Feind zur Beurteilung der Angaben seiner U-Boot-KomMandanten von Wert sein könnten. Selbst in geheimer Sitzung würde er nicht bereit sein, genaue Zahlen über die Höhe der durch deutsche U- Boote versenkten Schiffe zu geben. Immerhin könne er zur allgemeinen Beruhigung soviel sagen, datz die Verbündeten größere Flotten auf den Meeren hätten als zu Beginn des U-Boot-Krieges und datz die Verbesserung anhalte.

Diese Schlutzwendung so wenig über­zeugend sie wirken mutz hielt Churchill wohl deshalb für unumgänglich, weil selbst ihm wohl dämmern möchte, datz seine bis­herigen Redensarten zur Begründung seines Sträubens, irgendwie zu den deutschen Er­folgsmeldungen Stellung zu nehmen, als äußerst schlechtes Zeichen aufgefaßt werden müßten so oder so ergibt sich ein fataler Unterschied zwischen den Aeußerungen in London und in Washington. Wenn Davies begrübt Verluste der beiden Eeleitziige zu­gibt, Churchill aber den Schwerhörigen spielt, solange kann sich die Umwelt einen Begriff davon machen, wie es hinter den Kulissen der Anti-U-Boot-Kriegführung aussehen mag.

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DrahtLerrcht unserer Berliner Schriitlcitnng

ckr. V. sck. Berlin, 25. März. In der ge­genwärtig stattfindenden Diskussion zwischen England und den Vereinigten Staaten han­delt es sich nicht nur um das Thema des Bolschewismus und seiner weltrevolutionä- ren Ansprüche. Es ist verständlich, wenn sich das Interesse vor allem der kleinen Natio­nen in Europa auf diese Auseinandersetzung konzentriert, in der es sowohl Churchill und

Eden aus der einen, wie Roosevelt und Hüll auf der anderen Seite in erster Linie darum geht, den wirklichen Tatbestand hinter dem Schlagwort von der kollektiven Sicherheit und hinter anderen scheinheiligen Phrasen zu tarnen. In der türkischen Presse wird jetzt darauf aufmerksam gemacht, datz Eden nicht nur als Advokat für die bolschewistische Hegemonie über Europa nach Washington gegangen sein kann, datz es ihm vielmehr auch darum gegangen sein mutz, sich der Sor-

Sowjets süälicti äes Lsöogssees erkolglos

/n lunss/so sc/iws7S <cimpts gsgsn übsr/sgsns 5sikic//crö/ts

Aus dem Führerhauptquartier, 25. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Südlich des L ado gas e es führte der Feind infolge der schweren Verluste schwächere Angriffe als , an den Vortagen, denen wiederum jeder Erfolg versagt blieb. Bei der Vernichtung einer abgeschnittenen feindlichen Gruppe machten unsere Truppen mehrere hundert Gefangene. Ueber tausend Tote wurden gezählt. Oertliche Kämpfe in den übrigen Frontabschnitten, besonders am oberen Donez, verliefen erfolgreich Bunker und Feldstellungen wurden genommen, Ge­fangene und Beute eingebracht. In schweren Kämpfen wurden Angriffe überlegener feindlicher Kräfte an verschiedenen Front­abschnitten des tunesischen Kampfrau­mes abgewiesen. Deutsche Jäger schössen elf Flugzeuge äb. Einzelne feindliche Flug­

zeuge überflogen am gestrigen Tage nord- westdeutsches Gebiet. Durch vereinzelte Sprengbomben entstand unbedeutender Scha­den. Die Luftwaffe griff mit schnellen Kampfflugzeugen am Tage den Verkehrs­knotenpunkt Ashford in Südengland an. Volltreffer im Bahnhof und in Versorgungs­anlagen der Stadt wurden beobachtet. In der vergangenen .Nacht bombardierten schwere deutsche Kampfflugzeuge kriegswich­tige Ziele am Firth of Forth und an der englischen Nordostkiistc. Unter Eiisiatz n e u- artiger Kampfmittel haben Unter­seebootjäger der deutschen Kriegsmarine im Mittelmeer während weniger Tage fünf britische Unterseeboote versenkt. Major Münchcberg, ausgezeichnet mit dem Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, fand nach seinem 135. Luftsieg den Heldentod."

gen wegen der Zukunft des Empire und wegen der Bedrohung durch den Dollar­imperialismus zu entledigen und nach die­ser Richtung einige beruhigende Zusicherun- gen des Weißen Hauses zu erwirken.

Was soll dann schließlich noch für England übrigbleiben, wenn es auf der einen Seite so oder so für immer aus Europa herausgeworfen wird und wenn gleichzeitig das Weiße Haus und die Wallstreet ihr« Politik der Unterhöhlung und Beerbung des Empire brüsk und ungeniert fortsetzen. Wenn jetzt Stalin in hemdsärmeliger Ma­nier mit der Ernennung des radikalen Im­perialisten Korneitschuk zum stellvertretenden Autzenkommissar rücksichtslos deutlich wurde, so glaubt Roosevelt, datz er genau so grob­schlächtig und brutal vorgehen kann. Wenn er jetzt ohne jede Rücksichtnahme auf die bri­tischen Wünsche Casablanca zum Flottenstütz­punkt der USA.-Marine machte und gleich­zeitig in dem General Patrick Hurley einen persönlichen Vertreter für den Nahen und Mittleren Osten mit dem Amtssitz in Kairo, also einen unmittelbaren Konkurrenten für den australisch-britischen Nahost-Minister Ca- sey ernannte, so lätzt das gewitz an Deut­lichkeit nichts mehr zu wünschen übrig. Die mit den Namen Casablanca und Kairo ge­kennzeichneten amerikanischen Aktionen ha­ben eine unverkennbare Spitze gegen die durch das Mittelmeer führende Lebensader des Empire.

Mit brutaler Zähigkeit.verfolgt der Dol­larimperialismus auf den Wegen einer (Fortsetzung auf Seite 2)

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ZurVerpflichtung der Jugend"

Von Oausckulungsleitsr Heinrich Luscksr

Verpflichtung der Jugend! Dies ist ein Tag ernsten Besinnens. Umgeben von ihren Eltern, Erziehern und Freunden wird den 11jährigen Jungen und Mädeln klar, datz sie an einem neuen Abschnitt ihres Lebens stehen. Die Schule entläßt sie, das Berufs­leben nimmt sie auf. Tausend ungelöste Fragen und Probleme treten an sie heran, die nun selbständig von ihnen gelöst werden wollen. Der größte Teil der Jugendlichen verläßt bald das elterliche Haus, zieht in die Lehre, in den Betrieb, in den Landdienst, in die große Stadt in eine neue Welt.

Diese neue Welt ist heute anders als früher. In dem Zeitalter, als man noch die gemütliche Postkutsche kannte, die stille Ver­traulichkeit kleiner Städte, den zwar ge­strengen, aber seit langem bekannten Lehr- herrn, der doch oft nur der Onkel oder Vet« ters-Vetter aus der engeren oder weiteren Verwandtschaft war; in jener Zeit erschien alles viel leichter. Und die Mädchen gar sie blieben zu Hause, hart arbeitend und schaffend, aber doch wartend auf den Freier, und hier nur von einer selbstverständlichen Sorge erfüllt, ob es auch der Richtige sei.

Das gegenwärtige Zeitalter der Technik aber, mit Flugzeug, Rundfunk und Auto­mobil, bat eine neue Umwelt geschaffen. Der junge Mensch verläßt heute das Elternhaus, die alte Freundschaft, den engeren und weis

^Vo äss Oroüo erkämpkl overüen soll, äs ist es dilliZ, äsll äss Scluverste übernommen iverclen

INrisi. llrvM länger

teren Bezirk der Heimat und arbeitet oft Hunderte von Kilometern entfernt von den Stätteit seiner Jugend. An die Stelle der kleinen gemütlichen Wirtschaft von Onkel und Vetters-Detter und des gestrengen Lehr­meisters von einst ist heute der unpersönliche Großbetrieb und der Werkmeister getreten, dessen Vertrauen es erst zu gewinnen gilt. Und die Mädchen? Sie kennen kein be­hütetes Leben mehr in dem selbstverständ­lichen Pflichtenkreis der Familie, wie es ihre Mütter noch kannten, sondern müssen selber sehen, wie sie ihren Weg gehen.

Schon um die Jahrhundertwende fing dies an. Nach dem verlorenen ersten Welt­krieg wurde es stärker und stärker. Die Systemzeit vor allem vermochte keine klare Lösung zwischen Mensch und Umwelt mehr zu schaffen. Hier ist heute die große Auf­gabe der Partei. Sie bringt die Be­lange und Sorgen des Volkes in das rechte Verhältnis zu Staat und Wirtschaft. Es ist darum auch ihre selbstverständliche Pflicht, für dfe Jugendlichen Sorge zu tragen, die in diesen Tagen das Elternhaus und die Stätte der Jugend verlassen, um dem Ernst des Lebens mit Mut und Eottvertrauen zu begegnen.

Dieses wird ihr leicht dadurch, datz Pimpf und Jungmädel, schon seit Jahren in ihrer Jugendorganisation stehend, überall in der deutschen Welt auf die gleichen vertrauten Anschauungen und Formen stoßen, die ihnen seit den ersten Tagen ihrer Zugehörigkeit zur Jugendbewegung des Führers besonders lieb und teuer geworden sind. An die Stelle von Schule und Elternhaus tritt somit die Bewegung. Sie mutz den Jungen und Mäd­chen auf ihrem weiteren Wege Stütze und Hilfe'sein. Sie hat aus der Zersplitterung deutschen Wesens wieder eine einheitliche Form und eine klare Auffassung von Cha­rakter und Willen gestaltet. Sie allein besatz Schwung und Einsicht genug, den Forderun­gen der Gegenwart gerecht zu werden. Ist es nicht ihr Ruf nach Krotzdeutschland, um den heute in 19 Jahren des Aufbaues geformt und gebildet gekämpft wird?

Ihr Kampf eröffnet der Jugend von heute das Tor zur Welt. Vor keinem heranwach­senden Geschlecht in der modernen Geschichte unseres Volkes haben größere Zukunftsauf­gaben gestanden. Denkt doch daran, wieviel

Unser Krsk1vove8 Lrbeil8SlIl08 im kreldelkkamiik

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ärz. Bei der Gründung der rer Wartheland, die in Ee- inleiters und Reichsstatthal- olgtc, sprach Reichsorganisa- Ley über die Aufgaben dieser ozialen Selbstverantwortung, e Betriebsführer, den Schaz- ckätzc zur Verfügung M stct- Höchstleistungen ermöglichen I aus:Gebt-dem Arbeiter sich entwickeln, ertüchtigt ordnet den Arbcitsslug und iereitunqen zum besten, er- j°er gesund, steht ihm immer :e, dann braucht er keine ! zu erwarten, sondern erver- was er ^m Lebe» wunM, eistungsvermogen. Un>er Ar- überall so gestaltet kommenden Ze.t den arksten zrung des gropdeutichen Frei ^ teilen vermag.

: Ordnung teilt sich -n °rci rite stellt die staatliche 1 r. zu der insbesondere auch er gehören, der

öt daneben der obcrst

lrichter schließlich ist die Deutsche Ar- ront 'als Teil der Partei Mittler zwl- klnternehmer und Arbeiter, Vertreter erechtigten Interessen des Arbetts- ; Motor der sozialen Entwicklung. Die ck>e Arbeitsfront vertritt das schallende k>e Volk Sie ist ein Glied der Partei handelt in deren Auftrag. Dazu tritt ,eiterer besonders wichtiger Faktor die e Selbstverantwortung. Hier liegt auch bedeutungsvolle Aufgabe der Arbeits- er in allen Fragen, die das-Arbeits-

L^umr'itz konkrete aktuelle Aufgaben lrbeitskammer in den kommenden Mo- . die insbesondere aus dem Gebiet der ießung von Leistungsreserven liegen, a gehören auch Fragen des Arbeitsekn-

(Einschulen und Umschulen, ourwrge je Schaffenden in Lagern, iremde Ar- räfte usw.).-Bekämpfung von Arbeits- ien. Schutz der Gesundheit. Fragen der id und der Frauen.-ihrer Eeiunderhal- und Leistungscrtllchtigung und weitere -iche Probleme. Hinzu kommen örtliche zeitliche lokale Fragen aller Art des 'tslebcns. Der totale Krieg verlange,

datz nur getan wird was kriegs- und sieg- wichtig ist.

Gauleiter Greiser nahm die Arbeitskammer in die Obhut des Gaues und unterstrich die große Bedeutung ihrer Aufgaben mit der Mitteilung, datz er für die Dauer der Ein­berufung des Eauobmannes der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Derichsweiler, persönlich die Führung der Deutschen Arbeitsfront im Reichsgau Wartheland übernehme.

Am Vortage weilte Dr. Ley im Osten des Gaues Wartheland. besuchte dort ein Um- siedlerdorf und sprach zu den Deutschen in dem vorgeschobenen Raum des Reiches, wo­bei er u. a. sagte:Das Herz einer Nation liegt nicht im geographischen Mittelpunkt, sondern schlägt am stärksten und heißesten an den Grenzen, wo die Menschen im Kampf um die Behauptung ihres Blutes und um das weitere Vordringen unseres Volkstums stehen. D^s Land. das unsere Soldaten er­oberten, mutz von deutschen Menschen fest in Besitz genommen werden. Der Boden mutz uns kraft unserer völkischen und produktiven Leistung tatsächlich gehören."

Vor einer keibe von lagen melckst? cksr OXW.-Serickt ckie Vernichtung ckss sowjetischen 7 Larcks-l(svsl>örie-l(orps an cksr kvlius-llront. Die blasse ckss Korps wurcke sukgsrieben unck ikr Koinrnsnckisrsncker Ssnsrsl. OsnersI llorrissow, gefan­gengenommen. blensctien unck Tiers. Wallen unck Wagen waren, wie unser llilck reigt, cken ckeutscken Lranatsn zum Opker gefallen.

TL->uknakme: Kriegsberichter Kalb l8eb>