Ausgabe 
(25.3.1943) 85
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r- >s°sz-tluns M der Nationallbzta

! —— " zrelen liansestadt vremen flmtliktirs verkünvunnsbiatt des Ncichsstal

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Bremen: Seelen 3/8. Rui 2 >S3I. Nachlrui n. sonntags 217 65: Ob-rnstr 83. Rui 2 >231; Syke: Mühlendamm 2: Br-Ksmeltngen: Bahn- hosstratze S. Ecke Poststr.. Ruf «815»: Br.. Degesack: Rohrstr 21. Ruf 1 u. 8: Br -Blumen- thal: Äapt.-Dallmann-Str. 11/13, Ruf SS u. SS.

Nr. 84, 1Z. Jahrgang

üer NationatsoziaMen. vremsns

flmilichrs verkündungsbiatt des Ncichsstattiialters in Oldenburg und Vremen

kinzelpreis 13 Nps.

Viriler koglsnä - ksnksrs

Erfolgsserie mit kurzen Intervallen

Und wiederum konnte die Fanfare des England-Liedes der Welt triumphierend eine E- Großtat. deutscher U-Boote kundtun Schmerzlich mögen die Klänge den Englän­dern und Amerikanern ins Mark gegriffen Hoden, zumal diese siebte der U^Boot-Sonder- mldungen in diesem Monat geradezu einen Rekord in sich schlicht, wo doch die Intel, volle der Meldungsserie dieses Mal so kurz, der Rhythmus noch niemals so stark gewesen ist. In hilfloser Angst zerbrechen sich unsere Gegner in London und Washington die Köpfe darüber, was nun eigentlich wirklich — und nicht nur mit Lügen und Großsprechereien — gegen die U-Bootgefahr unternommen wer­den könnte.

Tolle Vorschläge sind es, die sich die USA.- Zeitungen und Zeitschriften (weil sie selber am Ende ihres Lateins anlangten), von ihren Lesern machen lassen. Und wenn wir hier nurden einen, von einem spottsüchtigen Jankee stammenden, natürlich ironisch ge­meinten Vorschlag erwähnen, nämlich, man seile alle Ladungen nach England, Afrika Bd Australien ganz einfach schon am Aus- Wgshafen in die See werfen, weil sie schließlich doch auf dem Meeresboden landen Miden, so darum, weil die übrigen ernst­gemeinten Vorschläge tatsächlich ebensowenig inigen und keineswegs' die Schlagkraft un­serer U-Boote vermindern könnten.

Rund 900 00V BRT. feindlichen Schiffs­raums sind einschließlich des Ergebnisses des italienischen U-Boot-Krieges bis jetzt schon im März versenkt, und noch efne ganze Woche fehlt bis zum Ende des Monats. Line Woche, die bestimmt nicht ohne weitere Erfolge für uns und unsere Achsenbrüder bleiben dürfte. Es gehört nicht gerade eine besondere Prophetengabe dazu, um vorauszusagen, daß das März- ergebnis an versenkter Tonnage bestimmt eine Million überschreiten wird, zumal die Bersenkungserfolge unserer Flugzeuge mit­zurechnen sind. Nun mag man in London und Washington in fieberhafter Nervosität hin und -her raten, was endlich alles gegen den eindeutig ungünstigen Verlauf der At­lantik-Schlacht unternommen werden konnte. Den Phantasten, die da meinen, mit einem Zwittertyp zwischen Fracht- und Kriegsschiff eine Patentlösung gefunden zu haben, brau­chen wir selbst nichts zu erwidern, weil ,hr Plan bei den USA.- und britischen Fach­leuten selber nur auf überlegenes Lächeln und Kopfschütteln gestoßen ist. Ob von Fach­leuten oder Laien: alle Bemühungen, die U-Boot-Cefahr zu bannen, werden vergeb­lich bleiben. Dafür wird auch die Heimat sorgen, indem sie, soweit ds in ihren Kräften liegt, dazu beiträgt, daß des Führers Aus- spruch: „U-Boote noch und noch!" werter oerwirklicht werden kann.

Im vollen Bewußtsein dessen, daß Chur­chill ausnahmsweise die Wahrheit sagte, als er seinen Landsleuten erklärte, der Ausgang der Atlantik-Schlacht werde das Schicksal Englands bestimmen, setzen die deutschen U-- Bootinaiinschasten, die deutsche Luftwaffe und auch die deutsche Heimat das volle Matzihrer Leistungsfähigkeit daran, um diese Waffe, womit England so schwer getroffen wird, ständig scharf, ja, immer noch schasser zu machen. Wenn aber solche Leistungsfähigkeit aus einer Gesinnung wächst, die alles„ was bisher dem privaten Ich gegolten, m Nichts versinken läßt und nur noch der Wille Zur Stärkung der kämpfenden Gemeinschaft nn deutschen Volke besteht, wird der Lei­stungsfähigkeit entsprechend schließlich das gewaltige Leistungsergebnis folgen, mit dem England und Amerika am Ende so schwer getroffen sein werden, daß ihnen der Atem für immer ausgeht. ^ I-

,T°s Zentralkomitee der französischen Fr-iwil- ligenlcgion zum Kampf gegen den Bolschewismus trat gestern unter dem Borsitz seines Präsidenten, Zwei-sekretärs Botschafter de Brinon. zus-munen. Da- Komitee ist durch ene Reihe von Persönlich­keiten. darunter vor allem namhaste Journalisten und Schriftsteller, erweitert worden. Unter lynen künden sich der Borsitzende der BcrusSverelr»- Sung der Pariser Tagespreise und Direktor der »Nouveauy Temps" Jean Luchmre, der Di«ktor d°rZeitschrift „Je suis partout" Lesca. derSchrM- Heller de Lesdain sowie der Leiter der Wochenzeit­schrift ,.La Gerbe", Mphonse di Chateaubriand

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Aus dem Führerhauptquartier, 24. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Die Abwehrschlacht südlich des La­dogasees dauert mit unverminderter Härte an. Der von zahlreichen Schlachtfliegern und starkem Artilleriefeuer unterstützte Ansturm der Sowjets wurde in erbitterten Nah- kampfen blutig zurückgeschlagen. Von der ge­samten übrigen Ostfront wird nur örtliche Kampftätigkeit gemeldet. Verschiedene zur Frontverbesserung und zur Säuberung des neu gewonnenen Geländes geführte örtliche Angriffsunternchmen verliefen erfolgreich. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich ge­gen Nachschubkolonnen und den Eisenbahn­verkehr des Feindes.

In Süd- und Mitteltunesien hielten auch gestern die harten Kämpfe an. Am Widerstand deutscher und italienischer Divi­sionen scheiterten mehrere Durchbruchsver­suche. Energisch geführte Gegenangriffe hatten Erfolg. 44 Panzer wurden abge­schossen, Gefangene und Beute eingebracht. Deutsche Kampfflugzeuge versenkten in der Nacht zum 23. März im Seegebiet von Al­gier ein Handelsschiff von 8000 BRT. un­beschädigten im Hafen von Oran ein zwei­tes großes Schiff durch Lufttorpedo. Bei Tages- und Nachteinflügen einzelner feind­licher Flugzeuge in oas Reichsgebiet sowie über dem westfranzösischen Küstenraum wur­den sieben feindliche Bomber abgeschossen.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage kriegswichtig« Ziele an der britischen Südküste an. Unterseeboot- jäger vernichteten vor der norwegischen Küste ein feindliches Unterseeboot.

Wie durch Sonder Meldung bekannt­gegeben, fügten deutsche Unterseeboote dem feindlichen Nachschub für die Afrika-Front neue Verluste zu. Sie versenkten aus einem von Amerika nach Gibraltar bestimmten Ee- leitzug und aus Mittelmeergeleiten in den letzten Tagen 15 Schiffe mit 73 000 BRT. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert."

*

Mitten im Atlantik erfaßten einige deutsche Unterseeboote einen US.-amerikanischen Ee- leitzug, dessen voll beladene Transporter für die Nordafrikafront bestimmt waren. In sie­bentägigen Operationen führten die Angriffe zu den m der Sondermeldung vom 24. März berichteten Erfolgen. Als der Geleitzug ent­deckt wurde, herrschte spiegelglatte See. Selbst der Schaumstreifen, den das ausgefahrene Seerohr nach sich zieht,, ist an solchen Tagen auf weite Entfernungen zu sehen. Jede An­näherung an das Geleit kann daher vom Gegner schon früh erkannt werden, und so mußten unser« Fühlung haltenden Boote außerordentlich vorsichtig operieren. Trotzdem gelangen schon in der zweiten Nacht dje

ersten Versenkungen. Nun versuchten die Reste des Eeleitzuges, sich durch einen scharfen Zack nach Norden der Verfolgung zu ent­ziehen. Sie holten nördlich der Azoren zu einem weiten, Zeit und Brennstoff fressen­den Umweg aus. Die starke Sicherung ver­suchte unsere Boote abzudrücken. Sie ließen sich aber nicht abschütteln, und auch der Zack nach Norden nützte dem Gegner nichts. Ani 4. Tage war es den wenigen Booten, die die Fühlung hielten, gelungen, die feindliche Abwehr zu zermürben. Nun folgte bis dicht vor Gibraltar ein Angriff auf den anderen. Auf dem Wege zu hen nordafrikanischen Lan­dungsplätzen im Mittelmeer wurde der feind­liche Nachschub erneut gefaßt. Hier stand er in Küstennähe unter stärkster Luftüber­wachung, die mit Zerstörern und Korvetten usammenarbeitete. An die in Tunesien ämpfenden deutschen und italienischen Trup­pen denkend, setzten unsere Boote zu kühnen Angriffen bis in Landnähe an. Weitere Er­folge wurden erzielt. Die Eesamtstrecke dieser Operationen belief sich nach siebentägiger Dauer auf 15 Schiffe mit 73 000 BRT. Ueber 100 000 Eewichtstonnen wertvollsten Kriegs­materials erreichten somit den afrikanischen Kriegsschauplatz nicht mehr. Mit ihrer Ver­senkung haben unsere Boote zur Entlastung der deutsch-italienischen Truppen beigetragen, die gerade jetzt starken Feindangriffen in Tu­nesien standzuhalten haben.

vsr Krem!-Mktstör steigert seine koräerungen

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DratztberiKt unserer Berliner SLriftlettmia är. V. scb. Berlin, 24. März. Die Bolsche­wiken lieben die Diplomatie in Glacehand­schuhen nicht. Stalin zieht himdärmelige und grobschlächtige Methoden vor. Wenn er jetzt einen weltrevolutionären Imperialisten von reinstem Wasser namens Korneitschuk zum stellvertretenden Volkskommissar für die aus--, wältigen Angelegenheiten ernannt hat, so müssen sich die Herren in London und Wa­shington so vorkommen, als ob Stalin ihnen einen Schlag auf den Kopf versetzt hätte.

Der Name Korneitschuk ist ein Programm. Es handelt sich um den Verfasser von den zwei Aufsätzen in der „Prawda", die vor

einiger Zeit erschienen und die ersten Raten der bolschewistischen Ansprüche auf Europa in so drastischer Form zum Ausdruck brachten, daß sich an ihnen die für England und die Vereinigten Staaten so unerwünschte und peinliche Diskussion über die Zukunft Euro­pas entzünden mußte, in deren Verlauf der britische Wille zum Verrat an Europa in­zwischen- vollkommen entlarvt wurde.

Korneitschuk erweiterte in der „Prawda" die moskowitischen Forderungen, in deren erste Rate „nur" Ostkarelien, die baltischen Staaten, die Bukowina und Befsarabien er­schienen waren, auch aus Polen. Er knüpfte sich in scharfer Weise den Emigrantenkliingel

um Sikorfki vor. Diese Londoner Flücht- lingsregierung, so wetterte er, vertrete nur engstirnige Klassenintrresfen und sei in kei­ner Weife legitimiert, für die Bevölkerung in den ehemals polnischen Ostgebieten zu sprechen. „Nur hoffnungslose Toren glau­ben, daß Lemberg unh die Bevölkerung der Westukraine aus die Polen warten und daß die Ukrainer in den westlichen Distrikten zum Analphabetentum, zu Arbeitslosigkeit, Be­sitzlosigkeit und zu nationaler und sozialer Unterdrückung durch blutrünstige polnische Nationalisten verurteilt werden wollen." Man kann in diesem Zusammenhang zu­nächst davon absehen, daß es wie blutiger und grotesker Hohn wirken muß, wenn aus­gerechnet ein Moskowiter sich gegen Besitz­losigkeit, Analphabetentum und nationale und soziale Unterdrückung wendet. Entschei­dend bleibt, daß sich in dem Aussatz Korneit- schuks die „Prawda" mit nicht mehr zu miß- zudcutendcr Schärfe zur beabsichtigten An- nektion früher polnischer Gebiete bekannte.

Von diesem Punkte aus nahm der offene sowjetisch-polnische Konflikt seinen Ausgang, in dessen Verlauf die Londoner Regierung sich nicht um eine Stellungnahme drücken konnte, wenn sie nicht den Unwillen des Kreml auslösen wollte, den Churchill nach seinen persönlichen Erfahrungen mit der „Barschheit" Stalins fürchtet wie der Teu­fel das Weihwasser. Die Diskussion weitete sich immer mehr ins Grundsätzliche und All­gemein-Europäische aus, erzeugte steigende Nervosität und Unsicherheit in den Vereinig­ten Staaten, und schließlich mußte Eden so­gar nach Washington fahren, um dort eine gemeinsame Formel zu suchen, mit der man das erwachte Mißtrauen der kleinen Natio­nen betäuben sollte, ohne dabei gleichzeitig den Bolschewiken aus die Hühneraugen zu treten. Heute erklären übereinstimmend Churchill, Eden und Hüll, daß es vor dem Ende des Krieges nicht möglich sei, sich aus bestimmte Einzelheiten der künftigen Grenz­ziehung festzulegen. Man hat auch im Ver-

(Fortfetzung auf Seite 2)

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jagen, 24. März. Die Wahlen >en Folketing haben Berechnung das nach folgend« Ergebnis gehabt: Dr« '

erhielten 8S4 777 gegen 72» 61«

-i den Wahlen am 3 -Arrl 1339.

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25 Stimmen: die Bau-rnl.nke

413 gegen 308 355 Stimmen d,- ner erhielten 31085 gs

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*

rahtet unsere Berliner Schrift-

e Tatsache, daß im m'lltansch b mark freie und ungehinderte W°Y .lkething stattfinden konnten - . Ablimf und da« Ergebnis bereu

ie Feindagitation eine schwere Nie- 3n sinnfälliger Weise wurde es den Europas bekräftigt, daß es nicht Phrase ist, daß auch ,m Rahmen ins ins Auge gefaßten europäischen ,na die freie individuelle Entsal- r Nationalität möglich sein soll und unsere politische Weltan>chauung eine Exportware betrachten, mel- - Verwirklichung der europäischen last auf dem Grundsatz zwar der er- schicksalsgemeinschaft, aber doch der ,en Zusammenarbeit anstreben? Es klich sehr weit in dieser Richtung, r mitten im Kriege, in dem die en Notwendigkeiten zweifellos über-, s Gebot sein müssen, uns m einem j besetzten Lande dem Wunsch nach (gemeinen Volkskundgebung nicht

Aen'und^ihrer Agitation paßt die g einer solchen Tatsache vor allem Zeit nicht in den Kram. in der sie Befehl des Kreml die Berechti- kiinfkigen Selbständigkeit und ,n- -eihest der europäischen Nationen müsien. Auf allen Kanälen, durch lüpfen konnten, haben sie in Däne­

mark die Wahlenthaltung zu propagieren versucht, um, wenn sie Erfolg gehabt hätten, sagen zu können, daß es sich bei dieser Wahl um eine Farce gehandelt habe. Sie sind sehr bös hereingefallen, weil das dänische Volk ihnen nicht den Gefallen getan hat, auf ihr? Leimruten zu gehen. In vollkom­mener Ruhe und ohne den geringsten Ver­such zu Demonstrationen verlief die Wahl am Dienstag.

Die Wahlbeteiligung war ganz außer­gewöhnlich hoch (rund 10 Prozent höher als 1939). Das Ergebnis stellt ein überwälti­gendes Bekenntnis zu der Politik der Zu­sammenarbeit mit Deutschland dar, zu der sich der verstorbene Staatsminister Stauning am 19. April 1940 bekannt hat und die heute von der Regierung Scavenius konsequent weitergeführt wird.

Die Mandate im neuen dänischen Folke- thing, insgesamt 149, verteilen sich so: die Sozialdemokraten 67 (4- 3), die Konserva­tiven 31 (4- 5), die Vauernlinke 28 (— 2), die Demokraten (Mittelstand) 13 (— 1), die Bodenreformer und die Bauernpartei je 2, die Nationalsozialisten unverändert 3 und die neue dänische Sammlungspartei, die erst­

malig um die Wählerstimmen warb, 3 Man­date. Das ist der ganze Erfolg der britischen Agitation, die sich bemüht hatte, diese Samm­lungspartei zu unterstützen. Der Fortschritt der dänischen Nationalsozialisten findet in den Mandatszahlen nicht den richtigen Aus­druck. Gemessen an den abgegebenen Stimm- zahlen hat sich die Partei der dänischen Na­tionalsozialisten, wie aus den oben mitge­teilten Stimmenzahlen hervorgeht, nicht un­wesentlich verstärken können.

Die Kopenhagener Zeitung „Politiken" sagt zu dem Wahlergebnis, daß es als eine großartige Zustimmung zur nationalen Zu­sammenarbeit aufgefaßt werden müsse,'und „Berlinske Tidende" bezeichnet den Wahl­ausgang als eine einzig dastehende Ver­trauenskundgebung für dre zusammenarbei­tenden Parteien. Der Exponent dieser Zu­sammenarbeit ist der Staats- und Außen­minister Scavenius, der sich zu einer ver­nünftigen realpolitischen Zusammenarbeit mit Deutschland bekannt hat. So dürfen wir diese dänischen Wahlen und ihr Ergeb­nis immerhin als eine kleine Station auf dem Wege zur europäischen Gemeinschaft und damit als eine kräftige Schlappe für die gegnerische Agitation beurteilen, vr. v. sck.

K. Als die Briten vor Jahr und Tag norwegische Seeleute, die sich während der deutschen Sicherungsaktion im hohen Norden außerhalb der Heimat befanden, in ihre Dienste preßten, richteten sie mit lautem agitatorischen Tamtam in London und New- york sogenannte Familienkonten sür sie ein. Der größte Teil des Arbeitslohnes dieser mißbrauchten Seeleute floß denn auch als Sparfonds auf die „Familienkonten", die in­zwischen die Höhe von 1,3 Millionen Pfund erreichten. Dieser Tage wurde tzie norwegi­sche Öffentlichkeit von der ungeheuerlichen Nachricht in Empörung versetzt, das; die ein- behaltenen Beträge — man höre und .staune! — für angloamerikanischs Riistungszwecke Verwendung finden. Das widerliche Plutokratengesindel jenseits des Kanals vergreift sich also mit seinen schmutzigen Händen nunmehr sogar an den auf Todesfahrten erworbenen Spar­groschen betrogener und in ihrer Willens- entschcidnng behinderter Schiffsmänner. Die­ser zum Himmel schreiende Raubakt reiht sich allerdings würdig den übrigen Schandtaten der „Gentlemen" an, die dem Geschehen am Rande der englischen Kriegsgeschichte das Gepräge geben. Wir sind in der Lage, jene erneut in den Brennpunkt der politischen Kritik gerückte uferlose Verworfenheit an einigen besonders markanten Beispielen als typisch britische Gemeinheit zu kenn­zeichnen.

Es war im Frühjahr 1940, als während des Zusammenbrnchs der französischen Wehr­macht ein „Aristokrat vom Scheitel bis zur Sohle", der mit handschriftlichen Empfehlun­gen eines Pariser Ministers ausgerüstete E,arl of Suffolk, in elegantem Wagen von einer französischen Provinzbank zur an­dern fuhr, um dort in angeblich amtlicher Mission die Herausgabe gewisser Diamanten­vorräte Amsterdamer und Brüsseler Her­kunft zu „organisieren". Vankleiter, die ihre Schätze dem edlen Lord nicht sofort zur Verfügung stellten, wurden mittels fuchteln­der Pistole freundschaftlich unter Druck ge­setzt. Als der Carl seinem Koffer genug fremde Schätze anvertraut hatte, tauchte er in Bordeaux unter, um sich vor Abschluß des, deutsch-französischen Waffenstillstandes gen England einzuschiffen. Ein britischer Zer­störer, vom Secret Service im Einver­ständnis mit der Londoner Admiralität

IVeun üss Tickt mit <Ier Finsternis zu­sammenprallt, xtbt es kein paktieren! Da gibt es nnr Kampi ant Leben nnü lack, bis rur Vsrnlcktung des einen oder anderen leils. Dtstrtcd Lckart

in den Golf von Viscaya dirigiert, nahm die willkommene Beute zwecks Weiterleitung in die Stahlkammern der Bank von Eng­land an Bord. Es klappte wie am Schnür­chen. Wie das eben zum Handwerk tradi- tionsverpflichteter Piraten gehört!

Wir verallgemeinern vorzeitig? Wohlan, lassen wir aus dem erdrückenden Beweis­material einige Tatsachen früheren Da­tums sprechen! Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts hatten es di« Offiziere der britischen Truppen im Krim-Krieg vor allem auf die wertvollen Gerätschaften und sonstigen Edelmetalle abgesehen, die zur In­neneinrichtung der Kirchen des von ihnen besetzten Landes gehörten. Was die Plün­derer tragen konnten, schleppten sie später aus der Krim nach England mit. Bald danach war der Pekinger Sommersitz des damaligen Kaisers von China ein beliebter Aufent­haltsort uniformierter britischer „Kunst­freunde". Angesichts der Gefahr völliger Ausplünderung des Palastes durch die Eng­länder sah sich der kommandierende General des seiner Zeit mit den Briten verbündeten französischen Lhina-Truppenkontingents ge­zwungen, weitere Entwendungen aus dem kaiserlichen Mobiliar unter Todesstrafe zu stellen. Was den Befehlshaber der britischen Kavallerie, Vrigadeaeneral Pattle nicht hinderte, den Restbeständen des Palastes sein höchstpersönliches Wohlwollen zuzuwenden, will sagen: ihnen seinen „Schutz" auf engli­schem Boden angedeihen zu lassen.

Im ersten Weltkrieg sahen die raubgierigen Gentlemen ihre große Stunde gegenüber deutschen Zivilgefangenen gekom­men. Wie sie sich zum Beispiel am Besitz der Männer und Frauen aus unseren kolonialen Schutzgebieten vergingen, spottet jeder Be­schreibung. Ein Augenzeuge berichtet hier­über: „Nachdem man den unglücklichen Deut­schen kaum noch etwas von ihrem Eigentum gelassen hatte, wurde ihnen vieles von dem Letzten auf raffinierte Art bei dem Transport nach England gestohlen. Ein Gepäckstück nach dem andern ging bei der Beförderung von einem Lager ins andere verloren; schließlich wurden den Armen die Kleider, die sie sich aus Deutschland hatten senden lassen, von' einer englischen Bande unter Führung der Hauptleute Erook. Jackson und Ireland weg­genommen." Auf Nimmerwiedersehen ver- ichwanden sodann 1918 bei der Rückkehr eini­ger deutscher Zivilgefangener im Einschif­fungshafen Boston wiederum zahlreiche Kof­fer mit Kleidungsstücken; höhere eng­lische Beamte duldeten nicht nur die Beraubung der Heimkehrer, sondern rissen selbst goldene llhrketten, Ringe und andere Wertgegenstände an sich. Die Proteste der Beraubten quittierten sie mit höhnischem Lächeln. Bei einem Uebersee-Transport deutscher K r iegsgefangener ereig­neten sich gleichfalls überaus beschämende Szenen: ein Hauptmann namens Mac Leig' lan ließ mehrere Gefangene, in deren Del