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(24.3.1943) 84
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üer Nationalsozial-iften, Vremens

flmtliches verkündungsbiatt des iieichsstattt>allers in Vldenburg und vremen

7Ir. SZ , 1Z. Jahrgang

Mittwoch, 24. TNSrz 194Z

kinzelpreis 13 Nps.

Lkuickül,

äer „gute Luroväer"

Der neueste Bluff des alten Scharlatans

Nun hat der große Lügner Churchill es auch noch fertiggebracht, der Welt sich als „guter Europäer" vorzustellen. An Unver­frorenheit und Schamlosigkeit bei oer Auf-' stellung von verblüffenden Behauptungen, wenn sie ihm gerade so ins. diplomatische Spiel paßten, hat es ihm allerdings niemals gefehlt. Aber daß er nun meint, die von England so oft und vielfach verratenen Völ­ker Europas seien so dumm, auch noch an­gesichts des jüngsten britischen Verrats un­seres Kontinents an den Bolschewismus dem Gaukelspiel des alten Gauners .aufzusitzen, zeigt denn doch eine so beleidigende Gering­schätzung der europäischen Urteilskraft, wie man sie trotz der gewohnten dreisten'-Ueber- heblichkeit aller Briten, selbst einem Churchill nicht zugetraut hätte.

Also Churchill will der „gute Europäer" sein! Er, der Vertreter des krassesten Impe­rialismus' und. zugleich eines himmelschrei­enden Materialismus', der soeben mit der Abwürgung des Beveridge-Plans die ersten zarten Keime sozialer Anwandlungen in England sozusagen im Mutterleibe erstickt hat, er, der Bundesgenosse Stalins und Schrittmacher des, Bolschewismus im eigenen Lande, der stur nur seinem Haß gegen alles, was deutsch ist, nachgeht und darum lieber die europäischen Völker der Machtsphäre der Sowjets ausgeliefert sähe als eine Neuord­nung Europas unter Deutschlands Führung zuzulassen: dieser schon mehr im vilirlum trsmsns als in staatsmännischer Nüchtern­heit denkende und handelnde Trunkenbold weiß sich heute, wo selbst seiner Geistes­verfassung nicht mehr verborgen blieb, wie dank seiner „Staatskunst" England und das Empire dem unvermeidlichen Sturz in den Abgrund entgegengeht, nicht mehr anders zu helfen, als sich zum „guten Europäer" zu stempeln.

Churchill der „gute Europäer"? Hat er nicht soeben erst die Atlantik-Charta zu Gun­sten des Stalinschen Anspruchs auf euro­päische Länder preisgegeben? Hat er nicht geradezu schamlos den europäischen Völkern rns Gesicht gesagt, daß sie zwar in Zukunft noch das Recht haben sollen, ihre Meinung zu äußern, «ber nicht mehr über sich sölber zu bestimmen? So sieht Churchills Europäer- tum aus, für das aber die Völker Europas keinerlei Verständnis haben. Sie halten sich lieber an den Führer und sein seit Jahren bewiesenes und bewährtes europäisches Ver­antwortungsbewußtsein, an seinen Lebens­kampf gegen die Mächte, die unverkennbar Europas Feinde sind: die anglo-amerikani- sche Plutokratie und der Bolschewismus, beide an einem Strange ziehend, an dem des «wigen Juden!

Europa vor diesen Mächten zu schützen, darauf sind heute alle kämpferischen Energien Deutschlands eingestellt und der Rettung der europäischen Völker sowie dem sozialen Fort­schritt unseres Erdteils gilt der Kampf des Führers. Mag Churchill, der qeschichtsnotori- sche Scharlatan, sich „guter Europäer" nen­nen (noch dazu mit dem gleichen Atemzüge, wo er die zukünftige Wohlfahrt der europäi­schen Mächte dem „guten Wichen" des Bol­schewismus ausgeliefert hals: die Völker Eu­ropas wissen genau, wo wirkliches Europäer- tum'vorhanden ist und sehen in dem Führer nicht nur den besten, sondern auch den größ­ten Europäer aller Zeiten. 7- L. O.

Usus kitlsrkrsurtrsysr

Berlin, 23. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Haupt­mann d. R. Harry Tech, Kommandeur einer Artillerie-Abteilung und an Leutnant Schütz-, Flugzeugführer in einer Wetterer­kundungsstaffel.

Mnlerscklsctit um llrel beeoäöt

0tt5S56 TVuppsn OU5 c/s5 vv/sc/65 rum cmgstfstsn

Berlin, 23. März. Die Winterschlacht um Orel ist beendet. Mit ihr haben unsere Divisionen einen Abwehrerfolg errungen, der sich würdig an die übrigen Erfolge der deutschen Truppen im Kamps gegen die Bol- schewisten anschließt. Vier Schützendivisionen, sechs Schützenbrigaden und fünf Panzerbriga­den sind zerschlagen, 44 Schützendivisionen, sechs Schiitzcnbrigaden, 12 Panzerbrigaden und ein Panzerregiment haben unter schwe­ren Verlusten das Kampfseld räumen müssen.

Vor acht Wochen begannen die Bolschewi­ken ihre großangelegte Offensive gegen un­sere Front bei Orel. Seit acht Wochen ver­suchten sie mit stärksten Infanterie- und Panzerkräften und unter starkem Einsatz von Artillerie und Granatwerfern, unterstützt durch -zahlreiche Schlachtflieger, von Süden und Norden einen Durchbruch durch unsere Linien zu erzwingen. Das Ziel war, im Vorstoß über Brjansk, die Abschnürung, Ein­kesselung und Vernichtung der im Raum um Orel stehenden deutschen Kräftegruppen. Daß diese Absicht zunichte würbe, ist ein unver­gängliches Verdienst unserer von entschlosse­nem Abwehrwillen beseelten Truppen, die dem Ansturm der feindlichen Massen überall in tage- und wochenlangen ununterbrochenen Kämpfen zähesten Widerstand entgegensetzten und sie Lei ihren vergeblichen Durchbruchs­versuchen vor unseren Linien verbluten ließen. Die im Wehrmachtsbericht genannten Verlustzahlen der Sowjets sprechen dabei für sich.

Die Luftwaffe setzte am 22. März mit be­sonderem Erfolg Sturz- und Nahkampfver- bände gegen sowjetische Panzerstreitkräfte ein, die sich zu Angriffsunternehmen gesam­melt hatten. Schlacht- und Zerstörerstafseln bekämpften motorisierte Kolonnen und feind­liche Stützpunkte. Die bolschewistische Artil­lerie lag unter dauernden schweren Tief­angriffen unserer Fliegerverbände. Tag- und Nachtangriffe richteten sich vor allem gegen

feindliche Reserven, die zur Front marschier­ten. Bei Vorstößen über das rückwärtig« Feindgebiet waren bolschewistisch« Nachschub­bahnhöfe das Ziel unserer Kampfflieger, die neben den Gleisanlagen viele beladen« Güterwagen vernichteten und den Nachschub empfindlich störten.

Durch den unerschütterlichen Widerstand, den die westlich Kursk stehenden deutschen Divisionen trotz schwerster Strapazen in den vorausgegangenen Wochen den zahlreichen feindlichen Angriffen entgegensetzten, konnte die Schließung der vor einiger Zeit nord­westlich von Kursk im Raum von Ssewsk ent­standenen Lücke vollzogen werden. In sehr erfolgreichen Gegenangriffen warfen unsere Infanterie- und Panzerverbände die hart­näckig sich ^»ehrenden Bolschewisten zurück.

Am 20. März war die feste Verbindung die­ses Frontabschnittes mit dem Abschnitt Orel hergestellt.

Am 22. März gewann dann unser Angriff weiter an Boden. Versuche des Feindes, un­ter Einsatz von Panzern in heftigen Gegen­stößen unser Vordringen aufzuhalten, schei­terten. Auch hier hatten die Sowjets wieder hohe Verluste. Sturzkampfgeschwader unter­stützten die Angriffe östlich Ssewsk und be­kämpften bolschewistische Artilleriestellungen. Vombenvolltreffer vernichteten fünf schwere Geschütze, zwangen mehrere Batterien zum Einstellen ihrer Feuertätigkeit und zerstörten drei Granatwerfer und 30 Fahrzeuge. Bei Nacht griffen Kampfverbände Eisenbahnstrek- ken im Raum Kursk an und beschädigten sechs Transportzüge.

weiterer Soäengeivinn «restlich Kursk

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Aus dem Führerhauptquartier, 23. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Der eigene Angriff westlich Kursk gewinnt trotz schwieriger Geländeverhältnisse gegen hartnäckigen Widerstand der Sowjets weiter an Boden. Südlich des Ladoga­sees brachen erneute feindliche Angriffe in erbitterten Kämpfen zusammen. Von der gesamten übrigen festgefügten Ostfront wer­den nur Kampfhandlungen von örtlicher Be­deutung gemeldet. Der im Januar begon­nene, von Norden und Süden zur Abschnll- rung des Raumes um Orel geführte feind­liche Großangriff ist an dem entschlossenen Widerstand der deutschen Truppen geschei­tert. In den achtwöchigen schweren Kämp­fen der Winterschlacht um Orel verloren die Sowjets 10 594 Gefangene und über 130 000 Mann an blutigen Verlusten. 1061 Panzer,

485 Geschütze und ungezählte sonstige Waffen aller Art wurden erbeutet oder vernichtet. In Süd- und Mitteltunesien gehen die hefti­gen Kämpfe weiter. Gegenangriffe deutscher Truppen warfen den Feind an einigen Stel­len zurück. In anderen Frontabschnitten stehen deutsch-italienische Verbände, durch die Luftwaffe unterstützt, in schweren Abwehr­kämpfen. 15 feindliche Flugzeuge wurden über dem Mittelmeerraum abgeschossen; drei eigene Flugzeuge werden vermißt. Feindliche Bomber griffen gestern aus großer Höhe norddeutsches Küstengebiet an. Die Bevölke­rung, vor allem in Wilholmshaven, hatte Verluste. Jäger und Marineflakartil­lerie schössen fünf feindliche Flugzeuge ab. Schwere deutsche Kampfflugzeuge bombar­dierten in der vergangenen Nacht den Schiffsbauplatz und Versorgungshafen Hart- lepool an der englischen Ostküste."

Ksvdsroll-Lrklsriiiig äsr britiscden Lgilsüon

O/s 6ovv/6t5 MÜS5SN ksro/i/t wsrc/sn — „s/mss": „O/s ?o/i't//t c/sp ^/sutro/itöt I5t tot"

DrahtLerlcht unserer Berliner SKrtltlcitiina gos. Berlin, 23. März. „Britische Mensch­lichkeit, Kampf Englands für den Triumph der Gerechtigkeit und Moral: all das sind falsche Vorspiegelungen, die niemand mehr glauben kann."'Diese Feststellung der be­kannten rumänischen Zeitung „Porunka Vremi" wird jetzt erneut erhärtet durch einen stark herausgestellten Leitartikel der „Times", in dem mit vielen gewundenen Worten ein neues Mal bestätigt wird, daß die neutra­len Völker und die europäischen Kleinstaaten von England bedingungslos dem Bolsche­wismus ausgeliefert werden sollen.

Die „Times" versucht dieses Bekenntnis hinter allen möglichen historisch-politischen Betrachtungen zu verbergen. Sie spricht von dem „dornenvollen Problem der nationalen Sicherheit", das auf den Beziehungen der großen und kleinen Mächte basiere. Plötzlich heißt es dann, weder in Friedens- noch in Kriegszeitsn werde der überwiegenden Mehr­heit der kleineren europäischen Staaten die Neutralität noch irgendeine Hoffnung aus Sicherheit mehr bieten. Die Zeitung schreibt weiter, es sei kaum anzunehmen, daß irgend­eine kleine europäische Nation sich nach dem Kriege noch in die Politik einer völligen Iso­lierung flüchten könne. Sowohl die Politik des Gleichgewichtes der Kräfte wie diejenige

einer totalen Neutralität würden einer Pe­riode der Geschichte angehören, die im Jahre 1940 ihr Ende gefunden habe. Die Sicherheit in Europa sei auch durch die Wiederherstel­lung eines Status guo ante bsllum — der vor dem Kriege bestehenden Verhältnisse zwischen den großen und kleinen Nationen — nicht wiederherzustellen. „Die Bedeutung, die man in der Vergangenheit Begriffen wie „Selbstbestimmung" und „Unabhängigkeit" gegeben hat, verlangt eine neue Auslegung. Nicht nur eine Neuorientierung der Be­ziehungen der großen Nationen sei notwen­dig, sondern auch eine solche derjenigen der kleinen.

Die flüchtige Betrachtung genügt, um zu zeigen, daß mit diesen Ausführungen der „Times" "alles das aufgegeben wird, wofür England angeblich in den zweiten Weltkrieg eintrat. Europäisches Gleichgewicht, Selbst­bestimmungsrecht der Völker, Neutralität, Unabhängigkeit der kleinen Nationen, natio­nale Sicherheit, alle diese, Begriffe sind, nach der „Times", tot und gehören endgültig der Vergangenheit an. Man erkennt deutlich, wie der Artikel der „Times" als eine Er­gänzung und Unterstützung der letzten Rede Churchills gedacht ist, mit der zusammen be­trachtet er eigentlich erst seine wirkliche Be­deutung erhält. „Manchester Guardian" en.t-

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Berlin. 23. März. „Wir haben bisher keine Schiffe gespart, sondern vorn Kapital ge­zehrt", so äußert sich der englische General Douglas Brownrigg in der argentinischen Zeitung „Nacion". Er widerlegt damit die Behauptung der britischen und amerikani­schen Agitation, die Werften Nordamerikas und Englands bauten mehr Schisse als deutsche U-Boote versenkten. Wie. Brownngg kommen weite .Kreise in London und Wa­shington den großspurigen Ankündigungen des Schiffbau-Diktators Kaiser mit stärkstem Mißtrauen entgegen. Die Lage in der Han­delsschiffahrt wird mit ernster Sorge beur­teilt. Sachkenner betonen zudem, daß die Frage der Neubauten nur einen Teil des Ee- samtproblems darstelle. Ebenso wichtig wie die Tonnageverluste sei der Untergang der Matrosen und Soldaten, des Kriegsmaterials und der Lebensmittel. , . < .

Nach den katastrophalen Verlusten der bri­tischen und nordamerikanischen Handelsichlss- sahrt in den letzten Wochen ist das Stim­mungsbarometer rapide auf „schlecht Wetter gefallen. Auch der Leiter der USA.-Schiss- sahrtsbehörden Admiral Emery Land. ist jetzt sehr vorsichtig und zurückhaltend gewor­den. In einem Interview für den „Daily Eketsch" führt er zwar noch die nordamerika- uischen Agilätionszahlen über den beabsich­tigten Schiffbau an. erklärt aber auch. vag England und die USA. offensichtlich nicht genug Schiffe besitzen. Man sähe das an der Schwere der englischen Rationierung und an dem Niedergang des Handels in Mittel- und

Südamerika.

Land unterstreicht die wachsende Stärke der deutschen U-Boote in Zahl, Material, Seetüchtigkeit und Bewaffnung. Er hoffe nur, daß die USA. und England auch wirk­liches viele U-Boote versenkten, wie sie den­ken. Geheimnisvoll spricht er von neuen Plä­nen der U-Boot-Abwehr, von denen er zwei enthüllen könne. Diese seien erstens der Bau eines größeren Kaisertyps. Dieses Fracht­schiff werde mehr Geschützstände und Schutz­vorrichtungen tragen und solle bei größerer Geschwindigkeit nicht so leicht anzugreifen sein Zweitens nennt er eine erhebliche Ver­stärkung an Geleitzugschiffen. Diese, neuen Hochseetypen für lange Ozeansahrten wurden im Herbst zur Verfügung stehen.

Bej näherer Betrachtung zerfallen diese beiden Pläne Lands bereits in sich. In Eng­land und USA. wurde wiederholt von amt­lichen Stellen betont, daß schnellere Schiffe einen größeren Auswand an Material, Mo- toren, Besatzung und Bauzeit erfordern und einen geringeren Nutzraum ausweisen. Wenn also schnellere Schiffe gebaut werden, sind alle phantasievollen Berechnungen über den Schiffsneubau in den USA. hinfällig. Im übrigen haben sich die deutschen U-Boote -den schnelleren Handelsschiffen noch immer ge­wachsen gezeigt.

Mit der Frage der Geleitschiffe berührte Land wohl die heikelste, in der Öffentlich­keit allerdings nicht erörterte Streitfrage zwischen USA. und England. Der nordameri- kanischc Marincministcr Knox erklärte kürz­lich großsprecherisch, die USA. seien im Bau der Kriegsschiffe für die fünf Weltmeere dbm

Programm voraus. Es fehle nur an Kor­vetten. Der Erste Lord der britischen Admi­ralität, Alexander, betonte hingegen vor einiger Zeit, der Bau von Geleitschiffen sP vordringlich» und müsse auf Kosten des Han­delsschiffsraumes durchgeführt werden. Aus diesen Leiden militärisch-politischen Glei­chungen ergibt sich mit mathematischer Ge­nauigkeit, daß England von den USA. zum verstärkten Bau von Geleitschiffen gezwungen wurde. Die Nordamerikaner denken nicht daran, ihre überspannten Pläne von einer Fünfzonen-Kriegsflotte und einer weltbe- herrschenden Stellung in der Handelsschiff­fahrt aufzugeben. Für den besseren Schutz ihrer Material- und Lebensmitteltransporte an die Kriegsschauplätze verlangen sie von England mehr Geleitschiffe. Dieses einst see- beherrschende England ist außerdem durch Re­paraturen von beschädigten Handels- und Kriegsschiffen so in Anspruch genommen, daß es an einen weiteren Ausbau der beiden Flotten nicht denken kann.

- Admiral Land kennt diese Sorgen der Eng­länder nur zu gut. Deshalb erklärte er: „Ich bin von meinen englischen Freunden oft über die Frage der Handelsschiffahrt - nach dem Kriege befragt worden Sie wissen, daß ich auf einem angemessenen Anteil der USA. an diesem Geschäft bestehe. Aber ich glaube, es wird genug für uns beide sein." Zyni­scher kann das nordamerikanische Geschäft dieses Krieges nicht ausgesprochen werden.

Von S^.-Sruppsnkütirsr kricki t-Issss

Was unsere Gegner in der verflossenen Kriegszeit über die Bedrohung ihrer Seever- bindungen zusammengeredet und -geschrieben haben, würde eine stattliche Bücherei füllen. Gegenwärtig machen sie von ihrem ununter­brochen tagenden „Anti-Ubootsausschuß" wie­der einmal in aller Welt mit großem Stimm­aufwand viel Wesens. Bekanntlich redet ein Kranker über nichts häufiger und weitschwei­figer als über die eigene Krankheit. Das schafft ihm für den Augenblick Erleichterung und belebt seine Hoffnung. Jede vorüber­gehende Besserung wird da schon als end­gültiger Umschwung empfunden. Je nach Be­finden und Stimmung genießen bald alt- erprobte Hausmittel, bald allerneüeste Mix­turen den Vorzug. So lebt der Kranke in einem ständigen Wechsel der Empfindungen. Sein eigener Wortschwall trübt ihm den Blick für das Wesentliche. Anders der Arzt: er sieht auf die Tatsache der Krankheit. Er sucht zu ergründen, was daran unabänderlich und was heilbar ist. Das hängt vom Wesen der Krankheit und vom Befund des Kranken ab. Auch das beste Heilmittel nützt nichts, wenn es auf die Krankheit nicht patzt oder beim Kranken nicht anschlägt.

In der Lage eines solchen Kranken be­finden sich unsere, Gegner. Das Aerzte- kollegium Roosevelt-Lhurchill brütet mit einem „Gehirntrust" von Beratern unent­wegt über den Tatsachen und den anwend­baren Medikamenten. An sich liegt ein klarer Tatbestand vor: die angelsächsischen Mächte

hüllte den eigentlichen Sinn der Churchill- Rede, indem er die Hoffnung aussprach, daß sie „in den USA. als bedeutsam erkannt sei und Edens Aufklärungsarbeit unterstützen könne". Mit.anderen Worten, hier wie dort steht noch einmal das Problem der Be­ziehungen Englands und der USA. zur So­wjetunion zur Debatte. Churchill und mit ihm die „Times" plädieren für ein möglichst umfassendes Zusammengehen mit dem Bol­schewismus.

Daß auch Roosevelt, trotz seiner Autoren­schaft an der Atlantik-Charta, gewillt ist, die-

Z'hen beweist die Tatsache, daß „„ ...

^?^l offensichtlich im Auf- schenhals des Mittelmeeres. Zum andern ist

I^s1ionLl8orisIi8t i8l nickt cler, äsr nsck inekr Reckten 8trekt, 8onciern jener, der kereit i8t, inekr kklickten rn vbernekinen.

>ckolk Hitler

haben auf jüdischen Befehl den Krieg gegen bie Kontinentalmacht Deutschland und ihre Verbündeten vom Zaun gebrochen. Dieser Krieg muß nach dem Ergebnis seines bis­herigen Verlaufs gegen den Erdteil Europa von den anderen Kontmenten aus geführt werden, soweit der Feind über diese Räume verfügt. Daß er dazu alle Anstrengungen macht, ist nicht zu bostreiten. Zu Lestreiten ist ferner nicht, daß er in der Sowjetunion einen zur letzten llnmenschlichkeit entschlosse­nen Festlandsdegen als Spießgesellen gefun­den hat. Zu Lestreiten ist schließlich auch nicht, daß unsere Gegner von diesen Kontinenten aus einen Ring um Europa zu legen ver­suchen. Er reicht auf dem Festland von Mur­mansk über die bolschewistische Front zum Vorderen Orient und in Nordafrika vom Suezkanal bis Gibraltar. Hier öffnet er sich zur Weite des Nordatlantik und stützt sich im Norden auf Grönland, Island und Spitz-, bergen. Weit in diesen Ring vorgelagert ist England, heute nicht mehr das Herzstück eines Weltreichs, sondern nur noch das Flugzeug­mutterschiff des „Weltpräsidenten" Röoievelt.

Dieser Ring hat einige Schönheitsfehler. Einmal sind Norwegen und Frankreich in deutscher Hand, dazu ist Tunis in Nordafrika ein starker Brückenkopf der Achse am Fla-

trage des Weißen Hauses sich zustimmend zu der Rede Churchills äußerte. Das ganze Ma- iröver bedeutet nichts anderes als die Preis- a-abe der Atlantik-Cbarta. und »mar zugun­sten der sowjetischen Ansprüche. Churchillsver- riet die Freiheit und Selbständigkeit der klei­nen und neutralen Staaten in seiner Rede genau ebenso, wie es die „Times" mit dem Satz tut: „Die Neutralität ist tot." Churchill wählte dafür nur eine raffiniertere Form, indem er eine „Organisation Europas" vor- schlug, in der die kleinen Nationen gerade noch das Recht haben, ihre Meinung zu äußern, ohne jedoch dabei irgendwelches Be­stimmungsrecht zu besij-xn. Zur Sicherung einer derartigen „Ordnung" in Europa möchte der britische Premier, wie aus einer Andeutung in seiner Rede hervorgeht, auch nach dem Kriege noch als Diktator an der Macht bleiben.

Das einzige Hindernis dieser geplanten Nachkrisasoraanisation Churchills, die die euro­päischen Völker praktisch dem Bolschewismus als der einzigen auf dem Kontinent noch be- (Fortsetzung auf Seite 2)

im Fernen Osten Japan als Gegner erstan­den, der aus einem mächtigen, gesicherten Raum heraus die gerade Verbindung Ame­rika—Asien sperrt und durch Bedrohung Au­straliens und Indiens starke Feindkräfte bin­det. Bon den USA. sind heute der Indische Ozean und der Atlantik über den Pazifik nur auf dem Umweg südlich um Australien er­reichbar. Die Verbindungen zur Sowjetunion beschränken sich auf die empfindlichen Nabel­stränge Murmansk und Iran. Störend wir­ken im Atlantik schließlich auch die Azoren, Kanarischen und Kapverdischen Inseln in der Hand Spaniens und Portugals.

Die angelsächsische Krankheit lautet also: gefährdete Seeverbindungen. Seitdem fest­steht, daß Europa wirtschaftlich nicht zu er­drosseln ist, kann ein Sieg der jüdisch-pluto- kratischen Mächte nur noch vom Kanipf der Armeen erhofft werden. Diese aber müssen zu einer solchen Entscheidung, weit abgesetzt von ihrer Heimat, antreten, und zwar zu einem Kriege mit den modernsten Waffen, die ebenso wie die Verpflegung und die Trup­pen selbst ständig ergänzt werden müssen. Der

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