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pmrteiarntliclie Layeszettuns
vos flmtsbiatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien siansestavr vremrn
üer NatknalldziaMen. vremens
flmtliches verkiindungsbiatt des Neichsstatttzaiters in Oldenburg und vremen
Nr. 60 , 1Z. 7al^rgang
Sonntag, 21. INarz 1S4Z
kinzelpreis 1S Npf.
Unserer Gefallenen Vermächtnis
Von »suptsckrittleitsr ^of>. 8. vielrlck
?luch in diesem Jahre veranstalten Partei und Wehrmacht zu Ehren unserer Gefallenen Feiern im ganzen Reiche. Die in der Reichshauptstadt als Staatsakt sich vollziehende Gedenkstunde wird vom Rundfunk übertragen, so daß das gesamte deutsche Polk im Gedenken seiner Helden gemeinsam die Herzen erhebt und die Gedanken hinaus in die Weiten einer Welt sendet, wo auf Schlachtfeldern und in Meeren allerorts die Gebeine seiner Söhne ruhen.
Es ist ja die besondere Tragik des Reiches seit seinem Bestehen, als Herzstück Europas, von mißgünstigen Feinden bedroht und angegriffen zu werden, so wie es das Schicksal, ja, die geschichtliche Bestimmung Deutschlands zu sein scheint, in Abwehr solcher Angriffe nach allen vier Himmelsrichtungen hin sich wehren und (um den Kampf nicht innerhalb der eigenen Gränzen auszutragen), darüber hinaus weit vordringen zu müssen.
Im ersten Weltkrieg, den uns der Neid Englands auf die wirtschaftliche Blüte des Reiches brachte, sind in dem viereinhalbjäh- rigen Ringen um Deutschlands Selbstbehauptung zwei Millionen Tote auf den Schlachtfeldern geblieben. Zwei Millionen Tote, die für die Sicherheit ihres Volkes zur Verteidigung von Haus und Hof ihr Leben Hingaben, haben mit ihrem Opfer nicht vermocht, die Feinde zum Frieden zu zwingen. Aber indem sie für Deutschland starben: hinterließen sie als Vermächtnis die hehre Verpflichtung aller überlebenden ehr- und volksbewutzten Deutschen, den Kampf fortzusetzen, bis zum Siege. Er wa^ damals Deutschland nicht be- schieden, und wenn wir daran denken, mit welch grimmiger Verbitterung nach dem schmachvollen Waffenstillstand von Com- pitzgne unsere Regimenteu nach Deutschland , zurückkehrten, in die Heimat, die sie so. schmählich im Stich gelassen hatte, so ist es nicht zuletzt das Empfinden brennender Scham, die uns damals beseelte, der Scham vor den zwei Millionen, wie es schien nutzlos aufgeopferten Helden, was uns bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben ist.
Wohl hatte die Front auch damals ihre Pflicht getan, hatte in glänzenden Kriegstaten das Zgrenreich niedergerungen und z.nm Frieden von Brest-Litowsk gezwungen, war gleichzeitig im hinreißenden Schwung nach Westen vorgestoßen, hatte durch den U-Bootkrieg, wie sich später erst herausstellte. England bis zur Verzweiflung gebracht. und es wäre vielleicht nur koch das Durchholten in einem fünften Kriegswinter nötig gewesen, um das große Ziel unseres Kampfes, einen siegreichen, einen ehrenvollen Frieden zu erreichen. Weil die Heimat versagte, konnte aber die Front nicht länger stehen; weil die Heimat weich geworden war, nützten alle Härten des Frontsoldaten nichts.
Und doch hätten Heimat Und Front auch schon damals eins sein müssen, denn sie bildeten doch auch damals schon wie heute zusammen genommen das deutsche Volk.
Mußte sich die Front der Heimat schämen, so mußte sie sich doch des Volkes schämen, und mußte sie sich des Volkes schämen, mußte sie sich dann nicht ihrer selber schämen? So kreisten unablässig, ohne Antwort zu finden, die Gedanken in'den Hirnen derer, die m den Trichtern der Somme-Schlacht und vieler anderen furchtbaren Schlachten, die vor den Festungswerken von Verdun, in den Steppen und auf den Schneefeldern des Ostens sowie aus den Meeren- und in der Luft bis zuletzt um den deutschen Sieg gerungen und gekämpft hatten. Es war ja doch auch damals schon die deutsche Sache
Ihr Kämpf und Opfergang die heilige Verpflichtung für die Heimat
Berlin eine Regierung, die sich so nannte, aber ss war keine; denn die Parteien bestimmten über das, was im Innern geschehen durfte und nicht geschehen durfte. Es gab auch irgendwo ein Hauptquartier; aber es hatte nicht die Macht und nicht die Entschlußkraft, den Verrätern im Innern des Reiches das Handwerk zu legen. AIs diese aber dann die Gewalt an sich rissen, ließ man sie widerstandslos gewähren und gab alles verloren. So kam es zum Zusammenbruch, so kam es zu Versailles.
Zwei Millionen Tote, so schien es damals, hatten umsonst ihr Leben auf den Schlachtfeldern ausgehaucht; zwei Millionen Tote standen als eine furchtbare Anklage vor den Ueberlebenden. Da aber diese Anklage im Haupte eines Frontsoldaten, der kriegserblindet im Lazarett lag, intuitiv als flammende Mahnung für die Zukunft empfunden wurde, da dieser Fronsoldat diese Mahnung zur allumfassenden Lohe in Deutschland werden ließ, da in seinem fanatischen Wollen der Wille
^ der Feind durch die vruiaie Englands fertig brachte, die deutsche Heimat nicht seelisch, sondern auch körperlich zu entkräftn und niemand da war, um diesem unseligen "ozeß erfolgreich entgegenzutreten. Es gab in
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war ja doch auch damals schon die deutsche Sache W und gerecht, und wir waren doch auch damals wyon an soldatischen Tugenden und strategischer nuhrung den Gegnern überlegen. An Zahl der huschen freilich und an Material, da kamen wir siM cm sie heran. Aber hatten wir denn nicht auch icyon damals die feste Ueberzeugung, daß es der Eines Volkes, der Kampfgeist, der Opfer- ist, der in einem so gewaltigen Ringen schließ- "ch und am Ende die siegreiche Entscheidung erzwingt? Und der Opfergeist, der war doch un- Front nicht abzusprechen, und wenn es Eajur der Zeugen bedürfte, dann wären es die Zwei Millionen Gefallenen gewesen, die in Hingabe an das Vaterland verblutet sind.
.Der Kampfgeist, der Opfergeist war offensichtlich oei der Front. Wo er fehlte, das war leider in der Dennat, die politisch unzulänglich geführt, von ge- AuEnlosen Kräften verwirrt und schließlich apa- M!ch geworden, die Rebellion von Verrätern zu- Un- welche ihr Tun nach internationalen Richt- nmen einstellten und Befehle aus den feindlichen ---ZU ver-
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Aus dem Führerhauptquartier, 2V. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls von Manstein stehenden Truppen des Heeres und der Waffen-si haben in hervorragendem Zusammenwirken mit Verbänden der Luftwaffe unter dem Oberbefehl des Ee- neralseldmarschalls von Richthofen im Verlause der deutschen Gegenoffensive zwischen Donez und Dnejpr, die zur Wiedereroberung der Städte Charkow und Bjelgorod führte, dem Feind schwerste Verluste an Menschen und Material zugefügt. Der Feind verlor seit dem 13. Februar nach vorläufiger Zählung 19 594 Gefangene, weit mehr als 58 888 Tote, 3372 Geschütze aller Art, 1418 Panzer und Panzerspähwagen, 3845 Schwere Infanteriewaffen aller Art. 1848 Kraftfahrzeuge.
2m Raum Charkow—Bjelgorod und nordwestlich Kursl vermochten weder verschlammte Straßen noch heftige Gegenstöße und stellenweise hartnäckiger Widerstand des Feindes die deutschen Angriffsdivisionen aufzuhalten. An mehrere» Stellen wurde der obere Donez erreicht.
Anstelle seiner ausgebluteten Angriffsverbände führte der Feind im Abschnitt Orel—Wjasma—Staraja Rugja und seit gestern weiter südlich des Ladogasees und vor Leningrad frische Truppen zum Angriff vor. Auch diese brachen im zusammengefaßten Feuer unserer Avwehr- sront zusammen oder wurden in harten Nahkämpfen zerschlagen.
An der nordtunesischen Front nahmen deutsch-italienische Truppen wichtige Stellungen und brachten 1688 Gefangene ein. 16 Panzer, 38 Geschütze und zahlreiche Kraftfahrzeuge wurden erbeutet oder vernichtet. Ein deutscher Kampffliegerverband führte einen überraschenden Angriff gegen den Hasen von Tripolis. Die Hafenanlagen wurden schwer getroffen und mehrere Schiffe in Brand geworfen.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, führten die im Wehrmachtbericht vom 19. März gemeldeten Operationen unserer Unterseeboote im Nordatlantik gegen einen feindlichen schwer beladenen nach Osten steuernden Geleitzug zu der bisher größten und erfolgreichsten Kampfhandlung des Unterseebootkrieges überhaupt. 2n tagelangem erbittertem Ringen gegen die Zerstörer, Korvetten und Flugzeuge der 'kindlichen Sicherung versenkten unsere Unterseeboote aus diesem einen Eeleitzug 32 Schiffe mit 264 688 BRT. und einen Zerstörer»
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Sechs Sondermeldunaen über Erotzerfolge unserer U- Boote innerhalb achtzehn Tagen! Fünfmal rund 188 800 BRT. und das sechste Mal über 266 688, somit mehr als 188 668 BRT. in je drei Tagen haben Briten und Amerikaner bis jetzt im März verloren. Und da sich nun einmal ein gewisser Rhythmus bei der erfolgreichen Tätigkeit unserer U-Boote nicht verkenne» läßt, ist anzunehmen, daß dieser Monat, wenn er zu Ende geht, sFortietzung auf Seite 2)
von zwei Millionen Gefallenen sich konzentrierte, fanden diese' zwei Millionen in ihm ein Sprachrohr, das mit unaufhörlichen Fanfarenstöhen Deutschland zum Erwachen brachte, das deutsche Volk die Ursache seines Unglücks, die deutsche Heimat das Falsche ihres Handelns erkennen ließ, dem deutschen Frontsoldaten aber den Glauben an das Reich und die Hoffnung auf die Zukunft wiedergab. Da wurde den zwei Mil. lionen Gefallenen ihr Wille und ihr Recht, und ihr Opfer gewann plötzlich wieder seinen Sinn. Sie sind nicht vergeblich gestorben, und indem eine neue, die junge Generation des Volkes zusammen mit den besten Kräften der alten, die ungelöst gebliebene Aufgabe der Selbstbehauptung des deutschen Volkes und der Verteidigung des Reiches gegen die alten internationalen Feinde Deutschlands wieder aufnahm, herzhafter, zuversichtlicher, zielsicherer und härter noch, als es früher geschehen war, wurde diese dem deutschen Volk , gestellte geschichtliche Aufgabe neuerdings in Angriff genommen und sie wird — davon ist jeder der fünfundachtzig Millionen Deutschen heute fest überzeugt — nun auch restlos gelöst werden, zur Errettung nicht nur Deutschlands, sondern ganz Europas und zu Ehren unserer Gefallenen, nach ihrem Wollen und in ihrem Sinn.
Wieder stehen die deutschen Heere siegreich in allen Richtungen der Windrose weit jenseits der alten Reichsgrenzen. Wieder hat der deutsche Soldat Wunder an Tapferkeit verrichtet, die deutsche Führung Siege, wie sie die Welt vordem nicht kannte, errungen. Wieder steht im Osten ein Feind zwar weit überlegen an Zahl und vielfach auch an Material, dennoch vielleicht näher der Erschöpfung seiner letzten Kraftquellen, als wir ahnen. Weit über die Frontlinie von 1917/18 hinweg, sind im Westen unsere Heere vorgedrungen und haben ganz Frankreich unter ihre Kontrolle gestellt. Im U-Bootkrieg aber sind wir mit den noch n i e überbotenen Ver« senkungszifsern an feindlicher Tonnage in diesem Monat vielleicht schon näher als im Jahre 1917 an dem Punkte, wo England glaubte, vor der Gewalt unserer U-Boot- waffe die Segel streichen zu müssen.
Aber wenn es bei den Feinden eine Hoffnung noch gibt, diesen Krieg zu ihren Gunsten wenden zu können, so ist es die Hoffnung, auch diesmal wieder wie im Herbst 1918 vermöchte die Heimat unter den Auswirkungen des Krieges (zumal sie diese in der Härte eines von den britischen Mordbrennern unmenschlich geführten Bombenkrieges auf unsere Städte unnsittelbar zu verspüren bekommt), schwach und feige werden. Die Heimat aber weih an; besten, was sie von solchen Illusionen der Feinde zu halten hat. Sie ist diesmal gefeit.gegen jeden Schwächeanfall. Sie ist politisch stark geführt und nicht auszuhungern und sich dessen bewußt, wie es ihr diesmal erginge, wenn sie wiederum versagte. Sie weiß, daß nach einer neuen Kapitulation die deutsche Bevölkerung zum Teil ausgelöscht, zum anderen Teil verschleppt, auf jeden Fall versklavt und verknechtet würde; aber sie weiß vor allem, was sie ihrer Ehre und dem Gedenken ihrer gefallenen Helden schuldig ist.
Zu den zwei Millionen Toten des Weltkrieges, zu den vierhundert Blutzeugen der Kampfzeit im Innern, sind nun im Lause eines neuen dreieinhalbjährigen gigantischen Kampfes wieder Hunderttausende an Opfern des Krieges gekommen und ihr Vermächtnis, das das gleiche ist wie das der zwei Millionen, wird heilig gehalten und durchgeführt, was immer noch dieser Krieg von uns verlangen mag. Nicht Streikgelüste, wie im Frühjahr 1918 schänden heute das Gedächtnis der Gefallenen und können die Front in Verlegenheit und Not bringen, sondern die Mobilisierung aller Kräfte der Heimat für den totalen Krieg fügt sich harmonisch in den Kampf der Front ein, die mehr denn je heute in Abwehr der Feinde eine Einheit bildet. Und wenn diese Einheit, die doch das deutsche Volk schlechtweg ist, heute zum Heldengedenken ihre toten Soldaten als die besten Träger eines kämpferisch-heldischen Geistes ehrt, so wollen wir in stiller Ehrfurcht vor ihnen uns verneigen, ohne in Trauer um sie zu versinken.
Stolz, wenngleich mit Wehmut gepaart, erfüllt uns beim Gedenken der Gefallenen, die in echter deutscher Soldatentreue zur Rettung Deutschlands das Opfer ihrer letzten Kraft gebracht haben. Ob sie im Westen, im Osten, in Norwegen oder in Afrika, auf den Meeren oder in der Luft ihr Leben Hingaben, sie gaben es für Reich und Volk, und wurden so wie die Gefallenen des Weltkrieges zum unvergeßlichen Vorbild in Deutschlands großer Geschichte, zum Vorbild nicht allein der lebenden Generation, sondern aller kommender Geschlechter, die dereinst unser Erbe antreten sollen. Daß dieses Erde endlich befreit sei von der Tragik einer ständigen Bedrohung vom Osten und Westen her, daß Deutschland nicht mehr vom lauernden Feind umgeben, ständig auf der Hut sein mnk. in
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