Ausgabe 
(16.3.1943) 75
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Nr. ?5, 1Z. Jahrgang

der NationalldziaMen. vremens

flmtttrkes vrrkLndungsbtatt d«s Neichsstattsialters in Oldenburg und Nremen

kinzelpreis 15 Nps.

Luroysiscli oäsr dolscksvLsttsck?

Was wir keinen Augenblick bezweifelt haben, das hat nun ebenso unmißver­ständlich wie schamlos die in England an­gesehene und einflußreiche Zeitschrift „News tztateman and Nation" in dem Leitsatz aus­gedrückt: „England ist davon überzeugt, daß es ohne die Sowjets nicht siegen kann und ist bereit, für die sowjetische Unterstützung jeden Preis, einschließlich der zukünf- iigen Hegemonie über Europa zahlen". Also genau den Preis, um den England Deutschland den Krieg erklärte und die Welt in Brand setzte, den Preis der britischen Vorherrschaft in Europa, ist Engfand heute bereit, ohne Wimperzucken den Sowjets zu überlassen, nur damit Deutschland nicht siege und die sich nach, Frieden und Ordnung sehnenden europäischen Nationen nicht unter Deutschlands Führung zu Frieden und Ord­nung gelangen können.

Es braucht kaum betont zu werden, daß hinter solcher, jeder menschlichen Vernunft und allen nationalen europäischen, ja selbst britischen Interessen hohnsprechenden politi­schen Zielsetzung nur der seine eigenen, völ- ierverderbenden Ziele verfolgende Jude stehen kann. Der Bolschewismus ist — das hat man bis vor wenigen Monaten auch in England nicht geleugnet, — eine tödliche Ge­fahr siir alle Völker der Erde, weil er sie nicht allein militärisch als organisierte und gewaltig bewaffnete Großmacht von außen her, sondern auch als gifttreufelnde Irrlehre im Innern bedroht. Das ist eine Binsen­wahrheit, die überhaupt nur dort verkannt oder sogar abgeleugnet werden kann, wo der Jude herrscht und das klare politische Denken der Völker vernebelt — zum größten Scha­den der unter jüdischem Einfluß stehenden Völker selbst; also auch der sogenannten de­mokratischen Nationen. Denn so gewiß es ist, daß die sich demokratisch regiert wähnenden Völker von den jüdischen Drahtziehern ihrer Regierungen, Parteien und Parlamente be- wugt dem Bollchewismus in die Arme ge­trieben werden sollen, so gewiß ist es auch, daß der Bolschewismus keinen Augenblick in seiner Zielsetzung schwankt, auch die demokra­tisch regierten Völker unter seine Knute zu bringen und zu bolschewisieren.

Es ist ein Schweizer Blatt, „Die Ber- ner Tagewacht", die in einer offenbar von einem Juden geschriebenen und „Diskussion um die Zukunft" betitelten Aufsatzreihe die heutige politische Linie der Sowjetunion sgemeint ist ihr Zusammengehen mit den demokratischen Mächten England und USA.) über den grünen Klee lobt und darüber aus­sagt, daß dies die einzig mögliche und folge­richtige Fortsetzung der Politik Lenins rom Jahre 1917 sei. Denn damals vor dem entscheidenden Sieg des Bolschewismus im Innern Rußlands habe sich Lenin mit dem bürgerlich-demokratischen Regime Kerenskis verbündet, das von der sogenannten weiß­russischen, der gegenrevolutionären Bewe­gung, bedroht gewesen sei. Lenin war — daran erinnert mit großer Genugtuung das kchweizer Blatt — mit Kerenski gegen diese Bewegung marschiert und hat so zuerst die Gegenrevolution, dann aber auch seinen Bun­desgenossen Kerenski mattgesetzt. So erst hat der Bolschewismus siegen und triumphieren können. ^

Merkt ihr etwas, ihr Patentdemokraten >n London und Washington? Merkt aber auch ihr etwas, ihr sogenannten Neutralen »nd auf eure Demokratie so stolzen Völker Europas? Was den jüdischen Drahtziehern >n London und Washington gewiß kein Ge­heimnis ist, nämlich die gerissene Tak­tik Lenins, die nun von Stalin außen­politisch, so wie Lenin sie innenpolitisch an­wandte, verfolgt wird, das mag den io arglosen und politisch blinden demokrati­schen Völkern Europas heute noch verbor­gn sein. Morgen aber, wenn Stalin ge­sagt hätte, müßten auch diesen Stockblinden die Augen aufgehen — freilich zu spät! Was „News Stateman and Nation" heute aus- beplaudert hat, sollte wenigstens bei den europäischen Neutralen nicht »»geprüft ver­hallen, Denn es betrifft auch Ihr Sein und Nichtsein. Und: europäisch oder bolschewi- iwch, das ist auch für sie heute die^große Echicksalsfrage.

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Aus dem Führerhauptquartier.15. März. Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Unsere Unterseeboote schlu­gen weiter zu. Sie griffen an der Ostkiiste Südamerikas einen stark gesicherten Geleitzug an. Sieben Dampfer mit 49 000 BRT. wurden versenkt, ein weiterer torpediert, dessen Sinken wegen starker Abwehr nicht beobachtet werden konnte. Außerdem wurden weitere sieben Schiffe mit 43 990 BRT. in den übrigen Operationsgebieten des At­lantik versenkt. Damit beendeten wieder insgesamt 14 Schisse mit 92 999 BRT. ihre Fahrt für England auf den Grund des Meeres."

Eine Gruppe deutscher Unterseeboote er­faßte den sehr stark gesicherten Eeleitzug dicht unter der Ostküste Brasiliens. Bei wolken- verhangenem Mond fielen mehrere Boote dieser Gruppe über den Schiffsverband her und torpedierten in wenigen Nachtstunden acht Schiffe. Sofort nach den ersten Torpedo­detonationen setzte eine außergewöhnlich starke Abwehr ein. Durch Leuchtgranaten und Raketen war das Operationsgebiet inner­halb weniger Augenblicke taghell erleuchtet. Den Sicherungsfahrzeugen — es waren in erster Linie Zerstörer und Korvetten — war dadurch die Möglichkeit gegeben, ihre Ar­tillerie- und Maschinenwaffen voll einzu­setzen. Gegen die im Schein der Leuchtgrana-, ken noch nicht erkannten Boote brachte der Gegner gleichzeitig seine gesamten Möglich­keiten zur Feststellung des Standortes zum Einsatz. Andere bereits getauchte Boote waren nach hartnäckigen Horchverfolgungen stärksten mehrstündigen Wasserbomben-Ver- folgungen ausgesetzt. Die Sicherungsfahr­zeuge konnten es nicht verhindern, daß aus dem Eeleitzug ein Passagierfrachter, zwei

große Nachschubdampfer, ferner zwei mit Kriegsmaterial vollbeladene Transporter so­wie ein tiefgehender großer Tanker und ein Dampfer versenkt wurden. Das Schicksal eines weiteren torpedierten Schiffes konnte deshalb nicht beobachtet werden, weil das Boot von anlaufenden Zerstörern unter Wasser gedrückt und stundenlang mit Wasser­bomben verfolgt wurde. Bei den weiteren sieben Schiffen, die unseren U-Booten zum Opfer freien, handelte es sich zum größten Teil um vollbekadene, schnellfahrende Schiffe, von denen auch Einzelfahrer gefaßt und nach oftmals langer Verfolgung versenkt werden konnten.

Eines unserer auskaufenden U-Boote wurde in der Biskaya von einem mehrmoto­rigen britischen Kampfflugzeug angegriffen. Die Besatzung des Bootes hielt sich mit ihren Bordwaffen den hartnäckig angreifenden Ver­folger vom Leibe und konnte ihn schließlich so schwer beschädigen, daß er mit voll lau­fenden Motoren und zerschossenem Leitwerk unmittelbar neben seinem Bezwinger in die See raste. Das Vogt setzte daraufhin in un­

beschädigtem Zustande seinen Marsch in das Operationsgebiet fort.

*

Hierzu drahtet unsere Berliner Schriftlei­tung: Die ersten Märzergebnisse des Kampfes gegen den feindlichen Schiffsraum hatten gewiß unsere Hoffnungen schon hochgeschraubt. Aber das hätten wir doch in diesem Monat, in dem die Wetterschwierigkeiten des Win­ters sich allmählich vermindern, noch nicht erwartet, daß schon genau nach zwei Wochen die fünfte Sondermeldung das bisherige Märzergebnis in die Nähe einer halben Million versenkter Bruttoregistertonnen und mit den Erfolgen unserer Luftstreitkräfte zu­sammengerechnet sogar schon über diese Grenze der halben Million bringen würde. So sehr uns diese Tatsache freudig über­rascht, so niederschmetternd muß sie im Feindlager wirken. Vor kurzem erst wollte der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, das Unterhaus mit der Behaup­tung beruhigen, daß man der U-Boot-Eefahr, wenn sie auch immer noch ernst zu nehmen sei, bald Herr werden könne. Nun scheinen doch die nüchternen Leute in England, denen die Ausführungen Alexanders nicht überzeu­gend erschienen, mit ihren Besorgnissen recht zu behalten.

Die englische Wochenzeitschrift „Spectilv- tor" kann sich heute auf ihre Feststellung be­rufen, daß solche Reden wie die des Lord Alexander die öffentliche Meinung des Lan­des irreführten und gerade dazu angetan seien, „einen durch die tatsächlichen Begeben­heiten nicht gerechtfertigten Optimismus zu (Fortsetzung auf Seite 2)

Sowjets im üjslgoroä-ksum nsck Osten gehörten

O/s Kücksrobsbung O/iarkoivr — krnsut kiskt/gs t>s/ Kurs/o

Aus dem Fiihrerhauptquartier, 15. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt : „Wie durch Sondermeldung be­kanntgegeben, wurde der Gegenangriff, in dem die Heeresgruppe Süd nach wochenlan- gen Kämpfen den Feind über den Donez zu­rückgeworfen hat, gestern durch einen bedeut­samen Erfolg gekrönt. Nach tagelangen, har­ten Kämpfen haben Verbände der Waffen-^, von der Luftwaffe tatkräftig unterstützt, die Stadt Charkow im umfassenden Angriff vom Norden und Osten zurückerobert. Die Verluste des Gegners an Menschen und Ma­terial sind noch nicht zu übersehen. Südöstlich und nördlich der Stadt bis in den Raum von Bjelgorod warfen unsere angreifenden Divisionen den Feind weiter nach Osten zu­rück. Westlich Bjelgorod versuchten die So­wjets, den fortschreitenden deutschen Angriff mit neu herangeführten Kräften zum Ste­hen zu bringen. Der feindliche Gegenangriff brach unter hohen, blutigen Verlusten zu­sammen. Dabei vernichtete die Infanterie- Division Kroßdeutschland in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe 44 von 99 angreifenden Panzern. Im mittleren Frontabschnitt schei­terten zahlreiche zusammenhanglos geführte feindliche Angriffe. 2m Kampfraum von Staraja Rußja trat der Feind nach starker Artillerievorbereitung, von Panzern und Schlachtfliegern unterstützt, erneut zum Angriff an. Die anstürmenden Sowjets wur­den in erbitterten Kämpfen zurückgeschlagen. Die Luftwaffe vernichtete an der Ostfront bei nur zwei eigenen Verlusten 64 Sowjet- flugzeuge.

Deutsche Seestreitkräfte versenkten an der- Kaukasusküste vor Tuapse einen Sowjet­tanker von 7090 BRT. Bei feindlichen Vor­stößen gegen die Küste der besetzten Westge­biete wurden in Luftkämpfen vier Spitfire, bei nächtlichen Einzelflügen über dem Ruhr- gebiet vier weitere Flugzeuge abgeschos­

sen. Die Luftwaffe griff mit schnellen Kampf­flugzeugen am Tage militärische Ziele an der britischen Ostküste an und führt« in der Nacht zum 18. März mit einem Ver­band schneller Kampfflugzeuge einen starken Angriff gegen den Schiffsbauplatz Sünder- land. Es» eigenes Flugzeug kehrte nicht zurück."

*

br. Wir sind uns vollkommen darüber klar, daß die letzten deutschen Erfolge an der Ost­front noch keineswegs bedeuten, daß die Ge­fahr bereits überwunden sei. So wenig wir uns in den Tagen des sowjetischen Ein­bruches in. die Ukraine in Panikstimmung treiben ließen, so wenig sind wir jetzt ge­neigt, die Nachricht von der Rückeroberung Charkows mit übertriebenem Jubelgeschrei zu hegrüßen, als ob sich jetzt schon alles, alles gewendet habe. Sicher erkennen wir die jetzt deutlich zutage getretenen Ermüdungserschei­nungen auf der gegnerischen Seite an der ganzen Ostfront, sicher atmen wir heute tief auf in dem beruhigenden Bewußtsein, daß der Plan der Sowjets, der auf die Wieder­gewinnung der lebenswichtigen Ernährungs­gebiete der Ukraine zielte, an der .über alles Lob erhabenen Abwehrkraft unserer Solda­ten gescheitert ist, sicher gedenken wir auch an diesem Zeitpunkt noch einmal mit heiße­stem Dank des Opfers der Helden von Sta­lingrad, deren Aushalten bis zum Aeußersten

entscheidend beitrug, die große Gefahr zu bannen, sicher auch erfüllt uns mit größtem Stolz die Erkenntnis, die in der Rückerobe­rung Eharkows bestätigt wird, daß die An­griffskraft und der Siegeswillen der Front ungebrochen geblieben sind, aber wir lassen uns, nachdem wir zwei so schwere Winter- krisen überstanden haben, durch erste An­zeichen der Wende nicht zu Illusionen trei­ben. Aus den Vinzelschiloerungen über den Verlauf der Kämpfe erfahren wir, daß nur der härteste Einsatz gegen einen ver­bissenen und-sich heimtückisch wehrenden Feind zu den schönen Anfangserfolgen des aufstei­genden Frühlings geführt hat. Wir wissen nicht, über welche Reserven und Möglichkei­ten die Sowjets noch verfügen, aber wir haben uns geschworen, alle unsere verfüg­baren Kräfte so zusammenzuraffen und so einzusetzen, daß der Enderfolg auf dem nun­mehr eingeschlagenem Wege gesichert wird und daß wir niemals wieder in eine solche Krise hineingeraten können, wie wir sie nun zweimal überstanden haben. Nur wenn uns so jeder neue Erfolg an der Ostfront zur neuen Verpflichtung wird, dem Frontsieg einen Arbeitssieg in der Heimat an die Seite zu stellen, nur dann können wir den Schwur im Dienste nicht nur des deutschen Volkes, sondern ganz Europas so erfüllen, daß der Blankoscheck, den die britischen Mordbrenner den Bolschewiken ausgestellt haben, zu einem wertlosen Fetzen Papier wird.

Die HirsreLttttty eiee öeitise^ett /üWsekUe

Von

llrick Olockscbsp

Wie schwer die englische Handelsflotte durch die unerbittliche Schlacht auf dem Ozean getroffen worden ist, möchte Winston Churchill, der das Massensterben englischer Schiffe heraufbeschworen hat, mit allen Mit­teln verheimlichen. Aber gelegentlich kommt sogar in England die Wahrheit über die rie­sigen Schiffsverluste an das Tageslicht. Vor einiger Zeit bot beispielsweise die Londoner Reederei European Steamship Co. in London den Aktionären der Tankschiff- Reederei Vritish Oil Shipping Co. den Erwerb ihrer Aktien an. Das ist «ine unscheinbare Wirtschaftsnotiz,, aber das Bemerkenswerteste dabei ist die Begrün­dung, die für die Aufgabe der Selbst­tätigkeit der Tankerreederei gegeben wird: „Die Reederei ist durch die starken Schisfs- verluste außerstande gesetzt, ein befriedigen­des Ergebnis mit dem Rest ihrer von der englischen Regierung gecharterten Flotte zu erzielen." Der schleichende Tankertod durch deutsche Il-Boots-Torpedos hat der Reederei das Lebenslicht ausgeblasen.

Wenn man in das „Hauptbuch der deut­schen Unterseeboote" über die feindlichen

Wir Issosv uns nickt ckurck ckss 6 s- »ckrst üss internationalen cknckentuin» in aller Welt ln cker mutigen unck auk- rsckten vurckkitkrung ckes gigantiscken Itainpkes gegen ckiese Weltpest beirren.

Handelsschiffsverluste blickt, in dem die Ver­senkungen Schiff für Schiff verzeichnet sind, kann man noch so manches Beispiel der ga­loppierenden Schwindsucht englischer Reede­reien finden. Von ebenso großer Wichtigkeit wie die Tanker sind für England die Kühl­schiffe, die Spezialschiffe für die Beförderung von Fleisch, Butter, Käse und Eiern aus Uebersee zu der Insel, die sich nicht selbst ver­sorgen kann. Die Kühlschiffe mit ihren kom­plizierten Einrichtungen zum Kühlen der Laderäume sind an Zahl viel geringer als die Tanker und während des Krieges gar nicht zu ersetzen. Da England bei Kriegsbe­ginn nur 155 Kühlschiffe besaß, wird es um so härter von jedem Kühlschiffverlust getrof­fen. Auch in einer der letzten Sondermeldun- gen von den Unterseebooterfolgen war wie­der ein versenktes Kühlschiff, die ganz mo­derne „California Star", einbegriffen.

Nach einer der vorhergehenden Geloitzug- fchlachten auf der Höhe der Kanarischen In­seln brachte ein spanischer Dampfer in Santa Cruz de Teneri'fe 23 Ueber lebende des versenkten englischen Dampfers „Pacific Star" an Land. Das war ebenfalls ein sol­ches Kühlschiff gewesen, ein Dampfer von 7591 BRT. Raumgehalt, der 19 000 Tonnen Ladung nehmen konnte. Die Reederei der „Pacific Star" ist die Blue Star Line, in London, die nach dem blauen Stern im wei­ßen Feld auf den Schornsteinen ihrer Schiffe bekannt ist. Die Blue Star Line, die seit dem Jahre 1910 besteht, ist die bekannteste Kühlschiffreederei Englands. Sehen wir ein­mal in die Schisssliste der „Blauen-Stern- Linie", die von der Auszehrung befallen ist: Vierzehn große Kühlschiffe zählte die Blue Star Line bei Kriegsausbruch, von denen noch eins in Bau war. Und wieviel von die­sen vierzehn Schiffen besitzt sie noch? Genau drei sind, übriggeblieben! Elf von vierzehn Kühlschiffen der Blut Star Line, von denen einige auch eine erhebliche Anzahl von Fahr- gästen im Südamerikadienst befördern konn­ten, liegen auf dem Meeresgrund. Den Rei-

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HtootrHsruc/i To/or in /^cmk/ng srö/knst nsus Arcr c/sr Tokio, 15.'März. Der japanische Minister- japanische Regierung den Prozeß der Reha-

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Präsident und Kriegsminister Tojo hat sich dieser Tage nach Nanking begeben, um den Staatsbesuch des Präsidenten Wangtsching- wei im vergangenen Jahr zu erwidern und den Dank Japans auszusprechen für den Kriegseintritt der nationalen Regierung ge­gen England und Amerika. Tojo hatte ein­gehende Besprechungen mit Wangtschingwei und anderen führenden Persönlichkeiten der chinesischen Nationalregierung Er ist am Montag nach Japan zurückgekehrt.

Diese Reise stellt in der Geschichte Japans ein einmaliges Ereignis dar: Zum ersten Male hat sich ein japanischer Ministerpräsi­dent persönlich ins Ausland begeben, um mit fremden Staatsmännern zu unterhandeln. Ihre Bedeutung wird noch dadurch unter­strichen, daß sie zeitlich zusammenfiel mit der in Nanking «rfolgten Unterzeichnung der Abkommen, die die praktischen Einzelheiten und den kurzfristigen Termin der llebergabe der bisherigen japanischen Konzessionen an die Regierung der chinesischen Republik re­geln. Insofern ist der Besuch ein neuer, un­zweideutiger Ausdruck des Bestrebens der japanischen Regierung, di« Entwicklung Chinas zu einem selbständigen, durch keine Beeinträchtigung feiner Souveränität ge­hemmten Mitglied« des ostasiatischen Eroß- raumes zu fördern.

Ueber den Inhalt der in Nanking zwischen den beiden Regierungschefs und ihren Be­gleitungen geführten Verhandlungen liegen amtliche Nachrichten noch nicht vor. Doch deuten die Erklärungen, die Ministerpräsi­dent Tojo bei seiner Rückkehr japanischen Pressevertretern gab, darauf hin, daß die

bilitierung Chinas mit der Üebergabe der japanischen Konzessionen und der in der Folge erwarteten Beseitigung der letzten Spuren ausländischer Sonderrechte in China noch nicht als abgeschlossen betrachtet, son­dern weiter zu fördern beabsichtigt. Nach dem Bericht von „Asahi" aus Tukuoka sagte der Ministerpräsident nämlich folgendes: „Das japanische Reich hat seine Politik klargestellt: sie erstreckt sich auf die Rück­gabe aller unter japanischer Spezialkontrolle stehenden Konzessionen in China, auf die Zustimmung zur Abschaffung der Internatio­nalen Niederlassungen in Schanghai und Amey und des Gesandtschaftsviertels in Pe­king und die Aufhebung der exterritorialen Rechte, auf die Persügung über das feind­liche Vermögen in China und die Ergreifung aller möglichen weiteren freundschaftlichen

llsr 210. MckenIsudtrLyer

Aus dem Führerhauptquartier, 15. März. Der Führer verlieh am 14. März 1943 an Unteroffizier Georg Ri«tscher, Veob.- llnteroffizier in einem Grenadier-Regiment, als 219. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer sandte dem Beliehenen nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres Heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes ver­leihe ich Ihnen als 210. Soldaten d«r deut­schen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler."

Schritte. Tatsächlich setzt das japanische Reich diese Politik stetig in die Tat um.

Im Einvernehmen mit dem gleichen Grundsatz ist das japanische Reich auch ent­schlossen, die bestehenden Vertrüge neuerlich einer Prüfung zu unterwerfen entsprechend der künftigen Weiterentwicklung der Be­ziehungen zwischen der chinesischen Republik und Japan."

Mit der amtlichen Bekanntgabe der Un­terzeichnung des neuen Abkommens zwischen Japan und China, wonach die Rückgabe der japanischen Konzessionen und Sonderrechte in China bereits am 30. März dieses Jah­res verwirklicht werden wird, fügt sich ein neues wichtiges Glied in die Kett'e der Ent­wicklung zu einem größeren, unter Japans Führung geeinigten Ostasien. Angesichts die­ser Entwicklung werde» sich ohne Zweifel auch in Tschungking jene Stimmen mehren, die nach einer Beendigung des chinesisch-japa­nischen Krieges verlangen, zumal die end­gültige Rückgabe der japanischen Konzession deutlich bezeugt, welche praktischen Vorteile für China durch ein freundschaftliches Ver­hältnis zu Tokio verbunden sind.

Vor Schanahaier japanischen Geschäftskrei­sen sowie höheren militärischen und Zivil­beamten erklärte Tojo. daß die Umwand­lung Schanghais in ein wirkliches Zentrum der chinesisch-japanischen Zusammenarbeit auf der Grundlage der neuen Chinapolitik durch Entfernung aller Spuren des anglo- amerikanischen Einflusses in der Stadt drin­gend notwendig sei. Dies müsse jedoch aus­schließlich auf Grund der cknnesischcn Veront- wortlichkeit und Initiative durchgeführt werden.