Ausgabe 
(13.3.1943) 72
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Monatsbszug 2.Sl> RM etnlchi ,-jvftellgebühli P-s,bk,l-gsp--is monatlich 2,sv RM l«!niqi AI Rpf P°!»,°itmigsgebühr> zuzügl. 42 Rps. L-I-Ig-ld. Posllche«: Hamburg 17272. «nzel- g-aorcil« und Aufnahmebedingungen lt. Prei». „ste. Lufnahmetermine ohne Verbindlichkeit.

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G e s ch Ssts st eilen:

Bremen. lSeeren S/S. Ruf 2ISSI. Nachlrut u. sonntags 2 47 SS: Ob-rnftr. SS. Ruf 2IS3I; Syke: Mühl-ndamm 2: Br-Hemelingeni Lahn- hofftratze s. Ecke P-ftftr.. Ruf 4L4S8: Br.- vegesa«: Rohrstr 24. Rus ck u. S: Br-Blumen- thal: Aavt -Dallmann-Ttr.il/4L. Sluf LS u. 88

pai^teiamt^clie ^Lyeszeilung

der NattonatfoziaMen vremens

flmtliches vcrkündungsblatt des Ncichsstatttialters in Oldenburg und Vremen

Nr. ?2 , 1Z. Jahrgang

Sonnabend. 1Z. Nlarz 1S4Z

kinzelpreis 15 Nps.

blorädreanerei

Zynische Eingeständnisse eines „xeotlewan"

Zynisch, wie es nun einmal britischen Re­gierunasmenschen eigen ist, hat der britische Luftfahrtminister Sinclair in seinem Bericht über die Tätigkeit der britischen Luftpiraten im Unterhaus festgestellt, daß den .Gentle­men" an der Themse das wahllose Werfen von Bomben auf deutsche Städte zum Zweck möglichst viel Wohnraum zu zerstören und Menschenleben zu vernichten, „kriegswirksa- mer" erscheint, als „mühselig" militärische Ziele aufzusuchen, deren Angriff wegen der dabei zu erwartenden, besonders konzentrier­ten Verteidigung mit größerem Risiko ver­bunden und weit verlustreicher ist.

„Aerea-bombing", so nannte Sinclair das System britischer Mordbrennerei und er­klärte dazu, daß es in der Natur dieses Sy­stems liegt, die Bomben wahllos auf einen, auf einer Karte vorher ausgesuchten Häuser­block hinabregnen zu lassen, wobei es nicht darauf ankäme, ob kriegswichtige Anlagen, Krankenhäuser, Kulturinstitute oder Löh­nungen getroffen würden. Im Gegenteil, so meint der ehrenwerte Brite in edler Ueber­einstimmung mit den britischen Luftmar- schällen (darunter auch den Leiter des Bom- benkriegs gegen Deutschland, Herriesk) sei das Bombardieren von Wohnhäusern dem Bombardement militärischer Anlagen vorzu­ziehen, weil die Zerstörung von beispiels­weise fünfhundert Arbeiterwohnungen für den Prozeß der Kriegsproduktion hemmender wirken könne als die Zerstörung einer Fa­brik, in der diese Arbeiter beschäftigt sind. Obdachlose, so meint der britische Gemüts­mensch, seien nur mit halbem Herzen bei der Arbeit, während Fabriken rasch wieder ausgebaut und zerstörte Maschinen, wie es die Erfahrung lehrt, bald wieder ersetzt wer­den könnten.

Nun, wir Deutschen sind über solche „Ar­gumente" des britischen Mordbrennertums weder entsetzt noch erstaunt. Wir wissen, daß solche Anschauungen und Methoden echt briti­schen Geistes sind und haben eigentlich nie eiwas anderes -als Unmenschlichkeiten von dem schlimmen Auswurf der Nationen in der Welt erwartet. Für uns steht England seit langem schon außerhalb der Gemeinschaft der zivilisierten Völker. Die ganze britische keschichte strotzt.von Gemeinheiten britischer Kriegführung, und der in London geprägte Begriff „Weitgewissen" hat nur immer dann in England Geltung gehabt, wenn er sich zugunsten der Briten anwenden ließ.

Die deutsche Arbeiterschaft aber, deren Wohnungen von den Briten also nun ein­gestandenermaßen schon bisher systematisch und mit Absicht zerstört wurden und weiter zerstört werden sollen, und alle übrigen Stände des deutschen Volkes bekunden für solch britisches Piratentum das Höchstmaß menschlichen Abscheus. Gleichzeitig aber ist dos gesamte deutsche Volk entschlossen, in dem von ihm aufgenommenen totalen Krieq eyt recht durch Leistungssteigerung und durch Einsatz aller Kräfte den vertierten Briten die richtige Antwort zu geben. Für jede Bombe auf deutsche Städte und Siedlungen werden taufende aus deutschen Arbeiterkän- dcn hervorgehen, und viele davon werden bestimmt sein, dereinst Vergeltung zu üben an den Verbrechern, denen Mordbrennerei «um täglichen Gewerbe geworden ist.

So ganz ohne Ahnung, w i e diese Vergel- umg sich anlassen wird. scheint selbst Sinc­lair nicht zu sein. Hat er doch seinen, über die britischen Mordbrennermethoden entzückt Beifall spendenden Zuhörern zu verstehen Weben, daß möglicherweise Deutschland „in voller Fahrt" sei, Luftoperationen gegen Eng­land „in enormem Umfang" vorzubereiten und eine imponierende Bombenstärke dazu einzusetzen entschlossen scheine. Aus daß dies recht bald möglich werde,, dazu wird die deutsche RLstunqsarbeiterschajft gewiß >br Bestes tyn. ' ' .7.».».

«ll M «iro für daS Kriegs-WSW. Eine Kom- tmnie d-r H.-rwvorupPe AirilN hat ihren W"kr- lold na» »icrzia Tagen in Höhe von SO 909 Lire mc das Krieaswintcrüittswerk gespendet. Die uomvanie hat Rcichsministcr Dr. Goebbels dirse Tuende in einem Funkspruch gemeldet.

InZIsgso l> 78 cllitte mil 282000 SKI.

/n c/sn /strtsn 24 Äunc/sn sfsisut 72000 6/? 7. vs^ssnkt

Aus dem Führerhauptquartier, März. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt: „Unsere Unterseeboote haben in den letzten 24 Stunden aus dem Mittelmesr, dem Nordmeer und dem Atlan­tik erneut hervorragende Erfolge gemeldet. Elf große Schisse mit zusammen 78 000 VRT. aus der Nachschubflotte für Nordasrika, die Sowjetunion und England beendeten ihre Fahrt auf dem Grund des Meeres. Vier wei­tere Dampfer wurden torpediert. Damit be­laufen sich die in den drei Sondermeldungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen be­kanntgegebenen Versenkungserfolge unserer U-Boote auf 47 Schiffe mit 282 »Oll BRT."

Auf den Nachschubstraßen für die Sowjets wurde, wie ergänzend gemeldet wird, im Eismeer ein rücklaufender Keleitzug ange­griffen, dessen Schiffe hauptsächlich Gruben­holz für die englische Vergbauindustrie ge­laden hatten, zum Teil aber auch nur mit Ballast fuhren. Unter den versenkten Schif­fen befand sich ein neues Liberty-Schiff von 7000 BRT. Größe, das kurz nach dem ersten Torpedotreffer voll Wasser lief und auf ebe­nem Kiel sank. Im Mittelmeer wurde der gegnerische Kriegsmaterial - Nachschub für Nordafrika schwer getroffen. Die-Transport­dampfer waren voll beladen mit Kriegs­material und wurden trotz ihrer ungewöhn­lich starken Zerstörer-, Korvetten- und Luft­sicherung — die Flugzeuge kreisten bis nach Einbruch der Dunkelheit über den Schiffen — unmittelbar unter der Küste vor dem Einlaufen in ihxe Bestimmungshäfen von unseren Booten gefaßt und versenkt.

Allein in drei Tagen 47 Schiffe mit nahe­zu 300 000 VRT. auf den Meeresgrund ge­schickt — wir haben volles Verständnis für die helle Bestürzung, die unsere U-Boot- Erfolge in England und in den Vereinigten Staaten hervorgerufen haben. Besonders aufschlußreich ist die in der Londoner „Times" (!) getroffene Feststellung, daß'die Gegner der Achsenmächte von ihren Seever­bindungen leben und daß die Schläge gegen die Versorgungsschifsahrt gerade in einer

Zeit, da der Tonnagebedarf für militärische Operationen dringlich ist, außerordentliche Schäden hervorrufen. Neben der Schiffs­tonnage und der wertvollen Ladung verlie­ren unsere Feinde jedesmal einen großen Teil ihrer unersetzlichen Seeleute, was wäh­rend der letzten Wöchen von der anglo- amerikanischen Presse gleichfalls mit größ­ter Besorgnis für die Zukunft verzeichnet wurde. Gerade jetzt wird übrigens aus Pa­ramaribo in Niederländisch-Euayana die Versenkung von acht englischen und nord- amerikanischen Schiffen gemeldet, nachdem der Verlust dieser Dampfer infolge des Auf­tauchens einiger überlebender Seeleute nicht mehr verheimlicht werden konnte. Wieviele Schiffe des Feindes gehen mit Mann und Maus unter, ohne daß die Oeffent- lichkeit in -den USA. und in Großbritannien von jenen Versenkungen erfährt! Dabei

hielten es Washingtoner und Newyorker Stellen kürzlich noch für richtig, über „die Befreiung des Westotlantik von der U-Voot- Seuche" zu triumphieren. Illusionen über Illusionen zerplatzen im Lager der Pluto- kraten. Sogar mit Lügen und Verschleierun­gen ist die nahende Katastrophe nicht mehr zu verniedlichen; das mußten dieser Tage auch die kanadischen Parlamentarier erfah­ren, und zwar erklärte ein oppositioneller Abgeordneter, im St. Lorenz-Strom und im St. Lorenz-Eolf seien im Vorjahr entgegen der Behauptung des kanadischen Kabinetts nicht zwanzig, sondern dreißig Schiffe von den deutschen U-Booten versenkt worden. Der Premierminister von Quebeck konnte dieser Hiobsbotschaft nur schweigend zustimmen. Churchill jedoch wird mit seiner Schweigetaktik nun bald nicht mehr auskommen!' wü.

Hervosiisl im eagiiscksa vaierdsus

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Genf, 12. März. Bittere Worts der Kritik mußte sich die britische Admiralität über die Erfolglosigkeit der U-Boot-Bekämpfung im Unterhaus gefallen lassen, wo die Nervosität über die immer mehr steigenden Versenkungs­ziffern ständig wächst. Unumwunden sagte der Labour-ALgeordnetc Shinwell es dem persönlich anwesenden Ersten Lord der Admi­ralität ins Gesicht, „er habe im Laufe des Krieges in keinem Zeitpunkt Zutrauen zur Führung der britischen Admiralität gehabt". Vor allem kritisierte er das Schweigen über die wahren Versenkungsziffern als verdäch­tig; damit wolle die Admiralität lediglich „ihre Unfähigkeit im Schiffbau und die Un­zulänglichkeit des Eeleitzugsystems tarnen". Aber nicht nur die Arbeiterpartei, sondern auch die Konservativen ließen durch den Mund ihres Abgeordneten Sir Archibald Southby ganz energisch die Bekanntgabe der

Versenkungsziffern fordern, damit das Volk endlich den vollen Ernst der deutschen U-Boot-Erfolge kennenlerne.

Zusammenfassend gingen die Vorwürfe da­hin, daß die hritischo Admiralität in der Bekämpfung der U-Voot-Eefahr völlig ver­sagt habe. Sie habe den Bau der richtigen Art von Handelsschiffen versäumt. Dazu aber fehle es sowohl an bewaffneten Geleit­schiffen als auch an U-Bootjägern, außer­dem besitze sie auch keinen für den Kampf gegen die U-Boote geeigneten Typ von Ma­rineflugzeugen. Die ungewöhnliche Heftig­keit der Angriffe ist ein Beweis dafür, daß die Erkenntnis- der Erfolg« der deutschen U-Boote, die Churchill und seine Trabanten bis jetzt zu bagatellisieren versucht haben, nun doch allmählich in weitere Kreise des britischen Volkes eindringt.

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Aus dem Fiihredhauptquartier, 12. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Nach dem siegreichen Abschluß der Winterschlacht zwischen Dnjcpr upd Donez, der die Hoffnungen der Bolschewisten auf eine Wiedergewinnung der Ukraine zunichte machte, setzten unsere Truppen ihre Angriffe in Richtung auf Charkow fort. Panzer- und Erenadierverbände des Heeres und der Waffcn-ff durchbrachen vor der Stadt die tiefgestaffelte feindliche Schutzstellung und drangen von mehreren Seiten in die Staüi ein. Heftige Straßenkämpfe dauern noch an. Nördlich und nordwestlich der Stadt war­fen unsere Divisionen den Feind nach Osten zurück. 2m Nachstoßen wurden zurückflutende feindliche Kolonnen aufgerieben. Starke Ver­bände der Luftwaffe griffen zusammen mit ungarischen und slowakischen Fliegerkräften in unermüdlichem Einsatz in die Erdkämpfe ein. 2nfolge der in den letzten Wochen er­littenen schweren Verluste ließen die An­griffe der Sowjets im Kampfabschnitt von Orel merklich nach. Vereinzelte schwächere Angriffe scheiterten. Zum sofortigen Gegen­stoß angesetzte eigene Verbände vernichteten gestern zwei weitere.Sowjetrcgimcnter. 2m Verlauf der zur Verkürzung unserer Front durchgeführten Bewegungen wurde die Stadt Wjasina ebenfalls nach gründlicher- Zer­

störung aller kriegswichtigen Anlagen und nach vor Wochen erfolgten: Abtransport der Kriegsgeräte und Versorgungsgüter in der vergangenen Nacht kampflos geräumt. An den übrigen Abschnitten der Ostfront kam es bei anhaltendem Tauwetter nur. zu Kampf­handlungen von örtlicher Bedeutung.

Mehrere feindliche Panzervorstöße gegen die deutsch-italienische Stellung in Tune- sien wurden abgewiesen. Die Luftwaffe griff im Seegebiet vor Bone einen feind­lichen Eeleitzug an, und beschädigte drei Handelsschiffe und einen Zerstörer durch Lufttorpedo und Bombeck schwer. Britische Flugzeuge griffen in der Nacht zum 12. März s ü d w e st d e u t s ch e s Gebiet an und warsen Spreng- und Brandbomben vor allem auf die Stadt Stuttgart. Die Be­völkerung hatte Verluste. 2n Wohnvierteln an öffentlichen Gebäuden und an mehreren Krankenhäusern entstanden größere Schäden. Jäger und Flakartillerie schössen elf der an­greifenden Bomber ab.

DiH südenglische Hafenstadt Hastings wurde am gestrigen Tage von schnellen deut­schen Kampfflugzeugen überraschend im Tief­flug angegriffen. Erhebliche Zerstörungen wurden beim Abflug beobachtet. 2n der ver­gangenen Nacht führten schwere Kampfoer-

bände gegen Stadt und Hafen New Castle an der britischen Ostküste einen starken Angriff durch. Ein Verband schneller Kampfflugzeuge stürzte sich in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages aus London, jagte im Tiefflug aus allen Bordwaffen feuernd über das Stadtgebiet und kehrte nach Abwurs zahlreicher schwerer Sprengbomben ohne Verluste zurück."

Deutsche Jäger wehrten in den Mittags­stunden des 12. März an der westfranzösischen Küste im Mündungsgebiet der Seine einen feindlichen Bomberverband ab, der unter starkem 2agdschutz einflog. Unsere „F o ck e - Wulf"- und „Messerschmitt"-2äger schössen ohne eigene Verluste fünf der feindlichen Flugzeuge ab.

Usus MUsrkreurlrLger

Berlin, 12 März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Ober­leutnant d. R. Friedrich Lrantz, Kompa­niechef in einem Grenadier-Regiment. Ober­feldwebel Karl Eiden.^Zugführer in einem Grenadier-Regiment.

v 8 L.-!llwerisl!Ami 8 „mit ^odrrüdev mrä Knüppel"

Koo 5 svs/ts /nt/mus 6u/,'tt fiack c/sm 5tcmc//s/-^w,Lc/isn/c-// — vrokungsn gsgsri c/sn kmigrontsn/c/üngs/

richt unserer Berliner Schnstleitnilg scb. Berlin. 12. März. Der Name Sulitt hat durch die deutsche Aklen- n zur Kriegsschuldfrage für alte ren taurigen Hereostratenruhm er­liefe! Mann gehört zum engsten schlimmsten politischen Verbrecher ten, die den größten Weltbrand ichte entfesselt haben. Bulitt war n Votschasterposten in Paris der : Vertrauensmann und poukllche vollmächtigte Rooievelts für Eu­er den Auftrag hatte, um lAw" : aufkeimende Möglichkeit der Ber- s zu ersticken, damit nur ja der snsinnige Mann im Weißen Haus ^ Krieg gelangen konnte. Darum >as handfeste Bekenntnis zum un- a 2mperialismus der Vereinigten das Bulitt soeben in- einer Rede allphia ausgesprochen hat, eine oc- iedeutung. Er stellte sich auf den kt. daß die Vereinigten Staaten

hätten, die Nachkricgsverhaltnistc

a Willen zu gestalten. W-lson habe -kleidenden Fehler begangen, als er gegebene Macht nicht angcwanoi nn jetzt wiederum die Vereinigt.n die Macht hätten, so mutzten ste brauch machen, oder sie wurden ste owjets verlieren. „Wenn eine so sagte dann Bulitt, wart ich-

„sich nicht in der Richtung bewegen will, die wir wollen, so gibt es nur eine Möglich- ket sie dazu zu veranlassen: das ist die alte Methode, einen Esel zum Laufen zu brin­gen indem man ihm eine Mohrrübe Unters Maul und einen Knüppel hinter den Schwanz hält und ihn milde klarmacht, daß er das eine oder das andere haben kann. Natürlich muß die Mohrrübe eine richtige Mohrrübe und der Knüppel ein richtiger-. Knüppel sein."

Es ist auf den ersten Blick nicht ganz klar, gegen wen speziell sich im Augenblick diese drastische Ausdrucksweise richtet, die jedoch in jedem Fall die Maßlosigkeit des amerikani­schen Weltherrschaftsanspyuches und die krank­hafte Überheblichkeit des Krehes um das Weiße Haus unterstreicht. Eine besondere Be­leuchtung erfährt die Rede Bulitts aber auf im Hintergrund det letzten Zwischenfälle, die sich zwischen Washington und Moskau abge­spielt und in der ganzen Welt ein gewaltiges Aussehen erregt haben. 2m Mittelpunkt der Erörterungen, die vor allem auch in den Ver­einigten Staaten selbst eine erhebliche Ver­wirrung der Gemüter angerichtet haben, steht die Anklage des amerikanischen Botschafters in Moskau, des greisen Admirals Standlen, daß die Sowjets absolut undankbar seien und den Wert der amerikanischen Hilfeleistung nicht anerkennen und auch ihrer Oeffentlich- kcit gegenüber verheimlichen wollten. Man

sieht noch nicht recht, wie Standley zu diesem Vorwurf gekommen ist, ob aus persönlicher Verärgerung oder in ungeschickter Ausfüh­rung eines Auftrages von Roosevelt, denn dessen Vizeaußenminister Sumner Welles mußte in einer Pressekonferenz von den Aeu­ßerungen des amerikanischen Botschafters in Moskau abrücken und sie als persönliche Mei­nung kennzeichnen. 2n das Spiel derjenigen internationalen Kreise, denen die Bernich- tungswut gegenüber Nazi-Deutschland alle anderen politischen Erwägungen .unmöglich macht, paßte dieser Zwischenfall gewiß nicht hinein, und die jüdische Presse in den Verei­nigten Staaten bemühte sich darum, die An­gelegenheit als einen „Sturm in der Tee­tasse" zu bagatellisieren, und wieder aus dem Gesichtskreis der Weltöffentlichkeit zu ent­fernen.

So einfach ist das nun wieder nicht, denn auch die Leute im Kreml haben ihren dicken Kops und wollen den Zwischenfall offenbar nicht sang- und klanglos begraben. Darauf deutet die Tatsache, daß die gesamte sowje­tische Presse am Donnerstag die von der Taß-Agentur übermittelten Berichte der ame­rikanischen Zeitungen über die Bemerkungen Standleys veröffentlicht haben. Allerdings können sich die Lowjets jetzt nicht mehr auts hohe Roß setzen, ii?e sie das noch vor wenigen Wochen glaubten i>,n zu können, als die militärische Wende hin der Ostfront noch

nicht eingetreten war. Jetzt beginnt man sich in der sowjetischen Presse wieder darüber Gedanken zu machen, wie man die kommende Zeit unter neuen deutschen Offensivschlägen überstehen kann. „Prawda" und „2svestija" betonen bereits erneut die Notwendigkeit von Entlastungsaktionen mit der Begrün­dung, daß die Sowjetunion die ganze Schwere des Kampfes allein auszustehen habe. 2» einem Telephongespräch zwischen Newyork und London über das Thema England-Ame­rika einerseits und Sowjetunion andererseits klagt Mister Hcnderson aus London, daß die Sowjets schon vier Millionen Tote in den Kämpfen und weitere sechs Millionen Tote in den von Deutschland besetzten Gebieten verloren hätten. Als Antwort kam es aus Newyork: „Die Meinung über die Sowjet­union in der Wallstreet geht entweder von dem Glauben aus, daß wir eines Tages gegen die Sowjets kämpfen müßen, oder daß die Sowjetunion das Land der Zukunsts- möglichkeiten wie die Vereinigten Staaten vor 78 Jahren ist." Das charakterisiert tref­fend den Zwiespalt der Gefühle in dem sich heute die öffentliche Meinung in den Ver­einigten Staaten gegenüber den Sowjets be­findet.

Jedenfalls hat jetzt offenbar im Hinbl-ck auf kommende neue militäriscke Schwierig leiten, Litwinow in Washington bereits wie- (Fortsctzung auf Seite L)

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Vor»

üsuloitsr Or. strisckricb II a i n s r

Fünf Jahre liegen zurück, seitdem unter dem Jubel der befreiten Bevölkerung der Führer den Anschluß seiner Heimat an das Reich vollzog. Der zeitliche Abstand von den damaligen Ereignissen und die Einfügung des Ostmarkschicksales in den geschichtlichen Werdegang des Reiches in diesem Kriegs geben dem Mitkämpfer von damals die in­nere Ruye und den gereiften Blick, den Kampf um den Anschluß jetzt prüfend zu überblicken.

Es mutet heute seltsam an, daß der Kampf des Nationalsozialismus um die Macht in Oesterreich überwiegend außenpolitische Be­deutung zu besitzen schien. Wir Nationalsozia- lrsten faßten unseren Kampf immer als eine innere Angelegenheit des deutschen Volkes auf. Wir waren aucy nicht geschult in außen­politischen Zusammenhängen und erlebten daher im Jahre 1933 viele bittere Ueber- raichungen. 2m Grunde genommen hatten wir recht, denn der Inhalt und der Sinn un­seres Kampfes lag in der Forderung nach Einheit der Nation beschloßen, und die Geg­ner waren dieselben, gegen die sich der Füh­rer am 30. Januar 1933 die Macht erkämpft hatte. Formell allerdings bestand damals der zweite deutsche Staat, und so berührte jede innerpolitische Aktion das feinfiebrige Netz außenpolitischer Beziehungen. Die national­sozialistische Bewegung kümmerte sich zunächst wenig darum. Der große Sieg im Reich er­füllte uns mit absoluter Siegeszuversicht. Wir rechneten nur mit Monaten und versuchten daher, im Sturmangriff die Positionen des Feindes zu überrennen. Es zeigte sich, daß der Gegner unerwartet zähe war und daß

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Lrast Xloritr druckt

fremde Quellen seine Kraft verstärkten. Die Auseinandersetzung nahm immer bittere For­men an und wurde schließlich ein Kampf auf Leben und Tod, in dem der Griff zur Macht im ersten geeignetcksi Moment ge­wagt werden mußte.

Die Erhebung am 25. Juli 1934 führte trotz heldenhafter Kämpfe an diesem und den folgenden Tagen in Wien und in den Ländern zu einer schweren Niederlage. Es wird einmal als größte Bewährung der Nationalsozialisten im alten Oesterreich an­gesehen werden, daß damals keine Krise die Bewegung ergriff. 2n dieser schwersten Zeit half der blinde, unbeirrbare Glaube an den Führer und das fanatische Beharren auf den Grundsätzen der nationalsozialistischen Weltanschauung über die Niederlage hinweg.

Der politischen Führung der Bewegung war inzwischen das Verständnis für die außenpolitische Komponente des Kampfes aufgegangen und es setzte sich eine Kon­zeption durch, die stures kompromißloses Festhalten an der nationalsozialistischen Weltanschauung zu vereinbaren trachtete mit- der kaltblütigen Anwendung aller geeigne­ten politischen Mittel unter Berücksichtigung der Situationen des Reiches. Denn es war uns klar geworden, daß mit einem Anschluß die Europageltung des deutschen Reiches hergestellt und die Niederlage von 1918 end­gültig überwunden war. und daß deshalb die alten Gegner Deutschlands gegen diese Aktion mit allen zu Gebote stehenden Mit­teln aufzutreten gewillt waren. Es konnte also der Anschluß nur erzwungen werden, wenn der Führer selbst mit der Kraft des Reiches die Garantie für den freien Ent­schluß der Bevölkerung des alten Oesterreich

Orsnaten orleckigon clsn Tsriüsr. llio Tor- pscko kstts ckon Tanker gstiokksn. Mns 51unc!s lsng keobscbtsts ilsr Kommsncksnt ckss äsutscksn v-8ootss im Sskrnbr ckss Sin­ken ckes Sc-liitkss, aber ckss Usek ivsi voll bukt unck blieb ckssbslb an cksr ObsrOacbe „bangen-. 5s kisv also auktaucksn unck. mit cksr Kanone nsekkellsn, bis ckss Wrack sack- lieb versinkt.

TK-Ki-isesbei-ioktor krokoo - - Soll.