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(11.3.1943) 70
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flmtUches vcrkündungsblatt des Ncichsstattszalrers in Oldenburg und kZremen

1Z. Iatsrgang

Üonnerstag. 11. Mär; 1S4Z

kmzeipreis 15 npf.

vä§ 2isl

Haben wir bedacht?

In den Schneestürmen des Atlantik, der Somicnglut des Aequators und in' den Herliststurmen am Kap der Enten Hoffnung - so meldet ebenso lakonisch wie aufschluß­reich das OKW. — haben unsere U-Boot- Maiinschaften der feindlichen Versorgunas- schissahrt wiederum einen furchtbaren Schlag versetzt.

Man muß es sich vorstellen, was unter den schwierigsten Wittcrungsverhältnissen an Ein­satzwillen, Opfersinn, Entbehrungen und Ge­fahren, ja was auch anletztein Opfer selber sich hinter einer solchen Sondermeldung ver­birgt. Man darf dabei nicht vergessen, daß, wenn immer und immer wieder am laufenden Bande, säst gleichlautend, solche Meldungen van der Vernichtung vieler feindlicher Schiffe innerhalb weniger Tage, verkündet werden, die den Krieg gegen unsere Feinde entschei­dend beeinflussenden Schläge, von denen wir hören, nicht immer ohne eigene Verluste ab­gehen. lind man muß sich vor Augen halten, wie sehr mit Herz und Sinn, Tag und Nacht alle seelischen und körperlichen Kräfte der Be­teiligten angespannt sind und sein müssen, auf daß immer wieder solche glänzenden Er­folge erzielt werden können.

Haben wir all das bedacht und dabei uns auch erinnert, was unsere Frontsoldaten im Osten, unsere Kämpfer in Afrika und unsere Flieger auf allen - Kriegs­schauplätzen leisten, dann kann es wohl für keinen mehr in der Heimat eine Unpäßlichkeit, Unbequemlichkeit oder auch nur Unausgeglichenheit geben, die Miß­behagen machen könnte. Dann muß wohl ganz von selbst alles als kleinlich und unwesent­lich vor uns versinken, was nicht dem großen Ziele dieses Krieges dient. Es ist ja nicht einmal so, daß in denselben Breiten der Erd­kugel unsere Kämpfer stets nur mit den glei­chen Witterungsverhältnissen zu rechnen und sich dagegen zu wappnen Hütten. Auf dem Atlantik, wie am Aequator und am Kap der Kute» Hoffnung sind unsere U-Boote keinen Augenblick vor immer neuen überraschenden Tücken des Witterungswechsels sicher und ganz und gar unsere Soldaten im Osten ha­ben es oft genug, und gerade in diesen Ta­gen, morgens mit Nebel, vormittags mit Regen, mittags mit Schneetreiben und abends sowie nachts mit bitterer Kälte zu tun. Sie denken nicht daran, dies als etwas Unerträgliches zu finden und schauen darüber hinweg festen Willens und unbeirrt nur nach dem einen Ziel.

Es ist dieses Ziel aber auch unser Ziel, ge­nau w wie das unserer Soldaten, ja. mebr noch, es ist dieses Ziel das Ziel, um das sie liir uns da draußen ringen und sich einsetzen: das Ziel der Sicherheit der Heimat und ihrer Heien Entfaltung in der Zukunft, mit einem Nstii: das Ziel des siegreichen Friedens. Ihm I» dienen, ausschließlich, ohne rechts und links Ä ichaucn, ganz nach dem Beispiel unserer Tapferen draußen, das aber ist heute unsere kluigabe und unsere Pflicht. Und zwar heute »ehr denn je. I- R. O.

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Gens, 1g. März. In Belfast hat sich nach einem Bericht der ..Daily Mail" dieser Taae «in Vorgang abgespielt, der bezeichnend ist kür die immer mehr wachsende Spannung Wischen dem iriichen und dem englischen Teil der Bevölkerung. Wie das Blatt berichtet, holten Anhänger der irischen Unabhänaig- keiisbewegung zwei junge Leute, die in ver­räterischer Verbindung mit der englischen Polizei standen und 'Spitzeldienste geleistet hatten, aus ihren Wohnunaen heraus, ban­den sie an eine Laterne und begossen sie mit blauer Farbe. Anschließend hielt der Nn- üihrer der Iren an die von allen Seiten bcrangeströmte Menschenmenge eine. An­bräche. in der er erklärte, daß es jedem ähnlich ergehen würde, der Irland verrate.

britisches Flugzeug zerschellte bei der Landung w der Nähe. von Beirut. Au Bord belauben sich lbmeral Mass und Oberst Baris, die von General beraub in einer besonderen Mission nach der Le­gale entsandt worden waren. Oberst Baril kam um- Leben, wahrend General Mast schwer ver­letzt wurde.

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dem Führer Hauptquartier, 1». März. Das Oberkommando der Wehr- „In den Schneestürmen des Atlantik, der Sonnengkut des Aequators und in den Herbststürmen am Kap der Gu­ten Hoffnung versenkten deutsche Untersce- boote in den letzten fünf Tagen in harten, zähen Kämpfen 23 Schisse mit zusammen 13ck l>gg BRT. Weitere sechs Schiffe wurden torpediert."

»

Der neue U-Boot-Erfolg erhält sein be­sonderes Gewicht dadurch, daß er trotz wi­drigster Wetterumstände und sehr erschwer­ter Kampsbedingungen vor allem gegen stark gesicherte Eeleitzüge erreicht werden konnte.

Im winterlichen Nordatlantik bei schwer­sten Schneestürmen bis zu Windstärke 11, in dem tropisch heißen Aequatorialgürtel des Atlantik, .im Seegebiet des Kaps der Guten Hoffnung und im Indischen Ozean südlich Madagaskar, wo zur Zeit schwere Stürme herrschen, erfaßten die deutschen U-Boote insgesamt acht durch Zerstörer, moderne Kor­vetten ünd durch Flugzeuge stärkstens ge­

sicherte Eeleitzüge. Gleichzeitig waren sie erfolgreich gegen Einzelfahrer. Unter ihnen befand sich mitten im Atlantik die der Lon­doner Reederei Fred Leyland und Co. ge­hörende „California Star" mit 8300 BRT. Dieses schnelle. 18 Seemeilen laufende Schiff, das auf Grund seiner Geschwindig­keit ohne Geleit blieb, war voll mit Butter und Fleisch beladen. Wenn man annimmt, daß der Laderaum je zur Hälfte mit Butter und Fleisch gefüllt war, dann ist der Unter­gang gleichbedeutend mit dem Verlust von vier Millionen Kilo Fleisch und 7.2 Millio­nen Kilo Butter. Das Ziel des Schiffes war England, dessen Versorgung durch diesen Ausfall schwer getroffen wurde.

Im Indischen Ozean. 780V Seemeilen oder 11000 Kilometer von ihren Stützpunkten ent­fernt. erfaßten unsere Boote etwa 110 See­meilen südwestlich des südafrikanischen Ha­fens Durban, nur 18 Seemeilen von der Küste entfernt, einen schwer beladenen aus­kaufenden Eeleitzug. In zäher Vsrrolgung des stark gesicherten Verbandes, dessen bis über die Lademarken vollgepfropften Schiffe schwerfällig in der See stampften, wurden in harten, verbissen durchgeführten Tag- und

Nachtangriffen zwei Drittel des gesamten Eeleitzuges aufgerieben.

Mit der Vernichtung von 23 Schiffen von zusammen 13-l 000 BRT. und der Torpedie- rung weiterer sechs Schisse haben die deut­schen Unterseeboots erneut den Beweis er­bracht. daß sie im Kampf gegen 'stärkstens ge­sicherte Eeleitzüge ebenso erfolgreich sind wie gegen schnell lausende Einzckfahrer. denen vor allem die Versorgung des englischen Mutterlandes mit leicht verderblichen Le­bensmitteln obliegt.

Der März hat sich bereits sehr erfreulich angelassen. Im ersten Drittel dieses Mo­nats kündeten zwei Sondermeldungen die Versenkung von insgesamt schon über 231 000 Bruttoregistertonnen. Daß diese für uns erfolgreiche Zweite Front auf den Welt­meeren es unseren Gegnern so schwer mächt, eine Zweite Front in ihrem Sinne zu errich­ten. das muß die englische Presse immer er­neut eingestehen. Am Sonntag wieder klagte der „Observcr", daß der Gegner den allier- ten militärischen Fortschritten die verschie­densten Schwierigkeiten in den Weg lege. Eines der Haupthindernisse sei dabei die U-Boot-Gcfahr.

Lsrbsriscksr lerror - keine rvsils krönt

Vsp/ogsns /4u5tsc/sn c/s§ 8c/i/sc/itsn trn't/5csisti 6stv/L5SNL

DrabtLericht unterer Berliner Schriitteitanz

ckr. v. scb. Berlin, 10. März. Eine der führenden politischen Zeitschriften in Eng­land suchte kürzlich dem Foreign Office klar­zumachen, daß es das Dümmste sei, was man tun könne, wenn man sich um politische Kor­rekturen in denjenigen Bezirken Europas bemühen wolle, wo die eigene Macht nicht ausreiche. Im Zusammenhang mit den letz­ten Zwischenfüllen, die die Atmosphäre zwi­schen Moskau und den westlichen Trabanten der Sowjets zu verschlechtern drohen, sieht sich die „Times" veranlaßt, die Erkenntnis der eigenen Ohnmacht noch viel drastischer z» formulieren, „Zu glauben", so stellt die Zei­tung des Empire fest, „daß England und die Vereinigten Staaten mit Hilfe einiger klei­nerer europäischer Mächte imstande sein wür­den, das europäische Gleichgewicht aufrecht­zuerhalten und die Sicherheit auf die Dauer zu gewährleisten, und zwar auf Grund einer Politik, die die Sowjetunion entfremdete und eine Jnteressenlosigkeit an kontinentalen Angelegenheiten herbeiführte, wäre Heller Wahnsinn."

Auch der Schreiber dieses Satzes dürfte sich bewußt gewesen sein, daß er in ihm eine ent­scheidende politische Realität mit einem abso­luten Nonsens vermanscht hat. Er weiß selbst­verständlich auch ganz genau, daß der weit- revolutionäre Bolschewismus nicht anders als mit Waffengewalt, also nur durch die Achsenmächte und ihre Verbündeten zur „2n- teressenlosigkeit gegenüber kontinentale» An­gelegenheiten" gezwungen werden kann. Die verschiedenartigen Motive, die für die anglo- amerikanische Bereitschaft zur Preisgäbe Europas an den Bol^ewismus ausschlag­gebend sein könnten, interessieren uns im einzelnen nicht so sehr. Es handle sich, um die Sucht nach der Befriedigung sadsitücher Haß- und Rachegelüste, um verbrecherischen Ämoklauf gegenüber der abendländischen Kultur oder um ohnmächtige Verzweiflung. Entscheidend bleibt das Eingeständnis, daß die Briten und Amerikaner sich dem Willen Stalins gegenüber Europa für den Fall beu­gen wollen und beugen müssen, daß dieser nicht vorher von Deutschland und seinen Ver­bündeten auf den Schlachtfeldern der Ost­front militärisch in die Knie gezwungen wird. Angesichts dieser Lage hat die iranzoji,che Zeitung nur zu recht, die heute feststellt, da» man im Lager der Achsengegner nur Dro­hungen höre. die weit außerhalb der Peri­

pherie Europas ausgestoßen würden. Die Feinde der Achse erhöben nur von weitem ihre Faust gegen Deutschland. Die Agitation auf den Actherwellen genüge aber nicht, um Vefestigungswerke zu zerstören. Das franzö­sische Blatt bezieht dabei die britisch-ameri­kanischen Terrorangriffe aus der Luft durch­aus nur zu Recht in den Rahmen dieser sinnlosen Drohung ein.

Sobald man sich in der englischen Oes- fentlichkcit einmal militärisch sachlich mit der Frage nach den Wirkungen der Luftangriffe beschäftigt, gelangt man immer wieder zu der Schlußfolgerung, daß eine irgendwie be­achtliche Schwächung des deutschen Kriegs- poteniials durch diese Terrorangrifse nicht zu erreiche» ist, daß die Luftwaffe vielmehr (Fortsetzung auf Seite 2j

Veitsrer Lsamgovimi bei Lksrdim

?/c>rimä6rgs c/sut8ciis /^tiLstztiswscstUig im /^itts/citisc/itiitt

Aus dem Führerhauptquartier, 10. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Süden der Ostfront hat das anhaltende Tauwetter die Kampfhandlun­gen bis auf örtliche Eefechtstätigkeit ein­geschränkt. Dagegen gewinnt der deutsche Angriff westlich und nordwestlich Char­kow weiter Raum. Obwohl der Feind schnell vorgeworfene Truppen ins Gefecht warf, die sich in erbitterten Gegenangriffen verbluteten, erreichten unsere Angriffsdivi­sionen ihre Tagesziele. Im Abschnitt von Orel setzte der Feind auf breiter Front zu neuen starken Angriffen an, die wieder mit ungewöhnlich schweren blutigen Ver­lusten abgeschlagen wurden. 2n die plan­mäßige Absetzbewegung im Mittelabschnitt der Ostfront versuchte der Gegner mit starken Kräften einzubrechen, jedoch erfolglos. Eine deutsche Division schoß hierbei 17 Panzer ab und zählte 2000 gefallene Sowjets vor ihren Stellungen. Die Stadt Belyj wurde in der vergangenen Nacht planmäßig und für den Feind überraschend geräumt. Der An­sturm des Feindes gegen unsere Stellungen bei Staraja Rüßja ließ gestern an Stärke gegenüber de" Bortagen nach. Meh­rere örtliche Angriffe der Sowjets scheiter­ten. Starke Verbände der Luftwaffe führ­ten an den Schwerpunkten der Kampfhand­lungen wuchtige Schläge gegen Stellungen. Marschkolonnen und den Nachschub des Feindes.

Auf dem afrikanischen Kriegsschau­platz herrscht Ruhe. Bei einem Nachtangriff deutscher Kampfflugzeuge auf den Hafen von Algier wurde ein Handelsschiff mittlerer Größe in Brand geworfen. Einzelne feind­

Mutige Verluste äsr Lovjets bei äsn Lbivekrksmpkeu

Ois /.uttwotts untspLtützts mit staksn 5 clilogsn ci,s Xompls c/s5 s-ssst-ssvsrkoncis

reren Kampfgruppen, in ein von den fechten. Unsere Jagdflieger schössen dabei ohne

Sowjets stark besetztes Tal einzudringen und

es vom Feinde zu säubern.

Die Luftwaffe unterstützte die Unterneh­mungen des Heeres «°^

^»lin, 10. März. Im Verlauf der bereits gemeldeten Operationen westlich und noro- Östlich von Charkow drangen die Ttuppen !>«s Heeres und der Waffen-am 0. März >"tz heftigen Widerstandes der Volschewisten rrrrd trotz schwierigster Wegerwrhältnisse wer- rrr vor. Hierbei wurden mehrere Ortschaf- ^ zurückgewonnen. Eine besonders wichtige -uachschubstra^ des Feindes wurde unterbun­den. Immer wieder verlachten die Sowjets. °urch zahlreiche Entlastungsvorstöße und Ge­genangriffe die Bewegungen nn.erer Trup­pen zum stehen zu bringen. In aller Eile legen die Volschewisten von wen enlzernt regenden Frontabschnitten Truppen heran Md warfen sie zusammen mit Verbandest Mr Heeresreseroe in den Kampf. Ane diele fluche, die von zahlreichen Panzern un:cr- rutzt wurden, blieben^ jedoch erfolglos uno aumen von unseren Truppen mit bolzen Aerlusten für den Feind abgewiesen weiden.

on uz Panzern. Sie einen der Anarme be- b'ut-t-n. wurden allein !2 Panier abge- llwMn. während an anderer ^:clle neun ganzer das Opscr unserer Abwehr wurden. A bisherigen Meldungen vernichicre oder e!„/^re in den Kämpfen am 3 und T dNai, L ^'""teriedivision 18 Panzer. 33 Ee- ^ Granatwerfer und 13 Panzer­ten. 2 ^ anderer Stelle gelang es meh-

aes wirksam. Während Schlachtsliegerstass-ln die nach Südosten ausweichenden sowietischen Verbände angriffen, richteten sich die Unter­nehmungen andere- Lnftstre.t r°,te in rollen­dem Einsatz gegen Regimenter und Kraft- sahrzcuqkolonnen oes Gegners, die pch zu Durchbruchsversuchen gegenüber den deutschon Linien südlich Charkow bereitgestellt hatten.

Die Volschewisten erlitten hierbei wieder­um beträchtliche Verluste. Eine Anzahl Pan- ier sowie mehrere schwere Eeichutze llelen oen quilieqenden Bomben zum Opfer. 66 Fahr­zeuge aller Art und zahlreiche Lastkraftwagen wurden vernichtet oder fchwer beichadigt. Im Luftraum kam es wiederholt zu heftigen Ee-

Aückvmnsck äe§ kük ern sn Inosnue

Aus dem Führerhauptquartier. 10. März. Der Führer sandte an Ismct Inoenuc aus Anlaß seiner Wiederwahl zum Präsidenten der türkischen Republik ein in herzlichen ÄZorten gehaltenes Glückwunschtelegramm.

eigene Verluste zehn sowjetische Flugzeuge ab. Bei einem Tiefangriff unserer Zerstörer- slugzeuge gegen einen Frontfiugplatz hinter den sowjetischen Linien wurden mehrere Flugzeuge am Boden schwer getroffen, von denen einige vcrbrannien.

Ebenso erfolgreich verliefen unsere Ab­wehrkämpfe im Raume südlich Orel. wo. wie gemeldet, der Feind auf breiter Front er­neut angriff. Drei neu herangeführte Divi­sionen versuchten im Abschnitt eines Armee­korps einen Durchbruch zu erzwingen und rannten in mehreren tiefgestaffelten Wellen gegen unsere Hauptkampflinie an.

Unter schwersten blutigen Verlusten der Sowjets blieb der Angriff vor unseren Li­nien liegen. Bei einem Vorstoß des Feindes südostwärts Orel konnten von unserer Ab­wehr sechs der angreifenden sieben Panzer außer Gefecht gesetzt werden. Bei ihren ver­geblichen Angriffsoersuchcn verloren die Bolschewisten hier am 7 und 8. März mehr als l800 Tote und Verwundete.

Die seit einigen Tagen von den deutschen Kampffliegern gegen mehrgleisige Strecken dnrchgcsührtcn überraschenden Angriffe ha­ben zu schweren Verkehrsstörungen und ho­hen Verlusten an rollendem Material ge-j führt. '

liche Flugzeuge flogen am gestrigen Tage in das Reichsgebiet ein, ohne Bomben zu werfen. In der Nacht griff die britische Luftwaffe die Stadt München an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Es entstanden in Wohnvierteln, mehreren Krankenhäusern, Kirchen und anderen Kulturdenkmälern grö­ßere Schäden. Auch aus mehrere Orte W e st- deutschlands wurden vereinzelt Spreng­bomben abgeworfen. Sie verursachten ge­ringen Eebäudeschaden. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe schössen zwölf feindliche Bombenflugzeuge ab.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge führten einen wirkungsvollen Taaestirfangriff gegen die südenglische Stadt Worthing durch. In der vergangenen Nacht bombardierten Verbände der deutschen Luftwaffe bei guter Sicht die Stadt Hüll. Andere Kampfslug- zeuge griffen Hafenstädte an der englischen Südküste an. Von diesen erfolgreichen An­griffen kehrte ein Flugzeug nicht zurück. Vor der niederländischen Küste griff ein Verband britischer Schnellboote ein deutsches Geleit an. Die Sicherungsstreitkräfte wehrten den Angriff ab, versenkten drei feindliche Schnell­boote und schössen zwei weitere in Brand."

Schwere deutsche Kampfflugzeuge führten in der Nacht zum Mittwoch einen wuchtigen Angriffsschlag gegen kriegswichtige Anlagen des an der britischen Ostkiiste gelegenen Hnmber-Hafen Hüll. Der Angriff dauerte etwa 20 Minuten und war durch gute Sicht­verhältnisse begünstigt. Eine große Zahl jchwerer und schwerster Sprengbomben sowie große Mengen von Brandbomben verursach­ten eine Reihe von Eroßbränden, die noch aus größerer Entfernung zu erkennen waren. Mit umfangreichen Zerstörungen ist zu rech- uen. Zur gleichen Zeit bombardierten deut- lche Kampfflugzeuge mehrere Kiistenorte in der Nähe der Humber-Miindnng. Auch im Gebiet von Port land an der englischen Südküste wurden in der vergangenen Stacht kriegswichtige Anlagen angegriffen.

As Lstke

Die Kämpfe des Grenadier-Regiments „Feldherrnhalle"

8cb. Wo die llmgebung Berlins fast un- merklich in das Bild bäuerlicher märkischer Landschaft übergeht, begegnen wir zwei Männern, die sich mit dem SA.-Abzeichen am Rock und dem Rekrutenkoffer in der Hand als Nachwuchs des Grenadier-Regiments „Feldherrnhalle" ausweisen, dessen Ergän­zungstruppe und Eewesenden-Kompanie hier draußen liegt. Auf der Dienststelle der Stan­darte „Feldherrnhalle", aus der sich der Nach­wuchs des Regiments rekrutiert, treffen wir Sturmbannführer Evers, einen Ritter­kreuzträger der Standarte. Evers ist eiiter der SA.-Fllhrer, die von der Kampfzeit her die Berufung fühlten, sich ganz dem politi­schen Soldatentum zu verschreiben. Seit Jah­ren steht er jn der „Feldherrnhalle". 2n sei­nem Bericht tauchen unablässig jene unge­zählten und unbekannten SA.-Männer auf, die den Wahlspruch der Standarte verwirk­lichten: „Mehr tun als die Pflicht."

Als das erste Lustlanderegiment gebildet wurde, holte sich Reichsmarschall Eöring die wagemutigen Männer aus dieser SA.-Ein­heit, deren Chef er ist. Beim Sudetenein- marsch wurde dieses Regiment zum erstenmal eingesetzt und später in die Luftwaffe über­nommen. Spontan und zahlreich kamen die Meldungen aus der Standarte „Feldherrn­halle", als die F a l l s ch i r m t r u p p e auf­gestellt wurde, deren ersten Kern Männer der Standarte bildeten. Ihre Heldentaten bei Eben Emael, in Holland und auf Kreta sind schon in die Geschichte eingegangen.

Aus den bei Kriegsbeginn noch vorhande­nen Restbeständea der Standarte wurde zu­sammen mit Freiwilligen aus der SA. ein Jnfanteriebataillon gebildet, das sich im Westen und Osten überall an ent­scheidenden Brennpunkten den Ruf eines der heldenmütigsten Stoßbataillone erworben bat. In den schweren Winterkämpfen im Osten hat es unter dem Ritterkreuzträger SA.-Oberführer Oberstleutnant Vöbme bis zur Selbstaufopferung gestritten. In Aner­kennung dieses und des Eesamteinsatzes der SA. an der Front verlieh der Führer dem Regiment, in welchem das Bataillon „Feld- Herrnhalle" focht, die Bezeichnung Grenadier- Regiment „Feldherrnhalle".

2m Osten war es auch, wo Sturmbann­führer Evers als Kompaniesührer das Rit­terkreuz erhielt. Jn soldatischer Bescheiden­heit spricht er nur wenig darüber. „Es wer­den täglich Heldentaten vollbracht. Was ich und meine Männer leisteten, wurde bundert» und tausendfach auch an anderen Stellen getan."

Es war aber eine kübne Tat: Der eigene Angriff war, anscheinend honnungslos steckengeblieben. E. hatte mit seiner Kom­panie die Flanke zu sichern. In richtiger Er­kenntnis der Lage umgina er aus eigenem Entschluß den feindlichen Flügel und rollte

Der Xainpk 6en koIscHe-

^vi8imi8 i8t üer KeiNipk um un8er lieben nnä nm üie Lulcunkt cier st^stion.

die von weit Lberleaenen Kräften gehaltene sowjetische Waldstellung auf, so daß der An­griff der eigenen Division und der Nachbar- einheiten wieder in Schwung kam und am gleichen Tage einen erheblichen Raumgewinn einbrachte. „Gewiß", sagt Sturmbannführer Evers, rückschauend noch einmal den vollen Ernst der Lage ermessend, „wenn es schief­gegangen wäre, würde von uns nichts mehr übriggeblieben sein. Das wußten wir vor­her. Aber ich wußte auch. daß ich von meinen Männern mehr als das möglich Erscheinende verlangen konnte. Sie gingen auch hier wie­der mit einem Schwung ran, daß die Sowjets einfach aus der Fassung gerieten" Das ist „Feldherrnhallen"-Ecist.' Immer wieder stellt man fest, daß die Anqehörigen der Standarte nicht nur selbst bewährte und tapfere Kämpfer sind. sondern auch ausge­sprochen soldatischen und aktivistischcn Fami­lien entstammen. Da ist der Scharführer Unteroffizier E.: Seine sechs Vrüder und drei Schwestern sind olle aktiv in der Be­wegung tätig. Die Vrüder sind zur Zeit Sol­daten. einer hat sein Leben vor dem Feind aelaßen. K. selbst ist schwer verwundet — Der Waffenmeister des Bataillons, Ober- iruppfiihrer und Stabsfeldwebel V.. seit 1030

lm tunssiscken Kampfraum. 8cbvsrs Artillerie rückt tiersn. Vorbei sn brennsnäsn ksbireuzen zskt rlie l-siiri in äis vorüsrsien binien. ulunnsnasn

kK-KiioeubsrwIUer Sslüriob (I?L2) (Feil)