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(8.3.1943) 67
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parliricnntkciie

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üev NationalsoziaMirn. vremens

flmtUches verkündungsblati des Ncichsstattsialleis in Oldenburg und Vremen

Nr. 6? , 13- Jahrgang

Tllsntag, 8. TNärz 1S4Z

LmzelpreiV 13 Npf.

Kldstlli gersuml

Die Heimat panzert die Herzen

Die im Wehrmachtsbericht erwähnte Räu­mung von Gshatsk erfolgte offensichtlich im Zuge der Operationen, die wenige Tage zu- ,or die planmäßige Räumung von Rschew mit sich brachten. Nachdem im Südteil der Ostfront durch die Härte und Tapferkeit un­serer Truppen und unter der Ungunst des eingetretenen Tauwetters Stalins Horden zum Stehen gekommen und mit den von ihnen erlittenen ungeheuren Verlusten die geplante „Offensive auf Odessa" gescheitert ist, versucht Stalin nun seit kurzem sein Glück im Mittelabschnitt der Ostfront, wo der Win­ter noch anhält. Aber auch hier treffen seine Massen aus den unerbittlichen Widerstand der deutschen Waffen, und während südlich Charkow die dritte sowjetische Panzerarmee eingekesselt ihr rühmloses Ende fand, ver­mochte das Oberkommando der Wehrmacht in planmäßiger Durchführung der Räumung der weit vorgetriebenen Stellung in Eshatsk dem Feind diesen Ort kaltblütig zu über­lassen.

So setzt die Front im Osten immer wieder den durch die blutige Faust des Politruk- Enstems fanatisch vorgetriebenen und fata­listisch in den Tod stürzenden Bolschewisten- massen die ruhige Ueberlegung und die un­erschütterliche Ueberlegenheit des deutschen Soldaten entgegen, der weiß, um was es geht in diesem schweren Kampf, und fort­gesetzt Leib und Leben dafür einsetzt, daß das bolschewistische llntermenschentum . für alle Ewigkeit der deutschen Heimat fern­bleibt!

Die Heimat aber, die mit gutem Grunde heute aufmerksamer als je am Rundfunk den Wortlaut der deutschen Wehrmachtberichte vernimmt, ist mit Herz und Sinn bei ihren kampiern im Osten und stellt sich immer und immer wieder nur die eine Frage: Sind sie zahlreich genug, um dem furchtbaren An­drang der Feinde zu widerstehen? Haben sie genug Waffen, genug Gerät, um zu jeder Stunde und in allen Lagen dem grimmigen Anprall aus den Steppen des Ostens gewach­sen zu sein?

Noch verfügt der Feind über Mammut- werke bolschewistischer Kriegsindustrie. Noch gibt es hinter der bolschewistischen Front allzu viele wafsenspeiende Fabriken. Noch immer läßt sich kein einschneidender Mangel an Material bei den Stotzarmeen Stalins jeststellen, so gewiß-es auch sein mag, daß das Volk der Sowjetunion selbst hart an Lebensmittelmangel leidet. Wir zu Hause aber haben darum nur ein Wollen und ein streben — nämlich alles zu tun, um durch unserer Hände Arbeit und durch unserer Ser­ien Festigkeit die Tapferen draußen mit wessen und Material so auszustatten, daß sie niemals mehr in die Lage kommen, sich nach dem ersehnten Nachschub vergeblich umzu­sehen. Indem wir alle Maßstäbe, womit bisher die sogenannten bürgerlichen Lebensansprüche gemessen wurden, fallen lassen, indem wir die Eewohnheiten und Sentiments einer bürger- gerlichen Welt weit von uns weisen, indem wir unsere Herzen panzern und unseren Hän­den befehlen, zu arbeiten und immer wieder: zu arbeiten für die Bedürfnisse der Front, s »in wir pur unsere Pflicht unseren Sol­daten gegenüber und dienen allerdings gleich-, Mig'uns selbst am besten, wenn wir sie s instand setzen, den entscheidenden Sieg sobald i wie möglich zu erreichen. ck. v- v-

linier äsm vruck Roosevelts

Bigo, 7. März. Aus Havanna (Kuba) wird gemeldet, der kubanische Präsident Ba- s »ita hat sich unter dem Druck Roosevelts ge­nötigt gesehen, das Kabinett auf eine brei­tere Grundlage zu stellen. Er nahm bezeich­nenderweise Vertreter der bolschewistischen partei, denen sich Roosevelt ja innig ver­bunden fühlt, in die Regierung auf. Das Auzenministerium wird von Emeterio San- tovenia übernommen. Der bisherige Außen- nnnister Augustin Martinez bleibt ohne Portefeuille im Kabinett. Auf seinem Posten verbleibt u. a. Ministerpräsident Ramon Zaydin.

Hock eine Vtaskillgtoaer Konkkrear

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Drabtüericht unseres Vertreters

bv. Stockholm, 7. März. „Außerordentlich bedeutsame Verhandlungen zwischen den Ver­bündeten in Washington" sollen, wie der Newyorker Vertreter des „Svenska Dagbla- det" von amerikanischen Stellen erfahren haben will, binnen kurzem beginnen. Es handelt sich anscheinend um eine andere Konferenz als die für Ottawa in Aussicht genommene. Diese Konkurrenzveranstaltung soll sich nach den aus amerikanischen Quellen kommenden Angaben sowohl mit der Krieg­führung als auch mit Nachkriegsfragen be­schäftigen. Als Hauptteilnehmer werden die USA., England, Tschungking-China und So­wjetrußland genannt. Die kleineren Verbün­deten würden unterrichtet und um ihre Mei­nung befragt werden . . . Der krasse Erotz- mächtecharaktrr der plutokratisch-bolschewisti- schen Liga tritt hier prächtig in Erscheinung, die großen Räuber diktieren, die kleinen Mit­läufer dürfen, wie üblich, nur als Statisten mitwirken.

Die Washingtoner Konferenz ist freilich, wie schon die jetzigen Andeutungen über die Absichten ihrer Urheber zeigen, vor allem ein Notprodukt, das dazu dienen soll, vor der Fertigstellung von Diktaten die Teilneh­mer zu einigen. Sie soll, dem „Svenska Dag- bladet" zufolge, u. a. die bisher noch nicht geklärte Frage regeln, wie die Grundlage einer neuen Organisation geschaffen werden könnte, sei es nach Art der Genfer Liga oder nach Art eines Hweckverbandes, der zu ge­meinsamer Kriegführung verbundenen, sehr uneinheitlichen Länder. Es beständen keine utopischen Hoffnungen, man wolle die Pro­bleme der Reihe nach zu lösen suchen, sei aber an maßgebender amerikanischer Stelle überzeugt, daß schon der bloße Wille, die tat­sächlichen Fragen anzupacken, das Zustande­kommen einer Durchführung dieser Pläne einer bestimmten Organisation erleichtern werde . . .

Das lautet dunkel genug. Aber die nächsten Andeutungen zeigen, was gemeint ist, man möchte einen Apparat zum Ausgleich der be­drohlichen Meinungsverschiedenheiten haben, um den auseinanderstrebenden Einzelin­teressen, u. a. wohl vor allem den zunehmen­den englisch-amerikanischen Reibungen, ent­gegenzuwirken. Man möchte außerdem die Sowjets, wie es heißt, zur Offenlegung ihrer Absichten veranlassen. Es wird Bezug ge­nommen auf die Notwendigkeit, solchen Zwi- stigkeiten wie in Nordafrika vorzubeugen, ferner aber auch heikle territoriale Probleme

Osteuropas aufzugreifen. Hierbei gilt es vor allem, über Stalins Absichten ins reine zu kommen. Andere Veratungsstoffe seien „Selbstverwaltung und Unabhängigkeit für die Bevölkerung von Kolonialgebieten". Wie man sieht, eine rein amerikanische Formu­lierung, die zu der englischen Auffassung in krassem Widerspruch steht. Schließlich wer­den genannt militärische Sicherheitsgaran­tien, Luftsouveränität, Flugstützpunkte, wei­tere amerikanische Wünsche, die den Ver­bündeten gegenüber noch während der Dauer des Krieges durchgedrückt wenden sollen.

Von englischer oder anderer Seite ist noch keine Stellungnahme zu dieser amerikani­schen Anregung laut geworden. Ihre akute Absicht bezieht offensichtlich darin, dem Aus- bruch offener Zwistigkeiten zwischen den Ver­bündeten vorzubeugen und die USA.-Ober- herrschaft in aller Form sicherzustellen. Ob dazu eine einzige Konferenz ausreichen wird, erscheint allerdings zweifelhaft. Es kann im­merhin sein, daß die amerikanischen Vermu­tungen über die Existenz eines englisch­sowjetischen Geheimabkommens und andere Momente aufkeimenden Mißtrauens gegen den englischen Verbündeten vor allem auch in der Kolonialfrage die USA.-Wünsche sehr dringlich gemacht haben.

Wie selbst in Kreisen, die völlig mit den plutokratisch-sowjetischen Verbündeten am

gleichen Strang ziehen, Befürchtungen ob ihrer inneren Uneinigkeit obwalten, zeigt Artikel der Stockholmer „Dagcns Nyheter"

vom Sonntag, in dem es sorgenvoll heißt: „Eine Koalition in geordneter und wirksamer Zusammenarbeit zu halten, ist stets eine außerordentlich schwierige Geschichte, beson­ders wenn es sich um einen so umfassenden und heterogenen Zusammenschluß wie die vereinigten Nationen handelt. Ihre Interessen sind im höchsten Maße divergierend und ma­chen sich sogar im Krieg selber geltend, da sie ja auch die Strategie zu beeinflussen ver­mögen." Im letzten Weltkrieg sei es ähnlich gewesen, damals habe das dazu geführt, daß einige Koalitionsmitglieder aus militärischen Gründen politische Zusagen gegeben hätten und propagandistisch hestimmte allgemeine Grundsätze ausgestellt worden seien, die dann hinterdrein mancherlei Unannehmlichkeiten verursacht hätten, Beispielsweise Vorwürfe wegen gebrochener Versprechungen . . .

Wenn selbst die „Dagens Nyheter" an die peinlichen Erfahrungen mit dem Wilson-Be- trug erinnern zu müssen glauben, wenn selbst sie die plutokratisch-bolschewistische Koalition bereits als „heterogen" und „divergierend" kennzeichnen, so ist das allerhand. Dann muß der Anlaß zu der neuen Washingtoner Konferenz in der Tat sehr dringlich sein.

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Aus dem Fiihrerhauptquartier, 7. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Am Kuban-Brückenkopf so­wie an der Mius- und Donezfront fanden gestern nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung statt. Durch Vorstöße deutscher Panzereinhei­ten wurden Bereitstellungen der Sowjets zer­sprengt, mehrere hundert Gefangene und zahlreiche Beute eingebracht. Im Raum süd­lich Charkow brachen schnelle Truppen des Heeres und der Waffen-// starken Wi­derstand des Feindes und warfen ihn nach Norden zurück. Die eingekesselten Verbände der 3. sowjetischen Panzerarmee, bestehend aus Teilen des 12. und 15. Panzerkorps, eines Kavalleriekorps und dreier Schützen­divisionen, wurden vernichtet. Die Gefan­genen- und Beutezahlen konnten erst zum Teil ermittelt werden. Bisher wurden über 225 Geschütze, 61 Panzer und über 1000 Fahr-

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zeuge gezählt. Die blutigen Verluste der Sowjets sind außerordentlich hoch. Im Raume westlich Kursk und im gesamten Abschnitt Orel wechselten starke feindliche Angriffe mit erfolgreichen eigenen Gegen­stößen. Obwohl der Feind mehrere frische Divisionen in den Kampf warf, gelang es 4hm an keiner Stelle, Erfolge zu erzielen. Im Rahmen planmäßiger eigener Bewegun­gen ist die Stadt Eshatsk nach vollende­ter Räumung dem Feind kampflos über­lassen worden. Alle Versuche der Sowjets, die deutschen Absetzbewegungen zu stören, blieben vergeblich. Im Abschnitt Stara- j a Rußja rannte der Feind auch gestei immer wieder gegen unsere starken Abwehr­stellungen au. Er wurde unter schweren Pan­zer- und Menschenverlusten zurückgeschlagen. Südlich des Ladogasees gelang es un­seren Truppen durch einen örtlichen Vorstoß, ihre Stellungen zu verbessern. Dabei wur­den neben zahlreicher Beute mehrere hundert Gefangene eingebracht. In vielen Abschnit- ten der Ostfront unterstützten starke Ver­bände der Luftwaffe durch wuchtige An- griffsschläge auf feindliche Truppenansamm- lnngen, Stellungen und NachschubverLindun- gen die Truppen des Heeres.

53 8aivjs!k!.ig2suys abgeschossen

Berlin, 7. März. Ueber dem Jlmensee entwickelten sich am Sonntag den ganzen Tag über andauernde Luftschlachten. Nach vorliegenden Meldungen schoß dabei die Jagdgruppe des Ritterkreuzträgers Oberst­leutnant Traut lost ohne eigene Ver­luste 59 Sowjetflugzeuge ab. Die Vol- schewisten versuchten, ihre erneuten Angriffs im Raum Staraja-Russja durch starke, von s Jägern gesicherte Schlachtfliegerverbände zu unterstützen. Unsere Jagdstaffeln packten die feindlichen Luftstreitkräfte im Augenblick ihres Eingreifens irr die Erdkämpfe, dräng­ten sie ab und entlasteten damit die Heeres­verbände bei ihrem erfolgreichen Abwehr- kamps. Im Verlauf der Luftkämpfe errang Hauptinann Philipp, Träger des Ei­chenlaubs mit Schwelten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, mit neun Abschüssen seinen 181. bis 189. Luftsieg. Ritterkreuzträ­ger Hauptmann Hoeckner brachte sechs Sowjetflugzeuae zum Absturz und erhöhte dadurch die Zahl seiner Abschüsse auf 53.

Im Horäosleii äö8 kubsnkopkes SsrsllslellWgsll rerscdlsgvll

lur Vermutung c/sr 2. sow/st/rclisn ?anrs5ormss 5üc//,'cii O/iorkow - O/s untsrstütrt c/sn vvsLt/i'cii unci nörc/Z/cii Kursk

Berlin, 7. März. Im Norden des Kuban- uckcnkopfes hatten die Bolschewisten in Er- rnrnis der drohenden Vernichtung ihrer - Armee in den letzten Tagen neue Trup- » zusammengezogen. Diese sollten die an r Küste des Asowschen Meeres vorgestoße- n.Einheitcn aufhalten und dann den An- lll durch das LaguNengebiet weiter fort- Teile dieser schnell herangeführten irbande griffen am Sonnabend in den ^uipf ein, wurden jedoch von unseren Trup- ».zurückgeworfen. Um den weiteren An- ltsen der Bolschewisten zuvorzukommen, oben deutsche Panzer weit ausholend ge- u die Südküste des Asowschen Meeres vor ? zersprengten dort bereitgestellte feind- Einheiten in Stärke von über 1200 unn. Sie vernichteten die Masse der seind- l»en Ctoßgruppe. die 580 Tote, 250 Ee- ngene. z Geschütze, 33 Maschinengewehre ^ zahlreiche Infanteriewaffen, darunter ^"terbüchsen. verloren.

«m Mius - Abschnitt verstärkte der Feind k Mer seiner schweren Waffen und setzte A.' ?"ch großkalibrige Artillerie ein. Teil- mn^der in diesem Raum während der letz- zusammengezogenen bolschewisti- Verbände führten örtliche Angriffe, die unter Abschuß einiger Panzer zusam­

menbrachen. Am mittleren Donez entwickel­ten sich nur Kämpfe von örtlicher Bedeu­tung. Die Luftwaffe bombardierte erneut den Bahnverkehr der Sowjets bei Kupjansk und zerstörte viel rollendes Material.

Zwischen oberem Donez und Krasno- qrad beendeten Truppen des Heeres und der Waffen-// die Vernichtung der im Zuge ihrer Gegenangriffe im Raum südlich Char­kow eingekesselten 3. sowjetischen Panzer­armee. Bis zuletzt leisteten die feindlichen Verbände verzweifelten Widerstand und ver­suchten, wenn auch vergeblich, immer wieder auszubrechen. Gerade die letzten Kampze gegen unsere konzentrisch angreifenden heilen kosteten dem Feind viel Blut.

Mehr noch als die bisher gemeldeten Verluste der Sowjets, die 225 Geschütze,

81 Panzer, 133 Maschinengewehre und Granatwerfer, 120 Panzerbüchsen. 578 motorisierte und 453 bespannte Fahr­zeuge sowie große Mengen an Handfeuer­waffen, Munition, Gerät, Pferden und Versorgungsgütern aller Art betrage», zeigt die Zahl von rund 13 880 gefallenen und gefangenen Bolschewisten die Schwere der feindlichen Niederlage.

Nach Beseitigung dieses Kessels nahmen unser« Truppen die Verfolgung d-r abge-

sprengten Teile der zerschlagenen sowjetischen Panzerarmee auf und bildeten nach Norden vorstoßend jenseits eines wichtigen Flußab­schnittes einen Brückenkopf. Beim Kampf um den Flußübergang vernichteten sie er­neut neun Sowjetpanzer. Der weitere An­griff gegen den Oberlauf des Donez wurde durch Kampf- und Nahkampfflugz-uge unter­stützt, die mit ihren Bomben mehrere Pan­zer und Geschütze vernichteten und ein großes Munitionsdepot zur Explosion brachten. Süd­lich Charkow bombardierten unsere Flieoer Truppenquartiere und Nachschubkolonnen. Dabei verloren die Sowjets wieder über vierhundert mit Truppen, Munition und Gerät beladen« Fahrzeuge. Die Angriffe der bombentragenden Verbände wurden durch deutsche und ungarische Jäger gesichert, die in Luftkämpfen zwölf Sowjetflugzeuge ab­schössen. Drei weitere feindliche Flugzeuge wurden durch Kampfflieger zerstört.

Westlich und nördlich von Kursk setzte der Feind seine Vorstöße an verschiedenen Abschnitten erfolglos fort. Sehr hart waren die Kämpfe nördlich Kursk, da hier die Bolschewisten mehrere frische Divisionen in den Kampf warfen. Die Luftwaffe half un­seren Grenadieren, durch wuchtige Bomben­angriffe die feindlichen Stohregimenter zu

zerschlagen. Stukas stürzten sich auf Bereit­stellungen, rieben dabei an einer Stelle allein sechs Reservekompanien auf und nahmen dem Feind die Möglichkeit zur planmäßigen Vor­bereitung seiner Vorstöße.

Bei den schweren Abwehrkämpfen nördlich und nordwestlich Kursk haben, sich die 18. Panzerdivision unter Führung des General­leutnants Freiherr von Thuengen und die 383. Division unter Führung von Ge­neralmajor Ions sowie das Grenadier- Regiment 427 unter Führung seines Kom­mandeurs Obert de Lasalle von Lu­ise n t h a l besonders ausgezeichnet.

Zusammen mit ihrer im Erdkampf einge­setzten Flak vernichtete die Luftwaffe zehn Panzer sowie über 250 Fahrzeuge. Der durch die Schläge der Kampf- und Sturzkampfflug­zeuge verwirrte Feind konnte nicht verhin­dern, daß unsere Grenadiere zu wirksamen Gegenstößen übergingen und ihm nach har­ten Häuserkämpfen eine wichtige Ortschaft und das umliegende Höhengelände entrissen. Nördlich und nordöstlich Orel nutzten un­sere Truppen die aus den schweren Verlusten der letzten Tage entstandene Abschwächung der feindlichen Angriffstätigkeit zu erfolg­reichen Vorstößen aus und verbesserten ihre Stellungen.

„ätkiEse öeiiet«"

Von

Werner 8ekulr, llissabon

Dreizehn Millionen Neger leben in den Vereinigten Staaten. Das sind rund 10 vom Hundert der amerikanischen Bevölkerung, ein Prozentsatz, der bei Wahlen nicht un­wesentlich ist und mit denen USA.-Prästden- ten rechnen müssen, um so mehr als die Solidarität der USA.-Neger untereinander verhältnismäßig gut organisiert ist und die Neger sich nicht gleichmäßig auf alle Staa­ten der USA. verteilen, sondern sich haupt­sächlich im Süden zusammendrängen, wo sie oft ausschlaggebende Bedeutung besitzen. Staaten wie Südkarolina und Mississippi ha­ben nicht weniger als 43 vom Hundert schwarze Bevölkerung, Georgia, Louisiana und Alabama etwa 35 bis 36 vom Hundert und Tennessee nicht wesentlich weniger. Der Neger ist also in den Südstaaten eine poli­tische Macht, die nicht mißachtet werden kann. und es ist weiter nicht verwunderlich, wenn man in Washington alles daransetzt, um ihn für den Krieg Roosevelts zu ge­winnen, wie man ihn vor 25 Jahren für den Krieg Wilsons gewonnen hatte.

Allerdings zeigt es sich dabei, daß der Ne­ger aus der Geschichte der amerikanischen Entwicklung innerhalb des letzten Viertel- jahrhunderts mehr gelernt hat als es den verantwortlichen Männern der Washingto­ner Kriegspolitik lieb ist. Der Neger ließ sich nicht mehr mit Versprechungen und schönen Worten fangen, es genügte ihm auch nicht, daß Mrs. Eleanor Roosevelt schwarze Fraüen- klubs besucht und im Kreis ihrer „schwarzen Schwestern" ausgiebig photographiert wird, er verlangte Rechte, die man ihm bisher vorenthalten hatte. Wenn er, wie jeder an­dere Amerikaner die Uniform anziehen sollte, um irgendwo in Asien oder Afrika für die Machtpläne Roosevelts zu kämpfen, wenn er Luftschutzwache stehen und Kriegsanleihen zeichnen sollte, gut -dann wollte er auch wie jeder andere Amerikaner behandelt sein. Für Sympathieerklärungen von Regicrungsmit- gliedern hatte er wenig Verwendung, was er verlangte, war eine gesetzliche Anerken-

varsn selre I.y1h un6 Blut, Xrskt, Klsckt, Qewslt unä 6ut, Sein VsterlsnrI ru retten. Hans Sacks

forderte von ihm ja auch gleiche Pflichten.

Zu dieser gesetzlichen Anerkennung hatte aber Mr. Roosevelt freiwillig nicht den Mut, die Neger mußten sie ihm mit Gewalt ab­pressen. Sie bestanden auf einem Gesetz über ihre Klsicksstellung bei der Verteilung von Arbeitsplätzen und riefen vor einem halben Jahr zu einem Marsch nach Washington auf. Roosevelt schickte seinen Mittelsmann, den jüdnchen Bürgermeister von Newyork. La- guardia, vor, um das Vorhaben der Neger zu verhindern. Aber ohne Erfolg. Er verhan­delte selbst mit einer Kommission der Neger­organisationen und versuchte, sie mit Kom­promissen zu vertrösten. Die Neger blieben fest und am 25. Juni, 24 Stunden vor An­tritt des Marsches, der für die Politik Roo- seoelts hätte verhängnisvoll werden können, unterzeichnete er unter dem Druck der Ver­hältnisse die Verordnung 8802, die dem Ne­ger in der Arbeit die Gleichstellung mit dem weißen Amerikaner zusichert. Der Marsch auf Washington wurde abgeblasen und die Roo- seveltpresse feierte die Verordnung des Prä­sidenten als das Grundgesetz der amerikani- -schen Aussöhnung zwischen Schwarz und Weiß.

Der Neger arbeitet heute zwar in den Büros der Washingtoner Verwaltung, er arbeitet auf den Werften und in der Kriegs­industrie der USA., nicht etwa weil man ihm ein Recht auf diese Arbeit zuerkannt hätte sondern ganz einfach, weil man ihn braucht. Der Gegensatz zwischen Schwarz und Weiß aber ist geblieben, er ist sogar unterirdisch noch stärker und erbitterter geworden. Als i-m November die amerikanische Negersänge­rin Mary Anderson in einem Kriegspropa- gandakonzert in der Konstitutionshalle der Bundeshauptstadt Washington auftreten sollte, knüpfte sie daran die Bedingung, daß ihr auch in Zukunft das Recht zugestanden wird, in der Halle auftreten zu dürfen, die bisher für Negerkllnstler hermetisch ge­schlossen war. Man verweigerte ihr dieses Recht und sie sang nicht. Der Vorfall ereig­nete sich unter den Augen Mr. Roosevelts selbst: es geschah jedoch nichts, um den Fall zu klären, und durch die Negerpresse Ameri­kas ging ein Sturm der Entrüstung. „Wir wollen keine Propagandaaufsätze über Gleich­berechtigung — wir verlangen die Durch­führung dieser Gleichberechtigung", erklärten die Blätter übereinstimmend. Sie erhielten keine Antwort.

Man hat Negerregimente'r aufgestellt, man bildet schwarze Fliegertruppen aus, man hat sogar einen Neger zum General befördert. Aber wenn dieser Negergeneral in Alahama oder Tenessee eine Gaststätte aufsuchen wollte, um dort zu Abend zu essen, würde man ihm sehr wahrscheinlich erwidern, daß man Neger nicht bedient. Und ihm würde nicht anderes übrigbleiben, als schleunigst zu verschwin­den, denn keine Polizei und kein Gesetz würde ihn und seine Uniform schützen -ne amerikanische Zeitschrift „Colliers" deckte kürzlich in den Siidstaaten eine ganze Reibe von Vorfällen auf, die ein sehr deutliches Bild darüber geben, wie es tatsächlich um die so viel gepriesene Gleichberechtigung de- Negers und den Ausgleich zwischen Schirm und Weiß in den USA. steht. Nur wen Beispiele davon seien angeführt. Da ist