Ausgabe 
(6.3.1943) 65
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parleiamtl.ictie Layeszettung

flmtsblatk des Negierenden Vürgermeisters der Zielen Hansestadt Vremen

üev Nalionalst»ziai.isteri. Vremens

flmtlicties verkünüungsblatt des Ncichsstatttialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 65 , 1 Z. Jahrgang

Sonnabend, 6 . INar; 194 Z

kinzelpreis 15 Nps.

Vor redn ^skren

D« Sieg gegen die Mächte der Verneinung

Zehn Jahre find heute vergangen, seit im Verlauf der stürmischen Entwicklung der deutschen Revolution im Reiche auch Bre­men. wachgerüttelt von der unermüdlichen nationalsozialistischen Aufklärungsarbeit, auf Erund des überwältigenden Reichstags­wahlergebnisses vom 5. März 1933 die Haken- kreuzfahne über dem Rathaus aufzog. Es war unser heutiger Gauleiter, damals der Führer der Standarte 75, Paul Wegener, der mit seiner SA. unter den Klängen des Horst-Wessel-Liedes an der Renaissance- Fassade des alten ehrwürdigen Baues die im Licht der Scheinwerfer herrlich leuchtende Fahne des neuen Reiches um zwanzig Uhr abends hissen liest.

Schon seit 18 Uhr hatte die politische Lei­tung der NSDAP.. an ihrer Spitze Kreis­leiter (heute Senator) Bernhard, den Senat aufgefordert, abzutreten und während schon über dem Roland das Hakenkreuzbanner webte und hunderttausend auf dem Markt­platz und d^n anstoßenden Straßen stürmisch den Rücktritt des Senats verlangende 'Massen der Entscheidung entgegenfieberten, wurden auch auf den beiden Balkönen Hakenkreuzflaggen über die Brüstung ge- . breitet.

Wir wissen, daß dem glorreichen Sieg der Bewegung ein unendlich harter und so vielen aussichtslos erschienener/ Kampf vorange­gangen war. Es war der Kampf, der im Innern des Reiches gegen dieselben feind­lichen Mächte geführt werden mußte, wie unser Kampf von heute nach Außen hin. lieber vierhundert SA.-Kameraden hatten den Sieg mit dem Leben bezahlt, darunter als Blutzeugen in Bremen Johann Eossei und Wilhelm Decker. Aber der Kampf war, wie in jener historischen Stunde Gauleiter Carl Röver feierlich betonte, von der Vor­sehung gesegnet worden und ein Volk, daß in der Stunde der Niederlage seine Ge­schichte, seine stolze Vergangenheit, vergessen hatte, hatte dank des Führers übermensch­licher Arbeit sich selbst wiedergefunden und war fortan ein anständiges, geeintes und darum auch starkes und tapferes Volk ge­worden. Das aber ist es gerade, was die im Innern des Reiches besiegten plutokratisch- bolschewistischen Gewalten nicht leiden woll­ten und so stehen wir heute im zweiten, diesmal die letzte Entscheidung in sich tra­genden Schicksalskampf gegen die Mächte der Verneinung. Wie damals ist auch heute wie­der unser fester unerschütterlicher Glaube an den Sieg unsere beste Waffe; denn es ist dieser Glaube jene Zuversicht, die den Willen beflügelt und die Tat gebiert und den end­lichen Sieg an unsere Fahne heftet.

Ss ist derselbe Glaube, dem die Feinde beute ebenso fassungslos wie damals gegen­überstehen, weil sie vermeinen, auf Grund von toten Zahlen ließe sich ein Sieg, w e der, um den es damals und nun heute wie der geht, erringen. Aber nicht ihnen, so» dern uns ist er auch diesmal wieder vorbe­halten und dank unserer Kraft, dem Mut unserer Soldaten und der Treue und Ar­beit der Heimat haben' wir das Recht an ihn zu glauben, ebenso fest wie wir an ihn in der Kampfzeit glauben durften. D>, jedermann in der Heimat alle Kräfte daran­setzt, den Sieg mit sichern zu helfen, bedarf keiner besonderen Hervorhebung. Kompra initzlos wie der Kampf, der der Machter­greifung voranging, ist auch heute unser Kampf, dem der Triumph Europas folgen wird. Und auch diesen Kampf wird die Vorsehung segnen. -l. ll. 0.

R-ichsjugendsiihrer Axmann sprach vor dem Lehrgang von Madelsührerinnen aus allen ger­manischen Ländern über die Pflichten, die dieser Kampf der Jugend aller europäischen Kulturvöl­ker auferlegt.

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DrabtLericht unserer Berliner Schrittleitunz

är. IV. scb. Berlin, 5. März. Die Erfolge unserer Unterseeboote im Kampf gegen den feindlichen Schiffsraum bewegen sich nach der Wetterwände am Ende des vergangenen Mo­nats wieder auf der aufsteigenden Linie. Nach zwei unmittelbar aufeinanderfolgen­den Sondermeldungen in der letzten Februar­woche folgt nach wenigen Märztagen wieder die Nachr.icht von der Versenkung von nahe­zu 108 088 BRT. Uns sind längst die Ge­sichtspunkte geläufig, nach denen der wech­selnde Erfolgsrhythmus in der Tonnage­schlacht zu beurteilen ist. Wir wissen, daß hier beinahe in der Stille — wenn man es an dem Schlachtengetöne an der Ostfront mißt — aber mit um so zäherer Unerbittlich- keit ein Kampf geführt wird, dessen Aus­wirkungen nur auf lange Sicht richtig ge­würdigt werden können, Je spürbarer mit der längeren Dauer, diese Wirkungen der Tonnageschlacht werden, um so klarer wird man sich auch im Feindlager über die Zu­sammenhänge, gegen die man sich nur mit ohnmächtiger Wut aufzulehnen vermag.

Die Trostsprüche, die man sich selbst einzu­reden versuchte, und die sich auf die angeblich ständig wachsende Wirkung der Abwehr und auf ein Vauprogramm mit astronomischen Ziffern bezogen, versagen je länger je mehr. Jetzt ist auch einem von den Leuten, die sich bisher an Prahlereien nicht genug leisten konnten, nämlich dem nordamerikanischen Ge­neral, Stark, vor verzweifelter Wut der Kra­gen geplatzt. „Wenn wir", so schreit er auf, „die Ü-Boöte nicht erledigen, sind wir wie in einem Schweinestall gefangen. Die alliierte Schiffahrt befindet sich in einer Situation, die heiß wie die Holle ist. Die Lage erlaubt uns auf keinen Fall, auszuruhen." Das ist das gleiche, was die „Times" nach den Aus­führungen des ersten Lords der britischen

Admiralität, Alexander, am Mittwoch etwas sachlicher, dafür aber au.,- umso zwingender und einleuchtender zu bemerken hat. Die „Times" schreibt: „Jedes Versagen beim

Kampf gegen die U-Boote oder jedes Nachlas­sen in seiner .Wirksamkeit würde das gesamte Gebäude der alliierten Kriegsanstrengungen zum Einsturz bringen. Die U-Boot-Kriegfüh- rung ist der Versuch, England einer Blockade auszusetzen, die einen zermalmenden Effekt auf die gesamten alliierten Kriegsanstren­gungen haben würde. Obwohl die Erfolge gegen die U-Boote zugenommen haben, ist die Anzahl der vom Stapel laufenden neuen U- Boote immer noch größer."

Höchst bezeichnend für die Wirksamkeit des U-Boot-Krieges im Hinblick auf Englands Seemacht ist der in der im Oberhaus be­kanntgegebenen Gesamtliste der englischen Flottenverluste eingestandene enorme Ver­lust an Zerstörern und anderen Eeleitfahr-

zeugen. Gleichzeitig wurde die beschönigende Darstellung Alexanders schon sehr schnell von amerikanischer Seite Lügen gestraft.

Der Leiter des nordamerikanischen In­formationsbüros, Eimer Davies, sah sich gestern zu dem Eingeständnis gezwungen, daß die Versenkungszifsern im Februar 1843 größer gewesen seien als im Vor­monat und daß mit steigenden Verscn- kungszissern zu rechnen ist.

Auf der gleichen Linie bewegt sich das, was der Leiter der britischen Schiffahrts­abordnung in den Vereinigten Staaten, Sir Arthur Salier, unmittelbar anschließend an die Darlegungen von Lord Alexander als seine Auffassung zum Ausdruck brachte. Sal­ier gab klar zu verstehen, daß der Ernst der Lage darin bestehe, daß die Neubauten den Verlusten nicht genügend weit vorauseilen könnten, um den Alliierten zu gestatten, ihre (Fortsetzung auf Seite 2)

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Oktsclialtsn an c/sr Oansr/pont rurückcsxobsft

Aus dem Führerhauptquartier, 5. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Starker Feind, der noch unter Aus­nutzen des Eises die Nordflanke des Ku­ba nb r ü cke n ko p f es zu umfassen ver­suchte, wurde in den letzten Tagen zerschla­gen und im Zusammenwirken mit der Luft­waffe weiter in die Lagunen verfolgt. Meh­rere hundert Gefangene und erhebliche Beute an Waffen und Gerät fielen in unsere Hand. Der Feind hatte hohe blutige Ver­luste. An der Donezfront wurden zahlreiche Ortschaften zurückerobert, darunter die Stadt Lissi tsch an sk. Das Hintergelände wurde

Liu schweres ckeutsclies desclrütr irr Stellung in. Kaum von Orel. Die Qrsnaten liegen bereit, null v/snn äsr Lsusibskeki kommt, viril alles vis am Scknürebsn klappen. l/L-Lalnäliillv! Lrlsssborlvliter Hoax <8vlr>

gesäubert und mehrere versprengte Gruppen des Feindes zum Kampf gestellt und ver­nichtet. Die südlich Tharkow einge­schlossene 3. sowjetische Armee steht, auf eng­stem Raum zusammengedrängt, vor ihrer Vernichtung. Auch am gestrigen Tage schei­terten Ausbruchsversuche. Bei der Fort­setzung seiner Angriffe westlich Kursk und nordwestlich Orel erlitt der Feind wie­derum schweifte Verluste. Im Frontabschnitt zwischen Gshatsk und Ilmensee brachen zahlreiche örtliche Vorstöße und Angriffe im Abwehrfeuer zusammen. Beiderseits Sta­ll aja-Ruß ja trat der Feind nach starker Artillerievorbereitung mit massierten Kräf­ten und unter Einsatz von Panzern und Schlachtfliegern zum Angriff an. Nach weHfelvollen Kämpfen gelang es ebenfalls unter schwersten sowjetischen Verlusten, alle Angriffe abzuschlagen. Die Luftwaffe hatte an diesem Abwehrerfolg besonderen Anteil.

An der tunesischen Front herrschte gestern lebhafte Artillerie- Und Spähtrupp­tätigkeit. Durch Sturz- und Tiefangriffe deutscher Fliegerverbände hatte der Feind erhebliche Verluste. Ein Kampfsliegerver- band griff in der vergangenen Nacht die Hafenänlagen von Phiiippcville an. Drei große Transportschiffe wurden schwer ge­troffen. Fernkampfflugzeuge warfen im Atlanlik drei große Handelsschiffe in Brand. Die Schisse blieben mit schwerer Schlagseite liegen. Am gestrigen Tage drang ein USA.- Bomberverband nach Holland und in west­deutsches Gebiet ein. Durch Bomben­würfe hatte die Bevölkerung Verluste. Eine große Zahl holländischer Kinder wurde ge­tötet. Jäger schössen zehn viermotorige Flug­zeuge aus diesem Perband ab. Einzelne britische Flugzeuge warfen in der vergan­genen Nacht Bomben auf Orte in West- deutschland und unternahmen Störslüge im Kllstenbereich der Ostsee. Ein feind­liches Flugzeug wurde abgeschossen. — Wie durch S o n d e r m e l d u n g bekanntgegeben, kamen deutsche Unterseeboote schon in den ersten Tagen des Monats zum Erfolg. 13 Schisse mit 87180 BRT. wurden in schwe­ren Kämpfen auf den Erund des Meeres geschickt. Zwei weitere Schiffe wurden tor­pediert."

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DrahtberiKt unserer Berliner Schristleitung

dr. Berlin, 5. März. Das Bild der' briti- chen Speichelleckerei und Unterwürfigkeit legenüber dem Bolschewismus und die An- nchcn der Angst vor dem geringsten Strrn- unzeln im Kreml werden mit jedem Tag ammerlicher und widerlicher, die unbedingte S-reitschaft zum Verrat an Europa ständig chamloser. Da beschäftigt sich jetzt in der -Daily Mail" Negley Farson mit der .neuen Phase der sowjetischen Außenpolitik, farson war früher der Moskauer Bericht­erstatter der „Daily Mail" und dürfte darum hon etwas mehr als die meisten seiner randsleute von den Ambitionen Moskaus Nissen.

...Er stellt die Frage, welche Pläne Stalin iur den Fall eines bolschewistischen Sieges habe und welche Eebietsansprüche er dann Itellen würde. Kaltschnäuzig geht dreier brite über die Lebensinteressen nicht nur Fmnlands, sondern aller Völker um den Dgseeraum hinweg. Selbstverständlich, , so stellt Farson fest, würden die Sowjets auger Karelien, Hangoe, die Inseln im Fmnr-

Mn Golf und Petsamo verlangen, und die

»innen dürsten gegenüber diesen."berechtig­en sowjetischen Forderungen" keine Unter- itutzung der Vereinigten Staaten oder Eng­lands erwarten. Darüber ist man sich rn «innland ja längst klar geworden, aber diese alychnäuzige Bestätigung aus dem Mun eures Briten, der es wissen mutz,

°°ch noch eine besondere Bedeutung. Auch aen Schweden wird mit einer wegweisenden Äandbcwegung bestätigt, daß ihre Wunsche morgen bei den westlichen Trabanten ^ Bolschewismus nichts gelten. Zwar wisse

man, so sagt Farson, in England und Ame­rika, daß die Schweden die größten Sorgen wegen der endgültigen Einverleibung der baltischen Staaten durch die Sowjets hätten. Dennoch glaubt man in London nicht, daß die Sowjetunion sich davon abhalten lasten werde, erneut die drei baltischen Staaten zu besetzen. Das glauben wir weiß Gott für den Fall auch nicht, daß Stalin militärisch triumphieren würde. Er wird allerdings von der Verwirklichung seiner Pläne abgehal­ten werden, aber nicht wie London und Washington heute zugeben müssen, durch die angelsächsischen Mächte, sondern allem durch die deutsche Wehrmacht. Dann kommt Ru­mänien °n die Reihe. Es dürfe, so sagt Far­son nicht einmal den Schatten von Sym­pathie in England oder in den Vereinigten Staaten erwarten, wenn ihm die Sowiet- rusten die Bukowina und Bessarabien weg­nähmen. Die würden „nur mit Wohlgefallen auf den kleinstmöglichen rumänischen Staat

^Wie^ man' sieht, beschäftigt sich hier der

„Daily-Maii"-Korr«spondent nur mit der

ersten Rate der bolschewistischen Forderun­gen, wie sie vor einiger Zeit in der „Praw- da" angemeldet wurden. Besonderes Jnter- esse bürste es allerdings in der Turker fin­den. dah von englischer Seite m diesem Zu- sammenhang die bolschewistische Forderung nach einem uneingeschränkten Zugang zum Miitelineer, will sagen nach der Beherrschung der Dardanellen, als eine Selbstverständlich­keit an die erste Rate mit angeschlossen wird. Wenn die Türken der bolschewistischen For­derung nachgegeben hätten, saorakett Far- son werde sich eine starke bolschewistifch-tur- kisch« Freundschaft anbahnen. Me man das

in Ankara beurteilt, ist eine ganz andere Frage. Auch den Irak ist England heute be­reit, der Volschewisierung preiszugeben, wenn auf diese Weise der mächtige Verbündete noch eine Weile bei guter Laune gehalten werden kann.

Die zweite Rate, die auch schon offen an­gemeldet wurde, bezieht sich auf Polen, auf die frühere Tschechoslowakei und auf den Bal­kan. Wenn die Briten sich schon so unterwür­fig zeigen, daß sie den Bolschewiken eigene Interessen im Vorderen Orient opfern wol­len, wie kann es dann im polnischen Emi­grantenklüngel noch arme Irre geben, die sich von England auch nur noch die leiseste Un­terstützung ihrer gegen die bolschewistischen Pläne gerichteten Wünsche erhoffen könnten. Aber die Leute, die im Besitz einer britischen Garantie statt der Verständigung über Dan- zig und den Korridor glaubten den Weltkrieg entfesseln zu dürfen, sind tatsächlich vom poli­tischen Wahnsinn befallen. Sie haben trotz des ganz unverblümten Redeverbots der engli­schen Regierung eine neue Polemik losgelassen und sprechen von ihren eigenen „unwiderleg- lichen Rechten" aus die ostpolnischen Gebiete, von „Harmonie mit unseren ukrainischen und weißrussischen Volksgenosten" und stellen den von Stalin entworfenen Thesen für die Do- wjetoberherrschaft eigen „proklamierte Prin­zipien" für diese Gebiete entgegen. Dieser Emigrantenklüngel führt einen für seine Mentalität typischen Kampf des Größen­wahns gegen die Realität. Diese Leute wol­len nicht sehen, daß England keinen Finger rühren wird, um irgendwelchen Mitläufern zuliebe einen Konflikt mit der Sowjetunion zu riskieren.

Der Kuban, der durch den von deutschen Truppen zerschlagenen Umfassungsversuch der Sowjets am Kuban-Brückenkopf in ein näheres Blickfeld gerückt ist, kennzeichnet seinen Lauf durch unzählige Bogen und Win­dungen, die am Unterlauf eine Breite bis zu einem Kilometer erreichen und sein« Tei­lungen westlich Krasnodar lasten Sümpfe und Inseln entstehen. Das nach dem Fluß benannte Kubangebiet erstreckt sich südlich von Rostow vom Schwarzen bis fast zum Kaspischen Meer. Der Kuban, der teils ins Schwarze, teils ins Asowsche Meer mündet, läßt die Halbinsel Taman eigentlich zur Jst- sel werden, da er die beiden im Osten Ta- mans liegenden Seen noch miteinander ver­bindet. Diese Landschaft setzt sich von Anapa bis zur Halbinsel Jeisk im Norden fort. In dem Raum zwischen Taman bis Maikop be­finden sich Schlammvulkane, Teer-, Naphta- und Petroleumquellen. Die Schneeschmelze hat für das Kubangebiet große Folgen; denn Sümpfe und Inseln verwandeln sich in über­schwemmte Landstriche. Die einzige Landver­bindung zur Halbinsel Taman besteht in dieser Zeit der Schneeschmelze auf der Straße am Nordufer nach Westen, nach Temrjuk und der Enge von Kertsch. Im Mündungsgebiet des Kuban liegen alte Ko­sakensiedlungen und noch heute befinden sich dort aus der Türkenzeit stammende Befesti­gungen. — Sskt. —

0 er 200 . KicllenIsublrLser

Berlin, 5. März. Der Führer verlieh dem ss-Standartenführer Fritz Witt, Regi­mentskommandeur in einer ss-Panzer-Erena- dier-DivisioN; das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eiiernen Kreuzes und sandte ihm folgendes Telegramm: „Fn dankbarer Wür­digung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes ver­leihe ich Ihnen als 280. Soldaten der deut­schen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf

Hitler."

Lee Alitticke 8a«6e«teie-

Von

Helmut Süncksrmann, Ztsbslsitsr clss ksioksprssssclisks

Die britische Presse ist gegenwärtig sehr stolz und selbstbewußt ob der Angriffe, die ihre Bombenflugzeuge gegen Wohnviertel deutscher Städte durchführen. Sie nehmen sogar das anspruchsvolle Wort „Offensive" in den Mund, um den wahllosen Kampf gegen Frauen, Kinder und Greise zu be­zeichnen.

Wir wissen, was wirklich eine Offensive ist und was das Wort bedeutet. Als wir im Mai 1940 die französische Kriegserklä­rung mit einer Offensive beantworteten, da war das ein Ereignis, bei dem Millionen von Soldaten in Bewegung gerieten, um andere Millionen von Soldaten auf der Gegenseite anzugreifen, einzukesseln, in die Flücht zu schlagen. Als wir im Juni 1941 antraten, um der bolschewistischen Bedrohung zu begegnen, da wälzte sich eine gewaltige Mgcht über das Land, zertrümmerte Zehn­tausende von Panzern, befreite riesige Ge­biete von der Bolschewikenherrschaft, trieb Armeen vor sich her, begeistert empfangen von einer Bevölkerung, die nur dort den Krieg verspürte, wo eine entscheidende Kampfhandlung abrollte.

So war, so ist das Bild einer wirklichen Offensive und so wird es für den Soldaten immer bleiben: Das entschlossene Aufgebot männlicher Energien, um Widerstand zu brechen und Entscheidungen zu erzwingen. Sehen wir uns demgegenüber die Ueberfälle der britischen Vombenleger an. Sie fallen irgendwo ein, ohne klaren Sinn, ohne er­sichtlichen Zweck, sie greifen Menschen an, die ihnen keinen Widerstand entgegensetzen können, und vermögen deshalb auch'keiner­lei Entscheidungen zu erzwingen, weil diese ja doch nur dort eintreten, wo die konzen­trierte Kraft von Machtmitteln eingesetzt ist und sich zum Kämpfe stellen kann.

§o wenig diese Art von Luftkrieg militäri­schen Wert besitzt und die Stärke des deut­schen soldatischen Widerstandes zu beeinträch­tigen vermag, so sehr entspricht sie der Gei­steshaltung der Briten und vor allem den Vorstellungen, die sich die, britischen Ver­brecher von dem von ihnen angezettelten Kriege machen. Sie haben an dem denkwürdi-

Oeinkinssm kämpfen! 6emein8sm sckskken! tHemelnssin sieben!

gen 12. Januar 1948 durch den Angriff auf die Stadt Westerland auf Sylt den zivilen Luftkrieg begonnen, sie haben ihn als ihren hauptsächlichsten Beitrag zum Westfeldzug durch wahllose Angriffe auf deutsche Städte ohne jede militärische Bedeutung systematisch fortgesetzt. Erst am 19. Juni 1940 — also fünf Monate nach dem ersten britischen Ileber- sall — hat sich die deutsche Kriegführung ent­schlossen, die dauernden Angriffe energisch zu erwidern und die Herausforderung zum zivilen Luftschutz anzunehmen, dessen Ver­bannung aus dem Bereich der Kriegführung der Fühler, nicht nur in den Jahren vor dem Krieg, sondern auch im Kriege selbst immer wieder vorgeschlagen hat: dies war freilich vergeblich gegenüber denen, die an einer sol­chen Art der Kriegführung sich umso inter­essierter zeigten, als sie schon einmal — im ersten Weltkrieg — einen Sieg durch syste­matischen Kampf gegen Frauen und Kinder errungen haben.

Die Absicht des Vombenkrieges von heute ist die gleiche wie die des Vlockadekrieges von damals und er rückt in der Kriegfüh­rung, wie sie den Briten geläufig ist, in dem Maße in den Vordergrund, in dem deutlich wird, Laß die Hoffnung auf den Hunger diesmal trügerisch ist. Der Erfolg des Bom- benkrieges aber ist ein genau entgegen­gesetzter. Gegen den Hunger gab es kein Mittel, er war ein schleichendes Gift, das still und langsam aber sicher tötete. Ja, die Tatsache, daß es sich um einen von den Briten bewugt gelenkten und kaltblütig be­triebenen Vorgang handelte, ist großen' Tei­len des deutschen Volkes erst nach Schluß des Krieges und auf Erund zynischer briti­scher Geständnisse klar geworden. Mit dem Bombenkrieg ist es anders bestellt. Gegen ihn gibt es nicht nur vernichtende militä­rische Abwehr und wirkungsvollen offensiven Gegenschlag. gegen ihn führen wir auch nationalsozialistischen Gemeinschaftsgeist und entschlossenste Willenskraft ins Feld — bei­des Waffen, die jedem und überall zu Ge­bote stehen und mit denen wir nicht nur die unmittelbare Wirkung jedes der Ueberfälle und ihre weiteren Folgen überwinden kön­nen, sondern auch das Hartwerden lernen und das Starksein erproben.

Die Briten haben sich in diesem Kriege schon oft geirrt, noch nie aber so sehr, wie in diesem ruchlosen Kampf gegen die zivilen deutschen Menschen. Der jahrzehntelange Kampf ums Leben, der auf Versailles folgte, das innere Ringen mit Bolschewismus und Judentum haben uns abgehärtet. Wir wissen auch die neuen Verbrechen zu ertragen, die sich nur in der Form. nicht in ihrer Ziel­setzung und in ihrem Inhalt von den frühe­ren unterscheiden.

fes im Weltkrieg sind kaum bemerkt gesto ben, die Hunderttausende deutscher schaffend! Menschen,- deren Existenz durch den Zusav menbruch und die Ausplünderung des Re ches vernichtet wurden, sind still aus dem L ben gegangen — die Wunden derer abe die aus dem Schutt bombardierter Wob- Häuser geborgen werden, sind dem gam deutschen Borke sichtbar und gelten ihm -