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der NationalldziaMen. Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Ncichsstatttialters in Oldenburg und iZremen
Hlittwoch. Z. März 184Z
kmzLlpreis 1S Nps.
Ilslltscllss krsueatllm
Intensive Arbeit verkürzt den Krieg
Eine Dreiviertelmillion deutscher Hausfrauen und Mütter haben sich in diesen Tagen zum Kriegseinsatz gemeldet. Weitere Aundeittausende werden folgen. Mit der Uebernahme einer gewiß nicht leichten und bisher ungewohnten Arbeit wird dieses Mil- lionenheer an Frauen die aus der ungebrochenen Kraft der Herzen und der Härte des unbeugsamen Willens zur Ueberwindung der bolschewistischen Gefahr erwachsene Entschlossenheit des deutschen Voltes zur totalen Bewahrung in der Stunde seiner härtesten Prüfung unter Beweis stellen.
Dreimal so viele Menschen wie im Welt- lrieg sind heute bereits in der deutschen Kriegswirtschaft tätig. Da nach des Führers Mille Lei der für ganz Europa gegebenen Fesahr aus dem Osten zu der Kraft des deutschen Arbeiters und der deutschen Arbeiterin ein noch weiterhin verstärktes Potential an brauchbaren Kräften der, übrigen europäischen Völker stoßen wird, muß sich die Leistungsfähigkeit der Kriegswerkstatt Deutschland gewaltig erhöhen. Alle organisatorischen Voraussetzungen sind erfüllt, um dem feindlichen Kriegspotential die Waagschale zu halten. Und da wir ohnehin auf allen Kriegsschauplätzen in der Führung und an soldatischen Tugenden den Feinden überlegen sind,, kann der endgültige Sieg den anderen nicht zufallen. Wie lange es aber zur Erreichung, des endgültigen Sieges auf unserer Seite bedarf. hängt ganz maßgeblich davon ab, wie sich jeder Einzelne und fede Einzelne in den gigantischen Kriögsrllstungsprozeß einfügt, wie gewissenhaft, wie unentwegt, wie fleißig und anstellig Zusammen mit den alten, die neueingestellten Kräfte sich verhalten. '
Je mehr Geschütze, Flugzeuge und U-Boote, je mehr Munition und Kriegsgerät, desto rascher der Sieg. Also: je konzentrierter die Arbeit, desto kürzer der Krieg. Das ist es, was, wer immer heute verantwortungsbewußt seinen Arbeitsposten in der Heimat ausfüllen will (und wer möchte dies nicht!) täglich, ja stündlich sich selbst und auch den Arbeitskameraden und Arbeitskameradinnen sagen sollte, dieses natürlich nicht mit aufgehobenem Zeigefinger- und in schulmeisterlichem Tone, sondern durch das eigene Beispiel und mit launisch aufmunterndem Wort.
Wir wissen von einer Arztgattin in Bremen, die Mutter von sieben Kindern, deren ManN bei der Wehrmacht ist, und deren bereits herangewachsene Tochter schon im Beruf steht. Diese Frau ist heute in einem Hiistungsbetrieb, und sie arbeitet dort ihre rolle Tageszeit, während die mittags nach Hause kommende Tochter hier, wo die größeren Kinder die kleineren hetreuen, nach dem Hechten sieht und für den reibungslosen Ablauf der notwendigen Haushaltsgeschäfte sorgt, bis gegen Abend die Mutter wieder persönlich einzugreifen vermag. Daß diese Frau sich in die ihr bisher völlig fremd gewesene Umgebung guten Mutes eingelebt hat und voll ihre neuen Aufgaben erfüllt, das ist ein leuchtendes Beispiel. edlen deutschen sfrauentums. das wohl verdient unvergeßlich zu bleiben. Es ist diese Frau nur eine von vielen Millionen, die im totalen Kriegseinsatz ihre Pflicht erfüllen. Aber wenn a l l e deutschen Frauen ihr gleichen oder es ihr nachzumachen versuchen, dann muß der Sieg rascher unser sein, als unsere Feinde es sich träumen lassen.
1. 8. v.
Ilie 8smvke im kaum von Isjum
?6k'nc//k'c/is umkaöt unc/ vsrm'c^tst
Der neue deutsche Gesandte i« Schweden, Dr. Hans Thomsen, überreichte am Dienstag i« LSlos, zu Stockholm dem schwedischen König sein Beglaubigungsschreiben.
Berlin, 2. März. Die Gegenangriffe unserer Truppen am 1. März im Kuban- Brückenkopf bezweckten das Aufbrechen feindlicher Umfassungsflügel und das Zerschlagen bereitgestellter sowjetischer Sturmtruppen. In das Sumpfgelände des Lagunengebietes vorgedrungene Bolschewisten bedrohten die Flanke unserer Hauptkampflinie. Unsere bereits seit zwei Tagen angreifenden Truppen warfen den Feind weit zurück. Von den nach- -stoßenden Verbünden scharf verfolgt, hatten die fliehenden Sowjets schwere Verluste, weiter östlich drangen im umfassend geführten Vorstoß zwei Kampfgruvpen einer Jäger- Division tief in das vom Feind besetzte Gebiet ein und zerschlugen mehrere zum Angriff bereitstehende Regimenter. Sturmgeschütze und Artillerie schössen den flüchtenden Feind zusammen. Kampfflugzeuge vernichteten drei feindliche Flugzeuge am Boden und bombardierten feindliche Stellungen nordwestlich Krasnodar. Wie verlustreich die Abwehrkämpfe im Kuban- Brückenkopf für den Feind verlaufen, zeigt eine zusammenfassende Meldung über die Gefechte im Februar. Danach verlor der Feind an dieser Front in den letzten vier Wochen über 15 000 Tote, über 3600 Gefangene, 113 Panzer und 97 Geschütze.
Am M iu s - Ab s ch n i tt hat der ge scheiterte Massenangriff des Vortages den Bolschewisten viel Blut und Material gekostet. Der Feind konnte daher nur kleine erfolglose Vorstöße in Bataillonsstärke bei geringer Panzerunterstützung führen. Bei der gemeldeten Vernichtung des sowjetischen Kavalleriekorps hinter .der Mius-Stellung wurde ein Befehl erbeutet, aus dem sich ergibt, daß dieses Korps schon während des Vormarsches hohe Verluste durch unsere Luftwaffe und unsere schweren Waffen hatte. In der Zeit vom 19. November bis 1. Dezember 1912 verlor es allein 6120 Tote und Verwundete sowie 6567 Pferde. Als sich das Korps am 12. November zum Angriff bereitstellte, zählte es noch 14 700 Offiziere und Mannschaften. Nach seinem Durchbruch durch die deutschen Stellungen am 10. Februar verfügte es aber nur noch über 8000 Mann. Kurz vor seiner endgültigen Vernichtung hinter der deutschen Front war das Sowjetkorps auf 6000 Mann zusammengeschmolzen. Diese wurden nunmehr bis zum 26. Februar mitsamt ihren zugeteilten schweren Waffen vernichtet.
2m Zuge des weiteren Angriffs von Verbänden des Heeres und der Waffen-ff im
Drei Oenersle 40 ^lskre aktiv
Berlin, 2. März. Drei verdiente Generale des Heeres können in diesen Tagen auf eine 40 Jahre in Krieg und Frieden erfolgreiche militärische Laufbahn zurückblicken. Es traten als Fahnenjunker ein: Generaloberst Georg Lindemann, Oberbefehlshaber einer Armee im Osten, am 26. 2. 1903 in das magdcburgische Dragoner-Regiment Nr. 6; der Chef des Transportwesens der Wehrmacht. General der Infanterie Rudolf Gercke, am 27. 2. 1903 in das ostpreußische Jäger-Bataillon Nr. 1; General der Artillerie Christian Hansen, Kommandierender General eines im nördlichen Abschnitt der Ostfront eingesetzten Armee-Korps am 1. 3. 1903 in das schleswig-holsteinifchc Fuß- Artillerie-Regiment 9.
Raum Jsjum stürmten schlesische Panzertruppen am 28. Februar eine größere Industriestadt. Ihre beherrschende Höhenlage sowie die sie umgebenden Hügel und tiefen Schluchten boten dem Feind günstige Verteidigungsmöglichkeiten. Zum Schutz des auckp als Verkehrsknotenpunkt wichtigen Ortes hatten die Bolschewisten starke Jnfanterie- und Panzerverbände zusammengezogen Diese wurden jedoch durch überraschenden Angriff gegen Rücken und Flanke ausgeschaltet, so daß die Bolschewisten keine Zeit fanden, ihre Kräfte umzugruppieren oder wirksam zum Gegenstoß anzusetzen. Unter sehr schweren Verlusten des Feindes nahmen unsere Truppen die Stadt. Von den insgesamt in diesem Raum vernichteten 49 Sowjetpanzern schoß ein Panzer-Regiment allein 27 ab und erhöhte damit die Zahl seiner Panzerabschllsse im Ostfcldzug auf 1036.
Weitere Panzerabteilungen schössen in erbitterten Gefechten zur Ausweitung eines Brückenkopfes 14 Panzer ab, davon 12 die von Eichenlaubträger Major Schulz geführte Panzerkampfgruppe. Unsere fortgesetzt angreifenden Truppen umfaßten auch am 1. März mehrere feindliche Formationen, die nach Norden durchzubrechen versuchten. Beim Zerschlagen dieser aufgesplitterten Kräfte schössen Einheiten einer Infanterie-Division neun Sowjetpanzer ab und töteten rund 450 Bolschewisten. Unter diesen Gefallenen befand sich der Kommandierende General des 25. sowjetischen Panzer-Korps, General Pawloff. Ebenso wurden die Reste des gleichfalls zur. zertrümmerten Panzerarmee Pöpoff gehörenden 18. sowjetischen Panzer-Korps vernichtet.
Im Raum westlich der Linie Charko w— Kursk schlugen unsere angreifenden Truppen starke feindliche Kräfte zurück. Bei den beweglich geführten Angriffs- und Abwehr
kämpfen haben in der letzten Zeit das 3. Bataillon des bayrischen Krenadierregiments 246 sowie ein -f-Panzer-Erenadier-Regiment unter ihrem Kommandeur ff-Standarten- führer Witt trotz sehr schwieriger Gelände- und Witterungsverhältnisse wiederholt starke von zahlreichen schweren Waffen unterstützte Massenangriffe abgewehrt und die vorgedrungenen Bolschewisten in erbitterten Kämpfen zurückgetrieben. Zur Unterstützung der in diesem Raum kämpfenden Erdtruppen starteten die Staffeln einer Sturzkampf- flicgcrgruppc unter Führung ihres Kommandeurs Major Pretzler Tag für Tag zu rollenden Luftangriffen gegen die bolschewistischen Truppenansammlungen. Die fortgesetzt aus die feindlichen Verbände und Bereitstellungen einhämmernden Bomben und das Feuer unserer Truppen brachten dem Feind schwere Verluste bei. Er mußte schließlich seinen längs eines Flußtales geführten Vorstoß abbrechen. In Gegenangriffen nahmen dann unsere wiederum von Stukas unterstützten Grenadiere den ganzen Flußabschnitt fest in Besitz.
Westlich und nordwestlich Kursk wurden die feindlichen Besatzungen mehrerer Ortschaften umfaßt und zersprengt. Die Bolschewisten gingen in voller Auflösung nach Osten zurück, mußten aber einige hundert Tote, zahlreiche Gefangene und große Waffenmen- gen auf dem Kampffeld zurücklassen. Im Gebiet von Orel führte der Feind wieder mehrere, wenn auch vergebliche Angriffe. Bei den schweren Abwehrkämpfen, die zum Teil noch andauern, schössen unsere Truppen 31 Sowjetpanzer ab. Ein in unsere Linien ein- gesickertes Schi-Bataillon wurde eingekesselt und geht der Vernichtung entgegen. Trotz ungünstiger Wetterlage stießen unsere Sturzkampfflugzeuge durch die tiefhängenden Wolken auf feindliche Panzerschwärme herab.
Osr Obsrdsksillsbsbsr einer Heeresgruppe. Osnsrallslckwsrsckall llreibsrr von I/Veleks. mit cism Osnerslstsbscbek bei einer Lage-
Xriessbsrioliter LHtt6l5t266t (8od)
lliirckbrucksversmLe gescheitert
Lrücksnitop/ von Osm/onsk p/cmmci 6 /g gsröumt
Aus dem Fllhrerhauptquartier, 2. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 2m Südteil der Ostfront stand der gestrige Tag im Zeichen eigener Gegenangriffe. Kühne Angriffsunternehmungen der deutschen Truppen am unteren Kuban zerschlugen feindliche Kräftegruppen und vereitelten Angriffsvorbereitungen. Trotz schwieriger Wetter- und Geländeverhältnisse wurden im Raum von Jsjum zahlreiche weitere Ortschaften genommen. Einige versprengte Feindgrupxen wurden vernichtet. Die Gefangenen- und Veutezahlen sind weiter im Steigen. Auf dem Schlachtfeld wurde unter den zahlreichen Toten der Kommandierende General des XXV. sowjetischen Panzerkorps, Generalmajor Pawloff, aufgefunden. Im Kampfraum westlich Charkow bis nördlich Orel und im Abschnitt südlich des Jlmensees scheiterten auch am gestrigen Tage Vorstöße und Durchbruchsversuche des Feindes unter hohen blutigen Verlusten. Der Brückenkopf von Demjansk südöstlich des Jlmensees, gegen den die Sowjets vierzehn Monate lang vergeblich unter ungeheuren Menschen- und Materialverlusten anrannten, wurde von den deutschen Truppen planmäßig geräumt. Die seit langem vorbereitete Zurücknahme der deutschen Li-
riur tlls Lckse ksim WLsrsll Ltmlimeitl retten
HtorksL kc/io ru c/sn össprsckungsn cis§ Ks/cksouösnmkm'stsrs in /to/isn
Diahtbericht unserer Berliner Schriftleituns
Zö. Berlin, 2. März. Der klaffende Gegensatz zwischen der destruktiven Konferenz von Casablanca und den einem positiven Aufbau dienenden Besprechungen zwischen dem Duce und dem Reichsaußcnministcr in Italien tritt noch einmal klar in dem Echo in Erscheinung, das die europäische Presse der deutsch- "alienischen Zusammenkunft widmet.. Fast überall wird dieser Vergleich zwischen Casa- blanca und der Achsenzusammenkunft gesogen. Die Presse der europäischen Staaten kennzeichnet den Unterschied zwischen den beiden Konferenzen als einen solchen der -Haltung wie des Willens und der Motive wie der Ziele.
Die Balkenüberschriften, mit denen die europäischen Blätter den deutschen Besuch m Italien hervorheben, unterstreichen, daß Reichsaußenminister von Ribbentrop den ^uce als Träger einer persönlichen Botschaft bes Führers aufsuchte. Sie heben die Anwesenheit der Generale Warlimont und Ambrosia an den Unterredungen als Zeichen 'httr strategischen Wichtigkeit hervor Sie würdigen insbesondere die von dem Führer und dem Duce persönlich geschaffene Atmo- lphäre der Herzlichkeit und der unzerbrech- baren Freundschaft, in der auch diese Begegnung verlief. Den weitaus größten Raum oller Betrachtungen nimmt jedoch die Wur^ bigung des politischen Teiles des Kommuniques ein. in dem das klar formulierte Aus-
.uuprogiamm der Achse und die Prollama- Uon der Endziele Deutschlands und seiner erblindeten enthalten sind. Die anlaglich der elstgnung gefaßten Beschlüsse stellen nicht nur ein Kampfprogramm dar, fondcrn gleich- sturg auch ein politisches Aufbauvrogromm 'n dem die Erundzüge der europäischen Neu
ordnung herausgearbeitet werden. Der in Verfolgung dieses Programms geführte Krieg erscheint gerade im Lichte dieses positiven Aufbauwillens der Achse als ein Krieg der Gerechtigkeit, der Ehre und der Kultur. „Es ist der Krieg des Blutes gegen das Gold, der Kultur gegen die Barbarei, des Lebens gegen den Tod. Das Blut, die Kultur und das Leben können nicht untergehen, wir müssen siegen! so schreibt „Popolo di Roma" und faßt damit in wenigen Sätzen den Grundtenor der meisten europäischen Aeußerungen zu dem Besuch des Reichsaußenministers zusammen.
Die europäische Bedeutung dieses Treffens findet an zahlreichen Stellen ihre Würdigung. So heißt es, daß „die Achse in dieser Stunde die Geschichte, die Interessen und die Energien ganz Europas verkörpere". Man stellt fest, daß im Rahmen der Begegnung die „Magna Charta" des europäischen Raumes festgesetzt worden sei. Besondere Bedeutung legt die Presse der einzelnen Staaten dem Umstand bei, daß es den Völkern nach der Befreiung von der jüdisch-plutokratischen Bedrohung möglich sein wird, im neuen Europa ihre eigenen Kräfte zu entwickeln und ihre eigenen Interessen sicherzustellen. Einhellig wird dabei nochmals hervorgehoben. daß ohne die Militärmacht Deutschlands und seiner Verbündeten Europa mit Sicherheit verlebn sei. „In Europa gibt es jetzt nur noch einen einzigen Stand", so heißt es, „und eine einzige Klasse: Soldaten, die kämpfen, und Soldaten, die arbeiten. Wer nicht mitmacht. ist ein Verräter oder ein Deserteur. Jeder Europäer muß heute um sein und seiner
mächte auf Grund ihrer eigenen inneren revolutionären Gestaltung heute stark genug dazu sind, den europäischen Völkern neue Wege ihres nationalen Daseins zu weisen und der europäischen Kultur einen gesunden Wiederaufstieg und eine bessere Zukunft zu gewährleisten.
Selten ist von der europäischen Presse der unüberbrückbare Gegensatz zwischen der Zielsetzung der Achsenmächte und derjenigen ihrer Gegner so klar herausgestellt worden. Kämpfen Deutschland. Italien und ihre Verbündeten für die Sicherheit des großeuropäischen Raumes, so kämpfen die Äntiachsenmächte gegen die Sicherheit Europas. Sie wünschen die Niederlage derjenigen, die allein in der Lage sind. Europa vor de. Ileberslutung durch den Bolschewismus zu retten. Sie selbst aber sind keineswegs dazu imstande. Gerade eben erst warnt die „Sunday Times" davor, in der Diskussion mit Stalin irgendwelche Ercnzfra- gen zu berühren. In London und Washington sieht man es als aussichtslos an, mit Moskau überhaupt über solche Fragen auch nur zu reden.
Das Versagen der anglo-amerikanischen Mächte ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß ihre Kriegsziele in verworrenen Zu- kunstsphantasien verschwimmen. Demgegenüber verfolgt das Programm der Achsenmächte, wie die europäische Presse einmütig feststellt, durchaus realisierbare Ziele. Die historisch begründete Neuordnungsmijsion der Achse bekundet sich gerade in der Begrenzung ihres Fiihrungsanspruches aus den europäischen Großraum, der mit dem Ringen Japans um ein größeres Ostasien parallel läuft. Jedem Volk das Seine zu geben, ist der eigentliche Sinn des Kampfer, den Deutschland und seine Verbündeten jähren.
nien erfolgte Schritt für Schritt, nachdem sämtliches Gerät und alle Waffen rechtzeitig zurückgeführt waren. Die Räumung selbst vollzog sich ohne Behinderung durch den Gegner.
An der n o r d t u n e s j s ch e n Front machten die deutsch-italienischen Angriffstruppen. wirksam unterstützt durch die Luftwaffe, gestern weitere Fortschritte. Die Luftwaffe griff Eisenbahnziele im feindlichen Hinterland, Verlade-Einrichtungen und Schiffsliege- plätze in Vone mit gutem Erfolg an. Deutsche Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe schössen im Mittelmeerraum elf feindliche Flugzeuge ab. — Britische Flugzeuge drangen in den gestrigen Nachtstunden bis Berlin vor und warfen Spreng- und Brandbomben auf die Reichshauptstadt und Orte in der Umgebung. Es entstanden Brand- und Sprengbombenschäden in Wohnvierteln und an öffentlichen Gebäuden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Einige feindliche Flugzeuge griffen mit vereinzelten Bombenwürfen westdeutsches Gebiet an. Durch Nachtjäger, Flakartillerie der Luftwaffe, Marineartillerie und Vorpostenboote wurden 19, zumeist viermotorige feindliche Flugzeuge, abgeschossen. Im Secgebiet westlich Norwegen wurde ein britischer Zerstörer durch Bombenwurf beschädigt."
Wie der Wehrmachtbericht meldete, wurde der im Paum von Demjansk weit nach Osten vorspringende Frontbogen trotz schwierigster Wetter- und Geländeverhältnisse planmäßig und ohne Druck des durch diese Maßnahme überraschten Feindes auf eine Sehnen- stellung zurückgenommen. — Damit haben umfangreiche Kampfhandlungen, die sich über 14 Monate — vom 8. Januar 1942 bis zum 2. März 194Z erstreckten, ihr vorläufiges Ende gefunden. In der Zeit vom 8. Januar 1942 bis 1. Mai 1942 verteidigte sich in diesem Raum in härtesten Winterkämpfen eine wie in einer belagerten Festung von ihren Verbindungen abgeschnittene »und ausschließlich auf dem Luftwege versorgte Kräftegruppe unter dem Befehl des Generals der Infanterie Graf von Brock dorff-AHIefeld. Divisionen zahlreicher deutscher Gaue haben sich in heldenhafter Abwehr ununterbrochener und von stärksten Kräften geführter Angriffe der Sowjets dabei hervorragend bewährt, seit Ende des Winters 1941/42 abschnittsweise durchgeführte Angriffsoperationen unter dem Oberbefehl des Generalseldmarschalls Busch, hervorragend unterstützt von Verbänden der Luftwaffe des Generalobersten Keller, stellten die Verbindung zu dieser Kräftegruppe wieder her. Seitdem versuchten die Sowjets immer wieder vergeblich, durch starke Angriffe die zu dem Frontbogen führende Landbrllcke abzuschneiden. Ihre Angriffe scheiterten unter schwersten Verlusten. In diesem Kampfabschnitt wurden während der Operationen seit dem 8. Januar 1942 30 519 Gefangene eingebracht und 2292 Panzer, 617 Ge- schütze.aller Art, 4886 Granatwerfer und Maschinengewehre erbeutet oder vernichtet, 125 Flugzeuge wurden allein durch Truppen des Heeres abgeschossen oder erbeutet.
Lut.21 Ldscküsse erkökt
^Berlin, 2. März. Nach den endgültigen Feststellungen haben sich die britischen Verluste bei dem Angriff auf Berlin über die im OKW--B-:ii-bt gemeldete Zahl von 19 Abschüssen hinaus auf insgesamt 21 evhöht.
Von
XrisZsdsrioktsr ^.rnlm 6 l s 6 c> v
<?X.> Die unerschütterliche Kraft des Vertrauens, die in den kleinen Bunkergemeinschaften wohnt, die den Posten in den Kampsstand begleitet, die den stürmenden Grenadier vorreißt, die ihn gegen die zahlenmäßige und materielle Ueberlegenheit der sowjetischen Angriffe unempfindlich und gegen die drückende Mühsal der Anstrengungen und Entbehrungen hart werden läßt, die schlummernde Kräfte erweckt und sie wirksam vervielfältigt, ist das Geheimnis der Macht, der Tüchtigkeit und der Schwungkraft des deutschen Soldaten. So schwer sich diese unwägbare Kraft in Worte kleiden lfißt, so unynt-' telbar ist sie vorhanden. Gespeist aus jenen geheimen Bezirken des starken Herzens, das aufbrach, als die Stunde rief, schützend vor das angegriffene Recht und die totale Bedrohung der deutschen Existenz zu treten, birgt das in seiner stummen Selbstverständlichkeit oft erschütternde Vertrauen die höchsten Kräfte von Leistung, Opfer und Einsatz.
Die Kameradschaft gedeiht auf dem Saatfeld des Vertrauens. Die Bereitschaft, die geordnete Vergangenheit mit dem gefährlichen Leben einzutauschen, fand im Vertrauen auf das dem lebenden Geschlecht vor- bestimmte Schicksal, Gestalter der Zukunft zu sein, ihre letzten Werte. Da aber Vertrauen neues Vertrauen gebiert, war es immer so, daß der Kreis sich schließen mußte. So wie die Hingabe der Heimat in der Bereitstellung der Waffen dem Vertrauen der kämpfenden Soldaten Auftrieb und Schwungkraft verlieh, so wächst das Vertrauen Millionen Werktätiger aus dem Wissen, daß ihre Söhne, Briider und Väter im heldenmütigen Handeln alle Schwächen von sich werfen und in der Erfüllung des ihnen gewordenen Auftrages unsterbliche Vorbilder wurden.
Da nun die Heimat sich anschickt, in der dunkelschweren Stunde, in der die maßlose Steppe ihren gepanzerten Sturm in letzter verzweifelter Wut gegen das Herz des Abendlandes losbrechen läßt, alles abzuwerfen, was den Blick in die Zukunft und was die Tatkraft der Gegenwart ablenken könnte, strömt es wie eine neue heiße Blut- welle in die Gräben und niederen Erdbunker, in die Wälder und Sümpfe, in die Bodenwellen mit den Trichternarben und in die Brückenköpfe, die wie Pfeile in die Front des Feindes getrieben sind.
Sie waren dabei, die Grenadiere im Osten, als sich die Gemeinschaft der Zehntausenden im Berliner Sportpalast zu jenem totalen, das eigene Ich hintansetzenden
Oi's Ullknuiis uriLsrsr Vsrxfan- Nsnksr't, c!is unsersr
Tukunit: Xcrrnp/ bis sinn Lieg!
Krieg bekannte, den das harte Gesicht der Zeit vorschreibt. Das Radiogerät auf dem Bunkertisch, um das sie sich gedrängt, verband sie unsichtbar mit der Heimat. Das Bekenntnis — als Ruf des «deutschen Volkes entgegengenommen — fiel in schweigsame Männerrunden mit heißen brennenden Augen. Es beschäftigte die Unteilbarkeit des gemeinsamen Schicksals, es strömte etwas von jener inneren Größe aus, die im Angesicht der Not über sich selbst hinauswächst. Es war die bejahende Stimme der Heimat, die die Weltweite der Aufgabe begreift und sich den schwersten Anforderungen nicht verschließt.
Sie haben an diesem Abend wenig gesagt, die Grenadiere und Artilleristen, die Flaksoldaten und Pioniere, die das Glück hatten, dem Aufruf der Nation über viele tausend Kilometer hinweg beizuwohnen, denn sie lernten es, ohne Worte auszukommen. Aber es war doch so. als ob die Kunde vom totalen Aufbruch des Volkes jedem einzelnen persönlich zugesprochen worden wäre. und so trug dann auch wohl jeder von ihnen einige Funken des ihm entgegengeströmten Vertrauens als heimlichen Gewinn davon und bewahrte sie still im Herzen, denn der Kre' 'des Vertrauens muß sich fortgesetzt schließe