Ausgabe 
(2.3.1943) 61
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pLrlercnntliclie Layeszettuny

vas flmtsblatt des Iregicrenden vürgermcisicrs der Zreicn kjansestavr vremrn

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üer Nationalsozialisten. Vreinens

flmliichrs verkunvungsbiatt des Ticichsstatttiolters in Viürnburg und IZremen

7lr. 61 , 1Z. 7alirgang

Dienstag, 2. März 1S4Z

kinzelpreis 1S Nps.

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krieg die rum 8ieg!

Den Glaube^ im Herzen, den Willen in der Seele

Die gemeinsame deutsch-italienische Ver­lautbarung über die Besprechungen des Reichsaußenministers in Italien zusammen mit dem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über die im kurzen Monat Fe­bruar versenkte feindliche Tonnage und den weiteren Verlauf des Kampfgeschehens im Osten lassen hier auf militärischem, dort auf politischem Gebiet unmißverständlich unsere Feinde wissen, wie bitter ernst es den Achsen­mächten mit der vollständigen Vernichtung des gegnerischen Kriegspotentials ist. Auch lassen sie deutlich erkennen, wie entschlossen die verantwortlichen Staatsführungen sind, zur Sicherung des Daseins ihrer Völker die endgültige Neuordnung Europas im Sinne einer ersprießlichen Zusammenarbeit aller Nationen unseres Erdteils in einer. Atmo­sphäre gegenseitiger Achtung und unbedingter . Gerechtigkeit herauszuführen und dafür zu kämpfen bis zum Siege.

Der endgültigen Beseitigung der tödlichen Gefahr des Bolschewismus wie der unerbitt­lichen Zurückweisung aller anglo-amerikani- schcn Einmischungsgelüste gilt nach wie vor der Kampf unseres Heeres, unserer Marine und unserer Luftflotten, die sich vorbehaltlos, ständig im härtesten Einsatz zur Gewinnung des erlösenden Zieles befinden. Unbeirrt von Eis und Schnee, von Sturm und Wogen, von Kälte und Hitze, von Regen und Schlamm sind die drei Wehrmachtsteile, ständig im Kampfe, hier gegen einen zahlenmäßig über­legenen Feind, dort gegen die Wut der Ele­mente, aber immer die Rettung des Reiches im Auge und den Schutz der Heimat im Herzen, Und wenn diese nun im Begrisf ist, sm Rahmen des anlaufenden neuen gewal­tigen Arbeitseinsatzes im totalen Krieg alle erdenkbaren, den bisherigen Einsatz weit übertreffende Anstrengungen zu machen und jeder Einzelne in der Heimat fortan auf jeg­liche Geruhsamkeit verzichten muß, so wollen wir stets dessen eingedenk bleiben, daß wir jetzt er st nach dreieinhalb Jahren schicksalsschweren Krieges auf das zu verzich­ten gehalten werden, auf was ganz selbstver-, stündlich vom ersten Tage des Krieges an un­sere Frontsoldaten verzichten mußten und ver­zichtet haben.

Daß unsere Tapferen an den Fronten dar­über hinaus noch ständig ihr Leben einsetzten und einsetzen, und daß viele davon es hinge­geben haben, das wollen war dabei unter kei­nen Umstünden vergessen. Wie unsere Front nur das eine Ziel kenn.' die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte, wollen auch wir, den Glauben im Herzen, den Willen in der Seele und die. Kraft in den Muskeln, nur noch daran denken, zu arbeiten, zu ringen, zu opfern, bis am Ende dieses Krieges der Sieg und damit der Friede steht! I- L. v.,

kimilsuZs üsmvlsrilscklossenlieit

Drahrbcricht unseres Vertreters

tr, Helsinki, 1, März, Die Rede, mit der Staatspräsident Ryti am Montag vor dem finnischen Reichstag seine neue Amtsperiode einleitete, war ein klares Bekenntnis zu den unverrückbaren Lebensnotwendigkeiten Finn­land? und damit eine eindeutige Zurückwei­sung jener vielfältigen Gerüchte und Kombi­nationen, die sich in den letzten,Wochen im neutralen Ausland und in den Feindstaaten mit der Einstellung des finnischen Volkes beschäftigt hatten, Staatspräsident Ryti er­klärte nochmals unmißverständlich, daß Finn­land heute den gleichen Krieg führe, der ibm durch den Ileberlall der Sowjets am 20. No­vember 1939 aufgezwungen wurde.

Er sprach es auch klar aus, daß es ange­sichts des brutalen Eroberungs- und Vernich- Wngswillcns der Sowjetunion noch keine Anzeichen dafür gebe, daß dieser Krieg für Finnland zu Ende gehe und daß die ganze Nation daher bis zur Erreichung der für ihre Sicherheit unerläßlichen Stellung in harter Entschlossenheit weiter kämpfen wird. Unerschütterlich auf dem festen Boden des Rechts stehend in Achtung vor der Arbeit und den Leistungen früherer Generationen und in selbstverständlicher Verantwortung vor kommenden Geschlechtern wird das pa­nische Volk weiterhin seine Pflicht tun, fest zusammenstehen und die Ehre des Landes' verteidigen. Die klaren Eedankengänge der Rede des Staatspräsidenten z->streuen den Nebel der Gerüchte und Zweckmeldungen über ein Nachlassen des sinnlichen Wid.r- Iwndswillens. In Finnland selbst haben die ullusionsmeldungen nie einen guten Boden gesunden, um so eifriger wucherten sie in einem Teil der neutralen Presse und in den Verlautbarungen aus London und Washing- >on. Es ist anzunehmen, daß bei aller maß­vollen Zurückhaltung die sachlich eindeutigen Feststellungen Rytis den Gerüchtemachern jenseits des Kanals und des Atlantik die Sprache verschlagen werden, Europa aber bat von der Tribüne des finnischen Reichs­tags aus dem Munde des berufenen Leiters der Geschicke Finnlands ejn übriges Mal die Bestätigung dafür erhalten, daß das sinniichc Volk Seile an Seite mit den übrigen Na Uonen des Kontinents in unerschütterlicher Front gegen den bolschewistischen Erbfeind des Abendlandes steht.

Die Ausführungen des finnischen Staats­präsidenten bedeuten einen neuen schweren Schlag gegen die Feindagitation Deutsch­land hat nie daran gezweiielt, daß Finnland auch weiterhin als treuer Bundesgenoge am Kampf gegen die bolschewistische Eesahr an der Seile'der deutschen Wehrmacht teil­nimmt bis zur endgültigen Niederlage des Bolschewismus, Wir sind stolz aus das tap- >ere finnische Volk, das in diesem Kriege wahrhaft heldenhaft kämpfte und noch kämp­fen wird.

Zksmpk bis rur Verilickwng

üjJSl-klncktS c/sm Oucs SMS öotscka/t c/65 5-Ü/15S55

Rom, 1. März. Der Rcichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop weilte im Auftrage des Führers yom 24. bis zum 28. Februar in Italien, Zu seinem,Empfange hatten sich der Unterstaatssekretär der aus­wärtigen Angelegenheiten Bastianini, der Unterstaatssekretär Rossi und Älbini, hohe Persönlichkeiten des italienischen Staates, der faschistischen Partei und der italienischen Wehrmacht sowie Botschafter von Mackensen mit den Mitgliedern der deutschen Botschaft eingesunken. In Begleitung des Reichr- außenministers befanden sich der Botschafter im Auswärtigen Amt Ritter, der stellvertre­tende Chef des Wehrmachtsführungsstabes, Generalleutnant Warlimont und die zustän­digen Abteilungsleiter des Auswärtigen. Amtes. Der königlich-italienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, nahm gleichfalls an der Reise des Reichsaußenministers teil.

Am 25. Februar empfing der Duce den Reichsaußenminister von Ribbentrop, der eine persönliche Botschaft des Führers über­brachte, Anschließend fand in Anwesenheit des Unterstaatssekretärs Bastianini und der Botschafter von Mackensen und Dino Alfieri eine erste Besprechung statt,, die über vier Stunden dauerte. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag wurden die Besprechungen zwi­schen dem Dücs und dem Reichsaußenminister fortgesetzt. In ihrem Verlause wurden alle Fragen der europäischen Politik und der ge­meinsamen Kriegführung der Dreierpakt­mächte erschöpfend behandelt.

An einer der Besprechungen nahmen außer ttnterstaatssekretär Bastianini, der bereits

eine längere Unterredung mit dem Reichs­außenminister geführt hätte, auch der Chef des italienischen Eeneralstabes, Generaloberst Ambrosia, und der stellvertretende Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generalleutnant Warlimont, teil. Die Unterredungen zwischen dem Duce und dem Rcichsaußenminister fan­den in einer Atmosphäre offener Herzlichkeit und in dem Geiste der Freundschaft statt, die den Führer und den Duce verhindet, Sie er­gaben die völlige Uebereinstimmung der Auf­fassungen, die immer zwischen Dcutschand und Italien hestanden hat und die die Gewähr für den Sieg in dem gemeinsamen Kamps knetet, den Deutschland und Italien in voll­ständiger Solidarität mit Japan und den übrigen Verbündeten führen.

Der Duce und der Neichsaußenminister betonten erneut die Entschlossenheit der beiden Länder, den Krieg mit aller erfor­derlichen Kraft bis zur vollständigen Ver­nichtung der feindlichen Streitkräste und bis zur endgültigen Beseitigung der töd­lichen Gefahr einer Volschewisierung Euro­pas zu führen.

Sie stellten noch einmal nachdrücklichst den entschlossenen Willen Deutschlands und Ita­liens fest, nach Erringung des Endsieges in Europa eine Neuordnung zu errichten. Diese wird allen europäischen Völkern ein gesicher­tes Dasein in einer Atmosphäre der Gerech­tigkeit und der Zusammenarbeit bieten. Frei von allen jüdischen und plutokratifchen Ein­flüssen soll den europäischen Völkern die

Möglichkeit zu produktiver Arbeit und so zialer Gerechtigkeit innerhalb der gesicherten Grenzen des Kroßeuropäischen Raumes ga rantiert werden.

kidbellirop dsi Viktor Lmsnuvl

Rom, 1. März. Seine Majestät der König und Kaiser Viktor Emanuel empfing am 27. Februar den Reichsminister des Aus­wärtigen von Ribbentrop. Der Führer hat dem Kronprinzen von Italien das goldene Großkreuz des deutschen Alderordens ver­liehen. Der Orden wurde dem Kronprinzen durch den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop bei seinem Besuch anläßlich feiner Anwesenheit in Italien überreicht.

Msäer suk äer Heimreise

Rom, 1. März. Nachdem der Rcichsminister des Auswärtigen am Sonntagvormittag die Missionschefs der Dreierpakt-Derbündeten und der befreundeten Nationen der Achsen­mächte empfangen hatte, verließ er nach viertägigem Aufenthalt am Sonntag Ita­lien, um sich nach Deutschland zurückzugeben. ZU seiner Verabschiedung hatte sich der llnterstaatssekretär der auswärtigen Ange legenheiten, Baftianinni mit den Vertretern von Staat, faschistischer Partei und italieni­scher Wehrmacht eingefunden. Der deutsche Botschafter von Mackensen war mit den Mitgliedern der Botschaft gleichfalls zur Verabschiedung anwesend.

878 Sllv MI. im kobrusr versenkt

Otzsll 1000 Hoiv/stpcmrsc vom 21 . L/s 26 . f-sLcucic rsllLtöft

Aus dem Führerhauptquartier, 1. März. Das Oberkommando der Wehrniacht gibt be­kannt: „Angriffe, die der Feind auch gestern gegen die Fronten des Kuban-Brücken­kopfes sührte, brachen unter hohen blutigen Verlusten zusammen. Vor Noworossijsk schoß Artillerie des Heeres ein mit Panzern beladenes Schiff in Brand, An der Mius- Front trat der Feindnach heftiger Ar­tillerievorbereitung auf breiter Front zum Angriff an. Die Sowjets wurden schon vor der Hauptkampflinie im Abwehrfeuer zer­schlagen. Der eigene Angriff im Raum von Isjum gewann auch am gestrigen Tage weiter an Boden. Die Angrifssdivisionen warfen den zäh sich wehrenden Gegner auf und über den Donez zurück, Versprengte und abgeschnittene sowjetische Kräfte wurden auf­gerieben, dabei 28 Panzer abgeschossen und zahlreiche Gefangene und Beute einge- hracht Starke Kampf- und Nahkampfflieger- verbände führten wuchtige Angriffsschläge gegen zurückgehende feindliche Kolonnen und bekämpften massierte sowjetische Kräfte, In den Kampfräumen von Charkow, Kursk und Orel und südlich des Ilinensees scheiterten zahlreiche Angriffe des Feindes

in schweren Kämpfen. An einer Stelle wur­den motorisierte Truppen der Sowjets ein­geschlossen und vernichtet. Gegen einen schma­len vorgeschobenen Stellungsbogen südlich des Ladogasees sührte der Feind gestern hintereinander zehn Angriffe, die aber ver­lustreich abgeschlagen wurden. In der Zeit vom 21, bis 28. Februar wurden an der Ostfront 1080 Sowjetpanzer durch Verbände des Heeres zerstört, erbeutet oder bewe­gungsunfähig geschossen. Deutsche Seestreit­kräfte vernichteten in wiederholtem Einsatz vor Nowo'rospjfk ein Torpedoboot, vier Han­delsschiffe von 6500 BRT. sowie zwei Küstenschiffe. Die Luftwaffe vernichtete zwei weitere Transportschiffe des Feindes.

Der Angriff deutscher und italienischer Truppen an der nordtunesischen Frönt brachte weitere Fortschritte, In der vergan­genen Nacht wurden nach bisher vorliegen­den Meldungen drei große feindliche Trans­portschiffe vor der algerischen Küste durch Lufttorpedos getroffen. Die Vernichtung eines Schiffes von 7000 BRT. ist sicher. Im Mittelmesr versenkten' U-Vootjäger der Kriegsmarine ein feindliches Unterseeboot, Bei militärisch wirkungslosen Angriffen

britischer Flugzeuge gegen einige Orte der besetzten Westgebiete und einen Stützpunkt an der Atlantikküste, ebenso wie bei verein­zelten Bombenwürfen in der vergangenen Nacht in Westdeutschland hatte ^die Bevölkerung Verluste. Fünf feindliche Bom­ber wurden abgeschossen.

Im Kampf gegen den Schiffsraum Groß­britanniens und der Vereinigten Staaten von Nordamerika versenkte» Unterseeboote im Februar 82 feindliche Handelsschiffe mit 548 300 BRT. und torpedierte» 14 weitere Schiffe, von denen eine Anzahl als gesunken anzunehmen ist. Schnellboote versenkten drei Handelsschiffe mit 0500 BRT. Die Luftwaffe versenkte im gleichen Zeitraum fünf Handelsschiffe mit 25 000 BRT. und beschädigte 14 Handelsschiffe zum Teil schwer.

Damit wurden im Monat Februar 576 800 BRT. feindlichen Handelsfchiffsraumes ver­nichtet. Unterseeboote versenkten ferner einen Kreuzer, einen Zerstörer und drei Geleit- fahrzeuge. Andere Einheiten der Kriegs­marine vernichteten drei Schnellboote, zwei Vorpostenboote, ein Versorgungsschiff und E. Unterseeboot, Ferner würben von der Luftwaffe ein Unterseeboot versenkt und zwei Kreuzer sowie ein kleines Kriegsfahr­zeug beschädigt."

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Berlin, 1. März,

Denjenigen Leuten im Feinvlager, die etwas von den Zusammenhängen um die Ton­nageschlacht verstehen, dürfte die jetzt veröf­fentlichte Erfolgsziffer der deutschen Untersee­boote für den Monat Februar sehr schweres Alpdrücken verursachen. Wenn auch die Ver­senkungszahl noch erheblich von dem Rekord des letzten November entfernt ist, so gewinnt sie doch außerordentlich stark an Bedeutung, wenn man sie im Hinblick auf die Entwick­lung -der Tonnagefchlacht auf lange Sicht un­tersucht und beurteilt. Zunächst einmal bleibt die Februarzahl nicht mehr sehr weit hinter dem monatlichen Durchschnittsergebnis des vergangenen Jahres zurück, soweit es allein die Erfolge der Unterseeboote betrifft. Der Februar aber ist nicht nur der kürzeste Monat des Jahres, sondern es waren in ihm' dies­mal bis auf die letzte Woche die Wetterver­hältnisse für den Kampf der U-Boote beson­ders schlecht. Orkanartige Stürme und Nebel hinderien Wochen hindurch die Angrisfstätig- keit der U-Boote ganz entscheidend, deren Erfolge dann allerdings, als sich in der letz­ten Feoruarwoche das Wetter besserte, wieder ganz steil in die Höhe stiegen.

Um die Bedeutung der erzielten Erfolge im vergangenen Monat trotz der Erschwerung auf Grund der Wetterlage richtig würdigen zu töanmi, muß man sie in Vergleich zu den Ergebnissen des gleichen Monats im Vorjahr setzen, und die besonderen Voraus­setzungen untersuchen, unter denen die Ver- scnkungscrfolae damals und heute erzielt wurden. Im Februar 1942 konnten sich unsere Unterseeboote zum erstenmal ungehemmt durch politische Rücksichten vor der amerika­nischen Küste auswirken, wo sie noch nicht I auf eine organisierte Abwehr stießen, so daß ihnen allein hier 48 Schiffe mit 279 000 BRT, zum Opfer fielen. Während das Gesamter­gebnis im Februar 1042 sich auf 66 Schiffe mit 418 400 BRT. beließ so waren die Er­folge, die gegen eine organisierte Abwehr in Gclcitzügen erzielt wurden, nur noch auf

rund 170 000 BRT. zu berechnen. Im Fe­bruar dieses Jahres war der Schwerpunkt des Kampfes schon längst von der us-ameri- kanischen Küste wegverlegt, wo nur noch einige wenig« Schiffe torpediert wurden. Fast die Gesamtheit der 545 000 BRT,, die unsere Unterseeboote jetzt auf ihr Erfolgs­konto buchen konnten, mußten aus Geleit­zügen herausgeholt werden, die heute sehr viel stärker bewacht sind als früher. In Rudeln bleiben die Unterseeboote tagelang hartnäckig am Feind, um zu ihrer vernich­tenden Wirkung zu gelangen. AZenn die Gegner sich von ihren gesteigerten Abwehr­

maßnahmen eine Wendung der Dinge ver­sprochen haben, so müssen sie heute feststellen, daß unsere Unterseeboote im Februar 1943 gegen organisierte Abwehrmaßnahmen drei­mal soviel BRT, , auf den Meeresgrund schicken konnten, als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Beweis, daß, es kein sicher wirkendes Mittel gegen die deutschen Unter­seeboote gibt, dürfte damit eindeutig er­bracht sein, was Entwicklungsmöglichkeiten für den künftigen Verlauf der Tonnage­schlacht andeutet, vor denen den Sachverstän­digen auf der Gegenseite Angst und Bange werden muß, är. v. «cb.

4-us einem «rodelten sngliscvsn llskrrsug gratulieren rvsi italienmelis l-'Usger ikrsn siegreichen, im Tistkluz vorbeikliegenäen Kamsrscken, ckis sieden Zp'tkjres abschössen. Ledsrl Oiicksröieiist

E lleeren Lvcspas

Von

Or, V/altksr Lchnsicksr

In der Zeitschrift „Neues Europa" ruft ein Aufsatz des griechischen Ministerpräsiden­ten Professor Logothetopoulos die Erinne­rung an eine Stunde wach. die uns damals als eine besondere Steigerung des Lebens­gefühls für einen bewußten Deutschen im friedlich und gewaltig aufsteigenden natio­nalsozialistischen Reich erschien. Es war die Stunde, als der Schlußmann eines Staffel­laufes durch Europa mit seiner Fackel das Feuer im Berliner Olympia-Stadion ent­zündete, in dem dann die Jugend aller Erdenvölker mit Ausnahme der Bolschewiken zum friedlichen Wettstreit aufmarschierte. „Vor einigen Jahren", so schreibt der grie­chische Ministerpräsident, „verließ ein Staf­felläufer Olympia, um die heilige Flamme anderen Läufern zu übergeben, die sie dann bis in das Herz von Europa brachten. Möge sich dieser schöne symbolische Lauf verwirk­lichen, mögen sich die Läufer aller europäi­schen Völker am Altar der europäischen Ge­meinschaft vereinigen und nach dem heutigen

Heroismus ist rüokt nur crui cism Lokicroktielc! riotwsnck'§f, sondern cructi aui ckem Locken cisrHsi'mcrt.

^.clolk Hitler.

Titanenkampf die Ideen der Amphyktionen verwirklichen."

Es ist diese Schau des neuen Europa, in die auch das hochbedeutsame Kommunique über die Zusammenkunft des Reichsaußen­ministers von Ribbentrop mit dem Duce Ita­liens ausmündet. Der Duce und der Reichs­außenminister stellten, so heißt es da, noch einmal ausdrücklich den Willen fest, nach Er­ringung des Endsieges in Europa eiye Neu­ordnung zu errichten, die allen europäischen Völkern «in gesichertes Dasein in einer Atmo­sphäre der Gerechtigkeit und der Zusammen­arbeit, frei von allen jüdischen und pluto- kratischen Einflüssen bieten und ihnen bis Möglichkeit zu produktiver Arbeit und sozia­ler Gerechtigkeit innerhalb der gesicherten Grenzen des großeuropäischen Raumes ga­rantieren soll. Das ist nun wirklich eine ganz klare Zielsetzung unseres Kampfes, in der wir uns im größeren Weltrahmcn und in der völligen Uebereinstimmung der Auffassungen über den Weg zum Sieg mit Japan aufs engste und unerschütterlich verbunden wissen. Wenn der englische Minister Attlee soeben in einer Rede anläßlich des Jahrestages der Roten Armee die Behauptung ausstellte, daß die Deutschen, wenn sie jetzt ihr Volk auffor­derten, über die Schrecken einer Niederlage nachzudenken, sich der Furcht statt der Hoff­nung als Anregungsmittel bedienten, so ist das ein gründliches Mißverständnis der inne­ren Grundlagen, aus denen unser Wille zum totalen Krieg seine unerschöpflichen Kräfte zieht. So sehr uns gewiß das Bewußtsein der uns bedrohenden Gefahr zum Einsatz aller Kräfte zwingt, so bleibt doch die entscheidende Triebkraft die Schau der neuen Ordnung, die uns in dem Kommuniqus über die Zusam­menkunft des Duce mit dem Reichsaußen­minister noch einmal gar , eindrucksstark ver­mittelt wird und die als Siegespreis jenseits, des letzten Einsatzes' und der größten Opfer winkt, die wir zu bringen bereit sind.

Einige Wochen vor der Zusammenkunft Mussolmi-Ribbentrop weilten Roosevelt und Churchill zehn Tage lang in Casablanca. Ein wie klägliches Bild bietet das Treffen dieser gegnerischen Staatsmänner im Ausgangs­punkt der widerstreitenden Interessen und in den Folgeerscheinungen einer fortdauernden Auseinandersetzung, die ein geradezu chao­tisches Durcheinander und eine absolute Un­klarheit der Pläne eines ins Blaue hinein übernommenen Krieges widerspiegeln, wenn man es an dem Krastbewußtsein, an der Ent­schlossenheit, an der Siegesgewißheit und an der vollkommenen Sicherhett über Weg und Ziel mißt, die aus der Kundgebung nach der Zusammenkunft des Duce mit dem Reichs­außenminister spricht. Wie sehr man im La­ger unserer Feinde im Hinblick auf die Ent­wicklungsmöglichkeiten nach dem Kriege im Dunkeln tappt, wie scharf sich die Gegensätze überschneiden und wie man gegenüber ele­mentaren Tatsachen dieses Krieges den Kopf in den Sand stecken muß, das haben gerade in den letzten Tagen wjeder die Reden von britischen und amerikanischen Staatsmän­nern, wie diejenigen von Morrison und Sumner Welkes, eindeutig offenbart. Der englische Innenminister versuchte leinen eige­nen Erabgesang auf das Empire mit einem Preislied auf das von ihm ersehnte Land Ulopia zu übertönen, und der amerikanische Staatssekretär ließ keinen Zweifel daran, daß sich die gegenwärtigen „Alliicvten", wenn ich ihnen der Wahnsinnstraum von der Ver­nichtung Deutschlands erfüllen sollte, am Konferenztisch in die Haare geraten würden wie noch selten in der Geschichte Staaten vor ihnen, wenn sie nicht schon vor dem „Siege" zu einer halbwegs erträglichen Verständi­gung und Abgrenzung ihrer Interessen ge- lanaen könnten.

Die Völker Europas sehen den schreienden Genen,atz zwischen dem hoffnungslosen Planeibaos auf der Antiachsenseite und der vollkommenen Sicherheit und Zielklarheit auf unserer Seite, wie sie jetzt wieder in der Kundgebung nach der Zusammenkunft in Italien einen so starken Ausdruck gefunden hat. In England und in den Vereinigtes

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