Ausgabe 
(25.2.1942) Nr. 56
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parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

Dir I mw hche und 22 our» dretts Zeile im Anzeigenteil 13 H/. Die 78 mw breit» und 1 mw hohe Zeile lm Tektteil 75^/ Srmäß. Grrmdpr, (für Mein- u. Familienonzeiy o. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstasfel O. Gei-Höiisstellea: Vremen: Geeren 8/8. Ruf 54121z Nachtrus und sonntags 51115) Obernstr. 88, Ruf 5 4121» Shke: Mühlendamm 2? Br.-Hemelingeni Bahnhofstr. 8, Ecke Poststr^ Ruf 4 34 58» Br.-Veyesack. Rohrstr. 24, Ruf 4 o. 8r Br.-Blnmrnthal: Kpt.^ Dallmann-Gtr. 4t ^43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmUiches verkündungsblatt des veichsstattstalters in Oldenburg und vremen

Nr. SS , 12. Jahrgang

Mittwoch, 25. Februar 1942

kinzelprels 15 Npf.

votschast des Mrers an die fllte starde

„Meine Prophezeiung wir- ihre krfüllung finden, -aß durch diesen Krieg nicht die arische Menschheit vernichtet, sondern der Jude ausgerottet werden wird"

G

Parteigründungsfeier in München

München, 24. Februar. An historischer Stätte, im Festsaal des Hosbräuhauses am Platzl in München, fei­erte am Dienstag die NSDAP. den Tag der Partei- gründung. Zum dritten Male im großdeutschen Frei­heitskampf begingen die ältesten Mitkämpfer des Füh­rers jenen Tag, an dem vor nunmehr 22 Jahren Adolf Hitler erstmalig vor einer nach taufenden zählenden Zuhörerschaft die 25 Punkte des Parteiprogramms ver­kündete» die nun schon ein Jahrzehnt zum Lebensgesetz des ganzen deutschen Volkes geworden sind. Das ganze deutsche Volk gedenkt in tiefstem Miterleben dieses Tages» der eine neue Epoche nicht nur der deutschen Ge­schichte eingeleitet hat. Die Grütze des Führers, der in diesem Jähre durch die Vorbereitungen sür die endgül­tige Abrechnung mit den bokschewistisch-plutokratischen Weltbrandstiftern verhindert war, im Kreise seiner Ge­treuen den denkwürdige« Tag zu verleben, überbrachte der Gauleiter des Traditionsgaues München-Ober- bayern, Adolf Wagner.

Seinen stolzen Rückblick auf das abgelaufene, von neuen Großtaten der deutschen Front und der deut­schen Heimat erfüllten Jahr schloß er mit dem Gelöbnis unbeirrbaren und opferbereiten Einsatzes bis zum End­sieg, der die letzte Sicherung und Erfüllung des Pro­gramms vom 24. Februar 1920 ist.

Der Festsaal des Hofbräuhauses, der ohne jede Aus­schmückung geblieben ist, bietet so fast das gleiche Bild, wie am Tage der Programmverkündung. An langen Tischen sitzen die Parteigenossen Kopf an Kopf. Die Mehrzahl im Braunhemd oder in den Uniformen der Krmpfformationen und der Gliederungen der Bewe­gung, viele aber tragen das Ehrenkleid des deutschen Dolksheeres. Unter ihnen sieht man auch zahlreiche Ver­wundete, die in Begleitung der Schwestern sind. Dort sitzt die Sternecker-Eruppe, hier der Stoßtrupp Adolf Hitler. Wieder fehlt in den Reihen mancher der tapfe­ren Kämpfer der deutschen Freiheitsbewegung, der vor dem Feinde fiel.'

Mit lauten Heilrufen werden die engsten Mitarbeiter des Führers begrüßt, Dr. Frick, Franz Xaver Schwarz, Dr. Ley, Amann, Rosenberg, Fiehler, Ohnesorge, Lutze, Dr. Goebbels, Dr. Dietrich, Däuser, Maurice, llllrich Graf, die am Führertisch unmittelbar neben dem Red­nerpult Platz nehmen. Zahlreiche Reichs- und Gauleiter, führende Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht sitzen zusammen mit Männern und Frauen, die an renem 24. Februar 1920 in diesem Saal aus dem Mund des Führers die Leitsätze der nationalsozialistischen Be­wegung vernahmen, die ihnen fortan zur Richtschnur ihres Lebens und Kämpfens wurden.

Sondertagung des Ständigen Notes der vreierpaklmSchte

Berlin, 24. Februar. Unter dem Vorsitz des Reichs­ministers des Auswärtigen von Ribbentrop trat am Dienstag der Ständige Rat der Dreierpaktmächte in Ber­lin zu einer Sondertagung zusammen. An der Tagung nahmen als Vertreter der italienischen Regierung Bot­schafter Dino Alfieri, als Vertreter der japanischen Re­gierung Botschafter Hiroshi Oshima teil. Mit den Ver­tretern der drei Regierungen waren auch die Leiter der verschiedenen Kommissionen des Dreimächtepakts zu­gegen.

Als Erimminger mit dem geheiligten Feldzeichen der Bewegung, der Blutfahne, den Saal betritt, erheben sich die alten Parteigenossen von ihren Plätzen, um die Blutfahne zu grüßen. Wenig später betritt der Gau­leiter des Traditionsgaues. Adolf Wagner mit Hein­rich Himmler, Martin Bormann und Julius Schaub den Saal, von den Parteigenossen mit herzlichem Zuruf empfangen.

Adolf Wagner eröffnet die Feierstunde mit einer Mitteilung, die von der Alten Garde mit großem Be­dauern ausgenommen wird, daß nämlich der Führer in diesem Jahre an der Kundgebung des 24. Februar nicht teilnehmen könne. Dann aber versöhnt die Anwesenden die von Adolf Wagner verlesene Botschaft des Führers, in der er versichert, daß er an diesem Tage im Geiste mehr denn je bei seinen ältesten und getreuesten Mit­kämpfern verweile.

Die Botschaft -es Führers hat folgenden Wortlaut: Parteigenossen und Parteigenossinnen! Zum erstenmal seit vielen Jahren ist es mir nicht möglich, am Erinnerungstage meiner ältesten Mitkämpfer teil­zunehmen. Ich kann aber das Hauptquartier nicht ge­rade in der Zeit verlassen, in der sich ein Winter sei­nem Ende nähert, von dem unsere Gegner alles erhofft haben. Vom Juni bis Oktober 1941 sind die deutschen Armeen mehr als tausend Kilometer in das Reich des Feindes vorgestoßen, der die Absicht hatte, unser Volk und unsere Heimat endgültig zu vernichten. Dieser Win- tex — wie er seit mehr als hundert Jahren noch nicht

Aus dem Führerhauptquartier, 24. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An verschiedenen Stellen der Ostfront brachten Verbände des Heeres und der Luftwaffe auch gestern feindliche Angriffe zum Scheitern. Kampfverbände der Luftwaffe setzt«! die Zerstörung sowjetischer Eisenbahnlinien fort. Hierbei wurden siidostwärts des Jlmensees mehrere Transportzüge vernichtet und Teilstrecken der Murman- bahn schwer getroffen. Bei Nachtangriffen deutscher Kampfsliegerkräfte auf die Festung Sewastopol ent­standen große Brände. In der Zeit vom 29. bis 23. Februar verloren die Sowjets 83^Panzerkampf­wagen.

In Nordafrika wurden bei Spähtruppunter­nehmungen einige britische Panzerspähwagen zerstört. Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen rückwärtige Verbindungen und motorisierte Kolonnen des Feindes. Deutsche Jäger schössen ostwärts Sollum vier britische Flugzeuge in Luftkämpfen ab. Auf der Insel Malta wurden Flugplatzanlagen und Flakstellungen bei Tag und Nacht mit Bomben belegt.

Wie bereits durch Sondermeldung bekannt­gegeben, versenkten deutsche Untetseeboote aus Geleit- zügen im Atlantik und vor der amerikanischen Küste weitere acht Schiffe mit zusammen K3 99» BRT.. darunter fünf Tanker. — Bei Einsingen einzelner britischer Bomber in die Deutsche Bucht schoß Marineartillerie in den frühen Morgenstunden des 24. Februar ein feind­liches Flugzeug ab."

da war — hat uns schon Ende November 1941 übe» fallen. Schnee und Frost brachten damit den in -er Ge­schichte einmaligen Siegeslauf der deutschen Wehrmacht vorübergehend zum Stehen. Nun hofften unsere Gegner» der deutschen Armee das Schicksal des napoleonischen Rückzuges zufügen zu können» Dieser Versuch ist jämmer­lich gescheitert. Gescheitert vor allem an der Tapferkeit und dem Opferwillen unserer einmaligen Männer, die Seite an Seite mit unseren Verbündeten den eisige» Stürmen der Monate Dezember, Januar und Februar ebenso hart standgehalten haben, wie sie vorher in der Gluthitze des Juni, Juli, August und September ihre unvergänglichen Siege erfochten.

Nun, da die schwerste Kälte gebrochen ist,

in der Krim und im Süden Rußlands der Schnee be­reits zu tauen anfängt, ist es mir nicht möglich, meinen Platz zu verlassen, in dem die Vorbereitungen getroffen werden sür die endgültige Auseinandersetzung und Ab­rechnung mit jener Verschwörung, die von den Bank­häusern der plutokratischen Welt bis in die Gewölbe des Kremls das gleiche Ziel verfolgt: Ausrottung der arischen Völker und Menschen.

Uns alten Nationalsozialisten und besonders euch — meinen ältesten Mitkämpfern und -kämpferinnen — ist diese Gemeinschaft von jüdischem Kapitalismus und Kommunismus nichts Neues. So wie im Innern un- (Fortsetzung auf Seite 2)

Der neue große Erfolg deutscher Unterseeboote im Atlantik und an der amerikanischen Küste beleuchtet schlagartig die Planmäßigkeit ihres Einsatzes gegen die lebenswichtigen Zufuhrstraßen des Feindes. Wiederum wurden acht Schiffe mit insgesamt 63 000 BRT. vor der USA.-Küste und aus Eeleitzügen im Atlantik heraus­geschossen und versenkt, darunter allein fünf Tanker. Gerade für die feindliche Tankerflotte bedeutet dieser neue Verlust einen schweren Schlag, da die den USA. und England zur Verfügung stehende Tankertonnage außerordentlich knapp geworden ist. Die USA. dürften durch die planmäßige KamHtätigkeit unserer U-Boote dahin belehrt worden sein, daß die amerikarkischen Küstengewässer ebenso zum normalen Operationsfeld unserer U-Boote geworden sind wie der Atlantik. Auch bei stürmischstem Wetter und unter den ungünstigsten Sichtverhältnissen erringen unsere U-Boote — oft in nächster Nähe von feindlichen Stützpunkten oder Be­wachungsfahrzeugen — ihre großen Erfolge, die von dem Können jedes einzelnen Besatzungsmitgliedes zeugen.

Die Säuberung des Raumes, in dem die Armee des Generals der Panzertruppen Model in vierwöchigen harten Kämpfen die Masse einer sowjetischen Armee eingeschlossen und vernichtet Hai, wurde in den letzten Tagen fortgesetzt. Dabei wurden in der Nähe einer Ort­schaft wieder mehrere hundert Gefangene, darunter ein Divisionskommandeur, eingebracht. Versprengte Reste der Bolschewisten. die sich noch zur Wehr setzten, wurden vernichtet.

Neuer U-Vool-Schlag gegen Noosevelt

S Schifte, darunter 5 ranker, von der deutschen Masse erneut versenkt

Sie ersten Schüsse auf USst. Festland

Japanisches U-Voot nahm petroleumraftinerien an der kalifornischen Küste unter Feuer

Berlin, 24. Februar. Nach einer Meldung aus Tokio wurde ein Küstenplatz an der kalifornischen Küste, wo sich eine Petroleumraffinerie befindet, am Montag­nachmittag kurz vor Einbruch der Dunkelheit von einem japanischen Unterseeboot beschossen.

Zu dsm japanischen U-Boot-Angriff an der kaliforni­schen Küste meldet ein up.-Telegramm aus Newyork, die Beschießung habe Punkt 22 Uhr begonnen und zwar gleichzeitig mit dem Beginn der Roosevelt'schen Kamin­rede. Das Bombardement dauerte 20 Minuten, und es wurden 24 Schuß abgegeben. Es war also eine Art Salutschießen, bei dem das U-Boot offensichtlich Zeit hatte, sein Ziel genau aufs Korn zu nehmen. Natürlich erklären die USA.-Behörden, die Granaten hätten nichts getroffen. Auf jeden Fall fühlt sich die amerikanische Oeffentlichkeit jedoch hinreichend getroffen, denn es herrscht in den USA. große Aufregung über diesen Zwischenfall. Der Gouverneur von Kalifornien, Brown, erklärte, es habe sich bei dem Angreifer um ein sehr großes U-Boot gehandelt. Unmittelbar n»ch der Be­schießung wurde Befehl zur völligen Verdunkelung des gesamten Kilstenbezirks gegeben.

Zweiter 178 ^.-^n§rikk Fesckeitert

Die japanische Luftwaffe verhinderte am 29. 2. einen neuen feindlichen Versuch, die japanischen Mandats­inseln anzugreifen, meldet Domei aus zuständigen Ma­rinekreisen. Japanische Flugzeuge hätten eine starke Flotteneinheit der USA., bestehend aus Kreuzern und Flugzeugträgern, festgestellt, die aus Richtung Hawai sich dem japanischen Jnsclgebiet näherten. Bei sofor­tigem Angriff habe die Luftwaffe die gegnerischen Ein­heiten schwer beschädigt, so daß sie ostwärts entflohen seien. Marinekreise erklärten hierzu, daß dieser zweite Versuch eines Angriffs auf die japanischen Inseln

Washington gezeigt haben müsse, daß es tatsächlich unmöglich sei, Japan anzugreifen.

3svs völlig eingekesselt

Nach übereinstimmender Ansicht militärischer Kreise ist Java eingekesselt und Angriffen, von allen Seiten aus­gesetzt, nachdem das strategisch wichtige Südkap auf Bali und ein nicht minder wichtiger Punkt nördlich der Sundastraße auf Sumatra in den letzten Tagen in japa­nische Hände gefallen sind. Zusammen mit den erfolg­reichen Operationen auf Timor sind darüber hinaus die Verbindungslinien zwischen Australien und Indien einerseits und zwischen Australien und England anderer­seits abgeschnitten, so daß, wie „Tokio Nitschi Nitschi" feststellt, dem japanischen Vordringen in den Indischen Ozean nichts mehr im Wege stehtl

Wie aus am Dienstag in Tokio eingegangenen Front­berichten hervorgeht, wurde die Insel Bank« bereits am Mittwoch voriger Woche, drei Tage nach der erfolg­reichen Landung der japanischen Truppen, vollständig besetzt. Das japanische Landungskommando besetzte zu­nächst ein im Dschungel nordwestlich der Insel verbor­genes Flugfeld und nahm trotz kaum erträglicher Hitze nacheinander Pangkrlan Pinang, Koba und andere wichtige Plätze ein. Nach der Eroberung der Insel Banka wird die Karimata-Straße, die Bornen von Vanka trennt, von dei^ Japanern beherrscht.

^spsniscke ksllsckirmtruppen bei Köpsng geisnöet

Das Kaiserliche Hauptquartier meldet: Fallschirm­truppen der japanischen Marine sind am 20. Februar bei Köpang auf Timor gelandet. Die Truppen sind zur Zeit in der Umgebung der Stadt im Kampfe ver­

wickelt. Am 21. Februar wurde der Flugplatz Poe­ton, 15 km siidostwärts von Köpang, besetzt.

Von einem im Südwestpazifik kreuzenden Kriegsschiff katapultiertes japanisches Wasserflugzeug schoß nach einem Frontbericht dieser Tage in der Nähe der Insel Rotti, südwestlich von Timor, ein niederländisch-indisches Flugzeug ab, das in Flammen gehüllt ins Wasser stürzte.

Wie das Kaiserliche Hauptquartier weiter bekannt­gab, haben japanische Truppen am 20. Februar Tand - jongkarang, einen strategisch wichtigen Punkt auf Süd-Sumatra, nördlich von Telok Betong, erobert.

30 britiscke unü bollsnöiscbe 8ckikke vernicklet

Das japanische Nachrichtenbüro Domei meldet große Erfolge des japanischen Marinegeschwaders, das in der Banka-Straße und den benachbarten Gewässern operiert. In drei Tagen wurden über 30 britische und hollän­dische Schiffe versenkt oder schwer beschädigt. Die Mehr­zahl der feindlichen Schiffe befand sich auf der Flucht von Singapur nach Java oder Australien.

ketrter VViöerstsnZ suk Lslsngs

Die nordamerikanisch-philippinischen Streitkräfte auf der Halbinsel Balanga (Philippinen) leisten einem Frontbericht der Zeitung „Tokio Nitschi Nitschi" zufolge letzten verzweifelten Widerstand. Japanische Bomben- verbände unternahmen, wie Domei meldet, am 22. und 23. Februar vernichtende Angriffe gegen die Stellungen der belagerten USA.-Truppen. Ausgedehnte Schäden seien entstanden. Die japanischen Flugzeuge hätten am 23. Februar keine Flakabwehr angetroffen, was darauf schließen lasse, daß die feindliche Verteidigungskraft stark geschwächt ist. (Siehe auch Seite 2)

O-kake«» Mürangst

Von W a I t e i llstsrmavv

Die Platzangst, von der Wissenschaft Agoraphobie ge­nannt, ist ein seelisches Leiden, das dem Kranken un­überwindliche Scheu vor einer leeren Fläche einflößt. Leere Flächen besitzen auf dieser dichtgedrängten Erde nur die Plutokraten — also ist die Platzangst ihr Lei­den. Am tollsten leiden unter Platzangst die Australier. Sie haben auch allen Grund dazu, denn jeder von ihnen hat einen ganzen Quadratkilometer Platz. Trotzdem drängen sie sich zur guten Hälfte im südöstlichen Winkel des leeren Kontinents zusammen, wachen aber eifer­süchtig darauf, daß kein nichtbritischer Fuß ihre heilige Muttererde (die Großmutter stammt meist schon von anderswoher) betrete, denn zu dem nichtbritischen Fuß könnte ja auch eine ebensolche Faust gehören, die auch zu minderen als den vom Australischen Eewerkschafts- bund vorgeschriebenen Löhnen arbeiten könnte und aus dem völlen Brachland — Gott behüte uns — eventuell blühende Fluren machte. Lieber soll der fünfte Konti­nent einzig und allein den Kaninchen und Känguruhs gehören, qls irgend jemandem, der des Sträflings oder der Verschickten im Stammbaum entriete.

Ihre chronische Platzangst ist nun in die akute Krise eingetreten. Nach Erashüpfertaktik, von Inselgruppe zu Inselgruppe springend, nähern sich ihrer gebenedeiten Abgeschiedenheit nämlich die Söhne der Sonnengöttin, und was Celebes und Bornes, Meupommern und Neu­guinea heute erleben, kann sich in Nordaustralien und Queensland übermorgen ganz selbstverständlich ergeben. Die Meerestiefen und -untiefem vor Port Darwin und in der Torr?s-Straße kennen die Japaner sicher besser als die Australier selbst: Nicht umsonst gehen an der ganzen australischen Nordküste seit Jahrzehnten japa­nische Perlentaucher ihrer Arbeit nach. Den Landungs­flotten fehlen also die Lotsen bestimmt nicht.

Entsetzt ob dieser Aussichten haben sich die Australier an die Amerikaner um Hilfe gewandt, seitdem sie merk­ten, daß die „Pommies" (wie sie Jnselbriten bissig nennen, weil ihr Gesicht in der australischen Sonne rot wie ein Apfel anzulaufen pflegt) sich einen Teufel um sie scheren. Ihre eigenen Truppen fangen ja in der Lyrenaika die dort so häufigen Fliegen zur höheren Ehre Seiner Britische« Majestät oder wurden in den Dschungeln und Reisfeldern der Malayenhalbinsel ge­fangen, einem Gelände, das ihnen, den Steppensöhnen, fremder- ist als einem Finnen sizilianische Zitronen- haine. Noosevelt, Arsenalaufsichtsratsvorsitzender der Demokratien und Weltgarant, hat diese Hilfe großzügig zugesagt und wälzt in seinem Dilettantenhirn sicher schon die Pläne -einer großen Schlacht in den Zucker­rohrfeldern von Queensland 1943, in denen die Dupont- Granaten seiner Schwiegertochter den Soldaten des Tenno ein donnerndes Halt entgegenheulen sollen.

Der unbefangene Zuseher fragt sich da: Warum haben die Australier überhaupt die „Weißheit" ihres Kon­tinents zur Diskussion gestellt, warum haben sie ihren Raum so leer gelassen und damit ihr Gewissen so sehr belastet, daß es sich als sanftes Ruhekissen schon längst nicht mehr eignen will? Warum benahmen sie sich wie der Moliöre'sche „Geizhals", statt den anderen auch etwas zukommen zu lassen? Es ist die Frage, die alle angelsächsischen Rohstoffmonopolisten, Länderspekulanten und Wucherer nicht beantworten können, weil sie ihnen allen irgendwie gestellt werden könnte. Alle sind ja aus dem gleichen Holz geschnitzt: Selbst können sie mit dem zusammengeraubten Reichtum nicht fertig werden und der Ueberfluß der wenigen hat den Mangel und das Elend ihrer eigenen breiten Massen im Gefolge.

Australien bietet alle Voraussetzungen für eine viel­fache Einwohnerzahl. Es ist unverständlich, warum ge­rade Queensland am eifersüchtigsten sich vor einer Masseneinwanderung sperrt, das Schaf-Farmen von der Größe Sachsens kennt. Als in den ersten Jahren nach dem Weltkriege einige tausend Süditaliener ins Land kamen, um in den Zuckerrohr-, Mais-, Tabak-, Kaffee- und Baumwollplantagen zu arbeiten, erfand man so-

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Vnsor

Bei der Parteigründungsfeier in München verlas Gauleiter Adolf Wagner eine Botschaft des Führers. Der Ständige Rat der Dreierpaktmächte führte in Berlin eine Sondertagung durch.

Unsere U-Boote versenkten vor der amerikanischen Küste erneut 8 Schiffe, darunter fünf Tanker mit zusammen 63 999 BRT.

Sowjetische Angriffe wurden von Verbänden des Heeres und der Luftwaffe zum Scheitern gebracht; die Bolschewisten verloren 83 Panzerkampfwagen. Noosevelt versuchte in einer Kaminrede vergeblich, das von ihm betrogene Volk mit Phrasen über die bereits erlittenen Niederlagen hinwegzutäuschen.

Aus Timor erzielten japanische Fallschirmtruppen weitere Erfolge.

Nach Ansicht militärischer Kreise in Tokio ist Java bereits praktisch von jeder Verbindung abge­schnitten.

In Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Kriegswirtschaft wurde der Präsident der Hand­werkskammer Bremen, Hans Ehlers, zum Wehr­wirtschaftsführer ernannt.