Ausgabe 
(23.2.1942) Nr. 54
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parteiamtliche Tageszeitung

vos flmlsdlatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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Die I lvoo hche und 22 nur, breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 ww hohe Zeile lm Lerne» 75^4. ErmSß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstaffel Q. Gelchäl'sstellea: Bremen: Geeren 8/8, Ruf 54121- Nachtruf und sonntags 51115- Obernstr. 88. Ruf 54121, Shke: Mühlendamm 2r Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 8. Ecke Poststr„ Ruf 434 58? Br.-Degesack, Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8: Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmnnn-Str. 41 /43, Nuf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblatt des Neichsstatchallers in Oldenburg und vremen

Nr. 54 , 12. Jahrgang

Montag, 2Z. Zebruar 1S42

kinzetpreis 15 Npf.

Mesige Winterverluste der Sowjets

In der Zeit oom 1. Januar bis ro. Februar: S6SS6 öefangene eingebracht, S60 Pan­zer und 1789 Seschüste erbeutet oder vernichtet, S17S salzrzeuge aller grl, SS Loko- Motiven und 4Z kisenbal-nzüge zerstört- 1I8S Flugzeuge verlor die Sowjetluftwaffe

Stolze stbwelirbilanz

Berlin, 22. Februar. Dem DNB. wird vom Ober­kommando der Wehrmacht mitgeteilt: „Seit Einbruch des Winterwetters und der damit zusammenhängenden Einstellung der deutschen Angriffsoperationen haben die Volschewisten ohne Rücksicht aus Menschen- und Materialverluste versucht, unsere Front im Osten Lurch fortgesetzte Mastenangriffe zum Einsturz zu bringen. Trotz ungeheurer Blutopfer ist die Absicht mißlungen. An der unbeugsamen Härte der deutschen Truppen und der hervorragenden Zusammenarbeit der Verbände des Heeres und der Luftwaffe scheiterten zahlreiche An­griffe des Feindes vor unseren planmäßig bezogenen k Winterstellungen. Wo aber der Gegner infolge der langgestreckten Frontabschnitte örtliche Einbrüche er­zielen konnte, hat es die deutsche Führung immer wie­der verstanden, durch entschlossenen Gegenangriff das Gesetz des Handelns an sich zu reißen und dem Feinde vernichtende Schläge zuzufügen. In der Zeit vom 1. Januar bis 20. Februar 1942 wurden an der Ost­front 5K80K Gefangene eingebracht. Die blutigen Ver­luste des Feindes betragen ein Vielfaches dieser Ee- fangenenzahl. Während der gleichen Zeit wurden 98V Panzer und 1789 Geschütze erbeutet oder vernichtet.

Zahlreiche weitere Panzer und Geschütze wurden durch Luftangriffe hinter der feindlichen Front zerstört. Die Luftwaffe vernichtete in der Zeit vom 1. Januar bis 20. Februar 1942: 817V Fahrzeuge aller Art, 59 Loko­motiven und 43 Eisenbahnzüge. Zahlreiche Eisenbahn­strecken der Sowjets wurden durch planmäßige Bomben­angriffe unterbrochen. Die Sowjetluftwaffe verlor ,in der gleichen Zeit 699 Flugzeuge in Lnftkiimpfen, 159 Flugzeuge durch Flakartillerie und 331 Flugzeuge durch Zerstörung am Boden. Diesem Verlust von 1189 feind-

Oer gestrige wehrmachtsbericht

Aus dem Führerhauptquartier, 22. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An - der Ostsront wurden zahlreiche Angriffe des Feindes s abgewehrt. Im mittleren Frontabschnitt vernichtete die t? Luftwaffe allein am gestrigen Tage über 2VV Fahrzeuge des

s Feindes. Weitere schwere Luftangriffe richteten sich

gegen Eisenbahnanlagen, Transportziige, Flugplätze und belegte Ortschaften der Sowjets. An der englischen Ostküste erzielten Kampsslugzeuge bei Tage Vombenvoll- trefser schweren Kalibers in einer Fabrikanlage. In Nordafrika beiderseitige Spiihtrupptätigkeit. Sturz­kampfflugzeuge belegten Schifssziele sowie Verladeein- s richtungen des Hafens Tobruk mit Bomben. Jagdflug­zeuge griffen motorisierte Kolonnen der Briten im Raum Ain el Eazala an. Ostwärts Sollum erzielte ei» deutsches U-Boot zwei Treffer aus einem Dampfer und einem Zerstörer. Ein bei Ras Azzaz torpedierter Dampfer von 4VVV BRT. kenterte. Aus Flugplätzen der Insel Malta vernichteten Kauipffliegerkräste durch Bombenwurf sechs abgestellte britische Flugzeuge sowie verschiedene militärische Anlagen. Der Feind unter­nahm in t«r vergangenen Nacht planlose Störangrisfe auf west- und südwestdeutsches Gebiet. Zwei britische Bomber wurden abgeschossen."

Berlin, 22. Februar. Dem historischen Ereignis der Berkündung des Parteiprogramms vor 22 Jahren durch Adolf Hitler widmet in diesen Tagen die NSDAP. in allen Gauen Eroßdeutschlands Stunden stolzen Ge­denkens und mahnender Verpflichtung.

An der in Berlin in der Staatsoper am Königsplatz in würdigem Rahmen durchgeführten Feierstunde der Dienststelle Rosenberg nahmen führende Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht und des ReichsakbeitsÄienstes teil. Der Richard Wagner ge­widmete erste Satz aus der Dvitten Sinfonie von Anton Bruckner leitete die Rede des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und welt- . anschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP., Reichsleiter Alfred Rosenberg, ein, der zu dem Thema „Um die innere und äußere Freiheit der Deut­schen" sprach.

Der Reichsleiter ging von der geschichtlichen Tatsache aus, daß überall da, wo eine große Bewegung im religiösen, wissenschaftlichen oder politischen Leben auf­trat, sie fast immer mit dem Gedanken der Freiheit ver­bunden worden war. Niemand von uns wage heute eine dogmatische Entscheidung darüber, ob der Mensch frei sei oder nicht, und es habe nur wenige Köpf« ge­geben, die, nach beiden Seiten hin ehrlich und alle Konsequenzen anerkennend, eine Lösungsmöglichkeit wenigstens ahnen ließen (Kant). Die Freiheit sei im Staatslsben nicht die Möglichkeit, alles tun zu können, und sie bedeute für die Persönlichkeit nicht die Mög­lichkeit. alles erschaffen, erfinden, formen zu können, sondern Freiheit sei stets Gestalt, Ä. h. sie trete wesent­lich hervor im Rahmen einer Schöpferkraft als das Ge­genteil von Tyrannei und von Willkür. Hier trete die heute vom Nationalsozialismus aufgenommene alte deutsche Auffassung der Freiheit wieder in Erscheinung,

lichen Flugzeugen steht ein Verlust von 127 deutschen Flugzeugen gegenüber."

Außerdem liegt von der letzten Einkestelungsaktion im Osten folgende Meldung vor:

Die im Wehrmachtsbericht oom 21. Februar erwähnte Vernichtung der Masse einer bolschewistischen Armee in der Mitte der Ostfront wurde unter außergewöhnlich schlechten Witternngsverhältnisten durchgeführt. Die Einschließung dieser Armee wurde durch einen kühnen Vorstoß deutscher Panzerverbände eingeleitet.

Nachdem die Volschewisten von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten waren, wurde der Ring um die eingeschlossenen Feindkräfte in konzentrischem Angriff durch Infanterie, Panzer und Sturmgeschütze trotz hohem Schnee, Kälte und eisigem Ostwind von Tag zu Tag immer enger gezogen. Dabei mutzten sich die deutschen Verbände durch schwierigstes Wald- und

Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitnns

K. I,. Berlin» 22. Februar. Als die Meldung von dem außerordentlichen Erfolg der Einkesselungsschlacht der Armee des Generals der Panzertruppen Model uns erreichte, erkannten wir, welchen Um­fang die taktischen Gegenmaßnahmen der deut­schen Führung im Zuge der großen Abwehr­operationen annehmen, wenn in einer solchen Ein­kesselung die Vernichtung einer sowjetischen Kräfte- gruppe von mehr als einer Armee Gesamtstärke gelingt. Zugleich war offenbar, daß die ständigen Versuche der Volschewisten, die deutsche Front im Osten einzurennen, völlig gescheitert sind, wobei die deutschen Abwehrunter­nehmungen in offensiver Form dem Feind das Gesetz unseres Handelns aufnötigten. Die jetzt veröffentlichte Ersolgsbilanz des deutschen Ostheeres und der mit ihm eingesetzten Luftwaffe untermauert diese Erkenntnis, daß es sich bei dem Kampserfolg der Armee Model nicht um einen Einzelsall handelt, sondern daß ähnliche Ein­zelunternehmungen auch an allen Teilen der Front ge­führt worden sind, denn nur im offensiv geführten Ab­wehrkampf, in dem die anrennenden Kräfte des Geg­ners immer wieder Gegenstößen des Verteidigers sich gegenübersehen und bei jedem Einbruch in die weit voneinander abgesetzten einzelnen Riegelstellen unserer Truppen mit einem „Eegenkessel" rechnen mußten, be­steht die Möglichkeit, dem Feind zu seinen ungeheuren blutigen Verlusten und Eefangeneneinbußen derartige Materialoerluste zuzufügen: 98V Panzer, 1789 Ge­schütze, 1189 Flugzeuge. 817« Fahrzeuge.

Selbstverständlich erreichen die Ziffern der Material- verluste des Gegners bei weitem nicht die Ziffern der Sommer- und Herbstschlachten, dennoch kommt ihnen eine ganz außerordentlich kennzeichnende Bedeutung zu, denn der Winterkrieg ist in weitestem Umfang kein Material­krieg, sondern ein Kampf der Infanterieeinheiten mit ihren eigenen schweren Waffen unter gleichzeitigem Ein­satz der Luftwaffe. Zwei Seiten dieses deutschen Ersolgs-

die sich streng scheidet von der Liberi« der französischen Revolution und dem Herumtoben der marxistisch-bol­schewistischen Zerstörung.

Nach Darstellung geschichtsphilosophischer Gedanken kennzeichnete Reichsleiter Rosenberg unser Streben nach einer Millionengemeinschaft aller Deutschen in fester Formung und Führung, in der wir zugleich Raum sor- dernMr große schöpferische Persönlichkeiten. Wir emp­finden beide Forderungen nicht als gegnerisch, und des­halb sind wir der Ueberzeugung, daß die national­sozialistische Bewegung, die auch im Kampf um eine Freiheit einmal ins Leben trat, gerade weil Deutsche sie führten, aus innerem Instinkt auf politischem Wege zum gleichen Ergebnis gekommen ist, wie die großen religiösen Führer des deutschen Volkes, seine Denker und seine großen Dichter.

Inmitten der politischen Gestaltung trete dann ein Gesetz der Natur aus, das im Lause der Entwicklung zahlenmäßig große Nationen und zahlenmäßig kleine Nationen entstehen läßt, eine Tatsache, die noch nichts aussage über die Schöpsermöglichkeit sogenannter klei­ner Nationen. Ein kleines Volk wie die Griechen sei zum größten Schöpfer alt-indogermanischer Kultur ge­worden, und Riesenvölker, die alle Grenzen z» spren­gen drohten, hätten oft nur wenig mehr als eine düstere Erinnerung hinterlassen. Darum ergebe sich für die politische Erziehung der deutschen Nation ein Gesetz der Begrenzung. Es sei für die deutsche Nation keine Schande, Lebensräume und Rechte anderer großer Nationen anzuerkennen und ihre schöpserischen Kriiste zu fördern. Es sei dabei aber auch eine schöne Pflicht, jene kleinen Böller, die unter dem Schutz des groß- deutschen Volkes stehen, behutsam in ihrer Seele zu be­handeln und sie teilnehmen zu lassen a« allem, was zu

Höhengelänbe vorwärts kämpfen. Der Schliiffelpunkt der feindlichen Stellung war eine Höhe, die von aus­gesuchten bolschewistischen Truppen zu einer gut aus­gebauten Vunkerstellung gemacht worden war. Nach allen Seiten hin war diese Höhe durch MG.-Stände be­stückt und sämtliche MG.-Nester durch einen 100 Meter langen, 2'/- Meter unter der Erde befindlichen Stollen verbunden. Von dieser hervorragend ausgebauten Höhe herab hatten die Volschewisten ein ideales Schußfeld. Trotzdem fiel diese beherrschende Stellung nach härtesten Kämpfen in deutsche Hand. Damit zerbrach der Rest des bolschewistischen Widerstandes. Hier und dort ver­suchten die Sowjets zwar in verzweifelten, oft nächt­lichen Angriffen den um sie gezogenen eisernen Ring zu durchbrechen. Aber auch dieser letzte Widerstand wurde gebrochen und so die Vernichtung dieser sowjetischen Armee am 20. Februar beendet.

berichtes der großen Winterschlachi im Osten sind es jedoch, die uns vor allem anderen berühren und uns mit besonderem Stolz erfüllen. Das eine ist die Zer­schlagung der Hoffnungen des Feindes, der mit dem Augenblick, da die deutschen Truppen die Umstellung vom Angriff in die Verteidigung zu vollziehen begannen, mit ungestümer Macht unter Ausnutzung aller Vorteile seiner Situation (der besseren Rüstung für den Winterkrieg und der günstigeren Nachschubverhältnisse) seine Winter- offensive in Gang brachte. Das andere aber ist die Tat­sache. wie diese Hoffnung des Feindes zerschlagen wurde: durch das unvergleichliche Heldentum, durch die unerschütterliche Kampfkraft des deutschen Soldaten, der allen Widrigkeiten des Klimas, barbarischster Kälte, schlimmster Schneestllrme zum Trotz den Feind abwehtte und Schritt für Schritt die Hauptaufgabe der Umstellung von der Offensive zur Defensive vollzog, sowie den Ab­bau der großen Angriffskeile, die beim Hereinbrechen des Hochwinters bestanden hatten und die vor allem auch zum Zweck der Herstellung verbesserter Nachschub­bedingungen zurückgenommen werden mußten. Mit welchen Opfern der Feind die immer erneuerten Massen- angriffe bezahlen mußte, hat der Bericht der Armee Model gezeigt, die dem Gegner bei 5000 Gefangenen einen Verlust von 27 000 Toten beibrachte. Eine Um­rechnung der Eefangenenzahl von etwa 57 000 für die letzten l'/r Monate auf eine Gefallenenziffer ist natür­lich nicht direkt möglich, aber sie kann aus dem vorge­nannten Verhältnis angedeutet werden. Wobei hinzuzu- nehmen ist, daß ein großer Teil der verletzten Bolsche- wisten bei der rücksichtslosen Art ihrer „Verwundeten- fürsorge" auf die Liste der Toten zu schreiben sein wird. Die Materialverluste sind ebenfalls bei weitem nicht mit den Zahlen der vernichteten und erbeuteten Panzer und Geschütze erschöpft, weil der ununterbrochene Ein­satz im Winterkrieg einen außerordentlichen Verschleiß mit sich bringt, ejnen Verschleiß, der den Angreifer jedoch stärker trifft als den Verteidiger.

(Fortsetzung auf Seite 2)

der inneren Gestaltung unseres alten ehrwürdigen Kontinents gehört.

Deshalb sei die Idee der Freiheil beim deutschen Volke nie so sehr mit Rechten als mit Pflichten zu­sammen gedacht worden. Der deutsche Kampf sei nicht ein Freiheitskampr um von Pflichten ledig zu werden, sondern nur ein Kampf um eine Aufgabe, d. h. eine große Pflicht zu erhalten und.zu erfüllen. Darum sei das deutsche Volk das unrevolutrönärste Volk Europas und zugleich jene Nation, von der aus alle zündenden Gedanken der inneren Freiheit ausgegangen sind.

In der Stunde, da wir der Gründung der national­sozialistischen Bewegung gedenken, sehen wir in ihr eine geheimnisvolle Gesetzmäßigkeit am Werke. Sie sei als Seelenprotest gegen die Schande, die über das deutsche Volk im November 1918 gekommen war, entstanden. Und das Schicksal, das mit der Strenge eines Ent­weder-Oder an uns herantrat, habe jeden zur tiessten Rechenschaft über das Geschehen gezwungen.

Abschließend sagte Reichsleiter Rosenberg: Die Ge­staltungsmöglichkeit inmitten eines erkannten unh innerlich anerkannten Gesetzes ist das, was wir unter Freiheit verstehen wollen, än selbstbewußter Bändigung der Willkür schwebe uns nicht eine Zerstörung, nicht ejne universalistische Weltherrschaft vor, sondern ein gegliedertes Universum, eine Abgrenzung rassisch be­dingter Staatensysteme, eine organisch-schöpferische Glie­derung entsprechend den biologischen Kräften und politi­schen Wirkungsmöglichkeiten der Nationen eines vom Schicksal gesetzten Lebensraumes. „Macht und Idee, Freiheit und Pflicht sollen bei uns ein« untrennbare Einheit ergeben, und die große Stunde des Deutschen soll damit zugleich die Stunde der Wiedergeburt auch für die anderen schöpferischen Nationen Europas werden."

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n. bckll. Mit dem Näherrücken des japanisch-burmesischen Kriegsschauplatzes an die Grenzen Britisch-Jndiens und die Uebernahme wichtiger Seepositionen im Indischen Ozean durch die Militärmacht des Tenno wird die Auf­merksamkeit der Weltöffentlichkeit erneut auf das eng­lische Terror-Regime am Ganges gelenkt. Man kann Indien geradezu als das ständige Experimentierfeld der britischen Ausbeuter und Volksbetrüger bezeichnen, so verheerend hat sich im Lauf der letzten zwei Jahr­hunderte die Plutokratenherrschaft in diesem Teil des Piraten-Jmperiums ausgewirkt. Was die englischen Sklavenhalter hier zunächst in wirtschaftlicher Hinsicht auf dem Kerbholz haben, spottet jeder Be­schreibung:

Nach der brutalen Eroberung des Landes durch die Briten wurde sofort das heimatgebundene Gewerbe In­diens der Verkümmerung preisgegeben; auch der Ent­wicklung einer Hausindustrie legten die profitgierigen Freihändler Albions später alle erdenkbaren Schwierig­keiten in den Weg. Der Zwang zur Ausbringung riesiger Summen für die Unterhaltung der britischen Besatzungs­truppen brachte in Verbindung mit der hohen Verzinsung indischer Eisenbahnanlagen — 70 Millionen Pfund fließen jährlich allein auf Grund dieser Kapitalanlagen nach England -- den größten Teil der Eingeborenen buchstäblich an den Bettelstab,' heute wird fast die Hälfte des gesamten indischen Jahreshaushaltes für das Militär der Zwingherren beansprucht. Allein von 1890 bis 1900 starben 19 Millionen Inder Hungers, da die ihnen diktierten Löhne weit unter dem Existenz- minimum lagen und der britische Getreidewucher jeden Versuch einer geregelten Volksernährung mißlingen ließ; das Transportwesen wurde ohne die geringste Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse des Landes aus­schließlich in den Dienst der Plutokraten gestellt und der Außenhandel aus der gleichen verhängnisvollen Zielsetzung heraus nur auf nichtindischen Schiffahrts­linien betrieben Das alles, obschon den ausgemergelten Opfern der englischen Gewinnsucht jegliche Sozialgesetz­gebung vorenthalten blieb!

Kein Wunder, wenn unter den Folgen der jetzigen Kriegsmaßnahmen John Bulls das große Sterben in Indien erneut erschütternde Ausmaße annimmt. Trotz der Empire-Konferenz in Delhi 1940 ist die Wirt- schafts- und Versorgungslage in dieser Kolonie unhaltbar geworden. Vor allem hat sich der Lebensstandard vieler Millionen Bauern kata­strophal verschlechtert. Nicht weniger als 80 v. H. der Vauernstellen sind ohne ausreichende Ackernahrung; es dreht sich im indischen Bauerntum nur alles um die Aufbringung ungeheurer Steuerlasten, um die Natural­abgaben an volksfremde Großgrundbesitzer und um den aussichtslosen Kampf gegen die mörderischen Folgen katastrophaler Mrßernten. Wichtigste Ausfuhrgüter des Landes können wegen des erheblichen Schiffsraumman­gels der Briten nicht ihrem Bestimmungsort zugeleitet werden: so liegt die Baumwoll- und Juteerzeugung un- verschiffbar in den Lagern. Andererseits halten rigoros erlassene Einfuhrbeschränkungen dringend benötigte Im­portgüter, an der Spitze Eebrauchsgegenstände aller Art und Arzneimittel, von der unterdrückten Bevölkerung fern. Die Schwierigkeiten bei der Schaffung neuer tech­nischer Einrichtungen wirkt sich bereits unmittelbar zum Schaden der englischen Kriegstreiber aus, die weder in der Flugzeugindustrie noch in der Massenherstellung eine Steigerung der Rüstungsproduktion erzielen können. Diese Kalamität fällt angesichts des großen Bedarfs der

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Vom 1. Januar bis 2V. Februar brachten unsere Soldaten an der Ostfront 56 806 Gefangene ein. er­beuteten oder vernichteten 960 Panzer und 1789 Ge­schütze, zerstörten 8170 Fahrzeuge. 59 Lokomotiven und 43 Eisenbahnzüge; im gleichen Zeitraum verlor die Sowjetluftwaffe 1189 Flugzeuge.

Die italienische Gesandtschaft in Saudi-Arabien wurde geschlossen.

Japan besetzte die Banka-Jnsel.

Churchill läßt die Jnselbriten bereits auf den Ver­lust des Empire vorbereiten.

Bei der Berliner Erinnerungsfeier anläßlich der Berkündung des Parteiprogramms vor 22 Jahren hielt Reichsleiter Alfred Rosenberg eine bedeutsame Rede.

In der „Glocke" sprach Kreisschulungskeiter Eerdts anläßlich der Gründungsfeier der NSDAP.

Werder gewann seine Generalprobe gegen Union- Nebeltruppe mit 10:v.

In der MTV.-Halle wurde die Bremer Mannschafts­meisterschaft im Geräteturnen ausgetragen.

Der Bann 75 der Hitler-Jugend trug seine Meister» schaft im Boxen aus.

fllsred Nosenberg über innere und Süßere sreitieit

Nede des Neichsleiters bei der krinnerungoseier anläßlich der Verkiindung des Parteiprogramms vor 22 Zähren

Zeugnis deutschen Heldentums im Osten

knglands Moskau-lioffnungen wurden zerschlagen