Ausgabe 
(22.2.1942) Nr. 53
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parteiamtliche lageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zrcien fjansestadt Vremen

Anzeigen - Grund preistr

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblalt des Neichsstattisalters in Oldenburg und vremen

Nr. 55 , 12. Zalzrgang

Lonnrag. 22. Zebruar 1942

kinzelpreis 15 Npf.

Ver krieg vor Nooseoelts

von den USfl. in neun Monaten gebaut - von deutschen U-Vooten in vier Wochen versenkt

Ltarks VsrlusLs äss I'siaäos an äsr VstEront: 2? VVV 8 VVV Oslanysne, 18? panssr unä 618 (Assvkütso

Vo 8 l^aete

Das Lmpire naeli Okuirvkllls Ladrnsttsumkiläany

Lnylanä aal üem kürLssts» doAsokSLvrsSrsok sa

Aus dem Führerhauptguartier,21. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im mittleren Abschnitt der Ostfront hat die Armee des Generals der Panzertruppe Model in vierwöchigen harten Kämpfen unter schwierigsten Witterungsverhält- i Nissen die Masse einer feindlichen Armee eingeschlossen und vernichtet sowie starke Teile einer weiteren Armee zerschlagen. Dabei verlor der Feind rund 5000 Ge­fangene, 27 000 Tote, 187 Panzer, 615 Geschütze, 1150 Granatwerfer und Maschinengewehre sowie zahlreiches anderes Kriegsmaterial. Gleichzeitig hat diese Armee ununterbrochene schwerste Entlastungsangriffe des Fein­des abgewiesen und auch hierbei dem Gegner große Verluste zugefügt. In den übrigen Abschnitten der Ost­front fügten Verbände des Heeres» unterstützt durch starke Kräfte der Luftwaffe, den Sowjets bei ihren er­folglosen Angriffen schwere Verluste zu. Im hohen Nor­den belegten Sturzkampfflugzeuge Teilstrecken der Mur- manbahn mit Bomben schweren Kalibers.

In Nordafrika wurden in der östlichen Cyrenaika britische Aufklärungskräfte zurückgeschlagen. Auf der Insel Malta erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bomben­treffer in Truppenunterkünften und Flugplatzanlagen.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten im Atlantik deutsche Unterseeboote weitere 17 Schiffe mit 102 000 BRT. Dadurch erhöht sich der bis­herige Erfolg unserer Unterseeboote vor der amerika­nischen Küste auf 80 Schiffe mit insgesamt 532 900 BRT. In Fortsetzung der Operationen im Karibischen Meer drang eines unserer Unterseeboote in den Golf von Paria westlich Trinidad ein nnd versenkte auf der Reede des britischen Hafens Port of Spain zwei Schiffe, darunter einen Tanker.

In der Zeit vom 11. bis 20. Februar verlor die britische Luftwaffe 99 Flugzeuge, davon 38 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen

Zeit gingen im Kamps gegen Großbritannien 28 eigene Flugzeuge verloren."

An einem Abschnitt der Südfront stießen deutsch­rumänische Truppen gegen mehrere vom Feind besetzte Ortschaften vor. In harten Kämpfen drangen sie in die Orte ein und warfen den Gegner. Ein besonders heftiger Kampf spielte sich um ein von den Bolschewisten zäh verteidigtes Bahnhofsgebäude ab. Nach langandauern­dem Gefecht entrissen die deutsch-rumänischen Truppen dem Gegner-zwei wichtige Bahnhöfe.

ISO. Bremen, 22. Februar

Line unmögliche Ligur Des britischen Reiches Nie-

es bisher meist militärische Schläge von unge­heuerlichem Ausmaß, die dsts Empire in allen Fugen erzittern und bröckeln ließen, so kam diesmal der Stoß von Innen, der die politische Struktur des Pluto- kratenreiches für die Zukunft in Frage stellt. Zum

eine stolze krfolgsmeldung

Unsere Unterleeboote schickten jemeits des flttantik bereits über eine Halbe Million VM. aus den Meeresgrund / fluch auf der Neede von Port os Spain ...

r. Berlin, 21. Februar. Unser ständiger L. «.-Mit­arbeiter schreibt zu den Erfolgen unserer U-Boote: Vor vier Wochen, am 24. Januar» wurde zum erstenmal in einer Sondermeldung des Oberkommandos der Wehr­macht über die Angriffserfolge deutscher Unterseeboote jenseits des Atlantischen Ozeans berichtet. Damals wurde die Versenkung von 18 Handelsschiffen mit 125 000 BRT. bekanntgegeben. Inzwischen sind weitere Erfolgsmeldungen herausgekommen, die bis zum 10. Februar die Gesamthöhe der Versenkungen an der Ost- küste der USA. auf 421 500 BRT. ansteigen ließen. Die Operationen deutscher Unterseeboote im Karibischen Meer brachten weitere Erfolge, insbesondere durch die Versenkung zahlreicher feindlicher Tankschiffe. Nunmehr konnte die neue Sondermeldung vom 21. Februar die Vernichtung von weiteren 17 Schiffen mit 102 000 BRT. hinzufügen.

Damit konnten in vier Wochen jenseits des Atlanti­schen Ozeans auf den kühnen Fernunternehmungen deut­scher Unterseeboote 80 Schiffe mit 533 000 BRT. ver­senkt werden. Man erkennt die Bedeutung dieses Ver­lustes unserer Feinde, wenn man die amtlichen USA.- Ziffern über den Schiffsbau der Vereinigten Staaten im Jahre 1941 zur Hand niyimt Danach sind vom Ja­nuar bis September 1941 insgesamt 65 Handelsschiffe mit 522 000 BRT auf den Werften der Vereidigten Staaten fertiggestellt worden. In vier Wochen, haben die deutschen Unterseeboote jenseits des Atlantiks also bereits mehr Schiffsraum versenkt, als die USA.-Schiifs- werften in einem Dreivierteljahr (!) produzierten. Da­zu kommen aber bei unseren Feinden noch die weiteren erheblichen Schiffsverluste im östlichen Atlantik, im Mit­telmeer und in Ostasien, die die Tonnageknappheit ver­schlimmern.

In der Zahl der jenseits des Atlantiks versenkten feindlichen Handelsschiffs finden wir etwa zur. Hälfte die besonders wertvoll^: Tanker, die Dr England und die USA. ohnehin sehr knapp sind. Die meisten ver­senkten Tankschiffe sind besonders große Tanker. Darun­ter fällt der funke!nage!neue TanSdampferE. H. Blum", der 19 400 Tonnen Osl befördern konnte. Unter den versenkten Tankern befindet sich ferner ein Kviegs- fahrzeug der USA.-Marine. ve: FlottentanEerNeches" von 14 800 Tonnen Wasserverdrängung. Seine starke Bewaffnung von vier 12,/-Zentimeter- und zwei 7,6- Zen'ti'Mete-r-GeschützLn hatten feine Vernichtung durch ein deutsches Unterseeboot nicht verhindern können.

Eine besondere Art von Tankern wurde bei Ope­rationen im Karibischen Meer versenkt. Die großen Oeloovkommen von Venezuela liegen vor allem an dem Golf von Maracaibo. der durch eine flache Sandbavre für den Verkehr der tiefgehenden Ueberieetanker ab­gesperrt ist. Daher wird die Verladung des Dene- zuela-Oels für den Ozeantransport auf den vorgelager­ten Inseln Aruba und Curacao vorgenommen, wo sich auch riesige Raffinerien zur Verarbeitung befinden Für die Oelbeförderung aus dem Golf von Maracaibo zu den Jnse'«> sind ftachgehende Spezialtanker von 2500 bis 4000 BRT. gebaut worden, die mit einem Tiefgang von nur vier Metern über die Barre hin- wegfwhren können. Im fünfstündigen Pendelverkehr bilden diese Spezialkanker eine Artschwimmender Oelleitung". Da nur 50 der Sondertanker vorhanden sind, stellt die bisher gemeldete Versenkung von etwa zehn dieser Schiffe die Einbuße eines Fünftels des Ee- samtbestandes dar. Das dürfte für den Oelumschlag in Curacao und Aruba erhebliche Folgen haben Außer- (Fortsetzung auf Seite

Sesamter Verkehr über die Vurma-Strape abgestoppt

Nangun eine festung englisches staupiquartier im Warenhaus - fatale kvakuierung der Zivilbevölkerung

Drahtbericht unseres Vertreters

rck. Stockholm, 21. Februar. Der gesamte Ver­kehr über den Burmaweg nach Tschungking ist, wie die offizielle indische Radiostation in Neudelhi meldet, ein­gestellt worden. Nach den neuesten heftigen Voiiiben- angrisfen gegen Mandalay muß man in Tschungking feststellen, daß die Gefahr einer Abriegelung sich weiter verstärkt habe. Obwohl die englischen Berichte besage», daß die Stellungen am Bilinfluß gehalten würde», be­fürchtet man in Tschungking die Einkreisung der briti­schen Verteidiger.

Die flebenihaften Verte'idiMugsvorlbeveituugen in Ncmgun sollen die burmesische Hauptstadt inzwischen in «ine Festung verwandelt haben. Das skandinavische Te- legvanrmbüro erfuhr in Schanghai, daß die Evakuiernng der Zivilbevölkerung beendet worden sei. Die Stadt ist angeblich gespickt mit Artillerie der verschiedenen Ka­liber und besonders starker Luftabwehr. Diese sei vor allem auch in der Nähe der großen Oel raff inerten im Hafengediet konzc-striert. 2n einem Nin,g um die Stadt soll ein aus Bunkern und Maschinengewehr-Nestern be­stehendes Netz gelegt worden sein. während Vorberei­tungen getroffen wurden, wichtige Brücken und Indu­strieanlagen in die Luft zu sprenge» Das englische Hauptquartier hat sich in einem großen Warenhaus Ranguns «niedergelassen."Das thailändische Oberkom­mando gab folgendes Lommaniqus aus:Indische Trup­pen überschreiten häufig die Grenze im Norden Thai­lands mit voller Ausrüstung, um sich den thailändischen Streitkräften zu ergeben".

Weitere 8ciiiäße ßegen ^svs

Das /taiftrliche Hauptquartier gibt bekannt: Flug­zeuge der japanischen Marine führten am 18. Februar einen Massenangriss aas Soerabaya (Java) durch, wobei 13 USA.-Maschinen abgeschossen und im Hasen fünf Zerstörer schwerstens beschädigt wurden. Andere Einheiten der Marinelustwaffe zerstörten am 17. Febr. bei einem Angriff auf Koepang, der Hauptstadt Niederländisch-Timors. zwanzig militärische Gebäude. Ein Handelsschiff von 3000 BRT wurde versenkt. Bei Operationen in den Gewässern Sumatras.kaperten Ma­rineeinheiten einen englischen U-Boot-Jäger sowie ein Minenräumboot. Je ein englisches und ein holländisches

Handelsschiff wurden ausgebracht. Ein feindlicher Ma­rineflugzeugträger wurde versenkt.

Zwei niederländisch-indische Zerstörer wurden, nach Mitteilung des. Hauptquartiers der Kaiserlich-Japani­schen Marine bei einem Angriff von zwei japanischen Zerstörern auf ein niederländisch-indisches Geschwader in der L o m b o k-S t r a ß e (zischen der Insel Bali und der Insel Lombok) .versenkt. Ein weiterer nieder­ländischer Zerstörer wurde schwer beschädigt. Der japa­nische Angriff erfolgte in der Nacht zum Sonnabend. Das niederländisch-indische Geschwader bestani/aus drei Kreuzern und drei Zerstörern. 27 feindliche Flugzeuge wurden bei einem japanischen Luftangriff auf den Flugplatz Kalid Iatic, 160 Kilometer ostwärts von Vatavia, im Luftkampf abgeschossen oder am Boden zer­stört. Auch wurden qroße Schäden und Brände an an­deren militärischen Zielen verursacht.

Oelkellter dei kslembsng völlig beselrt

Domci meldete am Sonnabend die vollständige Be­setzung der großen Oelfelder westlich von Palembang (Süd-Sumatraj durch die dort gelandeten japanischen Fallschirmjäger. Dieselben Fallschirmjäger haben ferner die Verbindung mit den am Flugplatz Palembang ge­landeten Fallschirmtruppen hergestellt. Die Oelanlagen seien von den abziehenden niederländisch-indischen Truppen in Brand gesetzt worden.

In8el Lintsng von äsn Jspsnern bk86trt

Japanische Truppen besetzten Domei - zufolge ohne Widerstand die Insel Bintang. Die Insel Bintang, die 45 Kilometer südostwärts von Schonanko jenseits der Straße von Singapur liegt, ist die Hauptinsel des Riouw-Archipels. Diese Inselgruppe gehört zu Nieder- ländisch-Ostindien. Tandjung Pinang ist die Hauptstadt der Insel Bintang und zugleich auch die der Resident­schaft Riouw, die außer dem Riouw-Archipel auch den Lingga-Archipel und einen Teil von Sumatra umfaßt. Haupterzeugnis der Riouw-Jnsel sind Zinn, Erdöl und Pfeffer.

Das Kaiserliche Hauptquartier gab eine Uebersicht über die in Singapur gemachte Beute bekannt. Danach wurden 300 Geschütze aller Art, 2000 MGs. 50 000 Ge­wehre, 200 Panzer und Panzerwagen, 10 000 Kraft-

wagen aller Art, ein lOOO-BRT.-Dampfer, drei Tanker von je 5000 BRT. und viele andere kleinere Schiffe so­wie riesige Mengen Kriegsmaterial und Munition in Singapur sichergestellt. Mehr als 73 000 Mann der britischen Truppen wurde gefangengenommen.

Unter den in Singapur in Gefangenschaft geratenen 28 höheren britischen Offizieren befinden sich dem japa­nischen Heeresbericht zufolge u. a. folgende: General Percival, Oberkommandierender der Streitkräfte in Malaga und Singapur, Generalleutnant Heeth, Kom­mandeur der 11. Division, Generalmajor Smith, Kom­mandeur der 18. Division. Generalmajor Kaagan, Kom­mandeur der 8. australischen Division, und General­major Simsons, Kommandeur der 1 Division.

Lels8erun88rii8tsnü über kort vsr^vin

Der australische Innenminister Collings gab am Sonnabend bekannt, daß über Port Darwin der Bela­gerungszustand verhängt worden sei. Man habe be­reits mit der Evakuierüng begonnen. Von den Frauen blieben nur die Krankenschwestern zurück. Der Minister erklärte weiter, daß der Kriegshafen in dieser Woche zweimal japanische Luftangriffe auszuhalten hatte und daß eine Eisenbahnstrecke von sieben Kilometer Länge während des Luftangriffs am Donnerstag beschädigt worden sei.

kort8ciiritt6 üer Japaner in Tentrslckins

Ein amtlicher Bericht, aus dem Hauptquartier des . japanischen Expeditionsheeres in China gibt einen Ueberblick über. die dortigen Kampfhandlungen. In Nordchina zeitige die Aüfräumungskampagne gegen die kommunistischen Hauptstreitkräfte in der Provinz Scheinst immer bessere Ergebnisse, während in der Pro­vinz Schantung die Operationen schnelle Fortschritte machten. Die japanischen Truppen im Norden der Pro­vinz Kiangsu und Honan hätten die Tschungking- chinesischen Verteidigungsanlagen durch die Einnahme von Kwoyang am Oberlauf des Kwo-Flusses zerstört. Aus dem Bericht geht hervor, daß die zweite Phase der Kämpfe in Zentralchina,das Muster eines begrenzten Feldzuges", abgeschlossen ist, und daß der Krieg jetzt in das dritte Stadium eintritt, nachdem Ruhe und Ordnung am unteren Delta des Jangtse-Flusses schnell wieder einkehren.

Lord-Siegelbewahrer und Sprecher im Unterhaus wurde zur Zufriedenheit SieUms Sir Stasford Eripps ernannt, der dereinst von seiner eigenen Partei (der Labour Party), ausgeschlossen, wurde, wegen der Unvereinbarkeit seiner sozial-radikalen Reden mit seiner persönlichen Lebens­führung. Mit einem durch Advokatenkniffe er­rafften jährlichen Einkommen von 30 000 Pfund aus einem"'Schloß mit fünfzig Räumen, mit Gärten, Eolf- und Tennisplätzen lebend, gab er sich nach außen hin den Anschein des Proletariers und beanstandete im Un­terhaus die königliche Zivilliste, Streichungen darin be­antragend. Obwohl lammfrommer Stalinist, nannte man ihn damals den britischen Trotzki. Er wurde als u n m ö gliche Figur angesehen und jede seiner Re­den. so sagte man damals, sei der Regierung, gegen die die Labour Party in Opposition stand, hunderttausend Wählerstimmen wert gewesen. Winston Churchill aber bezeichnete diesen Menschen damals unter dem Beifall des Unterhauses kurz und bündigekelhaft". Heute schreibt die konservative Presse Londons (Daily Mail), daß Eripps neben dem Premierminister Churchill die charakter- vollste Persönlichkeit des politischen Lebens- Eng­lands sei. Bedarf es mehr, als dieser kleinen Eedächr- nisauffrischiMg der Weltöffentlichkeit um ihr darzntun, wie tief England bereits gesunken ist, wobei aber noch zu bedenken bleibt, daß mit Eripps nicht bloß ein Politiker Zweifelhaftester Art an die Seite Churchills getreten ist u-nd diesen sozusagen überschatten wird, son­dern daß diese Ueberschattung ihre Auswirkung in einer wetteren Ausbreitung der bolschewistischen Agitation in England baben muß. Eripps ist der Vertrauens­mann Stalins und seine ganze heutige Autorität, die er sogar einem Menschen wie Churchill gegenüber in Eng­land genießt, berubt aus dem Flackerlicht jenes zweifel­haften politischen Erfolges, den er errang, als er das Bündnis mit der Sowjetunion nach London brachte und allerdings zum Entsetzen mancher alter konservativer aristokratischer Platokraten in England auch die in­nenpolitische Zukunft Englands dem Bolschewismus aus­geliefert hat. Des Führers Wort in seiner Neujahrs­ansprache, daß USA. und England, den Bolschewisten verfallen würden, hat bereits nach kaum sieben Wochen mit der Berufung Eripps in das Kriegskabineit Chur­chills seine erste Bestätigung erfahren. Churchill selbst aber, der, den Sturm der Aufregung im englischen Volke über seine ununterbrochene Kette von schweren politischen und militärischen Fehlern mtt der Umbildung seines Kabinetts und mit der, diese Umbildung charak­terisierende Ernennung Eripps zum Lordsiegelbewah-rer und zum Sprecher im Unterhaus zu beschwören gedachte, wird eines Tages die Erfahrung machen, daß er damit die bisher so liebevoll und eindringlich gepflegte Fabel von der eigenen Unersetzlichkeit zerstört hast. So sehr man die Umbildung des Kriegskabinetts als ein geschicktes Manöver Churchills selber betrachten muß, so gewiß ist aber auch, daß er sich in Eripps den Mann zur Seite stellte, der Churchills katastrophale Politik zwar zu ver­schärfen und der Fortführung des Krieges noch neuen Auftrieb zu geben entschlossen ist. in dessen ehrgeiziger Absicht es aber liegt, eines Tages selber auf die Stelle Churchills zu rücken. Zum zwölften Male hat Churchill nunmehr, getrieben von der Erregung des britischen Volkes und des Unterhauses über die unzähligen Kata­strophen, die Churchills Kriegspolitik über das Empire brachte, sein Kabinett umbilden müssen. Die nächste Um­bildung aber wird die ominöse ZahlDreizehn" tragen.

Lkurchslls nächster Wann der nunmehr zwölften Mißerfolg in Sicht Umbildung des englischen Kabi- , netts die dreizehnte folgen wird,

laßt sich begreiflicherweise nicht vorher sagen. Da aber solche Umbildungen wie gesagt, immer großen über­raschenden Mißerfolgen der Churchillschen Kriegspolitik gefolgt sind. so darf man wohl annehmen, daß die drei- zehnte Umbildung nach dem nächsten großen Mißerfolge fällig sein wird. Ob das lange dauern wird? Vorerst

Unssr VaUHsspLsysL

An der Ostfront zerschlugen unsere Truppen neben anderen feindlichen Kräftegruppcn eine gesamte Sowjetarmee; der Feind verlor hierbei u. a. 27 000 Tote.

Bei der Insel Trinidad vernichtete ein deutsches U-Voot zwei Schisse.

Insgesamt fielen den deutschen U-Vooten an der »«.-amerikanischen Küste bisher 80 Schiffe mit 532 900 BRT. zum Opfer.

Die japanische Luftwaffe führte schwere Schläge gegen wichtige Java-Häse».

Tschungking hat den Nachschubverkehr über die Vurma-Straße bereits einstellen müssen.

Neue Richtlinien für Kricgserleichterungen bei der Einkommensteuer traten in Kraft.

Im Jahre 1941 ist die Unsallzisfer im bremischen Straßenverkehr nicht unwesentlich gesunken.

Das bremische Väderwesen wurde in derGesell­schaft für öffentliche Bäder E.m.b.H." zusammen­geschlossen.