Ausgabe 
(17.2.1942) Nr. 48
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Ersche l nk 7mal iööchenlllch

MonalSbezug E 2^0 ein^chi, Zu­stellgebühr; PostbezugSprels monakl. 2^0 Mi (elnschl. 80,1 Post- zeitungSgebühr) zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis ist lm voran- zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NK.-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Seeren K/S. Fernspr. 54121, Nachtr. u. Sonnig. 51115. sprech z.: Verlag: werkt!. 12—13 Uhr) Schriftleltung: Diens­tag und Freitag 12)6—13V, Uhr«

vremi sttlum

parteiamtliche Tageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien kjonsestadt vremen

Anz elgra - Grundpreise;

Dir 1 arm hche and 22 ruw breit« Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 ww hohe Zeile im Terkteil 75^/. Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. o. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstaffel L. GelchSikSstellen: Bremen: Geeren 8/8» Ruf 54121) Nochtruf und sonntags 51115) Obernstr. 88, Nuf 5 4121) Syke: Mühlendomm 2k Br.-Hemelingen: Bahnhosstr. 6. Ecke Poststr^ Nuf 4 34 58) Br.-Degesack, Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8) Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41^43, Nuf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Bremens

flmiiiches verkündungsblatt des Neichsstattizalters in Oldenburg und vremen

Nr. 4S , 12. Jahrgang

Dienstag, 1?. Lebruar 1942

Linzelpreis 15 Npf.

vankrotteur lhmchill entlarvt sich selbst

!

-

- ^

!- ' ! !

i

i

„Ver Schild der britischen Seemachtzu Loden geschlagen / dem Erzlügner schwimmen die selle weg

Vor Kriegsverbrecher als Klageweib

Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung

ckr. V. »cd. Berlin» 1k. Februar. „Das ist es, wovon ich geträumt habe, was ich angestrebt, und wofür ich gearbeitet habe, und jetzt hat es sich ereignet". Diese Worte konnten die staunenden Engländer Sonntag Nacht aus dem Munde ihres Premiers Winstoa Churchill auf den Aetherwellen vernehme». Als die Erfüllung seines Traumes bezeichnete Churchill die Tatsache, daß er nun Arm in Arm mit Roosevelt im Kampf gegen die bösen Nazis stehe. Das ist aber doch wirklich nichts Neues mehr.

Denn daß diese beiden größten politischen Verbrecher der Geschichte schon viele Jahre vor 1939 alle ihre Kräfte an die Entfesselung des Weltbrandes gesetzt haben und daß später Roosevelt kein noch so gemeines Vetrugs- manöoer gegenüber seinem eigenen Volke unterließ, um in seinem Marathonlauf hinter dem Kriege her schließ­lich doch ans Ziel zu gelangen, hat die Welt längst er­fahren. Seit der Veröffentlichung der Dokumente, die wir m Warschau gefunden haben, weiß die Weltöffentlichkeit, daß Roosevelt in dem Pariser Botschafter Bullitt seinen besonders beauftragten Vertrauensmann in Europa hatte, der alles unternehmen muhte, um jede Verständi­gungsmöglichkeit auszuschließen. Auch das andere ist heute schon sozusagen eine geschichisnotorische Tatsache, Laß Churchill bereits, als er noch nicht Ministerpräsident war, auch hinter dem Rücken seines Chefs Chamberlain mit Roosevelt konspiriert hat. Daß er jetzt in formalem Sinne zur Erfüllung seines Lebenstraumes gekommen ist,' das soll ihm nicht bestritten werden, aber daß das realistische Bild in diesem traumhaften Rahmen sich wie Feuer von Wasser von dem unterscheidet, was sich die

Vanklelegramm des senno an den sülirer

Berlin, 18. Februar. Der Tenno hat an dem Führer telegraphisch für die Glückwünsche zur Einnahme von Singapur gedankt. Das Telegramm des Tenno hat fol­genden Wortlaut: „Indem ich Eurer Exzellenz aus das herzlichste danke für das liebenswürdige Glückwunsch­telegramm, das Sie anläßlich der Wassentaten der japa­nischen Armee an mich gerichtet haben, liegt mir daran, Ihnen meinen festen Entschluß zu bezeugen, im Zusam­menwirken mit unseren Verbündeten alle Anstrengungen zu machen für den endgültigen Erfolg dieses Krieges Groß-Asiens".

öroßkreuz für flntonescu

Führerhauptquartier, 18. Februar. Der Führer überreichte dem rumänischen Staatsführer Mar­schall Antonescu anläßlich seines Besuches im Führer- hauptquartier das Eroßkreuz vom Deutschen Adler in Gold.

Vas Mtterkreuz für taoatterv

Churchill und Roosevelt einmal selbst vorgegaukelt haben, das ist genau so sicher.

Es ist begreiflich, daß das englische Volk Herrn Chur­chill» wenn er schon vom erreichten Ziel seiner Träume spricht, zur Rechenschaft darüber drängt, wohin denn nun seine Kriegspolitik von zweieinhalb Jahren und seine schon viel länger dauernde Arbeit auf den Krieg hin England und das Empire geführt haben. Also mußte sich Churchill vor das Mikrophon stellen und eine Ant­wort auf die Fragen suchen „Wo sind wir denn eigent­lich? Sind unsere Chancen zum Durchholten bester oder schlechter geworden? Sind wir obenauf oder liegen wir unten?" Auch jeder Engländer, der im Wirbel der für England katastrophalen Kriegsereignisse seine Urteils­kraft noch nicht ganz verloren hat, müßte bei der Wür­digung des von Churchill versuchten Rechenschaftsberich­tes zu dem Ergebnis kommen, daß es sich hier um eine klägliche Ausgeburt der ohnmächtigen Verzweiflung und der blindwütigen Raserei handelt. Die Taschenspieler- kunststücke, mit denen Churchill operiert, sind zu plump, um nicht sofort durchschaut zu werden. Die Frage nach dem Stand der Dinge von heute und nach der Tendenz der Kriegsentwicklung möchte er so beantworten, daß er willkürlich irgendeine Lage im Verlauf dieses Krieges zum Vergleich wählt, in der es nach seiner heutigen Darstellung noch viel schlimmer ausgesehen haben soll. Er wählt die Zeit vor sechs Monate«, wo er zum letzten­mal über den Rundfunk zur englischen Oeffentlichkeit sprach.

Wie sah es damals — wohlgemerkt nach der heutigen Darstellung Churchills — aus? Der Vankerotteur sagt: „In jenen Tagen schienen die Deutschen die Sowjet­armee zu zertrümmern. Man hielt es für eine sehr ge­wagte Behauptung Roosevelts, daß die Sowjetarmeen bis zum Winter aushalten würden. Unsere britischen HUfsmittel waren bis aufs äußerste angespannt. Wir waren darauf gefaßt, der deutschen Invasion entgegen­treten zu müssen. Wir mußten Aegypten. das Niital und den Suez-Kanal verteidigen und vor allem Lebens­mittel, Rohstoffe und fertige Munition unter den Zähnen der deutschen und italienischen U-Boote und Flugzeuge über den Atlantik bringen. So sah es aus, als ich Mitte August mit dem Präsidenten Roosevelt auf dem guten Schiff „Prince of Wales", das jetzt leider unter den Wellen versunken ruht, sprach."

So Churchill heute, und nun wollen wir dem einmal gegenüberstellen, wie Churchill eben damals, als er nach seinem heutigen Bekenntnis alles schwarz in schwarz sehen mußte, die Lage dem eigenen Volk wirk­lich darstellte. Vor seü..'r Abreise zum Atlantik-Treffen mit Roosevelt hielt Churchill am 29. Juli im Unterhaus

eine Rede, in der er wörtlich folgendes ausführte: „Wir sind berechtigt, der Zukunft mit Optimismus ent­gegenzusehen. Die Sowjets stehen dem deutschen An­greifer mit gewaltiger Schlagkraft gegenüber". In Wahr­heit glaubte er nach seinem jetzt erfolgten Geständnis selbst nicht an die Widerstandsfähigkeit der Sowjets bis zum Winter. Dann fuhr er fort: „Es ist eine Tatsache, daß die deutsche Luftüberlegenheit gebrochen ist. Die Schlacht im Atlantik entwickelt sich langsam, aber immer überzeugender zu unserem Gunsten". Siehe die oben erwähnte Bemerkung von den „Zähnen der deutschen U-Boote". Schließlich: „Wir haben den Luftkrieg in den letzten drei Monaten in bedeutendem Umfang nach Deutschland getragen, wir werden in den kommenden drei Monaten die Stärke dieser Offensive verdoppeln und dann mit dem Einsatz weiterer Geschwader die britische Lustoffensive auf einen gewaltigen Höhepunkt bringen." Was aus dieser Renomisterei geworden ist, weiß jedes Kind in Deutschland, aber auch in England und in der ganzen Welt. Jedenfalls ergibt sich, wenn man die offen zutage liegende Wirklichkeit und die heutige Tatsachenschilderung Churchills seiner prahle­rischen und optimistischen Darstellung vor sechs Mona­ten gegenüberstellt, daß Churchill damals ganz bewußt gelogen und seinem Volk ein ganz anderes Bild der Lage gegeben hat. als es sich ihm selbst zeigte.

Aus dieser Gegenüberstellung gewinnt man den rich­tigen Maßstab für optimistische Prognosen Churchills, und wenn man diesen Maßstab an die neue Rundfunk­rede Churchill? legt» in der ein optimistischer Ausblick kaum noch durch verschwommene Phrasen angedeutet wird, in der vielmehr in allen Einzelbetrachtungen die schwerste Sorge durchbricht, so muß man doch zwangsläu­fig zu der Schlußfolgerung gelangen, daß Churchill selbst auch schon keinen Ausweg mehr sieht, sondern, wenn er nun einmal auf der abschüssigen Bahn stur weiterkämpfen will, nur noch mit irgendeinem Wunder rechnen kann.

Es soll heute für England besser aussehen als vor sechs Monaten? Damals äußerte sich Churchill doch, wie wir aufzeigten, im einzelnen sehr optimistisch. Heute dagegen klingt es so: „Wir sind gerade nur in der Lage gewesen, in der Heimat unseren Kops über dem Wasser zu halten. Nur mit genauer Not haben wir die Lebensmittel hereingeschafft, die uns am Leben erhal­ten, sowie die Zufuhren, ohne die wir nicht Krieg füh­ren können. Das Mittelmeer ist gesperrt, und alle un­sere Transporte müssen um das Kap der Guten Hoff­nung gehen, weshalb jedes Schiff nur drei Reisen im Jahr macht. Heute triumphieren die Japaner. Sie (Fortsetzung auf Seite 2j

Volschewistische kräftegruppe vernichtet

46 Sowjelflugzeuge abgeschossen — 15 britische Maschinen im Mittelmeerraum verlorengegangen

Berlin, 18. Februar. Der Führer hat dem Chef -es italienischen Wehrmachtsgeneralstabes, General­oberst Cavallero, in Anbetracht seiner großen Ver­dienste um die erfolgreiche gemeinsame Wehrmachts- führung das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­liehen. Im Austrage des Führers ist die Auszeichnung dem Generaloberst Cavallero durch den deutschen Ge­neral beim Hauptquartier der italienischen Wehrmacht überreicht worden.

Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes an: Major Henning von Witz leben, Kommandeur einer Panzer-Aufklärungsabteilung, Ober­leutnant Christian Lotse, Batteriechef in einem Flak- regiment.

Aus dem Führerhauptquartier, 18. Fe­bruar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurde eine der eingeschlossenen feindlichen Krästegruppen vernichtet. 888 Gefangene und 42 Geschütze sielen in unsere Hand. Auch an den anderen Frontabschnitten erlitt der Feind neue schwere Verluste. Im Kampf gegen die sowjetischen Luftstreitkräfte wurden am gestrigen Tage bei zwei eigenen Verlusten 48 feindliche Flugzeuge vernichtet. Im Kanalgebiet erzielte ein Sperrbrecher in kurzem Gefecht mit feindlichen Schnellbooten mehrere Treffer. Der Untergang eines britischen Schnellbootes ist wahr­scheinlich. — In Nordafrika verliefen örtliche Vorstöße I deutsch-italienischer Kräfte erfolgreich. Auf Malta

wurden durch Bombentreffer deutscher Kampffliegerver­bände erhebliche Zerstörungen an militärischen Anlagen und Verladeeinrichtungen des Hafens La Valetta an­gerichtet. Bei Luftangriffen gegen Flugplätze der Insel wurden drei britische Bomber am Boden vernichtet und Betriebsstosflager in Brand geworfen. In Luftkämpfen über Malta und in der östlichen Cqrenaika schössen deutsche Jäger ohne eigene Verluste 15 britische Flug­zeuge ab.

An dem Gelingen des Durchbruches unserer Seestreit- kräfte durch den Kanal haben die unter Führung von Kapitän zur See und Kommodore Rüge stehenden Minensuch- und Räumboote sowie Sicherungsfahrzeuge hervorragenden Anteil."

Union lack und weiße faßne / Uns Urania in Singapur

Unverzügliche flnnakme der von den Japanern geforderten bedingungsloten Kapitulation

Singapur, 16. Februar. Generalleutnant Pa­ul aschita, der Oberbefehlshaber der japanischen Ex­peditionsstreitkräfte in Makayen, der in einer Unterre­dung von 48 Minuten Dauer mit Generalleutnant A. E. Percival, dem Oberbefehlshaber der britischen Streitkräste in Singapur, die japanischen Uebergabe- bedingungen diktierte, erklärte sich bereit, die volle Ver­antwortung für das Leben der britischen und austra­lischen Truppen sowie auch der in Singapur verbliebenen britischen Frauen und Kinder zu übernehmen und er erklärte, man könne sich hierbei „aus den japanischen Buschida-Geist verlassen".

Bei dieser historischen Zusammenkunft forderte Pa- maschita eine unverzügliche Annahme der japanischen Usbergabebedingungen, wie aus dem folgenden von Do­mei veröffentlichten Wortlaut der Unterredung her­vorgeht, die zwischen dem japanischen und dem britischen Truppenführer stattfand:

Pamaschita : „Ich wünsche kurze und präzise Ant­worten zu erhalten. Ich werde mich nur mit einer bedin­gungslosen Uebergabe zufrieden geben".

Percival: „Ja".

Pamaschita: „Wurden irgendwelche japanische Soldaten von den Briten gefangengenommen?"

Percival: „Reim. nicht ein einziger."

Pamaschita: „Wie steht es mit den japanischen Einwohnern?"

Percival: „Alle japanischen Einwohner, die von dcn britischen Behörden interniert wurden, sind nach Indien gesandt worden, doch wird ihr Loben von der indischen Regierung vollständig gewährleistet."

Pamaschita : „Ich möchte jetzt hören, ob Sie sich zu ergeben wünschen oder nicht, und falls Sie dies wünschen

sollten, so bestehe ich auf einer bedingungslosen Ueber­gabe. Was ist Ihre Antwort hierauf: Ja oder nein?"

Percival: „Wollen Sie mir bis morgen Zeit lassen?"

Pamaschita: „Bis morgen? Ich kann «nicht 'o lange warten und es ist eine abgemachte Sache, daß die japanischen Streitkräste heute nacht angreifen werden."

Percival: „Wie wäre es, wenn wir bis 23.38 Uhr japanischer Zeit warten würden?"

Pamaschita: „In diesem Fall würden die japa­nischen Streitkräste ihre Angriffe bis zu diesem Zeit­punkt fortsetzen. Wollen Sie sich jetzt mit ja oder nein erklären?"

Percival schweigt.

Pamaschita: „Ich möchte eine endgültige Ant­wort haben und ich bestehe auf einer bedingungslosen Uebergabe. Was haben Sie dazu zu sagen?"

Percival: „Ja."

Pamaschita: „Dann gut, der Befehl zum Feuer­einstellen muß um 22 Uhr ausgegeben werden. Ich werde sofort gestatten, daß bis zu 180 Mann britischer Trup­pen zur Aufrechterhaltung von Frieden und Ordnung im Stadtgebiet verbleiben. Sind Sie damit einver­standen?"

Percival: „Ja."

Pamaschita : „Sollten Sie diese Bedingungen ver­letzen, würden die japanischen Truppen keine Zeit ver­lieren und sofort zur allgemeinen und endgültigen Offen­sive gegen die Stadt Singapur antreten."

Die Briten haben am 15. Februar um 14.30 Uhr zum erstenmal ihre Bereitwilligkeit zur Uebergabe geäußert, als drei britische Offiziere, darunter Major C. M. D. Wilde, sich mit weißen Fahnen der Vorhut der japani­

schen Hauptstreitkräfte auf dem Sportplatz 4 Kilometer nördlich der Bukit-Timah-Straße näherten und eine Un­terredung über Waffenstillstandsbedingungen vorschlu­gen. Aus Anweisung des Generalleutnants Pamaschita fragte der Kommandeur des dortigen Verbandes, Sug- litz, die britischen Offiziere aus. Der britische Wasfen- stillstandsvorschlag wurde darauf abgelehnt und die For­derung auf eine bedingungslose Uebergabe gestellt. Es wurde den Offizieren mitgeteilt/daß, falls das britische Oberkommando zur Uebergabe geneigt sei, der Ober­befehlshaber der japanischen Streitkräste die Bedingun­gen noch am selben Tage zu besprechen wünsche. Die bri­tischen Offiziere kehrten um 16.15 Uhr zurück. Inzwischen dröhnten die Geschütze weiter. Am selben Tage noch. um 18.48 Uhr, kam Generalleutnant Percival, begleitet von seinem Eeneralstabschef K. S. Torrance und Major Wilde, im Kraftwagen in die Anlagen der Fordwerke. Das Auto Percivals führte einen großen Union Jack und eine weiße Fahne mit, und der britische Befehls­haber war von dem japanischen Kommandeur Sugita begleitet. Kaum hatten die britischen Offiziere in einem der Räume in den Fordwerken Platz genommen, als um 19 Uhr Generalleutnant Pamaschita, begleitet von ver­schiedenen Stabsoffizieren, erschien. Die britischen und japanischen Offiziere reichten sich die Hände, und die Unterredung begann.

*

Nach Abschluß der Uechergabeverhandlungen von Sin­gapur haben, wie Domei berichtet, die japanischen Ma­rinestreitkräfte am Montagnachmittag alle britischen Einrichtungen des Flottenstützpunktes und der Küsten- verteidigung von Singapur besetzt. Darunter befinden sich der Flottenstützpunkt von Seletar, der Hafen von Keppsl und der Stützpunkt Tschangi.

4« AA«- 4E ...

kritcmmsns „I^rüsigs8c!iicjits" uricl Osutrciiloncls lrsgiünclsier ^ülirung5cni8prucs>

k. b4S. Die Briten pochten von jeher auf angebliche Werte ihrer sogenannten „Tradition". Als Meister der Eeschichtsfälschung jonglieren sie besonders gern mit dem ebenso pompösen wie wirklichkeitsentstellenden Schlagwort einer „oieltausendjährigen ruhmreichen Ver­gangenheit Englands". Diesen von den britischen Skla­venhaltern immer wieder versuchten Anschlag auf die historische Wahrheit verurteilte der Führer ein für alle­mal zum Scheitern, als er in seiner großen Rede am 30. Januar dieses Jahres klarstellte: „In einer Zeit, in der Europa ein gewaltiges deutsches Kaiserreich kannte, war Eng­land nur eine ganz unbedeutende grüne Inse l." Es lohnt sich. im Rahmen jenes knappen, aber inhaltsschweren Urteils einmal eine Reihe kon­kreter Tatsachen sprechen zu lassen.

Wir beschränken uns hierbei im wesentlichen auf eine vergleichende Betrachtung der fraglichen Ereignisse des ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung. Nachdem die Insel unter der Herrschaft der Römer sich für nachhaltige Kulturanregungen fast unempfänglich erwiesen hatte, zeigten sich während der Völkerwanderung inst ihren großangelegten germanisch-festländischen Reichsgrün­dungen die (christlichen) Briten ihrerseits unfähig, mit den keltischen Pikten und Skaten allein fertig zu wer­den. Erst die herbeigerufenen (ntchtchristlichen) Stämme der Sachsen. Angeln und Juten leiteten um die Mitte des 5. Jahrhunderts die Bildung mehrerer Teilreiche ein — wenn man diesen Ausdruck auf die damaligen Territorien Kenk, Sussex. Wessex und Essex überhaupt anwenden kann. Die Entstehung des Königstums in den einzelnen „Staaten" der Insel gab jedoch lediglich das Signal zu sinnlosen dynastischen Kämpfen. Erst im 9. Jahrhundert glaubte Wessex sein geopolistsches Üeber- gewicht geltend machen zu können, doch blieb, während aus dem Festland das große karolingische Reich alle germanischen Stämme umfaßte und trotz der achtung­gebietenden Ausdehnung von der Eider bis zur Naab eine festgefügte Verwaltungseinhest darstellte, Schott- land als politisch völlig isoliertes Gebiet noch immer außerhalb der (allerdings ziellosen) Entwicklung Bri­tanniens.

Als ersten König von England weist die Geschichte den zu Beginn des 9. Jahrhunderts zur „Herrschaft" gekommenen Gewalthaber von Wessex Egbert, nach. Seine „große Tat" bestand darin, daß er nach dreizehn politischen Lehrjahren am Hofe Karls des Franken (!), also nach gründlichem Vertrautwerden mit den gestaltenden nichtbritischen Kulturkräften seiner Zeit sich Lornwall, Sussex und Kent unterwarf. Wie wenig ihn jedoch bei der Ausweitung seines Terri­toriums weitschauen'de eigenschöpferische Fähig­keiten leiteten und wie absurd es wäre. ihn in einem Atemzug etwa mit Heinrich I., dem Gründer des Deut­schen Reiches zu nennen, geht daraus hervor, daß Eg­berts Zusammenfassung der genannten britischen Teil­staaten seinen Tod nicht überdauert hat. Der Nach­ahmung festländischer Reichsgründungen jener Epoche fehlte eben die Seele, fehlte die klare, über die persön- liche Machtsphäre einzelner Hinausreichende Planüng.

Blicken wir nunmehr auf die Epoche der beiden größ­ten deutschen Kaiser aus dem sächsischen Hause, auf das ruhmreiche zehnte Jahrhundert Heinrichs I. und Ottos I zurück, um wiederum die völlige Bedeutungslosiqkeit der gleichzeitigen Vorgänge auf der britischen Insel zu er­kennen! Sechs „Könige" lösten sich dort an der Spitze der südenglischen Gebiete während der Regierunaszeit Heinrichs des Städtebauers und Ottos des Großen (919 bis 973) einander in der Hofhaltung ab: Eduard. Ethelstan. Edmund, Edred, Edwi, Edgar — diese ihre Namen und das „Wissen" um die Zahl ihrer Regie­rungsjahre ist so ziemlich alles, was sie der Nachwelt hinterließen. Wäre überhaupt keine Kunde von ihnen zu uns gedrungen, die englische Geschichte jener Zeit wurde dennoch keine größere Leere ausweisen' In welch krassem Gegensatz hierzu steht zunächst das über­ragende Lebenswerk Heinrichs I., der das Wirken der deutschen Stammesherzöge auf seine kraftvolle Reichspolitik ausrichtete und bei der Bekämpfung der äußeren Feinde des Reiches mittels einer damals neuen Angriffstechnik bedeutsame Erfolge erzielte! Auf der so

„„»IIINIIIIIIIIIIIIII,II,III,

Vnsor l'ayQsspieyHL

An der Ostfront wurde eine bolschewistische Kräfte­gruppe vernichtet; 46 Sowjetflugzeuge wurden ab­geschossen.

Im Mittelmeer rieben die Streitkräste der Achse einen feindlichen Geleitzug auf; sieben Dampfer und ein Zerstörer wurden auf den Meeresgrund geschickt.

Der Führer verlieh dem italienischen Generaloberst Cavallero das Ritterkreuz.

Die Japaner besetzten die Anambas-Fnseln; auf Singapur nahmen sie 88 888 Mann gefangen.

Der japanische Ministerpräsident gab vor dem Parlament Erklärungen über Japans Ziele im ostasiatischen Raum ab.

Der Oberbankrotteur Churchill mußte zugeben: „Der Schild der britischen Seemacht ist zu Boden geschlagen!"

Ab 1. März 1842 gelten bestimmte Kupfermünze« nicht mehr als gesetzliche Zahlungsmittel.