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parteiamtliche ^geszeitung
Vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vrernens
flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatttfalters in Müenburg und vremen
Nr. 46 / 12. Jahrgang
Sonntag, 13. Lebruar 1942
kinzelpreis 15 Npf.
londoner Sturm nach der Kanalschlacht
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Viabtbvi-iebtv unsorsi- Vertreter rck. Stockholm, 14. Februar. Churchill und sein Marineminister sollen, wie in London verlautet, mit gespannter Erwartung von einem geheimen Raum der Admiralität in London aus den Kamps im Kanal verfolgt haben, bei dem 400 Flugzeuge eingesetzt worden seien, um die deutschen Schlachtschiffe in Grund und Boden zu bombardieren. „Ihre Enttäuschung lägt sich , leichter erraten als beschreiben", stellt dazu der Londoner
> Vertreter des „Aftonbladet" fest.
« - In politischen Kreisen Londons stellt man offen die A Frage, inwieweit der Durchbruch des deutschen Flotten- » Verbandes durch den Kanal im Verein mit Singapur, dem Verlust der „Repulse" und „Prince of Wales", den A- Rückschlägen in Libyen sowie einer Anzahl weiterer ff Rückschläge in der letzten Zeit von Churchill verdaut k werden könne. Neben der scharfen Kritik gegen zahlreiche l Fehler in der Kriegführung, vor allem bezüglich des Einsatzes der Flotten- und Luftstreitkräfte — der eng- i lische Militärsachverständige Liddell Hart führt die stän- ' digen Niederlagen Englands auf die zu starke Einstellung Englands auf die Bombenwaffe zurück, während f man die Wichtigkeit des Jagdflugzeuges unterschätzt habe —, geht eine Reihe großer Londoner Blätter zur offenen Kritik gegen die Regierung, ja selbst zu scharfen Angriffen gegen Churchill über.
„Sind wir durch Churchills Persönlichkeit, die Stärke , seiner Rhetorik und seiner Macht über das Unterhaus st hypnotisiert worden, ein unwirksames System der Krieg- - führung zuzulassen? Sind wir nicht durch Phrasen und I ständige Versicherungen betäubt und in einen Eeistes- ? zustand versetzt worden, in dem wir unseren Sinn für Realitäten verloren haben?" stellt „News Chfonicle" fest. „Daily Mirror" fragt offen: „Kann man auch jetzt ^ noch sagen, daß wir auf den Premierminister vertrauen, d obwohl wir kein Vertrauen zu seiner Regierung haben?
! Churchill kann das in ihn gesetzte Vertrauen nicht länger behalten, wenn er und seine loyalen Freunde weiter versuchen; dem Parlament ihren Willen aufzuzwin- ! gen. Er würde damit für die Nation nicht länger von . Wert sein, sondern eine Gefahr darstellen. Die Nation , aber ist größer als Churchill."
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> 0er süffrer sprach
vor Offizieren und offiziersanwiirlern
Berlin, 14. Februar. Der Führer sprach im Sportpalast vor 10 000 beförderten Offizieren des Heeres und kurz vor ihrer Beförderung zum Offizier stehenden Osfiziers-Anwiirtern der Kriegsmarine und Luftwaffe, sowie Junkern der Waffen-jj.
Reichsmarschall Hermann Göring meldete dem Führer 9883 angetretene junge Offiziere und Offiziers- Anwärter. Ausgehend von der deutschen Geschichte und Volkswerdung, die ihre Krönung im Sieg der nationalsozialistischen Bewegung fand, gab der Führer den jungen Soldaten die Parole für ihre späteren Pflichten als Offiziere und Führer in der nationalsozialistischen Wehrmacht. j
„Daily Mail" fragt, wie es überhaupt möglich gewesen sei, daß die Deutschen durch den Kanal kommen konnten, während umgekehrt die „Prince of Wales" und die „Repulse" von der japanischen Luftwaffe in den breiten Gewässern des Pazifiks hätten versenkt werden können. Die „Times" spricht von der schlimmsten Demütigung Großbritanniens als Seefahrernation seit Jahrhunderten." Ein anderes Blatt fragt, wann England einmal die richtigen Waffen am richtigen Platz haben werde. Verschiedene Blätter erklären, es sei kaum faßbar, daß man das deutsche Flottengeschwader erst so spät entdeckt habe.
o. soll. Bern, 14. Februar. Die Meldungen der neutralen Beobachter in London bestätigen den Eindruck der Erregung über die Niederlage im Kanal, die London wie ein Schüttelsieber erfaßt. Ganz England kann es nicht fassen» daß vor der Nase der britischen Küste ein deutsches Flottengeschwader den angreifenden Bombern und Torpedoflugzeugen zum Trotz durchfahren konnte.
Der Londoner Korrespondent der „Basier Nachrichten" meldet: „Daß es weder der britischen Heimatflotte noch der britischen Luftwaffe gelungen ist, die Schiffe zu versenken, rief in London allergrößte Beunruhigung, Be- (Fortsetzung auf Seite 2)
Aus dem Führerhauptquartier, 14. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An verschiedenen Abschnitten der Ostfront setzte der Feind seine erfolglosen Angriffe fort. Sie brachen unter besonders hohen feindlichen Verlusten zusammen. In einem Korpsabschnitt verlor der Gegner rund 2000 Tote. In zahlreichen eigenen Angrisfsunternehmungen wurden feindliche Kräfte zurückgeworfen, mehrere eingeschlossene Gruppen des Feindes weiter zusammengedrängt und von ihren Verbindungen abgeschnittene Teile des Gegners vernichtet oder gefangengenommen. Starke Kräfte der Luftwaffe zersprengten feindliche Ansammlungen und Nachschubkolonnen und bekämpften mit guter Wirkung Feldstellungen der Sowjets sowie Eisenbahnziele. Au der Murmanskfront vernichteten Jagdverbände ein feindliches Feldlager. Die Verluste der Sowjet-Luft- streitkriifte betrugen am gestrigen Tage 39 Flugzeuge.
Im Verlauf des Seegefechts am Ostausgang des Kanals am 12. Februar griffen deutsche Zerstörer und Schnellboote britische Schnellboote an, von denen zwei versenkt wurden. Ein Minensuchboot rettete 35 Ueber- lebende des gesunkenen Vorpostenbootes, dessen Untergang der einzige deutsche Schiffsverlust dieser Kämpfe ist. Unterseeboote versenkten bei Angriffen auf Geleit- züge im Atlantik eine Korvette und drei feindliche Handelsschiffe mit 20 500 BRT., darunter einen großen
18V. Bremen, 15. Februar.
Lord Roberts Mit hochdramatischer Wucht voll-
kironlietiskiies Wort ^ht sich das Schicksal dep einst propIMtMes worr ^ stolzen und allmächtigen Empires. Auf dem Wege zu seinem zweifellos besiegelten Untergang hat es in den letzten Tagen wieder einen bemerkenswerten Meilenstein überschritten, einen Mei- leinstein, wie kaum inehr einer bis zum bitteren Ende des Passionsweges stehen dürfte, den Großbritannien durch Churchill, feinen Totengräber, geführt wird. Nur Dünkirchen bietet noch einen Vergleich für das, was England mit dem Verlust von Singapur erfuhr. Hat es dort endgültig seine europäische Machtstellung verloren, so verlor es hier seine asiatische. Der westliche Pazifik ist mit dem Fall von Singapur zu einer japanischen See geworden, und der Kommandoposten über China, Japan und Indien, den London niemals aus der Hand zu geben gedachte, ist an Tokio übergegangen. Eine in der Seekriegsgeschichte einzig dastehende seestrategische Stellung hat England verloren, und die japanische Flotte ist fortan jederzeit in der Lage, Angriffe — auch überlegener Streitkräfte — gegen das Festutzgsviereck Sasebo (auf den japanischen Inseln), Hongkong, Sin- gaptzr und Cavita (auf den Philippinen) abzuweisen, ja, sogar von hier nach Belieben Vorstöße nach
Motortanker. Vier weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt.
Im Seegebiet nördlich Tobruk erzielten deutsche Kampfflugzeuge Treffer auf je zwei Kriegs- und Handelsschiffen eines stark gesicherten Eeleitzuges. Mit dem Untergang eines Zerstörers und eines Transporters von 10 000 BRT. ist zu rechnen. Außerdem wurde im Hafen von Tobruk ein kleineres Schlachtschiff schwer beschädigt. In der westlichen Marmarica vernichteten Kampfflugzeuge mehrere britische Panzer und Lastkraftwagen. Begleitende Jäger schössen fünf feindliche Jagdflugzeuge ab. Auf der Insel Malta warfen Kamps- und Sturzkampfflugzeuge Material- und Betriebsstosflager des Hafens La Valetta in Brand.
Britische Bomber griffen in der vergangenen Nacht einige Orte Westdeutschlands an, wobei u. a. ein Kinderkrankenhaus in Essen getroffen wurde. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Bei diesen Angriffen wurden zwei feindliche Bomber abgeschossen, drei weitere Flugzeuge verlor der Feind durch Jagd- und Flakabwehr an der Küste der besetzten Westgebiete."
Deutsche Kampfflugzeuge vernichteten an einem einzigen Tage an der Ostfront i 625 feindliche Fahrzeuge und drei Eisenbahnzüge.
fluch britische Schnellboote wurden versenkt
kine Korvette und drei Handelsschiffe mit 2S500 VM. im flttanlik vernichtet erfolgreiche tuftangriffe im Seegebiet von tobruk
Vie unsere Schlachtschiffe durch den Kanal stießen
Schnellboote sicherten voraus — Sesecht bei grober See unter den flugen der knglander
Vov Lirisgsbsriobtsr Dmil kiovsisl:
cknb.,14. Februar. (LK.) Wer hätte das für
möglich gehalten: Deutsche Schlachtschiffe brechen am hellen Tage durch die Straße von Dooer-Calais, wie einmal der englische Kanal genannt wurde, und das seegewaltige England kann dies nicht verhindern! Nichts kann deutlicher die Schwäche der englischen Herrschaft demonstrieren als dieser Vorgang. Ein harter Entschluß, , ein fester Wille, ein großes strategisches und taktisches Können, der vollste Einsatz von Schiff und Mensch hatte dieses kühne Unternehmen gelingen lassen.
Groß« Ereignisse werfen ihr« Schatten voraus. So auch bei uns. Seit Tagen schon war bei unserer Schnellbootsslottille eine rege Tätigkeit. Ohne Zweifel standen wir vor einem besonderen Unternehmen. Die Mannschaften arbeiteten an den Booten. Die hochempfindlichen Maschinen unserer Boote wurden nachgesehen, Munition . für die Maschinenwaffen wurde zweckmäßig verteilt, und '„. die Kommandanten steckten die Köpfe zusammen. Aber f niemand ahnte, welcher Art das Unternehmen sein
- könnte. Nur die Wetterlage ließ eigentlich ein Schnell-
- bootsunternehmen ausgeschlossen erscheinen. Es herrschte grober Seegang und ein ungewöhnlich starker Wind. Waren es Tage oder nur Stunden, wo uns die Ungewißheit plagte? Und dann war es soweit.
Noch in der Dunkelheit wurden die Mannschaften zum Bunker in den Hafen gebracht, in dsm unsere Schnellboote sicher und geschützt liegen. Die Motoren wurden vorgewärmt, um gleich" auf Hochtouren laufen zu können, wenn das Unternehmen beginnt. See und Wind sind noch heftiger geworden, und selbst erfahrene Schnellbootshasen machten bei dem Gedanken an „Auslaufen" . bedenkliche Gesichter. Doch heute gibt es keine Ueber- legung. Der Krieg kennt die härteste Notwendigkeit, und zum Erfolg gehört auch das große Wagnis.
IVir lauten aus! -
Die Boote kämpfen sich durch die schwere See. Zeitweise wälzen sie sich schwerfällig von einer Seite zur anderen. Dann durchschneidet ihr Bug wieder die Oberfläche der See, so daß schwere Brecher die Boote fast
. verschwinden lassen. Die Sicht ist gut. Das rechte Fliegerwetter. Die Männer müssen sofort die Maschinenwaffen besetzen. Da stehen sie, und Brecher über Brecher gehen über sie hinweg. In wenigen Minuten haben sie keinen trockenen Faden yrehr am Leibe. Aber wem geht es heute auf unseren Booten anders?
Wir sind noch nicht lange in See, da tauchen vor uns Schiffe auf. Wir machen sie als Minensucher aus. Da kommt ein ganzer Verband auf. Noch wissen wir nicht, was er darstellt, dann kommen wir näher und sehen, das sindunsereSchlachtschiffe! Majestä- . tisch und gelassen ziehen sie durch die aufgewühlte See, von Sicherungsfahrzeugen schützend umgeben. Bei dem Anblick dieses Verbandes ist Stolz in uns. Und wenn wir nun die Aufgabe erkennen, die uns gestellt ist . . . Sicherung für die Schlachtschiffe zu fahren, die den Kanal passieren — dann ist auch Freude in uns. Wir haben uns steuerbord vorausgesetzt, eine ganze Linie von Schnellbooten! Schon kommen englische Jäger an. Sie umkreisen den Verband, aber noch in respektvoller Entfernung. Nur einer greift im Vorbeiflug das letzte unserer Boote an. Aber ihm gelingen nur ein paar Schüsse. Einen zweiten Anslug unternimmt er nicht mehr. Auch unsere Jäger kreisen und kurven in der Luft.
Hm cker engsten Stelle ckes Kanals
Wir nähern uns der Straße Dover—Calais. An steuerbord taucht aus dem Dunst die englische Küste auf. Die engste Stelle des Kanals ist erreicht. Englische Landbatterien seyern, aber ihre Schüsse treffen nicht. Wir nebeln! Alle Schnellboote ziehen lange dicke Nebelwände hinter sich her, in deren milchigem Schleier der Verband verschwindet. Schnellbootalarm! Von der Küste nähern sich englische Schnellboote. Aber wir haben sie rechtzeitig erkannt und brausen nun mit voller Kraft auf sie zu. Wir fürchten sie nicht. Doch die Engländer sehen, daß wir sie einkreisen wollen. So schießen sie ihre Torpedos auf den für einen Augenblick sichtbaren deutschen Verband aus viel zu größer Entfernung, indes
wir sie schon unter Beschüß nehmen. Da drehen sie ab. Aus dem deutschen Verband löst sich ein großer Zerstörer und jagt ihnen nach. Noch sehen wir seine Abschüsse, als der Ruf „Fliegeralarm!" über das Boot hallt. Von der englischen Küste ziehen Torpedoslugzeuge heran. Sechs machen wir aus. Unsere Jäger stürzen sich auf sie, ein wildes Kurven und Kurbeln, bald hoch in den Wolken, bald knapp über der See beginnt. Nicht lange, da stürzt eines der Torpedoflugzeuge in die See. Zwei, drei folgen in kurzen Abständen. Wieviel es waren, wissen wi/ nicht genau, das wissen aber unsere Jäger desto besser. Nur eines noch, das in niedriger Höhe über dem Wasser den Riickslug antritt, gerät in den Bereich unserer Schußwaffen. An vier, fünf Booten mußte es vorbei, und jedes nimmt es ins Visier: Ein Aufblitzen — dann stürzt es in die See. Immer noch kurven die Jäger in der Luft. Spitfire sind aufgetaucht. Aber kein englisches Flugzeug kommt an den Verband heran. Ruhig halten die Schlachtschiffe ihren Kurs. Längst haben wir die schmalste Stelle des Kanals passiert. Einmal noch tauchen am Horizont zwei englische Schnellboote aus, trauen sich jedoch nicht mehr heran.
Immer gröber ist die See geworden. Wir fallen von einem Welleutail ins andere. Bald werden wir von den hemnstürzenden Wogen hochgehoben., so baß der Bug unseres Bootes wett aus dem Wasser ragt, dann wieder versinken wir in Kaskaden von Wasserbergen, die über u«ns zusammenbrechen. Noch eine Weile begleiten wir unsere Schlachtschiffe, dann ist unsere Aufgabe gelöst. Wir kämpfen uns durch die aufgewühlte See zu unserem Hafen durch. Was macht es, daß wir alle frieren und völlig durchnäßt sind, daß das Wasser nur so an uns herunterläuft, daß wir uns auf dem rollenden und stampfenden Boot festklammern müssen? Wir haben mitgeholfen, diev Schlachtschiffe, unsere Schlachtschiffe, sicher unter den Augen der Engländer zu geleiten. Und das am hellen Tage. U«rd das angesichts der englischen Küste, die England den Einsatz seiner gangen Machtmittel ermöglichte!
jeder Seite hin, auch in den Indischen Ozean, zu unternehmen. Japan ist nicht allein unangreifbar geworden, sondern, zumal die Operationen auf Niederländisch- Indien Tag für Tag, ja, fast stündlich erfolgreich vorwärtsschreiten, bereits in der Lage, den großasiatischen Raum so zu kontrollieren, wie es seinen Interessen entspricht. Nachdem nun auch Vandia Massin in Japans Hand ist, verfügen die Japaner auch nach dem indischen Archipel hin über eine beinahe gradlinige Kette äußerst wertvoller Offensivstützpunkte, von Singapur angefan, gen über Südborneo, Celebes, Amboina und Neu- Britannien, von wo aus sie sowohl einen gewaltigen Frontalangriff, aber auch eine richtige Zange gegen Java und Australien zu bilden vermögen. Zur Nutzung der bereits gewonnenen Räume vermag Japans Flotte die von ihm bereits besetzten Gebiete vor jeder feindlichen Einwirkung zu schützen und dazu noch die Rohstofftransporte aus den eroberten Gebieten nach dem Mutterlands zu sichern. Was England mit Singapur verlor, ist mehr als eine Festung, es ist seine oftasiatische Stellung schlechtweg. Und man kann sehr wohl die Ernüchterung, um nicht zu sagen den schweren Katzenjammer verstehen, der darüber in London sich bemerkbar macht und ganz im Gegensatz steht zu jener Dünkirchen- stimmung, aus der heraus England immer noch die moralische Kraft gewann, neue Kraftreserven zu mobilisieren. Daß man denn auch in London nach dem Verlust von Singapur ganz klar sich der Gefahr einer Bedrohung Indiens, Burmas, Javas und Australiens gegenübersteht, geht aus allen Aeußerungen der britischen Presse hervor, von denen einige den prophetischen Ausspruch des bekannten Lord Roberts dem britischen Volke ins Gedächtnis rufen: „Wetzn Singapur fällt, wird auch das britische Empire fallen!"
Kronzeugen Nun Singapur fiel, soll es plötzlich nach für Lingapur Ausiassungen einer sehr durchsichtigen englischen Propaganda nicht einmal mehr wert gewesen sein, verteidigt zu werden. Es sei eine Seefestung ohne Flotte gewesen, heißt es in der englischen Presse. Aber warum in Singapur keine Flotte war bzw. nicht mehr war, das zu untersuchen hütet sich wohl die von Churchill angewiesene Propaganda. Es war die Flotte nicht vorhanden, erstens weil der eine Teil der englischen Gosum Motte durch das Gegengewicht der deutschen Flotte in den europäischen Gewässern um die Insel herum festgehalten ist, zweitens weil ein anderer Teil der britischen Flotte im Mittel- meer durch die Streitmächte der Achsenmächte sehr beschäftigt wird; endlich drittens, weit der Rest, der für Singapur noch übrigblieb, von de«r Japanern in der denkwürdigen Schlacht aus der Luft versenkt worden ist. Wie wenig die Home fleet es wagen kann, ihre Stützpunkte auf der Insel zu verlassen, hat jetzt erst wieder das Gefecht im Kanat bewiesen. Und so ist es schon gewissermaßen richtig, wenn die Engländer Singapur eine Seefeste ohne Flotte nennen. Nur müssen die Engländer es sich schon selbst zuschreiben, wenn ihr viet- gerllhmtes Singapur, der einstmals als die stärkste Seefeste der Welt angesprochene Hauptstützpunkt Englands im ostasiatischen Raum, eine Seefeste ohne Flotte war. Die Bedeutung Singapurs darum aber nun zu verkleinern, mutet um so kindischer an, als außer Lord Roberts Wort, das wir oben zitierten, noch eins ganze Reihe anderer britischer Auslassungen vorhanden ist, die vor dem Fall Singapurs dessen Unersetzlichkeit für England hervorgehoben hatten. „Die Hälfte der Welt würde zusammenknicken und vom Tenno und seinen tüchtigen Armee- und Flottenoffizieren wieder neu konstruiert werden, wenn Singapur fiele. Wenn der Krieg jemals jene Küste erreicht und in den Straßen von Singapur Schüsse widerhallen, dann läutet das Totenglöcklein des Empires." Das sind die Worte der us.-amerikanischen Zeitschrift „Life", deren man sich auch in England in diesen Tagen wieder erinnert, nachdem man sie. die am 21. Juli 1941 bereits veröffentlicht worden sind, als unwesentlich für den Verlauf und den Fortgang dieses Krieges ack aeta. gelegt hatte. Als das Tragische für England dabei erscheint, daß bei jenem Aufsatz der „Life", in dem diese Worte enthalten sind. gleichzeitig eine Karte mit veröffentlicht war. die mit dicken schwarzen Pfeilen ganz genau jene Züge der japanischen Operationen zu Lande und zur See darstellt, die „allenfalls" dem japanischen Kriegsplan entsprechen sollten. Die "«.-amerikanische Zeitschrift
M»I»I»»»»IIIIIIÜIII»»II»»»»I»NII»»»»II»»II»I,IUIIII„„IIIIIIIII»I»IMIMI,
Vnsor
Churchill ist nach dem kühnen Kanal-Vorstoß des deutschen Geschwaders die Zielscheibe scharfer britischer Kritik.
Im Atlantik vernichteten unsere U-Boote erneut 26 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes.
Der Führer richtete in Berlin eine Ansprache an Osfiziers-Anwärter und soeben beförderte Offiziere.
Norwegens Ministerpräsident Quisling gab in Berlin Erklärungen über die deutsch-nordische Zusammenarbeit ab.
Der Nauticus, Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen, ist jetzt zum 25. Male erschienen.
Die „Carl-Röver-Kcburtstagsspende" erbrachte in diesem Jahre über 400 000 Mark und damit fast 80 000 Mark mehr als im Vorjahr.
Für vorbildliche soziale Betreuung der Gefolgschaft erhielten drei bremische Betriebe das Leistungsab-, zeichen.