Ausgabe 
(11.2.1942) Nr. 42
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden vürgertneisters der Zreien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches-Verkündungsblalt des veichsstattstalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 42 , 12. Jahrgang

il ittwoch, 11. Zebruar 1942

Einzelpreis 15 Nps.

Schiffsraummangel unterbindet Noosevetts überseeische operatianen großen Stiles

Schlachlschtffskern im Mittelmeer zerstört

vrsbtdsricbt unserer verliner Lckriitleitunz

b. Berlin, 18. Februar.Raus reiße« rein!" und wieder:Raus reißen rein!" Unsere U-Boote sollen die Wölfe des Meeres sein, sie sollen ihr Wild auflauern, es jagen und in die Tiese reißen! Der Be­fehlshaber der U-Boote, Vizeadmiral Doenitz, sprach diese Worte einmal im Blockhaus des Gauleiters in Ahlhorn. Er sprach von den Schwierigkeiten des U- Boot-Krieges, dem Lauern auf See, dem endlosen, zer­mürbenden Warten, er sprach von jenen spannenden Se­kunden, in denen die Besatzung den Atem anhält, lang­sam der Zeiger der Stoppuhr sein Rad durchläuft und draußen der Torpedo aus das feindliche Schiff zu durch die Wellen zischt. Die U-Boote laufen aus, sie reißen nieder, kommen heim, und wieder geht es raus. an den Feind! Dies war vor mehr als einem Jahr. Sie stan­den in der Blockadejchlacht, sie hatten Sonderausgaben während des Norwegenunternehmens erfüllt, Lücke aus Lücke in die Handesstonnage Britanniens gerissen und waren bereit zu neuen Sonderausgaben, die sich jetzt durch die Flankendeckung im Eismeer und im Mittel­meer abheben. Und wieder heißt es:Raus reißen rein!" Wieder sind unsere zahlmäßig erheblich ver­mehrten und durch keinerlei Einschränkung mehr behin­derten U-Boote am Feind. Sie haben jenen Hoffnung witternden Kommentar der LondonerTimes" nach der ersten Sondermeldnng am 24. Januar über deutsche U-Voots-Tätigkeit vor Roosevelts Küsten Lügen gestraft. Es fei bin Einzelsall, die kühne Tät eines besonderen U-Boots-Kommandanten, eine keine Nachfolger findende Leistung so tröstete dieTimes". Es ist anders ge­kommen.

Seit jenem Tag, an dem die Aktivität der deutschen U-Boote vor den Küsten der Vereinigten Staaten und Kanadas die Zangenbewegung der deutschen und japanischen Einheiten ahnen ließen, sind 81 Handels­schiffe in jenen Gewässern versenkt worden, 421 588 Brutto-Register-Tonnen wurden jenseits des Ozeans in die Tiefe gerissen. Wertvoller Frachtraum, für die Amerikaner bedeutungsvoller als je zuvor! Ameri­kanische Kommentatoren plauderten es aus: Der Schiffsraummangel der USA. trug wesentlich dazu bei, die amerikanische» Strategen zum Verzicht überseeischer Operationen in großem Maßstab zu veranlassen. Diese Schifssraumnot der Amerikaner hatten die Engländer gleich zu Beginn des amerikanisch-japanischen Krieges zu späten bekommen. Washington zog seine Tanker» die es in den Atlantikverkehr mit Britannien gestellt hatte, zurück, um ihren Einsatz wieder in eigene Regie zu nehmen. Und da ist es bemerkenswert, daß unter dem von deutschen ll-Vooten vor Amerikas Küsten versenk­ten Schiffsraum sich vor allem Tanker befinden, Tan­ker, die man dringend im Pazifik benötigte, durch

die Tätigkeit der japanischen U-Bootswaffe ebenfalls außerordentliche Lücken in den Tonnagebestand der Briten gerissen wurden.

Es ist ein Merkmal der OKW.-Berichte, daß hier lediglich die positiv als versenkt beobachteten. Schiffe aufgeführt werden, nicht aber die Unzahl der Schiffe, die mit schweren Beschädigungen sich davonschleichen konnten und nun monatelang in Trockendocks zur Aus­besserung liegen müssen und für diese Zeit ebenfalls auf das Verlustkonto der Feinde gesetzt werden müssen. Die amerikanischen RHlaraturwerften sind überfüllt, und schon jetzt mehren sich Stimmen amerikanischer Se­natoren. die ihren Unwillen darüber zum Ausdruck bringen, daß diese Reparaturmöglichkeiten allzu bereit­willig den Briten zur Verfügung gestellt wurden, die in Gibraltar und Alexandria nur noch spärlichste Mög­lichkeiten zur Ausbesserung beschädigter Schiffe haben, da auch hier die Docks vollkommen gefüllt sind vor allem von Kriegsschiffen, die im Mittelmeer von Torpedos und Bomben getroffen wurden. Die deutsche U-Boot- Waffe hat im Mittelmeer in ihrer Zusammenarbeit mit den italienischen Waffenkameraden den Kern der britischen Mittelmeerflotte zerstört. Jede britische Schlachtschifftätigkeit mußte mit dem Anfang des De­zember aufhören, da effektiv kein einziges Schlachtschiff

Aus dem Führerhauptquartier, 18. Fe­bruar. Das Oberkommando .der Wehrmacht gibt be­kannt:An der Ostfront erlitt der Gegner im Ver­laufe der fortdauernden Kämpfe wiederum hohe blu­tige Verluste. Eigene Angriffsunternehmungen brach­ten örtliche Erfolge. 16 feindliche Panzer wurden ver­nichtet. Die Luftwaffe unterstützte den Abwehrkampf des Heeres durch wirkjamen Einsatz von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen und bekämpfte mit guter Wir­kung Schifssziele in den Gewässern der östlichen Krim. Vor Leningrad blieben erneute und von starken Kräften geführte Ausbruchsversuche des Feindes er­folglos. Artillerie des Heeres beschoß kriegswichtige Ziele bei Kronstadt mit guter Wirkung. Bei der erfolgreichen Abwehr schwerster Massenaugriffe des Gegners zeichneten sich die württembergische 25. motori­sierte Infanteriedivision und die U-Legion Flandern besonders aus.

Wie bereits durch Sondermeldnng bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote im Atlantik acht feindliche Handelsschiffe mit zusammen 58 588 BRT., und eine Korvette. Ein weiterer größerer Dampfer wurde durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Von diesen Schissen wurden sechs mit zusammen 34 588 BRT. vor der Nordamerikanischen Küste versenkt.

In Nord-Afrika beiderseitige Aufklärungstätig­keit. Deutsche Kamps- und Sturzkampfstaffeln bombar-

mehr fahrbereit war. Hier den Begriff von einem zwei- l tenHawai" zu prägen, würde nicht über das Ziel j hinausschießen heißen.

Die britischen Kommentare zu der Wirksamkeit der deutschen U-Boote stehen unter dem deprimierenden Vorzeichen:Wir Briten haben alles verkehrt gemacht!" Jene Großadmirale und Admirale, jene Befehlshaber und Kommandanten, die zur Eröffnung der fünfzig Sparwochen für die britische Flotte ein düsteres Bild der britischen Seekriegslage entwarfen, um die Spariiitig- keit anzufeuern, waren in ihrer Schwarzmalerei nicht zu weit gegangen. Sie hatten düstere Aspekts aufge­zeichnet. Und jetzt beschäftigt sich in derDaily Mail" Kapitän Acworth mit der Frage, was denn die britische Flotte brauche, damit dieser Krieg gewonnen werden könne. Grundstimmung dieses Berichtes:Alles bisher Versuchte war verkehrt. Wir müssen jetzt bauen, so meint der britische Kapitän, bauen um jede» Preis, gleich­gültig wie groß und wie stark die Schiffe sind. Es kommt jetzt nur auf die Zahl an. Nehmt kleinere Schiffe, wenn sie schneller fertig werden, aber baut! Der große Um­fang der britischen Schlachtschiffe habe sich als eine be­sondere Schwäche und nicht als Stärke der englischen Marine herausgestellt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

dierten unter starfem Jagdschutz Flugstützpunkte, Kraft­fahrzeugkolonnen und Materiallager des Feindes in der Marmarica und in Nordiighpten. In Luftkämpfen wurden in diesem Raum drei feindliche Flugzeuge ab- geschyssen. Westlich Marsa Matrnk griff ein deutscher Kampssliegeroerband im östlichen Mittelmeer einen stark gesicherten britischen Geleitzug mit besonderem Er­folg an. Hierbei wurden ein Leichter Kreuzer, ein Zer­störer und zwei große Transporter durch Bombenvoll- tresfer so schwer beschädigt, daß mit der Vernichtung eines Teiles dieser Schisse gerechnet werden kann. Flug­plätze und andere militärische Anlagen der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht mit Bomben be­legt. Bei der Abwehr von Angriffsoersuchen der bri­tischen Luftwaffe in der Deutschen Bucht schoß Ober­feldwebel Lüth innerhalb einer Stunde drei feind­liche Bomber ab und erhöhte damit die Zahl seiner Luftsiege aus 29."

42 slug;euge und drei Fesselballons abgeschossen

Berlin, 18. Februar. Der Führer verlieh auf Bor­schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmar­schall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Leutnant Bernd Galowitsch, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

Ver große U-Vool-Schlag im ffrlantik

örtliche krsolge eigener gngrifssunlerneiimungen an der Ostfront

Mauer auf Singapur weiter im Dngriff

Heftige kämpfe um das Kernoerfeidigungsfgstem der Fnfelfestung Landungen schreiten erfolgreich fort

Tokio, 18. Februar. Nach dem letzten Frontbericht von Domei aus Singapur sind bereits Kämpfe um die befestigten Stellungen hart nördlich Bukit Timah im Gange. Neue japanische Verstärkungen wurden über deü inzwischen hergestellten Brückenweg in südöstlicher Richtung aus Nayson zum Angriff angesetzt, der be­reits aus zurückgehende britische Streitkräfte aus Rich­tung des Flughafens Seletar traf. Südlich Mandai und östlich vom Flugplatz Tengah stehen Oeltanks in Flammen. Die Briten wurden nach heftigen Kämpfen in südöstlicher Richtung auf die befestigten Stellungen zwischen Bukit Panjang und Bukit Timah zurück­geworfen. (Beide Orte liegen an der Straße Kranja Singapur:) Die bei Kramji an der Nordküste der Insel Singapur gelandeten Truppen haben den Gegner in südlicher Richtung über Mandai ebenfalls auf die be­festigten Stellungen östlich Panjang zurückgeworfen. Weiter östlich ziehen sich Briten und Inder aus dem Küstengebiet zwischen dem Kriegshafen Seletar und dem Fort Changt in Richtung der Stadt Singapur zurück. -

Die japanischen Voraustruppen stehen unter stän­digem Angriff in engster Feindfühlung. Auch die japa­nische Luftwaffe greift unausgesetzt in die Bodenkämpfe ein. Starke Luftformationen bombardierten die stra­tegisch wichtigen Mandai-Höhen südwestlich des Brücken- dammes sowie das Fort Changi im Nordostzipfel her Insel, wo starke Brände hervorgerufen wurden. Weitere Formationen, die Scheinwerfer- und Artilleriestellungen am Landungstag mit Bomben belegten und den Luft­raum über der Insel abpatrouillierten, stießen hierbei auf keinen Gegner. Nur während eines Bombenangriffs auf die Nordküste erschienen drei Hurricanes, von denen sofort ohne eigene Verluste eine abgeschossen wurde.

81nASpur-vsmm sls I^sckyckuÜPSlrsüe

Ein ununterbrochener Strom japanischer Truppen und Nachschubkolonnen ergoß sich, wie Domei meldet, am Dienstagvormittag über den Damm von Johur, um die japanischen Truppen, die aus der Insel Singapur kämp­fen, zu verstärken, nachdem es dem japanischen Pionier- korps, das die ganze Nacht mit Hochdruck gearbeitet hatte, gelungen war, den einen Kilometer langen Gra­nitdamm auszubessern, der nach dem britischen Rückzug vom Festland in Johur gesprengt worden war.

Die Reparatur des Dammes wurde in aller Eile in der Nacht durchgeführt, da einige Mitglieder des japani­

schen Pionierkorps in dir vorausgegangenen Nacht vor der Eroßoffensioe gegen Singapur unter dem Schutz ja­panischer Geschütze zu der Stelle schwammen, wo der Damm gebrochen war. Da Material für die Ausbesse­rung des Dammes ausreichend vorher beschafft war, wurde diese sofort durchgeführt, sobald die japanischen Landungstrupps den Feind aus den Stellungen, die das südliche Ende des Dammes beherrschen, vertrieben hatte.

2ur LroberunZ FenFsks

Die japanischen Truppen, die am Montagabend den Flugplatz von Tengah im westlichen Teil der Insel Singapur eroberten, sind bis zu einer Stelle östlich des Flugplatzes vorgedrungen und mit dem Feind am

Tengah-Fluß in heftige Kämpfe verwickelt. Es heißt, daß bei der Besetzung des Flugplatzes von Tengah zehn feindliche Flugzeuge und zwei Flakgeschütze den Japa­nern in die Hand fielen. Die Hauptkampflinie erstreckt sich nunmehr vom Flugplatz Tengah in nordöstlicher Richtung bis zur Gegend des Kriegshafens Seletar. Vor allem um diesen Hafen spielen sich äußerst erbitterte Kämpfe ab. Von seinen 38 großen Oeltanks stehen bereits 28 in Brand und hüllen diesen Kampfabschnitt in riesige schwarzgelbe Rauchwolken ein. Fortgesetzt sind schwerste Explosionen hörbar. Die Tankanlagen am Kriegshafen konnten etwa 388 888 Tonnen Oel aufnehmen.

Entscheidend für die ersten Erfolge der Japaner hat sich das Ueberraschungsmoment ausgewirkt. So konnten die Landungen fast ohne Verluste durchgeführt werden, womit man selbst auf japanischer Seite kaum gerechnet hatte. Die Tatsache, daß die Japaner gleichzeitig an den verschiedensten Stellen der Insel landeten und sich unter geschickter Ausnutzung des Geländes, vor allem in den Gummiplantagen, an den Feind heranarbeiteten, brachte große Verwirrung in die Reihen des Gegners-. Dazu kommt, daß es sich bei den Verteidigern zum Teil um Kräfte handelt, die bereits auf dem Malaya-Eebiet zum ständigen Rückzug gezwungen waren, wodurch ihre Moral zweifellos gelitten hat.

Weiterer kückruZ der kritischen Gruppen"

Die überraschende und erfolgreiche Durchführung der Landungen auf der Insel Singapur und das günstige Fortschreiten der Operationen der japanischen Truppen werden auch in den Berichten des Londo>!er Nachrichten­dienstes ziemlich offen zugegeben.Bittische Truppen trafen", so heißt es u. a..Montag früh starke japanische Streitkräfte an, die' in der Nacht zum Montag an der Westküste der Insel gelandet waren. Die Landung wurde kurz vor-Mitternachll durchgeführt und nahm 2 Stunden in Anspruch. Das Toben eines Tvopengewitters mischte sich in das Heulen der Granaten und das Dröhnen der Flugzeugmotoren. Als dann der Mond aufstieg, dran­gen die Japaner" in die Mang roven sümpfe «in, die all­mählich in den Dschungel u-nd die Eummiplantagen übergehen. Es gelang den Japanern, die vorgeschobe­nen britischen Streitkräfte zurückzudrängen. Dann gin­ge»! die Briten zum Angriff über. Ueber den Verlauf der Kämpfe liegen noch keine Meldungen vor."

' Die Unklarheit über den Erfolg dieses britischen Gegenangriffs wurde bald durch ein amtliches Kommu- uiqus aus Singapur beseitigt, das nach dem Londoner Nachrichtendienst folgenden Wortlaut hat:Der starke Angriff des Feindes, der sich im Anschluß an die Lan­dung in Singapur entwickelte, wurde durch Sturzkamps­flieger, Maschinengewehrfeuer und Artillerie unterstützt, fonsolgedessen sowie infolge der feindlichen Infiltration wurde ein weiterer Rückzug der britischen Truppen nach hartnäckigen Kämpfen durchgeführt."

(Siehe auch Seite 2)

Die Sowejets in Berlin" / Stalin bereitete den Ueberfall auf das Reich seit 1939 vor -

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

A. ll. Berlin, 10. Februar. Als Abgesandter Stalins war Cripps nach London zurückgekehrt, mit dem Wunsch, den bolschewistischen Forderungen, die seit Edens Besuch in Moskau bereits offenbar geworden waren, in Eng­land bedingungslos zur Annahme zu verhelfen. Die erste größere Rede, die Cripps hielt, diente vor allem der Ankurbelung der britischen Energien auf dem Gebiets der Kriegsproduktion mit dem alarmierenden Schrei: Die Sowjets können den Krieg gegen Deutschland nicht ohne die stärkste britische Hilfe gewinnen. Die zweite Rede, die Cripps am Montag in Bristol gehalten hat, hatte einen anderen Tenor. Sre war abgestellt auf die Gewinnung der englischen Oeffentlichkeit für die gemein­samen bolschewistisch-plutokraftichen Mächte USA. und England einerseits und den Sowjets andererseits und zweitens für die endgültige Zuteilung Europas an die Bolschewisten. Worum es Cripps geht, ist ein Drängen nach einer endgültigen agitatorischen Fixierung dieser in Moskau vereinbarten ,',Friedensziele". in der von ihm erwähnten ,.Erweiterung der Atläntik-Charta". Don Bolschewisten ist darum zu tun, daß ihnen jene Zuge­ständnisse auch vor aller Welt verbrieft werden; sie begnügen sich nicht mit den Abmachungen Edens im Auftrage Churchills, sie wollen eine klarere Heraus­hebung aus agitatorischen Gründen, um aus der Bin­dung eine stärkere Peitsche der materiellen Verpflichtung zür Kriegshilse ableiten zu können, die sie so notwen­dig brauchen.

Aber die Gründe sind nicht das Entscheidende bei deck neuesten Enthüllungen voll Mr. Cripps. Das Entschei­dende ist die brutale Offenheit, mit der dieser Agent Stalins die Pläne der Kreml-Diktatoren enthüllt. Er hat es eilig, seinen Auftrag auszuführen, weil er in London die tiefe Depression über die Ereig-, nisse und Rückschläge in Nordafrika und Ostasien aus­gleichen möchte. Cripps formulierte den Verrat und den Verkauf Europas an den Bolschewismus mit den Sätzen: Ohne Zweifel wird nach dem Kriege die Sowjetunion die stärkste Macht Europas sein, sie wird nach Auf­fassung von Cripps den Krieg mit einerInstallie­rung" in Berlin beenden. Mit anderen Worten, Berlin soll die bolschewistische Zentrale des westeuropäischen Diktaturbereichs Moskaus werden. Von hier 'aus soll das ganze Europa unter den bolschewistischen Zer­störung«- und Vernichtungswillen gebeugt werden, wäh­rend die,Plutokratien die übrige Welt dann für sich nach imperialistischen Methoden ausplündern könnten; denn das ist allein der Sinn der Nebenbemerkuna von Cripps, daß die Bolschewisten Moskaus keinen Welt­kommunismus wollten und sich in die Angelegenheiten der anderen Länder nicht einmischen würden. Wenn Cripps hinzufügt, daß England um so weniger den Kommunismus zu sürchten brauche, je enger es mit der Sowjetunion zusammenarbeite, ist nwr eine Unterstrei­chung und Bestätigung dieser klaren Absicht der Aus­lieferung Europas, um sich selbst dadurch von den Fol­gen der Bolschewisierung freizulaufen, > denn Herr Cripps muß angesichts der noch vorhandenen inner- englischen Widerstände gegenüber den bolschewistischen Methoden einen weiteren Vorbehalt machen zu seinem Volschewismustaumel in der Erklärung, daß es am, Kommunismus sneben Bewunderungswürdigem vieler­lei gebe, was man im eigenen Lande nicht haben möchte.

So also steht es mit der britischen Rechnung der Churchill, Eden und Cripps. so um die diktatorischen Forderungen der Bolschewisten. Um nun das noch vor­handene Mißtrauen gegen hie Ehrlichkeit der sowjeti­schen Bereitschaft aus der Welt zu schaffen, enthüllt Mr. Cripps etwas, war zwar der Jude Jngersoll und andere besonders eifrige Volschewistenfreunde aus dem Kreise Roosevelts und Edens schon wiederholt ziemlich deutlich gemacht haben, was aber noch nie in dieser Präzision von britisch-amerikanischer Seite hervor­gehoben worden ist. wobei-sich Herr Cripps in seinen Darlegungen dieser Tage immer wieder auf die intim­sten Besprechungen mit Stalin. Kalinin und den übri­gen Sowjetgrößen stützt.

Eripps zeigt auf, daß Stalin zu Beginn 1939 auf­richtig bemüht gewesen ist, ein Abkommen mit Frank­reich und Großbritannien zustande zu bringen, uno erst, als er sein Ziel nicht erreichte, davon Abstand nahm, den Krieg mit Deutschland zu führen, sondern mit

aimiiiimiimmiiiimuiimiimimimmimmmmmiimiiiimiimmimiiimmnii,

Wieder erzielten unsere U-Voote an der USA.-Hiiste einen Eroßerfolg durch Versenkung von sechs Han­delsschiffen.

Insgesamt wurden in Roosevelts Gewässern bisher 61 Handelsschiffe auf den Meeresboden geschickt Cripps erklärte in einer neuen Rede, Stalin müsse in Berlin die Regierung übernehmen; außerdem enthüllte Cripps die bereits 1933 begonnenen Kriegsvorbereitungen der Sowjets gegen das Reich. Die Japaner haben auf der Insel Singapur bereits wichtige Befestigungen genommen.

Reichsleiter Dr. Leg gibt Richtsätze für die Ratio­nalisierung.

Für das Jahr 1942 sind sämtliche Messen abgesagt worden.

Am 22. März wird die Uebernahme der Pimpfe und Jungmädel in Hitler-Jugend und BDM. als Verpflichtung der Jugend" vollzogen.