Ausgabe 
(9.2.1942) Nr. 40
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parteiamtliche Tageszeitung

Vas flMsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten vremens

flmtiiches verkündungsbtalt des Neichsstatttsallers in Oldenburg und vremen

Nr. 40 , 12. Jahrgang

Montag, S. Zebruar 1942

Einzelpreis 13 Npf.

fernost-llämmeruna der kriegstteiber

Nach -er SSuberung des Pazifik wir- auch -er Indische 0zean nicht mein unter knglands kinfluft stellen

, kingeständnisse

t Die großen Entscheidungen in Ostasien

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

A. d. Berlin». 8. Februar. Die Briten müssen bereits Niederlagen am baufenden Band in Lstasien zugeben. London befürchtet, daß Burma ein Wendepunkt der ja­panischen Siege sein werde. Denn, wenn es ihnen ge­linge, Burma -u nehmen, so bedrohe es Indien. Diese Erkenntnis sucht der neue britische Botschafter für Mos­kau auszuwerten zu einer Aufforderung an die Inder, sich in verstärktem Umfange als Kanonenfutter für Bri­tannien mißbrauchen zu lassen, weil die Möglichkeiten des Einsatzes der Tschungkinghibfstruppen nach einer Einnahme von Rangun als ausgeschlossen angesehen werden. Ein amerikanischer Kommentator kommt nach einer Darstellung der bisherigen japanischen Erfolge zu folgender Feststellung in bezug auf das, was er offenbar an japanischen weiteren Erfolgen erwartet und was er daraus befürchtet:

Niederländisch-Ostindien ist die wertvollste Besitzung der Welt!" Wenn man es einmal erobert hat. ist es leichter zu halten als Indien selbst. Falls die Japaner die Philippinen, Malaien und Niederliindisch-Jndien besetzt haben» verfügen sie über alle erforderlichen Hilfs­quellen."

Da die endgültige Beseitigung der us-amerikanischen Resttruppen von den Philippinen nur eine Frage der Zeit ist, Malaien schon ganz in der Hand Japans ist und Singapur als Frucht des Malaienfeldzuges und eine zum gegebenen Zeitpunkt in Gang gesetzte Offen­sive die Amerikaner befürchten neuerdings schon ein baldiges Kreta-Schicksal der Insel nachfolgen wird. bedarf es nur noch der Ausbreitung der japanischen .Stöße auf das gesamte niederländisch-indische Inselreich, bis die grundlegende Autarkie des neuen ostasi-atischen Raums erzielt sein wird.

Es ist daher verständlich, wenn japanische Blätter nach zwei Monaten Krieg die Feststellung treffen, dieTokio Nitschi Nitschi" in dem Satz zusammenfaßt: Es ist so als ob seit diesem 8. Dezember bereits ein Jahrhundert vergangen ist. Mit dem Fall Singapurs werde es nicht

mehr lange dauern» bis «ach der Säuberung des Pazi­fiks auch der Indische Ozean nicht mehr unter dem Ein­fluß Englands stehe.

USA.-Kreise fürchten besonders um die Burma-Straße, mit deren Verlust Tschungking den Todesstoß erhalte. Am Ende werde schließlich nur noch Australien als Basis gemeinsamer Operationen bleiben. In dieser Stimmung sucht Roosevelt mit seiner 500-Millibnen-Dollaranleihe Tschiangkaischek zu äußerstem Widerstand zu ködern, wo­bei es dem Kriegsverbrecher im Weißen Haus selbstver­ständlich klar ist, daß schon sehr bald keine einzige Sen­dung von Kriegsmaterial mehr in die Hände der Tschungking-Truppen gelangen wird, wenn erst einmal Rangun verloren sein wird.

Ein Reuter-Bericht aus Singapur enthält merkwür­dige Anspielungen auf einen Abzug von Luft- pnd Flottenstreitkräften. Eine Verlegung gewisser Luftver­bände bedeute jedoch nicht das völlige Fehlen von Luft­

unterstützung. Der Abtransport von Banalen und Per­sonal aus dem Flottenhafen am Johur-Sund dürfe nicht mißdeutet werden. Sicher sei aber, daß dieser Flotten­hafen unter Einwirkung des feindlichen Feuers nicht mehr verwendbar fei. Deshalb mußte mit der Räumung begonnen werden. Zahlreiche Meldungen bestätigen den Wunsch der Engländer, von Burma aus zur Erleichte­rung des Drucks auf Singapur die Offensive mit Tschungking-Truppen an der Burma-Front noch schleu­nigst durchzuführen, und zwar gegen Mittel-Thailand. Deshalb seien relativ starke englisch-amerikanische Luft­streitkräfte (!) in Burma versammelt« Reuter behaup­tet, daß außer englische«, australischen, amerikanischen und kanadischen Fliegern auch indische dort eingesetzt werden. Trotzdem entfalten die Japaner gerade hier eine beträchtliche Tätigkeit. Nach den englischen Berichten bombardierten sie erneut Flugplätze nördlich Rangun.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Fortdauer der flbwelirkömpfe im Osten

Nor-westveuische Infanierie-ioifion besonvers bewä-rt 2ZS Sowieisiugzeuge vernichtet

Aus dem Führerhauptquartier, 8. Fe­bruar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Im Osten dauern die schweren Abwehrkämpfe pir. Mehrere Kräftegruppen des Feindes wurden durch Gegenangriff vernichtet. Im Kamps gegen vielfache feindliche Ueberlegenheit hat sich die nordwest- deutsche 2KS. Infanteriedivision besonders bewährt. Innerhalb von vier Wochen hat sie mehr als 120 feindliche Angriffe abgewiesen und in zahlreichen Gegenangriffe» starke feindliche Kräfte vernichtet. In der Zeit vom 31. Januar bis K. Februar verlor die sowjetische Luftwaffe 23g Flugzeuge. Davon wifiden 117 in Luftkämpfen und 18 durch Flakartillerie abge­schossen.. Der Nest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 13 eigene Flugzeuge verloren.

In Nordafrika beiderseitige Ausklärungstätigkeit, In der Deutschen Bucht schössen am gestrigen Tage Jagd­

flugzeuge ohne eigene Verluste aus einem britischen Bomberverband fünf Flugzeuge ab."

Ueber die erfolgreichen Kämpfe in Nordafrika wer­den fortlaufend neue Einzelheiten bekannt. Der Be­richt des Oberkommandos der Wehrmacht vom 5. Fe­bruar gab bereits eine Uebersicht über die gewaltigen Mengen vernichteten oder erbeuteten britischen Kriegs­materials. Zu den hier genannten 3500 Gefangenen, 370 Panzerfahrzeugen und 192 Geschützen kommen jetzt noch 1220 Kraftfahrzeuge aller Art hinzu, die die' Bri­ten auf ihrem schnellen Rückzug aus Bengasi und Derna zurücklassen mußten und die von den deutschen und italienischen -Truppen erbeutet oder bei der Verfolgung der Briten vernichtet wurden. Diese 1220 Kraftfahr­zeuge bilden den Fahrzeugpark nahezu einer ganzen Di­vision. Daß die Briten eine solche Menge Fahrzeuge zurücklassen mußten, beweist die große Eile ihres Rück­zuges vor dem unaufhaltsamen Nachdrängen der deut­schen und italienischen Verbände.

Neichsmimfter Vr. srih lodt tödlich verunglückt

Unvergängliche Leistungen in krieg und frieden sind für alle Zeiten mit seinem Namen verknüpft

Berl i n, 8. Februar. In soldatischer Pflicht­erfüllung ist am Sonntag Reichsminister Dr. Todt bei Durchführung seiner militärischen Aufgaben durch Flugzeugabsturz tödlich ver­unglückt. Der Führer hat ein Staatsbegräbnis angeordnet.

Ein Soldat vollendete sein Leben! In der Erfüllung einer militärischen Aufgabe wurde er durch einen tragischen Unglücksfall abberufen in die Armee der Toten» die durch ihr Lebenswerk unsterblich wurden. Ihre Arbeit galt einzig und allein dem gesamten Volk, dessen Söhne sie waren, und nun trauert das ganze Volk um sie. Reichsminister Dr. Fritz Todt war einer der engsten Mitarbeiter des Führers, er hatt«, sein Leben unter das Gesetz des Soldatischen gestellt» seit er am ersten Tage des großen Krieges im feld­graue» Rock dem deutschen Volk sein Leben weihte, bis zum Abschluß des gewaltigen Völkerringens kämpfte, als Soldat beim Feldartillerie-Regiment 14, als Bataillonsadjutant im Grenadier-Regiment 1IÜ und von 1918 ab als Fliegerbeobachter im Abschnitt ToulVerdun, wo er im August 1918 im Lustkamps verwundet wurde. Der Krieg war vorüber und doch blieb das Bestimmende im Leben Todts der Kampf. Kompromißlos ging er seinen Weg als der große Techniker, als der Organisator, dem das mißgünstige Ausland bald den Namen desgroßen Zauberers" beilegte. Nicht links, nicht rechts schaute er, jeden Platz voll ausfüllend, und am 17. März 1940 berief ihn der Führer zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Jetzt konnte er all seine Erfahrungen den rümpfenden Truppen zur Verfügung stellen.

Vor 20 Jahren stieß Todt zur NSDAP. Die durch einen Jugendfreund vermittelte erste Begegnung mit Adolf Hitler war für das ganze Leben des jungen Ingenieurs entscheidend. Noch im gleichen Jahr gründete er in Eiting in Bayern eine Ortsgruppe. In der SA., in die er lange vor der Machtergrei­fung als einfacher SA.-Mann eintrat, bekleidete Dr. Todt den Rang eines Obergruppenführers. Als her­vorragender Fachmann wurde er schon vor dem Um­bruch in der Reichsleitung der NSDAP. Fachbe­rater für Wirtschaftstechnik und Arbeitsbeschaffung. Die vielseitigen Kenntnisse, die er sich von der Pike auf durch die praktische Arbeit als einfacher Bau­arbeiter erworben hat. wurden durch ausgedehnte Reisen durch alle deutschen Gaue und darüber hin­aus durch fast ganz Europa erweitert.

Die Abschnitte des Lebens Todts zu kennzeichnen, heißt Werke zu umreißen, die jedes für sich dem Gestalter dieser Werke Unsterblichkeit verliehen hätten. Todt war in erster Linie Techniker. Am 4. September 1891 in Pforzheim in Baden geboren, studierte er Jngenieurwissenschaften an den Technischen Hochschulen in München und Karlsruhe und schon hier galt sein Hauptinteresse dem Straßenbau. Er promovierte zum Dr.-Jng. mit einer Arbeit über/ Straßenbau. Nach dem Kriege war er als Bau-

leiter großer Tiefbaustellen tätig, wurde 1928 Ge­schäftsführer und technischer Leiter der Straßenbau- unternehmung Säger und Wörner in München, be­reiste Italien, Frankreich, das ehemalige Jugoslawien und die Tschecho-Slowakei und lernte hier die straßenbaulichen Verhältnisse dieser Länder kennen, wie er durch eine berufliche Arbeit diejenigen aller deutschen Gaue kennt. Als er am 5. Juli 1933 zum Generalinspekteur für das deutsche Straßen- wesen ernannt wurde, konnte er auf eine Unsumme Erfahrungen zurückschallen, die sich bereits in seiner

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Tätigkeit als Fachbrarbeiter für den Straßenbau in der später von ihm geleiteten Abteilung Wirtschafts­technik und Arbeitsbeschaffung der Partei bewährt hatten.

Das organisatorische Genie und seine ungeheuerliche umfassende Fachkenntnis ließen jedes Werk Todts zu einem vollen Erfolg werden. Seine Leistungen wur­den vorbildlich. Mit seiner Berufung durch den Führer zum Generalinspekteur für das deutsche. Straßenwesen. wurde zum ersten Male in der deut­schen Geschichte der gesamte Straßenbau einer ein­

heitlichen Leitung unterstellt. So entstand das Netz der Reichsautobahnen, dessen Länge ursprünglich auf 7000 Kilometer veranschlagt war. später auf 12 000 Kilometer ausgedehnt wurde und eine neuerliche Er­weiterung durch den Anschluß der Ostmark und des ' Sudetenlandes erfuhr. Was Dr. Fritz Todt hier schuf, war gewaltig, es konnte nur noch gekrönt wer­den durch seine Arbeiten am Westwall, durch seine Bauten an der Atlantikküste und durch die Organi­sation des deutschen Rüstungswesens.

Die Straßenbauten hatten des Interesse der Welt geweckt, der Bau des Westwalles ließ die Feinde diesen Feind fürchten. Als im Frühjahr 1938 infolge der gespannten politischen Lage eine Verstärkung und Beschleunigung der ^Verteidigungsanlagen im Westen zur Sicherung des Reiches notwendig wurde, erteilte der Führer seinem Mitarbeiter Todt den Auftrag, die von der Festungsbauinspektion vorgesehenen Ar­beiten, die seit zwei Jahren im Gang waren, bis zum Herbst 1938 fertigzustellen. Am 28. Mai 1938 begann so dieOrganisation Todt" mit.dem Ausbau der deutschen Perteidigungsanlagen, die im Septem­ber 1938 vor ihrer Vollendung standen Der erste deutsche Nationalpreis, den der Führer im Rahmen des Reichsparteitages 1938 seinem getreuen Mit­arbeiter für diese Leistungen und auch in Anerken­nung des Autobahnwerkes verlieh, war eine äußere Anerkennung für den Techniker und Organisa­tor Todt, sie war darüber hinaus aber auch die Her­ausstellung einer Leistung als Vorbild.

Was Todt dann bei der Versteifung der Festungsanla­gen und bei der Ausdehnung der deutschen Verteidi­gungsanlagen. die nun der Sicherung des Kontinents dienen, leistete, ist heute erst der Wirkung nach fühlbar, da aus militärischen Gründen jetzt noch nicht der gewaltige Umfang dieses von Todt und seinen Arbeitern geschaffenen Werkes, der Schutzbauten für U-Boote an der Küste als der Ausgangsbasis der Atlantikschlacht, der Schutzmaßnahmen in Norwegen usw., umrissen werden kann.

Als jetzt der furchtbare Winter im Osten das Pro­blem der Winterquartiere zu schnellen Entscheidungen zwang, war es auch hier wieder Todt» der mit sei­nen Arbeitern einsprang und neben den fortlaufenden Arbeiten, wie Ausbau des Brücken- und Straßen­netzes, durch Sonderkommandos Quartiere herstellen ließ. Ein geradezu väterliches Verhältnis verband ihn mit seinen Arbeitern, die immer in Gedanken jene alte SoldatenweisheitMehr sein als scheinen" im Gedächtnis hatten, wenn sie vonihrem Todt" sprachen.

Straßenbau, Festungsbau, Organisation und Straf- fung des gesamten technischen Lehens in Deutschland es sind nur einige seiner Aufgaben gewesen! Es waren völlig neue Aufgaben, die keinerlei Vorbild kannten, aber ietzt zum Vorbild geworden sind. Einer der größten Söhne unseres Volkes starb! Er starb, wie er lebte in der Erfüllung feiner Pflicht! Sein' Tod aber riß eine Lücke, die zu schließen schwer ist!

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DrahtSericht unserer Berliner Schriftleitung

k. Berlin, 8. Februar. Mit stärkster Anteilnahme ver­folgt jeder deutsche Stamm den Verlauf der gewaltigen Kämpfe im Osten. In den Tiefen der Sowjetunion, wo der Großteil des deutschen Heeres und der Waffen-sj und der deutschen Luftwaffe in der erfolgreichen Abwehr stehen. Es ist daher mehr als ein lokaler Stolz, den wir in dem Gau Weser-Ems empfinden, wenn wir zum zwei­tenmal in wenigen Tagen davon hören, daß die Truppen einer nordwestdeutschen Division sich in diesem großen Kampf ausgezeichnet haben, nachdem vor einigen Tagen neben den Hotsteinern unsere Oldenburger als zähe Strei­ter dieses Ringens genannt wurden, das immer von neuem die Hoffnungen' der Gegner zerschlägt.

Die Tendenzen der gemeinsamen Kriegführung der Bolschewisten und Plutokraten waren für den Winter 1941/42 absolut offensiv. Daß die Pläne Englands und der USA. als völlig zusammengebrochen anzusehen sind, zeigt eine Betrachtung derWashington-Post" zum Zwei-Fronten-Krieg der USA., in dem sie zu dem Ergebnis komickt,die Vereinigten. Staaten und Groß­britannien befinden sich überall in der Verteidigung. Die USA. sind gezwungen an zwei Fronten gleichzeitig zu kämpfen, sie stehen also in einer Lage, vor der die militärischen Sachverständigen seit Jahren gebangt haben." Das Blatt hat auch keine Hoffnungen für das Jahr 1942 auf eine Aenderung dieser Situation. Es warnt vor Erwartungen und hegt eigentlich nur noch die entfernte Hoffnung, - daß die Winteroffensive der Sowjets eine Entlastung bringe. Diese Erwartungen aber des Blattes werden selbst in den USA. und Eng­land nicht mehr geteilt. Es liegt eine Fülle von Presse­stimmen und Rundfunkberichten vor, die immer wieder von der Feststellung einerVersteifung des deutschen Widerstandes" sprechen, vonnicht zu überbietendem Widerstand im Donezbecken (United Preß), von der völligen Durchkreuzung der sowjetischen Schachzüge auf der Krim (Sender Daventry), von der erneuten Be­drohung der Verbindungen Moskaus durch die wieder aufgelebte deutsche Lufttätigkeit (Exchange Telegraph).

Bei diesen kurz zitierten Stimmen handelt es sich um Feststellungen von Momentbildern der Eesamt- kämpfe. Es gibt aber schon Stimmen, die den grund­sätzlichen Fehlschlag der Hoffnungen der Sowjets auf den General Winter enthalten. So rechnet der Sender Newyotk schon mit einer großen deutschen Früh­jahrsoffensive, wenn es den Sowjets nicht gelinge, den deutschen Widerstand an der Ostfront ganz und gar zu brechen. Die Erfüllung dieser Hoffnung aber wagt New- york seinen Hörern keineswegs in Äussicht zu stellen. Es vermag es auch nicht, weil fast jede neue Meldung von der Ostfront auf den Tenor abgestellt ist:Die Deutschen verstärken ihre Stellungen in der Sowjet­union und halten die eroberten Gebiete." Am klarsten aber spricht diese Feststellung des Londoner Foreign Office in einem Rundspruch an die britischen Presse­attaches aus, in dem es heißt:Wir würden den

Sowjets und uns selbst einen schlechten Dienst erweisen, wenn wir mehr von der Zukunft erwarten als die Tat­sachen rechtfertigen. In annähernd zwei Monaten wird der Frühling jegliche Bewegung der Sowjets für einige Wochen völlig unmöglich machen."

Deutlicher kann man nicht erklären, daß die Hoffnun­gen auf General Winter zuschanden geworden sind. Da­bei läßt diese britische Aeußerung auch erkennen, wie kurzfristig die volle Gunst der äußeren Umstände des Wittkerkampfes den Sowjets zur Verfügung stand. Sie lag neben- der besseren klimatischen Gewöhnung der sowjetischen Truppen an den Winterkrieg zumal das Grosser bolschewistischen'Kampfdivisionen aus den sibi­rischen Reserven stammte vor allem in den besseren Nachschubbedingyngen zur Zeit des Endes der deutschen Offensivbewegungen im Osten gegen die Sowjets, die bis an das relativ gute Eisenbahn- und Straßennetz von Moskau und anderer Zentren zurückgedrängt waren. Sie führten also ihren Nachschub sehr'schnell und leicht heran, selbst während des einbrechenden Hochwinters. Diese Situation änderte sich aber von Tag zu Tag zu ihren llngunsten, als die deutschen Truppen in ihren zähen Abwehrkämpfen sich Schritt für Schritt von dem Feinde abzusetzen begannen und sich unter Wegnahme der bisherigen Stoßkeile aus Hie etwa gradlinige Winter­stellung zurückzogen. Das Ende der Winterkämpfe wird die Vernichtung eines großen Teiles der sowjetischen Reserven sein. die sich sehr stark aus nur kurzfristig aus­gebildeten Truppen zusammensetzten. Zugleich aber wird das Frühjahr nach der Schneeschmelze das deutsche Heer

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Bom 31. Januar bis 8. Februar wurden 239 Sowjet- flugzeuge vernichtet.

Eine nordwestdeutsche Infanterie-Division hat sich im Osten besonders ausgezeichnet.

Reichsminister Dr. Todt ist in soldatischer Pflicht­erfüllung tödlich verunglückt.

In Tanger explodierte englischesKuriergepäck". SA.-Vrigadeführer Herwig sprach über den Aufbau im Watthegau.

Der neue Sportgau Weser-Ems gibt die Liste sei­ner Mitarbeiter bekannt.

Der Bremer Sportverein steht durch seine« Sieg über Komet vor der Meisterschaft.

^Der MTV. führte ein Schauturnen für die Wehr­macht durch.