Ausgabe 
(6.2.1942) Nr. 37
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheint 7mal wöchentlich

Monatsbezug E 2,3V einschl. Zu­stellgebühr; Postbezugspreis monatl. 2,30 E < einschl. 30,1 4^4 Post- zeitungsgebühri zuzügl 42 Be­stellgeld Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren k/8. Fernspr. §4121, Nachtr. u. Sonntg. § 1115. Sprechz.: Verlag: werkt!. 1213 Uhrr «^chriftleitung: Diens­tag und Freitag 121413Vr Uhr.

vllMI ZkllllNII

Anzeigen - Gr undpreisei

Dir 1 ww hohe und 22 aana breite Zeile im Anzeigenteil 13 /At. Die 78 mw breite und 1 mm hohe Zeile lmTertteil 75Ermaß Grundpr. sfür Klein- u. Familienanzeig u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 8 Nachlaßstafsel (- Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Ruf 54121) Nachtruf und sonntags 51115) Obernstr. 86, Ruf 5 4121) Silke: Mühlendamm 2) Br.-Hemellngen: Bahnhofstr. 6. Ecke Poststr.. Ruf 4 34 §8) Br.-Vegesack, Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8) Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

parteiamtliche Lageszeitung

Oas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsblalt des Neichsstatttsaliers in Oldenburg und vremen

Nr. Z? / 12. ZaHrgang

Freitag, 6. Februar 1942

kinzelpreis 15 Npf.

visster Z4S000 rönnen vor Nordamerika versenkt / Nommel auf der Verfolgung Verna churchills schwerwiegende Niederlage erkannt / kngland bekennt:wir sind fassungslos"

Aus dem Führerhauptquartier, 5. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt»An der Ostfront scheiterten zahlreiche sowjetische Angriffe unter schwersten Verlusten für den Gegner. Eigene Gegenangriffe führten zu örtlichen Erfolgen. Im mitt­leren Frontabschnitt wurde eine feindliche Kräftegruppe eingeschlossen und vernichtet. Verbände der Luftwaffe führten erfolgreiche Angriffe gegen Truppenbereitstellun- gen, Marschkolonnen und Flugstützpunkte des Feindes. An der Ostküste von Nordamerika versenkten deutsche Unterseeboote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 47 üüü BRT., darunter einen Erzdampfer von 15 888 BRT. In Nordafrika wurde die Ver­folgung des Feindes über Derna hinaus nach Osten fortgesetzt. Kampfflugzeuge zersprengten britische Ko­lonnen westlich Tobruk und bombardierten die Riick- zugsstratzen des Feindes. Nach den bisherigen Meldun­gen wurden bei den Kämpfen in der Cyrenaika im Laufe des Januar durch deutsch-italienische Truppen 3508 Gefangene eingebracht sowie 378 Panzerfahrzeuge und 192 Geschütze erbeutet oder vernichtet. Deutsche Untersee­boote griffen vor Sollum einen durch Zerstörer gesicher­ten britischen Eeleitzug an. Sie erzielten mehrere Tor­pedotreffer auf verschiedene Einheiten» Der Untergang eines britischen Zerstörers ist wahrscheinlich. Auf der Insel Malta griffen deutsche Kampffliegerkräfte unter Jagdschutz den Hafen La Valetta mit Bomben schwe­ren und schwersten Kalibers an. In Luftkämpfen ost­wärts der Insel wurden ohne eigene Verluste drei bri­tische Jagdflugzeuge abgeschossen."

Bei den heute als versenkt gemeldeten sechs Dampfern handelt es sich um den ErzdampferA m e r i c a l a n d" mit 15 355 BRT. und die DampferE m p i r e W i l d e - ,B e e st" mit 5631 BRT.,Rocheste r" mit 6836 BRT., Traweller" mit 3968 BRT-,Tacoma Star" mit 7927 BRT. sowig den TankerTromtolite" mit 7178 VRT.

H

ckr. v. soll. Siegesmeldungen vom Atlantik und aus Afrika-: Insgesamt bis heute 349 000 Bruttoregister- tonnen vor Roosevelts Küsten versenkt, und die afrikanischen Empiretruppen bereits über Derna hin­aus in die ägyptische Wüste- zurückgejagt. Die Eng­länder haben durchaus nicht den Versuch gemacht, die Erklärung des Führers in seiner letzten Rede über die nunmehr ungehemmten Entfaltungsmöglichkeiten einer ungeheuer gestiegenen Zahl von Unterseebooten mit einer geringschätzigen Handbewegung beseitezuschieben. Sie wissen es ja ganz genau, daß es wirklich nur politische und nicht irgendwie militärisch bedingte

Zwei kritische Schleppnetzdooke versenkt

Berlin, 5. Februar. Im Zuge der Operationen der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine gegen die britische Insel wurden zwei große Schleppnetzboote der britischen Marine, die im Minenräumdienst eingesetzt waren, versenkt. Die Versenkung wird vom Londoner Nachrichtendienst zugegeben. Ueber die Rettung von Besatzungsangehörigen ist nichts näheres bekannt.

Gründe waren, die den Kameraden Günther Priens eine bitter empfundene Zurückhaltung auferlegten. Jetzt be­reiten die englischen Zeitungen ihre Leser darauf vor, daß sie sich in der Schlacht im Atlantik noch auf aller­hand gefaßt machen müssen.Man mutz", so sagt Reuter,demnächst eine erneute Verschärfung der An­griffe im Atlantik wie im ersten Teil des vergangenen Jahres erwarten." Auch Roosevelt mutz heute bereits auf Grund von Tatsachen die Berechtigung der Führer- ankündigung einsehen,datz unsere Unterseeboote das zuschanden machen werden, was dieser Präsident Roose­velt beabsichtigt hatte". Nachdem am 24. Januar das Oberkommando der Wehrmacht zum erstenmal über die großen Erfolge unserer Unterseeboot« vor' der nord- amerikanischen Küste berichtet hat. sind inzwischen in zwei Sondermeldungen und heute wieder durch den OKW.-Bericht weitere Erfolge unserer Unterseeboote festgestellt worden. Insgesamt wurden bisher vor den Küsten der Vereinigten Staaten und Kanadas 49 Schiffe mit 349 000 BRT. versenkt. Washington hat sich selbst bereits zu Eingeständnissen in der Höhe von etwa einem Drittel der tatsächlichen Verluste bequemen müssen. Be­sonders schmerzlich wird Herr Roosevelt den verhältnis­mäßig hohen Anteil von Tankern am Gesamtverlust empfinden. Zehn Tanker haben die Amerikaner schon selbst als verloren melden müssen.

Nein, nein es war wirklichnicht etwa die man­gelnde Qualität oder die sinkende Zahl der U-Boote der Grund des Zurückgehens der VersenkungSAifsern"!

Was diese zu Geisten und wie sie lbesti-mmend auf die Etntwicklung des Krieges einzuwirken vermögen, das haben die Engländer von dem Augenblick an gemerkt, wo deutsche U-Boote im Mittelmeer erschienen sind. Wenn die Briten heute unter dem wuchtigen Gegen­stoß Rommels schon fast zwei Drittel des Gelände- gewinns aus ihrer im November eingeleiteten Offen­sive preisgegeben haben und bis über Derna, 550 Kilo- meter vom Ausgangspunkte des deutschen Gegenstoßes entfernt, geflüchtet sind, so begründen sie das jetzt zu ebnem Teil auch mit der Wirksamkeit der deutschen U-Boot« im Mittelmeer, die den FlugzeugträgerArc Royal" das SchlachtschiffBarham" und den Kreuzer Galiathsa" versenkten. Die deutschen U-Boote, so sagt der englische Nachrichtendienst, feien mit den besten Kommandanten und mit sehr gut erfahrenen Besatzun­gen in immer größerer Zahl im Mittelmeer beobachtet worden, und dies erschwere die britischen Störungs­operationen außerordentlich. Die deutsch-italienischen Gsleitzüge könnten heute unter starkem Schatz von See- und Luftstreitkräften die 450 Kilometer lange Strecke zwischen Sizilien und Tripolis beinahe im Verlaus einer Nacht in elf Stunden zurücklegen.

Es liegt ganz auf der Linie der üblichen Verfchleie- rungstaktik' Churchills, wenn heute der Versuch gemacht wird, die von Rommel im Gegenstoß errungenen und geradezu phantastisch erscheinenden Erfolge auf eine ge­waltige zahlenmäßige und materielle Ueberlsgenheit der (Fortsetzung auf Seite 2)

NeItaNenreise des Kelchsmarschalls beendet

Letzter vesprechungstag in Nom flbreise Hermann Sörings nach VeukschlanV

Rom, 5. Februar. Neichsmarschall GLring, der im Rahmen seiner Jtalienreise zur Zeit in Rom zu Besprechungen weilt, empfing am 4. Februar vor­mittags den Staatssekretär der Königlich-Italienischen Luftwaffe, Exzellenz Fougier, zu einer Aussprache über die die Luftwaffe beider Länder gemeinsam inter­essierenden Fragen. Im Anschluß an diese Besprechung begab sich der Reichsmarschall aus Einladung von Exzellenz Fougier zu einer Besichtigung von Einrich­tungen der italienischen Luftwaffe. Beim Eintreffen begrüßte der Duce der mit dem Flugzeug am Be­sichtigungsort angekommen war, den Reichsmarschall. Anschließend fanden Vorführungen der Königlich- Italienischen Luftwaffe statt, die sich bis in den späten Nachmittag hinzogen.

Den Abend verbrachte Reichsmarschall Eöring ge­meinsam mit Offizieren der deutschen und italienischen Wehrmacht sowie hohen Persönlichkeiten des Staates und der Partei aus einem Empfang, zu dem Eeneral- feldmarschall Kessel ring gebeten hatte. Dabei waren u. a. anwesend der Königlich-Italienische Außen­minister Graf Ciano, Exzellenz Caoallero, Exzellenz Fougier, Exzellenz Riccardi und der deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen.

Um 23.38 Uhr verließ der Reichsmarschall des Groß- deutschen Reiches mit seinem Sonderzug vom Bahnhof Ostiense Rom, um nach Deutschland zurückzukehren. Beim Abschied aus dem Bahnhos war der Duce persönlich zugegen. Nach gemeinsamem Abschreiten der Front der angetretenen Ehrenformationen verabschiedeten sich der Duce und der Reichsmarschall in kameradschaftlicher Weise, bei der in herzlich gehaltenen Worten ihre auf­richtige Verbundenheit im Geiste der Achsenmächte zum Ausdruck kam.

Außerdem waren bei der Abfahrt anwesend der Königlich-Italienische Außenminister Graf Ciano, Exzellenz Caoallero, Exzellenz Fougier, Exzellenz Riccardi, General Eamerra, der die Abschiedsgrüße seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen Umberto übermittelte, und hohe Persönlichkeiten der faschistischen Partei, des Staates und der Wehrmacht, von deutscher Seite Eeneralfeldmarschall Kesselring und der Bot­schafter in Rom, von Mackensen, mit Mitgliedern der deutschen Mission sowie die Chefs der zur Zeit in Italien befindlichen Kommandostellen der deutschen Wehrmacht.

Singapur im japanischen Trommelfeuer

Bombardement seil Mittwoch abend , slammen;eichen über der Znselleste , Äuchlige Schlüge auch gegen Java

Dratztbericht unserer Berliner Schriftlcitung

ckr. v. soll. Berlin, 5. Februar. Kaum, daß die Eng­länder sich von ihrem ersten gewaltigen Schrecken über den Beginn der Belagerung von Singapur etwas er­holt haben,, beginnen sie wieder Zukunftspläne zu schmieden. Sie suchen in ihrer Not und Sorge bei den Amerikanern auf den Philippinen den Trost, daß sich vielleicht auch Singapur wenigstens solange halten könne, bis Verstärkungen herankommen. Sie fragen abßr gar nicht -danach, wie das angesichts der unbe- strrttenen japanischen Herrschaft zur See und in der Luft noch möglich sein soll. Andererseits verschweigen sie sich nicht, daß die Japaner alles daran setzen werden, um so schnell wie möglich zum Ziel zu kommen. Die Japaner ihrerseits gehen durchaus nicht mit Illusionen an die Sache heran; sie spekulieren beispielsweise nicht darauf, daß Singapur aus Wassersnot schnell kapitu­lieren müsse, weisen vielmehr selbst darauf hin, daß bei richtiger Rationierung die Feste schon einige Monate aushalten könnte.Tokio Nitschi Nitschi" beschäftigt ffsich durchaus nüchtern mit der Auffassung, daß sjnga- pur als eine der stärksten Festungen der Welt schon aus Prestigegründen von England bis zum letzten verteidigt werden würde. Das Blatt schließt dann aber weiter, daß selbst, wenn die Festung Gelegenheit nehmen sollte, ihre Kampfkraft zu entfalten, entscheidend in die Waag­schale fallen werde, daß keine rückwärtigen Stützpunkte vorhanden seien. Gelinge daher den Japanern erst ein­mal die Landung auf der Insel, dann werden die Eng­länder zur Kapitulation gezwungen sein. Vielleicht werde sich dann auch ein zweites Dünkirchen ergeben, da ein Teil der feindlichen Streitkräfte mit Hilfe von Transportern zu entkommen versuchen werde.

Alle Betrachtungen dieser Art lassen erkennen, daß die Japaner ihre äußerste Entschlossenheit und ihre ganze Angriffskraft dem Illusionismus und dem Ver- zweislungsmut der Briten entgegenstellen wollen. Noch am Mittwoch ließen Presseberichte aus Singapur er­kennen, daß die Engländer ihre ganze Hoffnung auf die schwere Festungsartillerie setzen, wobei gleichzeitig gesagt wurde, daß das Heranschaffen gleichkalibriger, weitreichender Artillerie für die Japaner kaum möglich sei. Am Mittwochmorgen verbreitete Reuter noch einen

fast idyllischen Stimmungsbericht:Abgesehen von eini­gen Artilleriesalven von der britischen Seite lagen beide Ufer der Straße von Johur friedlich im Sonnenlicht, und es war kaum irgendeine Bewegung ersichtlich."

Bon den sechs Tagen, die seit der Verjagung der Empiretruppen aus dem letzten Zipfel von Malakka verflossen sind, haben aber die Japaner offenbar schwere und schwerste Artillerie herbeizuschaffen vermocht, und am Mittwochabend genau um sechs Uhr Ortszeit er­öffneten all die vielen inzwischen ausgebauten japa­nischen Geschütze ihre feuerspeienden Münder. Dus Trommelfeuer aus allen Geschützen gegen die Festung Singapur hat begonnen und dauerte in der ganzen Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag ohne jede Unterbrechung an. Die Hauptziele der japanischen Artillerie waren die Verteidigungswerte auf der Nordküste der Insel an der Straße von Johur und der Brückenkopf des Johur- Dammes aus der Jnselseite, Kranji, von wo aus die Verteidiger einem japanischen Vordringen aus dem Damm mit Sperrfeuer entgegenwirken könnten. Dieses Bombardement könnte den Eindruck erwecken, als ob die Japaner durch ihr Trommelfeuer den Verteidigern das Verweilen im Küstenstreisen an den Straße von Johur unmöglich machen und so Landungen ermöglichen wollen. Die in der Eile der letzten Wochen neu ange­legten Verteidigungswerke im Norden der Insel, die vor allem in den Eummiplantagen westlich von Kranji versteckt sind, wurden mit Granaten zugedeckt. Die Wälder in diesem Raum um Kranji und Kranji selbst gerieten in Brand, und Feuersäulen standen die ganze Nacht hindurch bei Hellem Monschein an dem klaren Himmel. Nach Meldungen von der Johurfront wurde dort aus den großen Bränden geschlossen, daß die Eng­länder diese Stellung nicht mehr lange halten können.

Gleichzeitig mit dem Beginn des Trommelfeuers setz­ten erneute Angriffe der japanischen Luftwaffe gegen Singapur selbst ein. Auch das Reuter-Kommu- niqus aus Singapur vom Donnerstag spricht von Brän­den in Singapur und im Hasen, die nicht gelöscht wer­den könnten. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, daß die japanischen Flugzeuge bei ihren Angriffen kaum noch .auf fühlbare Gegenwehr stießen. Bei den vorausgehenden Angriffen sind die britischen Flak- und

Scheinwerferstellungen zum weitaus größten Teil ver­nichtet worden. Nur noch vier Scheinwerfer traten beim letzten japanischen Luftangriff in Aktion. Dazu stellen Londoner Blätter ausdrücklich fest, daß die Flug­felder auf der Insel heute für Jagdmaschinen unbenutz­bar seien. Die zum TÄl noch geäußerte Hoffnung, daß Jäger von Sumatra her über Singapur in Wirksamkeit treten könnten, wird von den Sachverständigen nicht ge­teilt. Der Luftsachverständige derTimes" bemerkt aus­drücklich. daß ein JagdschirM'über'Singapur vorläufig nicht denkbar sei und daß kuch Sumatra dafür - lein e genügende Basis darstelle. Jedenfalls stellen die Ja­paner selbst fest, daß nicht ein einziges feindliches Kampfflugzeug zu bemerken gewesen sei. Entweder, so schließt man, ist die bisher in Singapur stationierte Luftwaffe bereits völlig vernichtet oder nach Flug­plätzen Niederländisch-Jndiens verlegt worden. So er­scheint denn tatsächlich Singapur, eine der gewaltigsten Festungen der Welt, heute dem gleichzeitigen ununter­brochenen Bombardement durch die japanische Artillerie und Luftwaffe beinahe hilflos ausgesetzt. Dicke schwarze Rauchwolken über dem nördlichen Teil der Jnselsestung und zahlreiche brennende Oeltanks kün­den von dem begonnenen Vernichtungswerk.

Die Japaner lassen es aber nicht bei Singapur be­wenden. Sie haben gleichzeitig mit dem Massenangriff auf den Marinestützpunkt Surabaja und den Luft­stützpunkt Malang aus Java begonnen, wobei insgesamt 85 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden, so daß man in Tokio den Eindruck hatte, daß die gesamte feindliche Luftmacht auch auf Java bereits vernichtet sei.

Auch in Burma geht der japanische Angriff erfolg­reich vorwärts dort haben japanische Streitkräfte bei eineni Vorstoß längs des Salweenflusses den Briten eine Niederlage beigebracht und Paan an diesem Flusse. 50 Kilometer nördlich von Mulmein, besetzt. Mulmein selbst ist wach amerikanischen Berichten aus Rangun nur noch ein rauchender Trümmerhaufen, da die Briten vor ihrem Abzug durch Spezialsprengkommandos alle wichtigen Gebäude in die Lust sprengten. Die Nachricht von den britischen Zerstörungsmaßnahmen hat in ganz Burma ungeheure Erregung ausgelöst, denn die Be- völkerunH "der gefährdeten Gebiete befürchtet natürlich

ein ähnliches Schicksal.

(Siehe auch Seite 2)

Die söe Eeksi««-

Von

Uolmut KiiväermLiul,

3tabsleitsr ckss lieiekspressscbsks

Die jüdische Lüge, daß der Wert der Arbeit nur danach zu bemessen sei, wieviel sie an Lohn oder Profit dem einzelnen im Augenblick abwerfe, hat in Deutsch­land niemals wirklich überzeugte Anhänger gefunden. Im deutschen Menschen lebt ganz unabhängig vom privaten Nutzen ein Bedürfnis nach Arbeit und Lei­stung, und die wichtigste Voraussetzung unserer Zu­friedenheit war stets das Bewußtsein, tätig und nützlich zu sein.

So war es auch zu der Zeit, in der noch jeder glaubte, daß Gold der Wert sei, der Reichtum und Stärke eines Volkes repräsentiere. Zwar lauschte das Volk mit offenem Munde den merkwürdigen Thesen wissenschaft­lich verbrämter Wirtschaftsdemagogen, aber seinen ge­sunden Instinkt ließ es sich nicht nehmen, und es sah sein Ideal unentwegt in dem kraftstrotzenden Arbeits­menschen und nicht im goldhortenden Zinswucherer. Das änderte freilich nichts an der Tatsache, daß es im Zei­chen der alten Wirtschaftsform bis unmittelbar an den Rand des Adgrundes geführt wurde. Erst der National­sozialismus stürzte mit starker Hand den Götzen des goldenen Kalbes, in dessen Zeichen dem schassenden deutschen Volk eine Inflation und eine furchtbare Wirt- schastskatastrophe, einer raffenden Schiebergesellschaft aber wahrhaft goldene Berge beschert wurden.

Die Jahre des friedlichen Aufbaues wurden zu einer einzigen überzeugenden Beweiskette für unsere Parole nämlich, daß die Summe der Leistungen aller Volks­genossen. nach dem Interesse des Ganzen gelenkt, allein den wahre nReichtum der Nation begrün­det, der schließlich auf den einzelnen wieder zurückstrahlt.

Eine ungeahnte Entwicklung des Lebensstandards, der Kraft und damit auch der Freude haben jene Jahre dem deutschen Volk gebracht, und es gab keinen, der nicht mit Anteil gehabt hätte an dem Nutzen, der für die gesamte Nation so' deutlich in Erscheinung trat.

Der Krieg, mit dem Plutokraten und Bolschewisten diese ihre Parolen so sehr widersprechende Entwicklung abwürgen wollten, hat mancher äußeren Wirkung, die mit der Leistungsgemeinschaft unserer Nation bis dahin verbunden war, ein vorübergehendes Ende gesetzt. Es fahren keine KdF.-Schiffe mehr über die Ozeane, es können keine neuen Siedlungen in Van gegeben werden, und unsere Volkswagen erleben in den Wüsten Afrikas und in den Schneestürmen des Ostens eine Probe, wie sie noch kein anderes Auto vor der Serienlieserung an den privaten Kunden bestanden hat. Aber dennoch, so behaupte ich, hat unsere These, die die Arbeit in den Mittelpunkt aller nationalen Begriffe stellt, niemals eine größere Bewährung erfahren, als jetzt imKriege! Nur, daß heute nicht mehr die Urlaubsreifen, nicht die Wohnung, nicht Genuß im Essen und Trinken, nicht Komfort im täglichen Leben das dem schaffenden Volksgenossen sichtbare Ergebnis seiner Lei­stung ist, sondern der Sieg in unserem Lebens- k a m p f das Ziel ist, auf das sich unsere Leistung kon­zentriert das Ziel, das groß genug ist, um einmal alles heutige Verzichten vergessen zu lassen. Die Tanks, die Flugzeuge, die gewaltige Ausrüstung unserer Ar­meen das alles sind heute die äußeren Ergebnisse der konzentrierten Tätigkeit aller Volksgenossen, und die Schlachten, die der Soldat durchkämpft, gewinnt er mit der st ahlge wordenen Ar­beitsleistung der ganzen Nation.

Wenn wir die etwas geschraubte wissenschaftliche Aus­drucksweise vergangener Jahre aufgreifen wollen, so können wir sagen, daß das deutsche' Volk seine ganze Arbeitskraft im Kriegeinvestiert" hat mit der Absicht, den besonderen Lohn für diesen Einsatz mit dem Siege zu Buche^ kommen" zu lassen.

So seltsam solche nüchternen Formulierungen klin­gen mögen, so deutlich machen sie uns doch, wie eng der Kampf des Soldaten mit der Arbeit der Heimat im Zusammenhang steht.

Was aber im gleichen Zeichen steht und dem gleichen Ziele zustrebt, muß und dies ist die Lehre, die wir

MMMIMMIMIMMMIMIIMMIIMIMMIIMMMIMMMMMIIMMNMIMIIIMI

vnsor

Deutsche U-Voote versenkten an der nordameri- kanischen Küste weitere 47 008 BRT. feindlichen Handelsschiffsraums.

Die Verbände des Generalobersten Rommel sind bereits über Derna vorgestoßen.

Die Japaner haben den Generalangriff auf die Jnselsestung Singapur mit Trommelfeuer und Lustbombardement eingeleitet.

Bei Angriffen auf Java wurden 85 Feindflugzeuge zerstört.

Reichsmarschall Göring hat nach Beendigung seiner Inspektionsreise die Rückfahrt von Nom angetreten. Im parlamentarischen Theater in London sind neue Marionetten eingesetzt.

Zum Preisstop sür gebrauchte Waren erläßt der Preisbildungskommissar Ausfiihrungsanweisun^en. Gäste aus dem Gau Wartheland der NSDAP. sprechen am Wochenende auf Kundgebungen der NSDAP. im Nordseegau.

3,7 Millionen Gefolgschaftsmitglieder beteiligten sich 1941 am Sportappell der Betriebe.