Ausgabe 
(5.2.1942) Nr. 36
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkünöungsblatk des NeichsstattEsalters in Oldenburg und vcemen

Nr. 56 , 12. Jahrgang

Donnerstag, S. Lebruar 1942

Einzelpreis 15 Npf.

Sowjets12Zmalblutiglieimgeschickt

Vi'erwöchiger keldenkafter flbwekrkampf oldenburgischer und kolstemischer Iruppen an der Nordfront 7000 gefaNene Volschewisten bei einer gescheiterten kntlastungsoffenfioe für Leningrad

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Unerschütterlich bei 55 Srad Kälte

Berlin, 4. Februar. Im Norden der Ostfront haben die entschlossenen Abwehrkämpfe oldenbur- gischer und holsteinischer Truppen zum vollen Erfolg geführt. Seit Wochen versuchte hier der Feind ver­geblich mit starken Truppenmassen vorzustoßen, um die in Leningrad eingeschlossenen bolschewistischen Teile zu entlasten. Bei dem immer wiederholten Anrennen haben fünf Divisionen und zwei Brigaden der So­wjets auf das schwerste gelitten. 7ÜÜ9 Bolschewisten blieben tot vor den deutschen Linien liegen, 97g Ge­fangene wurden eingebracht, 2190 Verwundete, die der Feind nicht mehr mit zurückbringen konnte, fielen in . deutsche Hand. Außer diesen Verlusten erlitten die Bol­schewiken große Einbußen an schwer ersetzbarem Ma­terial: 33 Panzerkampswagen, 121 Geschütze, 28 Gra­natwerfer, 47 Maschinengewehre und eine große An­zahl anderer Infanteriewaffen wurden allein in einem Divisionsabschnitt im Lause eines Monats erbeutet und vernichtet.

Diese Erfolge find um so höher einzuschätzen, als der Feind stärkste Kräfte mit dem Schwergewicht gegen eine Ortschaft vorgeworfen hatte. Gegen den Geländeabschnitt zu beiden Seiten dieses Ortes schickte er innerhalb von vier Wochen sechs Schützen-Divisionen, zwei Schützen- Brigaden, eine Panzer-Division und eine Panzer-Brigade vor. 123mal stürmten diese Truppenmassen gegen die deutschen Linien vor, 123mal holten sich die Volsche- wisten blutige Köpfe. Denn mit entschlossener Zähigkeit und hartem Abwehrwillen schlugen die deutschen In­fanteristen oft bei einer Kälte von 35 Grad in schweren Nahkämpfen alle feindlichen Angriffswellen zurück.

Elf weitere Angriffe des Feindes wurden schon in der Bereitstellung durch das Fener deutscher Geschütze zerschlagen und im Keim erstickt. Dem Feind wurde da­mit jede Möglichkeit genommen, das eingeschlossene Leningrad zu entlasten. Die Artillerie des deutschen Heeres setzte dagegen die Beschießung kriegswichtiger Ziele der belagerten Stadt fort.

Die deutsche Luftwaffe richtete ihre Angriffe in den letzten Tagen mit besonderem Schwergewicht gegen bolschewistische Truppenansammlungen sowie An­griffs- und Nachschubkolonnen in der Mitte der Ost­front. So blieben am 3. Februar 350 Fahrzeuge im deutschen Bombenhagel liegen. Sechs Flakgeschütze wur­den außer Gefecht gesetzt und zwei Tankwagen in

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Ver gestrige wehrmachtsbericht

Aus dem Führerhauptquartier, 4. Fe­bruar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:An der Ostfront lebhafte Kampftätigkeit. Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Nacht Hafenanlagen in Südwestengland. In Nordafrika wurde» indische Kräfte, die zur Deckung des britischen Rückzuges eingesetzt waren, geschlagen und zurückgewor­fen. Deutsche Kampffliegerkräfte belegten Kraftfahr­zeugkolonnen im Raum um Tobruk sowie Materiallager des Feindes bei Marsa Matruk mit Bomben. Die Luft­angriffe auf Flugstützpunkte, Flakstellungen und andere militärische Anlagen auf den Inseln Malta und Eozzo wurden fortgesetzt." ,

Mtterkreur für slowakischen Kommandeur

Berlin, 4. Februar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz an: General Augustin Malar, Komman­deur einer slowakischen Division.

Seit dem Polenfeldzug steht nun schon die Wehr­macht des jungen slowakischen Staates in treuer Waf- fenkameradschaft Seite an Seite mit den deutschen und verbündeten Truppen. Zu wiederholten Malen ist der ! tapfere Einsatz der slowakischen Regimenter auch im ' Kampf gegen die Sowjets rühmend hervorgehoben worden. An diesen großen Erfolgen hat General Malar durch zielsichere Führung seiner Division hervorragen- ! den Anteil. Auch durch seinen persönlichen tapferen Einsatz war General Malar seinen Soldaten stets ein leuchtendes Vorbild. Die Verleihung der hohen Aus- l Zeichnung an General Malar wird alle Angehörigen der slowakischen Wehrmacht mit Freude und Stolz er­füllen.

Brand geworfen. Bei Angriffen auf Flugplätze zer­störten Kampfflugzeuge 33 bolschewistische Flugzeuge am Boden und beschädigten etwa 30 schwer. Zager schössen in Luftkämpfen vier feindliche Maschinen ab.

An der Abwehr und der Zerschlagung der bolschewi­stischen Angriffe hat die deutsche Artillerie einen hohen Anteil. Ihre vorgeschobenen Beobachter liegen lange in tiefem Schnee und eisiger Kälte bei Schneestürmen und Temperaturen von 20 und mehr Grad Kälte im Vor­feld und beobachten alle Vorgänge auf bolschewistischer Seite. Ihrer unermüdlichen Wachsamkeit ist es zuzu­schreiben^ wenn immer wieder feindliche Angriffe in der Bereitstellung oder Entwicklung zerschlagen werden und wenn damit der schwer ringenden Infanterie die spürbare Entlastung verschafft wird.

Die deutschen Truppen kämpfen mitten im härtesten Winter einen heroischen Kampf nicht nur gegen die llnbillen der Natur, sondern zugleich gegen die immer wieder wellenförmig vorgetragenen Angriffe der ohne Rücksicht auf die Höhe der Verluste von ihrer Führung vorgetriebenen Bolschewisten. Unsere Soldaten erringen in diesen Kämpfen gegen zahlenmäßig weit überlegene Gegner Abwehrsiege, Leren Bedeutung der Führer in

seiner Rede am 30. Januar noch einmal deutlich ge­würdigt hat. Auf der Basis dieser Winterkämpfe wird, wenn das Frühjahr und die notwendige Abtrocknung des Geländes es zuläßt, die Wiedereröffnung der Offen­sive der deutschen und verbündeten Truppen im Osten beginnen, mit wesentlich verstärkten Einheiten und un­ter Einsatz neuer, in diesem Winter herangebrachter Waffen. Unter den in vorderster Abwehr stehenden deut­schen Einheiten wurden heute in einem Bericht über die Kämpfe am Nordabschnitt der Ostfront unsere oldrü­st urgischen und ostfriesifchen Truppen genannt, die dort im Einsatz stehen. Söhn« unseres Gaues haben sich im Rahmen der großen Abwehrschlacht aus­gezeichnet. und wir alle im Nordseegaiu sind stolz, wie erfolgreich sie sich unter ihrer bewährten Truppenfüh- runa geschlagen haben. In Kämpfen, die sich über Wochen Hinauszogen, in denen die Sowjets mit mehre­ren Infanterie-Divisionen und Unterstützung von starken Panzerkräften gegen die von den niederdeutschen Truppen gehaltenen Stellungen vergeblich anrannten. Sie muß­ten dabei wie an allen übrigen Teilen der Front hohen Blutzoll zahlen. Mit diesen vergeblichen Angriffen wer­den die Bolschewisten die Schlagkraft ihrer Armee für die künftigen Auseinandersetzungen entscheidend schwächen.

Nsttts stnlworl an Noosevelt und Stattn

sinnland Kot feine Zukunft auf das Schwert gestellt / Me SouoerünitSt der kleinen Staaten

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

m-i. Berlin, 4. Februar. Wenn der finnische Staatspräsident Ryti in seiner großen Rede, die er anläßlich der Eröffnung des Reichstages gehalten hat, noch einmal und in aller Deutlichkeit und Schärfe fest­stellte, daß das Volk der Finnen sein Glück, und seine Zukunft nicht mehr auf die hohlen Versprechungen der pluto-demokratischen Kriegshetzer zu stellen gewillt ist, sondern die Selbständigkeit seiner Nation an der Seite der jungen und starken Völker Europas mit der Waffe in der Hand erkämpfen wird, dann geht er dabei von den bitteren Erfahrungen aus, die gerade Finnland in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg, insbesondere aber feit 1938 machen mußte. Es bedarf hier nur des knappen Hinweises aus die Rolle, die England und die USA. gelegentlich des feigen bolfchewistifchen Uebersalls aus Finnland gespielt haben, um darzutun, welch klaffender Widerspruch zwischen den hochtönenden Worten des Weltapostels Röosevelt unh den nicht weniger weit­gehenden Hilfsversprechungen eines Churchills einerseits und den politisch-militärischen Tatsachen auf der an­deren Seite besteht. Finnland hat. das geht aus jedem Wort der mannhaften Rede Rytis hervor und wird auch in den Kommentaren der finnischen Presse laut. die die Ausführungen des Staatspräsidenten noch einmal unter­streichen, erkannt, daß nicht irgend ein anderes Volk die Sicherheit und den Arbeitsfrieden des Landes aus gutem Herzen mit Blut und Opfer sichern kann, wäh­rend, wie Rqti wörtlich sagte,wir selber vom beque­men Logensitz aus der erschütternden Tragödie der Menschheit zuschauen!"

Besonders warme Zustimmung haben in der finnischen Presse die Worte Rytis gefunden, in denen er sich mit der engen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Finnland beschäftigt. Die ZeitungUusi Suomi" weist insbesondere darauf hin, daß die Bindungen, die durch das für eine gemeinsame Aufgabe vergossene Blut ent­standen sind, die mächtigsten Faktoren in den gegen­seitigen Beziehungen zwischen den Völkern sein wer­den. Zusammen mit Deutschland und seinen Verbün­deten und mit der eigenen Opferbereitschaft und dem eigenen Kampfeswillen werde, so betont das Blatt, der jetzige Krieg zum siegreichen Ende geführt werden. Angesichts dieser neuerlich bekundeten unbedingten« Ent­schlossenheit des finnischen Volkes, die Zukunft seines- Landes dem Siege des eigenen Schwertes anzuver­trauen eine Entschlossenheit, die durch den uner­hört tapferen Einsatz der finnischen Soldaten an der Seite unserer Truppen täglich von neuem durch die Tat erhärtet wird verdient eine Stimme aus den Vereinigten Staaten besondere Erwähnung, die sich mit der künftigen Souveränität kleiner Staaten beschäftigt. DieWashington Post", jenes offiziöse Organ des Weißen Hauses, das schon so oft in unverblümten Worten die wahren Absichten des Kriegshetzers Roose- velt enthüllte, hat dieser Tage im Zusammenhang mit den Diskussionen über die Landung us-amerikanischer

Truppen in Nordirland von dersehr einfachen Lö­sung" gesprochen, der diese Angelegenheit durch die Gründung eineratlantischen Föderation" zugeführt werden könnte, nach dem Kriege, so meint das Blatt, würde ein solcher Zusammenschluß, der die Vereinigten Staaten, Großbritannien und-Irlands umfasse, unter allen Umständen kommen, wobei man sich vermutlich m Washington keinerlei Zweifeln darüber hingibt, daß die Führung einer solchen Konstellation natürlich den USA. gebühre. Grundsätzlich aber sagtWashington Post" zu der Frage der Souveränität kleiner Staaten, daßdie totale und unfähige Souveränität klei­ner Staaten in einer künftigen Weltkonstruktion un­möglich sein wird"!! Mit Bezug auf Irland meint das Blatt, warum man den Status eines souveränen Staa­tes nicht in den eigenen Bundesstaat einschließen solle, zumal es ja schließlich in den Vereinigten Staaten viel mehr Iren gebe als in Irland selbst!

Spiegelt diese so ungeschminkte Verlautbarung einer maßgeblichen nordamerikanischen Zeitung einmal "den ganzen ungezügelten Imperialismus Roosevelts wider, der selbst vor dem Kernland des verbündeten britischen Empire nicht Halt machen will, so bestätigt sie ebenso die großen Gefahren, die all jenen kleinen Völkern drohen, die nicht ohne weiteres nach der Pfeife des ersten" Demokraten der Welt tanzen wollen. Mit welchen Mitteln aber Roosevelt nicht nur kleine und kleinste, sondern auch alle anderen Völker seinen Ab­sichten gefügig zu machen versteht, das hat wohl am deutlichsten der Verlauf der Rio-Konferenz bewiesen, auf der seine Hintermänner mit den bekannten Metho­den der amerikanischen Unterwelt erfolgreich arbeiteten. Das beweisen nachträglich aber auch die Meldungen, die jetzt aus Südamerika kommen, und nach denen nun­mehr ein wahrer Dollarsegen sich über die ibero- amerikanischen Staaten ergießt, welche die Pankee- politik unterstützt haben. Nachdem erst kürzlich Bolivien ein Kredit von 25 Millionen gewährt wurde, kündigt jetzt Venezuela ein umfangreiches Fünfjahrprogramm an, zu dessen Durchführung die USA. nicht weniger als 100 Millionen Dollar zur Verfügung stellen. Bezeich­nenderweise spielt in diesem Arbeitsprogramm u. ,a. der Bau von 19 neuen Flugplätzen und die Ver­besserung der bereits vorhandenen 39 eine große Rolle. Auch Salvador konnte bereits seinen Judaslohn ein­streichen. indem es über einen Pacht- und Leihvertrag einige Millionen Dollar für die Beschaffung von Kriegs­material erhielt.

Das sind die Methoden, deren sich Roosevelt bei der Durchführung seiner Politik bedient. Sie mögen bei ge­wissen südameri konischen Staaten, deren Staatsmänner die Ehre ihrer Nationen für einen wohlabgerundeten Scheck an Washington verkaufen, Erfolg haben. Der demokratische Rattenfänger jenseits des Atlantik muß sich aber darüber klar sein, daß sie bei den jungen Völ­kern Europas, zu deren Sprecher sich der 'finnische Staatspräsident neuerdings gemachthat, nicht verfangen.

l Me «Schlacht um Vurma" und Englands Indien-Sorgen

Nur noch lö0 km bis Üangun ,Nanguns satt bedeutet Verlust tstinas" , Indien soll jogar den Sowjets stellen

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitnng

ckn. rv. 8c-K. Berlin, 4. Februar. Ein Teil der j englischen Presse läßt heute schon Singapur hinter der ^ japanischen Bedrohung Burmas zurücktreten und stellt ! im Tone tiefster Besorgnis fest, daß in dieser Richtung < der Stoß auch gegen Indien und China ziele. Die Daily Mail" unterstreicht, daß die Japaner, nachdem h sie vor den Toren von Singapur erschienen seien, sich nun « auch in sehr gefährlicher Nähe von Rangun befänden, » und schreibt:Die Alliierten sind in Stellungen ge- 1 trieben worden, nach deren Aufgabe dem Feind die z größte Beute in Ostasien zufallen würde" Wie aus der k Erklärung des japanischen Regierungssprechers vor der R Allslandspresse hervorgeht, rechnet Japan mit einer 0 baldigen Besetzung Nanguns. Die Einnahme Moul- it tneins sei nicht nur aus strategischen, sondern auch aus

politischen und wirtschaftlichen Gründen wichtig. Nach­dem die Japaner jetzt einen nicht weiter als 1Ü9 Kilo- meter von Rangun entfernten Flughafen besäßen, könnte der Luftraum über der burmesischen Hauptstadt von der bewährten japanischen Luftwaffe beherrscht werden.

Der japanische Sprecher kennzeichnete die. verzwei­felte Situation-- der Gegner mit dem Hinweis auf die Ernennung des früheren chinesischen Botschafters in Deutschland, Chien, zum Sondergesandten in Indien. Er soll dort Maßnahmen für den Fall des bevorstehen­den Verlustes der Burmastraße treffen. Dazu sagte der japanische Sprecher:Ein Blick auf die Karte macht es deutlich, daß alle derartigen Versuche mißglücken müßten". Die Ankündigung, daß die englische und die amerikanische Regierung Kredite von 50 Millionen Pfund bzw. 500 Millionen Dollar an Tschungking zu

geben beabsichtigen, bezeichnete Hori als einen schlechten Witz.Wenn wir wirklich annehmen wollten, daß diese Kredite zustande kommen, wie können England und die Vereinigten Staaten die betreffenden Waren liefern? Ich glaube, daß nicht einmal Tschungking durch diese rosigen, aber leeren Versprechungen sich länger täuschen lassen wird." Es ist begreiflich, wenn angesichts der jüngsten militärischen Entwicklung eine Newyorker Zeitung in den Schrei äusbricht:Denkt an China! Die chinesische Front ist eine der ältesten und immer noch eine der wichtigsten'"

So wie in Europa auf die Bolschewisten, so haben Churchill und Roosevelt in Ostasien aus die Chinesen spekuliert in einem wie im andern Falle sieht man jetzt die Felle wegschwimmen. 2m Hinblick auf die Ost- (Fortsetzung auf Seit« 2)

See

Von

k. 6LNscbulunK8loiter Hans 6eräts

Wenn man die Kraft der bolschewistischen Bestie «er« stehen will, muß man denPoliticeskij rukovöditel"« kurz denPolitru k". kennen. Er ist wie kein anderer der verkörpernde Typ des bolschewistischen Systems, so wie Churchill d i e britischeBulldogge" darstellt. Dieser Politische Kommissär der sowjetischen Armee ist so alt wie die bolschewistische Wühlarbeit in Sowjetrußland überhaupt. Als die Zersetzung der zaristischen Armes begann, tauchte er auf. Er war der Einpeitscher der ersten bolschewistischen Keimzellen in der Truppe. Da­mals hieß erBoevik". Nach der Revolution im Oktober 1917 entstand aus den Boeviks die Tscheka, dieses grausame Terrorinstrument für den inneren sowjetischen Hausgebrauch. Als dann unter Trotzki die Rote Armee" derArbeiter und Bauern" gebildet und nach revolutionären Gesichtspunkten aufgezogen wurde, bildete der Politische Kommissar, bei der großen Zahl der aus fachlichen Gesichtspunkten aus der Zarenzeit mit übernommenen Kommandobestände, zeitweilig das alleinige Rückgrat für die Zuverlässigkeit der Armee- kader.

Im Laufe der Jahre hat sich die Stellung des Poli- truk kaum geändert. Gewiß, er ist je nach den inner- politischen Gegebenheiten manchmal offen der erste Mann neben dem Kommandeur gewesen, manchmal war sein TitelBeauftragter für politische Angelegenheiten beim Kommandeur". Gewiß, manchmal hatte er prak­tisch alle Machtbefugnisse in - seiner Hand, manchmal unterzeichnete nach außen für den gemeinsam abgefaßten Befehl nur der militärische Kommandeur. Kurz vor Ausbruch des Krieges im Jahre 1939 hatte manoffiziell" seine Macht emgeschränkt, ja. die Lag« völlig verkennende Schwätzer auf unserer Seite meinten, die Stunde der Nationalisierung der Sowjet-Union sei gekommen. Neuerdings ist die Stellung der Politruck wieder, auch nach außen, die überragende, die er in der Bürgerkriegszeit innegehabt hatte.

Praktisch hat sich im wesentlichen an der Stellung des Kommissars nie etwas geändert. Er ist geradezu das Kriterium des bolschewistischen Rätsels. Wer ist dieser Politrnk?

Man muß unterscheiden zwischen den oberen und unteren Kommissaren. Das System der politischen Kommissare geht von der Spitze der Armee bis her­unter in die Züge und Gruppen der Kompanien. Ent­sprechend den militärischen Dienstgraden steht neben dem Armeekommandeur der Armeekommissar und so herunter über Korps, Division zur Brigade. Neben dem Regimentskommandeur steht der Äegimentskom- missar. Bis hierher findet man als Kommissare fast ausschließlich Juden, die mit fanatischer Agitationsgabe die Parolen durcharbeiten, die aus derRoten Armee" ein Werkzeug der Weltrevolution machen sollen. Dem Regimentskommissar unterstehen nun in den Kompanien die Politruks, denen schließlich die Eruppenpolitruks unterstellt sind. Diese unteren Kommissare sind in der Mehrzahl keine Juden, sondern aus dem Fabrikarbeiter­proletariat kommende fanatische Bolschewisten. welche rn der größten Zahl entschlossen sind. sich unter Um­standen für den Bolschewismus totschießen zu lassen. Sie sind in der Regel auch ausreichend militärisch ausgebil­det und bilden zusammen mit den aus dem Industrie­arbeiterproletariat kommeiden vereinzelten Bolsche­wisten der Kompanien die offensiven Stoßtrupps des in der breiten Masse völlig tierisch und abgestumpft gewordenen Kanonenfutters. Dieser Politruk kämpft im Gegensatz zu den höheren meist jüdischen Kommissaren in der Regel tapfer bis zum äußersten und stiicht ohne viel Aufhebens. Außer der bolschewistischen Agfiations- walze, die jedes selbständige Denken abgetötet hat, kommt ihm in der letzten Stunde die von uns nur schwer zu begreifende Fähigkeit des Leiden- und Ster- benkönnens zustatten, die den sowjetischen Menschen im engeren Sinne und den Asiaten im weiteren Sinne eigen ist. Vorm Sterben haben diese Menschen keine Angst.

Der Tod ist im bolschewistischen System ihr ständiger Begleiter. Das war bis zu einem gewissen Grad auch im zaristischen Rußland so, wo es den breiten Massen materiell kaum besser ging, als unter der seelischen Zuchtrute Stalins. Als ich kürzlich unmittelbar nach einer Kampfhandlung bolschewistische Gefangene an der Nordfront sah, drohte ein deutscher Landser einem auf­sässigen Bolschewisten mit der Pistole. Im selben Augen-

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An der erfolgreichen Abwehr einer sowjetische» Entlastungsofsensive im Raume von Leningrad Mit­ten oldenburgische Truppenteile hervorragenden An­teil.

Der Führer zeichnete den Kommandeur einer slo­wakischen Division mit dem Ritterkreuz aus.

Der japanische Vormarsch in Vurma dauert an. Singapur erwartet den entscheidenden Fangstoß der japanischen Armee.

Roosevelt überschüttet seine südamerikanischen Tra­banten mit Dollaranleihen.

Die Feiern derVerpflichtung der Jugend" finden im Gau Weser-Ems wie im ganzen Reich am 22. März statt.

Mädel aus dem Warthegau berichten über ihren Aufenthalt im Gau Weser-Ems.