Srsche!nt7malwöchentllch
Monatsbezug E 2,30 einschl. Zustellgebühr: Postbezugspreis monatl. 2,30 E «einschl. 30,1 ^ Poft- zeitungsgebührj zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Genen 6/8. Fernspr. 54121, Nachtr. u. Sonnig. 51115. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr: Gchriftleitung: Dienstag und Freitag 12>L—13V- Uhr.
Steiner Zeilum
parteiamtliche Tageszeitung
Bas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Anzeigen - Gru ndpreksSk
Die 1 mw hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 ww hohe Zeile imTertteil 75.^,/ Ermötz Grundpr. ftür Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstoffel S. Geichästsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Ruf 54121; Nachtrus und sonntags 51115; Obernstr. 86. Ruf 5 4121; Syke: Mühlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58: Br.-Vegesack, Nohrstr. 24» Ruf 4 u. 8: Br.-Blumenthal: Kpt.- Oallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89
der Nationalsozialisten Vremens
flmtiiches verkündungsblatt des Beichsstatttialters in Oldenburg und Bremen
Nr ZZ , 12. ZaHrgang
Montag. 2. Februar 1942
tinzelpreis 15 Bpf.
O
kuropa stinter der Parole des füdrers
„kine Sgmpbonie von Optimismus, Stauben und Zuversicht" / die krkenntnis der Schicksaloerbundenlieit
bricht durch / Im Zeichen kampfentschlossener Siegesgewißheit
kin schlchsallzastes Mngen
Drahtbericht unserer Berliner Schrrstleitung
ckr. rv. scd. Berlin» 1. Februar. In der unvorstellbar feierlichsten Form und darum mit so zwingender lleberzeugungskraft hat sich der Führer in den Schlußsätzen seiner Rede am 30. Januar zu dem Willen bekannt, diesen Krieg nicht nur für unser deutsches Volk allein, sondern für ganz Europa und damit für die ganze zivilisierte Menschheit zu führen. Die großen neuen Gedanken in der menschheitlichen Entwicklung haben es immer schwer» durch die überdeckende Lava- schicht von Trägheit, Verstiindnislosigkeit und Bosheit durchzubrechen. Jetzt aber scheint der Zeitpunkt sich zu nähern, an dem der europäische Kulturkreis in seiner Gesamtheit erkennt, daß es sich um ein schicksalhaftes Ringen handelt, in dem es um die Gesamtexistenz unseres Erdteils und um seine Zukunft geht. Von Madrid bis Helsinki und von Athen bis Oslo klingen als Echo auf die Führerrede die Stimmen zurück, in denen die entschlossene Bereitschaft ausgesprochen wird, den Parolen des Führers zu folgen und sich einzuordnen in die Reihe der Bataillone, die hinter dem Kampsbanner Adolf Hitlers marschieren und kämpfen.
So schreibt die Madrider Zeitung „Alkazar", daß die große Rede Adolf Hitlers zwar an das deutsche Volk und an die Nationalsozialisten gerichtet gewesen sei, daß aber seine Worte ebenso für ganz Europa Geltung hätten. Dies beziehe sich insbesondere auf die Aufforderung, sich durch Opfer dem Heldentum der Soldaten würdig zu erweisen. Das Blatt bringt feine Erkenntnis aus die äußerst glückliche und zutreffende Formulierung: „Es ist ein Glück für Europa, in-einem geschichtlichen Entscheidungskamps um Sein oder Nichtsein, daß es in diesem Augenblick des Kampfes um sein Bestehen mit einem Fähnrich rechnen kann, dem es weder an Intelligenz noch ag Mut fehlt: Deutschland, und am Steuer seiner Zukunft Adolf Hitler."
Auch die Presse des italienischen Verbündeten unterstreicht, wie beispielsweise der „Messagero", in großen Schlagzeilen die Parole des Führers „Europa kämpft diesen Krieg nicht für sich allein, sondern für.die gesamte Menschheit". 2n Kroatien betont die offiziöse Hroatski Narod", daß die europäischen Völker nach der Rede des Führers die Politik und die militärische Entwicklung neu vor Augen sehen: „Hinter dem Block der drei Mächte Deutschland, Italien und Japan steht die Front der europäischen Völker, die gewiß sind, daß vom Ausgang des Krieges ihre Freiheit und ihr Wohlstand abhängen. Ganz Europa weiß, wie notwendig es ist, diesen Krieg mit dem größten Sieg, den die Menschheit kennt, zu beenden". Die Belgrader Zeitung „Obnova" geht von der Frage aus, was aus dem unglücklichen Europa ohne die nationalsozialistische Revolution in Deutschland geworden noäre: „Wäre da nicht das moralisch und seelisch vergiftete und schwache Europa eine Beute der bolschewistisch-jüdischen Verschwörung, wäre es nicht schon längst in Agonie versunken? Das es dies nicht erlebt hat, ist das Verdienst des 30. Januar und das große Werk Adolf Hitlers." Auf der gleichen Linie liegt, was die rumänische
„Porunca Vremi" sagt, daß nämlich Deutschland heute die historische Aufgabe übernommen habe, das Kapitel der blutigen innereuropäischen Auseinandersetzung abzuschließen, um Europa aus seinen echten Fundamenten wieder aufzubauen. Nach dem „Pester Lloyd" sieht auch das ungarische Volk in den Worten Adolf Hitlers ein europäisches Manifest, dessen ^Grundthesen in der ungarischen Seele als ein Ausdruck des gemeinsamen europäischen Sendungsbewußtseins Anklang finden.
Auch im Bereich der Völker, die als Verführte der jüdisch-britisch-amerikanischen Plutokratie in diesen Krieg zogen und in denen sich nach den bittersten Er-- fahrüngen ihrer Geschichte t»er Umwandlungsprozeß nur unter Schmerzen vollziehen kann, beginnt sich die neue Erkenntnis langsam durchzusetzen, daß Deutschland den „Krieg Europas" führt. Diese Feststellung, so wird als die Äufsassung politischer Kreise in Vichy berichtet, „wirst ein klares Licht auf die Kriegsdiplomatie des Reiches, die auf eine Gruppierung aller Kräfte des Kontinents in einem System hinauslauft, das nicht, nur die Parole der Feindseligkeiten überwinden, sondern auch die Grundlage der zukünftigen Organisierung bilden muß. Wohin man auch hört, überall klingt es im Sinne dieser Erkenntnis zurück, die in den Niederlanden das nationale „Dagbladed" so ausdrückt, „daß durch diese Führerrede noch einmal die großen Ziele des deutschen Kampfes um ein neues und besseres Europa gezeigt worden sind".
„Die Rede wurde zwar in deutscher Sprache gehalten", so meint der italienische ..Gardista", um dann den europäischen Eesamteindruck so zusammenzufassen: „aber der Geist der Rede war europäisch, das hat jeder Europäer während, der Fllhrerrede tief empfunden."
Ueber die Wirkung der europäischen Kampfparole hinaus hat überall in der Welt, vor allem natürlich aber in den verbündeten Ländern, der auf unanfechtbare Tatsachen gegründete realistische Optimismus des »Führers den denkbar tiefsten Eindruck gemacht und das Vertrauen in den sichereil Endsieg der gemeinsamen Sache gefestigt.
Der Sofioter „Slovo" spricht in diesem Sinne von der Führerrede als von einer „Symphonie von Opti-
Aus dem Führerhauptquartier, 1. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten dauern die wechselvollen Kämpfe an. Trotz heftigem Schneesturm durchgeführte eigene Angriffe brachten bei ungewöhnlich hohen Verlusten des Feindes weitere örtliche Erfolge. Zahlreiche feindliche Panzer und Geschütze wurden erbeutet. Im See- gebiet um England beschädigte die Luftwaffe bei Tagesund Nachtangriffen gegen einzeln fahrende Schiffe und Geleitzüge fünf größere Frachter durch Bombenwurf. Mit der Vernichtung von zwei Schissen kann gerechnet werden. Andere Kampfflugzeuge warfen am Tage im Tiefflug Versorgungsbetriebe eines Hafens an der schot-
mismüs, Glauben und Zuversicht". Die Rede könne als eine geistige Vorbereitung auf die großen Ereignisse aufgefaßt werden, die uns der anbrechende Frühling bringen werde. Die finnische Zeitung „Karjalän" stellt in ihrem Kommentar den berechtigten Optimismus der Führerrede den immer deutlicher werdenden Zerfallserscheinungen im britischen Empire gegenüber. Die dänische Zeitung „Nationaltidende" folgert aus der Führerrede, daß der Krieg in diesem Jahr mit noch härterem Willen und noch stärkerer Kraft geführt werden soll als bisher und hebt die absolut bestimmte Erklärung hervor, daß Deutschland, wenn die Erde wieder hart geworden sei, den bolschewistischen Gegner schlagen werde. Die Kopenhagener „Verlinske Tidende" knüpft an die Worte des Führers an, die auf eine weitere Steigerung der Rüstung für die kommenden Kämpfe zielen und folgert, daß diese einen Höhepunkt in der Einsetzung von Material und Menschen bringen werden. In Madrid fragen die „Jnformaciones" im Anschluß an die Rede, was uns das kommende Frühjahr bringen werde, um zu dieser Antwort zu gelangen:
„Im Pazifik wird Japan wahrscheinlich die wesentlichen Punkte seines Operationsplanes durchgeführt haben, an der Ostfront' wird man den Bolschewiken den Gnadenstoß geben und der Sieg Europas wird ohne Zweifel weiter befestigt werden. Und an die Kette von Siegen wird sich der endgültige und entscheidende Sieg reihen.
Auch im außereuropäischen Ausland hat man mit besonderer Aufmerksamkeit diejenigen Stellen der Führerrede vermerkt, die die realen Grundlagen für unsere Siegeszuversicht darstellen. So stellt die „Nacion" in Buenos Aires in der Ueberschrift heraus, daß die Umstellung auf den Verteidigungskampf in der Sowjetunion der Kälte, nicht aber dem Gegner zuzuschreiben sei. „Prensa" hebt hervor, daß die Frühjahrsossensive bereits vorbereitet ist. „Mundo" wählt die Schlagzeile „Verstärkung des U-Bootkrieges" und aus Ankara wird berichtet, daß ein besonder? starker Eindruck durch die
(Fortsetzung auf Seite 2)
tischen Ostküste in Brand und belegten in der vergangenen Nacht militärische Anlagen im Süden und Süd- osten der Insel mit Bomben. In Nordasrika weitere erfolgreiche Kampfhandlungen- Durch Bombenvolltreffer aus den Flugplatz Luka der Insel Malta wurde eine große Anzahl feindlicher Flugzeuge am Boden zerstört. Bei Angrifssversuchen britischer Bomber an der Küste der besetzten Westgebiete verlor der Feind zwei Flugzeuge. In der Zeit vom 21 bis 30. Januar verlor die britische Luftwaffe 30 Flugzeuge, davon 15 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kamps gegen Großbritannien 18 eigene Flugzeuge verloren."
Bei Schneestürmen welkere stngriffsersolge
fln öer Ost ronl weitere koke MeNiHen- uns Materialoerluste See Sowjets
Nationale norwegiV e Neoierung gebildet
gu sling zum Ministerpräsidenten beruien — Staatsakt am stkersstus in Oslo m t Beden von serbooen und Suksling
Oslo, 1. Februar. In einem feierlichen Staatsatt aus der historischen Festung Akershus in Oslo übernahm am Sonntag Vidlum Qnisling die norwegische Ministerpräsidentschaft. Reichskommissar Terbaue« und der Führer von „Nasjonal Sämling", Vidkum Qnisling, die bei dieser Gelegenheit staats- politisch bedeutsame Ansprachen hielten, wurden beim Betreten des Rittersaales der historischen Burg von den zahlreichen deutschen und norwegischen Ehrengästen herzlich begrüßt.
Die Hauptstraße und öffentlichen Gebäude der Stadt zeigten aus Anlaß des feierlichen Ereignisses reichen Fahnenschmuck. Ehrenformationen der deutschen und der norwegischen Polizei sowie des Hird waren angetreten, um dem Staatsakt einen würdigen Rahmen zu geben.
Nach den Klängen des Festmarsches von Richard Strauß und des Huldigungsmarsches von Edward Grieg sprach Reichskommissar Tcrboven. Unter Vergleichen mit der politischen Entwicklung der NSDAP. in Deutschland würdigte Reichskommissar Terboven alsdann den Weg der jungen nationalen Erneuerungsbewegung Norwegens und stellte besonders die Volksverbundenheit dieser Partei heraus, die sich vorwiegend aus Arbeitern, Bauern und Fischern zusammensetzt. „In immer steigendem Maße hat „Nasjonal Sämling" — so fuhr der Reichskommissar fort — das öffentliche Leben des Landes in der Verwaltung, der Wirtschaft und auf dem Gebiet der Sozialpolitik mit nationalsozialistischer Weltanschauung durchsetzt. Heute ist diese Bewegung auch rein zahlenmäßig die stärkste Partei, die Norwegen jemals gehabt hat."
Am gestrigen Tage haben nach den weiteren Ausführungen des Reichskömmissars die norwegischen Minister dem Führer von „Nasjonal Sämling" — unter Beifügung eines Gutachtens des höchsten Gerichtes, das zu einem'positiven Ergebnis hinsichtlich der staatsrechtlichen Seite der Angelegenheit kam — die Bitte übermittelt, als Ministerpräsident die Leitung der norwegischen Re
gierung zu übernehmen. Der Reichskommissar hat zu diesem Schritt selbstverständlich und gern seine Zustimmung erklärt und den angeborenen Rücktritt der bisherigen Minister angenommen. Mit aufrichtiger Anerkennung sprach der Reichskommissar von der hohen Leistung dieser Männer, die in schwerster Zeit ebenso beharrlich wie unbeirrt für ihr Volk gearbeitet und gesorgl haben. Der Reichskommissar gab bekannt, daß Vidkun Qnisling die Bildung einer nationalen norwegischen Regierung selbst unverzüglich durchführen wird.
Reichskommissar Terboven wandte sich dann direkt an den neuen Ministerpräsidenten Vidkun Quisling mit folgenden Worten: „Herr Ministerpräsident Sie haben aus dem Pflichtgefühl ihrem Volk gegenüber erneut eine große und schwere, diesmal aber — so glaube ich sagen zu können — gleichzeitig auch ein« dankbare Aufgabe übernommen Hierzu überbringe ich Ihnen die herzlichen Wünsche des Führers, denen ich mich für Sie persönlich, für Ihre Bewegung und für das gesamte norwegische Volk aus ganzem Herzen anschließe. Möge Ihnen die Vorsebung in Ihrem großen Werk weiterhin beistehen dann b-n ich überzeugt, daß Sie Norwegen nicht nur einer großen und stolzen Zukunft zuführen werden, sondern daß ein. im Nationalsozialismus geeintes. starkes norwegisches Volk dann ein entscheidender und nicht zu entbehrender Bestandteil der germanischen Gemeinschaft sein wird. Unter der starken Führung dieser germanischen Gemeinschaft aber wird — in unzertrennbarer Verbundenheit mit dem faschistischen Italien — das bisher friedlose und zerrissene Europa eine Epoche jahrhundertelangen Friedens in der Geschichte eine einmalige soziale wirtschaftliche und kulturelle Blüte entwickeln."
Ministerpräsident Vidkun Quisling dankte hierauf in deutscher Sprache im Namen des ganzen norwegischen Volkes dem Führer Adolf Hitler und dem Reichskommissar für das großzügige Verständnis, das sie dem tiefsten Wunsche des norwegischen Volkes entgegengebracht haben und gab seiner festen Ueberzeugung Ausdruck, daß die Ereignisse dieses Tages von großer Bedeutung für die Zukunft sein werden.
Nach einem Rückblick über seinen Weg zum Nationalsozialismus wandte sich Vidkun Quisling nunmehr in norwegischer Sprache an seine Landsleute und stellte fest, daß Norwegen wieder eine nationale Regierung hat und dieser Tag zu einem entscheidenden historischen Wendepunkt geworden ist. Diese Regierung wird allein von „Nasjonal Sämling" getragen, der einzigen politischen und gesetzlichen Organisation Norwegens, nachdem alle die anderen, die Landesverrat begangen haben, aufgelöst oder gefallen sind. „Unsere Bewegung", so führte Quisling aus, „ist heute die einzige legitime, norwegische Staatsautorität. Das Programm dieser Regierung ist deshalb auch das Programm von „Nas- sonal Sämling" als Ausdruck sür die neue Lebensanschauung. Norwegens nationale Interessen sind vollkommen solidarisch mit denen Deutschlands. Deutschlands Sieg ist Norwegens Sieg."
Zur außenpolitischen Stellung Norwegens erklärte Vidkun Quisling, daß es eine vordringliche Aufgabe der nationalen Regierung ist, Frieden mit Deutschland zu schließen. Er kündigte weiterhin an, daß' so bald als möglich eine Aenderung des Zustandes herbeigeführt wird. wonach im Namen der in London sitzenden norwegischen Emigrantenregierung die Interessen norwegischer Bürger von Schweden vertreten werden. In diesem Zusammenhang wurde kurz Schwedens bisherige Haltung gegenüber dem neuen Norwegen gestreift. und der neue Präsident gab seiner festen Entschlossenheit Ausdruck, die Beziehungen beider Völker durch eine klare und nüchterne Realpolitik zu gestalten.
Quisling betonte dann, daß der 9. Apnl 1940 eigentlich nicht den nationalen Zusammenbrach, sondern den vollständigen nationalen Durchbruch gebracht habe. Aber es habe auch eine organisierte nationale Sammlungsbewegung mit einer schöpferisch starken Idee hinzutreten müssen, um das neue wiedergeborene Norwegen zu tragen.
Vidkun Quislings Rede klang aus mit den Worten: „Norwegen war ein Reich, es soll ein Pott werden. Das ist die Tat. die von der norwegischen Regierung nun durchgeführt werden soll."
Me»s«-e«ap^et!
Von Xrtsgsbsricbter Dr. v. llölbökksl
cknb. ...... 1. Februar. Seit Wochen stürmen
im Osten unaufhörlich Massen über Massen bolschewistischer Truppen gegen die Fronten, die Europa schützen. Seit Wochen erneuern sich immer wieder die ausgebluteten Reihen des Angreifers, tritt neuer Ersatz in die alten Glieder, marschieren neue Divisionen und Brigaden in die Lücken, die unsere Massen in die Reihen der feindlichen Stoßtruppen reißen.
Ungeheuer sind die Zahlen der Ersatzformationen, die der sowjetische Eeneralftab von neuem aushob und rücksichtslos in den Kampf warf, ungeheuerlich vor, allem nach den Verlusten und Einbußen, die die Sowjetarmeen in den sechs Monaten der von Deutschlands Heeren be- stimmten Kriegssührung schon hinnehmen mußten. In den Dienststellen unserer Armeestäbe, die als ihre Hauptaufgabe die Sammlung und Sichtung der Feindnachrichten haben, zeigen sich in den täglich aus unzähligen Quellen zusammenlaufenden Berichten immer neue Ergebnisse dieses rücksichtslosen Einsatzes der millionen- starken Reserven an Menschenleben, die von den Machthabern der Sowjetunion seit Mitte Dezember ins Verderben geschickt wenden.
Aufgebaut auf den Untersuchungen und Vernehmungen der Gefangenen und Ueberläufer, ergänzt durch die Ergebnisse von Stoßtruppunternehmungen und Luftaufklärung ergibt sich so ein Bild wirklich riesenhaften Ausmaßes von dem. was die Sowjets in diesen Monaten seit den zermalmenden Vernichtungskämpfen des Sommer- und Herbstseldzuges erneut aufgebracht haben. Werter hinter der seit Wintereinbruch sich bildenden Kampflinie zwischen Eismeer und Schwarzen Meer, hinter der Wolga und im Ural, in Sibirien und an den Grenzen Vorderasiens sind hier Verbände aus der Auf- stellung herausgezogen worden, die — wenigstens ihrer Kopsstärke nach — eine völlig neue Angriffsarmee gegen die Lander des verbündeten Europa darstellen. Mitunter sind es die Trümmer von Schützen-Divisionen, die in den Kesselschlachten zerschlagen, im September und Oktober in die Ersatzgebiete der inneren Sowjetunion zurückgeführt und als Rahmen für solche Neuaufstellun- gen verwendet wurden. Vielfach sind auch altausgebildete Soldaten. Unterführer, Führer und Zivilisten aus den noch langer an der Front stehenden Sowjettruppen herausgezogen und als Kern zur Ausbildung völlig neuer Verbände benutzt worden. Solche neuen, sibirischen oder uralischen Schützendivisionen enthalten nur noch 10 v. H. gedienter Soldaten; mehr als zwei Drittel sind frisch ausgehobene Ersatzleute z. T. schon älterer Jahrgänge, die eine rohe Ausbildung — meist ohne Waffen — von wenigen Wochen gehabt haben Und der Rest endlich besteht aus völlig unausgebildeten. soeben eingezogenen Rekruten, die zur Auffüllung der Kopfstärken ohne jede Rücksicht auf Kampferfahrung und Kampfwert eingereiht werden.
Es ist der alte Satz von der „russischen Dampfwalze", die ;etzt von den bolschewistischen Antreibern in einer Form angesetzt wird, wie es nur in einer Welt wie in der unter der Vernichtungslehre Lenins und Stalins erzogenen Sowjetvölkerschasten möglich ist. Hier zählt der Mensch, der Europäer wie der Nomade der sibirischen Tundra, der Bauer wie der Arbeiter, nicht mehr als Einzelwesen, dessen Leben und Blut Liebe und Kraft eines Volkes umfassen. Es ist nur noch die Herde, die in ihrer Kopfzahl und dem Druck ihrer Masse gewertet wird. An Stelle des Kämpfers, der als Führer und Einzelschötze an seiner Waffe sein soldatisches Können und seinen Verbi,senen Abwehrwillen zur gemeinsamen Front eines kämpsenden Voltes vereint, treten hier seelen- und willenlose Massen, die von einem teuflischen und kein menschliches Gefühl mehr achtenden Zerstörungswillen als Menschenopfer zu Tausenden in einen pcheren Tod getrieben werden. Tag für Tag melden die Berichte aus allen Teilen der Front, zu welchen Blutopfern die bolschewistische Heerführung ihre Angriffsgruppen zwingt.
Was hier unsere Kompanie- und Abteilungsführer aus der vordersten Kampflinie melden, ist nicht vage Schätzung oder Selbstlob der Truppe; es sind Ziffern, die genau gezählt und sorgsam geprüft sind, geprüft
MMMIIMIMIMIIIIMIMMIIIIIIIMIIIMMIMIIMIIMMMIMIMIIMMMIIIIIII»»
Vnsvr L'aFsssprsyol
Durch umsichtige Truppenführung erlangte unsere Abwehrfront im Osten weitere Erfolge.
Der Fall Singapurs ist nur noch eine Frage von Tagen.
Der Duce sprach zum 19. Jahrestag der Gründung der faschistischen Miliz.
Durch die Bildung einer nationalen norwegischen Regierung unter der Führung Quisling bekennt sich Norwegen zur europäischen Einheitsfront.
Tier Deutsche Verein zur Rettung Schiffbrüchiger erstattet seinen Jahresbericht.
Deutschland verlor seinen Fußball-Liinderkampf gegen die Schweiz unerwartet mit 1:2.
Heuscr schlug Lazek überraschend im Kampf um die Deutsche Schwergcwichtsmeisterschaft k. o.
Werder behauptete seine Spitzenstellung in der Nie- dersachsenmeisterschast eindeutig gegen Hannover 96. Der BSV. siegte gegen Union und behielt damit seine Spitzenposition in der ersten Fußballklasse.