Ausgabe 
(1.2.1942) Nr. 32
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üceMtlelluW

parteiamtliche lageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zrcien Hansestadt vremen

Die 1 rnw hohe und 22 mm breite Zeile !m Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mm hohe Zeile imTertteil 75 A/. Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstaffel c. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Ruf 54121; Nachtruf und sonntags 51115; Obernstr. 86, Ruf 5 4121; Shke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Ruf 434 58; Vr.-Vegesack, Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches verkünüungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen

Nr. Z2 , 12. Jahrgang

Sonntag, 1. Lebruar 1942

Einzelpreis 13 Npf.

Kein vrite mehr aus Malaua!

Lee Eesie ' Höetsö-

vor Linyapuräamm ysspronyt — Vor äor Lslaysruny äor lnsvliosts — Lulruk sum HookonsoküßsonIrrLoy

vraktderickt unseres Vertreters

Kv. Stockholm, 31. Januar. Die letzten Empire- streitkräste auf -er Malayenhalbinsel haben in der Nacht zum Sonnabend den noch gehaltenen Südzipsel von Johur geräumt und haben sich auf Singapur zu­rückgezogen. Der kilometerlange Damm, der die Insel mit dem Festland verband, wurde gesprengt. Die engli­schen Flottenuberreste in Singapur sowie die englische Luftwaffe, die gegen den Feind nicht viel ausrichten konnten, haben bei diesem Zerstörungswerk gewetteifert und, wie London erklärt, eine neue Glanzleistung der „verbrannten Erdstrategie" vollbracht. Der 2ll Meter breite Eranitdamm, der neben einer Eisenbahnlinie eine Autostraße und einen Fußweg trug, soll durch Schiffsgeschütze und Bomben vollkommen zerstört sein.

General Perceval, der Kommandeur der aus Malaya geflüchteten Truppen, hat einen Tagesbefehl erlassen, in dem es heißt: „Die Schlacht von Malayen ist zu Ende, die Schlacht um Singapur hat begonnen!" Mit großer Tapferkeit sei die gestellte Ausgabe gelöst wor­den: dem Feind Verluste zuzufügen und Zeit zu ge­winnen. „Heute seid ihr nun belagert auf der Festungs­insel. Unsere jetzige Aufgabe heißt, auszuhalten, bis Hilfe kommen kann, die sicherlich kommen wird!" Per­ceval fordert Hilfe von jedem Mann und jeder Frau: Er will den Kampf anscheinend nach sowjetischem Vor bild organisieren unter Einsatz der gesamten Zivil bevölkerung mit entsprechenden Heckenschützenmethoden. „Jeder Feind, der den Fuß hierher setzt, muß erledigt werden. Auch der Feind in unseren Mauern muß ver­nichtet werden. Schluß mit aller Eerüchtemacherei! Mit Entschlossenheit werden wir siegen!"

Reuter meldet bezüglich des Tagesbefehls Percevals aus Singapur: „In einer amtlichen Verlautbarung des Oberbefehlshabers in Malaya heißt es: „Die Schlacht um Malaya ist zum Abschluß gekommen. Die Schlacht um Singapur hat begonnen. Heute sind wir in unserer Jmelsestung belagert." Die britische Verlautbarung ver­meidet es natürlich auch in diesem Falle geflissentlich, die schwere Niederlage im Kampf um Malaya mit kla ren Worten einzugestehen. Der schamhaften Andeutung, daß die Schlacht um Malaya „zum Abschluß gekommen ist", schließt sich würdig die altbekannte sture Feststellung des Londoner Nachrichtendienstes an, daß der Rückzug der Briten auf die Singapur-Insel „erfolgreich durch geführt wurde."

Wie Domei von der japanischen Armee in Malaya meldet, haben die japanischen Truppen das Wasser­reservoir Singapurs besetzt, das sich 20 Kilometer nord­östlich von Pontian Rechil befindet. Die japani­schen Truppen fanden keinen Widerstand. Der Feind ist auch hier geflüchtet.

Zu der japanischen Lufttätigkeit über Singapur gab das Kaiserliche Hauptquartier bekannt: Am 29. 1.

» 0er gestrige Wehrmachtsbericht

Aus dem Führerhauptquartier, 31. Ja­nuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „An mehreren Stellen der Ostfront fügten deut­sche, italienische, rumänische und slowakische Truppen bei der Abwehr örtlicher feindlicher Angriffe sowie bei eige­nen Angriffs- und Stoßtruppunternehmen dem Gegner erneut schwere Verluste zu. Dabei wurden 19 feindliche Panzer vernichtet und zahlreiche feindliche Kampsstände zerstört. Im Raum nordostwärts von Kursk führte ein Gegenangriff deutscher Infanterie- und Panzertruppen unter der Führung des Generalmajors Breith nach mehrtägigen Kämpfen zu einem vollen Erfolg. Eine in die deutschen Linien eingebrochene feindliche Kriifte- gruppe von mehreren Dimsionen und Panzerverbänden wurde unter hohen feindlichen Verlusten geschlagen und nach Osten zurückgeworfen. Im Seegebiet um England griffen Flugzeuge im Rahmen der bewaffneten Aufklä­rung eine militärische Anlage an der Ostküste der Insel an und beschossen Eisenbahnziige in Nordirland mit Bordwaffen. In Nordafrika Aufklärungstätigkeit. In der nördlichen Cyrenaika zersprengten deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Zerstörerverbände Kraftfahrzeug­ansammlungen der Briten. Die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf Flugzeug- und Seestützpunkte der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht mit Erfolg fortgesetzt. Die Staatswerft in La Valetta wurde mit Spreng- und Brandbomben belegt."

unternahmen japanische Marinebomber in aufeinander­folgenden Wellen Luftangriffe auf Singapur, wobei sie militärische Anlagen, Schuppen und Rollfelder beschä­digten. An sieben Stellen brachen Brände aus. Zwei Flugzeuge wurden im Lustkampf abgeschossen. Wie das Kaiserliche Hauptquartier am 30. 1. meldet, hat die japanische MarinÄluftwaffe erneut Singapur ange­griffen. Auf dem Flugplatz von Seletar wurden eine Flugzeuighalle sowie Flugzeuge in Ächtungen völlig zer­stört. Weitere zwei feindliche Jäger wurden abgeschossen.

„Line suüerst unsnFenelrme I.ag6"

Die Kämpfe um Singapur macht Lyrill Falls in der englischen Wochenschrift „Jllustraisd London News" vom 24. Januar zum Gegenstand einer längeren Be­trachtung, bei der er eingangs feststellt, daß die allge­meine militärische Lage für die Engländer nach wie vor sehr ernst sei und bleibe. Ihm sei sogar kürzlich geradeheraus die Frage vorgelegt worden, ob es über­haupt noch einen Zweck habe, Singapur zu halten. Diese Frage sei aber recht schwierig zu beantworten, doch müsse nian -roch längeren Ueberlegungen zu dem Ergebnis kommen, daß der Verlust Singapurs die Ver­bündeten in eine äußerst unangenehme Lage versetzen würde. Dadurch würden nämlich die politischen Schwie­rigkeiten in Ostasien in gewaltigem Maße größer. Was das Verteidigungssystem Singapurs angehe, so habe man es ursprünglich auf der Grundlage einer guten Zusammenarbeit zwischen Armee, Luftwaffe und Flotte ausgearbeitet, jedoch mit Rücksicht auf die Niederlage, die die verbündete pazifische Flotte bisher erlitten habe und weiter mit Rücksicht auf den Verlust so vieler Flugplätze müsse nunmehr die Verteidigung Singapurs fast ausschließlich der Armee überlassen werden. Das sei eine Tatsache, die man schwerlich hatte voraussehen können, und selbst wenn man sie geahnt hätte, wäre es so,gut wie unmöglich gewesen, ihr vorzubeugen.

(Siehe auch Seite 2)

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Das LvkvlQrsle liegt dinier uns — Der «ieutseds Vfiils eu erneuter I.sistunssstsiysruns lebt aul

ck. v. o. Bremen, 1. Februar.

Zwei Zwei Gedanken aus der Fülle der Er- läedonken» kenntnisse. die uns des Führers jüngste ' Rede vermittelte, scheinen uns besonders bemerkenswert in dem Augenblick, nachdem das ganze deutsche Volk in Begeisterung des Führers Ausführun­gen vernahm mit dem festen Vorsatz, des Führers Wei­sungen in jeder Hinsicht zu befolgen. Es ist der eine Gedanke der, bei dem der Führer das Wort eines deut schen Philosophen zitierte: „Ein Stoß, der einen starken Mann nicht umwirft, der stärkt ihn nur noch mehr!", und der andere, der in der Aufforderung gipfelt: „Deut sche Volksgenossen zu Hause, arbeitet, schafft Waffen schafft Munition, schafft wieder Waffen und schaffn wieder Munition. Ihr spart dadurch zahlreichen Ka meraden da vorne das Leben!" Beide Gedanken zu sammengenommen und beherzigt ergeben das, was man die Grundlage der Siege nennen darf, die, wenn nun im Frühjahr unsere Zeit kommt, von einem ge­rechten Schicksal dem deutschen Volke wieder beschert sein werden. Es war eine schwierige Situation — wer wollte das leugnen —, als durch den verfrühten Ein­bruch des Winters an der Ostfront unsere Truppen aus der Offensive in die Defensive zurückgenommen werden mußten. Und es war zweifellos ein harter Stoß^ den die zu aller Zeit bewährten deutschen Ar meen, und vor allem wieder der vom Führer aber mals ob seiner Unvergleichlichkeit belobte und ge rühmte deutsche Infanterist auszuhalten und aufzuhal ten hatte. Der Stoß ist aufgehalten, und da er sein Ziel nicht erreichte, stehen die, denen er galt, nun wirk­lich stärker da als je zuvor. Es wird niemandem ein­fallen, das, was noch weiter an der erbarmungslosen Winterfront des Ostens von unseren Soldaten zu lei­sten ist, zu unterschätzen. Der Höhepunkt des Winters ist erreicht, aber der Winter selbst wird sich noch viele Wochen Hinziehen. Und solange Fröste zwischen 20 und 40 Grad die Motoren stillstehen lassen und die Finger Unserer Musketiere klamm machen und solange Schnee-

öliickwünsche des Vuce an den sülirer

relegrammwechsel 0ure-siil,rer anläßlich des. neunten Jahrestages der Machtergreifung

Berlin, 31. Januar. Der Duce hat anläßlich des neunten Jahrestages der Machtergreifung an den Füh­rer das nachstehende Telegramm gerichtet:

„Während das ganze nationalsozialistische Deutsch­land im Begriff ist, in vollkommener Hingabe an sei­nen Führer und selsensestem Vertrauen in den Sieg den neunten Jahrestag Ihrer Machtergreifung zu feiern, übermittle ich Ihnen, Führer, des faschistischen Italiens und meine persönlichen wärmsten Glück­wünsche zur Fortführung Ihres großen Werkes und sür das Wohlergehen des deutschen Volkes.

Mussolini.«

Der Führer erwiderte hierauf wie folgt:

„Ich danke Ihnen, Duce, für die freundlichen Glück­wünsche, die Sie mir zum Jahrestag der national­sozialistischen Machtergreifung telegraphisch über­mittelten. In der Gewißheit, daß unser gemeinsames Werk für die Freiheit Europas vom Siege gekrönt sein wird, erwidere ich sie mit meinen aufrichtigsten Wünschen für eine glückliche Zukunft Italiens, für Ihr Wohlergehen und den Erfolg Ihrer geschichtlichen Arbeit. Adolf Hitler."

König und Kaiser Viktor Emanuel hat dem Führer zum 9. Jahrestag der Machtübernahme nach­stehendes Telegramm übersandt: „Anläßlich des neun­ten Jahrestages Ihrer Machtergreifung ist es mir be­sonders angenehm, Ihnen, Führer, meinen innigen Glückwunsch und meine herzlichsten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen und sür das verbündete deut­sche Volk zu übermitteln, das seine ganze Kraft und Stärke für den unfehlbaren Sieg einsetzt, gez.: Viktor Emanuel."

Der Führer hat mit folgendem Telegramm ge­dankt: „Eurer Majestät danke ich für die mir zum Jahrestag der Machtergreifung übermittelten freund­lichen Glückwünsche. Zugleich bitte ich Eure Majestät, meine herzlichsten Wünsche sür das Blühen und Ge­deihen des uns verbündeten italienischen Volkes wie

sür Ihr persönliches Wohlergehen entgegenzunehmen, gez.: Adolf Hitler."

Ebenso hat der italienische Außenminister Graf Ciano dem Führer telegraphisch Glückwünsche zum Ausdruck gebracht; auch ihm hat der Führer drahtlich gedankt.

Ferner haben König Boris von Bulgarien, der spanische Staatschef Generalissimus Franco, der ru­mänische Staatssührer Marschall Antonescu, der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso sowie der kroati­sche Staatssührer Dr. Pavelic zum 3V. Januar Glückwunschtelegramme übersandt, für die der Führer ebenfalls drahtlich gedankt hat.

*

Der Führer empfing am Freitag eine vom Ge­sandten Decicco» Mitglied des Nationaldirekto- riums der Faschistischen Partei und Generalsekretär der Fasci im Auslande, geführte italienische Parteidele­gation, die ihm die Grüße und Glückwünsche des Duce und der Faschistischen Partei zum Tage der Machtüber­nahme aussprach. Die Abordnung der Faschistischen Partei Italiens stattete am Sonnabend in Gegenwart des Königlich-Italienischen Botschafters Dino Alfieri dem Leiter der Auslandsorganifation der NSDAP., Gauleiter E. W. Bohle, einen Besuch ab. Ferner wurde die italienische Abordnung von Reichsleiter Dr. Leq und Reichsjugendführer Axmann emp­fangen.

Am Sonnabend, um 10 Uhr, begab sich die Delega­tion der Faschistischen Partei zum Ehrenmal Unter den Linden, um dort einen Kranz zum Gedächtnis d,er Ge­fallenen niederzulegen. Vor dem Ehrenmal hatte eine Ehrenformation der Wehrmacht Aufstellung genommen. Generalleutnant von Hase, der Kommandant von Ber­lin, empfing die italienischen Gäste. Anschließend an die Kranzniederlegung nahm der Führer der Abordnung neben Generalleutnant von Hase und Botschafter Alfieri den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie ab.

„Das rödliche Drama Singapur"

Japan schlügt ohne Paule ;u / Vle flbschnürung flustraliens geht weiter / 0er deutsche Erfolg nor-ostwiirts Kursk

Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung >

Kü. Berlin, 31. Januar. In knapp zwei Monaten haben japanische Truppen, unterstützt von Einheiten der Marine und vor allem der Luftwaffe, die Briten aus Malaya, einen der reichsten Kronjuwelen mit be­sonders bedeutsamer gesamtstrategischer Lage im ost- asiatischen Raum, herausgeworfen, und die letzten Reste der zertrümmerten britischen Divisionen über den Damm von Singapur aus die Insel gejagt, die nunmehr zur belagerten Festung wurde. Diese Erfolgs­meldung kommt im gleichen Augenblick, in dem die Briten durch den überlegenen Äbwehrsieg Rommels in Nordafrika eine neue entscheidende schlappe er­litten, und in dem die deutschen und verbündeten Lrrip-e« «m der Ostfront ebenfalls einen Abwehrerfolg

davontrugen, durch den mehrere sowjetische Divisio­nen und stärkere Panzerverbände zerschlagen und zurückgeworfen wurden. Die Einheit der Seite an Seite rümpfenden verbündeten Nationen dokumen­tiert sich in diesen drei Meldungen, denn der volle Abwehrerfolg bei Kursk ist nur ein neuer Beweis für die Feststellung des Führers, daß in dem gigan­tischen Abwehrkampf der Ostfront die Umstellung vom Angriff auf die Verteidigung so vollkommen gelungen ist, daß immer wieder dem Feind schwerste Verluste bei seinen Angriffen zugefügt werden. In Ostasien ist mit dem Endpunkt der Malaya-Offensive der letzte Akt „des tödlichen Dramas Singapur" eröffnet, von dem London heule in einer Rundfunksendung sprechen mußte.

Diese pessimistische und bedrückte Note der britischen Feststellungen zu Ostasien hat ihre Parallele in einer Aeußerung zur Führer-Rede und den sicheren und klaren Feststellungen über die Wiederaufnahme der offensiven Kriegführung im kommenden Frühjahr. Auch hierzu stellt London bedrückt fest, daß „das britische Volk tat­sächlich der Ansicht sei, daß die Deutschen bald wieder, und zwar hart zuschlagen würden". Mit Bangen sieht London bereits jetzt diesen Ereignissen und dem daraus folgenden Schicksal seines Verbündeten entgegen, indem es fragt: „Wo wird Hitler zuschlagen?" Er. hat uns keine Aufklärung darüber gegeben, aber der Durch­schnittsengländer wie der Militärsachverständige würden die Andeutungen einer Friihjahrsoffenfive mit Ueber- (Fortsetzung von Seite L)

wehen ungeheuren Ausmaßes den Nachschub hindern und oft längere Zeit sogar unterbinden, solange ist der den sibirischen Winter gewohnte, unseren Truppen zahlenmäßig und sogar materialmätzig überlegene Bolschewik insoweit im Vorteil, als nicht die seelische Ueberlegenheit des deutschen Soldaten der sowjetrussi- schen Bestie gegenüber den Ausschlaa gibt. Diese Ueber­legenheit aber steht außer allem Zweifel und ist er­wiesen gerade in den Kämpfen der letzten Wochen und Monate, nicht nur bei klirrender Kälte an der Ost­front, sondern auch in der abnormen Tropenwitterung Nordafrikas sowie zum xten Male aus und unter dem Spiegel der Meere.

Ehrensache Das Schwerste, so sagte der Führer, liegt öer keimst uns. Wenn nun dem Gegner keine

. Möglichkeit mehr gegeben ist, irgendwie noch besondere Errolge zu ervi'ngen. die ihn rn den Stand setzen konnten, die strategische Lage zu seinen Gunsten zu verändern, so sehen wir desto zuversichtlicher der besseren Jahreszeit entgegen, die unsere Truppen in die Lage versetzt, in voller Ueberlegenheit von Mensch und « i^E^sal eine strategische Lage herbeizuführen, die zu­letzt die Vernichtung des Gegners bedeutet. An unserer soldatischen Ueberlegenheit wagt selbst der gehässigste Gea- ner Deutschlands nicht zu zweifeln. Daß im rechten Augenblick die Ueberlegenheit des Materials bestehe, das ist Ehrensache der Heimat, an die der Führer mit oben bezeichneten Worten „Schafft Waffen, schasst Munition, schasst wieder Waffen und schafft wieder Munition" appellierte. Schon der Jubel, der ihm im Sportpalast bei diesem Appell entgegenbrauste, hat qe- zeigt, wie gut er von seinem Volke verstanden wurde. Es i st nun einmal dieser gewaltige Krieg u. a. auch ein Matenalkneg. Und jeder Volksgenosse, der mitarbeitet das Material Zu schaffen, arbeitet mit an der Herbei- suhrung des Sieges, der das Ende des Krieges bedeutet Und l/der Volksgenosse, der an den Organisationen be­teiligt ist, die zur Produktion und zur sinnreichen Ver­teilung des Materials berufen sind. gehört gleichfalls in d^* Kampfer, denen der Siegeslorbeer der­einst zukommen wird Nur weniges aus der Welt ist vollkommen, und wie ständig durch geistreiche Erfindun­gen unsere Waffen schärfer und härter geschmiedet wer­den, so können auch durch neu ersonnene Organisations­maßnahmen gar mancherlei Verbesserungen noch in den Organisationen vorgenommen werden, Verbesserungen die sowohl die rationelle Ausnutzung der Arbeitskraft als auch die wirksamere Verteilung des verarbeiteten Materials verbürgen, mit einem Wort eine allgemeine Leistungssteigerung herbeiführen. Die krampfhaften Be­mühungen, die wir bei unseren Feinden jenseits des Kanals und ien,eits des Atlantiks Tag für Taq ver­folgen. dahinseiend. der deutschen Produktion und der deutschen Organisation etwas Gleichwertiges zur Seite zu stellen, sind der lebendige Ansporn für alle. die auf deutscher Seite in der Produktion und in den Organi­sationen stehen, jetzt erst recht noch Besseres. Neich- licheres und Größeres zu vollbringen als bisher, auf daß der Vorsprung, der sich bisher so-katastrophal zum Schaden unserer Gegner auswirkte, nicht nur weiter be- kann^ sondern möglichst sich noch vergrößern

Schafft — Auch im großen Kampf um die Material­arbeit et ! Herstellung, durch den den Kämpfern drau­ßen an der Ostfront viel Blut und Leben er,pari wird, gilt das Wort. daß der Stoß der -einen starken Mann nicht umwirft, ihn nur noch starker macht. Wir haben bisher in den Werkstätten in den Fabriken, in den Schreibstuben gearbeitet so stnrk und gut wir glaubten, es vermögen zu können.

umstände es nun .verlangen, im dritten Kriegszahr das uns näher als die vorhergegangenen der Endentzcherdung bringt, noch mehr zu leisten und noch mehr zu schaffen, so wird diese Vetätigunq um so weniger an unseren Kräften zu zehren vermögen je mehr wir mit Herz und Sinn selbst bei der Sache sind. Und wenn sich jeder Volksgenosse jeden Augenblick bei seinem Arbeitsgang dessen bewußt ist, was er an Hilfe

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Nordostwärts von Kursk haben deutsche Jnfanterie- und Panzerverbände mehrere Sowjetdivisionen unter hohen feindlichen Verlusten geschlagen.

Bei geringen eigenen Verlusten vernichtete die deutsche Luftwaffe in der letzten Woche 127 sowje­tische und 59 britische Flugzeuge.

Malta liegt nach wie vor unter fortgesetztem Bom­benhagel.

Nach dem vollständigen Rückzug der Briten auf Singapur steht die Belagerung der Jnselfestung unmittelbar bevor.

Der Duce und zahlreiche führende Persönlichkeiten befreundeter Mächte haben dem Führer Glück­wünsche zum 39. Januar übersandt.

Tokio hat gegen die Ermordung japanischer Zivi­listen in D«oao in Washington Protest erhoben. Durch eine Umorganisation der Bremer Hitler­jugend wurden deren Bereiche endgültig den Gren­zen der Bremer Ortsgruppen der NSDAP. angepaßt. Reichsbankdirektor Gaede trat in den Ruhestand.