Ausgabe 
(31.1.1942) Nr. 31
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parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des legierenden vürgermeistcrs der Zrcien Hansestadt vrcmen

Nr. Z i ,12. Jahrgang

Sonnabend, Z1. Januar 1942

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblatt des NeichsstatthaKers in Oldenburg und vremen

kinzelpreis 15 Npf.

Mk Sem sülirer zum Sieg!

fl-olf Hitler am Z0. Januar im Sportpalast /Nückschau und Ausblick in geschichtlicher Stunde

delobt sei,

was uns hart macht!

LÜASNSI Oralribsriebt äerLrswsr 2sitvllZ"

rck. Berlin» 30. Januar. Wie schon oft, stand der Führer an jener Stelle, an der sich auch heute wieder das mit der Hakenkreuzfahne geschmückte Podium erhebt. Wie oft schon elektrisierte die MeldungDer Führer spricht" den Riesenkörper der Reichshauptstadt. Wie oft fuhr der Führer, umjubelt von der Bevölkerung, durch die Straßen von der Reichskanzlei zum Sportpalast, der alten traditionellen Kundgebungsstätte der natio­nalsozialistischen Bewegung.

Fast ist es, als wenn zur Stunde der Arbeitsrhythmus Berlins geringer würde. Tausende haben Zeit gefunden, den Führer auf seiner Fahrt durch die Straßen zu grü­ßen. Zu Tausenden drängen sie sich hinten den Absperr­ketten, die Polizei und st durch die Straßen zogen. Genau wie früher, und wie sonst sind Ränge und Tri­bünen des Sportpalastes gefüllt, und wieder grüßt von der Stirnwand der mächtige Hoheitsadler in Hellem Gold auf rotem Tuch von frischen, grünen Girlanden umrankt. Wieder schmettern Musikzüge ihre Märsche und Lieder in den Riesenraum, wieder strahlen die Scheinwerfer und lassen die Fahnen der Bewegung tief­rot aufleuchten. Wieder surren die Kameras der LÜochen- schaumänner.

llnd doch ist vieles anders. Zehntausende sitzen Kopf an Kopf aus allen Schichten der Bevölkerung. Aber ihre Gesichter sind herber geworden. Der Krieg hat sie gezeich­net. An niemanden ist er spurlos vorübergegangen, und ganz fehlt unter ihnen die junge, strahlende Frische, die sonst die Jugend in diesen Raum trug, denn sie steht heute auf einem anderen Platz an der Front. Ver­wundeten Soldaten sind an ihrer Stell« die ersten Rei­hen eingeräumt. Dort sitzen sie, die ihr Blut gaben, mit verbundenem Kopf, den Arm in der Binde Blut­zeugen eines Kampfes, der der Nation alles abverlangt, den sie aber mit starkem Willen auf sich nimmt, weil sie weiß, das hinter diesem Ringen der schönste und größte Sieg steht, den die deutsche Geschichte kennt.

Mit dem Führer zum Sieg!" Dieses Wort, das an der Stirnwand steht, zieht alle Blicke auf sich. Wie es die Gedanken auf den kommenden Kampf richtet, so läßt es sie auch zurückblicken zu jenem Tag vor neun Jahren, da die nationalsozialistische Bewegung mit ihrem Führer jenen großen herrlichen Sieg errang, der das deutsche Volk aus der Niederung zu den Höhen eines politisch gefestigten Daseins emporführte. Die meisten wohl, die heute wieder, gepackt von jener zündenden Sportpalast­stimmung. die immer zwischen diesen Mauern schwingt, auf die Ankunft des Führers warten, waren auch da­mals am Abend jenes 30. Januar dabei, vielleicht als Marschierer der nationalsozialistischen Revolution, deren Kolonnen unter dem Brandenburger Tor her in die Stadt zogen, die ihnen die Macht im Staate gab. Neun Jahre sind seitdem vergangen. Ein Tropfen nur im Strom der Weltgeschichte. Doch gab es nie eine Zeit­spanne, die dramatischer, reicher an Kämpfen und Er­folgen war als diese. Alle, die'heute stellvertretend für das ganze Volk den Sportpalast füllen, sie alle sind sich dieser Tatsache wohl bewußt, daß sie selber teil an seinen Kämpfen und seinen Siegelt hatten, sind stolz darauf und bejahen diese Zeit aus vollem Herzen. Diese Begeisterung, die, wie in den Jahren des Kampfes um die Macht auch heute noch alle durchglüht, haben auch die Anstrengungen und Mühen des Krieges nicht einzu­dämmen vermocht. Alle Schwierigkeiten haben immer nur eins bewirkt, daß der Wille zum Sieg, zur Be­hauptung des deutschen Lebensanspruches sich noch ver­tieft und verstärkt.Mit dem Führer zum Sieg" dies ist ihrer aller und des deutschen Volkes Glaubens­bekenntnis, heute wie vor neun Jahren.

Und so fiebern sie mit einer Spannung ohnegleichen auch an diesem Tage den Worten des Führers entgegen. Wieder hat sie jene Stimmung ergriffen, aus der stärker als aus allen Worten das unbedingte Vertrauen zum Führer, die restlose Hingabe an den dem deutschen Volk aufgezwungenen Kampf sich ausspvicht. Mit brausenden Siegheil-Rufen macht diese Spannung sich Luft, als der Badenweiler Marsch die Ankunft des Führers verkündet, als Adolf Hitler'dann langsam durch das Spalier schrei­tet, das U-Männer durch den vor Begeisterung fast überschäumenden Jnnenraum des Sportpalastes gezogen haben, und er schließlich mit erhobener Hand, die Menge grüßt er. der Führer des deutschen Volkes, der heute für wenige Stunden nur in der Reichshauptstadt weilt, um jenes Tages zu gedenken, da er die Geschicke des deutschen Volkes in die Hand nahm.

Neilksminister Vr. Soebbels

erwiderte im Namen der Zehntausende den Gruß, den der Führer entbot, mit folgender Ansprache:

Mein Führer!

Es ist für uns Berliner Nationalsozialisten eine stolze Freude, Sie mein Führer, heüte, am Tage der Macht­übernahme, wiederum bei uns begrüßen zu dürfen. Vor allem freuen wir uns, Sie so frisch und so gesund unter uns zu sehen. (Stürmischer Beifall.)

Es ist heute neun Jahre her, daß Sie die Bewegung im Kampf um die Macht zum Siege führten. Viele Jahre schwerster Bewährungen, stolzester Siege und auch gelegentlicher furchtbarer Rückschläge lagen damals hin­ter uns. Aber niemals in all diesen Jahren hat Ihre alte Parteigarde am Siege gezweifelt. Der Sieg war uns eine Sache des Glaubens, und zwar des Glaubens an Ihre Person. (Stürmischer Beifall.)

Heute nun steht das ganze deutsche Volk, an seiner Spitze unsere stolze Wehrmacht» im Kampf um die Ver­teidigung der Errungenschaften unserer Revolution, der Sicherheit unseres Reiches und des Lebensraumes un­seres Volkes. Was damals für uns eine Sache des Glaubens war, nämlich der Sieg, das ist heute für uns eine Sache der Gewißheit. (Stürmischer Beifall.) Wie die Front für den Sieg kämpft, so arbeitet die Heimat für den Sieg, und das ganze deutsche Volk fühlt sich ver­eint in dem Bewußtsein seiner Stärke und einer souve­ränen inneren Sicherheit.

Es ist mir heute eine stolze Freude, als Abgesandte des Duce hervorragende Vertreter der faschistischen Par­

tei und des faschistischen Italien in unserer Mitte be­grüßen zu dürfen. (Stürmischer Beifall). Sie repräsen­tieren eine Revolution, die wie die unsere das pluto- kratisch-jüdisch-freimaurerisch - marxistisch - kommunistische System zu Boden geworfen hat, um eine neue Ordnung zu errichten^Diese Völker^ dieser beiden Revolutionen sind zusammen mit dem Soldatenvolk der Japaner an­getreten (stürmischer Beifall), um ihre Lebensrechte zu verteidigen. In der Verteidigung dieser Lebensrechte stehen wir in einem unlösbaren Bund nebeneinander und marschieren vereint zum Siege.

Ich bitte Sie nun, mein Führer, das Wort zu er­greifen."

Der führer spricht zu front und Heimat

Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen!

Meine Kameraden!

Jeder spricht in dieser Zeit vor dem Forum, das ihm am geeignetsten erscheint (stürmischer Beifall), der eine vor einem Parlament, dessen Existenz, Zusammen­setzung und Entstehung uns allen zur Genüge bekannt ist» ich aber glaube an diesem Tage dorthin wieder zurückkehren zu müssen, woher ich gekommen bin, näm­lich zum Volk! (Erneuter Beifall.) Alle diejenigen, die hier vor mir sitzen, sind nämlich auch Abgeordnete des Volkes, nur mit dem Unterschied, daß sie keine Diäten beziehen (Heiterkeit), und es oft schwieriger haben, zu einer solchen Kundgebung zu kommen, als die sogenannten berufenen Vertreter der Demokratien.

Ehe wir in das zehnte Jahr des nationalsozia­listischen Deutschen Reiches eintreten, ist es wohl angebracht, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und sich wieder einmal mit den Ursachen unseres Daseins, unseres Werdens und unseres Sieges zu beschäftigen.

Wir hören heute sehr oft die Bemerkung, daß dieser Krieg eigentlich der zweite Weltkrieg sei, d. h. also, man identifiziert diesen Kampf mit dem ersten, den wir selbst noch zum großen Teil als Soldaten mit­erlebten. Und das.ist nicht nur richtig etwa in dem Sinne, daß auch dieser Kampf wirklich fast die ganze Welt umfaßt, sondern es ist noch viel mehr richtig, wenn man bedenkt, dast die gleichen Kräfte, die schon dezi ersten Weltkrieg veranlaßten, auch für den jetzigen verant­wortlich sind, und daß diese Kräfte und Mächte die gleichen Ziele anstreben, die sie damals vielleicht nicht im ersten Augenblick vorgaben erreichen zu wollen, die aber doch im tiefsten Grunde den Absichten ihres Kamp­fes zugrunde lagen. Es sind aber nicht nur gleiche Ur­sachen, sondern es sind

vor allem die gleichen verantwortlichen Personen.

Ich darf mit Stolz sagen, daß eine Ausnahme davon gerade die Staaten machen, die heute als Verbündete durch das Deutsche Reich, Italien und Japan verkörpert werden (starker Beifall).

Denn eins kann man doch wohl nicht bestreiten: daß Churchill bereits vor den Jahren 1914 einer der gemein­sten Kriegshetzer der damaligen Zeit war (Pfui-Rusej daß Herr Roosevelt damals der junge Mann des Präsi­denten Wilson gewesen ist, daß die kapitalistischen Männer von heute auch damals bereits das Gewicht ihres Ein­flusses in die Waagschale für den Krieg geworfen haben, während umgekehrt niemand leugnen kann, daß wir an dem damaligen Krieg gänzlich unschuldig gewesen sind. Wir waren alle nur ganz kleine Soldaten, so wie Sie jetzt, meine lieben Verwundeten, hier vor mir sitzen unbekannte Namenlose, die einfach die Pflicht gerufen

hatte und weiter gar nichts» also Männer, die damals ihre Pflicht so brav sie konnten, erfüllten.

Die gleichen treibenden Kräfte, die den ersten Welt­krieg verschuldeten, sind auch für diesen zweiten verant­wortlich. Dabei möchte ich hier gleich eines einfügen: Das damalige Deutschland war eine Monarchie, also keine nationalsozialistische Diktatur, das damalige Deutschland war demokratisch, also kem nationalsozia­listischer Staat, und das damalige Deutschland war par­lamentarisch, also auch nicht das, was das heutige Deutschland ist, von allen sonstigen Unterschieden ab­gesehen.

Es müssen also Gründe sein, die nicht in der Staatsform liegen, die damals so wie heute als Anlaß zum Angriff gegen »ns verwendet wurden, obwohl unsere Feinde in beiden Fällen behaupteten, daß es gerade die Staats form sei, die sie auf den Plan gerufen hätte.

Wir Deutsche "können uns allerdings überhaupt nicht vorstellen, daß wir, wenn ein Volk sich plötzlich eine be­stimmte Staatsform zulegt, n-un deshalb erklären, wir müßten dagegen in einen Krieg eintreten, nur weil uns diese Staatsform nicht passe. Das verstehen wir nicht, und das meinen natürlich- auch die anderen im Ernst nicht. Sie sind daher auch gar nicht deshalb in den Krieg eingetreten, weil die Staatsform sie irgendwie irritiert hatte. N»in! Sie bringen es ja fertig, die ge­meinste Staatsfovm, wenn notwendig zu umarmen, um mit ihr Brüderschaft zu trinken (stürmische Pfui-Rufe). Nein. nein. das ist es nicht Es ist nicht die Staats­form, sondern sind andere Gründe, die sie schon 1914 zum Kriege gegen das Deutsche Reich getrieben hatten!

England war damals der Haupthetzer gegen Deutschland,

jenes England, das sich im Laufe von 300 Jahren nur durch Gewalt, durch eine einzige Folge blutiger Kriege etwa ei« Viertel der ganzen Erdoberfläche unterworfen hat.

Denn es war doch nicht so, daß etwa eines Tages indische Fürsten oder indische Stämme oder deren Depu­tationen nach London gekommen sind mit der Bitte: Engländer, kommt nach Indien und regiert uns!", sondern die Engländer sind nach Indien gegangen, und zwar obwohl die Inder sie gar nicht haben wollten.

Sie gingen mit Gewalt dorthin und waren auch nicht mehr hinauszutreiben. Mit Gewalt allein haben sie sich einst dieses riesige Gebiet mit etwa 380 Millionen Men­schen unterworfen und es in der Unterdrückung erhalten Nur mit Gewalt haben sie sich Staat um Staat tribut- und zinspflichtig gemacht. Hinter all dem stand natürlich (Fortsetzung auf Seite 2)

Deutsche U-Voote an Wallstreets Lebensader

weitere IZ lzandelsschiffe mit 74000 VM. an nordamerikanischen und kanadischen Küsten versenkt

Aus dem Führerhauptquartier, 30. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:An der Ostfront anhaltende Kampstätigkeit. Auf den Färöers und an der schottischen Nordostküste bombardierten Kampfflugzeuge Hafenanlagen und Versorgungsbetriebe. Vor der Südwestküste Englands versenkte die Luftwaffe ein Handelsschiff von 4000 VRT.

Deutsche Unterseeboote versenkten wie durch Son- dermeldung bekanntgegeben an der nordamerika- nischen und kanadischen Küste weitere 13 Handelsschiffe mit zusammen 74 000 BRT. Bei diesen Erfolgen hat sich das Unterseeboot des Korvettenkapitäns Kais besonders ausgezeichnet.

Wie ebenfalls durch Sondermeldung bekanntgegeben, nahmen in Nordafrika deutsch-italienische Truppen Bengasi. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zersprengten britische Fahrzeugkolonnen bei Barre und ostwärts Sollum sowie im Wüstengebiet der Cyrenaika. Bei Luftangriffen gegen den Hafen Tobruk wurden Bom­bentreffer in Verladeeinrichtungen und Flakstellungen erzielt. Flugplätze auf der Insel Malta wurden von Kampffliegerkräften bei Tag und Nacht mit Bomben belegt.«

Von unserem ständigen s. x.-Marine-Mitarbeiter wird uns geschrieben: Innerhalb von nur zwei Wochen haben die deut­schen Unterseeboote seit ihrem ersten Einsatz jenseits des Atlantischen Ozeans nun bereits 43 feindlich« Handelsschiffe mit insgesamt 302 000 BRT. versenkt. Das ist mehr Schiffs­raum. als die gesamten USA.-Wersten im ersten Halbjahr des Jahres 1841 gebaut haben, denn da kamen sie nur aus eine Bauleistung von etwa 200 000 BRT. Roosevelt und sein

Mar'ineminister Knox die sich in den Monaten vor dem offenen Kriegseintritt immer erkühnten die USA.-Flotte würde die deutschen Unterseeboote ,vom Ozean wegfegen", sind jetzt sehr schweigsam geworden. Sie haben bisher nur das Eingeständnis von 12 Schiffs Verlusten gemacht. Schon diese Verlustzifser hat auf die amerikanische Oefsentlichkeit sehr deprimierend gewirkt. Das wäre noch viel mehr der Fall, wenn die USA.-Bevölkerung erfahren würd«, daß schon 43 Schiffe an der kanadischen und Nordamerikanischen Küste versenkt worden sind. Der Einsatz von kleinen Luft­schiffen, die bisher" für Reklamezwecke dienten, als behelfs­mäßiges Aufklärungsmittel gegen Unterseeboote an der USA.- Küste hat nach schwedischen Berichten in manchen nord- amerikanischen Kreisen zu der Feststellung geführt, daß offen­bar nicht genug Aufklärungsflugzeuge vorhanden sind.

Die Wirkung der Verluste macht sich ferner in einem scharfen Ansteigen der Kriegsrisikoprämien bemerkbar, die von den Versicherungsgesellschaften für die ÜSA.-Schiffahrt an der Atlantikküste erhoben werden. Die prahlerischen Ankündigun­gen des Washingtoner Marineministeriums, man habeschon alle deutschen Unterseeboote an. der nordamerikanischen Küste versenkt", sind nun ihrerseits in der Versenkung verschwunden, da die deutschen U-Boote täglich kräftige Zeichen ihres leben­digen Angriffsschwunges geben. Jetzt versucht es Roosevelt mit der schon im Weltkrieg beliebten Behauptung, daß die deutschen U-Boote besonders Passagierdampser aufs Korn nehmen. Es ist nämlich der TurbinendampferLady Hawkins" (7388 BRT.) als verloren gemeldet worden Es handelt sich um ein schnelles kanadisches Schcks von der Art wie sie als Hilfskreuzer und Truppentransporter besonders geeignet ist. Im übrigen sind alle englischen Handelsschiffe mit Angrifss- wassen gegen U-Boote ausgestattet, und auch Roosevelt hat die USA.-Handelsschiffe schon vor dem offenen Kricgszustand be­waffnen lassen, also bewußt in die Kriegsgefahren aktiv hinein­gestellt. Wenn er jetzt über die Gegenschläge der deutschen U-Boote wütend ist, so zeigt das nur seine Enttäuschung über das Fehlschlagen seiner Pläne.

Die Iaüse chs ch/

Der Kampf geht weiter

llLv. Bremen, 31. Januar

An der Schwelle des zehnten Jahres nationalsozialisti­scher Staatsführung sprach der Führer an der Tra- ditionsstätte der nationalsozialistischen Bewegung der Reichshauptstadt eindringlich und mit großer redneri­scher Lebendigkeit zu Front und Heimat. Der erste und größere Teil seiner Rede galt. wie es dem Tage gemäß war, dem Blick in die Vergangenheit, bei dem ihm seine Zuhörerschaft im Sportpalast wie an den Millionen Rundfunkgeräten im Eroßdeutschen Reich um so begei­sterter folgte, als diese Zuhörerschaft ja selbst die Er­innerung an die Jahre der Kampfzeit in sich trägt und mehr denn je heute begriffen hat, wie der gegenwärtige Krieg, der zweite Weltkrieg, nur die Fortsetzung des ersten ist. bei dem schon damals von der mißgünstigen Kräftekoalition der sogenannten Weltdemokratien das deutsche Volk überfallen wurde, um nach seiner Nieder­lage mißhandelt und ausgebeutet zu werden. Der zweite Teil der Rede aber galt der Gegenwart mit ihren Aus­blicken auf die Zukunft.

Die Erinnerung des Führers an die Parole unserer Feinde von damals:Krieg dem Kriege!" und die scho­nungslose Bloßlegung der Verlogenheit dieser Parole, die nur insoweit Geltung haben soll, als nichts mehr an dem, was unsere Feinde durch ungerechte Kriege zu­sammengerafft und zusammengeraubt haben, geändert werden soll, muß so, wie der Führer sie in der Rede vornahm, jedem politischen Anfänger weitgehend ein­leuchten. Der Forderung der aewissenlosen Kriegsver­brecher jenseits des Kanals und des Atlantiks, daß alles was diese Parvenüs zmammengestohlen haben (während die alte Kulturnai.on der Deutschen sich in Zwietracht und inneren blutigen Kämpfen zerstörte), nun Tabu sein müsse, stellt» der Führer die nationalsozia­listische Auffassung von dem ständig sich erneuernden Entwicklungsprozeß des Lebens entgegen, demgemäß die Tüchtigen sich erheben müssen über alles, was träge und faul wird. Und es bedarf dabei kaum eines Hinweises, welche Nationen im heutigen großen weltgeschichtlichen Entwicklungsprozeß als die wirklich tüchtigen und welche als die faulen und trägen anzusehen sind.

Der Führer, aus dem Volke erstanden, hat in einer Zeit, da Deutschland (infolge der von den Feinden wäh­rend des Krieges schlau und zielbewußt geförderten in­neren Zersplitterung durch die Parteien), trotz der hel­denhaften Waffentaten unserer Wehrmacht zu Boden gezwungen war, und nicht nur an der Ehre. sondern auch an seinem Leben fürchterlichen Schaden er­litt. sich den Glauben an dieses Volk und die Zuversicht auf eine deutsche Zukunft erhalten und ist als Fahnen­träger des neuen Deutschlands vor die Welt getreten, als diese nichts anderes als Spott und Hohn für die Ziele und die Wege Adolf Hitlers hatte. Mit Recht konnte er daran erinnern, daß der Weg zum Siege kein leichter war und nicht ohne schwierigste Hindernisse und nicht ohne schwere Rückschläge vor sich ging. Welches Wort enthielte aber auch mehr innere Wahrheit als das:Siege ertragen kann jeder Schwächling. Schicksals­ichlage ertragen können nur die Starken!"

Wie stark der Mann war, der die Bewegung zur Ret­tung des deutschen Volkes und zur Erneuerung des Rei­ches schuf, das ist heute rückblickend zu ermessen nicht allein aus dem, was an verbohrter Dummheit, an fau­liger Trägheit und an verächtlicher Feigheit dank dem System im deutschen Volke sich breit'gemacht hatte und erst ausgerottet werden mußte, sondern vor allem an dem, was er allen Rückschlägen zum Trotz vollbrachte. Des Führers Hinweis auf den scheinbar nicht mehr gutzumachen gewesenen Zusammenbruch der Beweaunq im November 1923, auf seine Gefangenschaft, ferner auf die unendlichen Widerstände, die ihm wurden, als kraft seines unablässigen Einsatzes mit seiner Bewegung ihm nach dem 14. September 1930 allen Regeln der Demo­kratie gemäß die Regierungsbildung bereits zugefal­len wäre, der Hinweis endlich auf den neuen Rückschlag im November 1932 nach den schönen Wahlerfolgen im Sommer desselben Jahres, bildete eine richtige Blü- tenlese dessen, was zu überwinden war bis endlich doch und dann der Welt ganz überraschend der schließliche Sieg in den Händen der nationalsozialistischen Bewe­gung und ihres Führers lag. Mit unendlicher Geduld und mit einem Heldentum ohnegleichen ist. wie wir wissen, jene große Volksgemeinschaft erkämpft worden, die dann, nachdem sie sich im Innern ihre staatliche Le­bensform geschaffen hat. auch nach außen zur Wieder- errrngung der Freiheit antreten konnte.

Und wie die Fahne des neuen Deutschlands durch alle Fährnisse und Bitternisse der Kämpfe hindurch stets unentwegt hochgehalten wurde, so wurde sie. die inzwi­schen zur Fahne des Eroßdeutschen Reiches geworden, und wird sie heute und in allen Zeiten hochgehalten was immer kommen mag. Es gönnen unsere Feinde uns die Eigenart unseres staatlichen Lebens, das die Wohlfahrt jedes einzelnen verbürgt, nicht, weil sie darin eine Gefahr für ihre eigene Despotie erblicken die sie Demokratie nennen und die in Wahrheit nichts anderes ist als eine gewissenlose Ausbeutung der Arbeitskraft des eigenen Volkes. Sie gönnten dem Führer nicht, daß er seine Friedenspläne, diese Werke herrlichsten Auf­baus, die er mit so großem Erfolg zum Wohle seines Volkes begonnen hatte, ungestört fortsetzen und zu Ende brächte. Weil sie selbst nicht imstande sind. auch nur einen geringen Prozentsatz dessen zu leisten, was der Führer zu leisten vermochte, mußte dem Wirken des Führers Einhalt geboten werden. So haben Churchills Herostratentum und Roosevelts pathologisches Verhal­ten, unterstützt, ja getrieben von den Kräften des inter­nationalen Judentums, den Krieg herbeigeführt, deil